Kafka am Strand
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Description
Book Information
Author Description
HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).
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Wie ein Fiebertraum liest sich dieses eigensinnige und dennoch berührende, poetische Werk von einem meiner absoluten Lieblingsautoren. Murakamis Stil erzeugt Filme im Kopf. Seine Fähigkeit, Szenen so wahrhaftig intim zu beschreiben, lässt uns Lesende Teil des Universums, Teil des Geschehens werden. Die Charaktere sind ebenso schräg wie absolut liebenswert und überzeugen durch ihre Einfachheit und Bodenständigkeit nur noch mehr, befindet sich doch jede:r auf einer individuellen Reise zum Kern des Seins, auf der Suche nach dem Sinn und der wahrhaftigen Bedeutung des Lebens.
Ein Buch zwischen Traum und Wirklichkeit, für mich ohne klares Urteil.
Mein drittes Buch von Murakami und eines, das mir wie auch das Buch selbst kein eindeutiges Urteil erlaubt. Durch den bekannten Stil und die leichte Sprache lässt sich das Buch gut lesen und es öffnet wieder den Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Leider haben mir letztlich die beiden realistischeren Werke ("Südlich der Grenze, westlich der Sonne" und "Naokos Lächeln") besser gefallen, da die surreale Erzählung teils überfrachtet oder unnötig erscheint und die wiederkehrende Thematik der menschlichen Existenz vergleichsweise weniger intensiv auf mich wirkt. Ein guter, typischer Murakami-Roman, mit allen damit verbundenen Schönheiten und bekannten Problematiken, aber nicht mein Favorit.
Realitätsverschiebung
Auf dieses Buch muss man sich einlassen, hinnehmen was geschieht… Logik ist an vielen Stellen eher behindernd. Ich mag Murakamis Stil, wie er Welten erschafft und mit der Wahrnehmung von Realität und Phantasie spielt. Was unsere Protagonisten verbindet ist die Flucht vor ihrem bisherigen Leben und ihrer Vergangenheit, und die Suche nach sich selbst. Manche Szenen sind brutal, manche vulgär, andere (aus heutiger Sicht) rechtlich bedenklich und doch überwiegen die wunderschönen, poetischen Sprachbilder die der Autor zeichnet. Für mich ist dieses Buch angefüllt mit melancholisch berührenden Weisheiten.
Ok wow… was war das? Ein Buch, das verwirrend, bizarr und zum Teil auch echt verstörend, aber gleichzeitig so poetisch, faszinierend, berührend und vor allem fesselnd ist.
Es ist eine Geschichte, die wirklich, wirklich schwierig in Worte zu fassen ist. Es fühlte sich an wie ein surreales philosophisches Rätsel, das keine richtige Lösung bereit halten will… „Wie viele Dinge es wohl auf der Welt gibt, von denen ich nichts weiß und die ich nicht bemerkt habe?“ Dieses Gefühl hat mich einfach immer wieder durch das Buch begleitet. Manchmal auf gute Weise und manchmal auch auf wirklich verstörende Art. Lange dachte ich, ich lese zwei völlig verschiedene Geschichten…. Zum einen die des 15-jährigen Kafka, der vor einer düsteren Ödipus Prophezeiung flieht, und in einer eigenartigen und musikalischen Bibliothek landet, wo er auf wirklich einzigartige Menschen trifft. Zum anderen die des älteren liebenswerten Mannes namens Nakata, der durch ein mysteriöses Kindheitserlebnis zu Kriegszeiten geistig beeinträchtigt ist und mit Katzen sprechen kann. Doch nach und nach verweben sich ihre Wege auf eine so sonderbare Art und Weise… Es ist wirklich faszinierend, wie Murakami mit Grenzen experimentiert und spielt. Realität und Traum, Moral und Schuld, Angst und Liebe. Dabei geht es nicht nur um Entscheidungen, sondern auch darum, wie man sich selbst verlieren, und vielleicht auf neue Weise wiederfinden kann. „Nicht der Mensch bestimmt sein Schicksal, sondern sein Schicksal bestimmt ihn.“ Das ganze Buch ist irgendwie eine bizarre poetische Reise…die Elemente von Coming of Age, Krimi, Thriller, griechischer Mythologie, Philosophie und japanischen Märchen in sich trägt. Es ist voller Metaphern und Symbole. Immer wieder, wenn ich dachte, etwas verstanden zu haben, musste ich es im nächsten Moment wieder alles hinterfragen. Und trotzdem blieb irgendwie eine weirde Art eines roten Fadens spürbar… 🔚Am Ende bleibt „Kafka am Strand“ für mich ein Buch, das noch etwas länger hängen bleibt und das man nicht vollständig verstehen muss, um es zu lieben. Ein Buch, das mit jedem vorstellbarem Gefühl gefühlt werden will! ⭐️ 4,5 Sterne – weil es mich wirklich herausgefordert und gleichermaßen verstört wie begeistert und berührt hat.

Wenn Schönheit, Absurdität, Phantasie und Literatur aufeinander treffen…
… kommt dieser Murakami dabei heraus. Selten habe ich so ein verrücktes Buch gelesen. Es hat mich gefesselt, abgeschreckt, erheitert und angeekelt zu gleich. Alles in Summe bringt es einem dazu weiterzulesen. Am Ende konnte ich dann nur Staunen. Mehrere Handlungen laufen hier parallel. Murakami wechselt die Erzählperspektiven häufiger als seine Unterhosen, was den verschiedenen Handlungsträngen aber zuträglich ist. Die Mischung aus Absurdität und realem Geschehen gibt mir starke Stephen King Vibes ( Dunkler Turm Saga bspw.). Aber Murakami schafft es irgendwie, dieser Art von Fiktion einen literarisch wertvollen Charakter zu geben. Worum es in dieser Geschichte tatsächlich geht, unterliegt wohl mehr der eigenen Interpretation. Laut dem Autor müsste man dieses Buch wohl öfter Lesen un es zu verstehen. In meinen Augen geht es um Personen, die aus zwei Hälften bestehen. Alle finden mehr oder weniger wieder zusammen. Einziger dicker Minuspunkt wäre die hier dargestellte Sexualität. In keinster Weise ist Sex mit Minderjährigen legitim. Auch nicht im literarischen Kontext. Und Vergewaltigung ist und bleibt einfach scheisse. Aber das es in Japan einen Hang zu Perversionen und Vergewaltigungen gibt, ist denke ich mal bekannt.

Das Buch hat stark angefangen – viele Passagen waren sprachlich richtig schön und poetisch, ich habe einiges markiert. Mit der Zeit hat es für mich aber immer mehr nachgelassen. Was mich besonders gestört hat, war die Sexualisierung von Minderjährigen und die Darstellung von Frauen, die oft nur als schön oder funktional für die Männer existieren. Insgesamt war das Buch nicht schlecht, aber auch nicht mein Geschmack. Die Handlung zog sich, und manche Themen haben mich eher abgeschreckt als zum Nachdenken angeregt.
Was war das denn bitte für ein Fiebertraum? Mittlerweile habe ich schon relativ viele Bücher gelesen und oft lese ich Bücher, bei denen ich mir denke, so etwas in der Art habe ich schon einmal gelesen. Aber „Kafka am Strand“ ist völlig innovativ und einzigartig. Eine Inhaltsangabe verbitte ich mir an dieser Stelle. Darum geht es nicht. Es geht um das Gefühl, um das Erleben, um das Eintauchen in diese Welt, die Murakami da kreiert hat. „Kafka am Strand“ ist prototypisch für das Genre Magischer Realismus. Der Roman oszilliert permanent über Grenzen: Magie-Realität, Traum-Wirklichkeit, Leben-Tod, Nüchternheit-Sex, Moderne-Antike, Isolation-Zusammengehörigkeit. Als Leser*in schwingt man mit. Der Stil ist betörend, meditativ; der Inhalt mitunter schwindelig machend. Auf jeder Seite hatte ich das Gefühl, hier passiert etwas Großes. Alles ist Metapher, alles hängt zusammen. Besonders schön fand ich die Gestaltung der Figuren, die ihre Unvollständigkeit in der Beziehung zu anderen Figuren komplettieren. Es ist aber auch weird und völlig surreal, wenn Katzen plötzlich sprechen und Makrelen vom Himmel regnen, also lass deine weltlichen Gesetzmäßigkeiten und Erwartungen zurück, wenn du es liest. Am Ende fühle ich mich so wie nach meinem Kinobesuch von „Inception“. Ich muss es nochmal lesen. Ich muss mit Leuten über dieses Buch sprechen, denn es ist viel zu groß, um es alleine zu verarbeiten. Ich liebe es!
Ein ganz besonderes Buch!
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen; so intensiv und fesselnd ist die Geschichte. Murakami schafft eine Welt, die zwischen Realität und Traum schwebt, mit Charakteren, über die man ständig nachdenkt. Die Handlung ist rätselhaft, aber genau das macht den Reiz aus: Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und wie es endet. Perfekt für alle, die in eine besondere, fantasievolle Welt abtauchen möchten. Absolute Leseempfehlung!
Unglaublich
Es ist mein erstes Buch von Haruki Murakami. Kann mich nicht erinnern, jemals bei einem Buch so zwischen Faszination, Ekel und Neugier geschwankt zu sein. War kurz davor es ziemlich zu Beginn wegzugeben, beim Töten der Katzen, dieses Kapitel musste ich überspringen. Von der Art des Schreibens aber bin ich zutiefst begeistert. Jede Zeile liefert sofort Bilder und Gefühle aller Art. Das Buch weicht einen auf. Dehnt alles Denkbare. Nichts ist unmöglich. Traum, Leben und Tod verschwimmen. Liebe erlangt eine neue Nuance. Ich spüre ganz viel Seele in dem Buch. Es ist nichts für Kleindenker, Schubladenschieber oder empfindliche Sensibelchen. Ich werde noch ein weiteres Buch von diesem Schriftsteller lesen, weil es etwas in mir berührt hat. Durch dieses Dickicht von Traum und Wirklichkeit hindurch. Dunkel und hell zugleich.
📚📖 Kitap / Book: 海辺のカフカ / Kafka on the Shore / Kafka am Strand / Sahilde Kafka — Haruki Murakami, 2002 🔮 Tür / Genre: Büyülü gerçekçilik, psikolojik roman, çağdaş edebiyat Magical realism, psychological fiction, contemporary literature 📅 Dönem / Period: Contemporary Japanese Literature – Japan Çağdaş Japon edebiyatı – Japonya 📝 Kısa Özet / Short Summary: 🇹🇷 Sahilde Kafka, evden kaçan genç Kafka Tamura ile gizemli olaylar yaşayan Nakata’nın paralel ilerleyen hikâyelerini anlatır. Gerçek ile hayal arasındaki sınırlar silinirken kader, bilinçaltı ve kimlik arayışı temaları öne çıkar. 🇬🇧 Kafka on the Shore follows two parallel narratives: Kafka Tamura, a teenage runaway, and Nakata, an elderly man with mysterious abilities. Blurring the line between reality and surrealism, the novel explores fate, identity, and the subconscious. 💬 Yorum / Review: 🇹🇷 İlk defa bir kitabın adeta örgü örer gibi, nakış nakış işlendiğini görüp hayran kaldım. Her bir detay o kadar ince düşünülmüş ki, metnin bütününe hayran olmamak imkânsız. Büyük bir heyecan ve hazla okuduğum, etkileyici bir eserdi. 🇬🇧 For the first time, I felt like a book was crafted like intricate embroidery—stitched together with remarkable precision. Every detail is so thoughtfully designed that it’s impossible not to admire the whole. I read it with great excitement and deep enjoyment—truly an impressive work. #KafkaOnTheShore #HarukiMurakami #SahildeKafka #KafkaAmStrand
Ein Buch mit einem kräftigen Nachhall und lesenswert🌸🥰
Das zweite Buch, von dem Autor Haruki Murakami, ist für mich etwas schwer in Worte zu fassen. Es hinterlässt, trotz des Wow-Effekts, seine Spuren und hallt noch ganz schön nach😊. In dem Buch geht es, zum Einen, um den 15 jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause ausreist, aufgrund einer verfluchten Prophezeiung seines Vaters. Auf dem Weg nach Takamatsu begegnet er der jungen Frau Sakura und schlussendlich findet er sich in der Kamura-Bibliothek wieder. Er begegnet dort dem Empfangsherren Oshima und der Bibliothekarin Saeki-San. In die Frau verliebt er sich Hals über Kopf. Gleichzeitig lernt der/die Leser/-in Herrn Nakata kennen, der (aufgrund eines Unfalls) geistig zurückgeblieben war und nicht lesen und schreiben kann. Dafür aber mit Katzen und (später) mit Steinen sprechen kann. Dieser lässt auch Blutegel vom Himmel regnen und begegnet auf seiner Reise, dem Herrn Hoshino, der ihn auch auf dem Rest seines Weges begleitet. Der Autor Haruki Murakami lässt eine Geschichte mit zwei Welten und zwei Charakteren entstehen, in denen es Teils echt verstörend und verwirrend zugeht. Mit so vielen Metaphern, welche das Leben uns bietet und den dazugehörigen Thematiken, wie Selbstfindung zum Einen, aber auch wie man mit Einschränkungen umgeht, dem Tod, oder Vergebung etc. Diese Thematiken und Metaphern lässt er zu einer echt guten Fantasy Geschichte entstehen. In diese taucht man immer tiefer beim lesen ein. Ich selber wurde in diesen Sog automatisch reingezogen, während ich manches Mal verstört war beim Lesen, oder verwirrt. Nur ich merkte, dass ich auch nicht aufhören konnte weiter zu lesen, denn bei Haruki Murakami klärt sich Vieles recht schnell, oder zum Ende, hin auf. Seinen Erzählstil kenne ich ja schon und ich finde ihn echt gut und ich hatte mich daran gewöhnt. Manche Szenen und Formulierungen waren wirklich verstörend (trotzdem nichts Außergewöhnliches, welches ich nicht schon las), teils, wie gesagt, auch verwirrend. Beim Lesen spürte ich nicht nur die düstere Stimmung, auch die Dunkelheit, welche diese Geschichte umgab. Beim Lesen merkt man, dass der Autor Alles an Können reinlegte. Mir ist noch nie eine so gute Geschichte unter die Augen gekommen, samt zwei Charaktere die sich in den Kapiteln jeweils abgewechselt hatten und es gleiche Zeitstränge gab. Was ich gut fand war, dass Metaphern auch mit Werken zitiert wurden (z.B. die griechische Mythologie, die klassische Musik, so wie die Geschichte von Beethoven).😊 Empfehlen kann ich es.📖🌸☀️.
Murakami ist und bleibt mein Liebling wenn es um phantasievolle Geschichten geht. Wie kein anderer gelingt es ihm abstrakte Kreaturen und Welten zu schaffen, welche mir dann doch ganz "normal" scheinen. Das Ende war nicht ganz eindeutig, daher 4 Sterne. Bei Kafka am Strand vergass ich beim Lesen alles um mich und bin begeistert, wie die vielen einzelnen Geschichten sich immer mehr miteinander verflechten.
Wer Magischen Realismus und Murakamis Erzählart liebt, wird hier glücklich 😺
Dieses Buch ist für mich schwer in einer Rezensionen einzufangen. Es ist selbst eine einzige Metapher. Murakami ist ein surrealistischer Maler von Worten. Deswegen kann man seine Werke nicht einfach für andere beschreiben, sondern man muss sie selbst erleben. Kafka am Strand folgt keinen Regeln; ist zugleich bestechend logisch und verwirrend unlogisch. Es baute mich auf und riss mich nieder. Ich laß und ich fühlte, ich versuchte zu verstehen, gab es auf und ließ mich irgendwann einfach treiben. Und dieses schwebende Gefühl ist es, in das ich mich verliebte. Aber genug von meiner Schwärmerei für Murakami, ich versuche mich mal an der Handlung. Im Prinzip geht es um zwei Menschen auf der Suche nach Selbstfindung, deren Schicksale über komplexe Art miteinander verwoben sind. Ein fünfzehnjähriger Ausreißer namens Kafka flieht vor einer Ödipus-Prophezeiung und versucht, seine Zukunft zu verändern. Ein alter Mann namens Nakata, der zwar nicht lesen, dafür aber mit Katzen sprechen kann, ist dagegen auf der Suche nach Antworten und hofft, diese in der Vergangenheit zu finden. Fiktionale Ideen werden mithilfe von Magischem Realismus, wie sprechenden Katzen oder regnenden Fischen, in eine Story über das Erwachsenwerden gemischt. Kafka ist ein typischer Murakami-Held: einsam, wortkarg, liebesbegierig und voller Gedanken und Ideen. Ob Murakami mit der Namenswahl des Charakters etwas implizieren wollte, ist debattierbar. Vielleicht ist es eine Anspielung auf Franz Kafkas komplizierte Beziehung zum Vater und zu Frauen? Auf jeden Fall ist die Handlung sehr kafkaesk und in Grund und Boden interpretierbar. Der Schreibtstil ist seltsam und unvergleichlich, doch diese unkonventionelle Art ist es, die einen in die Geschichte hineinzieht. Es findet ein fließender Wechsel zwischen Realität versus Gedanken und Vorstellung der Charaktere statt. Wie immer findet auch Musik eine zentrale Rolle, doch diesmal war es seine Ode an die Zeit, die mich in den Bann schlug. Die Zeit, so Murakami, ist ein zentraler Inhalt des Lebens. Die Zeit schafft Erinnerungen und formt uns in unseren Handlungen und die vor uns liegende Zukunft zwingt uns darüber nachzudenken, was wir mit unserem Leben noch tun wollen. Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Möglichkeit. Ich bin zum Glück schon darauf vorbereitet, dass japanische Literatur lieber schwierige Fragen stellt, statt sie zu beantworten. Deswegen lässt sie oftmals ein verwirrendes Gefühl zurück. Kafka am Strand öffnete meinen Verstand und meine Gefühlswelt und fuhr mit den Inhalten Achterbahn. Es ist selten, dass mich eine Story so erwischt.
Es wird glaube ich nicht passieren das ich Murakami jemals weniger als 5 Sterne geben werde
Kafka am Strand war das erste Buch, das ich von Murakami gelesen habe. Ich hatte vorher nichts dergleichen aus diesem Genre gelesen, einem Genre, worin Murakami für mich der Meister seines Fach ist. In Kafka am Strand erwarten ein so viele surreale Dinge und das Buch ist alles andere als leicht zu verstehen. Es hat für mich sogar einen starken Hang zur Philosophie. Ein 15-jähriger Junge, der von Zuhause abhaut und sich in eine Bibliothek einnistet, dort eine mystische Bekanntschaft mit einer Bibliothekarin und einem Geist macht und ein alter Mann, der zurückgeblieben scheint und mit Katzen reden kann, und am Ende verstricken sich ihre Schicksale. Für mich war danach klar, dass ich viel mehr von Murakami lesen will. Bis jetzt sind es elf Bücher und es werden noch mehr werden. Murakami ist bis jetzt der einzige Autor, wo ich das Ziel habe, wirklich jedes seiner Werke lesen zu wollen. Dieses Verlangen habe ich bei keinem anderen Autor für viele mag Murakami kontrovers erscheinen, aber für nicht wenige ist und bleibt er der Goat des magischen Realismus
Was für eine Tiefe!
Haruki Murakamis „Kafka am Strand“ war mein erster Roman von ihm und definitiv nicht mein letzter. 📖 Dieses Buch hat in vielerlei Hinsicht Eindruck auf mich gemacht. Dazu zählt zunächst einmal der Schreibstil. Er ist einfach und prägnant. Murakami schafft es, mit wenigen Worten Situationen und Empfindungen genau zu erfassen und sie so wiederzugeben, dass man sie als Leser fühlt und sich richtig hineinversetzen kann. Dann waren seine Charaktere absolut greifbar und echt. Sie wirkten nicht verkünstelt oder haben Entscheidungen getroffen, die nicht ihrem Naturell entsprachen. Die Handlung ist natürlich durch „Die Odyssee“ bekannt, aber interessant neu interpretiert. Die surrealistischen Aspekte fand ich zum Teil sehr spannend, an manchen Stellen allerdings ziemlich überspitzt. Das hat mich ab und an etwas gestört, ist aber eine persönliche Meinung und hat insgesamt meiner Freude an dem Buch keinen Abbruch getan. Schön ist auch, dass das Buch einem so viel Spielraum zur Interpretation der Geschichte lässt. In Gesprächen mit Freunden habe ich einige verschiedene Ansätze gehört, die mir im Nachhinein noch einen anderen Eindruck zu den Geschehnissen gegeben haben. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung! 😊
Metaphorisch und philosophisch, mit einer Figurenzeichnung par excellence 👌🏻
Wie eine Geschichte beschreiben, die sich kaum beschreiben lässt? Wir haben hier zwei Figuren denen wir abwechselnd folgen. Einen 15 jährigen Jungen und einen älteren Herren, der nichts weiß. Nakata, der ältere Herr, hatte vor langer Zeit einen Unfall, wie er es nennt, und weiß seitdem nichts mehr. Kann auch nicht so gut denken. Lesen und Schreiben gar nicht. Doch was er kann, das ist mit Katzen zu sprechen. Und mit einem Stein. Aber das kommt erst später. Kafka, der Junge, ist von zuhause weggelaufen und kommt dann an einem Ort an in dem es eine Bibliothek gibt in die es ihn führt und dort lernt er den Herrn Oshima (glaub ich, ich merk mir doch keine Namen Leute) kennen. Dieser Oshima (wir nennen ihn jetzt einfach so. Ich glaube ich liege nicht mal so falsch damit) ist Anfang 20 und die beiden zusammen verstehen sich sehr gut. Wir folgen den beiden also abwechselnd und ziemlich schnell ist klar, dass diese Geschichte viele und deutliche phantastische Elemente beinhaltet. Damit spielt der Autor, bzw nutzt diese auch für seine Metaphern - von denen ich sicherlich nicht sehr viele verstanden und oder erkannt habe, aber das ist okay. Ich mag Bücher, bei denen ich merke dass da vieles drin steckt, die mir aber nicht alles bis ins kleinste vorkauen. Die Geschichte bietet also genug eigenen Raum für Interpretation und Gedanken. Ebenso das Ende und was es denn nun letztlich mit der Geschichte auf sich hat. "Gerade erst hat sich seine Vorhaut zu schälen begonnen" - ich bin mir nicht so sicher ob das nun falsch übersetzt wurde oder bewusst so geschrieben war. Jedenfalls, hat Murakami auch hier wieder seine Sexszenen drin, die jedoch - wie ich sie schon aus 1Q84 kenne - eher nüchtern und sachlich geschildert. Was mir hier manche sexuelle Szenen sollten, erschließt sich mir nicht ganz. Aber okay. Lass ich durchgehen. Ist aber tatsächlich mein einziger Kritikpunkt. Ich empfehle es im Buddyread zu lesen. Tolles Buch für einen intensiven Austausch.
Kafka on the Shore, a review: To give you my review of this book, I first have to tell you about a revelation I recently had while reading another book. That one was nothing of profound literary value or meaning, to be honest. But while the bad guy was monologuing, only to be promptly beaten over the head and unconsciously falling to the floor, I realized something: No matter how smart or scary he was, he had no chance of winning. And no, not because this was a story thought up by an author with a fixed ending. No, IN UNIVERSE he had no chance of winning. Because in that universe, the logic went like this: Nothing, no cunning or strength can beat love, kindness and friendship. Those things will always come out on top. So what did that teach me? Simply speaking: Any story is its own universe. Even if there is nothing magical about it and it seems like it plays out in our world, it comes with its own set of rules. It has its own set of laws of nature, so to speak, that are as unchangeable as gravity or the progress of time is in the real world. Meaning, a James Bon villain-type does not stand a fighting chance in a rom-com kind of world. Unless he isn’t part of a love triangle and tries to coax the heroine to the dark side (like, in a sexy way) he can basically just pack up and go home. I don’t know, maybe to anybody else that one was always obvious. Maybe to me it was, too. But I first had to put it into words to properly understand it. Now, WHY am I bringing this up in a review for “Kafka on the Shore”? Obviously, this book like any other follows its own internal logic, confusing and hazy as it might be at times. Someone else here on Goodreads described it as something like waves rolling in and out, and all you have to do is to follow their sway. …issue being, I HATED the rules and logic this book wanted us to accept. I kept struggling against the waves, and that made this read a rather exhausting one. Be warned, from here on there be spoilers; What are those internal rules for Kafka on the shore I am talking about, then? Well. Mostly that rape, sexual assault and incest aren’t that bad, really, when they are part of a 15 year old’s “fate” / coming of age story. On page 273 we learn Kafka received a prophecy: He will kill his father and lay with his mother. So, basically he is Oedipus. No, WAIT, he is more than Oedipus, because he will sleep with his sister, too! I don’t think it would be over the top to say I felt betrayed by the book at that point. Almost 300 pages in before we learn about that bomb shell. That, uh, feels like something that maybe should come up a bit earlier so that, you know, people who DON’T want to read a book about incest can nope out of that one. So Kafka meets an older woman. He falls in love. He is pretty sure she is his mother. They start an affair. And they do that by her sleepwalking into his room and having sex with him. There was a lot about how Kafka couldn’t move, how she was in full control, etc. etc. Uhm, again, a big fat nope. She was sleeping. HE was the one who was awake. “But that’s how it is in the book, you just have to accept that!” Remember what I said about books having internal rules, set in stone like natural laws? I felt like a deep sea creature dragged to the surface, body collapsing and slowly dying because that state of being was not meant for me. Am I being overly dramatic? Pardon me. It’s just that I don’t feel comfortable in a world where hurting a woman’s bodily autonomy is okay, because an elderly male author says so. “But they entered a consensual relationship!” Yes, AFTER that night they did. But then there is still the incest. And let’s not forget about the dream where he rapes his sister. A dream, yes, but we have established that in this universe dreams have reality-changing powers, haven’t we? And no, I am not exaggerating. She says to him: That they will never have a functioning, normal relationship because “You are raping me.” One of the last chapters in the book is how he talks to her on the phone. She had a different dream than him and still wants to stay in contact. He wants to do that, too. And all I could think was: no, please, stay THE FUCK away from her. Don’t get me wrong. It’s not a bad book. Murakami is a good writer. But I’m tired of women being hurt in fiction in order to further a male character’s plot. Sure, it’s a “classic”. But how about next time we leave the Oedipus-myth in Ancient Greek where it belongs?
Ein tolles fantasievolles Buch
„Kafka am Strand“ erzählt die Geschichte eines 15-jährigen Jungen, der sich zutiefst verloren und alleingelassen fühlt. Zwar ist diese Orientierungslosigkeit in seinem Alter nicht ungewöhnlich, doch deutet sich früh an, dass hinter seinem inneren Konflikt mehr steckt als nur die typische Suche nach Identität. Getrieben von einer schwer greifbaren, fast schicksalhaften Motivation verlässt er sein Elternhaus und begibt sich auf eine Reise quer durch Japan – nicht nur geografisch, sondern vor allem innerlich. Parallel zu dieser Handlung entfaltet sich eine zweite Erzählebene, die zunächst schwer zugänglich wirkt. Murakami verwebt verschiedene Erzählstränge, die sich erst nach und nach miteinander verbinden. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Traum und metaphysischer Ebene zunehmend. Gerade zu Beginn fordert diese Struktur einiges an Aufmerksamkeit, da sich die Traumlogik nicht sofort erschließt. Dennoch bleibt die Geschichte durchgehend faszinierend, da Murakami seine Welt so atmosphärisch und detailreich gestaltet, dass man dem Geschehen trotz aller Rätselhaftigkeit gerne folgt. Ein zentrales Merkmal des Romans ist, dass er vieles bewusst offenlässt. Anstatt alle Fragen eindeutig zu beantworten, führt Murakami den Leser zu einem Punkt, an dem ein grundlegendes Verständnis entsteht – ohne die Interpretationsfreiheit einzuschränken. Diese erzählerische Offenheit ist eine große Stärke des Buches, da sie Raum für eigene Deutungen schafft und das Gelesene lange nachwirken lässt. Thematisch bewegt sich die Geschichte zwischen Trauma, Identitätssuche und Selbstentwicklung. Der Protagonist lernt im Verlauf seiner Reise, mit Fehlern und inneren Konflikten umzugehen und daran zu wachsen. Seine Entwicklung ist dabei nicht geradlinig, sondern geprägt von Rückschlägen und Erkenntnissen, die oft erst im Nachhinein ihre Bedeutung entfalten. Auch die Natur spielt eine wichtige Rolle im Roman. Sie ist nicht nur Kulisse, sondern wirkt beinahe wie ein eigenständiger Akteur, der die Figuren beeinflusst und ihre inneren Prozesse widerspiegelt. Die Auseinandersetzung mit der Natur wird so zu einem Spiegel der Selbstfindung. Sprachlich ist „Kafka am Strand“ typisch für Murakami: klar, zugänglich und zugleich von einer subtilen Tiefe geprägt. Gelegentlich wirkt der Stil direkt oder beinahe nüchtern, was jedoch gut zur erzählten Geschichte passt und ihren besonderen Charakter unterstreicht. Gerade diese Mischung aus Einfachheit und philosophischer Tiefe macht den Reiz des Romans aus. Insgesamt ist „Kafka am Strand“ ein sehr fantasievolles und zugleich nachdenkliches Werk, das einen ungewöhnlichen Blick auf existenzielle Fragen wirft. Es fordert den Leser heraus, belohnt ihn aber mit einer vielschichtigen, emotionalen und interpretierbaren Geschichte, die sich nicht eindeutig festlegen lässt – und genau darin ihre Stärke entfaltet.
Zu Beginn war ich noch fasziniert, von der Entwicklungsgeschichte des 15jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause wegläuft, um sich selbst zu finden. Der ruhige Erzählton und die hervorragende Sprache von Ursula Gräfe ließen ein schönes Leseerlebnis erwarten. Doch der zweite Handlungsstrang empfand ich von Anfang an als nervig, was aber an meinem generellen Missfallen von Geschichten über einfältige Menschen geschuldet ist. In die Reihe von Candide, dem Taugenichts, Forrest Gump oder hundertjährige Schweden fügt sich der alte Nakata, der mit Katzen reden kann, leider für mich ein. Wenn diese Person, die permanent in der dritten Person über sich spricht, dann auch noch auf Johnny Walker sowie dem KFC-Maskottchen Col. Sanders trifft und zu einem Roadtrip Richtung Kafka aufbricht, beginnt es turbulent zu werden. Als dann Johnny Walker Katzen aufschlitzt, deren Herzen verspeist, von Nakata getötet wird und später Col. Sanders dem Chauffeur von Nakata eine Sexbombe vermittelt, die Hegel zitierend ihrem Kunden den besten Blowjob des Lebens liefert, während Kafka vielleicht seinen Vater ermordet und vielleicht mit seiner Mutter schläft und eventuell seine Schwester vergewaltigt, begann eine Phase im meinem Leseerlebnis, die sich mit der grundlegenden Frage beschäftigte, ob ich für japanischen magischen Realismus gemischt mit einer Ödipus-Story und den alten Sexphantasien eines fernöstlichen Autors mit fragwürdigem Frauenbild wirklich der richtige Leser bin. Ich bin mir nicht sicher. Ich werde es irgendwann nochmal mit einem anderen Buch von Murakami probieren, aber Begeisterung konnte er mit diesem Versatzstückwerk bei mir nicht auslösen.
Zu Beginn pure Begeisterung, die jedoch nicht bis zum Ende anhält
Ich hatte bereits die 1Q84-Bücher gelesen und wusste, dass man sich bei Murakami auf Schreibstil und vor allem die Mischung aus Realität und modernen Märchen einlassen muss. Für die ersten 400 Seiten war ich schwer begeistert, las das Buch sehr schnell. Das hörte jedoch auf, als die Gewalt (für mich persönlich) zu ausführlich beschrieben wurde. Zusätzlich dazu werden die Szenen über Geschlechtsteile und -verkehr am Ende so vulgär, dass ich gar keine Lust hatte, weiterzulesen. Mir erschloss sich auch der tiefere Sinn nicht, warum diese inzestuöse Beziehung breitgetreten werden muss. Die zum gefühlt 1000x beschriebene (verbotene) Liebe und Sehnsucht gingen mir beizeiten auf die Nerven. Ebenso ist das Frauenbild an einigen Stellen doch schwer gewöhnungsbedürftig. Alles in allem bei so einem guten Start doch sehr enttäuschend. Einzig dem doch sehr schönem Schreibstil und den anfänglich faszinierenden, philosophischen Gedanken gilt meine Bewunderung.
Speziell
Ich bin echt unsicher was mir der Autor damit sagen will und wäre es nicht eins der Lieblingsbücher meines Mannes und hätte er es mir nicht geschenkt hätte ich es wohl nicht gelesen. Gar nicht gefallen hat mir dieses Inzestthema und sonst war es auch eher irgendwie wirr und verwirrend und ich fühle mich etwas dumm um ehrlich zu sein, als ob ich was nicht verstehe. Und Kapitel (16 glaub ich) fand ich ganz schlimm. Dennoch war es irgendwie interessant und spannend und ich wollte immer weiter elsen, auch wie es geschrieben war hat mir meistens sehr gut gefallen. Es scheint sehr intellektuell mit all den Gesprächen über Geschichte, Musik und Co. Auf kjeden Fall mal interessant zu lesen
"Das gehört auch zu den Dingen, die sich nur schwer in Worte fassen oder mit Ja oder Nein beantworten lassen", sagte er. S. 626 Haruki Murakamis Romane sind für mich wie alte Freunde, die ich immer wieder gerne besuche, bei denen sich alles vertraut und wohlig anfühlt und die ich auch immer mit einem guten Gefühl wieder verlasse. Deswegen gab es für mich nun ein Wiederlesen mit "Kafka am Strand", das ich 2016 zum ersten Mal in den Händen hielt, als ich die ersten behutsame Schritte ins Murakami Universum unternahm. Und von der ersten Seite fasziniert war. Auch beim zweiten Mal hat sich das nicht geändert, doch meist kommt an dieser Stelle das obligatorische Fragezeichen nach dem Inhalt und was daran so fasziniert, um was es geht und was den Autoren so außergewöhnlich macht. Worte haben mich noch nie im Stich gelassen, sie sind für mich das helle Licht in der Nacht und das rettende Ufer, wenn es mir schlecht geht, nur Murakami und in dem Fall "Kafka am Strand" wirklich zu beschreiben, dem gerecht zu werden, was diesen Autoren ausmacht, das muss man wirklich selbst erleben, man muss sich drauf einlassen mit allem was man hat, Dinge hinterfragen, manchmal auch nicht verstehen und sich dann einfach treiben lassen in den Worten, in den Bildern, in der Poetik und der wunderbaren Gelassenheit, mit denen Murakami seine Geschichten erzählt. Aber ich versuche mich kurz am Inhalt. In "Kafka am Strand" werden zwei parallel laufende Handlungsstränge erzählt, in dem eine geht es um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich selbst Kafka nennt, von zu Hause ausreißt und ziellos durch die Gegend reist, um dann in einer besonderen Bibliothek zu landen, in der er nicht nur ein geheimnisvollen Porträt mit dem Namen "Kafka am Strand" entdeckt, sondern auch einen Freund fürs Leben findet und sich unsterblich verliebt. Im zweiten Handlungsstrang treffen wir auf Nakata, einen Mann, der mit Katzen spricht und den Ort, an dem er quasi fast sein gesamtes Leben verbracht hat verlässt, um auf eine bedeutsame Reise mit einer wichtigen Mission zu gehen. Aneinandergereihte Worte, die einen groben Überblick über den Inhalt dieses großartigen Buches geben, doch "Kafka am Strand" ist so viel mehr. Es regnen Fische vom Himmel, es tauchen Figuren auf, die man sich vorher noch nicht einmal vorstellen konnte, es gibt Szenen, die man schwer ertragen kann aber das meiste in diesem Buch ist von eigentümlichen Schönheit, die für mich beim zweiten Lesen so vertraut war, wie Nachhause kommen. In "Kafka am Strand" geht es um die Bedeutung oder Nicht-Bedeutung von Zeit, die Suche nach einem Ort, an dem man immer wieder zurückkehren kann, es geht ums Ankommen, um Freundschaft, ums Geliebt werden, aber auch um eine Reise zu sich selbst, um Figuren, so eigentümlich und verschroben, aber genauso liebenswürdig und unvergesslich. Aber wie man "Kafka am Strand" auch fühlt, beim zweiten Mal war das bei mir deutlich noch einmal auf einer intensiveren Ebene, es bleibt einem frei. Murakami hinterlässt den Eindruck, dass jede/r seiner Leser:innen dieses Buch so interpretieren und so deuten können, wie sie das möchten. Es gibt kein Falsch und kein Richtig in "Kafka am Strand". Man muss sich nur einlassen auf diesen besonderen Roman, auf dieses wundervolle surrealistische Märchen, auf Murakamis einzigartige Art und Weise zu erzählen und was dabei herauskommt, bleibt einem völlig frei und selbst überlassen. Bei mir war es einen alten Freund wiedersehen, eine wundervolle Zeit verbringen, ein bisschen mehr über sich selbst lernen und am Ende ein Lieblingsbuch zu haben. Was es schon vorher war. Doch dieses Mal strahlt es ein bisschen heller. Mal wieder übersetzt von der wunderbaren Ursula Gräfe. "Genau erklären kann ich das nicht. Nur eins kann ich sagen: Ein unvollkommenes Stück zieht die Menschen gerade durch seine Unvollkommenheit stark an- zumindest einen gewissen Typ von Mensch." S. 154

Ein literarisches Juwel mit kleinen Schwächen, das ich trotzdem jedem empfehlen würde, der sich auf eine ungewöhnliche, berührende Reise einlassen möchte.
Kafka am Strand ist eines dieser Bücher, welches mich noch lange nach der letzten Seite begleitet hat. Murakamis Sprache ist einfach magisch! Sie ist klar und doch traumhaft, voller Bilder, die unter die Haut gehen. Die Geschichte des fünfzehnjährigen Kafka Tamura, der vor seinem Vater und einem unheimlichen Fluch flieht, und die des rätselhaften Nakata, dessen Schicksal sich auf unerwartete Weise mit seinem verwebt, hat mich tief bewegt. Vor allem die Art, wie Murakami Einsamkeit, Sehnsucht und Selbstfindung beschreibt, trifft einen Kern, der universal und doch ganz persönlich ist. Was mir besonders gefiel, war die Balance zwischen Realität und surrealen Traum. Die Grenzen verschwimmen, doch meistens fühlt es sich stimmig an. Die philosophischen Untertöne, die Fragen nach Schicksal, Schuld und Freiheit, regen zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Einziger Kritikpunkt: Der Familienfluch, der über Kafka schwebt, ist mir in seiner konkreten Ausgestaltung etwas befremdlich. Dennoch überwiegt die Faszination bei Weitem. Kafka am Strand ist ein Buch, welches man nicht einfach weglegt, sondern das einen weiterdenken lässt. Es ist selten, dass ein Roman so unterhaltsam und gleichzeitig so tiefgründig ist.
Weird ist ein Wort
Ich glaube ich verstehe, was das Buch wollte. Aber irgendwie war mir Kafka am Strand dann teilweise doch zu derb und zu abgedreht und teilweise war ich fast sauer auf das Buch. (Ey die Stelle mit den Katzen und den Seelen ging gar nicht!) Aber immer wieder hatte es schöne Momente, sie genau das waren was ich eigentlich wollte, die mich abgeholt haben. Was bleibt ist ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Vielleicht muss ich es irgendwann noch mal lesen. Aber das wird ein wenig dauern.
4,5⭐️ Für mich vom Literarischen Aspekt her das beste Buch Murakamis das ich bis jetzt gelesen hab. Ich mochte die Ausflüge in die klassische Musik, die Protagonisten, die Literarischen Ausflüge und die psychologischen/philosophischen Ansätze. Mit der Gestaltung der letzten 100 Seiten hatte ich dann wieder etwas zu kämpfen. Der Schluss war mir dann zu fad im Vergleich zu dem tiefsinnigen Rest.
Wer dieses Buch versteht, wird es lieben ☕️
Ich habe das Buch geliebt und habe mich wirklich immer gefreut weiterlesen zu können! Dieses Buch zu lesen fühlt sich in manchen Momenten an wie ein Film von Studio Ghibli zu schauen. Murakami schreibt so ungefiltert über Dinge, es ist wirklich atemberaubend, an manchen Stellen etwas zu ungefiltert - ich habe das Buch ziemlich oft missverstanden und zu wörtlich gedeutet, hatte mich aber heute nach Beenden des Buches nochmal damit auseinandergesetzt. Murakami spricht in Metaphern, weshalb es im Verlauf der Geschichte Makrelen und Blutegel regnet. Ich bin wirklich beeindruckt, normalerweise scheue ich mich vor dicken Büchern mit kleinen Buchstaben, aber das hier war seltsamer Weise wirklich ein richtiges comfort book. Mir hatten ein wenig die Triggerwarnungen gefehlt, also empfehle ich sich darüber zu informieren vor dem Lesen :) 📖
Während des Lesens war ich die meiste Zeit über verwirrt. Die rätselhafte Geschichte wirft so viele Fragen auf, die ich mir alle merken wollte, in der Zuversicht, dass sie später aufgelöst werden würden. Das war...zum Teil der Fall am Ende? Ich bin mir immer noch unsicher, was da alles passiert ist. Ich denke, man muss das Buch auf jeden Fall mehrmals lesen, um es zu verstehen, und vielleicht auch Zusatzlektüren lesen, falls es sowas gibt. Das Buch spielt mit vielen Metaphern und der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit, sodass es schwer zu sagen war, was echt ist und was nicht, was von Bedeutung ist und was nicht. Allgemein aber wie immer eine schöne Atmosphäre, wie man es von Murakami gewohnt ist, authentische Charaktere und interessante Dialoge mit einem philosophischen Touch.
Kafka am Strand ist mein aktueller Lieblingsroman von Haruki Murakami
Dieser Roman von Murakami ist ein Beweis der Sprachverliebtheit und der tollen Bilder, die der Autor wie spielerisch heraufbeschwört. Kafaka am Strand ist ein ungewöhnlicher Liebes- und Entwicklungsroman. Wie bei den meisten Romanen von Murakami enthält die Geschichte viele surrealistische Element. Kafka am Strand ist ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art und eines meiner Lieblingsbücher 2024.
Ein poetisches Meisterwerk zwischen Realität und Fantasie
Haruki Murakamis Kafka am Strand ist ein ebenso einfühlsam wie kunstvoll geschriebenes Werk, das Realität und Fantasie auf eine unverwechselbare, murakamitypische Weise miteinander verwebt. Mit seiner poetischen Sprache und den tiefgründigen Charakteren schafft Murakami eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und geheimnisvoll wirkt. Das Buch entführt seine Leser in eine Welt voller surrealer Begegnungen, ohne dabei den Bezug zur menschlichen Erfahrung und inneren Gefühlswelt zu verlieren. Eine Geschichte, die mit ihrer Vielschichtigkeit lange nachhallt, ohne dabei alles erklären zu müssen – ein literarisches Erlebnis der besonderen Art.
Murakami schafft es wie kein zweiter, mich in seine Geschichten hineinzusaugen und immer weiter lesen zu wollen, obwohl ich - 1. nicht wirklich verstehe, worum es eigentlich geht 2. keinen roten Faden finde 3. mich mit niemandem identifizieren kann. Trotzdem hänge ich wie gebannt an jeder Seite und frage mich, wie es diesen mir so fremden Protagonisten in dieser mir so fremden Welt ergehen wird. Am Ende macht dann doch alles irgendwie Sinn - aber nur im eigenen Kopf. Sobald man versuchen will, darüber zu reden, kommt nur zusammenhangloser Wirrwarr heraus. Einfach faszinierend.
Warum hat Murakami seinen Protagonisten nach Kafka benannt? Kafkas Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur sehr schwierig bis gar nicht interpretierbar sind und damit wahnsinnig viel Spielraum beim Interpretieren lassen. Genau der gleiche Sachverhalt finde ich in "Kafka am Strand" wieder. Man könnte so viel hineininterpretieren oder man lässt es einfach und genießt die Geschichte. Murakami versteht es mit Traum und Wirklichkeit zu spielen und die Grenze zu verwischen. Letztendlich steht bei ihm alles irgendwo dazwischen, die Handlung ist nicht ganz Realität aber auch nicht ganz Traum. Das kommt auch in der Person Oshimas sehr gut zur Geltung, der nicht ganz Frau und nicht ganz Mann ist, somit irgendwo zwischen den Geschlechtern steht. Kafka ist zwar ganz Mann, mit ausgeprägter Sexualität, steht aber zwischen den Welten. Sein Gegenpol Nakata ist zwar auch ein Mann, aber asexuell, nicht fähig sich über komplexe Themen Gedanken zu machen und steht ebenfalls zwischen den Welten. Wenn wir diese Metapher mal auf das reale Leben übertragen, dann passt das doch sehr gut. Das wenigste ist doch eindeutig definierbar, auch wenn ich, aus den Naturwissenschaften stammend, mir das oft wünsche. Ich weiß aber auch dass Taxonomie eine harte Sache ist. Ich finde diese japanische bzw. fernöstliche Mentalität einfach faszinierend. Viel mehr möchte ich auch gar nicht zu diesem Buch sagen, jeder muss es auf sich wirken lassen und für jeden wirkt es anders.
Meinung: Das Buch war das erste, das ich von diesem Autor gelesen habe. Aber sicher nicht das letzte. Der Einstieg fiel mir leider etwas schwer, ungefähr das erste Viertel in dem Buch musste ich mich durchkämpfen, was hauptsächlich daran lag, dass mich vieles verwirrt hat und ich keine Zusammenhänge gesehen haben. Mit der Zeit wurde alles ewas übersichtlicher und dadurch konnte ich gut in das Buch abtauchen. Gegen Ende habe ich es kaum mehr weglegen wollen. Der Schreibstil hat das natürlich auch leicht gemacht, es wurde viel erklärt und beschrieben, ohne dass es langatmig wurde. Ganz besonders gefallen haben mir die Charaktere. Alle sind wunderbar einzigartig, zu jedem bekommt man eine tolle Beschreibung und man lernt sie mit all ihren Seiten kennen. Einige Verrücktheiten gibt es in dem Buch auch, was definitiv ein großer Pluspunkt ist. Fazit: Ein tolles Buch mit verrückten Geschichten, das durch einige philosophische Fragen zum Nachdenken anregt und im Gedächtnis bleibt.
I really liked this book. It was my first Murakami and my first magical realism. I personally loved the magical things and I think it is very well written, to a point that you think you are reading a masterpiece. But it was also very Slow pace and some chapters were boring because of that. It touches some really deep topics and is no „I read to think about something else“ although it’s magical there are themes like purpose, destiny and others, that make you think about yourselve (which can also be good tho). Overall I liked it, but it wasn’t a „feel good“ read.
Das Buch "Kafka am Strand" ist echt schwer zu beschreiben. Es ist wie eine Schnitzeljagd quer durch reelle und surreale Welten und nebenbei erhält man noch Bildung über klassische Musik, japanische Literatur und Philosophie des Alltags ohne jedoch belehrt zu werden. Mit jeder Seite die man liest taucht man tiefer in die Welt die Haruki Murakami ersinnt und kann gar nicht anders als weiterzulesen. An einigen Stellen mußte ich als Katzenliebhaberin echt schlucken. Also ein Tipp an alle Katzenfans, es gibt da eine Passage da braucht man starke Nerven. Beim lesen kam mir der Gedanke, das genau soetwas wie dieses Buch herausgekommen wäre, hätte Stephen King "Alice im Wunderland" geschrieben.
Eine wunderbar surrealistische Reise
Was ist die Gemeinsamkeit zwischen einem 15-jährigen, der aufgrund einer Ödipus-Prophezeiung von zu Hause flieht, und einem Mit-60er, der mit Katzen sprechen kann? Was ist es für eine Welt, in der popkulturelle Anspielungen auf Prince, KFC und Co. vorhanden sind und es gleichzeitig Fische und Blutegel vom japanischen Himmel regnet? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Wert von Erinnerungen? Ist es mehr wert sich zu erinnern oder erinnert zu werden? Was ist Freundschaft, Liebe, Identität und Familie? Viele existienzelle Fragen, die das Buch aufwirft und ich selbst beim Lesen aufgeworfen habe. Antworten gibt Murakami nur bedingt. Aber er erzählt die Geschichten von Menschen, die diese Fragen beantwortet haben wollen. Dabei begeben sich sowohl die Figuren als auch die Leser auf eine surreale Reise, wo relativ schnell die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Während gleichzeitig sowohl Gut und Böse klar getrennt werden als auch Philosophen in einfachsten Worten und Sätzen zitiert werden, entwickelt das Buch einen Sog, dem nur schwer zu entkommen ist. Wäre nicht ein Kapitel absolut grausam für einen Katzenliebhaber wie mich gewesen, hätte ich diesem Buch sogar die Bestnote gegeben. Dieses eine Kapitel war für mich dann leider doch eine Stufe zu drüber. Davon abgesehen: Absolute Leseempfehlung.
Der fünfzehnjährige Junge, der sich selbst den Namen Kafka Tamura gibt, verlässt sein Elternhaus in Tokyo und reisst auf die kleine Insel Shikoku aus. Mutter und Schwester haben das Elternhaus verlassen, als Kafka 4 Jahre alt war. Sein Vater hat ihm von einem Fluch berichtet, der Kafkas Leben überschattet. Unabhängig von Kafka verlässt später der sechzigjährige Herr Nakata, der weder lesen noch schreiben aber mit den Katzen sprechen kann, ebenfalls Tokyo und bricht nach Shikoku auf. Dort kommt es zum Showdown. Dieses Buch hat einige Merkmale eines Märchens. Gegen Ende wird die Handlung immer phantastischer und surrealistischer, doch sie bleibt stimmig. Kafka befindet sich auf der Suche nach Antworten, die er in der realen Welt nicht finden kann, daher ist es nur logisch, dass er diese Welt verlässt. Ein gutes Buch.
Zu Beginn war ich noch fasziniert, von der Entwicklungsgeschichte des 15jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause wegläuft, um sich selbst zu finden. Der ruhige Erzählton und die hervorragende Sprache von Ursula Gräfe ließen ein schönes Leseerlebnis erwarten. Doch der zweite Handlungsstrang empfand ich von Anfang an als nervig, was aber an meinem generellen Missfallen von Geschichten über einfältige Menschen geschuldet ist. In die Reihe von Candide, dem Taugenichts, Forrest Gump oder hundertjährige Schweden fügt sich der alte Nakata, der mit Katzen reden kann, leider für mich ein. Wenn diese Person, die permanent in der dritten Person über sich spricht, dann auch noch auf Johnny Walker sowie dem KFC-Maskottchen Col. Sanders trifft und zu einem Roadtrip Richtung Kafka aufbricht, beginnt es turbulent zu werden. Als dann Johnny Walker Katzen aufschlitzt, deren Herzen verspeist, von Nakata getötet wird und später Col. Sanders dem Chauffeur von Nakata eine Sexbombe vermittelt, die Hegel zitierend ihrem Kunden den besten Blowjob des Lebens liefert, während Kafka vielleicht seinen Vater ermordet und vielleicht mit seiner Mutter schläft und eventuell seine Schwester vergewaltigt, begann eine Phase im meinem Leseerlebnis, die sich mit der grundlegenden Frage beschäftigte, ob ich für japanischen magischen Realismus gemischt mit einer Ödipus-Story und den alten Sexphantasien eines fernöstlichen Autors mit fragwürdigem Frauenbild wirklich der richtige Leser bin. Ich bin mir nicht sicher. Ich werde es irgendwann nochmal mit einem anderen Buch von Murakami probieren, aber Begeisterung konnte er mit diesem Versatzstückwerk bei mir nicht auslösen.
Furchtbar.
Dieses Buch benötigt einige dringende Trigger Warnungen zu Tierquälerei, Tiertötung, mehreren Vergewaltigungen, inzestiöse Szenen und Objektifizierung von Frauen. Dabei habe ich es noch nicht einmal zuende gehört. Es ist mir unmöglich in wenigen Worten das auszudrücken, was dieses Buch in mir auslöst. Wut, puren und üblen Ekel, Unglauben und Sprachlosigkeit über all jene, die diesem Buch mehr als 3 Sterne gegeben haben. Ich habe über 60% des Buches gehört und danach abbrechen müssen. Mal von den wirklich widerwertigen Objektifizierungen von Frauen und ständigen Vergleichen mit Autos abgesehen, gibt es nicht viel, was man über dieses Buch sagen kann. Ständig wird eine Figur auf die eine oder andere Art vergewaltigt. Der Umgang damit, bzw die Aussage des jüngeren Hauptcharakters dazu ist nur immer wieder: ich kann mir nicht helfen, es muss so sein. Denn natürlich kann ein 15Jähriger sich nicht helfen und sein Gemächt aus einer Frau ziehen, die mehr als deutlich gesagt hat, dass sie nicht mit ihm schlafen will; kann er nicht die scheinbar schlafwandelnde +50Jährige Frau aufwecken und nicht mit ihr schlafen. Was übrigens ein widerholendes Motiv ist, wobei die Erzählperspektive in den persönlichen Du-Modus wechselt. Ich wollte schon immer mal bei einer Vergewaltigung der aktive Part sein. Nicht. Zugegebenermaßen hatte ich das Buch nur angefangen, weil es mir von so vielen Seiten empfohlen wurde und habe nach der Tierquälerei-Szene (im vorderen Teil des Buchs) nicht abgebrochen, weil ich noch die Hoffnung hatte es gäbe irgendwann einen Grund für diese Plot-Entscheidungen. Doch selbst nach 15h hören, habe ich immer noch keine Ahnung, warum diese Szenen nötig waren. Sie werden nicht eingeordnet, nicht als schlimm oder falsch eingestuft. Es hat nur den Eindruck als wolle der Autor sagen: "Boys will be boys. Natürlich haben sie ihre Bedürfnisse nicht im Griff." Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Der Schreibstil mag ja sonst ganz angenehm trocken und an einigen Stellen dann ungewohnt aufs Kleine bedacht sein, doch hilft es nicht über alles andere hinwegzutäuschen. Wenn man besagte Szenen aus dem Buch streichen würde, dann wäre es wirklich eine spannende Geschichte, die von mir aus auch 3 Sterne bekommen könnte, doch so, wie sie jetzt ist, ist es nur eine reine Beleidigung für jede Leserschaft.
Description
Book Information
Author Description
HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).
Posts
Wie ein Fiebertraum liest sich dieses eigensinnige und dennoch berührende, poetische Werk von einem meiner absoluten Lieblingsautoren. Murakamis Stil erzeugt Filme im Kopf. Seine Fähigkeit, Szenen so wahrhaftig intim zu beschreiben, lässt uns Lesende Teil des Universums, Teil des Geschehens werden. Die Charaktere sind ebenso schräg wie absolut liebenswert und überzeugen durch ihre Einfachheit und Bodenständigkeit nur noch mehr, befindet sich doch jede:r auf einer individuellen Reise zum Kern des Seins, auf der Suche nach dem Sinn und der wahrhaftigen Bedeutung des Lebens.
Ein Buch zwischen Traum und Wirklichkeit, für mich ohne klares Urteil.
Mein drittes Buch von Murakami und eines, das mir wie auch das Buch selbst kein eindeutiges Urteil erlaubt. Durch den bekannten Stil und die leichte Sprache lässt sich das Buch gut lesen und es öffnet wieder den Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Leider haben mir letztlich die beiden realistischeren Werke ("Südlich der Grenze, westlich der Sonne" und "Naokos Lächeln") besser gefallen, da die surreale Erzählung teils überfrachtet oder unnötig erscheint und die wiederkehrende Thematik der menschlichen Existenz vergleichsweise weniger intensiv auf mich wirkt. Ein guter, typischer Murakami-Roman, mit allen damit verbundenen Schönheiten und bekannten Problematiken, aber nicht mein Favorit.
Realitätsverschiebung
Auf dieses Buch muss man sich einlassen, hinnehmen was geschieht… Logik ist an vielen Stellen eher behindernd. Ich mag Murakamis Stil, wie er Welten erschafft und mit der Wahrnehmung von Realität und Phantasie spielt. Was unsere Protagonisten verbindet ist die Flucht vor ihrem bisherigen Leben und ihrer Vergangenheit, und die Suche nach sich selbst. Manche Szenen sind brutal, manche vulgär, andere (aus heutiger Sicht) rechtlich bedenklich und doch überwiegen die wunderschönen, poetischen Sprachbilder die der Autor zeichnet. Für mich ist dieses Buch angefüllt mit melancholisch berührenden Weisheiten.
Ok wow… was war das? Ein Buch, das verwirrend, bizarr und zum Teil auch echt verstörend, aber gleichzeitig so poetisch, faszinierend, berührend und vor allem fesselnd ist.
Es ist eine Geschichte, die wirklich, wirklich schwierig in Worte zu fassen ist. Es fühlte sich an wie ein surreales philosophisches Rätsel, das keine richtige Lösung bereit halten will… „Wie viele Dinge es wohl auf der Welt gibt, von denen ich nichts weiß und die ich nicht bemerkt habe?“ Dieses Gefühl hat mich einfach immer wieder durch das Buch begleitet. Manchmal auf gute Weise und manchmal auch auf wirklich verstörende Art. Lange dachte ich, ich lese zwei völlig verschiedene Geschichten…. Zum einen die des 15-jährigen Kafka, der vor einer düsteren Ödipus Prophezeiung flieht, und in einer eigenartigen und musikalischen Bibliothek landet, wo er auf wirklich einzigartige Menschen trifft. Zum anderen die des älteren liebenswerten Mannes namens Nakata, der durch ein mysteriöses Kindheitserlebnis zu Kriegszeiten geistig beeinträchtigt ist und mit Katzen sprechen kann. Doch nach und nach verweben sich ihre Wege auf eine so sonderbare Art und Weise… Es ist wirklich faszinierend, wie Murakami mit Grenzen experimentiert und spielt. Realität und Traum, Moral und Schuld, Angst und Liebe. Dabei geht es nicht nur um Entscheidungen, sondern auch darum, wie man sich selbst verlieren, und vielleicht auf neue Weise wiederfinden kann. „Nicht der Mensch bestimmt sein Schicksal, sondern sein Schicksal bestimmt ihn.“ Das ganze Buch ist irgendwie eine bizarre poetische Reise…die Elemente von Coming of Age, Krimi, Thriller, griechischer Mythologie, Philosophie und japanischen Märchen in sich trägt. Es ist voller Metaphern und Symbole. Immer wieder, wenn ich dachte, etwas verstanden zu haben, musste ich es im nächsten Moment wieder alles hinterfragen. Und trotzdem blieb irgendwie eine weirde Art eines roten Fadens spürbar… 🔚Am Ende bleibt „Kafka am Strand“ für mich ein Buch, das noch etwas länger hängen bleibt und das man nicht vollständig verstehen muss, um es zu lieben. Ein Buch, das mit jedem vorstellbarem Gefühl gefühlt werden will! ⭐️ 4,5 Sterne – weil es mich wirklich herausgefordert und gleichermaßen verstört wie begeistert und berührt hat.

Wenn Schönheit, Absurdität, Phantasie und Literatur aufeinander treffen…
… kommt dieser Murakami dabei heraus. Selten habe ich so ein verrücktes Buch gelesen. Es hat mich gefesselt, abgeschreckt, erheitert und angeekelt zu gleich. Alles in Summe bringt es einem dazu weiterzulesen. Am Ende konnte ich dann nur Staunen. Mehrere Handlungen laufen hier parallel. Murakami wechselt die Erzählperspektiven häufiger als seine Unterhosen, was den verschiedenen Handlungsträngen aber zuträglich ist. Die Mischung aus Absurdität und realem Geschehen gibt mir starke Stephen King Vibes ( Dunkler Turm Saga bspw.). Aber Murakami schafft es irgendwie, dieser Art von Fiktion einen literarisch wertvollen Charakter zu geben. Worum es in dieser Geschichte tatsächlich geht, unterliegt wohl mehr der eigenen Interpretation. Laut dem Autor müsste man dieses Buch wohl öfter Lesen un es zu verstehen. In meinen Augen geht es um Personen, die aus zwei Hälften bestehen. Alle finden mehr oder weniger wieder zusammen. Einziger dicker Minuspunkt wäre die hier dargestellte Sexualität. In keinster Weise ist Sex mit Minderjährigen legitim. Auch nicht im literarischen Kontext. Und Vergewaltigung ist und bleibt einfach scheisse. Aber das es in Japan einen Hang zu Perversionen und Vergewaltigungen gibt, ist denke ich mal bekannt.

Das Buch hat stark angefangen – viele Passagen waren sprachlich richtig schön und poetisch, ich habe einiges markiert. Mit der Zeit hat es für mich aber immer mehr nachgelassen. Was mich besonders gestört hat, war die Sexualisierung von Minderjährigen und die Darstellung von Frauen, die oft nur als schön oder funktional für die Männer existieren. Insgesamt war das Buch nicht schlecht, aber auch nicht mein Geschmack. Die Handlung zog sich, und manche Themen haben mich eher abgeschreckt als zum Nachdenken angeregt.
Was war das denn bitte für ein Fiebertraum? Mittlerweile habe ich schon relativ viele Bücher gelesen und oft lese ich Bücher, bei denen ich mir denke, so etwas in der Art habe ich schon einmal gelesen. Aber „Kafka am Strand“ ist völlig innovativ und einzigartig. Eine Inhaltsangabe verbitte ich mir an dieser Stelle. Darum geht es nicht. Es geht um das Gefühl, um das Erleben, um das Eintauchen in diese Welt, die Murakami da kreiert hat. „Kafka am Strand“ ist prototypisch für das Genre Magischer Realismus. Der Roman oszilliert permanent über Grenzen: Magie-Realität, Traum-Wirklichkeit, Leben-Tod, Nüchternheit-Sex, Moderne-Antike, Isolation-Zusammengehörigkeit. Als Leser*in schwingt man mit. Der Stil ist betörend, meditativ; der Inhalt mitunter schwindelig machend. Auf jeder Seite hatte ich das Gefühl, hier passiert etwas Großes. Alles ist Metapher, alles hängt zusammen. Besonders schön fand ich die Gestaltung der Figuren, die ihre Unvollständigkeit in der Beziehung zu anderen Figuren komplettieren. Es ist aber auch weird und völlig surreal, wenn Katzen plötzlich sprechen und Makrelen vom Himmel regnen, also lass deine weltlichen Gesetzmäßigkeiten und Erwartungen zurück, wenn du es liest. Am Ende fühle ich mich so wie nach meinem Kinobesuch von „Inception“. Ich muss es nochmal lesen. Ich muss mit Leuten über dieses Buch sprechen, denn es ist viel zu groß, um es alleine zu verarbeiten. Ich liebe es!
Ein ganz besonderes Buch!
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen; so intensiv und fesselnd ist die Geschichte. Murakami schafft eine Welt, die zwischen Realität und Traum schwebt, mit Charakteren, über die man ständig nachdenkt. Die Handlung ist rätselhaft, aber genau das macht den Reiz aus: Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und wie es endet. Perfekt für alle, die in eine besondere, fantasievolle Welt abtauchen möchten. Absolute Leseempfehlung!
Unglaublich
Es ist mein erstes Buch von Haruki Murakami. Kann mich nicht erinnern, jemals bei einem Buch so zwischen Faszination, Ekel und Neugier geschwankt zu sein. War kurz davor es ziemlich zu Beginn wegzugeben, beim Töten der Katzen, dieses Kapitel musste ich überspringen. Von der Art des Schreibens aber bin ich zutiefst begeistert. Jede Zeile liefert sofort Bilder und Gefühle aller Art. Das Buch weicht einen auf. Dehnt alles Denkbare. Nichts ist unmöglich. Traum, Leben und Tod verschwimmen. Liebe erlangt eine neue Nuance. Ich spüre ganz viel Seele in dem Buch. Es ist nichts für Kleindenker, Schubladenschieber oder empfindliche Sensibelchen. Ich werde noch ein weiteres Buch von diesem Schriftsteller lesen, weil es etwas in mir berührt hat. Durch dieses Dickicht von Traum und Wirklichkeit hindurch. Dunkel und hell zugleich.
📚📖 Kitap / Book: 海辺のカフカ / Kafka on the Shore / Kafka am Strand / Sahilde Kafka — Haruki Murakami, 2002 🔮 Tür / Genre: Büyülü gerçekçilik, psikolojik roman, çağdaş edebiyat Magical realism, psychological fiction, contemporary literature 📅 Dönem / Period: Contemporary Japanese Literature – Japan Çağdaş Japon edebiyatı – Japonya 📝 Kısa Özet / Short Summary: 🇹🇷 Sahilde Kafka, evden kaçan genç Kafka Tamura ile gizemli olaylar yaşayan Nakata’nın paralel ilerleyen hikâyelerini anlatır. Gerçek ile hayal arasındaki sınırlar silinirken kader, bilinçaltı ve kimlik arayışı temaları öne çıkar. 🇬🇧 Kafka on the Shore follows two parallel narratives: Kafka Tamura, a teenage runaway, and Nakata, an elderly man with mysterious abilities. Blurring the line between reality and surrealism, the novel explores fate, identity, and the subconscious. 💬 Yorum / Review: 🇹🇷 İlk defa bir kitabın adeta örgü örer gibi, nakış nakış işlendiğini görüp hayran kaldım. Her bir detay o kadar ince düşünülmüş ki, metnin bütününe hayran olmamak imkânsız. Büyük bir heyecan ve hazla okuduğum, etkileyici bir eserdi. 🇬🇧 For the first time, I felt like a book was crafted like intricate embroidery—stitched together with remarkable precision. Every detail is so thoughtfully designed that it’s impossible not to admire the whole. I read it with great excitement and deep enjoyment—truly an impressive work. #KafkaOnTheShore #HarukiMurakami #SahildeKafka #KafkaAmStrand
Ein Buch mit einem kräftigen Nachhall und lesenswert🌸🥰
Das zweite Buch, von dem Autor Haruki Murakami, ist für mich etwas schwer in Worte zu fassen. Es hinterlässt, trotz des Wow-Effekts, seine Spuren und hallt noch ganz schön nach😊. In dem Buch geht es, zum Einen, um den 15 jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause ausreist, aufgrund einer verfluchten Prophezeiung seines Vaters. Auf dem Weg nach Takamatsu begegnet er der jungen Frau Sakura und schlussendlich findet er sich in der Kamura-Bibliothek wieder. Er begegnet dort dem Empfangsherren Oshima und der Bibliothekarin Saeki-San. In die Frau verliebt er sich Hals über Kopf. Gleichzeitig lernt der/die Leser/-in Herrn Nakata kennen, der (aufgrund eines Unfalls) geistig zurückgeblieben war und nicht lesen und schreiben kann. Dafür aber mit Katzen und (später) mit Steinen sprechen kann. Dieser lässt auch Blutegel vom Himmel regnen und begegnet auf seiner Reise, dem Herrn Hoshino, der ihn auch auf dem Rest seines Weges begleitet. Der Autor Haruki Murakami lässt eine Geschichte mit zwei Welten und zwei Charakteren entstehen, in denen es Teils echt verstörend und verwirrend zugeht. Mit so vielen Metaphern, welche das Leben uns bietet und den dazugehörigen Thematiken, wie Selbstfindung zum Einen, aber auch wie man mit Einschränkungen umgeht, dem Tod, oder Vergebung etc. Diese Thematiken und Metaphern lässt er zu einer echt guten Fantasy Geschichte entstehen. In diese taucht man immer tiefer beim lesen ein. Ich selber wurde in diesen Sog automatisch reingezogen, während ich manches Mal verstört war beim Lesen, oder verwirrt. Nur ich merkte, dass ich auch nicht aufhören konnte weiter zu lesen, denn bei Haruki Murakami klärt sich Vieles recht schnell, oder zum Ende, hin auf. Seinen Erzählstil kenne ich ja schon und ich finde ihn echt gut und ich hatte mich daran gewöhnt. Manche Szenen und Formulierungen waren wirklich verstörend (trotzdem nichts Außergewöhnliches, welches ich nicht schon las), teils, wie gesagt, auch verwirrend. Beim Lesen spürte ich nicht nur die düstere Stimmung, auch die Dunkelheit, welche diese Geschichte umgab. Beim Lesen merkt man, dass der Autor Alles an Können reinlegte. Mir ist noch nie eine so gute Geschichte unter die Augen gekommen, samt zwei Charaktere die sich in den Kapiteln jeweils abgewechselt hatten und es gleiche Zeitstränge gab. Was ich gut fand war, dass Metaphern auch mit Werken zitiert wurden (z.B. die griechische Mythologie, die klassische Musik, so wie die Geschichte von Beethoven).😊 Empfehlen kann ich es.📖🌸☀️.
Murakami ist und bleibt mein Liebling wenn es um phantasievolle Geschichten geht. Wie kein anderer gelingt es ihm abstrakte Kreaturen und Welten zu schaffen, welche mir dann doch ganz "normal" scheinen. Das Ende war nicht ganz eindeutig, daher 4 Sterne. Bei Kafka am Strand vergass ich beim Lesen alles um mich und bin begeistert, wie die vielen einzelnen Geschichten sich immer mehr miteinander verflechten.
Wer Magischen Realismus und Murakamis Erzählart liebt, wird hier glücklich 😺
Dieses Buch ist für mich schwer in einer Rezensionen einzufangen. Es ist selbst eine einzige Metapher. Murakami ist ein surrealistischer Maler von Worten. Deswegen kann man seine Werke nicht einfach für andere beschreiben, sondern man muss sie selbst erleben. Kafka am Strand folgt keinen Regeln; ist zugleich bestechend logisch und verwirrend unlogisch. Es baute mich auf und riss mich nieder. Ich laß und ich fühlte, ich versuchte zu verstehen, gab es auf und ließ mich irgendwann einfach treiben. Und dieses schwebende Gefühl ist es, in das ich mich verliebte. Aber genug von meiner Schwärmerei für Murakami, ich versuche mich mal an der Handlung. Im Prinzip geht es um zwei Menschen auf der Suche nach Selbstfindung, deren Schicksale über komplexe Art miteinander verwoben sind. Ein fünfzehnjähriger Ausreißer namens Kafka flieht vor einer Ödipus-Prophezeiung und versucht, seine Zukunft zu verändern. Ein alter Mann namens Nakata, der zwar nicht lesen, dafür aber mit Katzen sprechen kann, ist dagegen auf der Suche nach Antworten und hofft, diese in der Vergangenheit zu finden. Fiktionale Ideen werden mithilfe von Magischem Realismus, wie sprechenden Katzen oder regnenden Fischen, in eine Story über das Erwachsenwerden gemischt. Kafka ist ein typischer Murakami-Held: einsam, wortkarg, liebesbegierig und voller Gedanken und Ideen. Ob Murakami mit der Namenswahl des Charakters etwas implizieren wollte, ist debattierbar. Vielleicht ist es eine Anspielung auf Franz Kafkas komplizierte Beziehung zum Vater und zu Frauen? Auf jeden Fall ist die Handlung sehr kafkaesk und in Grund und Boden interpretierbar. Der Schreibtstil ist seltsam und unvergleichlich, doch diese unkonventionelle Art ist es, die einen in die Geschichte hineinzieht. Es findet ein fließender Wechsel zwischen Realität versus Gedanken und Vorstellung der Charaktere statt. Wie immer findet auch Musik eine zentrale Rolle, doch diesmal war es seine Ode an die Zeit, die mich in den Bann schlug. Die Zeit, so Murakami, ist ein zentraler Inhalt des Lebens. Die Zeit schafft Erinnerungen und formt uns in unseren Handlungen und die vor uns liegende Zukunft zwingt uns darüber nachzudenken, was wir mit unserem Leben noch tun wollen. Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Möglichkeit. Ich bin zum Glück schon darauf vorbereitet, dass japanische Literatur lieber schwierige Fragen stellt, statt sie zu beantworten. Deswegen lässt sie oftmals ein verwirrendes Gefühl zurück. Kafka am Strand öffnete meinen Verstand und meine Gefühlswelt und fuhr mit den Inhalten Achterbahn. Es ist selten, dass mich eine Story so erwischt.
Es wird glaube ich nicht passieren das ich Murakami jemals weniger als 5 Sterne geben werde
Kafka am Strand war das erste Buch, das ich von Murakami gelesen habe. Ich hatte vorher nichts dergleichen aus diesem Genre gelesen, einem Genre, worin Murakami für mich der Meister seines Fach ist. In Kafka am Strand erwarten ein so viele surreale Dinge und das Buch ist alles andere als leicht zu verstehen. Es hat für mich sogar einen starken Hang zur Philosophie. Ein 15-jähriger Junge, der von Zuhause abhaut und sich in eine Bibliothek einnistet, dort eine mystische Bekanntschaft mit einer Bibliothekarin und einem Geist macht und ein alter Mann, der zurückgeblieben scheint und mit Katzen reden kann, und am Ende verstricken sich ihre Schicksale. Für mich war danach klar, dass ich viel mehr von Murakami lesen will. Bis jetzt sind es elf Bücher und es werden noch mehr werden. Murakami ist bis jetzt der einzige Autor, wo ich das Ziel habe, wirklich jedes seiner Werke lesen zu wollen. Dieses Verlangen habe ich bei keinem anderen Autor für viele mag Murakami kontrovers erscheinen, aber für nicht wenige ist und bleibt er der Goat des magischen Realismus
Was für eine Tiefe!
Haruki Murakamis „Kafka am Strand“ war mein erster Roman von ihm und definitiv nicht mein letzter. 📖 Dieses Buch hat in vielerlei Hinsicht Eindruck auf mich gemacht. Dazu zählt zunächst einmal der Schreibstil. Er ist einfach und prägnant. Murakami schafft es, mit wenigen Worten Situationen und Empfindungen genau zu erfassen und sie so wiederzugeben, dass man sie als Leser fühlt und sich richtig hineinversetzen kann. Dann waren seine Charaktere absolut greifbar und echt. Sie wirkten nicht verkünstelt oder haben Entscheidungen getroffen, die nicht ihrem Naturell entsprachen. Die Handlung ist natürlich durch „Die Odyssee“ bekannt, aber interessant neu interpretiert. Die surrealistischen Aspekte fand ich zum Teil sehr spannend, an manchen Stellen allerdings ziemlich überspitzt. Das hat mich ab und an etwas gestört, ist aber eine persönliche Meinung und hat insgesamt meiner Freude an dem Buch keinen Abbruch getan. Schön ist auch, dass das Buch einem so viel Spielraum zur Interpretation der Geschichte lässt. In Gesprächen mit Freunden habe ich einige verschiedene Ansätze gehört, die mir im Nachhinein noch einen anderen Eindruck zu den Geschehnissen gegeben haben. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung! 😊
Metaphorisch und philosophisch, mit einer Figurenzeichnung par excellence 👌🏻
Wie eine Geschichte beschreiben, die sich kaum beschreiben lässt? Wir haben hier zwei Figuren denen wir abwechselnd folgen. Einen 15 jährigen Jungen und einen älteren Herren, der nichts weiß. Nakata, der ältere Herr, hatte vor langer Zeit einen Unfall, wie er es nennt, und weiß seitdem nichts mehr. Kann auch nicht so gut denken. Lesen und Schreiben gar nicht. Doch was er kann, das ist mit Katzen zu sprechen. Und mit einem Stein. Aber das kommt erst später. Kafka, der Junge, ist von zuhause weggelaufen und kommt dann an einem Ort an in dem es eine Bibliothek gibt in die es ihn führt und dort lernt er den Herrn Oshima (glaub ich, ich merk mir doch keine Namen Leute) kennen. Dieser Oshima (wir nennen ihn jetzt einfach so. Ich glaube ich liege nicht mal so falsch damit) ist Anfang 20 und die beiden zusammen verstehen sich sehr gut. Wir folgen den beiden also abwechselnd und ziemlich schnell ist klar, dass diese Geschichte viele und deutliche phantastische Elemente beinhaltet. Damit spielt der Autor, bzw nutzt diese auch für seine Metaphern - von denen ich sicherlich nicht sehr viele verstanden und oder erkannt habe, aber das ist okay. Ich mag Bücher, bei denen ich merke dass da vieles drin steckt, die mir aber nicht alles bis ins kleinste vorkauen. Die Geschichte bietet also genug eigenen Raum für Interpretation und Gedanken. Ebenso das Ende und was es denn nun letztlich mit der Geschichte auf sich hat. "Gerade erst hat sich seine Vorhaut zu schälen begonnen" - ich bin mir nicht so sicher ob das nun falsch übersetzt wurde oder bewusst so geschrieben war. Jedenfalls, hat Murakami auch hier wieder seine Sexszenen drin, die jedoch - wie ich sie schon aus 1Q84 kenne - eher nüchtern und sachlich geschildert. Was mir hier manche sexuelle Szenen sollten, erschließt sich mir nicht ganz. Aber okay. Lass ich durchgehen. Ist aber tatsächlich mein einziger Kritikpunkt. Ich empfehle es im Buddyread zu lesen. Tolles Buch für einen intensiven Austausch.
Kafka on the Shore, a review: To give you my review of this book, I first have to tell you about a revelation I recently had while reading another book. That one was nothing of profound literary value or meaning, to be honest. But while the bad guy was monologuing, only to be promptly beaten over the head and unconsciously falling to the floor, I realized something: No matter how smart or scary he was, he had no chance of winning. And no, not because this was a story thought up by an author with a fixed ending. No, IN UNIVERSE he had no chance of winning. Because in that universe, the logic went like this: Nothing, no cunning or strength can beat love, kindness and friendship. Those things will always come out on top. So what did that teach me? Simply speaking: Any story is its own universe. Even if there is nothing magical about it and it seems like it plays out in our world, it comes with its own set of rules. It has its own set of laws of nature, so to speak, that are as unchangeable as gravity or the progress of time is in the real world. Meaning, a James Bon villain-type does not stand a fighting chance in a rom-com kind of world. Unless he isn’t part of a love triangle and tries to coax the heroine to the dark side (like, in a sexy way) he can basically just pack up and go home. I don’t know, maybe to anybody else that one was always obvious. Maybe to me it was, too. But I first had to put it into words to properly understand it. Now, WHY am I bringing this up in a review for “Kafka on the Shore”? Obviously, this book like any other follows its own internal logic, confusing and hazy as it might be at times. Someone else here on Goodreads described it as something like waves rolling in and out, and all you have to do is to follow their sway. …issue being, I HATED the rules and logic this book wanted us to accept. I kept struggling against the waves, and that made this read a rather exhausting one. Be warned, from here on there be spoilers; What are those internal rules for Kafka on the shore I am talking about, then? Well. Mostly that rape, sexual assault and incest aren’t that bad, really, when they are part of a 15 year old’s “fate” / coming of age story. On page 273 we learn Kafka received a prophecy: He will kill his father and lay with his mother. So, basically he is Oedipus. No, WAIT, he is more than Oedipus, because he will sleep with his sister, too! I don’t think it would be over the top to say I felt betrayed by the book at that point. Almost 300 pages in before we learn about that bomb shell. That, uh, feels like something that maybe should come up a bit earlier so that, you know, people who DON’T want to read a book about incest can nope out of that one. So Kafka meets an older woman. He falls in love. He is pretty sure she is his mother. They start an affair. And they do that by her sleepwalking into his room and having sex with him. There was a lot about how Kafka couldn’t move, how she was in full control, etc. etc. Uhm, again, a big fat nope. She was sleeping. HE was the one who was awake. “But that’s how it is in the book, you just have to accept that!” Remember what I said about books having internal rules, set in stone like natural laws? I felt like a deep sea creature dragged to the surface, body collapsing and slowly dying because that state of being was not meant for me. Am I being overly dramatic? Pardon me. It’s just that I don’t feel comfortable in a world where hurting a woman’s bodily autonomy is okay, because an elderly male author says so. “But they entered a consensual relationship!” Yes, AFTER that night they did. But then there is still the incest. And let’s not forget about the dream where he rapes his sister. A dream, yes, but we have established that in this universe dreams have reality-changing powers, haven’t we? And no, I am not exaggerating. She says to him: That they will never have a functioning, normal relationship because “You are raping me.” One of the last chapters in the book is how he talks to her on the phone. She had a different dream than him and still wants to stay in contact. He wants to do that, too. And all I could think was: no, please, stay THE FUCK away from her. Don’t get me wrong. It’s not a bad book. Murakami is a good writer. But I’m tired of women being hurt in fiction in order to further a male character’s plot. Sure, it’s a “classic”. But how about next time we leave the Oedipus-myth in Ancient Greek where it belongs?
Ein tolles fantasievolles Buch
„Kafka am Strand“ erzählt die Geschichte eines 15-jährigen Jungen, der sich zutiefst verloren und alleingelassen fühlt. Zwar ist diese Orientierungslosigkeit in seinem Alter nicht ungewöhnlich, doch deutet sich früh an, dass hinter seinem inneren Konflikt mehr steckt als nur die typische Suche nach Identität. Getrieben von einer schwer greifbaren, fast schicksalhaften Motivation verlässt er sein Elternhaus und begibt sich auf eine Reise quer durch Japan – nicht nur geografisch, sondern vor allem innerlich. Parallel zu dieser Handlung entfaltet sich eine zweite Erzählebene, die zunächst schwer zugänglich wirkt. Murakami verwebt verschiedene Erzählstränge, die sich erst nach und nach miteinander verbinden. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Traum und metaphysischer Ebene zunehmend. Gerade zu Beginn fordert diese Struktur einiges an Aufmerksamkeit, da sich die Traumlogik nicht sofort erschließt. Dennoch bleibt die Geschichte durchgehend faszinierend, da Murakami seine Welt so atmosphärisch und detailreich gestaltet, dass man dem Geschehen trotz aller Rätselhaftigkeit gerne folgt. Ein zentrales Merkmal des Romans ist, dass er vieles bewusst offenlässt. Anstatt alle Fragen eindeutig zu beantworten, führt Murakami den Leser zu einem Punkt, an dem ein grundlegendes Verständnis entsteht – ohne die Interpretationsfreiheit einzuschränken. Diese erzählerische Offenheit ist eine große Stärke des Buches, da sie Raum für eigene Deutungen schafft und das Gelesene lange nachwirken lässt. Thematisch bewegt sich die Geschichte zwischen Trauma, Identitätssuche und Selbstentwicklung. Der Protagonist lernt im Verlauf seiner Reise, mit Fehlern und inneren Konflikten umzugehen und daran zu wachsen. Seine Entwicklung ist dabei nicht geradlinig, sondern geprägt von Rückschlägen und Erkenntnissen, die oft erst im Nachhinein ihre Bedeutung entfalten. Auch die Natur spielt eine wichtige Rolle im Roman. Sie ist nicht nur Kulisse, sondern wirkt beinahe wie ein eigenständiger Akteur, der die Figuren beeinflusst und ihre inneren Prozesse widerspiegelt. Die Auseinandersetzung mit der Natur wird so zu einem Spiegel der Selbstfindung. Sprachlich ist „Kafka am Strand“ typisch für Murakami: klar, zugänglich und zugleich von einer subtilen Tiefe geprägt. Gelegentlich wirkt der Stil direkt oder beinahe nüchtern, was jedoch gut zur erzählten Geschichte passt und ihren besonderen Charakter unterstreicht. Gerade diese Mischung aus Einfachheit und philosophischer Tiefe macht den Reiz des Romans aus. Insgesamt ist „Kafka am Strand“ ein sehr fantasievolles und zugleich nachdenkliches Werk, das einen ungewöhnlichen Blick auf existenzielle Fragen wirft. Es fordert den Leser heraus, belohnt ihn aber mit einer vielschichtigen, emotionalen und interpretierbaren Geschichte, die sich nicht eindeutig festlegen lässt – und genau darin ihre Stärke entfaltet.
Zu Beginn war ich noch fasziniert, von der Entwicklungsgeschichte des 15jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause wegläuft, um sich selbst zu finden. Der ruhige Erzählton und die hervorragende Sprache von Ursula Gräfe ließen ein schönes Leseerlebnis erwarten. Doch der zweite Handlungsstrang empfand ich von Anfang an als nervig, was aber an meinem generellen Missfallen von Geschichten über einfältige Menschen geschuldet ist. In die Reihe von Candide, dem Taugenichts, Forrest Gump oder hundertjährige Schweden fügt sich der alte Nakata, der mit Katzen reden kann, leider für mich ein. Wenn diese Person, die permanent in der dritten Person über sich spricht, dann auch noch auf Johnny Walker sowie dem KFC-Maskottchen Col. Sanders trifft und zu einem Roadtrip Richtung Kafka aufbricht, beginnt es turbulent zu werden. Als dann Johnny Walker Katzen aufschlitzt, deren Herzen verspeist, von Nakata getötet wird und später Col. Sanders dem Chauffeur von Nakata eine Sexbombe vermittelt, die Hegel zitierend ihrem Kunden den besten Blowjob des Lebens liefert, während Kafka vielleicht seinen Vater ermordet und vielleicht mit seiner Mutter schläft und eventuell seine Schwester vergewaltigt, begann eine Phase im meinem Leseerlebnis, die sich mit der grundlegenden Frage beschäftigte, ob ich für japanischen magischen Realismus gemischt mit einer Ödipus-Story und den alten Sexphantasien eines fernöstlichen Autors mit fragwürdigem Frauenbild wirklich der richtige Leser bin. Ich bin mir nicht sicher. Ich werde es irgendwann nochmal mit einem anderen Buch von Murakami probieren, aber Begeisterung konnte er mit diesem Versatzstückwerk bei mir nicht auslösen.
Zu Beginn pure Begeisterung, die jedoch nicht bis zum Ende anhält
Ich hatte bereits die 1Q84-Bücher gelesen und wusste, dass man sich bei Murakami auf Schreibstil und vor allem die Mischung aus Realität und modernen Märchen einlassen muss. Für die ersten 400 Seiten war ich schwer begeistert, las das Buch sehr schnell. Das hörte jedoch auf, als die Gewalt (für mich persönlich) zu ausführlich beschrieben wurde. Zusätzlich dazu werden die Szenen über Geschlechtsteile und -verkehr am Ende so vulgär, dass ich gar keine Lust hatte, weiterzulesen. Mir erschloss sich auch der tiefere Sinn nicht, warum diese inzestuöse Beziehung breitgetreten werden muss. Die zum gefühlt 1000x beschriebene (verbotene) Liebe und Sehnsucht gingen mir beizeiten auf die Nerven. Ebenso ist das Frauenbild an einigen Stellen doch schwer gewöhnungsbedürftig. Alles in allem bei so einem guten Start doch sehr enttäuschend. Einzig dem doch sehr schönem Schreibstil und den anfänglich faszinierenden, philosophischen Gedanken gilt meine Bewunderung.
Speziell
Ich bin echt unsicher was mir der Autor damit sagen will und wäre es nicht eins der Lieblingsbücher meines Mannes und hätte er es mir nicht geschenkt hätte ich es wohl nicht gelesen. Gar nicht gefallen hat mir dieses Inzestthema und sonst war es auch eher irgendwie wirr und verwirrend und ich fühle mich etwas dumm um ehrlich zu sein, als ob ich was nicht verstehe. Und Kapitel (16 glaub ich) fand ich ganz schlimm. Dennoch war es irgendwie interessant und spannend und ich wollte immer weiter elsen, auch wie es geschrieben war hat mir meistens sehr gut gefallen. Es scheint sehr intellektuell mit all den Gesprächen über Geschichte, Musik und Co. Auf kjeden Fall mal interessant zu lesen
"Das gehört auch zu den Dingen, die sich nur schwer in Worte fassen oder mit Ja oder Nein beantworten lassen", sagte er. S. 626 Haruki Murakamis Romane sind für mich wie alte Freunde, die ich immer wieder gerne besuche, bei denen sich alles vertraut und wohlig anfühlt und die ich auch immer mit einem guten Gefühl wieder verlasse. Deswegen gab es für mich nun ein Wiederlesen mit "Kafka am Strand", das ich 2016 zum ersten Mal in den Händen hielt, als ich die ersten behutsame Schritte ins Murakami Universum unternahm. Und von der ersten Seite fasziniert war. Auch beim zweiten Mal hat sich das nicht geändert, doch meist kommt an dieser Stelle das obligatorische Fragezeichen nach dem Inhalt und was daran so fasziniert, um was es geht und was den Autoren so außergewöhnlich macht. Worte haben mich noch nie im Stich gelassen, sie sind für mich das helle Licht in der Nacht und das rettende Ufer, wenn es mir schlecht geht, nur Murakami und in dem Fall "Kafka am Strand" wirklich zu beschreiben, dem gerecht zu werden, was diesen Autoren ausmacht, das muss man wirklich selbst erleben, man muss sich drauf einlassen mit allem was man hat, Dinge hinterfragen, manchmal auch nicht verstehen und sich dann einfach treiben lassen in den Worten, in den Bildern, in der Poetik und der wunderbaren Gelassenheit, mit denen Murakami seine Geschichten erzählt. Aber ich versuche mich kurz am Inhalt. In "Kafka am Strand" werden zwei parallel laufende Handlungsstränge erzählt, in dem eine geht es um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich selbst Kafka nennt, von zu Hause ausreißt und ziellos durch die Gegend reist, um dann in einer besonderen Bibliothek zu landen, in der er nicht nur ein geheimnisvollen Porträt mit dem Namen "Kafka am Strand" entdeckt, sondern auch einen Freund fürs Leben findet und sich unsterblich verliebt. Im zweiten Handlungsstrang treffen wir auf Nakata, einen Mann, der mit Katzen spricht und den Ort, an dem er quasi fast sein gesamtes Leben verbracht hat verlässt, um auf eine bedeutsame Reise mit einer wichtigen Mission zu gehen. Aneinandergereihte Worte, die einen groben Überblick über den Inhalt dieses großartigen Buches geben, doch "Kafka am Strand" ist so viel mehr. Es regnen Fische vom Himmel, es tauchen Figuren auf, die man sich vorher noch nicht einmal vorstellen konnte, es gibt Szenen, die man schwer ertragen kann aber das meiste in diesem Buch ist von eigentümlichen Schönheit, die für mich beim zweiten Lesen so vertraut war, wie Nachhause kommen. In "Kafka am Strand" geht es um die Bedeutung oder Nicht-Bedeutung von Zeit, die Suche nach einem Ort, an dem man immer wieder zurückkehren kann, es geht ums Ankommen, um Freundschaft, ums Geliebt werden, aber auch um eine Reise zu sich selbst, um Figuren, so eigentümlich und verschroben, aber genauso liebenswürdig und unvergesslich. Aber wie man "Kafka am Strand" auch fühlt, beim zweiten Mal war das bei mir deutlich noch einmal auf einer intensiveren Ebene, es bleibt einem frei. Murakami hinterlässt den Eindruck, dass jede/r seiner Leser:innen dieses Buch so interpretieren und so deuten können, wie sie das möchten. Es gibt kein Falsch und kein Richtig in "Kafka am Strand". Man muss sich nur einlassen auf diesen besonderen Roman, auf dieses wundervolle surrealistische Märchen, auf Murakamis einzigartige Art und Weise zu erzählen und was dabei herauskommt, bleibt einem völlig frei und selbst überlassen. Bei mir war es einen alten Freund wiedersehen, eine wundervolle Zeit verbringen, ein bisschen mehr über sich selbst lernen und am Ende ein Lieblingsbuch zu haben. Was es schon vorher war. Doch dieses Mal strahlt es ein bisschen heller. Mal wieder übersetzt von der wunderbaren Ursula Gräfe. "Genau erklären kann ich das nicht. Nur eins kann ich sagen: Ein unvollkommenes Stück zieht die Menschen gerade durch seine Unvollkommenheit stark an- zumindest einen gewissen Typ von Mensch." S. 154

Ein literarisches Juwel mit kleinen Schwächen, das ich trotzdem jedem empfehlen würde, der sich auf eine ungewöhnliche, berührende Reise einlassen möchte.
Kafka am Strand ist eines dieser Bücher, welches mich noch lange nach der letzten Seite begleitet hat. Murakamis Sprache ist einfach magisch! Sie ist klar und doch traumhaft, voller Bilder, die unter die Haut gehen. Die Geschichte des fünfzehnjährigen Kafka Tamura, der vor seinem Vater und einem unheimlichen Fluch flieht, und die des rätselhaften Nakata, dessen Schicksal sich auf unerwartete Weise mit seinem verwebt, hat mich tief bewegt. Vor allem die Art, wie Murakami Einsamkeit, Sehnsucht und Selbstfindung beschreibt, trifft einen Kern, der universal und doch ganz persönlich ist. Was mir besonders gefiel, war die Balance zwischen Realität und surrealen Traum. Die Grenzen verschwimmen, doch meistens fühlt es sich stimmig an. Die philosophischen Untertöne, die Fragen nach Schicksal, Schuld und Freiheit, regen zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Einziger Kritikpunkt: Der Familienfluch, der über Kafka schwebt, ist mir in seiner konkreten Ausgestaltung etwas befremdlich. Dennoch überwiegt die Faszination bei Weitem. Kafka am Strand ist ein Buch, welches man nicht einfach weglegt, sondern das einen weiterdenken lässt. Es ist selten, dass ein Roman so unterhaltsam und gleichzeitig so tiefgründig ist.
Weird ist ein Wort
Ich glaube ich verstehe, was das Buch wollte. Aber irgendwie war mir Kafka am Strand dann teilweise doch zu derb und zu abgedreht und teilweise war ich fast sauer auf das Buch. (Ey die Stelle mit den Katzen und den Seelen ging gar nicht!) Aber immer wieder hatte es schöne Momente, sie genau das waren was ich eigentlich wollte, die mich abgeholt haben. Was bleibt ist ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Vielleicht muss ich es irgendwann noch mal lesen. Aber das wird ein wenig dauern.
4,5⭐️ Für mich vom Literarischen Aspekt her das beste Buch Murakamis das ich bis jetzt gelesen hab. Ich mochte die Ausflüge in die klassische Musik, die Protagonisten, die Literarischen Ausflüge und die psychologischen/philosophischen Ansätze. Mit der Gestaltung der letzten 100 Seiten hatte ich dann wieder etwas zu kämpfen. Der Schluss war mir dann zu fad im Vergleich zu dem tiefsinnigen Rest.
Wer dieses Buch versteht, wird es lieben ☕️
Ich habe das Buch geliebt und habe mich wirklich immer gefreut weiterlesen zu können! Dieses Buch zu lesen fühlt sich in manchen Momenten an wie ein Film von Studio Ghibli zu schauen. Murakami schreibt so ungefiltert über Dinge, es ist wirklich atemberaubend, an manchen Stellen etwas zu ungefiltert - ich habe das Buch ziemlich oft missverstanden und zu wörtlich gedeutet, hatte mich aber heute nach Beenden des Buches nochmal damit auseinandergesetzt. Murakami spricht in Metaphern, weshalb es im Verlauf der Geschichte Makrelen und Blutegel regnet. Ich bin wirklich beeindruckt, normalerweise scheue ich mich vor dicken Büchern mit kleinen Buchstaben, aber das hier war seltsamer Weise wirklich ein richtiges comfort book. Mir hatten ein wenig die Triggerwarnungen gefehlt, also empfehle ich sich darüber zu informieren vor dem Lesen :) 📖
Während des Lesens war ich die meiste Zeit über verwirrt. Die rätselhafte Geschichte wirft so viele Fragen auf, die ich mir alle merken wollte, in der Zuversicht, dass sie später aufgelöst werden würden. Das war...zum Teil der Fall am Ende? Ich bin mir immer noch unsicher, was da alles passiert ist. Ich denke, man muss das Buch auf jeden Fall mehrmals lesen, um es zu verstehen, und vielleicht auch Zusatzlektüren lesen, falls es sowas gibt. Das Buch spielt mit vielen Metaphern und der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit, sodass es schwer zu sagen war, was echt ist und was nicht, was von Bedeutung ist und was nicht. Allgemein aber wie immer eine schöne Atmosphäre, wie man es von Murakami gewohnt ist, authentische Charaktere und interessante Dialoge mit einem philosophischen Touch.
Kafka am Strand ist mein aktueller Lieblingsroman von Haruki Murakami
Dieser Roman von Murakami ist ein Beweis der Sprachverliebtheit und der tollen Bilder, die der Autor wie spielerisch heraufbeschwört. Kafaka am Strand ist ein ungewöhnlicher Liebes- und Entwicklungsroman. Wie bei den meisten Romanen von Murakami enthält die Geschichte viele surrealistische Element. Kafka am Strand ist ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art und eines meiner Lieblingsbücher 2024.
Ein poetisches Meisterwerk zwischen Realität und Fantasie
Haruki Murakamis Kafka am Strand ist ein ebenso einfühlsam wie kunstvoll geschriebenes Werk, das Realität und Fantasie auf eine unverwechselbare, murakamitypische Weise miteinander verwebt. Mit seiner poetischen Sprache und den tiefgründigen Charakteren schafft Murakami eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und geheimnisvoll wirkt. Das Buch entführt seine Leser in eine Welt voller surrealer Begegnungen, ohne dabei den Bezug zur menschlichen Erfahrung und inneren Gefühlswelt zu verlieren. Eine Geschichte, die mit ihrer Vielschichtigkeit lange nachhallt, ohne dabei alles erklären zu müssen – ein literarisches Erlebnis der besonderen Art.
Murakami schafft es wie kein zweiter, mich in seine Geschichten hineinzusaugen und immer weiter lesen zu wollen, obwohl ich - 1. nicht wirklich verstehe, worum es eigentlich geht 2. keinen roten Faden finde 3. mich mit niemandem identifizieren kann. Trotzdem hänge ich wie gebannt an jeder Seite und frage mich, wie es diesen mir so fremden Protagonisten in dieser mir so fremden Welt ergehen wird. Am Ende macht dann doch alles irgendwie Sinn - aber nur im eigenen Kopf. Sobald man versuchen will, darüber zu reden, kommt nur zusammenhangloser Wirrwarr heraus. Einfach faszinierend.
Warum hat Murakami seinen Protagonisten nach Kafka benannt? Kafkas Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur sehr schwierig bis gar nicht interpretierbar sind und damit wahnsinnig viel Spielraum beim Interpretieren lassen. Genau der gleiche Sachverhalt finde ich in "Kafka am Strand" wieder. Man könnte so viel hineininterpretieren oder man lässt es einfach und genießt die Geschichte. Murakami versteht es mit Traum und Wirklichkeit zu spielen und die Grenze zu verwischen. Letztendlich steht bei ihm alles irgendwo dazwischen, die Handlung ist nicht ganz Realität aber auch nicht ganz Traum. Das kommt auch in der Person Oshimas sehr gut zur Geltung, der nicht ganz Frau und nicht ganz Mann ist, somit irgendwo zwischen den Geschlechtern steht. Kafka ist zwar ganz Mann, mit ausgeprägter Sexualität, steht aber zwischen den Welten. Sein Gegenpol Nakata ist zwar auch ein Mann, aber asexuell, nicht fähig sich über komplexe Themen Gedanken zu machen und steht ebenfalls zwischen den Welten. Wenn wir diese Metapher mal auf das reale Leben übertragen, dann passt das doch sehr gut. Das wenigste ist doch eindeutig definierbar, auch wenn ich, aus den Naturwissenschaften stammend, mir das oft wünsche. Ich weiß aber auch dass Taxonomie eine harte Sache ist. Ich finde diese japanische bzw. fernöstliche Mentalität einfach faszinierend. Viel mehr möchte ich auch gar nicht zu diesem Buch sagen, jeder muss es auf sich wirken lassen und für jeden wirkt es anders.
Meinung: Das Buch war das erste, das ich von diesem Autor gelesen habe. Aber sicher nicht das letzte. Der Einstieg fiel mir leider etwas schwer, ungefähr das erste Viertel in dem Buch musste ich mich durchkämpfen, was hauptsächlich daran lag, dass mich vieles verwirrt hat und ich keine Zusammenhänge gesehen haben. Mit der Zeit wurde alles ewas übersichtlicher und dadurch konnte ich gut in das Buch abtauchen. Gegen Ende habe ich es kaum mehr weglegen wollen. Der Schreibstil hat das natürlich auch leicht gemacht, es wurde viel erklärt und beschrieben, ohne dass es langatmig wurde. Ganz besonders gefallen haben mir die Charaktere. Alle sind wunderbar einzigartig, zu jedem bekommt man eine tolle Beschreibung und man lernt sie mit all ihren Seiten kennen. Einige Verrücktheiten gibt es in dem Buch auch, was definitiv ein großer Pluspunkt ist. Fazit: Ein tolles Buch mit verrückten Geschichten, das durch einige philosophische Fragen zum Nachdenken anregt und im Gedächtnis bleibt.
I really liked this book. It was my first Murakami and my first magical realism. I personally loved the magical things and I think it is very well written, to a point that you think you are reading a masterpiece. But it was also very Slow pace and some chapters were boring because of that. It touches some really deep topics and is no „I read to think about something else“ although it’s magical there are themes like purpose, destiny and others, that make you think about yourselve (which can also be good tho). Overall I liked it, but it wasn’t a „feel good“ read.
Das Buch "Kafka am Strand" ist echt schwer zu beschreiben. Es ist wie eine Schnitzeljagd quer durch reelle und surreale Welten und nebenbei erhält man noch Bildung über klassische Musik, japanische Literatur und Philosophie des Alltags ohne jedoch belehrt zu werden. Mit jeder Seite die man liest taucht man tiefer in die Welt die Haruki Murakami ersinnt und kann gar nicht anders als weiterzulesen. An einigen Stellen mußte ich als Katzenliebhaberin echt schlucken. Also ein Tipp an alle Katzenfans, es gibt da eine Passage da braucht man starke Nerven. Beim lesen kam mir der Gedanke, das genau soetwas wie dieses Buch herausgekommen wäre, hätte Stephen King "Alice im Wunderland" geschrieben.
Eine wunderbar surrealistische Reise
Was ist die Gemeinsamkeit zwischen einem 15-jährigen, der aufgrund einer Ödipus-Prophezeiung von zu Hause flieht, und einem Mit-60er, der mit Katzen sprechen kann? Was ist es für eine Welt, in der popkulturelle Anspielungen auf Prince, KFC und Co. vorhanden sind und es gleichzeitig Fische und Blutegel vom japanischen Himmel regnet? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Wert von Erinnerungen? Ist es mehr wert sich zu erinnern oder erinnert zu werden? Was ist Freundschaft, Liebe, Identität und Familie? Viele existienzelle Fragen, die das Buch aufwirft und ich selbst beim Lesen aufgeworfen habe. Antworten gibt Murakami nur bedingt. Aber er erzählt die Geschichten von Menschen, die diese Fragen beantwortet haben wollen. Dabei begeben sich sowohl die Figuren als auch die Leser auf eine surreale Reise, wo relativ schnell die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Während gleichzeitig sowohl Gut und Böse klar getrennt werden als auch Philosophen in einfachsten Worten und Sätzen zitiert werden, entwickelt das Buch einen Sog, dem nur schwer zu entkommen ist. Wäre nicht ein Kapitel absolut grausam für einen Katzenliebhaber wie mich gewesen, hätte ich diesem Buch sogar die Bestnote gegeben. Dieses eine Kapitel war für mich dann leider doch eine Stufe zu drüber. Davon abgesehen: Absolute Leseempfehlung.
Der fünfzehnjährige Junge, der sich selbst den Namen Kafka Tamura gibt, verlässt sein Elternhaus in Tokyo und reisst auf die kleine Insel Shikoku aus. Mutter und Schwester haben das Elternhaus verlassen, als Kafka 4 Jahre alt war. Sein Vater hat ihm von einem Fluch berichtet, der Kafkas Leben überschattet. Unabhängig von Kafka verlässt später der sechzigjährige Herr Nakata, der weder lesen noch schreiben aber mit den Katzen sprechen kann, ebenfalls Tokyo und bricht nach Shikoku auf. Dort kommt es zum Showdown. Dieses Buch hat einige Merkmale eines Märchens. Gegen Ende wird die Handlung immer phantastischer und surrealistischer, doch sie bleibt stimmig. Kafka befindet sich auf der Suche nach Antworten, die er in der realen Welt nicht finden kann, daher ist es nur logisch, dass er diese Welt verlässt. Ein gutes Buch.
Zu Beginn war ich noch fasziniert, von der Entwicklungsgeschichte des 15jährigen Kafka Tamura, der von zu Hause wegläuft, um sich selbst zu finden. Der ruhige Erzählton und die hervorragende Sprache von Ursula Gräfe ließen ein schönes Leseerlebnis erwarten. Doch der zweite Handlungsstrang empfand ich von Anfang an als nervig, was aber an meinem generellen Missfallen von Geschichten über einfältige Menschen geschuldet ist. In die Reihe von Candide, dem Taugenichts, Forrest Gump oder hundertjährige Schweden fügt sich der alte Nakata, der mit Katzen reden kann, leider für mich ein. Wenn diese Person, die permanent in der dritten Person über sich spricht, dann auch noch auf Johnny Walker sowie dem KFC-Maskottchen Col. Sanders trifft und zu einem Roadtrip Richtung Kafka aufbricht, beginnt es turbulent zu werden. Als dann Johnny Walker Katzen aufschlitzt, deren Herzen verspeist, von Nakata getötet wird und später Col. Sanders dem Chauffeur von Nakata eine Sexbombe vermittelt, die Hegel zitierend ihrem Kunden den besten Blowjob des Lebens liefert, während Kafka vielleicht seinen Vater ermordet und vielleicht mit seiner Mutter schläft und eventuell seine Schwester vergewaltigt, begann eine Phase im meinem Leseerlebnis, die sich mit der grundlegenden Frage beschäftigte, ob ich für japanischen magischen Realismus gemischt mit einer Ödipus-Story und den alten Sexphantasien eines fernöstlichen Autors mit fragwürdigem Frauenbild wirklich der richtige Leser bin. Ich bin mir nicht sicher. Ich werde es irgendwann nochmal mit einem anderen Buch von Murakami probieren, aber Begeisterung konnte er mit diesem Versatzstückwerk bei mir nicht auslösen.
Furchtbar.
Dieses Buch benötigt einige dringende Trigger Warnungen zu Tierquälerei, Tiertötung, mehreren Vergewaltigungen, inzestiöse Szenen und Objektifizierung von Frauen. Dabei habe ich es noch nicht einmal zuende gehört. Es ist mir unmöglich in wenigen Worten das auszudrücken, was dieses Buch in mir auslöst. Wut, puren und üblen Ekel, Unglauben und Sprachlosigkeit über all jene, die diesem Buch mehr als 3 Sterne gegeben haben. Ich habe über 60% des Buches gehört und danach abbrechen müssen. Mal von den wirklich widerwertigen Objektifizierungen von Frauen und ständigen Vergleichen mit Autos abgesehen, gibt es nicht viel, was man über dieses Buch sagen kann. Ständig wird eine Figur auf die eine oder andere Art vergewaltigt. Der Umgang damit, bzw die Aussage des jüngeren Hauptcharakters dazu ist nur immer wieder: ich kann mir nicht helfen, es muss so sein. Denn natürlich kann ein 15Jähriger sich nicht helfen und sein Gemächt aus einer Frau ziehen, die mehr als deutlich gesagt hat, dass sie nicht mit ihm schlafen will; kann er nicht die scheinbar schlafwandelnde +50Jährige Frau aufwecken und nicht mit ihr schlafen. Was übrigens ein widerholendes Motiv ist, wobei die Erzählperspektive in den persönlichen Du-Modus wechselt. Ich wollte schon immer mal bei einer Vergewaltigung der aktive Part sein. Nicht. Zugegebenermaßen hatte ich das Buch nur angefangen, weil es mir von so vielen Seiten empfohlen wurde und habe nach der Tierquälerei-Szene (im vorderen Teil des Buchs) nicht abgebrochen, weil ich noch die Hoffnung hatte es gäbe irgendwann einen Grund für diese Plot-Entscheidungen. Doch selbst nach 15h hören, habe ich immer noch keine Ahnung, warum diese Szenen nötig waren. Sie werden nicht eingeordnet, nicht als schlimm oder falsch eingestuft. Es hat nur den Eindruck als wolle der Autor sagen: "Boys will be boys. Natürlich haben sie ihre Bedürfnisse nicht im Griff." Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Der Schreibstil mag ja sonst ganz angenehm trocken und an einigen Stellen dann ungewohnt aufs Kleine bedacht sein, doch hilft es nicht über alles andere hinwegzutäuschen. Wenn man besagte Szenen aus dem Buch streichen würde, dann wäre es wirklich eine spannende Geschichte, die von mir aus auch 3 Sterne bekommen könnte, doch so, wie sie jetzt ist, ist es nur eine reine Beleidigung für jede Leserschaft.






















































