Die Ermordung des Commendatore Band 1

Die Ermordung des Commendatore Band 1

by Haruki Murakami·Book 1 of 2
Hardback
4.0275
KommendatoreWestlich Der SonneTomohiko AmadaNaokos Lächeln

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Description

Ein gesichtsloser Mann – und sein Porträtist. Allein reist der namenlose Erzähler und Maler ziellos durch Japan. Schließlich zieht er sich in ein abgelegenes Haus, das einem berühmten Künstler gehört, zurück. Eines Tages erhält er ein äußerst lukratives Angebot. Er soll das Porträt eines reichen Mannes anfertigen. Nach einigem Zögern nimmt er an, und Wataru Menshiki sitzt ihm fortan Modell. Doch der Ich-Erzähler findet nicht zu seiner alten Fertigkeit zurück. Das, was Menshiki ausmacht, kann er nicht erfassen. Wer ist dieser Mann, dessen Bildnis er keine Tiefe verleihen kann? Durch einen Zufall entdeckt der junge Maler auf dem Dachboden ein meisterhaftes Gemälde. Es trägt den Titel ›Die Ermordung des Commendatore‹. Er ist wie besessen von dem Bild, mit dessen Auffinden zunehmend merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen, so als würde sich eine andere Welt öffnen. Mit wem könnte er darüber reden? Da ist keiner außer Menshiki, den er kennt. Soll er sich ihm wirklich anvertrauen? Als er es tut, erkennt der Ich-Erzähler, dass Menshiki einen ungeahnten Einfluss auf sein Leben hat. »Einer der genialsten Erzähler der Welt!« DENIS SCHECK

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
480
Price
26.80 €

Author Description

HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).

Posts

36
All
4

Zwischen Wirklichkeit und Metapher

Mit Die Ermordung des Commendatore – Eine Metapher wandelt sich entführt Haruki Murakami erneut in eine rätselhafte, beinahe traumartige Welt zwischen Realität und Übernatürlichem. Die Geschichte beginnt ruhig, entwickelt aber schnell eine eigentümliche Spannung. Je tiefer man in die Handlung eintaucht, desto mehr verdichten sich die geheimnisvollen Ereignisse rund um das Gemälde, die seltsame Glocke im Wald und die rätselhafte Figur des Commendatore. Besonders die Begegnungen mit Menshiki und die Suche nach Marie verleihen dem Roman eine konstante unterschwellige Spannung. Murakamis typischer Stil – ruhig, präzise und gleichzeitig voller surrealer Momente – sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Realität und Metapher verschwimmen immer stärker miteinander, bis man als Leser selbst beginnt, über die Bedeutung der Ereignisse nachzudenken. Ein sehr spannender und atmosphärischer Roman, der durch seine geheimnisvolle Stimmung und die vielen offenen Deutungsebenen lange nachwirkt.

Zwischen Wirklichkeit und Metapher
4

Wenn Stille plötzlich zu sprechen beginnt

Mit „Die Ermordung des Commendatore – Eine Idee erscheint“ öffnet Haruki Murakami eine Tür in eine Welt, in der Realität und Traum langsam ineinanderfließen. Die Geschichte beginnt still: Ein namenloser Porträtmaler zieht sich nach der Trennung von seiner Frau in ein abgelegenes Haus in den Bergen zurück. Die Tage wirken zunächst leer, fast schwerelos – bis ein geheimnisvolles Gemälde auf dem Dachboden auftaucht und ein rätselhaftes Glockengeräusch aus dem Wald die Stille durchbricht. Murakami nimmt sich Zeit. Sehr viel Zeit. Er erzählt nicht laut, sondern flüstert. Die Handlung entwickelt sich langsam, beinahe meditativ, und gerade darin liegt der Reiz des Buches. Man liest nicht, um schnell Antworten zu bekommen – man liest, um sich in dieser merkwürdig schwebenden Atmosphäre zu verlieren. Zwischen Kunst, Einsamkeit und geheimnisvollen Begegnungen entsteht ein Sog, der typisch für Murakami ist: Man spürt, dass etwas Ungewöhnliches geschieht, auch wenn man es noch nicht greifen kann. Figuren wirken gleichzeitig real und rätselhaft, und das Gefühl bleibt, dass hinter jeder Szene noch eine zweite Wirklichkeit verborgen liegt. „Eine Idee erscheint“ ist deshalb weniger ein klassischer Romananfang als vielmehr ein langsames Öffnen eines Vorhangs. Murakami legt Spuren, stellt Fragen und erschafft eine Stimmung voller leiser Spannung – als würde sich eine Geschichte erst langsam selbst erfinden. Und genau dieses Gefühl macht den ersten Teil so faszinierend: Man weiß, dass das eigentliche Geheimnis erst noch beginnt.

Wenn Stille plötzlich zu sprechen beginnt
5

Sehr gut! Ich bin zufällig auf Murakami gestoßen und habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Voller Poesie, Kunst...hier verschmelzen Magie und Realität. Toller, besonderer Schreibstil... werde gleich den zweiten Teil lesen.

3

Das Buch lässt mich mit einem großen Fragezeichen zurück. Wohin geht die Reise?

4

Ein fesselnder Auftakt mit kleinen Abstrichen!

Haruki Murakami hat mich mit seinem ersten Band von „Die Ermordung des Commendatore“ wieder vollkommen gefesselt. Es ist diese einzigartige Mischung aus Realität und Surrealem, die mich tief in seine Welten zieht. Besonders begeistert mich in diesem Buch die Auseinandersetzung mit Kunst und Malerei, was eine ganz eigene Atmosphäre schafft. Auch die wunderschöne Erstausgabe mit der Übersetzung von Ursula Gräfe und dem kunstvollen Umschlag des Dumont Verlags machen das Buch zu einem echten Highlight – es erinnert mich an meine eigenen Reisen nach Japan. Der namenlose Ich-Erzähler ist ein Porträtmaler, der nach einer gescheiterten Ehe in ein abgelegenes Haus in den Bergen zieht. Das Haus gehörte zuvor Tomohiko Amada, einem berühmten japanischen Maler. Dort entdeckt der Erzähler ein verborgenes Gemälde mit dem Titel Die Ermordung des Commendatore, das ihn auf seltsame Weise fasziniert. Nach und nach tauchen immer mysteriösere Gestalten und Ereignisse auf. Da ist Menshiki, der geheimnisvolle Nachbar, der den Erzähler engagiert, um sein Porträt zu malen. Er ist wohlhabend, rätselhaft und scheint eine tiefe persönliche Motivation zu haben, mit dem Maler in Kontakt zu treten. Tomohiko Amada, der alte Maler, ist allgegenwärtig. Sein berühmtes Gemälde gibt ein düsteres historisches Geheimnis preis, das mit der Zeit des Nationalsozialismus und Japans Rolle im Zweiten Weltkrieg verknüpft ist. Dann gibt es noch den Commendatore, eine geisterhafte Gestalt, die plötzlich aus dem Gemälde heraustritt – er ist die „Idee“, die erscheint. Doch was bedeutet es, wenn eine Idee plötzlich eine reale Form annimmt? Und schließlich ist da das Glöckchen in der Grube, das der Erzähler nachts immer wieder hört. Es führt ihn zu einem unterirdischen Ort – ein Element, das typisch für Murakami ist: Ein Übergang in eine andere Realität, eine verborgene Welt hinter der sichtbaren. Das Gemälde Die Ermordung des Commendatore ist inspiriert von Don Giovanni und zeigt eine Szene voller Gewalt und Tragik. Doch warum malte Tomohiko Amada dieses Bild? Hier kommt die Vergangenheit ins Spiel: Amada war in den 1930ern in Europa und geriet dort in Kontakt mit antifaschistischen Kreisen. Die Nazis spielen deshalb eine Rolle, weil Amadas eigene Biografie tief mit dieser dunklen Zeit verknüpft ist. Murakami erzählt hier von der Macht der Kunst, der Vergangenheit und von verborgenen Wahrheiten. Wie in seinen anderen Werken öffnet er eine Tür zwischen Realität und Magie – dieses Mal durch ein Gemälde, das nicht nur ein Bild ist, sondern ein Portal zu etwas Größerem. Was mich besonders fasziniert, ist, wie Murakami das Malen als Akt der Erkenntnis beschreibt. Der Erzähler verändert sich durch das Malen, er entdeckt neue Wahrheiten – nicht nur über die Menschen, die er porträtiert, sondern auch über sich selbst. Ich bin begeistert von der Atmosphäre, der Tiefe und der kunstvollen Erzählweise. Dennoch gebe ich vier von fünf Sternen, da ich weiß, dass Murakami mich in anderen Büchern noch stärker mitreißen konnte. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Geschichte erst mit Band zwei ihre volle Wirkung entfaltet – zum Glück habe ich ihn schon bereitliegen und kann sofort weiterlesen!

4

Bei Lieblingsautoren ist das ja immer so eine Sache. Nachdem ich schon einige Reviews gelesen habe, hielt ich meine Erwartungen eher tief, um nicht enttäuscht zu werden. Murakami hat mich mit diesem Buch aber keineswegs enttäuscht. Wieder sah ich jede Szene genau vor mir, fand eigenartiges wie der Commendatore gar nicht unrealisitisch, und konnte es kaum beiseite legen. Es hat nicht so eine Wucht wie meine Lieblinge IQ84 oder Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt, aber es beschert einem trotzdem schöne Lesestunden. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

5

Ein Buch das einen förmlich an einen anderen Ort zieht. Der Schreibstil von Murakami ist vielleicht eine Geschmacksache. Jedoch ist er einzigartig.

5

Nach seiner Biographie war dies mein erster Roman von Haruki Murakami. Er als Person, als Schriftsteller interessiert und fasziniert mich schon sehr lange und mit diesem Buch hat er mich in den Bann gezogen von Seite eins. Murakami entwickelt sich sehr schleichend aber unglaublich rasant zu meinem Lieblingsautor. Seine Person, sein bildhafter Schreibstil, seine einzigartige Geschichte und diese Ideen sind einfach nur fesselnd und mitreißend. Ich kann nicht anders als zu schwärmen. Ich weiß von seinen Fans, dass die Erwartungshaltung bei seinen Büchern immer recht hoch ist, weswegen ich auch sehr voreingenommen war. Ich habe viel erwartet und letztendlich mehr bekommen. Sein Stil ist einzigartig, anders lässt es sich nicht beschreiben. Ganz großes Lob geht vor allem an die Übersetzerin Ursula Gräfe, die, wie ich finde, seine Werke auch in Deutschland aufleben lässt.  Seine Worte berühren tief im Inneren, lassen den Leser aus dem Alltag flüchten und bieten Alterität. Genau das ist die Aufgabe von Literatur. Murakamis Roman ist für mich ein Inbegriff von gelungener Literatur. Die Ermordung des Commendatore war für mich ein guter Einstieg in die Welt Murakamis und kann ich auch jeden anderen Unerfahrenen empfehlen, ganz besonders, wenn dieser sich für Kunst interessiert. Denn in diesem Roman geht es um einen namenlosen Maler, der seine Fähigkeit aufgrund eines privaten Problem aufs Eis gelegt hat und erst durch einen ganz besonderen Menschen diese wieder aufleben ließ. Natürlich endet der erste Band mit einem spannenden und offenen Ende, weswegen ich ganz bald mit dem zweiten Band starten möchte. Besonders gegen Ende bekommt die Einzigartigkeit von Murakami zum ersten Mal Ausdruck, denn er verwendet fantastische Merkmale - fantasievoll, übernatürlich und bemerkenswert, definitiv nicht für jeden etwas. Obwohl es unrealistisch ist, hat es dennoch etwas stilistisch und sprachlich Anerkanntes. Selten habe ich stilistisch etwas besseres gelesen. Murakami verbindet Wörter, eröffnet dem Leser ein neues Denken, eine neue Welt. Für mich ein wahres Meisterwerk!

Lesevergnügen! Ein tolles Werk...fünf Sterne für Beide Bände. Es war mein erster Murakami, aber bestimmt nicht mein letzter. Realität und Phantasik sind miteinander eng verwoben. Ich bin schwer begeistert. Das Buch überzeugt auch, wie schon der erste Teil, durch eine besondere Stimmung . Ein Ausflug in die Zwischenwelt. Traumhaft!

3.5

Ein Buch außerhalb meiner Komfortzone

Ich kann auch nach 24h nicht sagen, was ich von diesem 2. Teil des Buches halten soll. Einerseits mag ich diesen ruhig, detaillierten und fast einsamen Schreibstil bzw. Protagonisten, der so scharf beobachtet. Das Abdriften in eine andere Dimension ist allerdings nicht mein Ding, was bei mir dazu führt, dass ich mich von der Geschichte distanziere. Ich hätte das nicht gebraucht!

1

Murakamis Frauenbild…

…zerstört mir leider mittlerweile meine Lesefreude. Dieses Buch war hiermit leider das letzte für mich von Murakami. Ich liebe seine surrealen Geschichten – jedoch komme ich gar nicht mehr drauf klar, wie oberflächlich er Frauen in seinen Romanen behandelt – und zwar in jeden einzelnen, den ich bereits gelesen habe. Nachdem in diesem Buch (zusätzlich zu dem generellen schon etwas weirden Frauenbild) in den letzten 100 Seiten gefühlt nur über die Oberweite eines 13-jährigen Mädchens gesprochen wird, hat er sich nun endgültig ins Aus geschossen. Unglaublich schade, weil sein Stil unverwechselbar gut ist, aber das macht es leider kaputt für mich.

4

Fesselnde Geschichte, gut geschrieben

5

Diese Dilogie von Haruki Murakami, gehört zu meinen absoluten Lieblingen und erinnert mich wieder daran, warum ich lesen so liebe. Ich liebe es wie Murakami die Spannung aufbaut, die Linie hält und mit poetischen Sätzen wichtige Handlungen unterstreicht. Es wird zwischenzeitlich sehr skurril und hinterlässt damit Murakamis typischen Fingerabdruck. Bekannte Themen, die er auch gerne in seinen anderen Werke verwendet wie z.B Träume, Kunst oder Musik kommen hier wieder vor. Der neue mystische und magische Aspekt, hat mich sehr fasziniert. Die Charaktere sind sehr rätselhaft, sprechen oft in Metaphern und gehören mit ihren signifikanten Merkmalen in dieses wunderbare Setting. Die Atmosphäre hat mich sehr an den Frühling erinnert, da wir uns hier auch größtenteils in einem Gartenteil des Hauses , welches sich in einer Bergregion befindet. Das Ende kommt ziemlich schnell und klärt noch auf den letzten Seiten die offengeblieben Fragen. Die Auflösung war mir leider zu flach und die Magie ist da völlig abhanden gekommen. Bevorzugterweise wäre mir dann doch ein offenes Ende lieber gewesen, so hätte ich mir meinen Teil denken können, wie auch in seinen anderen Werken. Die Realität und die Fantasie waren für mich perfekt ausgewogen. Die Charaktere haben für mich sehr gut harmoniert und die Handlung war so originell, dass ich die Ideenfindung von Murakami einfach nur bewundere. Trotz des unbefriedigenden Endes, ist das ein absolutes Highlight für mich. 5/5

Post image
3.5

Nachdem ich vor einigen Tagen den 1. Teil beendet hatte, verbrachte ich jetzt einige Lesestunden mit Band 2. Wieder eine interessante Mischung aus Erklärbarem und Surrealem, ebenso wieder Spannung, die zum Weiterlesen anregt. Es hat mir aber leider um einiges weniger gut gefallen als der erste Teil. Einerseits liegts daran, dass so vieles, auf dessen Aufklärung ich mich gefreut habe, offen bleibt. Andererseits ist mir die ständige Erwähnung von Automarke und Typ jedes Gefährts, mit dem sich jemand bewegt hat, auf die Nerven gegangen. Und manche Beschreibungen (vor allem der Tante) fand ich sehr plump und unnötig. Alles in allem aber lesenswert - übrigens auch für Menschen, die eigentlich Surreales nicht so gerne lesen, weil doch immer ein wenig der Gedanke bleibt, dass es das ja doch geben könnte.

Nachdem mich der erste Band von Die Ermordung des Commendatore bereits in seinen Bann gezogen hat, war ich gespannt, wie Haruki Murakami die Geschichte weiterführt. Und tatsächlich gelingt ihm wieder diese besondere Mischung aus Realität und Surrealem, die seine Werke so einzigartig macht. Besonders beeindruckt hat mich dieses Mal der Abstieg des Erzählers in die Unterwelt – eine Reise, die fast traumartig wirkt und dennoch eine innere Logik besitzt. Es ist ein Abstecher in eine andere Realität, der mich fasziniert hat, auch wenn er stellenweise so surreal erscheint, dass man ihn kaum greifen kann. Die mysteriöse Grube, die im ersten Band eingeführt wurde, spielt auch hier eine zentrale Rolle. Sie ist mehr als nur ein physischer Ort – sie ist ein Übergang, ein Portal zu einer anderen Ebene des Seins. Der Erzähler wagt es, tiefer in dieses Mysterium einzutauchen, und mit ihm als Leser folgt man gespannt diesem Pfad ins Unbekannte. Gerade in diesem Teil zeigt sich Murakamis Fähigkeit, eine Atmosphäre zu erschaffen, die zwischen Traum und Wirklichkeit schwebt. Auch die Charaktere entwickeln sich weiter. Menshiki bleibt eine rätselhafte Figur, aber seine Motive werden klarer. Besonders die Frage nach der Vergangenheit von Tomohiko Amada, dem eigentlichen Maler des titelgebenden Bildes, bleibt ein Schlüsselmoment der Erzählung. Seine Zeit in Europa, seine Verbindung zu antifaschistischen Kreisen und die Rolle der Nazis – all das bildet einen historischen Hintergrund, der die Geschichte tiefer macht. Und doch bleibt gerade dieser Teil für mich nicht vollständig aufgelöst. Warum malte Amada dieses Bild wirklich? Wollte er ein persönliches Trauma verarbeiten? Oder war es eine Art codierte Botschaft, eine versteckte Abrechnung mit seiner Vergangenheit? Murakami gibt uns Hinweise, aber keine eindeutigen Antworten. Vielleicht ist es genau das, was er uns Leser fragen lässt: Wie viel aus der Vergangenheit bleibt in der Kunst verborgen? Das Ende des Romans hat mir gut gefallen – es rundet die Geschichte ab, lässt aber gleichzeitig Raum für Interpretation. Die Frage, wer wirklich Muros Vater ist, bleibt offen. Gehört sie zu Protagonisten ? Murakami gibt keine endgültige Antwort, sondern überlässt es dem Leser, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Alles in allem bleibt meine Begeisterung für Murakamis Erzählweise groß. Er schafft es, Kunst, Geschichte und eine fast mythische Ebene miteinander zu verknüpfen. Dennoch bleibe ich auch nach Band zwei bei vier von fünf Sternen. Das Buch ist ohne Zweifel stark, doch ich weiß, dass Murakami mich in anderen Werken noch tiefer berühren konnte. Aber vielleicht ist genau das sein Markenzeichen: Er lässt uns immer mit einer Spur von Unvollständigkeit zurück – als würde irgendwo in einer verborgenen Grube noch eine weitere Geschichte darauf warten, erzählt zu werden.

4

Richtig gut!

In wenigen Tagen bin ich durch diese Geschichte geschlittert, die sich zwar (bis auf einen kurzen Exkurs zu Beginn) fast ausschließlich in einem Haus und auf dem dazugehörigen Grundstück abspielt, aber dafür umso öfter zwischen Realistischem und Surrealem wechselt. Der namenlose Künstler - im Berufs- wie im Privatleben unaufgeregt solide - wird aus der Bahn geworfen. Und was ihn wieder ein wenig in die Bahn zu bringen scheint, ist nicht gut greifbar und suspekt. Selten ists mir bei einem Buch so gegangen wie früher bei typischen Spionagethrillern, dass ich bis zuletzt nicht sicher war, ob eine Person eigentlich gut oder böse ist. Und dass mir total schräge Erscheinungen, Unerklärliches und (für Murakami sehr typische) Sexszenen nicht zu viel werden, ist der spannenden, aufregenden, mitreißenden Geschichte in gewohnt schöner Sprache geschuldet. Bei Lesebeginn dachte ich, dass die beiden Teile in sich abgeschlossene Geschichten sind. Aber diese hier hört eigentlich mitten in der Erzählung auf, der zweite Teil wird also nicht lange auf meine ungeteilte Aufmerksamkeit warten müssen. Mir hat es sehr gut gefallen!

4

3,7 Sterne. Wie immer bei Murakami, ist es seine Art, Geschichten zu erzählen, die mich immer wieder fasziniert. Nach einiger Anlaufzeit nahm das Buch richtig Fahrt auf. Wie es sich für einen ersten Teil gehört, habe ich jetzt noch eine Menge offener Fragen und will wissen, wie es weiter geht. Der zweite Teil soll aber gar nicht so gut sein. Was tun...?

4

Ein sehr leises und intensives Buch.

Das Buch ist kein mainstream. Entweder wird das Buch geliebt oder gelangweilt zur Seite gelegt. Ich bin ein Fan.

5

Mein erstes Buch von Murakami! Und ich bin so begeistert! Ein absolut schöner Schreibstil.

3

Man weiß nie genau, was einen erwartet, wenn man einen neuen Murakami anfängt. Aber man weiß, man muss auf alles gefasst sein. Leider war ich von diesem Doppelband enttäuscht. Ich denke, dass in der deutschen Übersetzung einiges seiner sonstigen Lebhaftigkeit und Poesie verloren gegangen ist (teilweise gab es auch Fehler in wiederholten Sequenzen).

3

Ich glaube ich kann das Buch erst bewerten, sobald ich den zweiten Teil gelesen habe ... bin direkt nach dem Ende noch sehr unschlüssig, was ich davon halten soll.

3

3.5 stars - getting better towards the end (oft this 1st part), but sometimes felt so similar to the Wind-up Bird Chronicle in points/themes that I'm not sure what to think..

4

Mein Kritikpunkt am ersten Buch (dass es zu lange dauert um wirklich mit der Geschichte zu starten) fällt hier komplett weg, da das Buch direkt am Ende des ersten Teils ansetzt. Die Geschichte macht Spaß. Mysteriös, unterhaltsam und spannend. Das Ende jedoch hat mich etwas enttäuscht. Es kam mir ein wenig so vor, als ob der Autor für die seltsamen Vorgänge selbst keine bessere Auflösung gewusst hätte, was das ganze irgendwie überflüssig gemacht hat. Aber trotzdem hatte ich viel SPaß beim lesen.

4

Ich liebe die Art wie Murakami schreibt. Es fließt vom Papier quasi in meinen Kopf. Ich bewundere diese Art wirklich sehr und wünschte, wenn ich schriebe, schriebe ich so. Die Geschichte an sich ist interessant und die Charaktere beschäftigen mich. Den Verlauf würde ich nicht klassisch spannend beschreiben aber es hat mich genug gepackt um weiter und weiter zu lesen. Ich kann es nicht erklären aber diese Art von Geschichte ist für mich Literatur, hierüber könnte ich schwafeln (nicht dispektierlich gemeint, ich hab nur vermutlich keine Ahnung von Literatur und muss daher schwafeln) und philosophieren bis zum Umfallen. Das Ende war so düster. Ich bin gespannt wie es weitergeht und ob Band 2 mich ebenso einfängt und ich in diesen Fluss eintauche und mitgezogen werde.

5

Nach seiner Biographie war dies mein erster Roman von Haruki Murakami. Er als Person, als Schriftsteller interessiert und fasziniert mich schon sehr lange und mit diesem Buch hat er mich in den Bann gezogen von Seite eins. Murakami entwickelt sich sehr schleichend aber unglaublich rasant zu meinem Lieblingsautor. Seine Person, sein bildhafter Schreibstil, seine einzigartige Geschichte und diese Ideen sind einfach nur fesselnd und mitreißend. Ich kann nicht anders als zu schwärmen. Ich weiß von seinen Fans, dass die Erwartungshaltung bei seinen Büchern immer recht hoch ist, weswegen ich auch sehr voreingenommen war. Ich habe viel erwartet und letztendlich mehr bekommen. Sein Stil ist einzigartig, anders lässt es sich nicht beschreiben. Ganz großes Lob geht vor allem an die Übersetzerin Ursula Gräfe, die, wie ich finde, seine Werke auch in Deutschland aufleben lässt.  Seine Worte berühren tief im Inneren, lassen den Leser aus dem Alltag flüchten und bieten Alterität. Genau das ist die Aufgabe von Literatur. Murakamis Roman ist für mich ein Inbegriff von gelungener Literatur. Die Ermordung des Commendatore war für mich ein guter Einstieg in die Welt Murakamis und kann ich auch jeden anderen Unerfahrenen empfehlen, ganz besonders, wenn dieser sich für Kunst interessiert. Denn in diesem Roman geht es um einen namenlosen Maler, der seine Fähigkeit aufgrund eines privaten Problem aufs Eis gelegt hat und erst durch einen ganz besonderen Menschen diese wieder aufleben ließ. Natürlich endet der erste Band mit einem spannenden und offenen Ende, weswegen ich ganz bald mit dem zweiten Band starten möchte. Besonders gegen Ende bekommt die Einzigartigkeit von Murakami zum ersten Mal Ausdruck, denn er verwendet fantastische Merkmale - fantasievoll, übernatürlich und bemerkenswert, definitiv nicht für jeden etwas. Obwohl es unrealistisch ist, hat es dennoch etwas stilistisch und sprachlich Anerkanntes. Selten habe ich stilistisch etwas besseres gelesen. Murakami verbindet Wörter, eröffnet dem Leser ein neues Denken, eine neue Welt. Für mich ein wahres Meisterwerk!

3

Haruki Murakami ist einfache einer meiner all-time-favorites. Die Aufmachung der Hardcover-Version ist ein echter Hingucker. Von Inhalt war ich jedoch zuerst enttäuscht. Ich bin es gewohnt, dass Murakamis Geschichten mich fesseln und in den Bann ziehen, hier jedoch habe ich die ersten Tage immer nur ein paar Seiten gelesen. Die Geschichte hat lange gebraucht, um in Gang zu kommen, dann hat sich mich jedoch gepackt (daher die 3,5 Sterne und nicht 4). Die Entwicklung der Geschichte ist gut, die Charaktere sind schön ausgearbeitet und man erfährt Stück für Stück mehr über sie, was hilft sie zu verstehen. Es wird oft darauf angespielt, dass etwas großes passieren wird und sich die Sache zum Schlechten entwickelt, bisher läuft aber alles ganz harmlos, von daher bin ich gespannt auf den großen Knall im zweiten Teil.

3.5

Wieder sehr gut geschrieben, tolle Figuren - allerdings ist die Charakterentwicklung der Figur etwas enttäuschend. Nach der Reise, die in Band 1 begonnen wurde, habe ich mir für das Ende von Band 2 etwas anderes vorgestellt.

3

Es war gut als Hörbuch. Irgendwie habe ich ein ganz anderes Ende erwartet. Manches war konfus, aber ich glaube, dass ist der Stil von Murakami.

5

The first book I read by Murakami. Took me about 50 pages to get into his writing-style, and then I was hooked. A very interesting story with a bit of a spooky element, and the mythical/spiritual elements I love about japanese authors. Can't wait to dive into the second part!

3

Früher gehörte Murakami zu meinen Lieblingsautoren. Ich weiss noch, wie mich der Mann mit dem Schafskopf faszinierte, wie ich Hardboiled Wonderland verschlang und mich von Afterdark verzaubern liess. Aber je mehr ich von ihm las, desto öder schienen mir die Bücher zu werden. Weder Naokos Lächeln, noch Die Wilde Schafsjagd, noch Gefährliche Geliebte konnten mir mehr als ein müdes Nicken entringen. Deshalb legte ich den Autoren, wenn auch sehr traurig, auf Eis. Nun dachte ich, könnte ich es doch wieder einmal versuchen. Immerhin sind einige Jahre vergangen, ich bin älter geworden, Murakami hat neue Bücher geschrieben (die auf Deutsch in komischen Teilungen erscheinen). Schweren Herzens muss ich jedoch gestehen, dass es auch dieses Mal nicht über ein "ist ganz in Ordnung" hinausreicht. Es hat ein paar interessante Szenen in diesem Buch, aber grundsätzlich hat mich die Handlung in keinster Weise interessiert. Ein Schulterzucken ist alles, was ich für einen früheren Lieblingsautoren noch übrig habe. Schade. Der Abschied tut erneut weh, denn dieses Mal könnte es ein noch längerer werden als zuvor. Denn ich habe es erneut versucht und erneut konnte mich der Autor nicht berühren, ergreifen oder meine Neugierde wecken. Deshalb werde ich Murakami nun wohl einfach Murakami sein lassen...

4

I'm so glad that after the disappointment that was [b:Colorless Tsukuru Tazaki and His Years of Pilgrimage|19288239|Colorless Tsukuru Tazaki and His Years of Pilgrimage|Haruki Murakami|https://images.gr-assets.com/books/1409000450s/19288239.jpg|24593525] Murakami seems to be back to being the genius of magical realism that he's always been! This is no [b:Kafka on the Shore|4929|Kafka on the Shore|Haruki Murakami|https://images.gr-assets.com/books/1429638085s/4929.jpg|6191072] or [b:1Q84|10357575|1Q84|Haruki Murakami|https://images.gr-assets.com/books/1483103331s/10357575.jpg|18160093] but it's closer to those masterpieces than his last book. I'm really looking forward to part two (will be published in Germany in April!) and I'm holding back one star because I think greatness is going to happen in that next book.

4

Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen und das Buch endet irgendwo mitten drin. Man hat aber ohnehin noch keine richtige "Idee" (haha), wohin alles führt. Das ist typisch für Murakami und ich möchte meine Hand auch nicht dafür ins Feuer legen, dass man es am Ende weiß. Ich habe viel von ihm gelesen und fast alles gemocht - Trotzdem ist wenig von ihm hängen geblieben und nicht immer gab es einen auflösenden Aha-Effekt. Aber man ist deshalb selten böse oder enttäuscht... ICH MAG ABER DEN PLÄTSCHERNDEN SCHREIBSTIL. Ich mag es wirklich seinen Protagonisten zu folgen und ihnen bei den alltäglichsten Dingen "zuzusehen". Ich mag, dass immer auch ein wenig Magie und Übernatürliches dabei mitschwingt, ohne dass man deshalb aufgeregt oder gar hysterisch werden müsste. Alles fließt gemächlich und ich man fühlt sich gleichmäßig wohl - ob etwas passiert, oder ob nichts passiert spielt dabei kaum eine Rolle. David Nathan liest es mir vor - vielleicht spielt das auch eine Rolle. Er ist meine Murakami Stimme, die perfekt passt. Unaufgeregt, angenehm, nie langweilig. Ich weiß gar nicht wie das funktioniert - aber es funktioniert.

3

Er hat einfach einen sehr interessanten Schreibstil. :D Ich glaube deshalb funktioniert es bei mir auch nur als Hörbuch.

4

Literally no idea what to rate this one? Something between 3 and 4 stars I think. Let's follow this cringe man and his fail divorce into a story of.. uh, what exactly? This is one of those books where nothing really happens the entire time but you still read through all 500 pages. All the talk about the main characters sister was really weird though, same with all the other female characters. Like, what's with all the sexual talk? Chill out. Relax and paint your paintings dude. I think I would have said 4 stars if it weren't for that. ALSO Menshiki is really fucken weird too like? Not a rational thought in that man's brain. Not a single one! Creepy actions throughout.

4

Der zweigeteilte Roman "Die Ermordung des Commendatore" - ist ein typischer, klassischer Murakami. Die Geschichte um den Portraitmaler, der nach der plötzlichen Trennung von seiner Frau und einem Roadtrip im verlassen Haus eines früheren Malers einzieht und sich dort mystischen oder übernatürlichen Begegnungen stellen muss. Die Sprache Murakamis ist und bleibt wunderbar und eine wahre Lesefreude. Ich persönlich mag mehr die realistischen als die phantastischen Murakami -Romane, weshalb ich hier nicht volle Punktzahl geben kann. Außerdem fand ich die fixierung auf die Oberweite eines dreizehnjährigen Mädchens am Ende des Buches etwas befremdlich.

5

As good as the first part. A very interesting story with lovely strange characters. I constantly found myself trying to understand and connect the dots between the strange events happening in this story. There are some very exciting passages, that had me on the edge of my seat. I will definetely read more from him.

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