Look inside

Specialized Books

Politik der Technik

3.2(106)
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

Platons Grundfrage des politischen Denkens „Was heißt Gerechtigkeit?“ steht heute vor einer Kehre, die sich im Spätwerk Heideggers andeutet und die sich gegenüber Ansätzen Vattimos oder Derridas abgrenzen muss: In der durch die Naturzerstörung hervorgerufenen Krise überholt technische Effizienz den traditionellen Begriff des Politischen von Aristoteles über Rousseau zu Carl Schmitt. Entwirft sich die Idee der Gerechtigkeit nach Lyotard als kleine Erzählung von Dissensen und Paralogien? Realisiert sich Gerechtigkeit in der Dekonstruktion? Oder weist die Gerechtigkeit mit Heidegger vor aller Theorie und Praxis ins Denken, in die Mnemosyne und in den Dank? Sollte sich die hermeneutische Macht der Technik als Gefahr zu einer Politik übermenschlicher Öffnungen weiterdenken lassen? Klagt die Gerechtigkeit Instabilitäten ein, die die Politische Theorie notorisch verfehlt? Weist sie in eine Negative Ökologie? Bleibt Menschlichkeit dann nur wenigen vorbehalten, und würde sie trotzdem den anderen gerecht werden?

Editions (50)

ISBN9783851650150
PublisherPassagen
Publication Date01/01/92
Pages128

Reviews & Ratings

106 ratings

14 reviews

3.2

Tap to filter

  • seitenoscar
    seitenoscar

    134 Followers

    4.0

    📝 „Wie wohl man sich fühlte bei geteilter Verantwortlichkeit und einem Selbstbewusstsein, dass kollektiv war!“ (S.15) 📝 „Die Macht, die über uns hingeht und deren Hufe wir küssen! Die über Hunger, Trotz und Hohn hingeht! Gegen die wir nichts können, weil wir sie alle lieben.“ (S.64) 📝 „Sie verführte ihn nicht mehr zu Träumereien vor Bildern, seit er einmal an einem Wurstgeschäft angehalten und ihr erklärt hatte, das sei für ihn der schönste Kunstgenuss.“ (S.86) 📝 „Ein Durchschnittsmensch mit gewöhnlichen Verstand, abhängig von Umgebung und Gelegenheit, mutlos, solange hier die Dinge schlecht für ihn standen, und von großem Selbstbewusstsein, sobald sie sich gewendet hatten.“ (S.237) 📖 Diederich tritt einer schlagenden Verbindung bei und findet seine Stärke im Bierkonsum und dem Verschwinden in der Gemeinschaft. Beflügelt durch die Liebe zu Agnes, fällt er durch diese Gefühle auch auf den Boden der Selbstzweifel. In seiner Heimatstadt Netzig sucht er nun nach Anerkennung durch die einflussreichen Herren der Stadt, ohne dabei einen Hehl aus seiner nationalen Monarchie-begeisterten Gesinnung zu machen. Im weiteren Verlauf droht diese Gesinnung sein einziger Antrieb zu werden. Dem egoistischen Diederich werden Plädoyers auf seine kaiserlich nationale Gesinnung, auch vor Gericht, enorm wichtig. Er versucht die Errichtung eines Kaiser-Denkmals durchzusetzen, um die Entstehung eines Säuglings-/Waisenheims zu verhindern. 💭 Das Buch war für mich eine harte Nuss - eine sehr langwierige Lektüre. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass für mich kein Spannungsbogen entsandt oder ich zwischenzeitlich immer wieder Pause von dem Frauen unterdrückenden politischen Heißsporn Diederich Heßling brauchte. Das soll das Werk von Heinrich Mann nicht schmälern. Im Gegenteil: Ich finde es super, wenn ein/e Autor/in es schafft, mir komplett andere Denkweisen zu eröffnen - gerade weil ich die Beweggründe Diederichs für engstirnig und radikal halte. Ich finde es beeindruckend, wie detailliert Heinrich Mann die Handlungen oder Aussagen der Figuren zu Papier bringt und somit deren Charakter beschreibt. Zeichnet Heinrich Mann noch zu Beginn das Bild eines emotionalen jungen Mannes, der auf der Suche nach der Liebe ist, kreisen Heßlings Gedanken im weiteren Verlauf fast ausnahmslos um den Kaiser. Ein heute noch aktuelles, warnendes Buch - ein Appell an die Freiheit, Vernunft und Demokratie. Ich kann es nur empfehlen.

    Feb 5, 2025

  • hansdampf
    hansdampf

    200 Followers

    5.0

    Ein intriganter opportunistischer Aufsteiger intrigiert, kriecht und steigt in der Kaiserzeit (Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert) auf. Erstaunlich hellsichtige Analyse des Menschentyps, der die Voraussetzung war, dass Deutschland und Österreich in die Katastrophe des ersten Weltkrieg schlittern konnten.

    Für diesen Roman hätte Heinrich Mann durchaus den Nobelpreis verdient. Aber dann wäre sein kleiner Bruder Thomas noch eifersüchtiger auf ihn gewesen.

    May 14, 2024

  • jochenstein81
    jochenstein81

    73 Followers

    4.0

    Ein Klassiker, den man gelesen haben muss

    ...endlich ist das Buch durch... Zeitweise doch etwas langatmig, das Ende dann wieder sehr humorvoll. Mein erster Mann, aber "Professor Unrat" wartet schon...

    May 8, 2024

3 of 14 reviews

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track