The God of the Woods

The God of the Woods

Paperback
4.34543

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Description

A NEW YORK TIMES BESTSELLER and ONE OF THE NEW YORK TIMES’S NOTABLE BOOKS OF THE YEAR

A NEW YORK TIMES "BEST THRILLER" and "BEST CRIME NOVEL" OF THE YEAR

PEOPLE MAGAZINE’S #1 BOOK OF THE YEAR

“Extraordinary . . . Reminds me of Donna Tartt’s 1992 debut, The Secret History . . . I was so thoroughly submerged in a rich fictional world, that for hours I barely came up for air.” —Maureen Corrigan, Fresh Air, NPR

“This expertly paced thriller …has the kineticism of a well-crafted miniseries.” —The New Yorker

When a teenager vanishes from her Adirondack summer camp, two worlds collide

Early morning, August 1975: a camp counselor discovers an empty bunk. Its occupant, Barbara Van Laar, has gone missing. Barbara isn’t just any thirteen-year-old: she’s the daughter of the family that owns the summer camp and employs most of the region’s residents. And this isn’t the first time a Van Laar child has disappeared. Barbara’s older brother similarly vanished fourteen years ago, never to be found.

As a panicked search begins, a thrilling drama unfolds. Chasing down the layered secrets of the Van Laar family and the blue-collar community working in its shadow, Moore’s multi-threaded story invites readers into a rich and gripping dynasty of secrets and second chances. It is Liz Moore’s most ambitious and wide-reaching novel yet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Paperback
Pages
478
Price
12.50 €

Posts

917
All
3.5

Ein Thriller mit „literarischem Anspruch“: zahlreiche tiefgründig ausgearbeitete Charaktere, wichtige und komplexe gesellschaftliche Themen, trotz vieler Perspektiv- und Zeitsprünge gut zu lesen und in der zweiten Hälfte durchaus spannend.

🏕️ Die Handlung spielt sich in der Region rund um ein Naturreservat in den Adirondack Mountains im US Bundesstaat New York in den 1960er und 70er Jahren ab. Der Roman behandelt u.a. Themen wie Klassismus und die zu der Zeit herrschenden Geschlechterrollen und Machtverhältnisse in der Familie sowie in der Gesellschaft allgemein. Kein Wunder also, dass der literarische Aspekt dieser Geschichte deutlich überwiegt und die Genrebezeichnung Thriller hier eher zweitrangig einzustufen ist. In meinen Augen eine Stärke, da so eine Charakter-fokussierte Geschichte erzählt wird, die die genannten Themen tiefgründig und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten kann und über einen rein auf Spannungsmomente ausgelegten Plot hinausgeht. Man kommt gut in die Geschichte rein und es wird durch Barbaras Verschwinden von Anfang an ein gewisses Maß an Spannung aufgebaut, bevor die Geschichte sich dann öffnet und immer mehr Facetten und Hintergrundinformationen dazu kommen. Jedoch verliert sich die Erzählung auch etwas in ihren vielen wechselnden Perspektiven und nicht allen Hauptfiguren wird gleichermaßen viel Platz eingeräumt. Nicht jede Perspektive ist gleichermaßen interessant. Während sich Anfangs alles um die Kids im Ferienlager dreht (und ich zunächst befürchtete, aus Versehen einen Jugendroman für 12-14jährige zu lesen), fokussiert sich die Geschichte im Mittelteil sehr stark auf die Perspektive von Barbaras Mutter und beleuchtet aus Ihrer Perspektive die Vorgeschichte in den 50er-60er Jahren. Das stellt einen gewissen Bruch zu allem Vorangegangenen dar. Dieser Abschnitt leistet keinen direkten Beitrag zum Weiterkommen der spannenden Handlung und fühlt sich daher manchmal etwas schleppend an. Zumal Alice eine äußerst tragische Figur ist und ihre Kapitel nicht unbedingt erbauend zu lesen sind: Es wird detailreich beleuchtet, wie die junge Mutter unter Ihrem Mann und ihrer neuen Rolle in der ihr fremden Familie leidet und daran zu Grunde geht. In der zweiten Hälfte nimmt das Tempo dann stark zu und die Geschichte schildert überwiegend die Ermittlungen der Polizei und die Suche nach der Verschwundenen. Die Kapitel der jungen Ermittlerin Judy haben mir mit Abstand am besten gefallen und ich hätte mir mehr aus ihrer Perspektive gewünscht. Ebenso wie mir der anfangs so groß angekündigte Serienmörder Sluiter etwas zu kurz kommt… von beiden hätte ich gerne mehr erfahren, von anderen Figuren dafür deutlich weniger. Der Namensgebende Gott des Waldes spielt im Übrigen keine Rolle und es wird erst ganz am Ende aufgeklärt, was damit gemeint ist ;) Im Endeffekt zieht sich für mich vor allem ein Thema durch das ganze Buch: die privilegierten Erwachsenen haben ihr Leben nicht im Griff und bauen Mist bzw. handeln verantwortungslos und die Kinder sind am Ende die Leidtragenden.

5

•Highlight 🏕️🌳

„Der Gott des Waldes“ hat mir unglaublich gut gefallen. Die Geschichte über 2 verschwundene Kinder und deren Familien beinhaltet viele Plots, allerdings mit einem abgeschlossenen Ende. Die einzelnen Personen und deren Handlungen waren spannend, sodass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Kapitel sind gut strukturiert, dadurch ist es mir leicht gefallen, den Überblick über alle Protagonist*innen und Handlungszeitpunkte behalten zu können. Liebs

•Highlight 🏕️🌳
5

Gott des Waldes von Liz Moore

Ein unglaublich fesselnder Roman! Der bildhafte Schreibstil von Liz Moore hat mich sofort in den Bann gezogen. Besonders beeindruckend ist, wie die vielen Charaktere zu Beginn eingeführt werden und sich nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Die Geschichte rund um Barbara ist spannend erzählt und wird durch die Einblicke in die Vergangenheit perfekt ergänzt. Dadurch entsteht eine dichte, atmosphärische Handlung, die man kaum aus der Hand legen kann. Ein echtes Highlight!

Gott des Waldes von Liz Moore
3.5

Sehr viel richtig gemacht. 👍👍👍👍 „Der Gott des Waldes“ hat mir insgesamt ganz gut gefallen und trotz das die Geschichte so garnicht meins war, wollte ich zu jeder Zeit wissen, wie es weitergeht. Durch die ersten 200 Seiten musste ich mich allerdings ganz schön durchkämpfen. Es wurde teilweise sehr in die Länge gezogen und so wirklich was passiert ist auch nicht. Der Schreibstil ist top 👍 und lässt einen am Ball bleiben, trotz das die Geschichte sehr unspektakulär und langsam erzählt wird. Für mich blieb die Spannung durch die vielen Personen und Zeitsprünge etwas auf der Strecke, hat das ganze aber irgendwie abwechslungsreich und doch etwas spannend gemacht. Mmhh 🤔. Bin jetzt verwirrt 😖. Habe zumindest etwas gebraucht um reinzukommen und mir alles zu merken. Ich kann allerdings verstehen, warum so viele Leute die Geschichte mögen 👍👍 und auch 5 ⭐️ vergeben. Ich fand das Buch jetzt nicht super gut, aber irgendwie hab ich es doch gemocht 😊. Vielleicht mag ich ja doch Romane und weiß es aber noch nicht 🤔🤔. Den mehr wie ein Roman / Familiendrama ist es leider nicht. Thriller oder Krimi nie im Leben. Dafür fehlte noch einiges. Aber…………… durchaus Lesenswert 🤔😁. Für meine Verhältnisse habe ich das Buch relativ schnell durchgelesen. Ist auch ein Pluspunkt. Von mir gibts super gute 3,5 ⭐️ von 5 ⭐️

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4.5

Ein Gesellschaftsroman der allerfeinsten Sorte! 🤞🏼

Spannend! Diese Geschichte hat mich von Beginn an mitgerissen 🤩 Es geht um Missstände, Machtverhältnisse und das Leben einfacher Leute in den 70er-Jahren. Trotz der vielen Charaktere und Zeitsprünge fiel es mir an keiner Stelle schwer, der Handlung zu folgen - es wurde dadurch sogar nur noch aufregender! Ich habe mit so einigen Figuren sympathisiert, aber das Schicksal von Alice hat mich besonders getroffen .. 💔 Zwei verschwundene Kinder, eine zerrüttete Familie und verschiedenste Verstrickungen, die man beim besten Willen nicht erahnt 😶 dicke Empfehlung meinerseits!

4.5

"Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei so laut du kannst"

Unglaublich gute Charaktere, spannender Plot und komplizierte Beziehungsgeflechte. Ein Roman, der nicht für jeden ist, da es unglaublich viele Charaktere gibt und die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Ich musste mich anfangs in die Geschichte reinfinden, konnte dann aber schnell nicht mehr aufhören zu lesen. Langsam entstand ein Gesamtbild und das Ende war so ganz anders als erwartet.

"Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei so laut du kannst"
4.5

!!!

Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen - unfassbar gut!

3

Langatmig

Brauchte sehr lange um in die Geschichte rein zu kommen, total verwirrend. Die ständigen Zeitsprünge fand ich oft seltsam, und sehr eigenartig. Leider kaum Spannung eher langweilig, schade habe mir mehr erwartet.

5

1975 - Ein Sommercamp, mitten in einem Nationalpark umgeben von einem nicht enden wollenden Wald. Die Familie Van Laar ist Besitzer des Reservoirs und ihre schwierige Tochter die ihnen zu viel ist soll am Camp teilnehmen. Sie ist eine kleine Berühmtheit, denn erstens ist die Familie super reich und zweites ist ihr kleiner Bruder in eben jenem Naturreservoir vor Jahren spurlos verschwunden. Bis heute keine eindeutigen Beweise für seinen verbleib, doch ein Schuldiger wurde damals verhaftet. Barbara Van Laar findet schnell Anschluss im Camp, obwohl sie sehr eigenwillig ist. Mit ihren 15 Jahren ist sie eine schwierige Person. Doch mit ihrer Bettnachbarin Tracy erlebt sie schöne Wochen, bis auch Barbara verschwindet. Gleich sind die Ängste von damals wieder da. Wie kann es sein, dass nun auch die Schwester von dem kleinen Bear verschwindet? Wiederholt sich die Geschichte der Familie? Schnell wird ein riesiger Suchtrupp aufgestellt und die Ermittlerin Judy hat alle Hände voll zu tun. Viele Lügen und Ungereimtheiten von damals tragen nicht dazu bei, diesen Fall zu lösen. Die reiche Familie verschweigt viel und auch die Campleitung. Judy muss alles von hinten aufrollen und die Fehler von damals aufarbeiten. Der Schreibstil war unfassbar gut. Das Camp, das Anwesen der Van Laars, die Charaktere und die Atmosphäre des Waldes. Es gibt einige POVs die super gut ausgearbeitet sind. Die Sicht der Kinder, des Täters und die von Alice Van Laar - Barbaras Mutter - ergeben ein großes Mosaik aus Handlungen und Erinnerungen die am Ende fantastisch gelöst sind. Auch die Zeit in der das Buch spielt ist super dargestellt. Die Unterdrückung von Frauen. Die Strippenzieher hinter Ermittlungen und die Korruption der Polizei. Für mich war das Buch ein Highlight. Ich bin richtig begeistert von der Geschichte und hätte ewig weiterlesen können.

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3.5

Amerikanisches Sommercamp, verschwundene Kinder und Familiengeheimnisse...🏕

Für mich lebt dieses Buch hauptsächlich von dem wunderschönen Setting und der etwas geheimnisvollen und mystischen Atmosphäre, den diese Zeit und die großen Wälder rund um das amerikanische Sommercamp erzählen. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war der für mich sehr bildliche Schreibstil, v.a. an den etwas langatmigen Stellen, die dieses Buch auch öfters hat, wollte ich trotzdem weiterlesen und wissen, was hinter den ganzen Familiengeheimnissen und das Verschwinden der beiden Geschwister steckt. Der Aufbau des Buches ist sehr gut gegliedert, da die Geschichte in mehreren Zeiten und aus der Sicht mehrerer Charaktere spielt. Zuerst dachte ich, das würde mich komplett verwirren, aber man kommt wirklich sehr gut mit. Kurzum: Für mich ist dieses Buch kein Thriller, sondern geht eher in die Richtung Familiendrama, gepaart mit "True-Crime". Auch war es für mich kein Highlight, jedoch hat mir das Ende sehr zugesagt, sowie der ganze Vibe und die Zeiten, in der die ganze Geschichte spielt. Bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung, v.a. für den Sommer.

Amerikanisches Sommercamp, verschwundene Kinder und Familiengeheimnisse...🏕
4

Ein gutes & spannendes Buch, trotz der vielen Charaktere. Es hätte ein 5 Sterne Buch werden können wäre da nicht der für mich eher unbefriedigte Schluss, der ging für mich garnicht. Dennoch lesenswert. Eine Autorin von der ich sicher noch weitere Bücher lesen werde.

4.5

Wer hier einen klassischen Thriller erwartet, wird vermutlich enttäuscht – wer aber bereit ist, sich auf eine dichte, literarisch erzählte Geschichte über Macht, Klasse und Geschlecht einzulassen, wird belohnt. Liz Moore schreibt nicht reißerisch, sondern präzise. Sie erzählt von Verwundungen, die tiefer gehen als jedes Verbrechen – und von Mädchen, die lernen, in einer Welt zu überleben, die ihnen viel zu oft das Sprechen verbietet. ✨ Der Gott des Waldes ist kein feministisches Manifest – aber jeder Satz ist durchzogen von feministischer Sensibilität: keine sexualisierte Gewalt ausschließlich zur Spannungserzeugung, keine voyeuristische Perspektive, keine Objektivierung. Stattdessen: Innenansichten weiblicher Erfahrung, Repräsentanz, Nuancen. Dass so viele enttäuscht waren, spricht weniger gegen den Roman – sondern eher für die Erwartungen an ein Genre, das es endlich schaffen muss, mehr als toxische Männlichkeit zu erzählen. 📚 Für mich: ein literarischer Gesellschaftsroman im Thrillergewand. Und ein Plädoyer für solidarische Erzählungen über Mädchen, Frauen und Macht.

5

Highlight...

Oh lange bin ich um dieses Buch herum geschlichen, in jeder Buchhandlung in die Hand genommen, Klappentext gelesen und doch wieder zurück gestellt. Gefühlt jeder zweite Post auf Instagram: dieses Buch, Rezensionen erstmal weiter gescrollt. Mein Lieblings-Buch-Potcast hatte es in der Bestseller Challenge. Auch diese Potcastfolge erstmal nicht gehört. Und dann doch... Rezensionen angeschaut oder gelesen, Potcast gehört und gehofft das es den Hosts gefallen hat. Letztendlich gekauft, gebraucht aber egal (falls es mich doch enttäuscht hab ich zumindest nicht den vollen Preis bezahlt 😉) Heute bin ich durch, der Anfang zog sich etwas ich brauchte den ersten Teil um reinzukommen, aber dann kam dieses Buch überall mit hin, jede freie Minute wenigstens 1. Kapitel lesen... Mit schweren Augen manchmal auch 2 oder 3. Den letzten Abschnitt jetzt in einem durch. Die Geschichte entwickelt einen ganz eigenen Sog, man fühlt so mit vor allem mit den Frauen. Zwischenzeitlich wechseln sich Wut, Unglaube und Traurigkeit ab. Für mich absolut gelungener Mix zwischen Kriminal- und Gesellschaftsroman. (In manchen Beschreibungen steht auch Thriller, aber das war es für mich nicht) 1. Lesehighlight dieses Jahr 👍🏻

5

Man könnte die Plots erahnen ist aber zu arg mit der Geschichte an sich beschäftigt. Von Anfang an ein Film vor Augen, so mag ich das.

4

Vor einiger Zeit habe ich „Der Gott des Waldes" von Liz Moore gelesen - ein Thriller-Roman, der sich langsam entfaltet, aber mit jeder Seite intensiver wird. Der Einstieg war für mich etwas zäh, aber ich gebe Stephen King recht: Wer dranbleibt, wird belohnt. Ich fand die Geschichte super spannend, und ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau mit den wechselnden Perspektiven - das hat der Handlung Tiefe und Dynamik verliehen. Zwar waren einige Plots vorhersehbar, dennoch überzeugt die Geschichte mit einer dichten Atmosphäre und einem tiefgründigen Erzählstil. Ein absolut lesenswerter Thriller-Roman, dem ich solide 4 Sterne gebe. Bewertung:⭐️⭐️⭐️⭐️ #lizmoore #dergottdeswaldes #thrillerroman #rezension #spannung #perspektivwechsel #buchempfehlung #bookstagram

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4

«Wer in Panik gerät», sagte T. J., «macht sich den Wald zum Feind. Wer ruhig bleibt, ist sein Freund.»

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es kein echtes Highlight für mich war, wie es bei vielen anderen der Fall ist. Das Camp, die Natur, die Protagonisten und die Atmosphäre wurden schön beschrieben. Durch die Vielzahl an Perspektiven und Handlungssträngen blieb die Spannung auf den knapp 600 Seiten stets erhalten. Der Aufbau der Geschichte und die Schreibweise sorgten dafür, dass man trotz der vielen Sprünge in Zeit und Perspektiven den Überblick behielt. Für meinen Geschmack hätte es aber auch etwas weniger sein dürfen, um schneller in die Handlung einzutauchen. 4 ⭐️

5

Ein grandioses Buch an dem ich absolut nichts auszusetzen habe. Es spielt im Jahr 1975 und wird aus verschiedenen Perspektiven und anhand von Zeitsprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Die Handlung findet langsam satt, wer hier auf Action hofft oder erwartet wird enttäuscht werden. Generell würde ich das Buch eher im Bereich Belletristik als Gesellschafts-/Familienroman einordnen und nicht als Thriller. Im Vordergrund stehen Bears und Barbaras Familie sowie direkte Beteiligte und deren Geschichte. Man nähert sich nur langsam der Auflösung und dem Grund des Verschwindens der Kinder an, weshalb für mich so immer mehr Spannung aufgebaut wurde und ich das Buch ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen konnte. Aufgrund der verschiedenen Perspektiven und Zeitsprünge hatte ich einen wichtigen Einblick in das Leben der Beteiligten und konnte sie somit gut kennenlernen, auch hatte ich so das Gefühl mittendrin zu sein. Die Auflösung in Bears Fall habe ich in der Art nicht kommen sehen. Das Ende war für mich gelungen, es war versöhnlich und zufriedenstellend. Ich fand das Buch wirklich großartig. Ganz große Leseempfehlung!

4.5

⭐️🌟⭐️🌟⭐️

Ich dachte, ich kaufe einen Thriller und habe dafür einen wahnsinnig guten Gesellschaftsroman erhalten. Die ersten 200 Seiten haben sich zwar etwas gezogen, aber es lohnt sich definitiv dran zu bleiben und die relativ kurzen Kapitel machen es einem auch leicht. Der Aufbau des Romans hat mir gut gefallen und trotz der Zeitsprünge hatte ich nie Verständnisprobleme. Zu den wirklich gut ausgearbeiteten Charakteren und deren "Verstrickungen" musste ich mir anfangs aber ein paar Notizen machen. Absolut lesenswert, spannend und vielschichtig 😊!

4.5

"Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!" - Packender Krimi in tollem Natursetting

Was passiert, wenn du die Seiten aufschlägst? Es ist August 1975, ein Sommer, der das Leben vieler Menschen in den Adirondack Mountains für immer verändern wird. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Wie bin ich auf das Buch gekommen? Ich bin auch über Rezensionen in READO neugierig auf den Roman geworden. Die Geschichte hat begeisterte Kritiken hervorgerufen und war auf der Summer Reading Empfehlungsliste von Barack Obama. Was hat mir gefallen? Der Roman ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne: die Autorin lässt sich Zeit, eine größere Anzahl von Figuren zu entwickeln und wirklich zum Leben zu erwecken. Dabei ist kein Platz für Schwarz-und-Weiß: jede Person hat seine dunklen und hellen Seiten, unverarbeitete Traumata. Im Stil eines guten WHO-Done-IT-Krimis machen sich viele Personen verdächtig, die Spekulationen der Leserinnen und Leswer bekommen viel Nahrung und wandern hin und her. Spätestens ab Seite 200 entwickelt sich der Roman zu einem echten Pageturner. Man möchte unbedingt wissen, was mit den vermissten Kindern passiert ist. Zum Spannungsaufbau trägt dabei auch die Konstruktion des Romans bei: der Leser springt zwischen den Sichtweisen einzelner Figuren und in verschiedenen Zeitebenen hin und her. Darüberhinaus gelingt es der Autorin eine wunderbares Natur-Setting zu entwerfen, das die unheimliche und düstere Atmosphäre der Handlung eindrucksvoll unterstreicht. Es entsteht so auf den zweiten Blick auch ein packender Gesellschaftsroman, der die Abgründe von sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch, aber auch den Kampf um weibliche Selbstbestimmung und den großen Wert von Freundschaft thematisiert. Was könnte besser sein? Ich habe in diesem Jahr wirklich noch nichts besseres gelesen, allein das Ende fällt dann vielleicht doch ein wenig zu unkreativ und etwas vorhersehbar aus. Manchmal habe ich mich auch in den Zeitsprüngen und vielen Figurennamen kurzzeitig verloren. Aber das ist "Jammern auf hohem Niveau". Ich hatte wirklich Spaß an dem Roman! Wer sollte den Roman lesen? Wer Interesse an anspruchsvollen Thrillern und gesellschaftskritischen Romanen hat, die viel Wert auf Figurenentwicklung legen und die unheimliche Atmosphäre der Kanadischen Wälder (Twin Peaks lässt grüßen!) liebt, sollte dem Roman eine Chance geben. Große Empfehlung!

5

Atmosphärisch dicht, sehr bildhaft und mit einer subtilen Spannung, die immer mehr zunimmt, ist "Der Gott des Waldes" ein sehr interessanter Roman, den ich kaum weglegen konnte. Die vielen Erzählperspektiven, Zeitsprünge und Personen, machen es gleichzeitig schwer, den Überblick zu behalten, aber auch sehr spannend. Das langsame Erzähltempo hat auch dazu beigetragen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht... Die offensichtliche und unterschwellige Misogynie haben mich teilweise richtig wütend werden lassen - umso besser, dass es auch ein paar Frauen/Mädchen gibt, die sich behaupten können. Wer einen Thriller erwartet, wird von Liz Moores Roman enttäuscht sein, aber wer sich auf die Erzählweise einlässt, wird richtig in seinen Bann gezogen!

5

2025_#51🌳🌳

Direkt vorweg: ich bin der Meinung, es handelt sich bei dem Buch nicht um einen Thriller, sondern um einen Roman. Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch falsche Erwartungen geweckt werden. Wer Action sucht, ist hier definitiv an der falschen Stelle. Es geht mehr um die Menschen, ihre Geschichten und die Beziehungen und Dynamiken unter den verschiedenen Figuren, was ich super interessant fand. Auch der Aufbau mit den vielen verschiedenen Perspektiven und Zeitlinien hat mir sehr gut gefallen. Ich habe eine Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber dann hat sie mich umso mehr in ihren Bann gezogen und irgendwann wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Das Ende fand ich sehr stimmig und irgendwie sehr berührend. Also zusammengefasst: ich fand's toll! 🫶🏻

2025_#51🌳🌳
3.5

Puzzlestücke

Vor 14 Jahren ist der Sohn der Van Laars spurlos verschwunden. Nun ist auch die Tochter unauffindbar und erneut beginnt die verzweifelte Suche nach Spuren und Hinweisen. Die Geschichte entfaltet sich sehr gemächlich. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und springt auch in der Zeit hin und her. So setzt sich die Geschichte langsam wie ein Puzzle zusammen. Es war einerseits toll, dass die Geschichte von so vielen Personen erzählt wurde. Dadurch erhalten wir interessante Einblicke in die Klassenunterschiede und die Stellung von Frauen. Andererseits führten die Sprünge in Perspektive und Zeit dazu, dass ich nie komplett drinnen war in der Geschichte und auch jede Person immer nur ein bisschen kennengelernt habe. Es war nicht ganz leicht, bei der Stange zu bleiben. Die Geschichte lebt von vielen kleinen Momenten und Interaktionen, aber durch das langsame Zusammenführen der zahlreichen Stränge fehlte es an Spannung. Das Buch war trotzdem nicht langweilig und ich habe auch gerne mitgerätselt und einige Theorien aufgestellt und wieder verworfen.

4.5

Was für ein Leseerlebnis. 🤩 Ich kam um den Hype von -der Gott des Waldes- nicht vorbei und was soll ich sagen, zum Glück nicht. Die Einführung in das Buch/in die Geschichte ist nach meinem Geschmack unglaublich gut gelungen. Man wird direkt in die Geschichte gesogen und man möchte wissen, wie es weitergeht. Die Kapitel hatten alle eine angenehme Länge, teilweise waren sie auch sehr kurz. Ich finde, dass so die Dynamik des Lesevergnügen deutlich gesteigert wurde. Die Autorin hat ein unfassbares Talent zu schreiben. Ich war so tief in der Geschichte, in der Atmosphäre des Camps und des Waldes, in der 60/70s Gesellschaft, dass ich mich jedes Mal wieder enorm freute, das Buch wieder in die Hand nehmen zu können. Meine Notizen wurde ordentlich gefüllt. Das mache ich bei jedem Buch. Wir haben mit sehr vielen Charakteren und Zeitsprüngen zu tun. Das ist mir aber überhaupt nicht schwergefallen, eher im Gegenteil. Ich habe die Namensliste meiner Notizen geöffnet und Zack, war wieder alles gut. Für mich bekommt die Geschichte und die Charaktere so noch mehr Tiefe. Ja, es ist kein klassischer Krimi oder Thriller, einfach ein unfassbar gut geschriebener Roman. Wer eine Geschichte möchte, die einen direkt in ihren Bann zieht, der die Kiefernwälder riechen möchte, wer spannende Charaktere und einen Zeitsprung in die gesellschaftlichen Probleme der 60/70s möchte, der sollte bei -der Gott des Waldes- zugreifen. Für mich neben Farrymen das Lesehighlight 2025.

4

Das Buch war mein erstes, das ich komplett auf Englisch gelesen habe. Dadurch habe ich zwar deutlich langsamer gelesen als sonst, aber das lag weniger am Buch selbst als an der Sprache. Die kurzen Kapitel haben dabei echt geholfen man hat immer das Gefühl, noch eins mehr lesen zu können. Besonders cool fand ich die Zeitsprünge und die Perspektivenwechsel. Die machen die Geschichte spannend und abwechslungsreich, auch wenn sie manchmal ein bisschen kompliziert sind. Ich glaube, das Buch ist bestimmt noch etwas spannender, wenn man wirklich alles versteht 😅 Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet und wirken sehr lebendig. Das Ende habe ich absolut nicht kommen sehen, was für mich immer ein großes Plus ist. Insgesamt war die Geschichte eigentlich durchgehend spannend, auch wenn es ein paar einzelne Kapitel gab, die sich etwas gezogen haben. Für mich eine tolle Mystery Geschichte, die ich nur weiter empfehlen kann.

5

Ein toller Roman, super zu lesen und total spannend. Ich wäre niemals auf das Ende gekommen. Es spielt in mehreren Zeitzonen und es werden verschiedene Protagonisten in den Vordergrund gestellt. Wirklich empfehlenswert!

5

"Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!" Es geht um eine Familie, deren dunkle Geheimnisse und das tragische Verschwinden der Kinder. In dem Buch nimmt die Geschichte erst nur langsam Fahrt auf. Die Autorin beschreibt die Figuren sehr detailliert. Dabei kommen viele Geheimnisse der einzelnen Figuren zum Vorschein. Die Geschichte wird in mehreren Zeitsträngen und aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wodurch man anfangs schon mal etwas durcheinander kommen kann. Nachdem mehr und mehr Spannung aufgebaut wurde, möchte man unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Autorin hat es außerdem geschafft das damalige Frauen- und Männerbild, sowie die soziale Ungerechtigkeit der 1960er und 1970er zu thematisieren. Fazit: Mich hat das Buch von Anfang an in den Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Ich fand die Story durchgehend spannend und teilweise auch sehr traurig. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass nicht jeder mit den vielen Figuren und Zeitsprüngen zurecht kommen. Für mich ist es eine klare Leseempfehlung! ⭐⭐⭐⭐⭐

4

Der Hype rund um den „Gott des Waldes“ hat mich relativ schnell gepackt, so dass ich das Buch lesen wollte. Als eBook fand ich es mit den verschiedenen Charakteren sehr schwierig, da ich keine richtigen Anhaltspunkte hatte. Also habe ich dann zwei Wochen gewartet bis das Buch in der Bücherei verfügbar war. Als erstes habe ich mir einen Überblick über die verschiedenen Namen und die Zeitebenen geschafft. Am Ende des Buches dachte ich jedoch, dass es eigentlich gar nicht notwendig gewesen wäre, da die einzelnen Teile gut in sich zeitlich und Personal getrennt sind. Der Schreibstil von der Autorin hat mich wirklich sehr gepackt. Er hatte etwas filmisches, also es wurde stark in einzelnen Szenen geschrieben, so dass es wirklich vor dem inneren Auge abgelaufen ist. Das habe ich sonst selten bei Büchern. Mir hat sehr gut gefallen, dass ich die Charaktere sehr gut und sehr langsam kennengelernt habe. Jedoch muss ich sagen, hätte ich mir ab Teil 3 etwas mehr Tempo gewünscht. Das Buch ist für mich außerdem thematisch nicht sehr einfach gewesen. Aufgrund meiner eigenen Geschichte triggern mich Bücher, wo es um Kindesmissbrauch und/oder -misshandlung geht enorm. So auch dieses. Mir war auch der Missbrauch an Alice und Louisa zu viel. Bitte nicht falsch verstehen, mich macht das wütend und traurig, jedoch finde ich es nach wie vor sehr wichtig, dass wir über solche Themen reden (oder in diesem Fall erstmal lesen). Nur weil das Buch zwischen 1960 und 1975 spielt, heißt es nicht, dass Gewalt gegen Frauen aus unserem Alltag verschwunden ist. Die Ermittlerin Judy war mir mit ihren Handeln am Sympathischsten. Ich bewundere sie für ihre Stärke. Aber auch T. J. Und Barbara bewundere ich für ihren Mut. Insgesamt sind alle Frauen in diesem Buch für mich Heldinnen.

5

Wow! Dieser Buchtitel hat den Kern des Romans absolut getroffen! Unbedingt lesen oder hören! 🌲🌳⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌳🌲

Also, eines sei vorweg gesagt: Wer hier einen Thriller à la Fitzek erwartet, wird definitiv enttäuscht! Wer aber einen leisen, vielschichtigen, psychologisch feinfühligen und zugleich spannenden Thriller lesen möchte, landet mit diesem Buch einen Volltreffer! Mit feinem Gespür für menschliche Abgründe und einer erkennbaren Liebe zur Natur erzählt Liz Moore eine Geschichte über Verlust, Sehnsucht und familiäre Beziehungen. Die Protagonisten und Schauplätze sind großartig beschrieben, sind nicht übertrieben und wirken echt, so dass man als Leser schnell das Gefühl hat, mitten im Geschehen dabei zu sein. „Der Gott des Waldes“ ist ein stilles Buch (was ich ja sehr gerne mag), welches lange nachhallt und definitiv unter die Haut geht. Ich habe das Hörbuch gehört, bereue aber sehr, dieses Buch nicht in den Händen gehalten zu haben! Daher absolute Leseempfehlung! 🌲🌳⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🌳🌲

4.5

Eine anfängliche Geduldsprobe die sich lohnt

Das Buch beginnt ganz gemächlich und man fragt sich, wann es denn endlich richtig losgeht. Doch die Spannung baut sich dann doch immer weiter auf, bis man nur noch so durch die Seiten fliegt. In dem Buch wird die Geschichte von Geschwistern erzählt, die im Abstand von 14 Jahren spurlos aus einem Feriencamp verschwinden. Was ist passiert? Können die Kinder gefunden werden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen? Und nichts ist so, wie es zunächst scheint. Auf mehreren Zeitebenen und in verschiedenen Erzählperspektiven blättert sich die Geschichte vor einem auf. Ich mochte den unaufgeregten Schreibstil der Autorin sehr gern und habe das Buch sehr gern gelesen. Ich kann es nur weiterempfehlen.

5

Atmosphärisch, spannend und gesellschaftskritisch. Kein klassischer Thriller, aber ein Roman, der tief berührt und lange nachhallt.

Manche Geschichten brauchen keine klassischen Thriller-Elemente, um tief unter die Haut zu gehen. Der Gott des Waldes ist genau so ein Buch. Kein blutiger, brutaler Thriller, sondern ein hochspannender Roman, der sich leise, aber unerbittlich festsetzt. Von der ersten Seite an war ich vollkommen in der Geschichte gefangen und habe das Buch bis zum Ende nahezu durchgesuchtet. Besonders gefallen haben mir die vielen Perspektivwechsel sowie die verschiedenen Zeitebenen, die wunderbar klar strukturiert sind. Durch die Kapitelüberschriften wusste ich jederzeit, bei welcher Figur und in welchem Zeitstrang ich mich befinde, was die komplexe Geschichte sehr gut lesbar gemacht hat. Das Setting des Sommercamps in den Adirondack Mountains hat bei mir sofort Bilder ausgelöst, fast wie in einem amerikanischen Film. Liz Moore beschreibt Orte und Personen so bildhaft, dass ich alles förmlich vor mir gesehen habe. Die Atmosphäre war durchgehend dicht und intensiv, ohne jemals reißerisch zu sein. Die Spannung entsteht hier nicht durch Gewalt oder Schockmomente, sondern durch das langsame Offenlegen von Geheimnissen, durch unausgesprochene Wahrheiten und durch die Frage, wem man trauen kann. Besonders berührt hat mich der gesellschaftskritische Blick auf die Rolle der Frauen in den 1970er-Jahren und darauf, was sie akzeptieren mussten, um gesellschaftlich anerkannt zu sein. Immer wieder wurde mir bewusst, wie sehr sich Zeiten verändert haben, und wie erleichternd diese Entwicklung ist. Dieser Roman ist tragisch, klug, tiefgründig und unglaublich eindringlich. Er erzählt von sozialer Ungleichheit, Machtmissbrauch, weiblicher Selbstbestimmung und von Freundschaft und Schuld. Noch lange nach dem Lesen hallt diese Geschichte nach. Fazit: Eine klare Leseempfehlung und ein absolutes Highlight. Wer keinen blutrünstigen Thriller erwartet, sondern sich auf einen spannenden, gesellschaftskritischen Roman einlässt, wird mit einer Geschichte belohnt, die lange im Kopf bleibt. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5 von 5 Sternen

3.5

💚🍃🌳„Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei, so laut du kannst. „🌳🍃💚

Ich habe erst einmal eine Weile gebraucht, um reinzukommen, da man sich an die vielen Perspektivenwechsel und Zeitsprünge gewöhnen muss. Ich fand das Buch teilweise auch viel zu lang gezogen, insgesamt war es aber eine interessante und teilweise auch spannende Story. Es gibt bessere, aber auch schlechtere Bücher – also für mich ein solides Mittelmaß :-) Den Hype ist es aus meiner Sicht aber nicht wert.

5

Wooooooow

Ein Buch der leisen Töne. Ich bin wirklich sehr begeistert von diesem Buch. Die Einführung der Charaktere und des Hauptschauplatzes, wirklich sehr gelungen. Selten habe ich ein so klares Bild vor mir zu den Protagonisten und der Umgebung. Die Zeitstränge werden sehr gut dargestellt, wann weiß immer genau wo man sich befindet. Von den 50-er Jahren bis zum August 1975. 10 Personen werden nach und nach eingeführt. Auch hier langsam, so das man immer gut mitkommt, wer und in welcher Zeit gerade zu Wort kommt. Zudem sind es hauptsächlich die 60-er und 70-er Jahre in denen sich die Geschichte abspielt. Die Zeiten damals als Frau, waren nicht die von heute. Das muss man beim lesen bedenken. Ich kann das Buch nur empfehlen. Wenn man wie ich die leisen Töne mag, dass sich eine Geschichte langsam aufbaut, bis man denkt man weiß was passiert ist und am Ende doch überrascht wird. Ich bin begeistert! Ein zweites Jahreshighlight und das schon im März.

Wooooooow
4

Ein komplexer und vielschichtiger Roman, der eine tolle Atmosphäre mit sich bringt. Empfehlung!

Man kommt gar nicht darum herum, dass Buch nicht irgendwie über den Weg zu laufen. So erging es mir auch und ich war so gehyped auf diese Geschichte. Auch ich kann diese wirklich ohne schlechtes Gewissen empfehlen. Man sollte von Anfang an wissen, dass es kein Buch ist zum wegsnacken. Dafür ist er zu tiefgründig und bis man die ganzen Stränge und Sichten erfassen kann, dauert es einfach seine Zeit. Was wirklich toll und gelungen ist, dass wir hier in die Vergangenheit geworfen werden und man auch ganz klar sieht, wie die Frauen damals behandelt wurden. Hatte während des Lesens auch das Gefühl als wäre das Buch sowas von real. Als wären die Personen echt.

5

Ein atmosphärisches Meisterwerk mit ein paar Längen

Dieser Roman hat mich wirklich fasziniert. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so intensive Bilder im Kopf entstehen lässt. Vor meinen geistigen Auge habe ich einen regelrechten Film ablaufen sehen. Die Natur wird so eindrucksvoll beschrieben, dass man förmlich den Wald riechen konnte. Darüber hinaus ein faszinierender Gesellschaftsroman, in dem gerade die Einflussnahme der Reichen sehr kritisch betrachtet wird. Der Kriminalfall oder eher die zwei Kriminalfälle laden zum miträtseln ein. Ich muss zugeben, dass ich in beiden Fällen komplett daneben lag, aber die Aufklärung hat sich dennoch sehr stimmig angefühlt. Der ganze Aufbau der Geschichte ist einfach gewaltig. Die verschiedenen Zeitebenen, die zig Charaktere- dieses Buch kann man mal nicht "so eben weg lesen", sondern man muss sich schon sehr auf die Geschichte einlassen. Wenn man das macht, wird einem ein Buch geboten, dass einem nicht so häufig begegnet. Ein bisschen Coming of Age, ein bisschen Krimi, Gesellschaftskritik, Zeitgeschichte und ein intensives Drama, das sehr bewegt. Fazit: Bildgewaltig und atmosphärisch entfaltet sich hier ein wahres Kleinod und eine sehr anspruchsvolle Lektüre. Sehr empfehlenswert!

3

Aufgrund der vielen positiven Bewertungen hatte ich mich sehr gefreut, das Buch über die Onleihe lesen zu können. Doch bis zu den ersten 300 von 700 Seiten des EBooks habe ich mich richtig gequält. Immer wieder habe ich den Roman zur Seite gelegt und immer mehr begeisterte Rezensionen tauchten auf, aber auch die ersten kritischen. Ein Abbruch lag nahe. Ich habe dann doch weiter gelesen, denn jetzt wurde es interessanter und auch spannend. Klischeehafte Stories von wohlhabenden Patriarchen, unsicheren und unterwürfigen Frauen bilden die Grundlage des Buchs. Die rich Kids kommen dazu und die armen Kids leiden darunter. Die Natur rund um die große Familienvilla "Selbst-Vertrauen" ist wild und lädt zum sich darin Verlaufen ein. Das Verschwinden der Geschwister unheimlich tragisch und traurig. Für viele ein Highlight. Von mir für die ersten 300 Seiten 1 ⭐️ für die letzten ⭐️⭐️⭐️⭐️ , also im Durchschnitt ⭐️⭐️⭐️ und für mich ein Fleiß-Sternchen fürs Durchhalten 🤣

4

Irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen...

Der Einstieg war sehr gemütlich, die Spannung kam langsam, aber am Ende wollte ich einfach nur wissen, was hier eigentlich los ist. Die wechselnen Perspektiven unterstützen diesen Sog. Von mir eine Leseempfehlung.

4.5

Krimi in den 70ern

Wir erfahren hier was mit den Geschwistern passiert ist die beide zu verschiedenen Zeiten im selben Wald verschwanden, Bear und Barbara. Wir erfahren die Geschuchte aus mehreren Perspektiven und auch unterschiedliche Jahre. Jeweils der Zeitraum als Bear bzw. Barbara verschwanden. Hierbei wird nicht nur der Verbleib der Geschwister aufgeklärt sondern auch noch einiges andere. Bei Bear hatte ich dem Verdacht was passierte lag aber tatsächlich falsch 🙈nur bei Barbara hatte ich tatsächlich recht. Wenn man mit dem Schreibstil mal vertraut ist kommt man echt gut mit. Ich hab es als Hörbuch gehört und mag auch die Sprecherin total gerne.

4

Liz Moore entführt uns mit wunderbar gewählten Worten in ein Feriencamp mitten in einem Naturreservat der USA. Ausdruckstark und schön beschrieben lernen wir die Charaktere kennen. Die Teanager und Betreuer im Camp und die reiche Familie im Haus auf den Hügel. Es liest sich flott und man ist sofort in der Geschichte zumal sich auch schnell die ersten Geheimnisse andeuten, so dass man gern wissen möchte, was dahinter steckt. Die Zeitsprüngemachen es abwechslungsreich und interessant. Der Spannungsbogen war ziemlich hoch, auch durch die Zeitsprünge. Dies hat mir gut gefallen, ebenso die Sicht der verschiedenen Charaktere. Mit manchen hat man mitfühlen können, andere waren nervig. Die Themen, die angesprochen werden sind aktuell und der Umgang mit den gesellschaftlichen Problemen hat sich auch heute kaum geändert. Das Ende kam dann nicht ganz überraschend, trotzdem war es spannend erzählt. Allerdings gefiel mir das Ende so nicht. Das hätte ich mir anders gewünscht. Ich finde das so nicht ok, aber zur Geschichte passt es trotzdem, regt zum Nachdenken an und bleibt im Gedächtnis. Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, finde den Titel nicht passend aber ich kann es jedem empfehlen, der Spannungsromane mit verschiedenen Zeitebenen und Gesellschaftskritik mag.

5

Einfach großartig! Ich war von Anfang bis Ende gefesselt, mochte die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeitebenen. Neben der Aufklärung des Verschwindens der Kinder geht es um die Rolle der Frau in den 1950er-70er Jahre und andere gesellschaftlich relevante Themen. Faszinierende Charaktere und ein wirklich toller Schreibstil, ich bin begeistert!

4

Was ich toll fand: Guter Plot, gute Twists, passende Auflösung, liest sich gut und schnell. Pageturner. Traurig realistisch und hart. Warum es kein Highlight für mich ist: viele Charaktere - viel Durcheinander (unbedingt Notizen machen, sonst verliert man schnell den Überblick). Immer wieder langatmig, habe viel nur überflogen. Ich konnte zu den Personen lediglich eine plotgetriebene Verbindung aufbauen. Eine zentrale Stelle hat sich für mich unglaubwürdig angefühlt. Ich hatte es mir mystischer und atmosphärischer vorgestellt. Dennoch ein gutes Buch, welches ich kaum aus der Hand legen konnte.

5

Was mich an diesem Roman besonders fasziniert hat, ist die Atmosphäre, die Liz Moore erschafft. Die Wälder sind mehr als nur eine Kulisse sie sind zugleich wild, schön und unheimlich, fast wie ein eigenständiger Charakter, der die gesamte Geschichte durchdringt. Die Spannung baut sich Seite für Seite auf, während Liz Moore den Leser tiefer in ein Netz aus Lügen, sozialen Ungleichheiten und familiären Abgründen führt. Die Figuren sind dabei beeindruckend vielschichtig. Barbara steht nicht nur für das unschuldige Opfer, sondern auch für den Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. LIIZ Moore schafft es, jede Perspektive glaubwürdig und lebendig zu erzählen. Besonders die Kontraste zwischen der reichen Familie Van Laar und den Menschen, die für sie arbeiten, bringen die Themen Machtmissbrauch und soziale Unterschiede auf den Punkt, ohne jemals belehrend zu wirken. Trotz des spannenden Thriller-Plots ist Der Gott des Waldes mehr als nur eine Jagd nach der Wahrheit. Es geht um Verlust, Familie und darum, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit leben. Gleichzeitig beleuchtet Liz Moore subtil die Rolle von Frauen und Freundschaft in einer Welt, die von Privilegien und Ungerechtigkeit geprägt ist. Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight: spannend, emotional und nachdenklich zugleich. Liz Moore ist es gelungen, einen Roman zu schreiben, der sowohl unterhält als auch berührt. Der Gott des Waldes hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und lange nach dem Lesen beschäftigt.

5

🌟 Highlight 🌟

Dieses Buch ist für mich ein ganz außergewöhnliches Werk 🥰 Ich liebe den Schreibstil der Autorin - kurz, präzise, emotional, lässt einem manchmal vergessen Luft zu holen… Die Storyline/Geschichte ist meine absolute Lieblingsstory - so ganz was Neues/Ungewohntes, erfrischend, spannend, perfekt in sich verwoben und keine Sekunde langweilig. Ganz im Gegenteil. Der Aufbau des Buches war für mich auch was erfrischend Neues, das ich liebe, wobei es stellenweise sehr anspruchsvoll zu lesen ist und ich immer wieder mal Grübeln musste. Ich liebe es wenn man aktiv mitlesen muss 🥰 Die Charaktere/Protagonisten sind wahnsinnig gut durchdacht und beschrieben, sodass man sich sofort jeden einzelnen sehr gut vorstellen kann und das „Kopfkino“ unverzüglich mit den einzelnen Personen und deren Eigenschaften loslegt 😅 Die Summe der Dinge wie Schreibstil, Storyline uvm machen dieses Buch für mich persönlich zu einem wirklich konkurrenzlosem Roman mit einer unglaublichen Sogwirkung! 😍 Deshalb meiner Meinung nach ein Must-Read für jeden der anspruchsvolle Romane mag!!! Absolute Empfehlung 🩷 PS: Nehmt euch für diesen Roman bestenfalls viel Zeit, lässt sich super in „einem Rutsch“ weglesen 🤣

5

Liz Moores "Der Gott des Waldes" ist mehr als nur ein Thriller – es ist ein tiefgründiges Porträt einer Familie, deren Fassade unter dem Druck eines mysteriösen Verschwindens Risse bekommt. Moore verwebt geschickt die Perspektiven verschiedener Figuren und ermöglicht so einen vielschichtigen Einblick in ihre Gedanken und Motive. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden zweier Geschwister, das eine Kette von Ereignissen auslöst, die die dunklen Geheimnisse der Familie ans Licht bringen. Die Ermittlungen führen die Leser in die Tiefen menschlicher Beziehungen, wo Liebe, Verrat und Schuld eng miteinander verwoben sind. Moore verwebt Themen wie soziale Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch. Der Roman besticht durch seinen flüssigen und fesselnden Schreibstil. Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und die Leser bis zum überraschenden Ende im Ungewissen zu lassen. Die Charakterisierung der Figuren ist unglaublich stark. "Der Gott des Waldes" ist ein beeindruckender Roman, der sowohl durch seine spannende Handlung als auch durch seine tiefgründigen Charakterstudien überzeugt.

4

Ein eher langsamer erzählter, aber fesselnder Thriller, perfekt für den Sommer.

Ich war aufgrund der vielen positiven Rezensionen und dem tollen Cover, wie ich finde sowohl in der englischen als auch in der deutschen Version, sehr neugierig auf das Buch. Vorab hat mich am meisten der Crime Aspekt interessiert, während des Lesens war es dann eher das Schicksal der Figuren und deren Verwicklungen in das und abseits des Ermittlungsgeschehens. Am Anfang war ich etwas irritiert, weil im Vergleich zu den meisten anderen Thrillern, die ich bisher gelesen habe, das Erzähltempo langsamer ist. Außerdem muss man sich einige Figuren merken. Der Zeitstrahl am Anfang der Kapitel für die verschiedenen Erzählperspektiven hat die Zuordnung für mich aber recht einfach gemacht. Man hatte relativ schnell einen groben Überblick was in welcher Abfolge in der Vergangenheit passiert ist und konnte so die verschiedenen Kapitel wie Puzzleteile an die richtigen Stellen setzen. Nach und nach ergibt sich so ein Gesamtbild und das hat für mich die Sogwirkung erzeugt. Nach den ersten 100 Seiten war ich gefesselt und bin durch die Seiten geflogen. Das Setting eignet sich perfekt für eine Sommerlektüre. Es ist heiß und stickig und die Mücken schwirren am See, im Ferienlager, im Naturschutzgebiet und im Sommerhaus der wohlhabenden Familie Van Laar. Viel mehr möchte ich gar nicht erzählen, denn ich denke wenn einen der Klappentext interessiert, sollte man sich auf die Geschichte einlassen. Es lohnt sich. Einen Stern Abzug gibt es von mir, weil ich mir etwas mehr Tempo am Ende gewünscht hätte und am Anfang kurz gebraucht habe um mich von der Geschichte fesseln zu lassen. Trotzdem war die Auflösung gut und überraschend. Der Titel klärt sich erst auf den letzten Seiten. Es wurden am Ende noch einmal viele kleine Erzählschnipsel erklärt und allgemein ist das Buch einfach sehr gut aufgebaut. Man merkt einfach nicht was man alles gesagt bekommt oder kann es noch nicht deuten. Dazu kommen viele falsche Fährten und interessante, oft undurchsichtige Figuren. Das alles hat es für mich zu einer sehr guten Erzählung gemacht. Von mir eine definitive Empfehlung True Crime Fans, man kann perfekt miträtseln und könnte sich vorstellen, dass die Geschichte echt ist. Und auch für Thriller-Liebhaber, die nichts gegen das etwas gemäßigtere Tempo haben.

Ein eher langsamer erzählter, aber fesselnder Thriller, perfekt für den Sommer.
4

PANIK 🌳🐿️🧚🏼🌳🐿️🦉🧚🏼🌳🦉🧚🏼🌳🐿️🦉🌳🧚🏼🦉🌳 Das Wort komme vom griechischen Gott Pan, dem Gott des Waldes. Er liebte es, die Menschen zu täuschen und ihre Sinne zu verwirren, bis sie die Orientierung verloren und den Verstand.

Camp Emerson in den Adirondack Mountains im August 1975: Im Sommercamp für Kinder und Jugendliche verschwindet die 13-jährige Barbara spurlos von einem Tag auf den anderen. Eine groß angelegte Suche bringt keinen Erfolg, das Mädchen bleibt verschwunden ... Insgesamt ist "Der Gott des Waldes" eine gelungene Mischung aus anspruchsvollem Krimi und Gesellschaftsroman. Die Geschichte dreht sich weniger um die Polizeiarbeit beim Verschwinden eines Kindes, sondern widmet sich viel mehr den gesellschaftlichen Unterschieden zwischen Arm und Reich, Frau und Mann der 1960er- und -70er-Jahre. Auch wenn die Erzählung eher ruhig ist und immer wieder vor sich hin plätschert, ist der Gott des Waldes ein durchaus interessanter Roman, der sieben Zeitebenen und acht Erzählperspektiven hat. Genau dort liegt auch mein größter Kritikpunkt. Ich persönlich liebe in Büchern Zeitsprünge und verschiedene POV's und nur ganz selten habe ich damit ein Problem. Hier war es aber selbst mir zu viel. Teilweise konnte ich der Story nicht mehr folgen, wusste nicht ob die gerade erzählten Ereignisse in der Gegenwart oder in der Vergangenheit liegen und wenn in der Vergangenheit, wie weit denn in der Vergangenheit. Der Plot am Ende hat mir richtig gut gefallen. Auch wenn ich das Ende schon einige Kapitel zuvor erraten habe, ist es keineswegs offensichtlich, was mit Bear und Barbara geschehen ist und bis zum Ende des Buches gibt es so einige spannende Wendungen. Ich habe mich trotz meiner kleinen Kritikpunkte gut unterhalten gefühlt und finde der Gott des Waldes ist ein guter Roman mit Krimielementen. Für einen 5-Sterne-Read fehlt mir allerdings doch irgendetwas. Vielleicht weniger Zeitsprünge und etwas mehr Spannung ...

                                            PANIK

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Das Wort komme vom griechischen Gott Pan, dem Gott des Waldes. Er liebte es, die Menschen zu täuschen und ihre Sinne zu verwirren, bis sie die Orientierung verloren und den Verstand.
3

Der Gott des Waldes hakt so ziemlich alle Checkboxes ab, die ein Buch haben muss, damit man es nicht aus der Hand legen kann: Eine Mysterygeschichte, einen düsteren Familienclan, ein Setting im letzten Jahrhundert, Zeitsprünge, verschiedene Perspektiven und Coming-of-Age. Die Geschichte dahinter ist nichts Neues. Und obwohl ich Spaß mit dem Buch hatte, muss ich dennoch leider 2 Sterne abziehen, da das Ende sehr enttäuschend war. Es las sich wie ein Märchen. Die Auflösung, was passiert ist, kam zu plötzlich und für meinen Geschmack auch kitschig. Inhaltlich zweifelhaft, konstruiert und unmoralisch, was mich sehr an das Buch „Der Gesang der Flusskrebse“ erinnert hat. Insgesamt ein gutes Buch für den Sommer, das vielversprechend anfängt, Spannung behält, dessen Ende aber leider nicht überzeugen kann.

4

Die 13-jährige Barbara van Laar verschwindet eines Nachts aus dem ihrer wohlhabenden Familie gehörenden Feriencamp in den Wäldern der Adirondacks. Doch sie ist nicht das erste verschwundene Kind ihrer Eltern, denn 14 Jahre vorher ist bereits ihr Bruder verschwunden... Ich fand dieses Buch spannend und gut zu lesen, wobei ich aber auch diejenigen verstehen kann, die finden, dass sich die Geschichte teilweise ziemlich zieht. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Jedes Kapitel ist quasi einer Person gewidmet, von Barbara selbst, ihrer Mit-Campbewohnerin Tracy über Barbaras Mutter Alice bis hin zur Ermittlerin Judyta. Diese Erzählweise fand ich an sich ganz interessant, andererseits hat es mich ein bisschen genervt, dass die Autorin wirklich viele Kapitel mit Mini-Cliffhangern beendet. Insgesamt für mich 4 Sterne, denn so spannend ich das Buch auch fand,haben mich einige kleine Details gestört, und die Auflösung fand ich fast ein bisschen enttäuschend.

4

Thriller und Gesellschaftsroman Die beiden Kinder einer sehr wohlhabenden Bankerfamilie aus New York verschwinden im Abstand von 14 Jahren aus einem Feriencamp, das in einem riesigen Naturschutzreservat gelegen ist. Groß angelegte Suchaktionen führen zu keinem Ergebnis. Aus Sicht der Mutter, der Betreuerinnen, einiger Kinder aus dem Camp und des Schlitzers, eines Serienmörders auf der Flucht, wird die Geschichte erzählt. Der Roman nimmt erst langsam Fahrt auf, wird aber im Laufe der Zeit immer spannender. Kann man gut lesen, wenn man sich auf das blasierte amerikanische High-Society-Milieu einlassen mag.

5

„Wenn du dich im Wald verläufst, setz dich hin und schrei“

Das musste ich beim lesen auch ab und zu mal machen. Sei es, weil die reichen Leute mich genervt haben oder weil ich Angst um die Kinder hatte. Aber von Anfang an. Es ist ein herrlicher Sommer im Jahr 1975. Das Ferienlager am Lake Joan ist ausgebucht. Die Kinder freuen sich auf zwei Monate voller spaßiger Aktivitäten und darauf, Freunde fürs Leben zu finden. Doch am Ende dieser zwei Monate wird die Tochter der Besitzer des Ferienlagers vermisst. So wie vor 14 Jahren ihr Bruder… Allein dieses Setting hat mich schon in den Bann gezogen. Liz Moore hätte 500 Seiten einfach das Camp und das Naturreservat beschreiben können und ich hätte es geliebt. Gleichzeitig hat sie es aber geschafft, in diesem Setting noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Das verschwinden beider Kinder der extrem reichen Familie van Laar, der das Camp samt Naturreservat gehört. Spannend ist auch die Einarbeitung in die Zeit der 60er/70er. Das verleiht der Geschichte zum Einen einen gewissen Charme, andererseits fühlt man vor allem mit dem Frauenfiguren mit, die es damals alles andere als leicht hatten. Liz Moore hat es geschafft, indem sie die beiden Geschichten aus der Sicht von verschiedenen Charakteren auf unterschiedlichen Zeitlinien erzählt hat, einen Sog zu erzeugen, der den Leser förmlich durch diese Geschichte zieht, ohne ihn zu verwirren. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand lesen. Trotz seiner fast 600 Seiten ist es zu keinem Zeitpunkt sperrig. Es fängt etwas gemütlicher an, indem erst einmal das Camp und seine Bewohner vorgestellt werden aber selbst da ist es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Man fängt früh an wilde Theorien zu spinnen, was mit den Kindern geschehen sein könnte. Besonders gefallen haben mir die Themenfelder der Naturverbundenheit und der Reichenkritik. Die sehr reichen Familien die hier dargestellt werden, werden so arrogant und überheblich gezeigt, dass man teilweise richtig wütend wird. Sie sind jedoch nicht karikaturenhaft überzeichnet, dass es einen nerven würde. Alles ergibt hier Sinn und alles passt gut zueinander. Generell sind die Charaktere sehr vielschichtig und man fühlt vor allem mit den Angestellten der Familie mit. Ein spannendes Buch steht und fällt für mich mit seiner Auflösung. Und die hat mich hier nicht enttäuscht. Auch wenn ich einen Aspekt recht früh für mich ausgemacht habe, haben mich andere Sachen dafür um so mehr überrascht. Das Ende ist sowohl traurig, als auch befriedigend, was nicht viele Bücher schaffen. Ich habe dieses Buch sehr verschlungen und kann es nur jedem ans Herz legen. Danke @luzifer für die Empfehlung.

4.5

**Sie gingen in den Wald – und kamen nie zurück**

„Das eine Mal, im Ferienlager…“ – klingt erst wie der Anfang eines schlechten Witzes oder einer Teenie-Komödie à la American Pie. Aber was hier passiert, hat nur bedingt mit flüchtigen Sommerflirts oder Lagerfeuergeschichten zu tun: Zwei Kinder – Geschwister und Sprösslinge der reichen Camp-Besitzer – verschwinden spurlos. Im Abstand von 14 Jahren. Gott des Waldes ist kein Buch, das sofort mit der Tür ins Haus fällt. Es nimmt sich Zeit – und das ist auch gut so finde ich. Die Zeitsprünge, die unterschiedlichen Perspektiven, die ruhigen Momente zwischen den eigentlichen Geschehnissen – all das gibt der Geschichte eine Tiefe, die unter die Haut geht. Spannung baut sich hier nicht durch platte Cliffhanger auf, sondern durch das stetige Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas Unaussprechliches lauert. Ein atmosphärischer Thriller, der sich langsam entfaltet, aber dafür lange nachwirkt.

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