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Menschen besiedeln einen neuen Planeten und müssen sich mit dem Menschsein auseinandersetzen... Prolog: Als Leser (oder Leserin) liebt man Geschichten. Man entdeckt seine liebsten Genres/Tropen und stürzt sich in die papiernen Fluten (oder Bits - wenn es sich um E-Reader handelt). Doch irgendwann geschieht etwas - der Geschmack lässt nach. Die Muster in Handlung, Auflösung, Ausgangssituationen fahren sich fest - nur um winzige Details verändert. Das ist normal für Vielleser und wird sich auch beim Vielzocker, Vielgucker und Vielhörer so einstellen. Meist ist dies der Moment, kurz bevor man neue Genres entdeckt. Aber dann und wann kommt man an ein Werk, dass es schafft, diese starren Muster aufzubrechen - dann ist die Freude groß, die Liebe zurück und der Geist hat neue Nahrung... So ähnlich erging es mir bei diesem Werk. Der Kauf - pure Intuition. Die allgemeine Bewertung (die ich erst danach sah) - mittelmäßig bis gut. Doch zum Punkt: Der Planet ist quasi ein Hauptcharakter und bietet (zumindest mir) einen neuen Ansatz, wie fremde Planeten sein könnten. Die geologischen Asoekte, die Flora und Fauna - all das hat mich zum Staunen gebracht, wie lange kein (modernes) Werk der Science-Fiction mehr. Dabei ist es keine reine Sci-Fi. Zum Teil ist es ein Familien-Drama bzw. Slice-of-Life, auch Erstkontakt steckt mit drin, Gesellschaftskritik und zum anderen eine Art Philosophie-Kaleidoskop. Vor allem aber geht es um den Menschen und was er ist und kann - im einzelnen Individuum, aber auch in Form der gesamten Menschheit. Ich mochte die Charaktere, die unaufgeregte und doch mitreissende (der Absturz zu Beginn ist förmlich spürbar) Handlung. Ich mochte (auch wenn ich dieses Erzählmittel heutzutage viel zu inflationär eingesetzt halte) die zwei verschiedenen Zeit-/Erzählebenen und besonders den Schluss, in dem der Mensch nicht König und nicht Opfer ist. Ich mochte besonders die eingestreuten philosophischen Betrachtungen. Manchmal verliert man die Übersicht (über das was gerade geschieht bzw. wo sie sich befinden) und wenn man ganz kritisch sein will, könnte man die eingestreuten philosophischen Betrachtungen auch klischeehaft empfinden, da man das Meiste schon irgendwo gehört hat. Ich freue mich auf ein Re-Read (da manches sich erst später logisch vollzieht). Epilog: Ihr wollt Space-Action, Abenteuer und Comedy? Hab gehört Weirs "Der Astronaut" soll super sein (habs noch nicht gelesen). Ihr wollt was anderes, unaufgeregtes, mystisches, leises mit gänzlich anderen Formen und Varianten des Fremdseins? Werft mal einen Blick in den Planeten Perm.
May 9, 2026
Menschen besiedeln einen neuen Planeten und müssen sich mit dem Menschsein auseinandersetzen... Prolog: Als Leser (oder Leserin) liebt man Geschichten. Man entdeckt seine liebsten Genres/Tropen und stürzt sich in die papiernen Fluten (oder Bits - wenn es sich um E-Reader handelt). Doch irgendwann geschieht etwas - der Geschmack lässt nach. Die Muster in Handlung, Auflösung, Ausgangssituationen fahren sich fest - nur um winzige Details verändert. Das ist normal für Vielleser und wird sich auch beim Vielzocker, Vielgucker und Vielhörer so einstellen. Meist ist dies der Moment, kurz bevor man neue Genres entdeckt. Aber dann und wann kommt man an ein Werk, dass es schafft, diese starren Muster aufzubrechen - dann ist die Freude groß, die Liebe zurück und der Geist hat neue Nahrung... So ähnlich erging es mir bei diesem Werk. Der Kauf - pure Intuition. Die allgemeine Bewertung (die ich erst danach sah) - mittelmäßig bis gut. Doch zum Punkt: Der Planet ist quasi ein Hauptcharakter und bietet (zumindest mir) einen neuen Ansatz, wie fremde Planeten sein könnten. Die geologischen Asoekte, die Flora und Fauna - all das hat mich zum Staunen gebracht, wie lange kein (modernes) Werk der Science-Fiction mehr. Dabei ist es keine reine Sci-Fi. Zum Teil ist es ein Familien-Drama bzw. Slice-of-Life, auch Erstkontakt steckt mit drin, Gesellschaftskritik und zum anderen eine Art Philosophie-Kaleidoskop. Vor allem aber geht es um den Menschen und was er ist und kann - im einzelnen Individuum, aber auch in Form der gesamten Menschheit. Ich mochte die Charaktere, die unaufgeregte und doch mitreissende (der Absturz zu Beginn ist förmlich spürbar) Handlung. Ich mochte (auch wenn ich dieses Erzählmittel heutzutage viel zu inflationär eingesetzt halte) die zwei verschiedenen Zeit-/Erzählebenen und besonders den Schluss, in dem der Mensch nicht König und nicht Opfer ist. Ich mochte besonders die eingestreuten philosophischen Betrachtungen. Manchmal verliert man die Übersicht (über das was gerade geschieht bzw. wo sie sich befinden) und wenn man ganz kritisch sein will, könnte man die eingestreuten philosophischen Betrachtungen auch klischeehaft empfinden, da man das Meiste schon irgendwo gehört hat. Ich freue mich auf ein Re-Read (da manches sich erst später logisch vollzieht). Epilog: Ihr wollt Space-Action, Abenteuer und Comedy? Hab gehört Weirs "Der Astronaut" soll super sein (habs noch nicht gelesen). Ihr wollt was anderes, unaufgeregtes, mystisches, leises mit gänzlich anderen Formen und Varianten des Fremdseins? Werft mal einen Blick in den Planeten Perm.
May 9, 2026








