Demon Copperhead

Demon Copperhead

Hardback
4.51246

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Description

»Ja, es gibt Drogen, die glücklich machen und nicht den Verstand kosten. Dieses Buch ist eine davon.« Stuttgarter Zeitung

#1 New York Times Readers' Choice: 100 Best Books of the 21st Century

»Vielleicht der beste Roman des Jahres.« Washington Post

Ein Triumph und ein großes Lesevergnügen: Der Millionenbestseller aus den USA, über ein Leben gegen alle Widerstände.

Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac -Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft.

Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint.

»Eine der großen virtuosen Sprachperfomances. Eine Meisterklasse.« Richard Powers

»Erzählkunst at its best.« Stephen King

»Selten habe ich so sehr mit einem Helden mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt, seinetwegen nachts wachgelegen.« Anika Decker

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
864
Price
26.80 €

Author Description

Barbara Kingsolver, 1955 geboren, hat Romane, Gedichte, Essays und ein Memoir verfasst, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u. a. mit dem Pen/Faulkner Award, dem Orange Prize for Fiction, dem Women's Prize for Fiction und dem Pulitzer-Preis. Sie wurde mit der National Medal of Humanities geehrt und ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Aufgewachsen in Kentucky, lebt sie heute mit ihrer Familie auf einer Farm in Virginia.

Characteristics

6 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
82%
41%
6%
12%
64%
45%
81%
81%
48%
75%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
85%
87%
75%
75%

Pace

Fast17%
Slow33%
Moderate33%
Variable17%

Writing Style

Simple0%
Complex20%
Moderate80%
Bildhaft (40%)Außergewöhnlich (60%)

Posts

246
All
4.5

„Seit ich lebe, will ich mehr, als ich haben kann.“

Demon Copperhead von Barbara Kingsolver ist ein wirklich toller Roman, der jedoch schwere Themen behandelt. Dieses Buch steckt voller Inhalt, Details, Wissen und Beobachtungen. Eine Geschichte, die wirklich unter die Haut geht. Wir begleiten einen Jungen, der ohne Vater aufwächst, mit einer drogenabhängigen Mutter und einem Leben in Armut. Er erlebt eine schwere Kindheit, er erfährt Gewalt, zieht von einer Pflegefamilie zur nächsten, wird ausgeraubt, ausgebeutet, nimmt Kontakt zu alten Verwandten auf, entdeckt seine Talente und gleichzeitig die Welt der Drogen. Er lernt echte und falsche Freunde kennen, verliebt sich, fällt und steht wieder auf. In diesem Buch steckt quasi ein ganzes Leben, und wir dürfen miterleben, wie Demon nie aufgibt. Es gab Kapitel, die ich besonders gerne gelesen habe, und andere, die einfach nur zäh waren. Trotzdem bleibt das Gefühl zurück, etwas Großes gelesen zu haben. Am Ende war ich glücklich und traurig zugleich; bewegt von der Kraft, der Verletzlichkeit und der Ausdauer dieser Geschichte. Demon Copperhead ist ein Buch, das berührt, herausfordert und lange nachhallt, eine intensive, unvergessliche Leseerfahrung. „Für einen wie mich gab es eine Million Wege ins Verderben, und keiner, den ich bisher gefunden hatte, führte irgendwo anders hin.“ - (S. 404.)

5

*Lebenshighlight! Armut, Drogen und Überlebenswillen: Demons Kampf um ein selbstbestimmtes Leben*

Klappentext: Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt - die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft. Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint. Rezension: Der Roman Demon Copperhead von Barbara Kingsolver erzählt von einem Jungen, der in Armut in den Appalachen aufwächst und mit Vernachlässigung und sozialen Ungerechtigkeiten kämpft. Dabei spielt auch die Opioidkrise eine wichtige Rolle, da sie das Leben vieler Menschen in seiner Umgebung prägt. Durch die Ich-Perspektive wird deutlich, wie stark Herkunft und Lebensumstände ein Leben beeinflussen. Gleichzeitig gilt der Roman als moderne Anlehnung an David Copperfield von Charles Dickens. Nach 864 Seiten schlage ich das Buch zu. Anfangs hatte ich etwas Angst vor der Länge des Romans, aber jetzt sage ich: Es war keine Seite zu viel. Die Geschichte von Demon, von ihm selbst erzählt, hat mich sehr berührt. Ein Junge, der es nie leicht hatte und der es sich selbst schwer gemacht hat, aufgewachsen in einer Welt der Drogen und der Sucht, der trotzdem alle dem Liebe fand und verlor in einer Zeit in der die Opioid-Krise die USA überschwemmte, besonders die ländlichen Gebiete. Oh man, habe ich dieses Buch „gerne“ gelesen. Definitiv ein Highlight meines Leselebens. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ sind eigentlich zu wenig. Die Worte, der Stil den Barbara Kingslover gefunden hat, die Intensität haben mich begeistert und tief mitgenommen in Demons Welt, eine Coming-of-Age-Geschichte aus Drogen, Liebe, falschen Freund:innen und Selbstschuld. „…, June finden und ihr sagen, dass ich bereit war zu fliegen.“ #DemonCopperhead #BarbaraKingsolver #LeeCounty #Oxy #FuckPurdue #Lebenshighlight

*Lebenshighlight! Armut, Drogen und Überlebenswillen: Demons Kampf um ein selbstbestimmtes Leben*
4.5

„Das Wunder ist, dass man mit nichts anfängt, mit nichts endet und dazwischen so viel verliert.“ ~Zitat Seite 741~ ☀️🌊🧡⭐️⭐️⭐️⭐️🧡🌊☀️

„Und auch dieser Charles Dickens, ein uralter Typ, längst tot und außerdem Ausländer, aber Herrgott, er hat es echt gut beschrieben, wie Kinder und Waisen beschissen und ausgebeutet werden und es keinen Furz interessiert. Man hätte meinen können, er wäre von hier.“ ~Zitat Seite 594~😉 Barbara Kingsolver gelingt mit „Demon Copperhead“ eine beeindruckende Neuinterpretation und Nacherzählung von Charles Dickens’ Klassiker „David Copperfield“. Sie überträgt die Geschichte auf eindrucksvolle Weise in die moderne amerikanische Provinz der späten 1990er Jahre und schafft eine Figur, die man so schnell nicht vergisst. Ja, das Buch hatte definitiv seine Längen und dafür ziehe ich auch einen halben Stern ab, denn ich habe Ewigkeiten für dieses Buch gebraucht und mich immer wieder gefragt: Wann geht es endlich bergauf für Demon? Wieviel muss er eigentlich noch ertragen? Jedoch haben mich diese permanente Spannung, das Mitfiebern und Mitfühlen gleichzeitig fest an die Seiten gebunden. Kingsolvers Schreibstil ist einfach großartig: flüssig, mit wundervollen Formulierungen und echten Sprachperlen, die ich mir alle markiert habe🧡 Auch wenn sich die Geschichte manchmal zog, hatte ich am Ende Tränen in den Augen. Ich lege das Buch mit einem Lächeln und einem Herzen voller Emotionen zur Seite und werde Demon und seine Geschichte noch lange in Erinnerung behalten. Sehr lesenswert! ☀️🌊🧡⭐️⭐️⭐️⭐️🧡🌊☀️

„Das Wunder ist, dass man mit nichts anfängt, mit nichts endet und dazwischen so viel verliert.“ ~Zitat Seite 741~
☀️🌊🧡⭐️⭐️⭐️⭐️🧡🌊☀️
5

Ein richtiges Meisterwerk, das ich jedem empfehlen kann!

"Und da sitzen sie jetzt auf ihren zusammengeflickten Veranden, eine einzige große Sippe, und über dem Ur-Trailer weht die ausgefranste Flagge. Eine Nation unter Schott." Ein absolutes Jahreshighlight! Barbara Kingsolver nähert sich in ihrem großen Roman dem Schicksal tausender Kinder in den USA an. Dabei verzichtet sie komplett auf Gewaltvoyeurismus und gibt den Hillbillies, Rednecks und White Trashs ihre Würde zurück. Die Geschichte wird von Demon Copperhead selbst erzählt, kommentiert und analysiert und man schließt diesen jungen Mann völlig in sein Herz. Von Seite 1 weg hing ich an seinen Lippen und verfolgte neugierig und gespannt seinen Kampf um einen Platz, in einer Welt, die ihn nie haben wollte. Auch andere Charaktere bekommen in dieser Geschichte eine große Rolle und man lernt viele Persönlichkeiten in Lee County kennen und die meisten auch lieben. Ein richtiges Meisterwerk, das ich jedem empfehlen kann!

5

Wow

Dieses Buch hat mich wirklich in seinen Bann gezogen.. es war traurig, manchmal kaum auszuhalten, aber trotzdem auch immer wieder aufbauend. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Damon Fields, genannt „Demon Copperhead“, der in Virginia aufwächst in einer armen, strukturschwachen Region der USA, die stark von Arbeitslosigkeit und der Opioidkrise betroffen ist. Der Titel und die Struktur sind eine moderne Neuerzählung von Charles Dickens’ „David Copperfield“. Demon wird als Sohn einer drogenabhängigen, alleinerziehenden Mutter in einem Wohnwagen geboren. Sein Vater ist tot. Von Anfang an lebt er in Armut und Vernachlässigung. Nach dem Tod seiner Mutter kommt er ins Pflegesystem, wo er von einer Familie zur nächsten weitergereicht wird, er macht viel Erfahrung mit Gewalt und Ausbeutung. Später entdeckt er Football, die allerdings durch einen Unfall endet und im Prinzip, auch sein Ende besiegelt. Durch den Unfall und anhaltenden Schmerzen, findet er immer mehr den Weg in die Abhängigkeit von Opiaten. Das Buch hat so so viel in sich. So viele Geschichten, dass man es mit Worten gar nicht beschreiben kann. Ich habe es unwahrscheinlich gerne gelesen und mochte alle Charaktere sehr. Gleichzeitig ist es aber auch kein Feel good Roman, sondern behandelt viele erschreckende Themen. ▪️ Drogensüchtige Mutter ▪️ Maggot ▪️Pflegefamilie ▪️Creakys Farm▪️Fast Forward▪️allein gelassen ▪️keiner kümmert sich um mich ▪️Ausbeutung ▪️Hunger▪️Familie▪️Angus▪️ der Coach ▪️Comics ▪️zeichnen ▪️Drogensucht ▪️Dori ▪️Emmy & June ▪️die Peggots ▪️es gibt immer einen Weg

Wow
5

"Das Leben war, was man daraus machte! Was Miss Barks nie am eigenen Leib erlebt hatte: eine Pflegefamilie. Sie hatte keine Ahnung, dass es Menschen gibt, die am Rand des Machbaren leben. Und wenn man zu viel fordert, kann es sein, das man über die Klippe geht." (S.234) Meine Meinung: Was für ein beeindruckendes Buch – eine Geschichte, die tief unter die Haut geht. Demon Copperhead erzählt von einem Kämpfer, einem echten Stehaufmännchen, der trotz unzähliger Widrigkeiten im Leben seinen Mut und seinen positiven Blick auf die Welt bewahrt. Die Autorin schildert schonungslos harte Themen wie Drogenabhängigkeit, Gewalt, Verlust, das Leben in Pflegefamilien und bittere Armut, doch sie versteht es auch, immer wieder kleine Lichtblicke einzustreuen: Freundschaften, die erste Liebe und die Entdeckung von verborgenen Talenten. Man begleitet Demon auf seinem Weg, wächst mit ihm und erlebt seine beeindruckende Charakterentwicklung hautnah mit. Die Erzählung ist fesselnd, emotional und mit einem Hauch von trockenem Humor gewürzt. Trotz der stolzen 860 Seiten hat das Buch wenig Längen. Am Ende fiel es mir schwer, mich von Demons Leben zu verabschieden. Die Zeit, die ich mit dieser eindrucksvollen Geschichte verbracht habe, ließ mich tief eintauchen, sodass der Abschied fast wie ein echter Verlust wirkte. Ein Buch, das einen mitreißt und lange nachklingt. Empfehlen kann ich dieses Buch jeden der Geschichten wie Oliver Twist mögen, sich nicht vor emotionalen und schweren Themen fürchten sowie bereit sind tief in ein Leben einzutauchen.

Post image
4

💜🧡

Ein toller Roman mit schweren Themen.

4

Im Buddyread an diesen dicken Schinken gewagt. Zum Glück, denn so konnte man sich sofort über das Gelesene, was teilweise mehr als Herzzerreißend war, austauschen. Bis zur Hälfte der Geschichte war es wirklich ein absoluter Pageturner, dann wurde es für mich mehr und mehr anstrengend. Es waren von Anfang an sehr sehr viele Namen, irgendwann hat man einfach den Überblick verloren. Auch die Geschichte stagnierte, es ging natürlich um Drogen/Medikamentenmissbrauch aber auch um Autos, Football und das immer abwechselnd im Kreis, bis mal wieder wer gestorben ist. Die Ereignisse um seine Rehabilitation und seine neue Liebe, wurden dagegen viel zu kurz abgehandelt. Es ist auf jeden Fall lesenswert, auch wenn der Sog des Anfangs definitiv nicht beibehalten werden konnte… aber man braucht insgesamt auch einen langen Atem.

4

Demon Copperhead“ ist kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Es verlangt Aufmerksamkeit und emotionale Energie...

„Demon Copperhead“ hat mir sehr gut gefallen. Trotz der schweren Themen wie Armut, Pflegefamilien und Sucht ließ sich das Buch sehr flüssig lesen. Besonders stark fand ich die ehrliche und direkte Erzählstimme von Demon dadurch wirkte die Geschichte emotional und authentisch. Der Roman ist traurig, aber gleichzeitig humorvoll und menschlich erzählt. Ein intensives Buch, das lange im Kopf bleibt....

5

Aus dem Nachwort: Die Kinder, die an diesen dunklen Orten jeden Tag hungrig erwachen, die ihre Eltern durch Armut und Schmerzmittel verloren haben, deren Sachbearbeiterinnen ständig ihre Akte verlegen, die sich unsichtbar fühlen oder sich wünschen, sie wären es: Dieses Buch ist für euch. Diese letzten Sätze des Buches charakterisieren diese Neuadaptation von David Copperfield . So gut geschrieben, dass man durch die stolzen 862 Seiten trotz ihrer Schwere nur so durch fliegt. Hut ab vor dem Lebenswillen und der Klarsicht dieses Jungen trotz der harten Schicksalsschläge und der Drogensucht, die er ertragen und hinter sich lassen musste.

5

Jahreshighlight!

Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Highlights... nicht nur von diesem Jahr. So eine tiefgründige Story, man fühlt sofort mit. Toll geschrieben, sehr flüssig zu lesen.

4.5

Ein großartiges Buch über die USA, Armut, Verlust, Drogenabhängigkeit, Einsamkeit und Hoffnung. Den Mittelteil fand ich etwas lang und zäh, aber insgesamt eine eindeutige Leseempfehlung.

4

"Ein Buch, das einen die USA mit neuen Augen sehen lässt"

4,25 ⭐️ ⚠️ Enthält möglicherweise Spoiler ⚠️ Mir fällt es schwer den Roman zu bewerten, der Bewertung womöglich nicht gerecht zu werden. Demon wächst in einem Umfeld auf, das geprägt ist von Armut, Vernachlässigung und Drogenkonsum. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, seine Mutter stirbt früh, sodass er von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wird. Dementsprechend gerät auch er schnell in diesen Teufelskreis. Enge Freunde und Bekannte aus der Kindheit bleiben erhalten, was einem Fluch und Segen gleicht. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass mir hier der emotionale Tiefgang gefehlt hat. Oft fühlte sich das für mich an wie ein Bericht aus Demons Leben, das, wenngleich sehr tragisch und traurig, weitesgehend neutral erzählt wurde. Vielleicht war aber auch genau das die Intention der Autorin? Ein Leben, das man anders nicht kennt und gewohnt ist kann man wahrscheinlich nicht „gefühlsduselig“ erzählen, weil es Alltag für einen ist. Ich kann nicht genau beschreiben, was es ist. Es war durchaus emotional, berührend und erfreifend und ich konnte mich gut in Demons Lage hineinversetzen, aber mir haben mehr persönliche Einblicke in sein Gefühlsleben gefehlt. Ich konnte seine Sorgen, Ängste, Verzweiflung, Trauer oder seinen Zustand bei Entzugserscheinungen nachempfinden, aber habe sie nicht so nah gespürt, sondern eher empathisch aus Distanz betrachtet. Denn auch hier: Sie wurden teilweise neutral erzählt, so wie ich, wenn ich von meinem Frühstück berichte. Gerade hier hätte ich mir mehr gewünscht. Ich denke, dass die Autorin das trotz seiner Abgeklärtheit seiner Situation gegenüber hätte gut einbauen können, denn Demon ist ein sensibler und verletzlicher Charakter, der sich durchaus einen Ausweg wünscht. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. Ich hatte angenommen, dass dieses Buch mich emotional fertig machen wird und mich deshalb lange nicht ran getraut. Die Enttäuschung war demnach gegeben. Positiv erwähnen möchte ich dennoch: Der Roman hat, obwohl so tragisch, keine allzu emotionale Schwere. Er wird eher ruhig und ohne große Aufregung aus der Sicht von Demon erzählt. Er lässt sich durchgängig gut lesen ohne sehr belastend zu sein. Trotz 860 Seiten bleibt es durchwegs spannend, es entsteht keine Leerlauf. Ich habe "Demon Copperhead" zu einer für mich stressigen Zeit gelesen und gehört, möchte das Buch deshalb irgendwann auf jeden Fall nochmal bewusster lesen. Aus diesem Grund unter Vorbehalt 4,25 Sterne. Von mir jedoch jetzt schon eine ganz klare Empfehlung für Buch und Hörbuch!

"Ein Buch, das einen die USA mit neuen Augen sehen lässt"
4.5

„Fronturlaub von dem Krieg in seinem Kopf“

Das Buch habe ich schon länger, jedoch hatte ich bislang nie die Muße gefunden, mich an die 864 Seiten zu wagen. Aber es liest sich wunderbar leicht und man freundet sich schnell mit Damon Fields an. Es ist die mitreißende Lebensgeschichte von Damon mit toll ausgemalten Charakteren und einer klug gewebten Geschichte rund um die Opioid Krise der USA - in die Damon hineinwächst. Zuweilen harter Stoff aber dadurch greifbar und lebendig Ein gelungener Roman mit Sozialkritischen Themen!

„Fronturlaub von dem Krieg in seinem Kopf“
5

Ein absolutes Highlight! Die 800 Seiten merkt man gar nicht es zieht sich kein bisschen und fiebert durchgehend mit. Ich habe alles an dieser Geschichte geliebt!

4

Moderne Adaption von Dickens' "David Copperfield". Tragisch-schön und im besten Sinne amerikanisch 👌🏻

5

„Dieser unerfüllbare Wunsch, der einem keine Ruhe lässt: die perfekten Worte zu finden, die man zu jemand sagen könnte, und dann würde dieser Jemand einen sehen und lieben und bleiben. Oder die man zu seinem Spiegelbild sagen könnte, aus demselben Grund." Was ein Buch. Ich muss zugeben, ich habe lange gezögert, es zu lesen. Weil dicke Bücher mich in letzter Zeit stressen. Meine Aufmerksamkeit bzw. meine Konzentrationsfähigkeit neben dem Job oft nicht dafür ausreicht. Und weil meine letzten Versuche ein dickes Buch zu lesen („Der letzte Sessellift" und „Falcone") so grandios schief gelaufen sind und sogar dazu geführt haben, dass ich es endlich mal geschafft habe, Bücher abzubrechen. Aber hier war die Sorge völlig unberechtigt. Im Gegenteil: Ich habe genau das bekommen, was ich mir vom letzten Irving versprochen, aber nicht bekommen habe. Eine Geschichte, in die man sich verlieren kann. Von Anfang bis Ende mit Demon mitfühlen und leider meist mitleiden kann. Ein - wie ich finde - schon zartes Ende für eine Geschichte mit vielen Tief- und weniger Hohepunkten, die von Armut, Drogensucht bzw. Opioid-Krise in Amerika, dem Versagen von Kinder- und Jugendschutz und der Bedeutung, die einzelne Menschen, die manchmal unverhofft in ein Leben treten für dieses haben können, handelt. Barbara Kingsolver wollte „David Copperfield" von Charles Dickens adaptieren und das ist ihr so gut gelungen. Absolute Leseempfehlung.

4.5

Ganz große und sprachgewaltige Literatur!

⚠️ Spoiler ⚠️ Barbara Kingsolver ist mit „Demon Copperhead“ ein Stück ganz große Literatur gelungen. Das ganze Elend der Drogensucht und sozialen Benachteiligung, das Leid von Pflegekindern, die Verächtlichmachung der weißen Unterschicht in den ärmeren US-Bindesstaaten — Kingsolver lässt nichts aus. Schonungslos beschreibt sie die Folgen von Schmerzmittel-Missbrauch, fehlender sozialstaatlicher Strukturen und Perspektiven. Dies gelingt ihr ohne jedweden Voyeurismus am Leid der Charaktere. Der Stil von ihr schafft unglaubliche Nähe zu den Protagonisten, gleichzeitig wird nicht die Schwelle überschritten, ab der man im wahrsten Sinne des Wortes mit den Figuren mitleidet. Die Charaktere sind großartig: Nachvollziehbar, fehlbar, authentisch. Für mich die Krönung der Geschichte: Ein gutes Ende, wenn auch ein harter und steiniger Weg dorthin führt.

3

"Ich sagte, dass mich noch nie jemand gefragt hatte, was ich werden wollte, wenn ich groß war, darum wüsste ich es nicht. Hauptsache, noch am Leben." [S. 144] 860 Seiten! So dicke Bücher lese ich eher ungern und selten. Jetzt weiss ich auch wieder warum. Die ersten 120 Seiten brauchte ich, um überhaupt in die Geschichte reinzukommen, die mich anfangs sprachlich wirklich gefordert hat. Als ich dann in Demons Lebensgeschichte eingetaucht bin, die teilweise einem Abenteuerroman gleicht, habe ich festgestellt, dass es mir auf 860 Seiten ungefähr 200 Seiten zuviel Drogen- und Footballthematik war. Sicher eine gute Geschichte, die mich aber sehr viel Durchhaltevermögen gekostet hat. "Nimm deine süße Kindheit und lauf. Versteck dich. Liebe sie, sosehr du nur kannst. Denn eines Tages wird sie dich verlassen und nicht zurückkehren." [S. 157]

5

Großartig!

"Es ist vergeblich, sich an die Vergangenheit zu erinnern, wenn sie nicht einen gewissen Einfluss auf die Gegenwart ausübt." (Charles Dickens, David Copperfield) Dankbarkeit empfindet Barbara Kingsolver gegenüber Charles Dickens und dessen Roman "David Copperfield". Seine leidenschaftliche Kritik an der institutionellen Armut, die gerade auch für Kinder verheerende Folgen nach sich zog und die Probleme, die auch heutzutage noch existieren, inspirierten Kingsolver zu ihrem Roman "Demon Copperhead". Übersetzt aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren. "Mir war schon klar, was die Leute dachten. Aber wenn ein Wort mal in der Welt ist, kriegt es Zähne. Und jetzt spürte ich, wie sich dieser Wurm giftspritzend durch mein Hirn fraß und die Art, wie ich Maggot sah, verändern wollte." Eigentlich heiße ich Damon Fields, aber so nennt mich hier niemand und so müsste ich mich euch mit Demon Copperhead vorstellen. Auf jeden Fall ist das hier meine Geschichte. Meine Mom war selbst noch ein Kind, als sie mich in einem Trailer in Virginias wunderschönen Wäldern zur Welt brachte. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob sie von meiner Geburt überhaupt etwas mitbekommen hat, so zugedröhnt wie sie war oder ob ich das Ganze überlebt hätte, wenn nicht Mrs Peggot gewesen wäre. Mrs Peggot ist die Großmama von meinem besten Freund Maggot und wenn sie und ihr Mr Peggot nicht gewesen wären - und ihre Tochter June - hätte alles in meinem Leben noch schlimmer sein können. Sie waren für mich immer ein kleines Stückchen Sonne an einem grauen, düsteren, verregneten Tag. Vor allem June! Und von diesen Tagen hatte ich wahrlich viele. Geboren in Armut erwartet mich nichts weniger als Gewalt, Verlust, Drogen und Alkohol - ein Leben auf Messers Schneide. Die Fürsorge und die Pflegefamilien waren ein Witz, dabei war Familie immer das einzige wonach ich mich wirklich gesehnt habe ... "Du glaubst, du hast alles im Griff. Du glaubst es stundenlang, einen ganzen Tag lang, bis die Uhr abgelaufen ist und der Mensch, der du warst, durch irgendein Loch, das der Teufel findet, rausgezerrt wird. Lern deine Lektion, komm auf die Beine, damit du wieder zu Boden gehen kannst." Kingsolver hat mit diesem Werk einen wirklich mitreißenden und tiefgehenden Roman geschrieben. Eine Geschichte, die sie uns in junger Sprache aus der Sicht von Demon erzählt, ohne dabei in eine klischeehafte Gossensprache abzudriften. Demons Stimme ist eher flapsig, zum Teil leicht ironisch und mit der Unbekümmertheit eines Kindes, das noch an das Gute in der Welt glaubt. Wir dürfen erleben wie Demon älter wird und sich zu der Unbekümmertheit noch dann Selbstüberschätzung der Jugend gesellt. Das Gesellschaftsbild, das uns die Autorin aufzeigt ist erschütternd, gerade auch im Bezug auf die Kinder, die keinerlei Macht haben und dem System hilflos ausgeliefert sind. Mit "Demon Copperhead" zeigt uns Kingsolver ein Bild des weniger glamourösen Amerikas. Sie übt viel Sozialkritik an der Politik, die die Menschen am Rande der Gesellschaft noch mehr in den Dreck getreten hat und immer noch tritt. Einer Gesellschaftsschicht, die vom Kapitalismus ausgebeutet und vom Rest der Gesellschaft einfach vergessen wird. Und so gelangen viele Kinder in einen Kreislauf aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

Großartig!
4

Bewegend

Die ersten 300 Seiten haben mich komplett zerlegt. Die direkten, ungeschönten und gnadenlos ehrlichen Erzählungen aus Demons Leben, haben mich erschüttert. Demon erzählt uns seine Geschichte hier selbst. Er versucht kein Mitleid zu erregen, sondern schildert sein Leben wie es ist und teilte seine teils tiefgründigen, aber kindgerechten Gedanken. Das hat seine Erzählung sehr authentisch gemacht. In der zweiten Hälfte des Buches gab es in meinen Augen jedoch kaum noch fortschreitende Handlung, was vielleicht auch so beabsichtigt war. Das hat mich aber etwas desinteressiert zurückgelassen. Das Ende war jedoch wieder rund und hat den Roman gut abgeschlossen.

5

Tragik, Witz und ein Held, dem man alles verzeiht

Barbara Kingsolvers Demon Copperhead erzählt die Geschichte eines Jungen, der in einer der ärmsten Gegenden Amerikas aufwächst und sich mit den Herausforderungen eines von Armut geprägten Lebens auseinandersetzen muss. Trotz der schweren Themen bleibt das Buch überraschend unterhaltsam – der trockene Humor und die nüchterne, reflektierte Erzählweise des Protagonisten machen es oft sogar richtig lustig. Ich war beeindruckt, wie realistisch und nachvollziehbar die Charaktere dargestellt sind. Das Buch zeigt die Lebensrealitäten von Menschen, die oft als „Hillbillys“ abgestempelt werden, und enthüllt, dass hinter diesen Stereotypen meist strukturelle Probleme stehen. Kingsolver schafft es, diese Themen anzusprechen, ohne belehrend zu wirken, und präsentiert eine Geschichte, die sowohl tiefgründig als auch zugänglich ist. Ein Buch, das ich wärmstens empfehle – es ist humorvoll, klug und bietet spannende neue Perspektiven, von denen jeder etwas mitnehmen kann.

5

Großartig! Wahnsinnig gute Erzählung, in einer so eigenen Ich-Perspektive.

5

Demon lebt mit seiner jungen, opioidabhängigen Mutter in einem Trailerpark und wird nach ihrem Tod durch Überdosis durch verschiedene Pflegefamilien weitergereicht. Das Buch beschreibt seine Lebensgeschichte, seinen zunächst aussichtslosen Kampf aus der Redneck-Realität, der Armut und Stumpfheit sowie der Schmerzmittelsucht einer ganzen Generation. Ein spannender und bewegender Roman im Stil ein wenig an John Irving erinnernd, die Geschichte an Charles Dickens' David Copperfield angelehnt, der Schauplatz USA während der Opiumkrise. Hat mir sehr gut gefallen

3

Seit ich lebe, will ich mehr, als ich haben kann. Keinen kleinen Fischteich für Demon, nein, er will den ganzen Ozean. Und dann will er sich kopfüber reinstürzen. ... Diese Ratlosigkeit tief drinnen - wie ein Kater, der im mondlosen Dunkel herumstreift und sich verblödet in blutige Kämpfe stürzt. Dieser unerfüllbare Wunsch, der einem keine Ruhe lässt: die perfekten Worte zu finden, die man zu jemand sagen könnte, und dann würde dieser Jemand einen sehen und lieben und bleiben. Oder die man zu seinem Spiegelbild sagen könnte, aus demselben Grund. - Zitat, Seite 449 Selten hat man ein Buch in der Hand, dessen Klappen zugetextet sind mit Lobeshymnen namhafter Schriftsteller und der Presse. Zudem macht allein der Titel des Romans klar, dass es sich bei dem Werk um eine moderne Adaption von Charles Dickens "David Copperfield" handeln muss, was die Herzen aller, die englische Literatur lieben, höher schlagen lässt. Doch können die großen Erwartungen auch erfüllt werden? Der Einstieg ist eine gelungene Hommage an den zugrunde liegenden Klassiker und gleichzeitig ist es verblüffend, mit welcher Leichtigkeit man durch die Seiten fliegt. Der Autorin gelingt es sehr gut, den Hintergrund der Geschichte anschaulich und zugänglich durch den überaus sympathischen Ich-Erzähler zu gestalten. Wir sehen durch die hellen Augen unseres jungen Helden eine harte und gefährliche Welt, aber wir lassen uns anstecken, von seinem Lebenswillen und seiner großen Sehnsucht nach dem Meer (oder nach mehr). Und die bekannten Figuren und Szenen der Vorlage werden so verblüffend authentisch mit dem modernen Stoff verwoben, dass bald der Eindruck einer grandiosen Lektüre entsteht. Aber leider kann die zweite Hälfte des Romans nicht halten, was die erste versprach. Eigentlich ist es ja nicht tragisch, dass sich die Schere zwischen klassischer Vorlage und Adaption etwas weiter öffnet. Denn gerade dieser aktuelle Aspekt der Geschichte - wie Ärzte und Gesellschaft zu einer Abwärtsspirale der Sucht beitragen - ist für den Leser packend und interessant. Aber die Figuren aus dem Dickens Universum entlehnt, wirken viel zu flach, geradezu lahm. Auch die spannenden Szenen der Vorlage im zweiten Teil, wie die Intrigen des Uriah Heep (hier als schleimiger U-Haul erkennbar) oder das ambivalente Verhältnis des Helden zu Steerforth (hier Fastforward) werden hier so schwach interpretiert, dass sie schon fast unbedeutend für die Handlung sind. Was die Autorin im Geiste mit dem wahrscheinlich unvergleichlichen Charles Dickens verbindet, ist ihr erschütterndes Plädoyer für alle armen Seelen, denen vom Leben und der Gesellschaft übel mitgespielt wurde. Auch der ironische Tonfall des Ich-Erzählers kann nicht über die dunklen Gefühle hinwegtäuschen, die durch die Realität des Lebens entstehen. Und so schreibt Barbara Kingsolver in ihrer Danksagung: "Die Kinder, die an diesen dunklen Orten jeden Tag hungrig erwachen, die ihre Eltern durch Armut und Schmerzmittel verloren haben, deren Sachbearbeiterinnen ständig ihre Akte verlegen, die sich unsichtbar fühlen oder sich wünschen, sie wären es: Dieses Buch ist für euch." FAZIT Für Lesende, die nie David Copperfield gelesen haben, wird der Mangel in Dramaturgie und Figurenzeichnung vielleicht weniger auffallen. Andererseits ist der Roman aus dem 19. Jahrhundert einem ganz anderen Lesepublikum angepasst und kann diese langsame und detaillierte Schreibweise, die gerade im ersten Teil des Buchs fast 1:1 übernommen wurde, heutige Leser noch fesseln? Persönlich waren mir viele Figuren viel zu eindimensional angelegt und ich habe Mr. Micawber vermisst. Für Steerforth, oder besser gesagt Fastforward hatte ich so große Erwartungen, die leider enttäuscht wurden. Vielleicht wollte die Autorin die Frauenfiguren stärken, aber da diese in der Adaption nicht aus der zugedachten Rolle ausbrechen, ist dies nur ein schwacher Versuch. Als gesellschaftliche Kritik mit einem gewissen literarischen Anspruch, mag dieser Roman durchaus gelungen sein, aber an die klassische Vorlage von Charles Dickens reicht diese Geschichte leider nicht heran.

4

Ich habe sehr mitgefiebert mit Demon und gehofft, dass es für ihn gut ausgehen wird… Einzig die Drogengeschichte war für meinen Geschmack zu sehr beschrieben und zog sich teilweise leicht in die Länge. Aber wie es dazu kam und was eigentlich Redneck und Hillbilly wirklich bedeutet, war wirklich interessant und mit zuvor nicht klar. Ein echt gutes Buch mit wenigen Längen und spannender Story um eine Hauptfigur, der man sich kaum entziehen kann.

Ch

4

Eigentlich interessante Story - manchmal allerdings langatmig

5

Voller Witz und Humor schildert die Autorin hier den Wachstum (und Verfall) des Protagonisten Demon Copperhead. Es ist sehr mitreißend geschrieben, als Leser*in erleben wir jede Emotion von Demon hautnah mit. Eine große Empfehlung!

5

Dieses Buch ist eine Verfilmung wert!

Eine Geschichte wie ein Leben. Nur dass Demon ein Kind ist. Adaptiert vom Klassiker David Copperfield mit einem aktuellen Thema: Chancengleichheit.

5

In dem Bestseller Demon Copperhead überträgt Barbara Kingsolver die leidenschaftliche Kritik an institutioneller Armut und ihren verheerenden Folgen für die Kinder der US Gesellschaft aus David Copperfield in ihre Zeit und Gegend.

Mit großer sprachlicher Intensität erzählt die heranwachsende Hauptfigur rückblickend von Armut, instabilen Familienverhältnissen, Pflege- und Waisenkindern, Drogenabhängigkeit und einer von Perspektivlosigkeit geprägten Lebenswelt. Trotz der schweren Themen bleibt der Ton einfach, lebendig und oft überraschend amüsant. Die Geschichte ist mitfiebernd, abwechslungsreich und stellenweise schmerzlich, zugleich aber farbig, abenteuerlich und zutiefst beeindruckend. Ein eindrucksvolles und nachhaltiges Leseerlebnis.

4.5

„Jeder weiß, dass alle, die in diese Welt geboren werden, von Anfang an gezeichnet sind - Gewinner wie Verlierer.“

Demon Copperhead erzählt rückblickend von seinem Leben, das schon als Kind nicht leicht startete. Die Mutter suchtkrank, der Vater tot, die ländliche Region geprägt von Armut. Wir begleiten ihn auf seinem Kampf durchs (Über)leben. Barbara Kingsolver gelingt es hervorragend Dickens ‚David Copperfield‘ in das Amerika der Neuzeit zu bringen. Es macht Spaß die Parallelen zu entdecken. Durch Demons Augen erfahren und fühlen wir die Ausmaße der Armut, des maroden Pflegesystems und der Opioidkrise in den USA. Und vor allem wie all das sich gegenseitig bedingt und Menschen in eine Abwärtsspirale drängt, aus der es unmöglich zu entkommen scheint. Ich hatte einen holprigen Start in die Geschichte, musste das Buch immer wieder beiseite legen. Es sind definitiv harte Themen, die nicht leicht auszuhalten sind. Trotz all der schweren Schicksale behält das Buch auch aufgrund Demons Humor aber eine gewisse Leichtigkeit, die es erträglich macht. Und spätestens nach dem ersten Drittel war ich komplett emotional involviert und bin nur noch so durch die Seiten geflogen. Mein einziger Kritikpunkt: Der Slang der Figuren, bewusst und meist auch sehr passend derb und roh, klang mir stellenweise etwas zu gewollt „cool“. Ich frage mich, ob es an der Übersetzung ins Deutsche lag und mir dieser Stil im Original weniger aufgestoßen wäre. Abgesehen davon finde ich den Roman inhaltlich und auch sprachlich definitiv empfehlenswert. Man sieht allein schon an der Anzahl meiner Annotationen: die fast 900 Seiten lohnen sich auf jeden Fall! Übersetzung: Dirk van Gunsteren

„Jeder weiß, dass alle, die in diese Welt geboren werden, von Anfang an gezeichnet sind - Gewinner wie Verlierer.“
5

Massiv unangenehm!

Down und down geht die Spirale, der wir hier beiwohnen «dürfen». Wieder einmal bin ich Kingsolver auf den Leim gegangen, einfach, weil sie so gut schreiben kann, einem die Protagonisten nahe bringt, schonungslos. Wir begeben uns hier in die Abgründe der Opioidkrise, vielleicht auch -skandal, die lange fast unsichtbar erst kürzlich die USA heimsuchte, Hundertausende Menschen, die in eine Opiatsucht gelockt wurden, Menschen die zugunsten von Profit abhängig gemacht wurden und daran zugrunde gegangen sind. Wir folgen Demon von klein auf, was dazu führt, dass er einem schon zu Beginn ans Herz wächst Wir «dürfen» dabei sein, wie er langsam hauptsächlich durch institutionellem Versagen beinahe zugrunde geht. Schonungslos wird hier nach meiner Ansicht sehr realistisch eine Gesellschaft mit ihren längst ausgehandelten Gesetzen aufgezeigt, die lange schon aufgegeben hat, einem moralischem Bankrott entgegenzuwirken. Demon lehnt sich immer noch nach seinen sehr eingeschränkten Möglichkeiten auf, was ihn sicher zu einem Helden macht. Man glaubt nicht, dass er es schaffen kann und dennoch hofft man und wünscht es ihm. Durch all die vielen Seiten fühlte ich mich bedrückt und mehr und mehr hoffnungslos, in einer Atmosphäre, die nur deprimierend sein kann. Die Lösung ist wohl, eine Grenze zu ziehen, als feinfühliger Mensch, der sich in Büchern gern mit den Protagonisten verbindet kein leichtes Unterfangen. Ein Roman nicht für zu sensible Menschen, sicher auch nicht für diese, die zu Depressionen oder Süchten neigen. Man muss ein bisschen hartgesotten sein, um all das Runterziehen dieses Romans aushalten zu können. Realität ist oft schmutzig, diese waschen zu wollen hilft uns, den Mut zum Weitermachen nicht zu verlieren. Aber schöngefärbt wird hier nichts. Dieses Buch ist eine Zumutung. Es liegt an dir, ob du es dir zumuten willst Warum also die volle Punktzahl? Weil es nicht anders geht, weil Kingsolver es wieder getan hat, ein überaus brillantes Erzählen kunstvoll in eine Form gebracht, in der man die Menschen, die darin leben, einfach nur lieben muss. Die Geschichte endet, als würde ein bis zum bersten aufgewühlter Fluss sich schliesslich ins Meer ergiessen. Wie eine Erlösung... buchstäblich.

4

Eine David Copperfield Adaption, wobei ich anmerken möchte, dass mir die Vorlage deutlich besser gefiel. Das Hörbuch kann ich empfehlen.

5

Ein großartiges Werk. Ich litt mit Damon durch seine Abgründe, feierte seine Erfolge, seine kurze Erholung von der Wirklichkeit und habe viele Charaktere in diesem Buch ins Herz geschlossen. Über 800 Seiten und ich hätte gerne weitere 800 gelesen.

5

Mitreißend. Wahrhaftig. Lebendig

4

Fast 900 Seiten - es gibt nicht viele Bücher, die den Spannungsbogen so lange halten können. Der Autorin ist das mit diesem Sozialdrama fast immer gelungen. Ein Junge, der in unaussprechlichen Verhältnissen aufwächst, herumgereicht in Pflegefamilien und durchgerutscht in einem System, das nicht wirklich geschaffen ist, "solche" Kinder aufzufangen. Tragisch! Ein höllischer Sumpf aus Vernachlässigung, Drogenkonsum, Armut. Trotzdem sind da immer Menschen, die auffangen, Lichtblicke und die Intelligenz des Protagonisten, die ihn letztlich das Schlimmste übwrwinden lässt. Die Autorin schreibt flüssig und authentisch, ich mochte das Buch. 2ü0 Seiten weniger hätten's aber schlussendlich auch getan.

4

Ein immersives und anklagendes Buch über Armut und seine Brüder Drogen und Tod. Aber auch ein Buch über Gemeinschaft. Das Anderssein und dem Verlangen nach Zugehörigkeit, Verlässlichkeit und vor allem mehr vom Leben.

Ich habe auch nach all den Jahren des Lesens immer noch Vorbehalte bei dicken Büchern à la "was kann man zu erzählen haben das mehr als 600 Seiten einnimmt, aber kein Mehrteiler ist". So bin ich gestartet und es sind deshalb keine 5 Sterne, weil es auf 600 gepasst hätte. Ende der Kritik. Bewundert habe ich den kindlich/Jugendlichen Blick mit dem das Buch erzählt wird. Der es erlaubt vieles nur anzudeuten und zu vermuten. Das Rein- und Rausgehen der Menschen in Demons Leben, was perfekt beschreibt, wie sich Leben und vor allem Jugend anfühlt. Das Einbinden von Geschichte ohne Überhand zu nehmen. Aber vor allem eine Hauptfigur, die ein vielseitiges Innenleben hat und dadurch immer wieder "davon kommt". Ein fantastisches Buch, dass durch Raffung noch zugänglicher wäre.

4.5

Intensiv. Tiefgehend. Todtraurig. Es macht wütend, es gibt Hoffnung. Es macht dich sprachlos und lässt dich alle Emotionen fühlen.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was ich sagen soll… dieses Buch hat mich komplett emotional durchgeschüttelt. Demon Copperhead ist so intensiv und stellenweise so tieftraurig, dass es wirklich wehgetan hat zu lesen. Es gibt schöne, warme Momente… aber die gehen einem fast noch näher, weil man weiß, wie viel Dunkelheit dazwischen liegt. Gerade die Themen Tablettenabhängigkeit, Drogen, Beschaffungskriminalität, aber auch Aufwachsen & Gewalt in Pflegefamilien und allem, was damit zusammenhängt, sind keine leichte Kost… Man begleitet Demon durch so viele schwere Situationen… staunt, wie jung er eigentlich ist und wie oft er im Stich gelassen oder ausgenutzt wird. Diese ganzen Pflegestellen, die vielen Menschen, die ihn prägen, beeinflussen, manipulieren… das war teilweise schwer auszuhalten. Und trotzdem gibt es sie… eine handvoll Menschen, die an seiner Seite sind. Die Hoffnung geben, ihn stützen, die ihn irgendwie weitermachen und auch hoffen lassen. Irgendwann wollte ich einfach nur noch schnell weiterlesen… noch schneller, weil ich dieses dringende Bedürfnis hatte, dass es für ihn doch irgendwie gut ausgeht. Es wird gefühlt immer schlimmer, bevor es besser wird… und genau das macht die Geschichte so schwer aushaltbar, aber auch so stark. Demon und seine Geschichte sind mir total nah gegangen… und ich glaube, er wird mich noch eine ganze Weile begleiten. Ach, Damon…! Ein unglaublich berührendes, intensives Buch… das einen nicht einfach wieder loslässt.

4.5

Es war unglaublich kurzweilig, obwohl 862 Seiten wohl eher in die „Dicker Schinken“ Kategorie fällt. Man fliegt aber förmlich über die Seiten, weil der Schreibstil sprachgewaltig und angenehm, größtenteils sogar auf sarkastische Art humorvoll ist. Ich habe David Copperfield, was wohl als Vorbild galt, noch nicht gelesen, daher kann ich die Parallelen nicht beurteilen. Aber dieses Buch mochte ich echt gern, auch wenn mir die Dramen an dem ein oder anderen Punkt doch etwas übertrieben waren. Das Ende war gelungen und hat es noch so richtig abgerundet. Empfehlung!

3

»Mein Rat an jedes Kind, das diese Möglichkeit hat: Nimm deine süße Kindheit und lauf.«

Demon ist schon als Junge vom Leben gezeichnet. Sein Vater kam vor seiner Geburt um und seine Mutter – eine eigentlich liebevolle Frau – geriet nicht nur an Drogen, sondern auch an den falschen Mann, der beide in seiner Gewalt hatte. Nach dem Tod seiner Mutter versucht er sich seinen Weg durchs Leben zu schlagen und gerät von einer schlimmen Pflegefamilie in die nächste. Sie lassen ihn für seine Miete und Verpflegung in jungen Jahren arbeiten und kassieren selbst das Geld vom Jugendamt. Einzig die Peggots, die ihn von klein auf kennen, stehen ihm als Familie unterstützend zur Seite. Dass er dabei, um das Leben mitsamt Enttäuschungen und Widrigkeiten in seinen jugendlichen Jahren überhaupt zu ertragen, an Drogen gerät und sich in Abhängigkeiten verstrickt ist tragisch, aber kommt keineswegs unerwartet. Als sich später alles zum Guten zu wenden scheint, kommt schon der nächste Schlag. So erleben wir die wilde Odyssee durch Demons Leben hautnah mit und doch, trotz der vielen drastischen Handlung, hat mir der nötige Tiefgang gefehlt, um direkt in die Geschichte einzutauchen und mehr dabei zu fühlen. Außerdem waren doch einige Szenen vorhersehbar und manchmal habe ich den Durchblick bei den vielen Figuren verloren, insbesondere wenn ganz zu Beginn erwähnte Personen plötzlich wieder mit Namen auftauchten und ich erstmal überlegen musste, wer jetzt eigentlich gemeint ist. Dazu sorgten einige Längen, insbesondere gegen Ende, dafür, dass es teils mühselig war, das Buch weiterzulesen. Auch wenn das jetzt vielleicht etwas negativ klingt, hat mir das Buch gefallen, auch wenn es doch, nach den vielen mehr als positiven Rezensionen, deutlich hinter meiner Erwartungen zurückblieb, ich mir mehr Tiefe und einige Kürzungen gewünscht hätte. »Wenn irgendjemand je gewollt hatte, dass ich glücklich war, hatte ich nichts davon gemerkt.«

»Mein Rat an jedes Kind, das diese Möglichkeit hat: Nimm deine süße Kindheit und lauf.«
4.5

Ein Hörbucherlebnis von über 20 Stunden, wunderbar gelesen von Fabian Busch, daß ich euch gerne ans Herz legen möchte! Obwohl es um sehr schwierige Themen geht, glänzt der Roman mit vielschichtigen Charakteren, abwechslungsreiche Handlungen und nicht zuletzt auch mit Hoffnung.

5

Als ich die Hälfte des Buches gelesen habe, wollte ich es dringend weg legen, besser werfen. Bitte nicht! Aber man lässt diesen Ich -Erzähler, Demon, nicht allein, nachdem man die erste Hälfte mit ihm durchgestanden hat. Seine Kinderhand gehalten und ihn mit seiner rauen, sensiblen Erzähler Stimme liebgewonnen hat. Man geht auch noch mit durch die amerikanische Drogenhölle. Haltet durch, diese Kinder und Menschen brauchen uns. Wir sollten niemals wegsehen! Demon zeigt, dass dies auch in der Hölle, als Opfer von Gewalt, Vernachlässigung, maßloser Ungerechtigkeit, am Boden der Gesellschaft liegend, möglich ist.

5

Demons Achterbahnfahrt wir so bildhaft, humorvoll und tragisch erzählt. Das hat super viel Spaß gemacht.

5

Resilienz in Kupferrot: Warum „Demon Copperhead“ mein 5-Sterne-Highlight ist

Für meine Lesechallenge 2026 habe ich mir die Kategorie „Ein Buch mit mehr als 500 Seiten“ vorgenommen – und mit Barbara Kingsolvers Demon Copperhead direkt einen Volltreffer gelandet. Es ist kein Wunder, dass dieses Werk den Pulitzer Preis und den Women’s Prize for Fiction abgeräumt hat und die Nummer 1 der NYT Reader’s Choice ist. Für mich persönlich war es ein absolutes Highlight, das mich tief bewegt hat. Die Geschichte von Demon ist eine Odyssee durch die dunkelsten Ecken der menschlichen Existenz: • Das Fundament: Ein Junge, dessen Vater vor der Geburt stirbt und dessen drogenabhängige Mutter an den falschen Mann gerät. • Der Abgrund: Nach einer Überdosis der Mutter wird Demon durch das gnadenlose System der Pflegefamilien gereicht – Schläge und illegale Kinderarbeit inklusive. • Der Lichtblick: Die Flucht zu seiner Großmutter und die Chance, endlich einfach nur Kind zu sein. • Die Tragödie: Der Aufstieg zum Football-Star, gefolgt von einem Unfall und dem unvermeidlichen Absturz in den Drogensumpf durch falsche Schmerzmittel-Therapien. Ich würde Barbara Kingsolver gerne fragen: Wie viele Tränen haben Sie beim Schreiben vergossen? Denn beim Lesen bleibt kein Auge trocken. Ein Satz hat mich dabei besonders verfolgt: „Man kriegt nichts gut geschrieben für all die Extrakilometer, die einen nirgendwohin bringen.“ Er beschreibt perfekt dieses Gefühl, wenn man ums Überleben kämpft, während die Welt einen scheinbar vergisst. Obwohl ich Spannung und Schreibstil für sich genommen bei soliden 3 Sternen sehe, bekommt das Gesamtwerk von mir die volle Punktzahl. Warum? Weil Demons krasse Resilienz und sein Wille, niemals aufzugeben, so meisterhaft gezeichnet sind. Das Ende – clean, mit festen Zielen vor Augen – war einfach nur schön und versöhnlich. Mein Fazit: Ein Buch über Traumata und Sucht, aber vor allem über die unbändige Kraft des Lebens. Meine wichtigste Erkenntnis: Gib niemals auf. Du wirst es schaffen. Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem, der bereit ist für eine Geschichte, die wehtut, aber am Ende heilt.

5

Ein Meisterwerk das seinesgleichen sucht…!

Demons Geschichte - so roh und gleichzeitig so berührend. Eine sprachgewaltige Umsetzung schwerer Themen, ohne jemals belehrend oder realitätsfern zu sein. Kein Wunder, dass Kingsolver hierfür den Pulitzer erhielt!

5

Ein literarischer Brocken voller Schmerz und Schönheit

Demon Copperhead ist ein echtes Schwergewicht – nicht nur, was den Umfang betrifft, sondern vor allem emotional. Die Geschichte von Demon hat mich tief berührt und regelrecht mitgerissen. Sie ist fantastisch geschrieben, eindringlich erzählt und bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf und im Herzen. Ich habe das Buch geliebt – und gleichzeitig gelitten. Demon muss so viel durchmachen, dass es stellenweise fast weh tut weiterzulesen, und doch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Es steckt voller eindrucksvoller Zitate, trauriger Wahrheiten und bewegender Momente, die einen nicht mehr loslassen. Ein absoluter Kracher, den ich jederzeit wieder lesen würde. Für mich eines der bedeutendsten Bücher in diesem Jahr! Ergreifend, literarisch kraftvoll und unvergesslich – Demon Copperhead ist ein Meisterwerk.

5

Ein beeindruckendes Buch. Unglaublich gut geschrieben. Schwer zu ertragen. 550 Seiten direkt in die Fresse rein. 5 Sterne.

4.5

Heartbreaking coming-of-age story set in the early stages of the opioid epidemic in rural USA.

„This was the full-throttle type of love that I never figured out properly, due to being raised in a shotgun fashion. What my twisted little raggedy heart had always, always wanted. A mother, simple as that.” In this amazingly written novel, our protagonist faces the perils of devastating losses, foster care, addiction and poverty, as well as love, kindness, athletic success and art. Demon, burn to be a survivor, tells his story from a future perspective in strictly chronological order. He is a witted and compassionate character whose resilience against all the bad luck that thrown his way doesn’t save him from his tangible loneliness: “I wanted to go home. Which was nowhere, but it’s a feeling you keep having, even after that’s no place anymore.” His choices a consequence of the experiences he made early in life, he is seemingly unable to free himself from the vicious cycle he was left in early on. I rooted for Demon from the start and felt with him all the way. At most times, the pace isn’t plot-driven and therefore rather slowly. Barbara Kingsolver not only tells Demon’s personal journey, but also brings to light the gritty realities of life in Lee County in the mountains of southern Appalachia, one of the poorest and least populated counties in the USA. Exploited by the coal industry, little prospects for young people and treated as “the dogshit of America”, it is not too difficult to see why the opioid epidemic still keeps a firm grip around some parts of rural USA to this day. „This is what I would say if I could, to all smart people of the world with their dumb hillbilly jokes: We are right here in the stall. We can actually hear you.” This book is a masterpiece of thought-provoking literature and lingers long after finishing it. If used to a faster pace, you need some patience while reading it but it’s absolutely worth it.

3.5

Als Hörbuch sehr zu empfehlen. Die erste Hälfte des Buches hat mich wirklich beweget und begeistert. Leider fand ich es insgesamt dann doch etwas lang und es konnte mich emotional zum Ende nicht mehr packen.

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