Mister Aufziehvogel
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Description
Book Information
Author Description
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich kann gar nicht wirklich sagen, was ich hier 1000 Seiten lang gelesen habe, ich kann nicht mal sagen, ob es mir richtig Spaß gemacht hat. Aber es ist einfach gut! Murakami ist ein so großartiger Erzähler, dass man nur so durch die Seiten fliegt und gefesselt ist. Aber man muss japanische Literatur schon mögen, sonst wirds vermutlich zäh.
Haruki Murakamis „Mister Aufziehvogel“ ist ein literarisches Meisterwerk, das sich mit einer unglaublichen Wucht entfaltet. Das Buch ist ein Pageturner, den ich in weniger als einer Woche verschlungen habe, und es hat sich zu meinem liebsten Murakami, vielleicht sogar zu meinem absoluten Lieblingsbuch entwickelt. Die Geschichte ist eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Erzählebenen: eine Liebesgeschichte, ein mystisches Abenteuer mit Parallelwelten und eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – insbesondere dem Krieg zwischen China und Japan in der Mongolei. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen, ohne Frage. Die Handlung beginnt scheinbar banal: Toru Okada, ein arbeitsloser Mann in seinen Dreißigern, lebt mit seiner Frau Kumiko in Tokio. Ihr gemeinsames Leben gerät aus dem Gleichgewicht, als erst die geliebte Katze verschwindet und dann auch Kumiko selbst. Auf der Suche nach seiner Frau stößt Toru auf rätselhafte Charaktere, die ihn in eine surreale Welt führen, in der Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein verschwimmen. Hier begegnet er unter anderem den Schwestern Malta und Kreta Kano, die hellseherische Fähigkeiten haben, der rätselhaften May Kasahara, die eine düstere Faszination für den Tod entwickelt, sowie der geheimnisvollen Muskat, die ihm Zugang zu einer verborgenen Dimension verschafft. Parallel dazu zieht sich die düstere Geschichte des Krieges durch das Buch, insbesondere die Erlebnisse des Leutnants Mamiya, der in der Mandschurei und später in Sibirien als Gefangener grausame Kriegsgräuel erlebt. Murakami spielt meisterhaft mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen. Es gibt die reale Welt Torus, in der er versucht, das Rätsel um Kumiko zu lösen. Doch immer wieder bricht eine zweite, surreale Ebene in diese Realität ein – eine Welt der Träume, der Metaphern und des Unbewussten. Besonders eindrucksvoll ist der Brunnen, in den sich Toru zurückzieht: ein Ort der Isolation und Selbstfindung, der als eine Art Portal zwischen den Welten dient. Diese Parallelwelten reflektieren Torus innere Entwicklung – eine Reise tief in sein eigenes Ich, die ihn schließlich zur Wahrheit über sich selbst und seine Beziehung zu Kumiko führt. „Mister Aufziehvogel“ ist nicht nur eine mysteriöse Geschichte, sondern auch eine tiefgehende Reflexion über Verlust, Identität und das menschliche Bewusstsein. Murakami zeigt uns, dass wir alle unsere eigenen verborgenen Welten haben – Erinnerungen, Traumata und Sehnsüchte, die unser Handeln beeinflussen. Torus Suche nach Kumiko ist zugleich eine Suche nach sich selbst. Murakami fordert uns auf, uns unseren eigenen Schatten zu stellen, uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen und unsere innersten Ängste zu überwinden. Der Tod ist in „Mister Aufziehvogel“ allgegenwärtig, sowohl in Form von realem Sterben als auch als Metapher für Veränderung und Neuanfang. May Kasahara, die junge Nachbarin, philosophiert immer wieder über den Tod und die Frage, warum Menschen sich ihm freiwillig aussetzen oder warum sie weiterleben. Gleichzeitig zieht sich das Thema des Krieges durch das Buch – als eine reale, grausame Vergangenheit, die sich in die Gegenwart hineinzieht. Die Geschichte des Krieges, insbesondere die brutalen Erlebnisse von Leutnant Mamiya, zeigt, wie Gewalt und Grausamkeit das Leben für immer verändern können. Murakami erinnert uns daran, dass persönliche Traumata oft tief mit den Wunden der Geschichte verbunden sind. „Mister Aufziehvogel“ ist ein gewaltiges, hypnotisierendes Buch, das den Leser tief in die Kunst Murakamis hineinzieht. Die Mischung aus Realität, Traum und historischer Reflexion macht es zu einer einzigartigen literarischen Erfahrung. Die düstere Atmosphäre, die rätselhaften Charaktere und die tiefgründigen Themen machen das Buch zu einem Meisterwerk. Ich werde mir auf jeden Fall die Neuübersetzung von Ursula Gräfe besorgen – und wahrscheinlich noch einmal mit derselben Faszination in Torus Welt eintauchen.
Dieses Buch hat alles. Alles, was Leben auf dieser Welt ist. Liebe, Verstrickungen von Menschen, die man sich nicht ausdenken kann - sowohl positiv als auch negativ. Krieg, Macht, Grausamkeiten des Lebens; aber auch Menschen die faszinieren und ihr Leben so gestalten ... naja... so wie sich das Leben eben gestalten lässt. Mein zweites Buch von Haruki Murakami lässt mich wieder mit Grundfragen des Lebens zurück und hat mir trotzdem wieder so viel Perspektivisches gezeigt, dass das Leben und seine Geschichten für mich spannend sind und unvorhersehbar bleiben können, ohne dass ich aufgeben will 🩷
Zuerst kündigt der 30-jährige Toru Okada seinen Job. Dann hört er im Garten den Laut des „Aufziehvogels“. Und wenig später ist seine Frau verschwunden. Von da an widerfahren ihm die kuriosesten Dinge. Er bekommt mysteriöse Anrufe, Besuche, Jobs, Träume und letztlich Ideen. Toru harrt der Dinge, Toru hört zu, Toru bleibt ganz bei sich und wartet… Worauf? Wie üblich nimmt Murakami einen an die Hand. Fast schon meditativ, aber gebannt, folgt man Toru Okada durch sein erstmal schnöden Alltag. Nach und nach gibt Murakami unerhörte Zutaten dazu, die einen aber in der lesenden Meditation nicht aus der Fassung geraten lassen. Die Welt Torus verwebt sich, wie man das von Murakami kennt, mit Traum, Fantasie und Nachleben von Vergangenheit. Hier überschreitet Murakami immer wieder Grenzen der Brutalität, der Wissenschaft und der Explizitheit. Doch wer Murakamis Meditation folgen kann, nimmt dies alles hin, hin und wieder deutend, hin und wieder kopfschüttelnd, doch immer auch bewundernd… „Mister Aufziehvogel“ ist ein Ritt, für den man gewappnet sein muss. Man muss Zeit und Muße mitbringen. Man muss die Bereitschaft mitbringen, einem Text zu keinem Zeitpunkt gewachsen zu sein, und genau das trotzdem auch zu genießen. Murakami ist zweifelsohne ein einzigartiger Meister seines Fachs. Und dennoch ist der Aufziehvogel nicht mein liebster Murakami, weil er mir teilweise echt zu durch ist. Wie sagte mein Kumpel so schön: ,,Der MUSS doch auf Pilzen oder so sein.“ Der Text war riesig und trotzdem dabei so fragmentarisch. Als würde man 3 1000er Puzzle gleichzeitig legen und keines wird fertig. Am Ende merkt man, dass einige Teil wohl noch zu einem 4. oder 5. Puzzle gehören müssten. Ich werds irgendwann nochmal lesen/legen müssen. Masterpiece! 🧩
Hin und her, drunter, drüber, Brunnen und Hinmel
Wie ich jetzt die Erfahrung mit Murakamibüchern gemacht hab, sind sie zum einen Teil verworren und zum anderen sehr alltäglich. Diese Mischung ist wirklich einmal in meiner sehr sehr kurzen Lesekarriere und deshalb bin ich so daran gefesselt. In diesem Buch hab ich wenig Durststrecken gehabt und bin fast durchgehend kleben geblieben. Da die Geschichte mehrere Erzählstränge hat, ist es manchmal schwer sich wieder neu auf ein neues Kapitel einzustellen, aber jedes wird mit einer wehmütigen Handbewegung weitergeblettert. Am Ende stand dann die Zusammenführung (fast) aller Fäden. Die immer wieder erscheinende Brutalität und spicy Details gehen mir gut rein, das alltägliche Gewäsch wie etwas aussieht oder richt oder anfühlt macht es nahbar und die japanische Szenerie lässt es exotisch wirken. Und an der Stelle grüß ich noch meine Freundin Romina die mir das Buch aus Schwäbisch Hall von ihrem Schwager Tobi mitgebracht hat.
Wunderbares, komplexes, spannendes, informatives und oft absurdes Buch. Ich würde es jedem empfehlen der es gerne richtig tiefgründig mag und sich nicht von abstrakter Erzählung abschrecken lässt.
Ich lese gerne Bücher von Haruki Murakami, aber bisher mochte ich keines so wie dieses. Es regt zum Nachdenken an und erzählt die oft düsteren Lebensgeschichten von unterschiedlichen Menschen. Sie alle verbindet der Hauptcharakter. Dieser wandelt, scheinbar passiv und anderen zuhörend, durch sein Leben, auf der Suche nach seiner verlorenen Frau. Das Buch ist nichts für schwache Nerven.
Murakami in seinem Element
In diesem Buch gibt es nichts, was es nicht gibt. Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, magische Orte und wunderbare Einzelgeschichten, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Angefangen mit einer verschwundenen Katze und aufgehört mit der Suche nach sich selbst. So etwas kann nur Murakami umsetzen. Wir erleben hier einen Durchschnittsmann, der ein anfänglich solides Leben lebt, was völlig aus dem Fugen gerät und auch wenn er in dem Buch auf der Suche nach seiner Frau ist, die sich von ihm getrennt hat, die ihn betrogen hat. Auf Höchst schändliche Art und Weise ist dieses Buch von philosophischer Natur und mehr ein Blick in die Tiefen des menschlichen Charakters und auch dahin, wie weit ein Mensch bereit ist, zu gehen und was er im Stande ist auszuhalten für eine Person, die er liebt. Lange Zeit war, Mister Aufziehvogel, sogar mein Lieblingsbuch und das zurecht.
Schwierig
Als sehr großer Murakami Fan kann ich nicht behaupten, das mir das Buch gefallen hat. Ich hab mich häufig gefragt worum geht es jetzt hier eigentlich? Ich war häufig gelangweilt und die Nebenfiguren hatten auch nicht richtig die Tiefe. Ich mag es ja mir Fragen zum Inhalt zu stellen aber hier wurden es irgendwann einfach zu viele. Ich bin froh das Buch abgeschlossen zu haben. Man kann sagen ich bin enttäuscht. Der Anfang (die ersten 300 Seiten) haben mir sehr gefallen. Der Rest hat mich verwirrt.
Auch wenn ich das "große Ganze" nicht gänzlich durchschauen konnte, haben mich die einzelnen Handlungsstränge sowie die vorgestellten Viten der teilweise bizarr gezeichneten Figuren absolut fesseln und oft ins Staunen versetzen können. Natürlich verzichtet Murakami auch hier nicht auf eine begleitende erotische Ebene, mit teilweise verstörenden Bildern, aber bei knapp 29 Stunden Hörzeit, grandios durch David Nathan vertont, fällt diese insgesamt nicht zu sehr ins Gewicht.
Ich bin sehr verwirrt.
Ein Freund hat mir das Buch empfohlen, es hätte sein Leben verändert und es wäre das beste Werk von Murakami. Ich habe schon andere Bücher von japanischen Autoren gelesen daher ist mir dieser typische „magische Realismus“ nicht fremd. Ich habe mich also daran gewagt, habe aber wirklich sehr lange für das Buch gebraucht. Inhaltlich runter gebrochen, geht es eigentlich um Toru Okada, der von seiner Frau verlassen wird und dessen Leben daraufhin komplett aus den Fugen gerät. Zwischenzeitlich war das Buch wirklich spannend, und die Seiten flogen nur so dahin. Zwischendurch hat die Geschichte sich aber so gezogen und es war mir nicht ersichtlich, warum manche Passagen überhaupt erwähnt wurden. Ich hatte darauf spekuliert, dass zum Ende hin eine Art Auflösung stattfindet, aber das Ende hat mich nur noch verwirrter zurückgelassen. Im Gespräch mit meinem Freund stellten wir dann beide schnell fest, dass wir das Buch komplett unterschiedlich verstanden haben. Vielleicht macht aber auch genau das einen guten Murakami aus. Ich denke, ich werde einer seiner anderen Kurzgeschichten noch eine Chance geben, da ich jetzt öfter gelesen habe, dass man mit diesem Band nicht unbedingt anfangen sollte. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis und das seltsamste Buch, was ich jemals gelesen habe.
Einfach anders - verwirrend, langatmig und dann trotzdem in einigen Momenten wunderschön unterhaltsam.
Der Aufziehvogel zieht die Welt auf und alles ist vorherbestimmt und absehbar - oder etwa doch nicht? Die Hauptfigur irrt wie eins der Jüngling aus das Marmorbild ohne richtiges Ziel durch das Buch, sagt sich von seinen sozialen Bindungen los (bzw. er wird losgesagt), prostituiert sich auf absurdes Art und findet durch meditatives Hinabsteigen in einen Brunnen zu sich selbst? So richtig weiß man es nicht, muss und soll man wahrscheinlich auch gar nicht. Man lässt sich von dem Buch treiben und fängt an über vieles nachzudenken. Ob man will oder nicht. Ein richtiger Sog entsteht dabei aber nicht, man muss das Buch schon wollen.
Es ist mir noch nie so schwer gefallen, wie bei diesem Buch eine Meinung zu verfassen . Die Chroniken des Aufziehvogels enthalten sehr viele Aspekte der inneren Zerrissenheit und dem Kampf mit den eigenen Dämonen. Es geht um Selbstfindung und Kritischer Auseinandersetzung mit gewissen Taten und tief verborgener Boshaftigkeit. Was hält die Welt zusammen? All die Themen und noch viel mehr, werden durch das aufeinandertreffen von Toru Okada mr. aufziehvogel und bizarren Begegnungen mit diversen Personen bearbeitet. Es findet sehr vieles auf einer Metaebene statt. Darauf muss man sich eindeutig einlassen können . Ich habe bis kurz vor Schluss nicht geblickt warum er in epischer breite diverse Handlungsstränge eingebracht hat. Für mich waren 80% ein großes Rätsel, das sich mir erst zum Schluss entschlüsselt hat. Aber auch nicht vollständig- es gab so viele völlig schräge und absurde Begebenheiten , die ich nach wie vor nicht 100% einordnen kann. Ein Buch mit viel Stoff zum nachsinnen, dem eine ausführliche Interpretation gebührt. Mir war es insgesamt zu abgedreht und übersinnlich, weshalb ich einen Stern Abzug gebe.
Last week, I was on a date and...typically me...I started yapping about the book I’m currently reading: "You know, there is this guy just cooking spaghetti, and his cat runs away. Then he gets a strange sexual phone call, and suddenly there are two psychic sisters named Malta and Creta. Oh, and there is this morbid teenage neighbor he has very weird vibes with. And then he ends up sitting at the bottom of a dry well for days. While he's down there, a mysterious blue stain appears on his face. Somehow all of this is connected to a gruesome war story in 1930s Manchuria. And honestly, I'm not even sure if I understood it... but it's really, really great." [b:The Wind-Up Bird Chronicle|11275|The Wind-Up Bird Chronicle|Haruki Murakami|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1327872639l/11275._SY75_.jpg|2531376] has so many strings, layers, thoughts, and symbols that it’s really hard to talk about. It is simply an experience. It feels like an oneiric labyrinth that you enter and exit without being sure how you got in or how you managed to get out. One thing I immediately recognized while reading is how Murakami dives into the subconscious. But he does it in such a different way than, say, Kafka or Cormac McCarthy. It has the softness of a dream, but retains that enigmatic weirdness. It's just very, very great storytelling.
Wie immer - bei Murakami - ist es schwer eine Inhaltsangabe zu machen und dabei möglichst nicht zu viel zu verraten. Wie schon andere Romane des Autors scheint es eine Art Welt neben der Welt zu geben und genau das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Toru Okada ist ein recht durchschnittlicher Typ. Er ist arbeitslos und scheint ein wenig auf der Suche. Anfangs weiß weder der Leser noch er selbst wonach er eigentlich sucht. Seine Frau Kumiko findet es in Ordnung das er derzeit daheim ist, sie verdient gut und er soll schauen wie er sich seine weitere berufliche Zukunft vorstellt. Eigentlich könnte Toru also ein ruhiges, entspanntes Leben haben. Tja, eigentlich...Denn das hat er nicht. Merkwürdige Frauen - Malta und Kreta - treten in sein Leben und erzählen ihm zum Teil grausige Geschichten. Ein alter Mann schreibt ihm Briefe über seine Zeit im Krieg, die teils wirklich brutal sind. Ich denke, das Leser die detailiertes Kriegsgeschehen, das teils sehr brutal dargestellt ist, nicht mögen, lieber ein anderes Buch von Murakami lesen. Der Erzählstil erscheint teilweise etwas konfus und doch wieder schlicht in den Worten. Natürlich kennt man das vom Autoren, sofern man schon andere Bücher gelesen hat. Ich vermute aber zudem das hier einfach der Stil der Übersetzung aus der Feder von Ursula Gräfe fehlt. Es macht in meinen Augen einen großen Unterschied ob vom Original (japanisch) ins Deutsche übersetzt worden ist oder vom Original erst ins Englische und dann ins Deutsche - was hier der Fall ist. Das Buch ist surreal und hat eine Tendenz zum Thriller, wodurch es gut lesbar wurde. Mir hat das Buch gut gefallen, insbesondere der wechselnde Schreibstil. Es ist irgendwie wie ein Märchen - aber definitiv für Erwachsene. Fazit Ein schwerer Murakami der meines Erachtens nicht als erstes Buch von ihm gelesen werden sollte, da es dem Leser einiges abverlangt - noch mehr als in 1Q84. Lesenswert ja, aber mit der entsprechenden Konzentration. Kein Roman für "Kopf abschaltende Abende".
Wie immer - bei Murakami - ist es schwer eine Inhaltsangabe zu machen und dabei möglichst nicht zu viel zu verraten. Wie schon andere Romane des Autors scheint es eine Art Welt neben der Welt zu geben und genau das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Toru Okada ist ein recht durchschnittlicher Typ. Er ist arbeitslos und scheint ein wenig auf der Suche. Anfangs weiß weder der Leser noch er selbst wonach er eigentlich sucht. Seine Frau Kumiko findet es in Ordnung das er derzeit daheim ist, sie verdient gut und er soll schauen wie er sich seine weitere berufliche Zukunft vorstellt. Eigentlich könnte Toru also ein ruhiges, entspanntes Leben haben. Tja, eigentlich...Denn das hat er nicht. Merkwürdige Frauen - Malta und Kreta - treten in sein Leben und erzählen ihm zum Teil grausige Geschichten. Ein alter Mann schreibt ihm Briefe über seine Zeit im Krieg, die teils wirklich brutal sind. Ich denke, das Leser die detailiertes Kriegsgeschehen, das teils sehr brutal dargestellt ist, nicht mögen, lieber ein anderes Buch von Murakami lesen. Der Erzählstil erscheint teilweise etwas konfus und doch wieder schlicht in den Worten. Natürlich kennt man das vom Autoren, sofern man schon andere Bücher gelesen hat. Ich vermute aber zudem das hier einfach der Stil der Übersetzung aus der Feder von Ursula Gräfe fehlt. Es macht in meinen Augen einen großen Unterschied ob vom Original (japanisch) ins Deutsche übersetzt worden ist oder vom Original erst ins Englische und dann ins Deutsche - was hier der Fall ist. Das Buch ist surreal und hat eine Tendenz zum Thriller, wodurch es gut lesbar wurde. Mir hat das Buch gut gefallen, insbesondere der wechselnde Schreibstil. Es ist irgendwie wie ein Märchen - aber definitiv für Erwachsene. Fazit Ein schwerer Murakami der meines Erachtens nicht als erstes Buch von ihm gelesen werden sollte, da es dem Leser einiges abverlangt - noch mehr als in 1Q84. Lesenswert ja, aber mit der entsprechenden Konzentration. Kein Roman für "Kopf abschaltende Abende".
This was really bizarre, magical and surreal, but it also started to feel like a normal story after a while. Although it is not. It makes you think about what could hide behind your habits in your everyday life. Because most of the times we do not think at all. This story seems so real in a way, that a part of me is trying to believe, that such things could secretly happen everyday without us realizing.
Seems the author just throws a bunch of random shit at you and asks you to make sense of it. Extremely unsatisfying, even though I liked some of the Manchuria parts, because there at least something was actually happening. Loved Norwegian Wood but not really interested in reading any more Murakami after this.
Ach du meine Güte. Ich bin wieder ein klein wenig sprachlos und gefesselt und irgendwie aufgewirbelt. Wie auch schon vor Jahren, als ich diesen Roman zum ersten Mal gelesen habe, kann ich nur sagen: das hat so viel Spaß gemacht. Die Geschichte hat sich mir jetzt definitiv noch mehr eingebrannt und ich bin mir sicher (und glücklich darüber) immer mal wieder an den Aufziehvogel, May, Kreta, Malta und Kumiko denken zu müssen. In Toru’s (aka “Mister Aufziehvogel”) Geschichte ist so unbeschreiblich viel los und dann gleichzeitig aber auch einfach gar nicht viel los. Und genau das ist es, was Murakami für mich ausmacht und mich so verzaubert fühlen lässt: Seine Geschichten, und wirklich allen voran der Aufziehvogel, sind so so so so laut und bunt und schillernd und aufgeregt, und dann gleichzeitig sind sie aber so so leise und sachte und subtil. Am Ende bleibt mir — Achtung Anfang Kitsch — irgendwie ein ganz mulmiges aber wohliges Gefühl davon, dass viele Dinge miteinander verbunden sind, auch wenn (und insbesondere dann!!) sie auf den ersten Blick nicht so scheinen — Kitsch Ende —. <3 Die Geschichte bleibt wild, hat viele wirre und lose Fäden und man muss bei ein paar Dingen die Äugchen zudrücken - für mich aber einfach überhaupt kein Problem und zu 100% verziehen. Übrigens meine ich mich zu erinnern, dass Murakami mal geschrieben hat, dass der Aufziehvogel (einer seiner sehr ersten, frühen, sehr langen Romane) einer seiner “schwächsten” ist und er heute einiges anders machen würde. Sehe ich anders haha! Egal, ich schweife aus — ich liebe diese Geschichte sehr und bin froh sie dank meinem Buddy, Charlotte, nochmal gelesen zu haben. Charlotte, danke für dein komplett blindes Vertrauen (wir brauchen keine Klappentexte!). Wie schön dass wir gemeinsam unsere rechten Gehirnhälften trainiert haben.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Author Description
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Posts
Ich kann gar nicht wirklich sagen, was ich hier 1000 Seiten lang gelesen habe, ich kann nicht mal sagen, ob es mir richtig Spaß gemacht hat. Aber es ist einfach gut! Murakami ist ein so großartiger Erzähler, dass man nur so durch die Seiten fliegt und gefesselt ist. Aber man muss japanische Literatur schon mögen, sonst wirds vermutlich zäh.
Haruki Murakamis „Mister Aufziehvogel“ ist ein literarisches Meisterwerk, das sich mit einer unglaublichen Wucht entfaltet. Das Buch ist ein Pageturner, den ich in weniger als einer Woche verschlungen habe, und es hat sich zu meinem liebsten Murakami, vielleicht sogar zu meinem absoluten Lieblingsbuch entwickelt. Die Geschichte ist eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Erzählebenen: eine Liebesgeschichte, ein mystisches Abenteuer mit Parallelwelten und eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – insbesondere dem Krieg zwischen China und Japan in der Mongolei. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen, ohne Frage. Die Handlung beginnt scheinbar banal: Toru Okada, ein arbeitsloser Mann in seinen Dreißigern, lebt mit seiner Frau Kumiko in Tokio. Ihr gemeinsames Leben gerät aus dem Gleichgewicht, als erst die geliebte Katze verschwindet und dann auch Kumiko selbst. Auf der Suche nach seiner Frau stößt Toru auf rätselhafte Charaktere, die ihn in eine surreale Welt führen, in der Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein verschwimmen. Hier begegnet er unter anderem den Schwestern Malta und Kreta Kano, die hellseherische Fähigkeiten haben, der rätselhaften May Kasahara, die eine düstere Faszination für den Tod entwickelt, sowie der geheimnisvollen Muskat, die ihm Zugang zu einer verborgenen Dimension verschafft. Parallel dazu zieht sich die düstere Geschichte des Krieges durch das Buch, insbesondere die Erlebnisse des Leutnants Mamiya, der in der Mandschurei und später in Sibirien als Gefangener grausame Kriegsgräuel erlebt. Murakami spielt meisterhaft mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen. Es gibt die reale Welt Torus, in der er versucht, das Rätsel um Kumiko zu lösen. Doch immer wieder bricht eine zweite, surreale Ebene in diese Realität ein – eine Welt der Träume, der Metaphern und des Unbewussten. Besonders eindrucksvoll ist der Brunnen, in den sich Toru zurückzieht: ein Ort der Isolation und Selbstfindung, der als eine Art Portal zwischen den Welten dient. Diese Parallelwelten reflektieren Torus innere Entwicklung – eine Reise tief in sein eigenes Ich, die ihn schließlich zur Wahrheit über sich selbst und seine Beziehung zu Kumiko führt. „Mister Aufziehvogel“ ist nicht nur eine mysteriöse Geschichte, sondern auch eine tiefgehende Reflexion über Verlust, Identität und das menschliche Bewusstsein. Murakami zeigt uns, dass wir alle unsere eigenen verborgenen Welten haben – Erinnerungen, Traumata und Sehnsüchte, die unser Handeln beeinflussen. Torus Suche nach Kumiko ist zugleich eine Suche nach sich selbst. Murakami fordert uns auf, uns unseren eigenen Schatten zu stellen, uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen und unsere innersten Ängste zu überwinden. Der Tod ist in „Mister Aufziehvogel“ allgegenwärtig, sowohl in Form von realem Sterben als auch als Metapher für Veränderung und Neuanfang. May Kasahara, die junge Nachbarin, philosophiert immer wieder über den Tod und die Frage, warum Menschen sich ihm freiwillig aussetzen oder warum sie weiterleben. Gleichzeitig zieht sich das Thema des Krieges durch das Buch – als eine reale, grausame Vergangenheit, die sich in die Gegenwart hineinzieht. Die Geschichte des Krieges, insbesondere die brutalen Erlebnisse von Leutnant Mamiya, zeigt, wie Gewalt und Grausamkeit das Leben für immer verändern können. Murakami erinnert uns daran, dass persönliche Traumata oft tief mit den Wunden der Geschichte verbunden sind. „Mister Aufziehvogel“ ist ein gewaltiges, hypnotisierendes Buch, das den Leser tief in die Kunst Murakamis hineinzieht. Die Mischung aus Realität, Traum und historischer Reflexion macht es zu einer einzigartigen literarischen Erfahrung. Die düstere Atmosphäre, die rätselhaften Charaktere und die tiefgründigen Themen machen das Buch zu einem Meisterwerk. Ich werde mir auf jeden Fall die Neuübersetzung von Ursula Gräfe besorgen – und wahrscheinlich noch einmal mit derselben Faszination in Torus Welt eintauchen.
Dieses Buch hat alles. Alles, was Leben auf dieser Welt ist. Liebe, Verstrickungen von Menschen, die man sich nicht ausdenken kann - sowohl positiv als auch negativ. Krieg, Macht, Grausamkeiten des Lebens; aber auch Menschen die faszinieren und ihr Leben so gestalten ... naja... so wie sich das Leben eben gestalten lässt. Mein zweites Buch von Haruki Murakami lässt mich wieder mit Grundfragen des Lebens zurück und hat mir trotzdem wieder so viel Perspektivisches gezeigt, dass das Leben und seine Geschichten für mich spannend sind und unvorhersehbar bleiben können, ohne dass ich aufgeben will 🩷
Zuerst kündigt der 30-jährige Toru Okada seinen Job. Dann hört er im Garten den Laut des „Aufziehvogels“. Und wenig später ist seine Frau verschwunden. Von da an widerfahren ihm die kuriosesten Dinge. Er bekommt mysteriöse Anrufe, Besuche, Jobs, Träume und letztlich Ideen. Toru harrt der Dinge, Toru hört zu, Toru bleibt ganz bei sich und wartet… Worauf? Wie üblich nimmt Murakami einen an die Hand. Fast schon meditativ, aber gebannt, folgt man Toru Okada durch sein erstmal schnöden Alltag. Nach und nach gibt Murakami unerhörte Zutaten dazu, die einen aber in der lesenden Meditation nicht aus der Fassung geraten lassen. Die Welt Torus verwebt sich, wie man das von Murakami kennt, mit Traum, Fantasie und Nachleben von Vergangenheit. Hier überschreitet Murakami immer wieder Grenzen der Brutalität, der Wissenschaft und der Explizitheit. Doch wer Murakamis Meditation folgen kann, nimmt dies alles hin, hin und wieder deutend, hin und wieder kopfschüttelnd, doch immer auch bewundernd… „Mister Aufziehvogel“ ist ein Ritt, für den man gewappnet sein muss. Man muss Zeit und Muße mitbringen. Man muss die Bereitschaft mitbringen, einem Text zu keinem Zeitpunkt gewachsen zu sein, und genau das trotzdem auch zu genießen. Murakami ist zweifelsohne ein einzigartiger Meister seines Fachs. Und dennoch ist der Aufziehvogel nicht mein liebster Murakami, weil er mir teilweise echt zu durch ist. Wie sagte mein Kumpel so schön: ,,Der MUSS doch auf Pilzen oder so sein.“ Der Text war riesig und trotzdem dabei so fragmentarisch. Als würde man 3 1000er Puzzle gleichzeitig legen und keines wird fertig. Am Ende merkt man, dass einige Teil wohl noch zu einem 4. oder 5. Puzzle gehören müssten. Ich werds irgendwann nochmal lesen/legen müssen. Masterpiece! 🧩
Hin und her, drunter, drüber, Brunnen und Hinmel
Wie ich jetzt die Erfahrung mit Murakamibüchern gemacht hab, sind sie zum einen Teil verworren und zum anderen sehr alltäglich. Diese Mischung ist wirklich einmal in meiner sehr sehr kurzen Lesekarriere und deshalb bin ich so daran gefesselt. In diesem Buch hab ich wenig Durststrecken gehabt und bin fast durchgehend kleben geblieben. Da die Geschichte mehrere Erzählstränge hat, ist es manchmal schwer sich wieder neu auf ein neues Kapitel einzustellen, aber jedes wird mit einer wehmütigen Handbewegung weitergeblettert. Am Ende stand dann die Zusammenführung (fast) aller Fäden. Die immer wieder erscheinende Brutalität und spicy Details gehen mir gut rein, das alltägliche Gewäsch wie etwas aussieht oder richt oder anfühlt macht es nahbar und die japanische Szenerie lässt es exotisch wirken. Und an der Stelle grüß ich noch meine Freundin Romina die mir das Buch aus Schwäbisch Hall von ihrem Schwager Tobi mitgebracht hat.
Wunderbares, komplexes, spannendes, informatives und oft absurdes Buch. Ich würde es jedem empfehlen der es gerne richtig tiefgründig mag und sich nicht von abstrakter Erzählung abschrecken lässt.
Ich lese gerne Bücher von Haruki Murakami, aber bisher mochte ich keines so wie dieses. Es regt zum Nachdenken an und erzählt die oft düsteren Lebensgeschichten von unterschiedlichen Menschen. Sie alle verbindet der Hauptcharakter. Dieser wandelt, scheinbar passiv und anderen zuhörend, durch sein Leben, auf der Suche nach seiner verlorenen Frau. Das Buch ist nichts für schwache Nerven.
Murakami in seinem Element
In diesem Buch gibt es nichts, was es nicht gibt. Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, magische Orte und wunderbare Einzelgeschichten, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Angefangen mit einer verschwundenen Katze und aufgehört mit der Suche nach sich selbst. So etwas kann nur Murakami umsetzen. Wir erleben hier einen Durchschnittsmann, der ein anfänglich solides Leben lebt, was völlig aus dem Fugen gerät und auch wenn er in dem Buch auf der Suche nach seiner Frau ist, die sich von ihm getrennt hat, die ihn betrogen hat. Auf Höchst schändliche Art und Weise ist dieses Buch von philosophischer Natur und mehr ein Blick in die Tiefen des menschlichen Charakters und auch dahin, wie weit ein Mensch bereit ist, zu gehen und was er im Stande ist auszuhalten für eine Person, die er liebt. Lange Zeit war, Mister Aufziehvogel, sogar mein Lieblingsbuch und das zurecht.
Schwierig
Als sehr großer Murakami Fan kann ich nicht behaupten, das mir das Buch gefallen hat. Ich hab mich häufig gefragt worum geht es jetzt hier eigentlich? Ich war häufig gelangweilt und die Nebenfiguren hatten auch nicht richtig die Tiefe. Ich mag es ja mir Fragen zum Inhalt zu stellen aber hier wurden es irgendwann einfach zu viele. Ich bin froh das Buch abgeschlossen zu haben. Man kann sagen ich bin enttäuscht. Der Anfang (die ersten 300 Seiten) haben mir sehr gefallen. Der Rest hat mich verwirrt.
Auch wenn ich das "große Ganze" nicht gänzlich durchschauen konnte, haben mich die einzelnen Handlungsstränge sowie die vorgestellten Viten der teilweise bizarr gezeichneten Figuren absolut fesseln und oft ins Staunen versetzen können. Natürlich verzichtet Murakami auch hier nicht auf eine begleitende erotische Ebene, mit teilweise verstörenden Bildern, aber bei knapp 29 Stunden Hörzeit, grandios durch David Nathan vertont, fällt diese insgesamt nicht zu sehr ins Gewicht.
Ich bin sehr verwirrt.
Ein Freund hat mir das Buch empfohlen, es hätte sein Leben verändert und es wäre das beste Werk von Murakami. Ich habe schon andere Bücher von japanischen Autoren gelesen daher ist mir dieser typische „magische Realismus“ nicht fremd. Ich habe mich also daran gewagt, habe aber wirklich sehr lange für das Buch gebraucht. Inhaltlich runter gebrochen, geht es eigentlich um Toru Okada, der von seiner Frau verlassen wird und dessen Leben daraufhin komplett aus den Fugen gerät. Zwischenzeitlich war das Buch wirklich spannend, und die Seiten flogen nur so dahin. Zwischendurch hat die Geschichte sich aber so gezogen und es war mir nicht ersichtlich, warum manche Passagen überhaupt erwähnt wurden. Ich hatte darauf spekuliert, dass zum Ende hin eine Art Auflösung stattfindet, aber das Ende hat mich nur noch verwirrter zurückgelassen. Im Gespräch mit meinem Freund stellten wir dann beide schnell fest, dass wir das Buch komplett unterschiedlich verstanden haben. Vielleicht macht aber auch genau das einen guten Murakami aus. Ich denke, ich werde einer seiner anderen Kurzgeschichten noch eine Chance geben, da ich jetzt öfter gelesen habe, dass man mit diesem Band nicht unbedingt anfangen sollte. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis und das seltsamste Buch, was ich jemals gelesen habe.
Einfach anders - verwirrend, langatmig und dann trotzdem in einigen Momenten wunderschön unterhaltsam.
Der Aufziehvogel zieht die Welt auf und alles ist vorherbestimmt und absehbar - oder etwa doch nicht? Die Hauptfigur irrt wie eins der Jüngling aus das Marmorbild ohne richtiges Ziel durch das Buch, sagt sich von seinen sozialen Bindungen los (bzw. er wird losgesagt), prostituiert sich auf absurdes Art und findet durch meditatives Hinabsteigen in einen Brunnen zu sich selbst? So richtig weiß man es nicht, muss und soll man wahrscheinlich auch gar nicht. Man lässt sich von dem Buch treiben und fängt an über vieles nachzudenken. Ob man will oder nicht. Ein richtiger Sog entsteht dabei aber nicht, man muss das Buch schon wollen.
Es ist mir noch nie so schwer gefallen, wie bei diesem Buch eine Meinung zu verfassen . Die Chroniken des Aufziehvogels enthalten sehr viele Aspekte der inneren Zerrissenheit und dem Kampf mit den eigenen Dämonen. Es geht um Selbstfindung und Kritischer Auseinandersetzung mit gewissen Taten und tief verborgener Boshaftigkeit. Was hält die Welt zusammen? All die Themen und noch viel mehr, werden durch das aufeinandertreffen von Toru Okada mr. aufziehvogel und bizarren Begegnungen mit diversen Personen bearbeitet. Es findet sehr vieles auf einer Metaebene statt. Darauf muss man sich eindeutig einlassen können . Ich habe bis kurz vor Schluss nicht geblickt warum er in epischer breite diverse Handlungsstränge eingebracht hat. Für mich waren 80% ein großes Rätsel, das sich mir erst zum Schluss entschlüsselt hat. Aber auch nicht vollständig- es gab so viele völlig schräge und absurde Begebenheiten , die ich nach wie vor nicht 100% einordnen kann. Ein Buch mit viel Stoff zum nachsinnen, dem eine ausführliche Interpretation gebührt. Mir war es insgesamt zu abgedreht und übersinnlich, weshalb ich einen Stern Abzug gebe.
Last week, I was on a date and...typically me...I started yapping about the book I’m currently reading: "You know, there is this guy just cooking spaghetti, and his cat runs away. Then he gets a strange sexual phone call, and suddenly there are two psychic sisters named Malta and Creta. Oh, and there is this morbid teenage neighbor he has very weird vibes with. And then he ends up sitting at the bottom of a dry well for days. While he's down there, a mysterious blue stain appears on his face. Somehow all of this is connected to a gruesome war story in 1930s Manchuria. And honestly, I'm not even sure if I understood it... but it's really, really great." [b:The Wind-Up Bird Chronicle|11275|The Wind-Up Bird Chronicle|Haruki Murakami|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1327872639l/11275._SY75_.jpg|2531376] has so many strings, layers, thoughts, and symbols that it’s really hard to talk about. It is simply an experience. It feels like an oneiric labyrinth that you enter and exit without being sure how you got in or how you managed to get out. One thing I immediately recognized while reading is how Murakami dives into the subconscious. But he does it in such a different way than, say, Kafka or Cormac McCarthy. It has the softness of a dream, but retains that enigmatic weirdness. It's just very, very great storytelling.
Wie immer - bei Murakami - ist es schwer eine Inhaltsangabe zu machen und dabei möglichst nicht zu viel zu verraten. Wie schon andere Romane des Autors scheint es eine Art Welt neben der Welt zu geben und genau das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Toru Okada ist ein recht durchschnittlicher Typ. Er ist arbeitslos und scheint ein wenig auf der Suche. Anfangs weiß weder der Leser noch er selbst wonach er eigentlich sucht. Seine Frau Kumiko findet es in Ordnung das er derzeit daheim ist, sie verdient gut und er soll schauen wie er sich seine weitere berufliche Zukunft vorstellt. Eigentlich könnte Toru also ein ruhiges, entspanntes Leben haben. Tja, eigentlich...Denn das hat er nicht. Merkwürdige Frauen - Malta und Kreta - treten in sein Leben und erzählen ihm zum Teil grausige Geschichten. Ein alter Mann schreibt ihm Briefe über seine Zeit im Krieg, die teils wirklich brutal sind. Ich denke, das Leser die detailiertes Kriegsgeschehen, das teils sehr brutal dargestellt ist, nicht mögen, lieber ein anderes Buch von Murakami lesen. Der Erzählstil erscheint teilweise etwas konfus und doch wieder schlicht in den Worten. Natürlich kennt man das vom Autoren, sofern man schon andere Bücher gelesen hat. Ich vermute aber zudem das hier einfach der Stil der Übersetzung aus der Feder von Ursula Gräfe fehlt. Es macht in meinen Augen einen großen Unterschied ob vom Original (japanisch) ins Deutsche übersetzt worden ist oder vom Original erst ins Englische und dann ins Deutsche - was hier der Fall ist. Das Buch ist surreal und hat eine Tendenz zum Thriller, wodurch es gut lesbar wurde. Mir hat das Buch gut gefallen, insbesondere der wechselnde Schreibstil. Es ist irgendwie wie ein Märchen - aber definitiv für Erwachsene. Fazit Ein schwerer Murakami der meines Erachtens nicht als erstes Buch von ihm gelesen werden sollte, da es dem Leser einiges abverlangt - noch mehr als in 1Q84. Lesenswert ja, aber mit der entsprechenden Konzentration. Kein Roman für "Kopf abschaltende Abende".
Wie immer - bei Murakami - ist es schwer eine Inhaltsangabe zu machen und dabei möglichst nicht zu viel zu verraten. Wie schon andere Romane des Autors scheint es eine Art Welt neben der Welt zu geben und genau das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Toru Okada ist ein recht durchschnittlicher Typ. Er ist arbeitslos und scheint ein wenig auf der Suche. Anfangs weiß weder der Leser noch er selbst wonach er eigentlich sucht. Seine Frau Kumiko findet es in Ordnung das er derzeit daheim ist, sie verdient gut und er soll schauen wie er sich seine weitere berufliche Zukunft vorstellt. Eigentlich könnte Toru also ein ruhiges, entspanntes Leben haben. Tja, eigentlich...Denn das hat er nicht. Merkwürdige Frauen - Malta und Kreta - treten in sein Leben und erzählen ihm zum Teil grausige Geschichten. Ein alter Mann schreibt ihm Briefe über seine Zeit im Krieg, die teils wirklich brutal sind. Ich denke, das Leser die detailiertes Kriegsgeschehen, das teils sehr brutal dargestellt ist, nicht mögen, lieber ein anderes Buch von Murakami lesen. Der Erzählstil erscheint teilweise etwas konfus und doch wieder schlicht in den Worten. Natürlich kennt man das vom Autoren, sofern man schon andere Bücher gelesen hat. Ich vermute aber zudem das hier einfach der Stil der Übersetzung aus der Feder von Ursula Gräfe fehlt. Es macht in meinen Augen einen großen Unterschied ob vom Original (japanisch) ins Deutsche übersetzt worden ist oder vom Original erst ins Englische und dann ins Deutsche - was hier der Fall ist. Das Buch ist surreal und hat eine Tendenz zum Thriller, wodurch es gut lesbar wurde. Mir hat das Buch gut gefallen, insbesondere der wechselnde Schreibstil. Es ist irgendwie wie ein Märchen - aber definitiv für Erwachsene. Fazit Ein schwerer Murakami der meines Erachtens nicht als erstes Buch von ihm gelesen werden sollte, da es dem Leser einiges abverlangt - noch mehr als in 1Q84. Lesenswert ja, aber mit der entsprechenden Konzentration. Kein Roman für "Kopf abschaltende Abende".
This was really bizarre, magical and surreal, but it also started to feel like a normal story after a while. Although it is not. It makes you think about what could hide behind your habits in your everyday life. Because most of the times we do not think at all. This story seems so real in a way, that a part of me is trying to believe, that such things could secretly happen everyday without us realizing.
Seems the author just throws a bunch of random shit at you and asks you to make sense of it. Extremely unsatisfying, even though I liked some of the Manchuria parts, because there at least something was actually happening. Loved Norwegian Wood but not really interested in reading any more Murakami after this.
Ach du meine Güte. Ich bin wieder ein klein wenig sprachlos und gefesselt und irgendwie aufgewirbelt. Wie auch schon vor Jahren, als ich diesen Roman zum ersten Mal gelesen habe, kann ich nur sagen: das hat so viel Spaß gemacht. Die Geschichte hat sich mir jetzt definitiv noch mehr eingebrannt und ich bin mir sicher (und glücklich darüber) immer mal wieder an den Aufziehvogel, May, Kreta, Malta und Kumiko denken zu müssen. In Toru’s (aka “Mister Aufziehvogel”) Geschichte ist so unbeschreiblich viel los und dann gleichzeitig aber auch einfach gar nicht viel los. Und genau das ist es, was Murakami für mich ausmacht und mich so verzaubert fühlen lässt: Seine Geschichten, und wirklich allen voran der Aufziehvogel, sind so so so so laut und bunt und schillernd und aufgeregt, und dann gleichzeitig sind sie aber so so leise und sachte und subtil. Am Ende bleibt mir — Achtung Anfang Kitsch — irgendwie ein ganz mulmiges aber wohliges Gefühl davon, dass viele Dinge miteinander verbunden sind, auch wenn (und insbesondere dann!!) sie auf den ersten Blick nicht so scheinen — Kitsch Ende —. <3 Die Geschichte bleibt wild, hat viele wirre und lose Fäden und man muss bei ein paar Dingen die Äugchen zudrücken - für mich aber einfach überhaupt kein Problem und zu 100% verziehen. Übrigens meine ich mich zu erinnern, dass Murakami mal geschrieben hat, dass der Aufziehvogel (einer seiner sehr ersten, frühen, sehr langen Romane) einer seiner “schwächsten” ist und er heute einiges anders machen würde. Sehe ich anders haha! Egal, ich schweife aus — ich liebe diese Geschichte sehr und bin froh sie dank meinem Buddy, Charlotte, nochmal gelesen zu haben. Charlotte, danke für dein komplett blindes Vertrauen (wir brauchen keine Klappentexte!). Wie schön dass wir gemeinsam unsere rechten Gehirnhälften trainiert haben.







































