Der Gott des Waldes

Der Gott des Waldes

Taschenbuch
4.34679

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Beschreibung

"Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!"

Manche sagen, es sei tragisch, was den Van Laars widerfahren ist.
Manche sagen, die Familie habe es verdient. Sie hätten sich nicht einmal bei den Suchern bedankt, die fünf Nächte lang im einskalten Wind ausharrten, um ihren vermissten Sohn zu finden.
Manche sagen, es habe einen Grund gegeben, warum die Familie so lange brauchte, um Hilfe zu rufen. Dass sie wussten, was mit dem Jungen geschehen war.
Jetzt, vierzehn Jahre später, ist die Tochter der Van Laars in derselben Wildnis wir ihr Bruder verschwunden.
Manche sagen, es gebe keine Verbindung zwischen den beiden Fällen.
Manche sagen, so etwas könne kein Zufall sein.


Es ist August 1975, ein Sommer, der das Leben vieler Menschen in den Adirondack Mountains für immer verändern wird. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Was wissen die anderen Kinder im Camp über Barbaras Verschwinden, und was verheimlichen die Angestellten, die im Schatten der Van Laars ihr Dasein fristen? Was hat der aus dem Gefängnis entflohene «Schlitzer» mit all dem zu tun und welche Geheimnisse hütet die Familie selbst?
Mit scharfem Blick führt Liz Moore in ihrem neuen packenden Roman an die Abgründe von sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch, lässt aber auch den Kampf um weibliche Selbstbestimmung und den großen Wert von Freundschaft hochleben. Mit «Der Gott des Waldes» hat sie nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben.

"Ein brillantes, fesselndes Meisterwerk!" Miranda Cowley Heller, Autorin von "Der Papierpalast" New York Times-Bestseller Empfehlungstitel auf Barack Obamas Summer Reading List Gewinnerbuch von Jimmy Fallons Summer Read Book Club Neue Miniserie von "Long Bright River" bei Peacock Miniserie von "Der Gott des Waldes" in Planung "Ein literarischer Thriller, der einem die Luft zum Atmen nimmt." Glamour

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
592
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Liz Moore, geboren 1983, hat zunächst als Musikerin in New York gearbeitet und anschließend begonnen, Romane zu schreiben. Bei C.H.Beck erschienen neben "Der Gott des Waldes" noch "Long Bright River" - mittlerweile auch als Serie verfilmt - und der SPIEGEL-Bestseller "Der andere Arthur". Cornelius Hartz lebt als freier Autor und Übersetzer in Hamburg. Er hat zahlreiche Romane und Sachbücher u.a. von Rye Curtis, Edward Carey und Catherine Nixey übersetzt.

Beiträge

935
Alle
5

Ein Roman, der mich total gefesselt hat!

Natürlich zum einen wegen den beiden Vermissten, die gesucht werden, zu einer unterschiedlichen Zeit. (Die Zeitsprünge sind durch einen Zeitstrahl gekennzeichnet. Das hat für mich super funktioniert) Aber auch aufgrund der vielen Figuren, die hier eine Rolle spielen und nach und nach ihre Fassetten zeigen. Man erfährt Schritt für Schritt mehr und mehr und doch rätselt man, wie kann das gelaufen sein? Gibt es Zusammenhänge ? Ich find das Buch grandios, habe es trotz der vielen Seiten sehr schnell gelesen und es sehr genossen.

3.5

Ich habe mir vom Ende ehrlich gesagt etwas mehr erhofft 🤔

Insgesamt fand ich das Buch aber sehr spannend. Besonders der Erzählstil, die Handlung, das Setting im Wald und die wechselnden Perspektiven der verschiedenen Personen – sogar über unterschiedliche Jahre hinweg – haben mir richtig gut gefallen. Es stimmt, die Geschichte kam eher langsam voran, aber genau das hat für mich auch gepasst und zur Atmosphäre beigetragen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass das Buch noch mehr Potenzial gehabt hätte. Leider fand ich das Ende nicht besonders spektakulär und etwas zu abrupt. Es wirkte fast so, als hätte man sich am Schluss nicht mehr die Mühe gemacht, es spannender oder runder auszuarbeiten. Deshalb gibt es von mir nur 3,5/5 Sterne ⭐️ von mir

4.5

Ein literarisches Meisterwerk 🌲 🏕️

Der Gott des Waldes von Liz Moore hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. In dieser Geschichte geht es um die zwei Kinder der Familie Van Laar, denen ein Naturreservat gehört, in welchem jedes Jahr ein Sommercamp für Jugendliche stattfindet. Der Sohn der Familie namens Bear ist vor 14 Jahren in dem Naturreservat verschwunden und wurde seitdem nie gefunden. 14 Jahre später verschwindet dann auch das zweite Kind der Familie, die Tochter Barbara, während sie am Sommercamp im Reservat teilnimmt. Während die Familie und Campteilnehmer nach Barbara suchen, wird die Familie auch von den vergangenen Ereignissen zum Vermisstenfall ihres Sohns eingeholt und schnell bemerkt, dass die beiden Fälle miteinander zusammenhängen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe es geliebt, dass zwischen den Charakteren, aber auch den Zeitebenen hin und her gesprungen wurde, da man so einen detaillierten Einblick in die Familie, ihre Umgebung und Geschichte bekommen hat. Die Story war spannend und gleichzeitig erschütternd, da vor allem in den Erzählperspektiven der 50er- und 60er Jahre schmerzhaft deutlich gemacht wurde, wie wenig Rechte Frauen eigentlich damals hatten. Es ist sowohl ein gesellschaftskritischer Roman als auch ein Thriller, der durch seine ausführliche Erzählweise eine sehr reale Atmosphäre kreiert, sodass ich das Gefühl hatte, Teil des Sommercamps gewesen zu sein, während die Vorkommnisse ihren Lauf nahmen.

Ein literarisches Meisterwerk 🌲 🏕️
4.5

Feriencamp des Grauens

Das hat Spaß gemacht! Man rätselt, man leidet, man gruselt sich ein wenig... Eine tragische Familiengeschichte mit lauter unglücklichen Menschen die sich gegenseitig noch tiefer ins Unglück treiben. Dazu eine kleine feine Krimigeschichte die aber irgendwie nur vordergründig Raum einnimmt. Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt und bis zum (zugegebenermaßen wenig überzeugenden) Ende nicht mehr losgelassen. Ich mag einfach gerne Geschichten mit vielen Verdächtigen bei denen man mitknobeln und seine eigenen Theorien aufstellen kann.

5

Gott des Waldes von Liz Moore

Ein unglaublich fesselnder Roman! Der bildhafte Schreibstil von Liz Moore hat mich sofort in den Bann gezogen. Besonders beeindruckend ist, wie die vielen Charaktere zu Beginn eingeführt werden und sich nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Die Geschichte rund um Barbara ist spannend erzählt und wird durch die Einblicke in die Vergangenheit perfekt ergänzt. Dadurch entsteht eine dichte, atmosphärische Handlung, die man kaum aus der Hand legen kann. Ein echtes Highlight!

Gott des Waldes von Liz Moore
5

Potentieller Anwärter auf mein Jahreshighlight

Ich habe die Tage "Der Gott des Waldes" beendet und kann sagen, dass es mich sehr begeistert hat. Es hat gute Chancen ein Jahreshighlight zu werden 🥰 Ich mochte wirklich alles an der Geschichte. Angefangen vom Erzählstil, die Zeit in der die Handlung spielt bis hin zu den Figuren, die die Autorin großartig charakterisiert hat. Ich bin froh, dass ich mir das Buch gekauft habe...weil ich am Anfang noch etwas gezögert hatte. Ich hatte etwas anderes dahinter vermutet 😄

5

Packende, charmante Mischung aus Yellow Jackets und ein Zwilling kommt selten allein

Liz Moore entführt in „Der Gott des Waldes“ in die geheimnisvolle, rustikale Welt eines abgelegenen Ferienlagers. Die idyllische Atmosphäre wird mit aufregenden Erlebnissen wie Schwimmwettbewerben im See und Survivaltraining kombiniert, die für die Jugendlichen prägende Momente darstellen. Besonders der Trip zur Selbstbehauptung ist für viele das erste Mal, auf eigenen Beinen zu stehen und Selbstvertrauen zu finden. Doch die wahre Spannung entsteht durch die Machtspiele der reichen Männer, die sich alles nehmen und ihre eigenen Regeln aufstellen – zu Lasten der „normalen“ Menschen und besonders der Frauen, die oft unfassbare Wege finden müssen, sich durchzusetzen. Einige zerbrechen daran, andere wachsen über sich hinaus. Typische gruselige Lagerfeuergeschichten verstärken die mystische Atmosphäre und bringen die Jugendlichen zusammen, während sie gleichzeitig ihre Ängste und Hoffnungen reflektieren. Moore gelingt es, verschiedene Erzählperspektiven und Zeitfenster zu nutzen, um die unterschiedlichen Hintergründe der Jugendlichen darzustellen und zu zeigen, wie sie trotz unterschiedlicher Verhältnisse in der rauen Natur zueinanderfinden und sich Halt geben. Die Nebencharaktere und Erzählstränge verleihen dem Buch zusätzliche Tiefe, und die Geschichte bleibt stets spannend bei einem angenehmen Tempo. „Der Gott des Waldes“ ist ein packendes Leseerlebnis, das die Komplexität menschlicher Beziehungen und das Wachstum inmitten von Geheimnissen und Machtkämpfen zwischen Geschlechtern, Generation und sozialen Schichten meisterhaft einfängt.

4.5

Ein Gesellschaftsroman der allerfeinsten Sorte! 🤞🏼

Spannend! Diese Geschichte hat mich von Beginn an mitgerissen 🤩 Es geht um Missstände, Machtverhältnisse und das Leben einfacher Leute in den 70er-Jahren. Trotz der vielen Charaktere und Zeitsprünge fiel es mir an keiner Stelle schwer, der Handlung zu folgen - es wurde dadurch sogar nur noch aufregender! Ich habe mit so einigen Figuren sympathisiert, aber das Schicksal von Alice hat mich besonders getroffen .. 💔 Zwei verschwundene Kinder, eine zerrüttete Familie und verschiedenste Verstrickungen, die man beim besten Willen nicht erahnt 😶 dicke Empfehlung meinerseits!

4.5

!!!

Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen - unfassbar gut!

5

•Highlight 🏕️🌳

„Der Gott des Waldes“ hat mir unglaublich gut gefallen. Die Geschichte über 2 verschwundene Kinder und deren Familien beinhaltet viele Plots, allerdings mit einem abgeschlossenen Ende. Die einzelnen Personen und deren Handlungen waren spannend, sodass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Kapitel sind gut strukturiert, dadurch ist es mir leicht gefallen, den Überblick über alle Protagonist*innen und Handlungszeitpunkte behalten zu können. Liebs

•Highlight 🏕️🌳
4.5

Literarischer Thriller / Krimi, sehr atmosphärisch, spannend und bewegend.

4.5

"Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!" - Packender Krimi in tollem Natursetting

Was passiert, wenn du die Seiten aufschlägst? Es ist August 1975, ein Sommer, der das Leben vieler Menschen in den Adirondack Mountains für immer verändern wird. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Wie bin ich auf das Buch gekommen? Ich bin auch über Rezensionen in READO neugierig auf den Roman geworden. Die Geschichte hat begeisterte Kritiken hervorgerufen und war auf der Summer Reading Empfehlungsliste von Barack Obama. Was hat mir gefallen? Der Roman ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne: die Autorin lässt sich Zeit, eine größere Anzahl von Figuren zu entwickeln und wirklich zum Leben zu erwecken. Dabei ist kein Platz für Schwarz-und-Weiß: jede Person hat seine dunklen und hellen Seiten, unverarbeitete Traumata. Im Stil eines guten WHO-Done-IT-Krimis machen sich viele Personen verdächtig, die Spekulationen der Leserinnen und Leswer bekommen viel Nahrung und wandern hin und her. Spätestens ab Seite 200 entwickelt sich der Roman zu einem echten Pageturner. Man möchte unbedingt wissen, was mit den vermissten Kindern passiert ist. Zum Spannungsaufbau trägt dabei auch die Konstruktion des Romans bei: der Leser springt zwischen den Sichtweisen einzelner Figuren und in verschiedenen Zeitebenen hin und her. Darüberhinaus gelingt es der Autorin eine wunderbares Natur-Setting zu entwerfen, das die unheimliche und düstere Atmosphäre der Handlung eindrucksvoll unterstreicht. Es entsteht so auf den zweiten Blick auch ein packender Gesellschaftsroman, der die Abgründe von sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch, aber auch den Kampf um weibliche Selbstbestimmung und den großen Wert von Freundschaft thematisiert. Was könnte besser sein? Ich habe in diesem Jahr wirklich noch nichts besseres gelesen, allein das Ende fällt dann vielleicht doch ein wenig zu unkreativ und etwas vorhersehbar aus. Manchmal habe ich mich auch in den Zeitsprüngen und vielen Figurennamen kurzzeitig verloren. Aber das ist "Jammern auf hohem Niveau". Ich hatte wirklich Spaß an dem Roman! Wer sollte den Roman lesen? Wer Interesse an anspruchsvollen Thrillern und gesellschaftskritischen Romanen hat, die viel Wert auf Figurenentwicklung legen und die unheimliche Atmosphäre der Kanadischen Wälder (Twin Peaks lässt grüßen!) liebt, sollte dem Roman eine Chance geben. Große Empfehlung!

4

Spannender Familienroman, der sich einfach so weglesen lässt. Zu viel Spannung darf man aber nicht erwarten, da hier immer noch die Familiengeschichte einen beträchtlichen Teil des Buches ausmacht, was mich allerdings gar nicht gestört hat. Der Handlungsort hat es mir besonders angetan. Ich konnte ihn mir ganz wunderbar vorstellen. Die Handlung selbst war unvorhersehbar, man konnte aber ein Gefühl für den Ausgang des Buches entwickeln. Hier gab es für mich jetzt keine sehr überraschende Wendung. Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, den ich gern gelesen habe.

5

Highlight...

Oh lange bin ich um dieses Buch herum geschlichen, in jeder Buchhandlung in die Hand genommen, Klappentext gelesen und doch wieder zurück gestellt. Gefühlt jeder zweite Post auf Instagram: dieses Buch, Rezensionen erstmal weiter gescrollt. Mein Lieblings-Buch-Potcast hatte es in der Bestseller Challenge. Auch diese Potcastfolge erstmal nicht gehört. Und dann doch... Rezensionen angeschaut oder gelesen, Potcast gehört und gehofft das es den Hosts gefallen hat. Letztendlich gekauft, gebraucht aber egal (falls es mich doch enttäuscht hab ich zumindest nicht den vollen Preis bezahlt 😉) Heute bin ich durch, der Anfang zog sich etwas ich brauchte den ersten Teil um reinzukommen, aber dann kam dieses Buch überall mit hin, jede freie Minute wenigstens 1. Kapitel lesen... Mit schweren Augen manchmal auch 2 oder 3. Den letzten Abschnitt jetzt in einem durch. Die Geschichte entwickelt einen ganz eigenen Sog, man fühlt so mit vor allem mit den Frauen. Zwischenzeitlich wechseln sich Wut, Unglaube und Traurigkeit ab. Für mich absolut gelungener Mix zwischen Kriminal- und Gesellschaftsroman. (In manchen Beschreibungen steht auch Thriller, aber das war es für mich nicht) 1. Lesehighlight dieses Jahr 👍🏻

3.5

Puzzlestücke

Vor 14 Jahren ist der Sohn der Van Laars spurlos verschwunden. Nun ist auch die Tochter unauffindbar und erneut beginnt die verzweifelte Suche nach Spuren und Hinweisen. Die Geschichte entfaltet sich sehr gemächlich. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und springt auch in der Zeit hin und her. So setzt sich die Geschichte langsam wie ein Puzzle zusammen. Es war einerseits toll, dass die Geschichte von so vielen Personen erzählt wurde. Dadurch erhalten wir interessante Einblicke in die Klassenunterschiede und die Stellung von Frauen. Andererseits führten die Sprünge in Perspektive und Zeit dazu, dass ich nie komplett drinnen war in der Geschichte und auch jede Person immer nur ein bisschen kennengelernt habe. Es war nicht ganz leicht, bei der Stange zu bleiben. Die Geschichte lebt von vielen kleinen Momenten und Interaktionen, aber durch das langsame Zusammenführen der zahlreichen Stränge fehlte es an Spannung. Das Buch war trotzdem nicht langweilig und ich habe auch gerne mitgerätselt und einige Theorien aufgestellt und wieder verworfen.

4.5

„Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei.“ Es ist 1975 - und Barbaras Bett ist leer. Sie ist aus dem Camp verschwunden, in dem sie die Sommerferien verbringt. Das Camp, das zum Anwesen ihrer Familie gehört. Das Grundstück, wo viele Jahre zuvor auch ihr Bruder spurlos verschwunden ist. Manche vermuten zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang, manche bestreiten ihn vehement. Fest steht, dass das Gewirr von Schuld und Sühne, von Verbrechen und Rache nicht einfach zu durchschauen ist. Was für ein kluger, leiser Roman, was für eine kraftvolle und schreckliche Geschichte. Die Geschichte von Barbara und Bear wird nicht linear oder in einfacher Struktur erzählt, vielmehr sind es Fetzen und Puzzlestücke aus verschiedenen Jahren, die erst ganz langsam eine Struktur ergeben. Und nur für den, der ein bisschen zwischen den Zeilen liest. Die Geschichte ist in den 60er und 70ern angesiedelt - und Liz Moore zerpflückt die gesellschaftlichen Schichten akribisch, beschreibt Ohnmacht und Reichtum, die nebeneinander existieren - und gleichzeitig dringt der Lesende immer weiter in die Sozioanalyse vor, ohne dass er es eigentlich bemerkt. Verschiedene PoVs verleihen der Geschichte ihre Würze. Von den Kids möchte ich Tracy herausgreifen - Barbaras Campfreundin, die in den Ferien eine Wandlung durchläuft und Mut und Durchhaltevermögen beweist. Von den Erwachsenen Judytha, die Polizistin, die neben vielen Anderen mit Barbaras Verschwinden beschäftigt ist und einen schweren Stand hat, sowohl im privaten als auch im beruflichen, sich aber trotzdem in dem Fall verbeißt und an ihm wächst. Ihre Figur fand ich großartig. Alice, die Mutter der beiden Kinder, wirkte in ihrer Ohnmacht sowie in ihrem Handeln sehr spannend - und gleichzeitig habe ich ihr ihre Gefühle abgekauft, so problematisch diese auch waren. Mich hat der Kampf um Schuld und Sühne, um Machtmissbrauch der Privilegierten wütend gemacht, obwohl er gar nicht so offen geführt wurde. Sondern eher leise mitlief, dafür aber umso eindrücklicher. Umso heller strahlte das Plädoyer für die Freundschaft, das Moore in diesen gesellschaftskritischen Roman hineingeschrieben hat. Kleine Gesten waren es am Anfang, die mich zum lächeln gebracht haben - kommt die Freundschaft und Fürsorge doch in vielerlei Gestalt daher, und offenbart sich in ihrer Gänze erst am Ende. Ich habe lange gerätselt, wer denn nun der Gott des Waldes ist und auch einige Vermutungen wieder verwerfen müssen. Am Ende wurde meine Neugier jedoch vollends befriedigt. Als Kritik bleibt mir nur zu sagen, dass durch die vielen PoVs und durch die Zeitsprünge (die an sich niemals ein Problem für mich waren in diesem Buch!) das Tempo hier und da gelitten hat. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Man sollte sich bewusst sein, dass man mit diesem Werk keinen Thriller in Formel 1 Geschwindigkeit in den Händen hält, sondern einen tollen Mix aus Gesellschaftskritik und literarischen Thriller. Mir hat „Der Gott des Waldes“ sehr viel gegeben - er ist eine Empfehlung für alle, die hintergründige Thriller lieben und tief in die obere Gesellschaftsschicht eintauchen möchten.

4.5

Der Einstieg gestaltet sich etwas schleppend, doch nach etwa einem Drittel gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo und entwickelt sich wirklich spannend. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven entsteht ein vielschichtiges Bild der beiden Vermisstenfälle – und zugleich ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Strukturen Die Auflösung der Geschichte ist in meinen Augen , zumindest was Barbaras Verschwinden betrifft, etwas Unglaubwürdig.

4

Tiefgreifend, atmosphärisch!

𝓦𝓮𝓻𝓫𝓾𝓷𝓰 - 𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷𝓼𝓮𝔁𝓮𝓶𝓹𝓵𝓪𝓻 Hallo #bookstagram 👋 Der Klappentext von #dergottdeswaldes hat mich direkt angesprochen, weshalb ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe. Die Mischung aus Erzählung und Spannung hat mich interessiert und stellenweise auch sehr gefesselt. Dennoch bin ich ein wenig zwiegespalten, meine Bewertung passend zu formulieren. Die Autorin hat einen ganz tollen, ausschweifenden und sehr bildlichen Schreibstil. So konnte ich mir das Setting und den Wald wirklich ausgezeichnet vorstellen. Die Charaktere wurden nach und nach äußerst vielschichtig und detailliert aufgebaut. Zum Verlauf der Geschichte gehören allerdings etliche verschiedene Protagonisten, weshalb ich gelegentlich nochmal schauen musste, durch wessen Augen ich der Handlung gerade folge. Zudem spielt die Geschichte auch zwei Zeit-Ebenen. Da die Kapitel aber ausgezeichnet mit Datum und Namen versehen sind, habe ich mich meist sehr schnell wieder zurecht gefunden. Den Titel kann ich nicht ganz nachvollziehen, ehrlicherweise habe ich aufgrund des Titels auch ein bisschen mehr "Grusel" oder sogar etwas Übernatürliches erwartet. Mittig hatte das Buch für mich einige Längen, ich hätte einige Seiten weniger gebraucht. Trotzdem ist die Art der Erzählung und der Aufbau, durch den man nur Stück für Stück Häppchen bekommt klasse gelöst und recht fesselnd. Erstaunlicherweise bin ich keinem der Charaktere wirklich nah gekommen, alle waren irgendwie sehr steif und kalt, sehr unnahbar irgendwie. Vermutlich hätte ich eine Haupt-Figur gebraucht, um zu 100% gefesselt zu sein. Alles in allem hat der Roman mich gut unterhalten und ich werde zukünftig auf alle Fälle beachten, was die Autorin weiterhin veröffentlicht, den wichtige Botschaften wie weibliche Selbstbestimmung hat sie großartig rüber gebracht. 3,5-4/⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne

4.5

"Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei so laut du kannst"

Unglaublich gute Charaktere, spannender Plot und komplizierte Beziehungsgeflechte. Ein Roman, der nicht für jeden ist, da es unglaublich viele Charaktere gibt und die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Ich musste mich anfangs in die Geschichte reinfinden, konnte dann aber schnell nicht mehr aufhören zu lesen. Langsam entstand ein Gesamtbild und das Ende war so ganz anders als erwartet.

"Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei so laut du kannst"
3.5

Sehr viel richtig gemacht. 👍👍👍👍 „Der Gott des Waldes“ hat mir insgesamt ganz gut gefallen und trotz das die Geschichte so garnicht meins war, wollte ich zu jeder Zeit wissen, wie es weitergeht. Durch die ersten 200 Seiten musste ich mich allerdings ganz schön durchkämpfen. Es wurde teilweise sehr in die Länge gezogen und so wirklich was passiert ist auch nicht. Der Schreibstil ist top 👍 und lässt einen am Ball bleiben, trotz das die Geschichte sehr unspektakulär und langsam erzählt wird. Für mich blieb die Spannung durch die vielen Personen und Zeitsprünge etwas auf der Strecke, hat das ganze aber irgendwie abwechslungsreich und doch etwas spannend gemacht. Mmhh 🤔. Bin jetzt verwirrt 😖. Habe zumindest etwas gebraucht um reinzukommen und mir alles zu merken. Ich kann allerdings verstehen, warum so viele Leute die Geschichte mögen 👍👍 und auch 5 ⭐️ vergeben. Ich fand das Buch jetzt nicht super gut, aber irgendwie hab ich es doch gemocht 😊. Vielleicht mag ich ja doch Romane und weiß es aber noch nicht 🤔🤔. Den mehr wie ein Roman / Familiendrama ist es leider nicht. Thriller oder Krimi nie im Leben. Dafür fehlte noch einiges. Aber…………… durchaus Lesenswert 🤔😁. Für meine Verhältnisse habe ich das Buch relativ schnell durchgelesen. Ist auch ein Pluspunkt. Von mir gibts super gute 3,5 ⭐️ von 5 ⭐️

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4

Ein eher langsamer erzählter, aber fesselnder Thriller, perfekt für den Sommer.

Ich war aufgrund der vielen positiven Rezensionen und dem tollen Cover, wie ich finde sowohl in der englischen als auch in der deutschen Version, sehr neugierig auf das Buch. Vorab hat mich am meisten der Crime Aspekt interessiert, während des Lesens war es dann eher das Schicksal der Figuren und deren Verwicklungen in das und abseits des Ermittlungsgeschehens. Am Anfang war ich etwas irritiert, weil im Vergleich zu den meisten anderen Thrillern, die ich bisher gelesen habe, das Erzähltempo langsamer ist. Außerdem muss man sich einige Figuren merken. Der Zeitstrahl am Anfang der Kapitel für die verschiedenen Erzählperspektiven hat die Zuordnung für mich aber recht einfach gemacht. Man hatte relativ schnell einen groben Überblick was in welcher Abfolge in der Vergangenheit passiert ist und konnte so die verschiedenen Kapitel wie Puzzleteile an die richtigen Stellen setzen. Nach und nach ergibt sich so ein Gesamtbild und das hat für mich die Sogwirkung erzeugt. Nach den ersten 100 Seiten war ich gefesselt und bin durch die Seiten geflogen. Das Setting eignet sich perfekt für eine Sommerlektüre. Es ist heiß und stickig und die Mücken schwirren am See, im Ferienlager, im Naturschutzgebiet und im Sommerhaus der wohlhabenden Familie Van Laar. Viel mehr möchte ich gar nicht erzählen, denn ich denke wenn einen der Klappentext interessiert, sollte man sich auf die Geschichte einlassen. Es lohnt sich. Einen Stern Abzug gibt es von mir, weil ich mir etwas mehr Tempo am Ende gewünscht hätte und am Anfang kurz gebraucht habe um mich von der Geschichte fesseln zu lassen. Trotzdem war die Auflösung gut und überraschend. Der Titel klärt sich erst auf den letzten Seiten. Es wurden am Ende noch einmal viele kleine Erzählschnipsel erklärt und allgemein ist das Buch einfach sehr gut aufgebaut. Man merkt einfach nicht was man alles gesagt bekommt oder kann es noch nicht deuten. Dazu kommen viele falsche Fährten und interessante, oft undurchsichtige Figuren. Das alles hat es für mich zu einer sehr guten Erzählung gemacht. Von mir eine definitive Empfehlung True Crime Fans, man kann perfekt miträtseln und könnte sich vorstellen, dass die Geschichte echt ist. Und auch für Thriller-Liebhaber, die nichts gegen das etwas gemäßigtere Tempo haben.

Ein eher langsamer erzählter, aber fesselnder Thriller, perfekt für den Sommer.
4.5

Sommercamp-Atmosphäre trifft fesselndes Drama inkl. „Ein Zwilling kommt selten allein“-Vibe

Stellt euch das Setting von Ein Zwilling kommt selten allein mit Lindsay Lohan vor — Sommercamp-Feeling: dichte Wälder, ein idyllischer See, Blockhütten, Betreuer, Lagerfeuer und dieses ganz besondere Camp-Flair. Genau diese Atmosphäre fängt Liz Moore in Der Gott des Waldes ein, allerdings mit Tiefgang und Spannung. Ehrlich gesagt hatte ich anfangs ein bisschen Bedenken, weil die Geschichte in den 70ern spielt, aber das Buch hat mich total überrascht — es war so, so gut! Zwei Tragödien erschüttern dieses scheinbar perfekte Camp, und die Autorin schafft es so gut, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Besonders gut gefallen hat mir, dass jedes Kapitel klar markiert war, in welcher Zeitlinie man sich gerade befindet. Absolute Leseempfehlung!

4

Spannendes Familiendrama . Ich finde den Hype nicht ganz gerechtfertigt aber es hatte schon Suchtwirkung. Mehr Roman als Thriller. Ich glaube auch, dass meine Erwartungen zu hoch waren.

5

Auf jeden Fall ein Highlight! Der neue Krimi-Roman von Liz Moore fesselt von der ersten Seite an! Sie hat eine tolle Atmosphäre erstehen lassen und schafft es durch gute Perspektivwechsel eine packende Handlung mit zwei Tragödien, Familiengeheimnissen, falschen Fährten und auch viel Sozialkritik aufzubauen. Taucht ein in die Wildnis um das Van-Laar-Naturreservat und passt auf, dass ihr nicht auch im Wald verloren geht...

4.5

"Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!"

1975 – Ein Sommercamp, eingebettet in einen Nationalpark und umgeben von einem scheinbar endlosen Wald. Die Familie Van Laar, Eigentümer des nahegelegenen Reservoirs, schickt ihre eigenwillige Tochter Barbara – eine Art kleine Berühmtheit, nicht zuletzt, weil ihr jüngerer Bruder vor Jahren spurlos im Reservoir verschwunden ist, obwohl damals ein Verdächtiger festgenommen wurde. Mit 15 Jahren ist Barbara eine schwierige, aber faszinierende Persönlichkeit, die im Camp rasch Anschluss findet – besonders durch ihre enge Freundschaft mit ihrer Bettnachbarin Tracy. Doch als Barbara plötzlich verschwindet, kehren alte Ängste zurück: Kann sich das Schicksal der Familie wiederholen? Ein umfangreicher Suchtrupp wird auf den Weg geschickt, und Ermittlerin Judy muss ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und längst vergessenen Fehlern entwirren, die sowohl von der wohlhabenden Familie als auch von der Campleitung sorgfältig verschwiegen werden. Ich habe anfangs etwas gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Vor allem die vielen Charaktere, die zu Beginn immer wieder auftauchen, haben es mir zunächst schwer gemacht. Doch dann hat mich das Buch völlig in seinen Bann gezogen, sodass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die düstere, manchmal bisschen gruselige Stimmung und die kurzen Kapitel haben es mir leicht gemacht das Buch in kürzester Zeit zu lesen. Eine große Empfehlung!

5

Ich wollte ein Buch, das mich in seinen Bann zieht - und das habe ich mit "Der Gott des Waldes" bekommen. Nach und nach baut Liz Moore in ihrem Roman eine Familiengeschichte auf, in der es um Wohlstandsverwahrlosung, Macht und soziale Ungleichheit geht. Wer einen Thriller mit Nervenkitzel erwartet, wird ihn in diesem Buch nicht finden. Aber das verspricht der Klappentext auch nicht. Anfangs hatte ich Sorge, ob mich die vielen verschiedenen Sichtweisen und Zeiten, aus denen der Roman geschrieben ist, verwirren könnten. Das war jedoch gar nicht der Fall. Es war interessant, die unterschiedlichen Perspektiven zu verfolgen und ich konnte so verstehen, warum jeder Einzelne zu dem geworden ist, der er ist. Die kurzen Kapitel erzeugten keine Längen und zogen mich nach und nach in den Bann der Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir das Setting des Feriencamps im Naturreservat und das am Ende des Buches aus meiner Sicht nichts mehr offen bleibt und sich alle Puzzleteile ineinander fügen. Ein spannender, gesellschaftskritischer Roman, der mir in Erinnerung bleiben wird. Das Cover wurde sehr gut getroffen.

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4

Irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen...

Der Einstieg war sehr gemütlich, die Spannung kam langsam, aber am Ende wollte ich einfach nur wissen, was hier eigentlich los ist. Die wechselnen Perspektiven unterstützen diesen Sog. Von mir eine Leseempfehlung.

4

Joah, ich kenne es jetzt auch. Allerdings kann ich mich den Hype nicht anschließen. Es ist kein schlechtes Buch und ich habe es ganz gerne gelesen, für mich aber kein herausragendes. Das Ganze ist ein Riesenkonstrukt, von dem durch extrem viele Perspektiven und Zeitsprünge, immer nur kleine Teilbereiche ins Licht gerückt werden, als würde man auf eine kleine Stelle einen Schweinwerfer richten und nach wenigen Sekunden wieder ausschalten. Viele Perspektiven sind für mich immer herausfordernd und auch hier hatte ich die ersten 200 Seiten Mühe, die Personen direkt richtig zuzuordnen - ohne Blättern ging das nicht. Mir hätte geholfen , wenn nicht nur der Vorname sondern der komplette Name über dem Abschnitt gestanden hätte. Die Zeitsprünge sind dafür sehr gut angezeigt, das hat geholfen. Durch die vielen Perspektiven, Schicksale, Hintergrundinformationen tapperte ich lange im Dunkeln, obwohl ja die Prämisse: Ein Kind ist verschwunden - kann es gefunden werden und wer ist ggf. schuld?- ja eindeutig war. Aber die Geschichte hat keinen Erzählfluss, dem man sich anvertraut und die vielen Spots luden mich nur bedingt zum Rätselraten ein. Die Spannung packte mich dann erst nach über 300 Seiten - bei insgesamt knapp 600 also erst nach mehr als der Hälfte. Meines Erachtens zu spät für ein herausragendes Buch. Es fehlte mir die Identifikationsmöglichkeit mit einigen Protagonisten. Keiner war mir wirklich sympathisch, auch das verschwundene Mädchen nicht, keiner schien es wirklich eilig zu haben - nicht einmal die Rettungskräfte. Ich hüpfte weiter von Perspektive zu Perspektive sammelte Brotkrumen und war nicht davon überzeugt, dass mich das Buch am Ende satt machen würde. Irgendwann tauchte eine Polizistin auf, die dann wenigstens zum Ende für eine Identifikationsfigur reichte und die Brotkrumen zu einem Bild zusammenführte. Das Ende war gut, einen wirklichen Showdown gab es nicht. Alle Fragen sind zufrieden stellend gelöst und das Ende nach dem Ende brachte zumindest eine kleine Überraschung. Insgesamt eine intelligent zusammengebaute Geschichte. Für Lesende, die aus Scherbenhaufen gerne eine Geschichte zusammenbasteln, gut geeignet, für Lesende, die sich gerne emotional einbinden lassen, eher weniger.

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4

Bei diesem Buch hatte ich aufgrund von vorangegangenen Rezensionen so meine Bedenken ob es mir nicht zu komplex werden würde und ich irgendwann den Faden verlieren würde. Einige Leser hatten angemerkt dass es einem die Zeitsprünge schwer machen dem Geschehen zu folgen. Hiermit hatte ich definitiv keinerlei Probleme. Allerdings war es mal wieder so dass meine Erwartungen aufgrund der vielen 5-Sterne-Bewertungen wohl zu hoch waren. Es war für mich ein gutes Buch, das ich gerne und für meine Verhältnisse auch recht zügig gelesen habe, aber ein Highlicht war es nicht. Insgesamt kam mir zu wenig Spannung auf.

4

Vor einiger Zeit habe ich „Der Gott des Waldes" von Liz Moore gelesen - ein Thriller-Roman, der sich langsam entfaltet, aber mit jeder Seite intensiver wird. Der Einstieg war für mich etwas zäh, aber ich gebe Stephen King recht: Wer dranbleibt, wird belohnt. Ich fand die Geschichte super spannend, und ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau mit den wechselnden Perspektiven - das hat der Handlung Tiefe und Dynamik verliehen. Zwar waren einige Plots vorhersehbar, dennoch überzeugt die Geschichte mit einer dichten Atmosphäre und einem tiefgründigen Erzählstil. Ein absolut lesenswerter Thriller-Roman, dem ich solide 4 Sterne gebe. Bewertung:⭐️⭐️⭐️⭐️ #lizmoore #dergottdeswaldes #thrillerroman #rezension #spannung #perspektivwechsel #buchempfehlung #bookstagram

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5

"Der Gott des Waldes" der US-amerikanischen Autorin Liz Moore ist sowohl Gesellschaftsroman als auch Thriller, aber vor allem eines: ein Pageturner. Es geht um das Verschwinden eines dreizehnjährigen Mädchens aus einem Feriencamp im Jahr 1975. Das Mädchen ist jedoch nicht irgendeine Teilnehmerin, sondern die Tochter der Inhaber des Feriencamps, der wohlhabenden Bankiers-Familie van Laar. Hinzu kommt, dass 14 Jahre zuvor ihr Bruder auf mysteriöse Weise verschwunden ist und nie gefunden wurde, auch wenn der Fall am Ende als aufgeklärt galt. In vielen Rückblenden und mit vielen Zeitsprüngen (die aber glücklicherweise durch gute Markierungen am Kapitelanfang leicht nachzuvollziehen sind), wird die Vorgeschichte erzählt, die Kapitel sind jeweils sehr kurz und enden oft mit einem Cliffhanger, was einen das Buch atemlos durchlesen lässt. Es werden viele falsche Fährten gelegt, so dass man automatisch eigene Theorien zum Verschwinden der beiden Kinder entwickelt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, da man auch viel über die amerikanische Gesellschaft der 1950-70er Jahre erfährt, über die Stellung bzw. Rolle der Frauen, Klassismus und Armut.

3.5

Würde ich nicht als Thriller bezeichnen

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Es dümpelte so vor sich hin, ließ sich lesen, als wäre es eine Serie. Es gab sehr viele verschiedene POV‘s und verschiedene Zeitebenen, was nicht schlecht war. Man kam nicht durcheinander, wenn man einigermaßen aufgepasst hat. Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet, hat mir gut gefallen. Dennoch würde ich es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen.

3

Langatmig

Brauchte sehr lange um in die Geschichte rein zu kommen, total verwirrend. Die ständigen Zeitsprünge fand ich oft seltsam, und sehr eigenartig. Leider kaum Spannung eher langweilig, schade habe mir mehr erwartet.

4

Das Buch ist kein typischer Thriller sondern eher ein Spannungsroman. Man muss sich erst an die Zeitsprünge gewöhnen um die Geschichte zu verstehen. Die ersten ca.150 Seiten fand ich es nicht sehr interessant allerdings je weiter man liest um so mehr entsteht Spannung und man möchte das Drama herausfinden. Mit dem Ende und der tatsächlichen Auflösung des Falles hätte ich allerdings nicht gerechnet und war am Ende sehr erstaunt. Man darf keinen typischen Thriller erwarten. Leseempfehlung 4 /5 🌟

5

Man könnte die Plots erahnen ist aber zu arg mit der Geschichte an sich beschäftigt. Von Anfang an ein Film vor Augen, so mag ich das.

5

Das Ende habe ich so nicht erwartet. Jedes Kapitel hatte eine neue Theorie für mich bereit nur um sie dann wieder zu verwerfen. Der Anfang ist zäh,aber durchhalten lohnt sich!

4.5

🕵️‍♂️🙈

Dieses Buch ist sehr verworren und hat super viele Zeitsprünge, was ich persönlich sehr mag 🤓 Es ist super geschrieben und die Story hat mich richtig gefesselt 🫣 eine absolute Empfehlung!!! Das Ende hätte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr wow-Effekt haben können - das ist aber auch schon alles an Kritik ☺️

2

"Welches Wort?", fragte einer. "Panik," sagte T.J. Niemand hob die Hand. Sie erzählte, daß Wort komme vom griechischen Gott Pan, dem Gott des Waldes. Er liebte es, die Menschen zu täuschen und ihre Sinne zu verwirren, bis sie die Orientierung verloren. Und den Verstand. "Wer in Panik gerät," sagte T.J., "macht sich den Wald zum Feind. Wer ruhig bleibt, ist sein Freund." - Zitat, Seite 61 Wer würde nach diesen Zeilen nicht auch gespannt Witterung aufnehmen und dem dunklen Wald sein Geheimnis entlocken wollen, welches hinter dem Verschwinden der Geschwister Van Laar steckt? Zudem der Roman von Liz Moore deren Schwester Rebecca gewidmet ist, "die die Wälder dort ebenfalls kennt." Allerdings erfährt man über die Wälder ansich dann doch recht wenig - die Beschreibungen fallen aber leider nicht nur in diesem Bereich oberflächlich aus. Auch den vielen Figuren, aus deren Perspektive die Geschichte im fliegenden Wechsel berichtet wird, fehlt es an Tiefe. Dagegen tritt die Autorin bei der Gestaltung ihrer Charaktere in fast jede Klischeefalle, die man sich vorstellen mag. Da gibt es den schicksalsgebeutelten, aber herzensguten Familienvater, der als Bauernopfer dient. Und die wunderschöne, aber wenig lebenskluge junge Frau, die in eine reiche Familie eingeheiratet wird und sich aus purer Not dem Alkohol zuwendet. Und natürlich bieten sich beim Setting des Jugendferienlager "Camp Emerson" jede Menge Gelegenheiten typische Figurenkonstellationen und Stereotype zu bedienen. So fühlt sich diese Geschichte mehr als Schnitzeljagd, denn als Thriller oder gar spannendes Familiendrama an. Na ja, passt dann auch wieder zum Ferienlager, oder? Eher doch ein oder, denn die Erwartungen an die Entwicklung der Geschichte, welche durch die vielen Andeutungen am Anfang durch die Autorin selbst geweckt werden, werden leider so gar nicht erfüllt. Die dramatisch angelegte Struktur durch die vielen Perspektivwechsel und die Verschiebungen durch die Zeitebebenen (1950er Jahre bis 1975) wird nicht strickt beibehalten, auch nutzt sich der Effekt mit der Zeit immer mehr ab. Wieso dann aber der Hype um dieses Buch? Vielleicht haben andere Lesende dann schließlich doch mehr in dieser Geschichte entdecken können, als ein findig überlegtes Ratespiel mit eher mauer Auflösung. Und so muss wohl am Ende jeder selbst entscheiden, ob dieses Buch voller Luftblasen oder doch eine Überraschungskiste ist. FAZIT Zu diesem Buch hätte ich wohl eher nicht gegriffen, wenn es nicht für den Read-a-long von Ingo auf dessen YouTube Kanal "Das literarische Viertel" ausgewählt worden wäre. Die Livestreams zur Leserunde haben viel Spaß gemacht und am kommenden Sonntag (28.09.2025) kann man sich dort das abschließende Fazit zur Lektüre ansehen. Obwohl ich zunächst mit guter Hoffnung auf spannende Unterhaltung in die Lektüre gestartet bin, hat mich die Geschichte zunehmend verloren. Daran konnte auch die sympathische junge Polizistin Judyta nichts ändern, die mich sehr an die Hasendame aus Zoomania erinnert hat. Wenn dieser Roman ein Song wäre, würde er wie eine missratene Variante von "What's up" der 4 Non Blondes klingen. Aber wer weiß, vielleicht sehe ich auch den Wald vor lauter Bäumen nicht?!

4.5

Spannend bis zum Schluss

An einem schönen Sommertag in einem Ferien- Camp für Jugendliche wird ein Mädchen vermisst. Nach und nach deckt eine Polizistin ein schreckliches Geheimnis auf. Mehr möchte ich hier gar nicht über die Handlung erzählen. Toll geschrieben und am Ende wird alles aufgeklärt. Bisher das Beste, was ich in diesem Jahr gelesen habe.

5

Ein atmosphärisches Meisterwerk mit ein paar Längen

Dieser Roman hat mich wirklich fasziniert. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so intensive Bilder im Kopf entstehen lässt. Vor meinen geistigen Auge habe ich einen regelrechten Film ablaufen sehen. Die Natur wird so eindrucksvoll beschrieben, dass man förmlich den Wald riechen konnte. Darüber hinaus ein faszinierender Gesellschaftsroman, in dem gerade die Einflussnahme der Reichen sehr kritisch betrachtet wird. Der Kriminalfall oder eher die zwei Kriminalfälle laden zum miträtseln ein. Ich muss zugeben, dass ich in beiden Fällen komplett daneben lag, aber die Aufklärung hat sich dennoch sehr stimmig angefühlt. Der ganze Aufbau der Geschichte ist einfach gewaltig. Die verschiedenen Zeitebenen, die zig Charaktere- dieses Buch kann man mal nicht "so eben weg lesen", sondern man muss sich schon sehr auf die Geschichte einlassen. Wenn man das macht, wird einem ein Buch geboten, dass einem nicht so häufig begegnet. Ein bisschen Coming of Age, ein bisschen Krimi, Gesellschaftskritik, Zeitgeschichte und ein intensives Drama, das sehr bewegt. Fazit: Bildgewaltig und atmosphärisch entfaltet sich hier ein wahres Kleinod und eine sehr anspruchsvolle Lektüre. Sehr empfehlenswert!

5

Der Klappentext hat mich schon direkt beeindruckt & ich kann verstehen, wenn es einige zu langatmig fanden aber ich habe es geliebt. Ein sehr atmosphärischer, düsterer Roman mit tiefer Charakterentwicklung der noch lange nachklingt. Jahreshighlight.

Gott des Waldes habe ich regelrecht verschlungen. Die Geschichte hat mich sofort gepackt und ich bin sehr schnell durch das Buch geflogen. Der Schreibstil war relativ simpel aber gleichzeitig so intensiv, dass ich mich voll in die Atmosphäre hineinziehen lassen konnte. Für mich war es eines dieser Bücher, bei denen man gar nicht merkt, wie die Seiten dahinfliegen.

4.5

Atmosphärisch, spannungsgeladen & super komplex! 🤩

Zuallererst: der Schreibstil ist unheimlich gut! Ich hab mich total in das Setting des Sommercamps der 70er Jahre hineinversetzt gefühlt 🏕️ Die Erzählweise, aus mehreren Perspektiven und zu verschiedenen Zeiten, fand ich großartig. So hat sich nach und nach ein dramatisches Bild ergeben, was im Van Laar Naturreservat passiert ist! Es ist zwar recht komplex, da viele Namen und viele unterschiedliche Zeiten im Spiel sind, aber ich hatte damit keine Probleme ☺️ Dies war mein erstes Buch von Liz Moore, aber die Art und Weise wie sie erzählt hat mich so gebannt, dass es bestimmt nicht das letzte war ❤️‍🔥

Atmosphärisch, spannungsgeladen & super komplex! 🤩
4.5

Vielschichtiges Buch, gespaltene Meinung... lest es am besten selbst🤝😅

Den gesellschaftskritischen Aspekt, der meiner Meinung nach den Kern des Buches ausmacht, finde ich gelungen, zeigt er doch auf erschütternde Weise Missstände zwischen und innerhalb armer und reicher Strukturen. Da wird die ganze Pallette an möglichen Problematiken bedient, kein Klischee ausgelassen, und trotzdem glaubhaft dargestellt. Die vielen verschiedenen Charakteren konnten ebenso mit Tiefe und Glaubwürdigkeit punkten... was aber auch seinen Preis hat in "Der Gott des Waldes", denn die erste Hälfte des Buches verbringt viele Buchstaben damit, sich ein solides Bild über all die relevanten Protagonisten zu erschaffen. Etwa ab der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte an Fahrt auf, worüber ich dann doch ganz froh war, und wird ein spannender Pageturner.. ..der mich mit seiner Auflösung aber wieder etwas enttäuschte. Ich hatte mir das Ende wohl irgendwie spektakulärer vorgestellt. Ein vielschichtiges Buch und eine ebenso kontroverse Meinung dazu von mir.

5

Für mich ist „der Gott des Waldes“ trotz seiner recht langsamen Erzählweise ein wirklich spannendes Buch. Mit den verschiedenen Protagonisten und den Zeitsprüngen bin ich gut zurechtgekommen. Dank Liz Moore‘s Schreibstil konnte ich mich richtig gut in die Geschichte hineinversetzen! Und was für ein großartiger Charakter ist bitte Judyta 🥰?! Hab’s geliebt 📖 🫶🏼

4.5

Was für ein Leseerlebnis. 🤩 Ich kam um den Hype von -der Gott des Waldes- nicht vorbei und was soll ich sagen, zum Glück nicht. Die Einführung in das Buch/in die Geschichte ist nach meinem Geschmack unglaublich gut gelungen. Man wird direkt in die Geschichte gesogen und man möchte wissen, wie es weitergeht. Die Kapitel hatten alle eine angenehme Länge, teilweise waren sie auch sehr kurz. Ich finde, dass so die Dynamik des Lesevergnügen deutlich gesteigert wurde. Die Autorin hat ein unfassbares Talent zu schreiben. Ich war so tief in der Geschichte, in der Atmosphäre des Camps und des Waldes, in der 60/70s Gesellschaft, dass ich mich jedes Mal wieder enorm freute, das Buch wieder in die Hand nehmen zu können. Meine Notizen wurde ordentlich gefüllt. Das mache ich bei jedem Buch. Wir haben mit sehr vielen Charakteren und Zeitsprüngen zu tun. Das ist mir aber überhaupt nicht schwergefallen, eher im Gegenteil. Ich habe die Namensliste meiner Notizen geöffnet und Zack, war wieder alles gut. Für mich bekommt die Geschichte und die Charaktere so noch mehr Tiefe. Ja, es ist kein klassischer Krimi oder Thriller, einfach ein unfassbar gut geschriebener Roman. Wer eine Geschichte möchte, die einen direkt in ihren Bann zieht, der die Kiefernwälder riechen möchte, wer spannende Charaktere und einen Zeitsprung in die gesellschaftlichen Probleme der 60/70s möchte, der sollte bei -der Gott des Waldes- zugreifen. Für mich neben Farrymen das Lesehighlight 2025.

5

Auf jeden Fall dran bleiben 🤩

Man braucht 100 Seiten um reinzukommen und sich die Personen zu merken. Dann konnte ich es aber nicht mehr aus der Hand legen. Es ist wirklich gut geschrieben und durch den Personenwechsel und die meist kurzen Kapitel sehr dynamisch. Es hat eine subtile Spannung die von Seite zu Seite besser wird. Klare Leseempfehlung!

4

„Der Gott des Waldes“ von Liz Moore hat mich sehr gut unterhalten. Ich hab das Hörbuch gerne gehört. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Vermisstenfälle, die sich in den Jahren 1961 und 1975 in den Wäldern der Adirondack Mountains ereignen. Moore erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und über mehrere Zeitebenen hinweg. Dabei kommen sowohl Mitglieder der betroffenen Familie als auch Kinder und Betreuer eines nahegelegenen Sommercamps sowie ermittelnde Polizistinnen zu Wort. Die Erzählweise fand ich, aufgrund der wechselnden Perspektiven anspruchsvoll, aber gut strukturiert. Kapitelüberschriften und Zeitangaben erleichtern die Orientierung. Der Spannungsbogen entwickelt sich schrittweise und wird durch zahlreiche Perspektivwechsel und Cliffhanger aufrechterhalten. Sehr gut gefallen hat mir die detailreiche Beschreibung der Waldlandschaft, dieses Detail trägt wesentlich zur Stimmung bei. Inhaltlich greift Moore gesellschaftlich relevante Themen auf, es geht unter anderem um Machtverhältnisse, soziale Ungleichheit, strukturellen Rassismus und die Rolle der Frau in den 1970er Jahren, um Familienbande und den Umgang miteinander. Die Vielzahl an Figuren habe ich als herausfordernd empfunden, durch die Überschriften ging das aber erstaunlich gut.Das Ende, welches ich lange nicht so erwartet habe, macht mich nachdenklich. Empfehlung von mir!

4

Thriller und Gesellschaftsroman Die beiden Kinder einer sehr wohlhabenden Bankerfamilie aus New York verschwinden im Abstand von 14 Jahren aus einem Feriencamp, das in einem riesigen Naturschutzreservat gelegen ist. Groß angelegte Suchaktionen führen zu keinem Ergebnis. Aus Sicht der Mutter, der Betreuerinnen, einiger Kinder aus dem Camp und des Schlitzers, eines Serienmörders auf der Flucht, wird die Geschichte erzählt. Der Roman nimmt erst langsam Fahrt auf, wird aber im Laufe der Zeit immer spannender. Kann man gut lesen, wenn man sich auf das blasierte amerikanische High-Society-Milieu einlassen mag.

4.5

Ich habe das Hörbuch gehört. Die Geschichte spielt in einem amerikanischen Feriencamp, das in einem Naturreservat liegt. Das Buch war spannend, an vielen Stellen auch sehr traurig.

5

Der Gott des Waldes von Liz Moore zählt zu meinen Jahreshighlights, einfach großartig! Trotz des beträchtlichen Umfangs ist das Buch an keiner Stelle langatmig. Es geht um das Verschwinden der Geschwister Bear und Barbara van Laar in den Wäldern der Adirondacks, wo Familie Van Laar in einem riesigen Naturreservat residiert. Der achtjährige Bear ist im Sommer 1961 während des alljährlichen Sommerfestes der Van Laars verschwunden, seine dreizehnjährige Schwester Barbara verschwindet im August 1975. Die Handlung spielt abwechselnd 1961 und 1975. Barbara verbrachte den Sommer auf eigenen Wunsch im Camp Emerson, das zum Van Laar-Naturreservat gehört. Nach ihrem Verschwinden rücken T.J., die Leiterin des Camps und Louise, die für Barbara und ihre Hütte zuständige Betreuerin in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Bears Mutter, Alice van Laar, hat den Verlust ihres einzigen Kindes nie verwunden. Sie wurde tablettenabhängig und zeigte kein Interesse an ihrem zweiten Kind Barbara, zu dem sie nie eine Beziehung aufgebaut hatte. Mein Lieblingscharakter ist Judyta. Sie ist die erste weibliche Kriminalpolizistin im Bundestaat New York und Teil der Ermittlungsgruppe, die Barbara sucht. Dabei fällt ihr sehr bald auf, wie nachlässig im Fall Bear van Laar ermittelt wurde. Judy trägt das meiste zur Auflösung der beiden Fälle bei, nicht dank moderner Untersuchungsmethoden, sondern dank ihrer Auffassungsgabe und Menschenkenntnis. Ich war sehr gern in den Adirondacks unterwegs und habe tagelang über das Schicksal der beiden armen, reichen Kinder nachgedacht und gerätselt. Der Beschreibung des Verlages stimme ich voll nd ganz zu: „Liz Moore hat nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben, der an die Abgründe sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch führt.“ Von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung für diesen unglaublich spannenden und atmosphärischen Roman.

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