Spannend und traurig zugleich.
Was muss eine Mutter alles durchmachen, wenn ihr Kind verschwindet. Welche Probleme entstehen wenn ein Elternteil das Kind manipuliert.
Ich wollte immer weiter hören, um endlich zu erfahren was wirklich passiert ist. Letztendlich war es genau so wie ich mir das dachte, also war es ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem gut geschrieben.
Jan 17, 2025
4.0
Spannend und traurig zugleich.
Was muss eine Mutter alles durchmachen, wenn ihr Kind verschwindet. Welche Probleme entstehen wenn ein Elternteil das Kind manipuliert.
Ich wollte immer weiter hören, um endlich zu erfahren was wirklich passiert ist. Letztendlich war es genau so wie ich mir das dachte, also war es ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem gut geschrieben.
Eine Geschichte, die jede Urangst einer Mutter berührt: Der Verlust des eigenen Kindes.
Was würdest du tun, wenn dein eigenes Kind plötzlich verschwindet und du weißt, dass der eigene Ehemann dahintersteckt? Genau dieses erschütternde Szenario bildet den Kern dieses Romans. Die Geschichte begleitet eine Mutter durch den wohl schlimmsten Albtraum: das Hoffen, Bangen und jahrelange Warten auf ein Wiedersehen. Und sie zeigt ebenso eindringlich, dass selbst ein Wiederfinden nicht einfach Heilung bedeutet, sondern neue Wunden aufreißt.
Dieses Buch ist beklemmend, intensiv und emotional schwer auszuhalten. Es geht um die Dynamik einer toxischen Beziehung, in Abhängigkeiten, Manipulation und die schleichende Zerstörung von Vertrauen. Besonders eindringlich ist dabei das Gefühl der Ohnmacht, dieses Ausgeliefertsein, wenn man gegen etwas kämpft, das größer ist als man selbst.
Die Perspektive der Mutter ist dabei zentral und durchaus ambivalent. Man kann sich in ihre Verzweiflung hineinfühlen, in ihre Angst und ihre Hoffnung und dennoch gibt es Momente, in denen ihr Verhalten schwer greifbar bleibt.
Man versteht, warum sie handelt, wie sie handelt, und gleichzeitig fällt es nicht immer leicht, jede Entscheidung nachzuvollziehen oder das "kein Lerneffekt" eintritt.
Aber irgendwie macht diese Zerrissenheit die Geschichte widerrum so realistisch, weil sie zeigt, wie komplex menschliche Reaktionen in Extremsituationen sind.
Die Handlung selbst bleibt größtenteils spannend und ist nur bedingt vorhersehbar. Es gibt Wendungen, die einen innehalten lassen, und Entwicklungen, die unter die Haut gehen. Dabei verzichtet die Autorin auf Beschönigungen und zeigt schonungslos, welche Spuren ein solches Trauma hinterlässt. Und das nicht nur während des Verschwindens, sondern vor allem danach.
Als Hörbuch konnte mich die Geschichte inhaltlich fesseln, auch wenn die Sprecherin für mich nicht die gleiche Intensität transportieren konnte wie der Text selbst. Dadurch ging stellenweise etwas von der emotionalen Wucht verloren.
„Der Junge auf dem Foto“ ist kein leichtes Buch, sondern eines, das belastet, nachdenklich macht und einen an die eigene Grenze der Vorstellung treibt.
Apr 18, 2026
4.0
Eine Geschichte, die jede Urangst einer Mutter berührt: Der Verlust des eigenen Kindes.
Was würdest du tun, wenn dein eigenes Kind plötzlich verschwindet und du weißt, dass der eigene Ehemann dahintersteckt? Genau dieses erschütternde Szenario bildet den Kern dieses Romans. Die Geschichte begleitet eine Mutter durch den wohl schlimmsten Albtraum: das Hoffen, Bangen und jahrelange Warten auf ein Wiedersehen. Und sie zeigt ebenso eindringlich, dass selbst ein Wiederfinden nicht einfach Heilung bedeutet, sondern neue Wunden aufreißt.
Dieses Buch ist beklemmend, intensiv und emotional schwer auszuhalten. Es geht um die Dynamik einer toxischen Beziehung, in Abhängigkeiten, Manipulation und die schleichende Zerstörung von Vertrauen. Besonders eindringlich ist dabei das Gefühl der Ohnmacht, dieses Ausgeliefertsein, wenn man gegen etwas kämpft, das größer ist als man selbst.
Die Perspektive der Mutter ist dabei zentral und durchaus ambivalent. Man kann sich in ihre Verzweiflung hineinfühlen, in ihre Angst und ihre Hoffnung und dennoch gibt es Momente, in denen ihr Verhalten schwer greifbar bleibt.
Man versteht, warum sie handelt, wie sie handelt, und gleichzeitig fällt es nicht immer leicht, jede Entscheidung nachzuvollziehen oder das "kein Lerneffekt" eintritt.
Aber irgendwie macht diese Zerrissenheit die Geschichte widerrum so realistisch, weil sie zeigt, wie komplex menschliche Reaktionen in Extremsituationen sind.
Die Handlung selbst bleibt größtenteils spannend und ist nur bedingt vorhersehbar. Es gibt Wendungen, die einen innehalten lassen, und Entwicklungen, die unter die Haut gehen. Dabei verzichtet die Autorin auf Beschönigungen und zeigt schonungslos, welche Spuren ein solches Trauma hinterlässt. Und das nicht nur während des Verschwindens, sondern vor allem danach.
Als Hörbuch konnte mich die Geschichte inhaltlich fesseln, auch wenn die Sprecherin für mich nicht die gleiche Intensität transportieren konnte wie der Text selbst. Dadurch ging stellenweise etwas von der emotionalen Wucht verloren.
„Der Junge auf dem Foto“ ist kein leichtes Buch, sondern eines, das belastet, nachdenklich macht und einen an die eigene Grenze der Vorstellung treibt.
Ich glaube nicht, dass Greg tot ist. Der Verbrannte könnte der Rucksacktourist sein und Greg hat Daniel absichtlich zurückgeschickt. Hab auch das Gefühl, dass Tom oder Sandi nochmal wichtig werden. Könnte das Greg sein, der so seine Ex-Frau noch halbwegs überwachen möchte oder sich an ihrem Leid erfreut?
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