Wenn die Nacht endet
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Description
Ausgezeichnet mit dem Schwedischen Krimipreis 2023 und dem Skandinavischen Krimipreis 2024
Der dritte Halland-Krimi des Kriminologen und hoch gelobten Autors Christoffer Carlsson ist ein mitreißend erzählter Roman über Schuld, Trennung und Vergebung.
An einem kalten Wintermorgen 1999 wird im halländischen Skavböke der 18-jährige Mikael Söderström erschlagen aufgefunden. Mit seinen Freunden war er in der Nacht zuvor auf einer Party, doch niemand im Dorf kann und will glauben, dass einer von ihnen der Täter ist. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei immer wieder auf zwei Namen: Killian Persson und Sander Eriksson. Doch nachweisen kann man dem ungleichen Gespann, das seit der Kindheit unzertrennlich ist, nichts. Die Spuren verlaufen im Sande.
Als 20 Jahre später Mikaels jüngerer Bruder in Skavböke ermordet wird, übernimmt Vidar Jörgensson von der Polizei Halmstad den Fall. Seine Ermittlungen führen zurück zu den Ereignissen von damals. Aber in den hellen Sommernächten beginnen sich Grenzen aufzulösen, flirrend wie das Licht verschwimmen Früher und Jetzt.
«Einer der besten Kriminalromane des Jahres, hervorragend geschrieben und atmosphärisch, über das Erwachsenwerden und über Träume, alte Lügen und neue Erkenntnisse.» Dagens Nyheter
Book Information
Author Description
Christoffer Carlsson, geboren 1986, wuchs außerhalb von Marbäck an der Westküste Schwedens auf. Er promovierte in Kriminologie an der Universität Stockholm und wurde 2012 mit dem Young Criminologist Award der European Society of Criminology ausgezeichnet. Für seinen Debütroman «Der Turm der toten Seelen» erhielt er 2013 als jüngster Preisträger mit 27 Jahren den Schwedischen Krimipreis. Die Reihe um den Polizisten Leo Junker erscheint in 20 Ländern und wird verfilmt. Sein Roman «Unter dem Sturm» wurde bislang in zehn Länder verkauft und war 2019 für den Schwedischen Krimipreis nominiert.
Posts
Einer meiner liebsten Autoren was Kriminalromane angeht.
Zuerst hatte ich etwas Mühe in die Geschichte reinzufinden als ich dann aber mal drin war hat mich der aussergewöhnliche Schreibstil, die einfühlsame Beschreibung der einzelnen Protagonisten des Autors wieder überzeugt und in den Bann gezogen. Die Figuren waren mir nahe, es gibt in den Kriminalromanen des Autors nicht eine schwarz/weiss Darstellung der Personen, niemand ist nur gut oder böse. Eine falsche Entscheidung, eine Kurzschlusshandlung und alles geht schief. Mit dem Ende hat er mich einmal mehr überrascht und überzeugt. Ich mag einfach die Atmosphäre, das leicht melancholische in seinen Kriminalromanen.
Dunkel, still und lange nachhallend
„Wenn die Nacht endet“ von Christoffer Carlsson ist ein leiser, tiefgründiger Kriminalroman, der weniger auf Tempo als auf Atmosphäre, Erinnerung und innere Abgründe setzt. Im Mittelpunkt steht der Erzähler, der auf eine Nacht in seiner Jugend zurückblickt – eine Nacht, in der etwas Entscheidendes geschah und deren Folgen ihn bis ins Erwachsenenleben verfolgen. Jahre später kehrt er in seine Heimatstadt zurück, und mit ihr kehren Fragen zurück, die nie wirklich beantwortet wurden: Schuld, Wahrheit, Verantwortung und das, was Menschen voreinander verbergen. Carlsson erzählt nicht klassisch spannungsgetrieben, sondern tastend und reflektierend. Die Handlung entfaltet sich langsam, beinahe zurückhaltend, und lebt stark von Stimmungen, Gedanken und Zwischentönen. Die schwedische Kleinstadt wirkt dabei düster und beklemmend, fast wie ein eigener Charakter – ein Ort, an dem Schweigen schwerer wiegt als Worte. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, Erinnerungen sind brüchig, und nichts ist so eindeutig, wie es zunächst scheint. Mir hat besonders gefallen, wie konsequent Carlsson die psychologische Ebene auslotet. Es geht weniger darum, was passiert ist, sondern wie Menschen mit dem Geschehenen leben – oder daran zerbrechen. Die Figuren wirken glaubwürdig, verletzlich und oft innerlich zerrissen. Gleichzeitig verlangt der Roman Geduld: Wer einen klassischen Thriller mit schnellen Wendungen erwartet, könnte ihn als sperrig empfinden. Die Spannung ist unterschwellig, fast bedrückend, und baut sich langsam auf. Insgesamt ist „Wenn die Nacht endet“ ein sehr guter, nachdenklicher Roman, der lange im Kopf bleibt. Düster, ruhig und melancholisch – ein Buch, das weniger unterhält als berührt und beschäftigt. Für Leserinnen und Leser, die Krimis mit Tiefe, Atmosphäre und psychologischem Gewicht schätzen, ist er absolut empfehlenswert.
Nüchtern, aber voller Überraschungen
Komplexe, vielschichtige Geschichte, die mit vielen nicht markierten Zeitsprüngen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Das braucht Aufmerksamkeit, zahlt sich aber aus. Der Kriminalroman kommt sehr nüchtern, fast schon nordisch unterkühlt daher, hat stellenweise aber sprachlich sehr starke Passagen und snackt sich richtig gut weg. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht!

Einfach nicht mein Stil
„Wenn die Nacht endet“ verspricht auf den ersten Blick eine atmosphärische und tiefgründige Geschichte – doch für mich endete leider nicht nur die Nacht, sondern auch stellenweise die Leselust. Der Roman konfrontiert die Lesenden mit häufigen, abrupten Zeitwechseln, die ohne klare Kennzeichnung oder Übergänge stattfinden. Diese Sprünge erschweren den Lesefluss erheblich und machten es mir schwer, bei der Geschichte zu bleiben. Es fühlte sich ein wenig an wie ein nächtlicher Spaziergang ohne Taschenlampe – orientierungslos und stolperanfällig. Auch der Schreibstil trug nicht zur Linderung bei: Die Sprache wirkte auf mich sperrig und die Formulierungen teils umständlich. Was wohl literarisch tiefgründig gemeint war, empfand ich oft eher als sprachliches Stolperseil. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Ende – das kam überraschend und durchaus gelungen daher. Leider reichte dieser versöhnliche Moment nicht aus, um die mühsame Lektüreerfahrung insgesamt aufzuwiegen. Insgesamt vergebe ich 1,5 von 5 Sternen. Für mich ein Buch, das inhaltlich durchaus Potenzial hatte, aber durch Stil und Struktur leider in dunklen Ecken verloren ging. Vielleicht beim nächsten Mal mit ein bisschen mehr Licht und Klarheit?
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Ausgezeichnet mit dem Schwedischen Krimipreis 2023 und dem Skandinavischen Krimipreis 2024
Der dritte Halland-Krimi des Kriminologen und hoch gelobten Autors Christoffer Carlsson ist ein mitreißend erzählter Roman über Schuld, Trennung und Vergebung.
An einem kalten Wintermorgen 1999 wird im halländischen Skavböke der 18-jährige Mikael Söderström erschlagen aufgefunden. Mit seinen Freunden war er in der Nacht zuvor auf einer Party, doch niemand im Dorf kann und will glauben, dass einer von ihnen der Täter ist. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei immer wieder auf zwei Namen: Killian Persson und Sander Eriksson. Doch nachweisen kann man dem ungleichen Gespann, das seit der Kindheit unzertrennlich ist, nichts. Die Spuren verlaufen im Sande.
Als 20 Jahre später Mikaels jüngerer Bruder in Skavböke ermordet wird, übernimmt Vidar Jörgensson von der Polizei Halmstad den Fall. Seine Ermittlungen führen zurück zu den Ereignissen von damals. Aber in den hellen Sommernächten beginnen sich Grenzen aufzulösen, flirrend wie das Licht verschwimmen Früher und Jetzt.
«Einer der besten Kriminalromane des Jahres, hervorragend geschrieben und atmosphärisch, über das Erwachsenwerden und über Träume, alte Lügen und neue Erkenntnisse.» Dagens Nyheter
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Author Description
Christoffer Carlsson, geboren 1986, wuchs außerhalb von Marbäck an der Westküste Schwedens auf. Er promovierte in Kriminologie an der Universität Stockholm und wurde 2012 mit dem Young Criminologist Award der European Society of Criminology ausgezeichnet. Für seinen Debütroman «Der Turm der toten Seelen» erhielt er 2013 als jüngster Preisträger mit 27 Jahren den Schwedischen Krimipreis. Die Reihe um den Polizisten Leo Junker erscheint in 20 Ländern und wird verfilmt. Sein Roman «Unter dem Sturm» wurde bislang in zehn Länder verkauft und war 2019 für den Schwedischen Krimipreis nominiert.
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Einer meiner liebsten Autoren was Kriminalromane angeht.
Zuerst hatte ich etwas Mühe in die Geschichte reinzufinden als ich dann aber mal drin war hat mich der aussergewöhnliche Schreibstil, die einfühlsame Beschreibung der einzelnen Protagonisten des Autors wieder überzeugt und in den Bann gezogen. Die Figuren waren mir nahe, es gibt in den Kriminalromanen des Autors nicht eine schwarz/weiss Darstellung der Personen, niemand ist nur gut oder böse. Eine falsche Entscheidung, eine Kurzschlusshandlung und alles geht schief. Mit dem Ende hat er mich einmal mehr überrascht und überzeugt. Ich mag einfach die Atmosphäre, das leicht melancholische in seinen Kriminalromanen.
Dunkel, still und lange nachhallend
„Wenn die Nacht endet“ von Christoffer Carlsson ist ein leiser, tiefgründiger Kriminalroman, der weniger auf Tempo als auf Atmosphäre, Erinnerung und innere Abgründe setzt. Im Mittelpunkt steht der Erzähler, der auf eine Nacht in seiner Jugend zurückblickt – eine Nacht, in der etwas Entscheidendes geschah und deren Folgen ihn bis ins Erwachsenenleben verfolgen. Jahre später kehrt er in seine Heimatstadt zurück, und mit ihr kehren Fragen zurück, die nie wirklich beantwortet wurden: Schuld, Wahrheit, Verantwortung und das, was Menschen voreinander verbergen. Carlsson erzählt nicht klassisch spannungsgetrieben, sondern tastend und reflektierend. Die Handlung entfaltet sich langsam, beinahe zurückhaltend, und lebt stark von Stimmungen, Gedanken und Zwischentönen. Die schwedische Kleinstadt wirkt dabei düster und beklemmend, fast wie ein eigener Charakter – ein Ort, an dem Schweigen schwerer wiegt als Worte. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, Erinnerungen sind brüchig, und nichts ist so eindeutig, wie es zunächst scheint. Mir hat besonders gefallen, wie konsequent Carlsson die psychologische Ebene auslotet. Es geht weniger darum, was passiert ist, sondern wie Menschen mit dem Geschehenen leben – oder daran zerbrechen. Die Figuren wirken glaubwürdig, verletzlich und oft innerlich zerrissen. Gleichzeitig verlangt der Roman Geduld: Wer einen klassischen Thriller mit schnellen Wendungen erwartet, könnte ihn als sperrig empfinden. Die Spannung ist unterschwellig, fast bedrückend, und baut sich langsam auf. Insgesamt ist „Wenn die Nacht endet“ ein sehr guter, nachdenklicher Roman, der lange im Kopf bleibt. Düster, ruhig und melancholisch – ein Buch, das weniger unterhält als berührt und beschäftigt. Für Leserinnen und Leser, die Krimis mit Tiefe, Atmosphäre und psychologischem Gewicht schätzen, ist er absolut empfehlenswert.
Nüchtern, aber voller Überraschungen
Komplexe, vielschichtige Geschichte, die mit vielen nicht markierten Zeitsprüngen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Das braucht Aufmerksamkeit, zahlt sich aber aus. Der Kriminalroman kommt sehr nüchtern, fast schon nordisch unterkühlt daher, hat stellenweise aber sprachlich sehr starke Passagen und snackt sich richtig gut weg. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht!

Einfach nicht mein Stil
„Wenn die Nacht endet“ verspricht auf den ersten Blick eine atmosphärische und tiefgründige Geschichte – doch für mich endete leider nicht nur die Nacht, sondern auch stellenweise die Leselust. Der Roman konfrontiert die Lesenden mit häufigen, abrupten Zeitwechseln, die ohne klare Kennzeichnung oder Übergänge stattfinden. Diese Sprünge erschweren den Lesefluss erheblich und machten es mir schwer, bei der Geschichte zu bleiben. Es fühlte sich ein wenig an wie ein nächtlicher Spaziergang ohne Taschenlampe – orientierungslos und stolperanfällig. Auch der Schreibstil trug nicht zur Linderung bei: Die Sprache wirkte auf mich sperrig und die Formulierungen teils umständlich. Was wohl literarisch tiefgründig gemeint war, empfand ich oft eher als sprachliches Stolperseil. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Ende – das kam überraschend und durchaus gelungen daher. Leider reichte dieser versöhnliche Moment nicht aus, um die mühsame Lektüreerfahrung insgesamt aufzuwiegen. Insgesamt vergebe ich 1,5 von 5 Sternen. Für mich ein Buch, das inhaltlich durchaus Potenzial hatte, aber durch Stil und Struktur leider in dunklen Ecken verloren ging. Vielleicht beim nächsten Mal mit ein bisschen mehr Licht und Klarheit?











