Lichterloh - Stadt unter Ruß

Lichterloh - Stadt unter Ruß

Paperback
4.461

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Description

Willkommen in Rußstadt, wo das Atmen schwer fällt und ein einziger Funke alles zerstören kann.

Cleo und ihre Schwester Gwynnie leben in einer von Kohle dominierten Welt. Rauch verschleiert den Himmel und die Hoffnung auf hellere Tage liegt in weiter Ferne. Während Gwynnie heimlich umweltfreundliche Techniken erforscht, ist es Cleos größter Traum, den hochgeachteten Beruf der Schornsteinfegerin zu erlernen. Doch wie soll sie es als einfache Fabrikarbeiterin aus dem Volk in diese Elite schaffen? Nachdem ein schrecklicher Brand in einem Haus der unteren Schicht ausbricht und Cleo verbotenerweise zur Hilfe eilt, erhält sie überraschend die Chance, Schornsteinfegerin zu werden. Ihre Konkurrenten, allen voran der ehrgeizige Leander, sehen das nicht gerne. Ist Cleo der Erfüllung ihres sehnlichsten Traums ganz nah oder ist sie nur Zahnrad in einem perfiden Plan?

Band 2: Lichterloh - Ein Funke in der Luft: erscheint im Juli 2025

Band 3: Lichterloh - Der Himmel in Flammen: erscheint im September 2025

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Utopias & Dystopias
Format
Paperback
Pages
320
Price
18.50 €

Author Description

Sarah M. Kempen schreibt Geschichten für Kinder und Jugendliche und die, die es noch werden wollen. Neben Romanen verfasst sie auch Drehbücher für Animationsserien und Kinofilme. Für „Lichterloh“ erhielt sie 2022 den Literaturpreis der Hamburger Kulturbehörde sowie das Stipendium des Phantastik-Autoren-Netzwerks in der Kategorie „Kinder- und Jugendbuch“. Sie lebt mit vielen Knöpfen und noch mehr Strickjacken im Süden Hamburgs.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
11%
N/A
N/A
N/A
100%
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76%
71%
N/A
41%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
90%
93%
100%
60%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)

Posts

24
All
4.5

Cleo und ihre Schwester Gwynnie sind Waisen und leben in Rußstadt. Diese ist von Kohlenstaub belastetet, da wirklich Alles mit Kohlen betrieben wird. Je tiefer man in die Stadt und die Bezirke abtaucht, umso ärmer werden die Bewohner und umso höher ist die Belastung. In den Bezirken sind Schornsteinfeger im Einsatz welche dafür sorgen sollen, dass zu alte und defekte Geräte aussortiert werden und somit auch Brandverhinderung geschieht. Echte Helden sollten man also meinen. Doch wie das halt so ist, wird die Macht auch missbraucht. Davon ahnt Cleo allerdings noch Nichts, denn sie will ebenfalls Schornsteinfegerin werden. Durch einen ungünstigen Zufall bekommt sie was sie will, samt Blick hinter die bisher geglaubte schillernde Fassade. Doch für welchen Zweck hat sie die Ausbildung bekommen und kann sie etwas verändern? Ich fand das Thema wahnsinnig spannend. Wir sind bei uns Zuhause umgeben von Tagebau und Kohle und daher ist es nicht so schwer vorstellbar wie belastetet die Luft ist, wobei uns der Staub nur bei starkem Wind um die Häuser weht. In Rußstadt ist es Dauerzustand. Wie man sich denken kann, bietet das System unter dem die Stadt lebt mehr als genug Potential für Konflikte. Industrielle mit der Oberherrschaft, in ihrer Gunst die Schornsteinfeger mit der Macht zu nehmen und zu manipulieren. Das auch noch zu jeder Zeit. Ganz unten stSettdas einfache Volk was unterdrückt wird und dies klaglos aushalten soll. Das Setting ist interessant und die Stimmung absolut atmosphärisch. Die Autorin hat die Stadt, die Bewohner und die Lebensumstände einfach wahnsinnig gut beschrieben. Man spürt die Angst der Menschen vor den Schornsteinfegern und man kann den Ruß fast schon schmecken. Super gemacht. Cleo hat ein Stein im Brett bei der Bevölkerung. Sie arbeitet in einer Fabrik mit Maschinen und repariert Dinge, damit die Leute diese weiterhin nutzen können. Oft fehlt das Geld für Neuanschaffungen. Ich mochte sie auf Anhieb. Ihr Augenmerk liegt beim Helfen und nur selten kann sie Ungerechtigkeit für sich behalten. Sie reagiert und hofft mit der Mischung aus Schornsteinfegerin und Mechanikern etwas ändern zu können. Das Vertrauen der Leute, muss sich mit ihrer neuen Anstellung aber erstmal wieder neu verdienen. DA herrschen einfach zu viele Vorurteile der Zunft gegenüber. Zu Recht, wie sich herausstellt. Das Buch hat mit ihr einen super Charakter. Fazit Man merkt recht schnell, dass in Rußstadt etwas nicht in Ordnung ist und die Menschen definitiv unter diesem System leiden. Ich hab mich sehr über Cleo als Hoffnungsschimmer in dieser trostlosen und düsteren Umgebung gefreut. Die Autorin hat es geschafft, ein wirklich interessantes Paket zu schnüren. Eine toller Auftakt zu einer Dystopie Reihe, die wahrscheinlich nicht nur junge Leser begeistern kann. Ich für meinen Teil fand den Ausflug nach Rußstadt interessant und bin gespannt was Cleo als nächstes erwartet. 4,5 Sterne

5

Die Stadt stand lichterloh unter einem Himmel aus Ruß, während Flammen durch die Straßen fraßen und die Nacht in ein flackerndes Inferno verwandelten.

Lichterloh – Stadt unter Ruß ist für mich ein richtig starker Auftakt in eine Jugenddystopie! Die Geschichte rund um Cleo, eine mutige und starke Hauptfigur, spielt in einer düsteren, spannungsgeladenen Welt voller krasser Gegensätze zwischen Reich und Arm und mit einem sehr präsenten Umweltaspekt. Die Story ist faszinierend und durchdacht, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders die Figuren haben mich überzeugt: Einige schließt man sofort ins Herz, andere bringen einen echt zur Weißglut. Die Atmosphäre ist packend und gleichzeitig kritisch, und gegen Ende musste ich tatsächlich ein paar Tränen verdrücken 😅 Ein gelungener Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht!

4

Als großer Fan der Band Versengold und ihres Liedes “Lichterloh” war dieses Buch für mich ein absoluter Pflichtkauf. Schon die Idee, ein literarisches Werk auf Basis eines solch atmosphärisch dichten Songs zu schreiben, hat mich sofort begeistert. Und tatsächlich: Lichterloh schafft es, die Stimmung des Liedes einzufangen und in eine spannende Geschichte zu übersetzen. Besonders am Anfang fiel mir auf, dass das Buch eine sehr klare Schwarz-Weiß-Darstellung der Themen zeigte. Der Kohleverbrauch wurde fast ausschließlich als gefährlich und zerstörerisch porträtiert, während andere Aspekte kaum zur Sprache kamen. Diese Einseitigkeit wirkte zunächst etwas zu platt und ließ wenig Raum für Zwischentöne. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr entwickelte sich das Buch. Die zunächst simple Gesellschaftskritik wurde vielschichtiger, komplexer und letztlich deutlich nuancierter dargestellt. Dadurch gewann die Erzählung erheblich an Tiefe und schaffte es, verschiedene Perspektiven auf das Thema einzuflechten, ohne ihre grundlegende Botschaft aus den Augen zu verlieren. .

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Super Jugendbuch 🔥🕯️🏚️🏭 Tribute von Panem meets Schornsteinfeger

Habe das Buch wie so oft in meiner lokalen Buchhandlung entdeckt. Der Klappentext klang vielversprechend, mal etwas anderes. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich muss sagen dass die ersten 100 Seiten etwas schleppend waren, ich wusste nicht ganz wie ich in die Geschichte hineinfinden soll. Dann nahm es aber an Fahrt auf und ich habe verstanden in welche Richtung das Buch gehen will, ich habe mich mitreißen lassen und die angenehm kurzen Kapitel verschlungen. Ich konnte mir Rußstadt mit seinen Vierteln gut vorstellen, die Map am Ende des Buches war eine gute Unterstützung. Es erinnert mit den Industriellen- und Armenvierteln allerdings schon stark an Panem und seine Distrikte. Die Symbolik, dass Schornsteinfeger:innen als Bindeglied zwischen den Armen und Reichen dienen ist clever. Ist es funny zu sagen dass das Buch ein Slow BURN ist, lol. Außerdem hätte ich mir gewünscht dass meine Ausbildung auch nur ein halbes Jahr gegangen wäre 🙈 Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Teile der Trilogie, werde sie mir auf jeden Fall holen 📚

5

Brandaktuell

Ich habe "Lichterloh" als Rezensionsexemplar erhalten und bin sehr froh darüber! Das Buch ist eine Jugendbuchdystopie, die aktueller wohl nicht sein könnte. Aber zuerst zum Offensichtlichen: In der Gestaltung steckt viel Mühe und Liebe zum Detail. Statt des inzwischen schon sehr inflationären Farbschnitts hat dieses Buch eine Klappe, was ich eine schöne und praktische Abwechslung finde. Die Story lebt von einem tollen Steampunk-Setting und einen leicht düsteren Atmosphäre sowie den tollen Charakteren. Cloe ist eine sympathische Protagonistin, die ich gerne in ihrer Entwicklung begleitet habe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgestaltet und bekommen in Verlauf kontinuierlich mehr Tiefe. Der Schreibstil und die kurzen Kapitel ließen mich durch das Buch fliegen, vor allem für die junge Zielgruppe sehr angenehm. Insgesamt ein spannendes und unterhaltsames Buch mit viel Gesellschaftskritik und klaren Bezügen zur Realität, was zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung für alle Altersgruppen!

Brandaktuell
5

Jugendroman jahreshighlight - Wo ein Funke zu einem Brand gedeiht

-Achtung ehrliche Meinung weiterlesen auf eigene Gefahr- 𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧: Dass mich ein Buch schon bei der Widmung packt, habe ich tatsächlich sehr selten. Aber hier hat die wundervolle @sarahmkempen mich absolut geflasht, schon auf den ersten Seiten absolute Gänsehaut! Bevor ich weiter auf den Inhalt eingehe, möchte ich noch mal erwähnen, wie wunderschön ich das Cover finde(es erinnert mich ein bisschen an Hogsmeade🥰) und auch die Gestaltung der Karte ist richtig gut gelungen. Nun aber zum Buch, gerade in den ersten Kapiteln erfahren wir einiges über unsere junge Protagonistin über ihre Welt voller Ruß, Machtgefälle, und ein Haufen Kohle. Ich war absolut begeistert und bin es auch weiterhin von der düsteren Rußschwade(Stimmung), die immer wieder von einem Funken von Licht durchstoßen wird, man wird langsam an alle Details herangeführt, die die Autorin mit so viel Hingabe beschreibt, dass man alles regelrecht bildlich vor Augen hat. Als „Kind“ das Ruhrpotts werde ich wohl auch dauerhaft an dieses wunderschöne Buch denken müssen (wenn ich an unserem Kohlewagen, der neben dem Haus steht, vorbeigehe) nicht selten hatte ich das Gefühl das Feuer zu riechen oder gar etwas Russ auf der Haut zu haben, während ich in den Zeilen versank und es fiel mir wirklich schwer, das Buch danach zu Seite zu legen. Ich brauch definitiv mehr davon!!! ——————————————————— Fazit: wo sich ein Funke zu einem lichterlohen Brand entwickelt da entwickelt sich eine Geschichte die mindestens ebenso brennt 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠: 5 / 5= ★★★★★★ (Jahreshighlight!)

4

Fesselnd

Manche Bücher haben diese besondere Kraft, nicht nur eine fesselnde Geschichte zu erzählen, sondern auch den eigenen Blick auf die Welt zu verändern. Lichterloh gehört definitiv dazu. Die düstere Stadt Rußstadt mit ihrem allgegenwärtigen Ruß, der unterdrückenden Klassengesellschaft und den strengen Regeln hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Man spürt beim Lesen förmlich die stickige Luft und die Ungerechtigkeit, die über den Menschen liegt. Cleo ist eine Protagonistin, die man einfach bewundern muss – mutig, entschlossen und mit einem starken Gerechtigkeitssinn. Ihr Traum, Schornsteinfegerin zu werden, ist nicht nur ein persönliches Ziel, sondern ein stiller Aufstand gegen ein System, das Macht und Privilegien erblich macht. Besonders spannend fand ich, wie das Buch Themen wie soziale Ungleichheit, Umweltverschmutzung und Machtmissbrauch aufgegriffen hat und mich als Leser dadurch zum nachdenken gebracht hat. Die Regeln von Rußstadt sind hart, aber derzeit ja wohl gar nicht so weit von unserer Realität entfernt. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und gut verständlich für junge Leser-/innen. Manchmal etwas bedrückend. Ich konnte mir die Welt sehr gut vorstellen und musste oft innehalten um über einzelne Szenen nachzudenken. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut die Charaktere und das Setting ausgearbeitet wurden. Nichts wirkt oberflächlich, alles hat seine Bedeutung. Neben der Geschichte selbst hat mich aber auch die Gestaltung des Buches begeistert. Es ist unfassbar schön gemacht und die Illustrationen darin haben dem Ganzen eine noch tiefere Dimension verliehen. Sie fangen die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre von Rußstadt perfekt ein und machen das Buch zu einem echten Erlebnis. Für mich ist Lichterloh ein Buch, das lange nachwirkt, weil es nicht nur unterhält, sondern auch zum Hinterfragen anregt.

Fesselnd
5

Packender, dystopischer Jugendroman: Cleo ist der Hoffnungsfunke - ob sie ein Feuer entfachen kann, das die gesellschaftlichen Missstände in Rußstadt lichterloh verbrennt?

Es ist eine düsterer, dystopischer Ort, an den mich Sarah M. Kempen mit "Lichterloh - die Stadt unter Ruß" entführt hat. Rußstadt ist genau das - eine Stadt voller Ruß. Kohle wird hier in jeder kleinen und großen Maschine verbrannt - für Licht, zum Heizen, aber auch zum Waschen und Kochen. So ist die Luft vor allem in den unteren Armenvierteln konstant schlecht. In dieser Stadt lebt Cleo mit ihrer Schwester Gwynnie etwas abseits von allen. Doch Cleo ist viel in den ärmeren Stadtteilen unterwegs, arbeitet in einer Fabrik und repariert im Geheimen kaputte Maschinen, denn das dürfen in Rußstadt nur Schornsteinfeger. Nachdem Cleo auch noch verbotener Weise einen Brand bekämpft, bekommt sie ganz überraschend die Chance, sich als Schornsteinfegerin zu beweisen. Doch das ist alles andere als leicht, denn die Rivalitäten sind groß und Cleo ist nur ein Mädchen aus dem Volk. Ich muss gestehen, ich hätte nicht gedacht, dass mir eine Geschichte über eine Schornsteinfegerin so gut gefallen würde. Vor allem das Gesellschaftssystem ist sehr spannend und birgt einiges an Konfliktpotenzial: mächtige Industrielle, die mit geplanter Obsoleszenz und anderen Schachzügen die ärmere Bevölkerung ausbeuten und die Umwelt verschmutzen, eine Schornsteinfegergilde, die ebenso ihre Machtposition ausnutzt und das einfache Volk, das unter der Luftverschmutzung leidet und den Mächtigen ausgeliefert ist. Cleo, als einzige Schornsteinfegerin aus dem Volk, nimmt da eine ganz besondere Stellung ein und es ist spannend ihre Entwicklung zu verfolgen. Als Hauptfigur hat sie mir ausgesprochen gut gefallen, denn sie ist stark, hat zugleich auch Schwächen, ist hilfsbereit und möchte gegen alle Ungerechtigkeiten ankämpfen. Ich war durchgehend gefesselt von Cleos Geschichte und konnte beim Lesen fast schon selbst den Ruß in der Luft spüren. Die Ungerechtigkeiten, die Cleo und die normale Bevölkerung erleben müssen, sind teilweise sehr boshaft und düster, sodass hier die Altersempfehlung ab 14 Jahren absolut passend ist. Die dystopischen Elemente des Buches haben mir sehr gut gefallen und ich bin schon jetzt gespannt, wie Cleos Kampf gegen das ungerechte Gesellschaftssystem weitergehen wird und welche Veränderungen sie bewirken kann. Lediglich die technischen Details der Geschichte sind nicht ganz ausgereift, worüber ich jedoch hinwegsehen konnte, da mich die Story selbst einfach so gepackt hat. Deshalb empfehle ich "Lichterloh - die Stadt unter Ruß" allen, die gerne dystopische Jugendromane lesen, in denen es um gesellschaftliche Ungerechtigkeiten geht.

Packender, dystopischer Jugendroman: Cleo ist der Hoffnungsfunke - ob sie ein Feuer entfachen kann, das die gesellschaftlichen Missstände in Rußstadt lichterloh verbrennt?
4.5

Bringen Schornsteinfeger wirklich Glück?

Wir begleiten Cleo, die in Rußstadt lebt, in der alles mit Kohle betrieben wird und dementsprechend die Luft ist. Je ärmer der Bezirk, um so schlimmer. Für die Aufsicht über die vielen Geräte ist die Gilde der Schornsteinfeger zuständig und ausschließlich diese. Die dürfen Schalten und Walten, wie sie möchten, natürlich alles unter dem Deckmantel Rußstadt zu dienen. Ganz oben stehen die Industriellen, reiche Farbikbesitzer und eben.in so einer Fabrik arbeitet Cleo und stellt Teekessel her. Sie hat ein sehr gutes technisches Händchen und repariert aber auch heimlich viele Geräte, die die Schornsteinfeger längst konfisziert hätten, aber ohne Geld kein neues Gerät, also repariert Cleo und macht sich damit strafbar. Auch darf keiner, außer ein Schornsteinfeger, einen Brand bekämpfen und weil es dem zuständigen Schornsteinfeger herzlich egal ist, was in seinem Viertel passiert, kommt eins zum anderen und es brennt und der Herr lässt auf sich warten. Cleo zögert nicht lange und folgt ihrem Instinkt und bekämpft den Brand erfolgreich und landet daraufhin vorm Brandrat....es droht Gefängnis, aber das einfache Volk steht hinter Cleo und so macht die oberste Industrielle ihr ein Angebot, was sich Cleo immer schon gewünscht hat...sie darf die Ausbildung zur Schornsteinfegerin beginnen, obwohl dies nur bestimmten Familien vorbehalten ist und Cleo darf ja nicht mal einen Nachnamen haben....Die Haken an der Sache sind weittragend und Cleo steckt plötzlich inmitten einer Welt aus Missgunst, Schikane, Rachegefühle und nicht nur ihre Beziehung zur Schwester, sonder auch ihr Zu Hause sind in Gefahr.... Ich fand die Geschichte durchgängig spannend, der Schreibstil war fließend und mir haben die teilweise versteckten Hinweise auf unsere reale Welt gut gefallen, besonders was die Umweltpolitik angeht. Ich hätte hier was aus erneuerbaren Energien, nee, das darfst du nicht, hier nimm das Stück Kohle, auch wenn es brandgefährlich ist und dich krank macht. Auch die Hierarchie in Rußstadt ist klar geregelt, die Ärmsten haben das Nachsehen, die Skrupellosigkeit der ach so tollen Schornsteinfeger ist erschreckend und mittendrin dieses Mädchen, was die Welt nur besser machen möchte und nicht darf, aber unermüdlich in seinen Bemühungen ist und man unbedingt wissen muss, ob es erfolgreich sein wird.

4

Die Autorin Sarah M. Kempen hat ein mit dem Werk „Lichterloh – Stadt unter Ruß“ ein Jugendbuch geschrieben, welches ab 14 Jahren empfohlen wird. Dies ist der Auftakt zu einer Trilogie und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Klappentext: Cleo und ihre Schwester Gwynnie leben in einer von Kohle dominierten Welt. Rauch verschleiert den Himmel und die Hoffnung auf hellere Tage liegt in weiter Ferne. Während Gwynnie heimlich umweltfreundliche Techniken erforscht, ist es Cleos größter Traum, den hochgeachteten Beruf der Schornsteinfegerin zu erlernen. Doch wie soll sie es als einfache Fabrikarbeiterin aus dem Volk in diese Elite schaffen? Nachdem ein schrecklicher Brand in einem Haus der unteren Schicht ausbricht und Cleo verbotenerweise zur Hilfe eilt, erhält sie überraschend die Chance, Schornsteinfegerin zu werden. Ihre Konkurrenten, allen voran der ehrgeizige Leander, sehen das nicht gerne. Ist Cleo der Erfüllung ihres sehnlichsten Traums ganz nah oder ist sie nur Zahnrad in einem perfiden Plan? Ein Buch, welches von einer Stadt handelt, welche quasi in ihrem eigenen Ruß versinkt? Wo Kohle eine essentielle Energiequelle ist und in der Schornsteinfeger einen hochgeachteten, da überlebenswichtigen Job ausüben – dies klang für mich recht interessant, mit einem Hauch von Gesellschaftskritik. Daher habe ich voller Vorfreude zu diesem Buch gegriffen und meine Erwartungen wurden diesbezüglich nicht enttäuscht. Schon die Gestaltung des Buches hinterlässt einen ersten positiven Eindruck. Ich habe die Klappenbroschurausgabe, welche mit wunderbaren Illustrationen von Melanie Korte versehen wurden. Innerhalb der Klappenbroschur ist eine hilfreiche Karte abgebildet. Diese hat mir während des Lesens geholfen, mich in der Stadt zurechtzufinden und auch, die einzelnen Stadtteile besser einordnen zu können. Der Schreibstil ist leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen, auch entstehen Bilder vor dem geistigen Auge. All dies führt dazu, dass die Seiten bei diesem Jugendbuch nur so dahinfliegen und ehe man es sich versieht, ist man mitten im Geschehen und zusammen mit Cleo muss man sich als Lehrling der Schornsteinfeger behaupten. Auch schafft es die Autorin, dass eine dichte Atmosphäre aufgebaut wird, welche regelrecht greifbar ist, sodass man den Ruß in der Luft spürt. Innerhalb der Story gibt es einige unerwartete Wendungen, besonders zum Ende der Geschichte, gab es für mich die ein oder andere Überraschung. Insgesamt ist es spannend geschrieben und auf unterschiedliche Weise gelingt es der Autorin, Spannung zu erzeugen. Dieses Buch hat eine unterschwellige bedrückende und düstere Atmosphäre, welche wortwörtlich rußgeschwängert ist. Man merkt, dass die Stadt quasi im Ruß versinkt und dass die einfache Bevölkerung darunter leiden muss. Man spürt sowohl anhand der bedrohenden Atmosphäre als auch am Machtgefüge der Stadt, dass hier irgendwas im argen ist. Als Leser gerät man dabei immer mehr in einen gefährlichen Strudel und es gilt ein schwerwiegendes Geheimnis aufzudecken. Das Worldbuilding fand ich hier sehr interessant. Im Mittelpunkt steht hier eine Stadt, welche Kohle als einzige Energiequelle nutzt und dies hat zur Folge, dass viel Ruß und Luftverschmutzung im Allgemeinen in der Luft liegt. Auch existiert oftmals Brandgefahr, sodass es wichtig ist, dass die Schornsteine gefegt werden und die Geräte gewartet werden, damit diese keinen technischen Defekt auslösen. Die Bevölkerung ist abhängig von der Kohle, weiß sich nicht anders zu helfen – Solarenergie wird hier kurzzeitig angeschnitten, aber auch, dass es in so einer Ruß dominierten Stadt nicht möglich ist. An sich finde ich die Grundidee wirklich gut, hat sie doch auch einen gesellschaftskritischen Unterton. Jedoch finde ich hier leider auch meinen Kritikpunkt – die Umsetzung. Die Geräte, auch welche aus dem Alltag, werden allesamt mit Kohle direkt betrieben. Sei es ein Bügeleisen, eine Lampe oder ein Gerät zum Erwärmen von Babyflaschen. Jedoch ist dies nach meinem technischen Verständnis nicht so einfach möglich, dass gewisse Geräte direkt mit Kohle betrieben werden. Auch finde ich es unrealistisch, dass die Protagonistin Cleo anhand eines Lötkolbens eine Schraube herstellen kann, welche eine industriell gefertigte Schraube ersetzen kann, quasi identisch mit dieser ist und damit als Ersatz dient, wenn die andere veraltet ist. Wenn man über diese Logiklücken hinwegsehen kann, dann kann dies wirklich ein unterhaltsames Buch sein. Ich persönlich habe mir ins Gedächnis gerufen, dass dies ein Jugendbuch ist und man wohl nicht zu viel technische Fragen in die Geschichte einbinden wollte. Dafür fand ich die Protagonistin Cleo recht sympathisch. Sie ist ein cleveres Mädchen, welches versucht, einen Platz in dieser Stadt zu finden und dabei der einfachen Bevölkerung helfen möchte. Auch hat sie ein gewisses Verständnis für Technik und repariert veraltete Geräte. Gegenüber ihrer Schwester Gwynnie traut sie sich nicht, zuzugeben, dass sie gerne eine Schornsteinfegerin wäre, bis sie einen Ausbildungsplatz in dieser Gilde bekommt. Seitdem ist das Verhältnis zu ihrer Schwester leider gestört. Gwynnie hat einige interessante Ansätze zu bieten. Ich denke auch, dass sie noch das ein oder andere Geheimnis vor Cleo und damit auch den Leser hat. Deswegen hoffe ich sehr, dass Gwynnie im Verlauf der trilogie noch näher beleuchtet wird. Auch die anderen Schornsteinfeger in Ausbildung sind interessant dargestellt, wobei mir noch ein bisschen die Tiefe gefehlt hat. Aber „Lichterloh – Stadt unter Ruß“ ist auch erst der Reihenauftakt, dies kann noch später vertieft werden. Der Epilog ist dann quasi noch mal ein zusätzlicher Cliffhanger. Hier werden noch ein paar Andeutungen gemacht, dass weiterhin die Fäden im Verborgenen betätigt werden und dass dies noch lange nicht das Ende ist. Auch schwebt Cleo weiterhin in Gefahr und es wird wohl noch die ein oder andere Hürde geben, welche sie meistern muss. Am liebsten würde man sofort weiterlesen wollen. Insgesamt konnte mich die Autorin Sarah M. Kempen mit ihrem Reihenauftakt „Lichterloh – Stadt unter Ruß“ gut unterhalten. Cleo ist eine sympathische Protagonistin, sodass es mir eine Freude war, zusammen mit ihr die Stadt zu erkunden und mich an ihrer Seite der Ausbildung zum Schonsteinfeger zu stellen. Leider gibt es hier ein paar Logiklücken, aber wenn man über diese hinwegsehen kann, bekommt man einen unterhaltsamen und spannenden Jugendroman. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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4

Eine atmosphärische Dystopie über Mut, Träume und den Widerstand gegen das Schicksal – berührend und voller Hoffnung

Ein Funken Hoffnung in der Stadt aus Rauch und Ruß Enge Gassen, von alten, verwitterten Häusern gesäumt, deren Dächer sich wie die gebeugten Schultern eines müden Wanderers neigen, dichter, schwarzer Ruß, der die Menschen immer wieder husten lässt. In „Lichterloh – Stadt unter Ruß“ entführt uns Sarah M. Kempen in eine Welt, die ganz auf Kohle angewiesen ist. Die Luft ist schwer von Ruß und die Menschen haben vergessen wie der Himmel aussieht. Dieser Luxus bleibt nur den Reichsten vorbehalten. In dieser von Rauch verhüllten Welt präsentieren sich die Schornsteinfeger als unermüdliche Helden, die die Stadt vor Feuer und Zerstörung bewahren. Doch hinter ihrem strahlenden Ruf verbirgt sich eine finstere Wahrheit. Die Schwestern Cleo und Gwynnie sehnen sich nach einer Flucht aus dieser rußverschleierten Welt und während Gwynnie unermüdlich nach Alternativen zur umweltschädlichen Kohle sucht, träumt Cleo von einer ungewöhnlichen Karriere. Sie möchte Schornsteinfegerin werden. Doch die Gesellschaft ist starr und strikt – ein Aufstieg in eine andere Schicht oder ein Berufswechsel scheinen unerreichbar. Ein Zufall und Cleos besonderes Geschick wenden das Schicksal jedoch und plötzlich erscheint der Traum zum Greifen nah. Doch kann sie die Hindernisse überwinden, die sich ihr in den Weg stellen? Cleo ist eine wundervolle Heldin ~ stark, hilfsbereit und mit einer rebellischen Ader lässt sie sich nicht unterkriegen und bleibt dabei doch warmherzig, was sie mir sehr sympathisch machte. Die Nebenfiguren sind dagegen etwas in den Hintergrund getreten und vielleicht gerade deswegen durchaus interessant. Ihr Handeln empfand ich als authentisch und verständlich, ihre Wesenszüge als durchaus passend, jedoch etwas vage und ich würde gern mehr erfahren. Die Erzählweise ist ruhig mit kleinen Spannungsmomenten, was Lichterloh zu einer sanften, tiefgründigen Lektüre - und besonders geeignet für die jüngere Zielgruppe - macht. Die Autorin webt behutsam gesellschaftskritische Themen wie Umweltbewusstsein, Standesdünkel und Chancengleichheit in die Erzählung ein, was mir gut gefallen hat. So ist Lichterloh eine atmosphärische Dystopie über Mut, Träume und den Widerstand gegen das Schicksal – berührend und voller Hoffnung.

5

Tolles Jugendbuch!

Ich habe "Lichterloh" sehr gerne gelesen, die Geschichte hat einen Sog entfaltet und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Vom Vibe her hat es mich an die Panem-Reihe erinnert, aber ohne Hungerspiele. Die Atmosphäre von Rußstadt kam gut rüber, die Charaktere sind gut und vielseitig gestaltet und die Welt schlüssig aufgebaut. Kann das Buch definitiv weiterempfehlen und freue mich auf die Folgebände 😊

5

Mutig, einzigartig, schöner Auftakt, insich abgeschlossen

Ein Mädchen, ein Traum und ein Handwerksberuf. Mit mut und viel Willenskraft schaft es cleo den handwerksberuf des Schornsteinfegers zu erlernen. Ich will nicht zu viel verraten. Das buch einzigartig, da es zeigt wie wichtig es ist die augen zu öffnen und sich nicht nur von Traditionen beeindrucken/beeinflussen zu lassen. Traüme sich erfüllen können. Wie Macht beeinflussen kann. Das der richtige Weg, ein schwerer sein wird.

4

“Lichterloh - Stadt unter Ruß” ist der erste Teil einer dystopischen YA-Trilogie von Sarah M. Kempen. Hierin geht es um Cleo, die mit ihrer Schwester in Rußstadt lebt und durch eine Verkettung (mehr oder weniger un-) glücklicher Zufälle eine Ausbildung zur Schornsteinfegerin beginnen kann, der angesehensten Gilde der Stadt. Doch viel steht auf dem Spiel und die Gilde steht ihr feindlich gegenüber. Ich fand das Setting sehr interessant (alle Maschinen hier werden mit Kohle betrieben und die gesamte Gesellschaft beschränkt sich auf eine einzige Stadt) und auch die Figuren waren interessant angelegt. Der Schreibstil war überwiegend fesselnd und witzig, die Konflikte systematisch und logisch aufgebaut. Einzig die sprunghafte Entwicklung des Lehrlings Leander hat mich zum Ende hin nicht abgeholt und war mir zu forciert, um nach dem Rest der Handlung glaubwürdig zu wirken. Insgesamt aber eine tolle Reihe für Kinder und Jugendliche ab etwa zehn Jahren (der Empfehlung des Verlags ab 14 kann ich mich hier nicht so ganz anschließen, da zumindest der erste Teil nichts enthält, was gegen ein früheres Lesealter spricht). *Das eBook wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt.

5

Himmel ohne Sterne

In Rußstadt, wo Rauch den Himmel verschleiert, das Atmen schwerfällt und die Hoffnung auf lichtere Tage in weiter Ferne liegt, leben die zwei Schwestern Cleo und Gwynnie, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In dieser von Kohle dominierten Welt arbeitet Gwynnie heimlich an umweltfreundlichen Techniken, während Cleo am liebsten den hochgeachteten Beruf der Schornsteinfegerin erlernen würde. Doch wie soll sie es als einfache Fabrikarbeiterin in diese Elite-Vereinigung schaffen? Als sie bei einem schrecklichen Brand in einem Haus der unteren Schicht verbotenerweise zur Hilfe eilt, rück ihr Traum plötzlich erstaunlich nah- als Belohnung wird sie die Schornsteinfeger-Ausbildung absolvieren. Ob sie diesem Angebot trauen kann? Die Aufmachung des Buches macht mit dem düsteren Stil und der gestaltende Klappe schonmal gut auf die Geschichte aufmerksam. Wenn man dann einsteigt erfährt man erstmal die wichtigsten Dinge über das Setting Rußstadt, die Protagonistin Cleo und ihren Alltag. Dadurch bekommt man Informationen, mit denen man sich ein passendes Bild bauen kann. Mir gefällt es gut, dass das gesamte Buch über keine Längen, sondern rasante Ereignisse zu finden sind. Außerdem mag ich es in Büchern auch gerne, wenn sie teilweise in der Schule spielen, was hier ebenfalls der Fall war. In der Geschichte werden immer wieder wichtige Themen wie Ausgrenzung, Klimaschutz und Menschenrechte behandelt. Es geht um eine Rangordnung der Menschen in Rußstadt und darum, was das Verbrennen der ganzen Kohle und die daraufhin entstehenden Regeln für Probleme mit sich bringen. Es werden einige Zwiespalte aufgezeigt und auf Situationen hingewiesen, die es sicherlich auch bei uns in der echten Welt gibt. Daher ist die Geschichte sehr wichtig und hat verdient den Literaturpreis der Hamburger Kulturbehörde 2022 gewonnen. Ich liebe alle Charaktere in der Story, weil alle so gut ausgearbeitet sind. Natürlich liebe ich keinesfalls die Handlungen aller, doch jeder Charakter hat seine eigene Geschichte und entwickelt sich im Laufe des Buches. Der Schreibstil ist ebenfalls gut zu lesen und lässt einen geradezu durch die Seiten fliegen. Während des Lesens musste ich auch schonmal das ein oder andere Tränchen verdrücken, denn mindestens eine Stelle ist zuerst schwer zu glauben und zu verdauen. Natürlich merkt man von Anfang an, dass in Rußstadt nicht alles mit rechten Dingen zugeht, doch was dann am Ende passiert hätte ich trotzdem nicht erwartet. Es bleibt weiterhin spannend und ich freue mich auf die Folgebände, die beide noch dieses Jahr erscheinen werden.

Himmel ohne Sterne
4.5

Hier hat nicht viel zu den 5 Sternen gefehlt - vielleicht schaffen das ja die Folgebände. Das Setting hat mich überzeugt: Eine Stadt, in der alles mit Kohle betrieben wird und Schornsteinfeger die Helden sind, die für die Sicherheit der Menschen sorgen. Wir verfolgen zwei Schwestern, die ungewollt mitten zwischen die Intrigen und Machenschaften der mächtigen Industriellen geraten. Eine tolle Jugend-Dystopie mit gut ausgearbeiteten Charakteren und einer Geschichte, die viel Platz für die weiteren zwei Bände lässt. Rußstadt und die Arbeit der Schornsteinfeger waren super und spannend beschrieben. Ich hätte nie gedacht, dass mir das so gut gefallen würde. Dabei spricht das Buch auch schwierige Themen an wie Ungerechtigkeit, Unterdrückung oder Mobbing. Cleo als Protagonistin war tough, schlagfertig und stur und irgendwie ein richtiges Vorbild. Sie hat sich nicht unterkriegen lassen. Ich bin gespannt, ob wir im nächsten Band auch mehr von ihrer Schwester Gwynnie erfahren. Was mich von den 5 Sternen (bis jetzt) abgehalten hat, war eine Charakterentwicklung am Ende, die mir einen Zacken zu schnell ging. Je nachdem, wie das aber im nächsten Band aufgefangen und weiter bearbeitet wird, bin ich geneigt, darüber hinweg zu sehen. :) Allgemein eine tolle Dystopie für alle ab 12 Jahren.

5

Lichterloh - eine Stadt unter Ruß- eine Jugend-Dystophie die einen förmlich umhüllt und einsaugt

Ich habe von diesem Buch durch einen Freund erfahren, da er die Autorin kennt. Als er mir erzählte, worum es grob geht war ich direkt Feuer und Flamme. Ohne einen Satz gelesen zu haben, habe ich direkt alle 3 Teile gekauft. Und ich wurde mit Band 1 nicht enttäuscht🥰. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Die Stimmung in dem Buch ist düster. Aber auch in den dunkelsten Ecken kann ein kleiner Lichtstrahl erleuchten, wenn man nur daran glaubt! Die beiden Schwester. Cloe und Gwynnie leben in Rußstadt, eine Stadt die von Kohle regiert wird und auch unter ihr ächzt. Während Gwynnie eher von einer Abkehr von der Kohle träumt, ist es Cloes größter Traum einmal den hochgeachteten Beruf eines Schornsteinfegers auszuüben und in deren Gilde aufgenommen zu werden. Jedoch wie soll das als einfache Fabrikarbeiterin möglich sein. Die Wendung kommt durch einen Brand und dem verbotenen Eingreifen von Cloe, welcher Menschen rettet. Doch ist es tatsächlich eine gute Wendung oder trügt der Schein? Bereits der erste Band ist mit soviel Liebe geschrieben, dass man sich direkt auf den ersten Seiten in dem Buch verliert. Man kann sich vorstellen mit Cloe durch die Straßen von Rußstadt zu laufen. Man spürt die bedrückende Enge und Hoffnungslosigkeit in einer Stadt voll Ruß, in der die oberen Schichten das Schicksal der Unteren in den Händen halten und diese nach ihrem Willen führen. Zu Unrecht handelt es sich bei diesem Band noch um eine unbekannte Buchreihe. Der fulminante Auftakt macht Lust direkt weiter zu Lesen und nach Rußstadt zurückzukehren. Perfekter Lesestoff für die dunkle Jahreszeit und das unabhängig davon, ob man gerade erst Jugendlich ist oder dies eventuell schon ein paar Jahrzente länger ist ;). Ich freu mich auf die Rückkehr und kann es kaum erwarten. Eine absolute Leseempfehlung

5

Eine spannende Geschichte in einem ungewöhnlichen Setting.

Als ich Cover und Klappentext sah, war mein Interesse sofort geweckt, war das Setting doch mal ein gänzlich anderes, als wie ich sonst Geschichten kenne. Nicht nur die Steampunk Elemente sprachen mich an, sonder auch die Schornsteinfeger, welche hier die Hauptrolle spielten. Mit Cleo und ihrer Schwester hat die Autorin 2 Außenseiterinen geschaffen deren Träume ganz unterschiedlich schienen . Sie sind sympathisch und ich konnte mich gut mit beiden identifizieren. Der Schreibstil ist rasant und lässt einen immer wieder zum Buch greifen, auch wenn eigentlich gar keine Zeit ist. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, hatte ich als Erwachsene Leserin viel Vergnügen an der Geschichte, hab mit Cleo und den anderen SchornsteinfegerInnen mit gefiebert und war entsetzt über die Ungerechtigkeit die in Rußstadt herrschte. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band!

4.5

Schwer verständlich trotzdem cooler Inhalt

5

"Lichterloh - Stadt unter Ruß" von Sarah M. Kempen handelt von Cleo, die in einer von Kohle dominierten Stadt lebt. Ihr größter Traum ist es, Schornsteinfegerin zu werden, was ihrer Gesellschaftsschicht allerdings verwehrt bleibt. Zumindest normalerweise. Wird sie es schaffen? Positiv aufgefallen ist mir sofort die Klappenbroschurbindung, die gleichzeitig als Farbschnitt dient. Zum Lesen kann man sie einfach einklappen wie einen normalen Klappentext. Die Illustratorin Melanie Korte hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Auch die Stadtkarte hinten im Buch gefällt mir sehr. So kann man sich immer gut vorstellen, wo in der Geschichte man sich gerade befindet. Hauptfiguren sind natürlich Cleo, aber auch ihre Schwester Gwynnie, ihr Freund Vincent, ihre Mitstreiter in der Schornsteinfeger-Ausbildung und einige andere. Alle Charaktere wurden gut eingeführt, mit nachvollziehbaren Eigenschaften. Insbesondere Leander hat eine schöne Entwicklung gemacht, aber auch die anderen kommen nicht zu kurz. So gelungen wie die Charakterentwicklungen ist auch das Worldbuilding. Kempen hat eine neue dystopische Welt geschaffen, die sie so gut beschrieben hat, dass man sie sich auch in der realen Welt vorstellen könnte, wenn es keine alternativen Energieerzeugungen gäbe. Zudem behandelt das Buch die Macht, die Reich über Arm hat. Cleo bringt Hoffnung, für die sie lichterloh brennen würde, damit sie nicht erlischt. Zusammengefasst kann ich "Lichterloh" nur empfehlen und vergebe 5/5 ♥️ ________________ 2022 erhielt Kempen für "Lichterloh" den Literaturpreis der Hamburger Kulturbehörde. ________________ "Wir verglühen alle eines Tages, doch bevor das geschieht, möchte ich lieber brennen. So hell und wild und heiß, wie es nur geht. Lichterloh." Wofür brennst du?

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Suchtlektüre

„Lichterloh“ ist ein Highlight für mich. Ich hätte nie gedacht, dass ein Jugendbuch mich derart mitnehmen und begeistern könnte. Natürlich haben hier auch die Dystopie-Anteile mitgewirkt, da ich sehr gerne dieses Genre lese, trotzdem war das Buch eine positive Überraschung. Das Cover hat mich anfangs nicht überzeugt, was vermutlich nur an mir liegt. Die Gestaltung entspricht nämlich dem Genre und ist wohl eher an noch jüngere Teenager gerichtet. Statt eines Farbschnitts bekommen wir eine Klappe, was ich noch nie so gesehen habe, aber was ich als durchaus interessant und erfrischend neu empfunden habe. Die Geschichte ist sehr gesellschaftskritisch und doch unglaublich unterhaltsam und spannend. Die Autorin hat die perfekte Mitte getroffen. Die Charaktere sind sehr einfach und verständlich, was für eine Jugendgeschichte vermutlich auch gut ist. Leander hat mir besonders gefallen, weil er etwas vielschichtiger als die anderen wirkt. Der Schreibstil ist ebenfalls einfach, aber manchmal kamen Zitate, die so schön und poetisch waren, dass ich minutenlang nachgedacht habe. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch sehr spannend und lesenswert ist. So manch ein Leser wird es stundenlang nicht aus der Hand legen können, wie es bei mir war. Mehr zu sagen habe ich nicht, denn Kritikpunkte habe ich ausnahmsweise keine mehr. Ich freue mich schon auf die weiteren beiden Bände, die schon bald rauskommen werden. Bin gespannt, wie es weitergeht. Fazit: Absolute Leseempfehlung an alle Dystopie-Fans, nicht nur Jugendliche!

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Eindringliche Atmosphäre, die bis zum Ende fesselt

Lichterloh - Stadt unter Ruß von Sarah M. Kempen Meine Meinung Sarah M. Kempen entführt uns im ersten Teil ihrer Trilogie „Lichterloh - Stadt unter Ruß“ in eine düstere, atmosphärische, dystopische Welt, die besonders mit seinen liebevoll gezeichneten Charakteren, sowie den zahlreichen Themen und jeder Menge Spannung glänzt. Schon nach wenigen Seiten schmeckte ich den Ruß auf meiner Zunge und fühlte mich als Teil dieser lebhaften Atmosphäre. Der Schreibstil ist angenehm fließend und zeichnete malerische Bilder in meinen Kopf. Die Karte und liebevoll gezeichneten Illustrationen untermalen die Geschichte perfekt. Lichterloh – Stadt unter Ruß entführt in eine düstere, oftmals beklemmende Welt, in der doch so viel Hoffnung steckte. Mit ist zeichnet die Autorin eine starke Protagonistin, deren Mut und Entschlossenheit mich zutiefst beeindruckten. Neben einem spannenden Plot bietet die Story zahlreiche Wendungen, allein ausgelöst durch die Bedrohung, welche über den Charakteren schwebt. Das Setting war zweifellos mein Highlight, wenngleich jeder Aspekt dieses Buches hervorzuheben ist, denn die eindringliche Atmosphäre fesselte mich bis zur letzten Seite und so bleibt die Freude auf das weitere Geschehen riesengroß. Fazit Lichterloh – Stadt unter Ruß begeistert mit starken Protagonisten, einer intensiven und beklemmenden Atmosphäre, liebevollen Illustrationen und Themen, die wichtiger denn je sind.

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Der Ruẞ ist allgegenwärtig Eine ungewöhnliche Geschichte mit Potenzial

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Rußige Welt

Inhalt: Das Buch "Lichterloh- Stadt unter Ruß" von Sahra M. Kempen ist der erste Teil der Reihe. Cleo lebt in Rußstad und hat noch nie den Himmel gesehen. Sie arbeitet hart und gehört ins untere Viertel. In der Maschinenfarbrik ist es nicht einfach. Durch den Ruß und Rauch wird das Leben negativ beeinflusst. So hat Cleo den Traum Schornsteinfeger zu werden, ob der Traum zu hoch gegriffen ist? Meine Meinung: Das Buchcover ist schön gemacht. Sehr dunkel gehalten, passt also sehr gut zur Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte geht so mit schnell voran. Die Geschichte ist einzigartig und voller Spannung. Cleo ist eine Protagonistin mit gutem Herzen. Sie ist clever und hartnäckig. Sie kämpft für das was sie will. Die dystopische Geschichte ist wirklich einzigartig, so etwas habe ich noch nicht gelesen. Fazit: Eine spannende Dystopische Geschichte. Schornsteinfeger sind die wahren Helden. Spannung von Anfang an bis zum Schluss. 5 von 5 🌟

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