Der letzte Mord am Ende der Welt
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Description
122 Überlebende, 1 Mörder, 107 Stunden bis zum Ende der Welt
In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt
Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.
Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen – bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist.
»Ein ausgeklügelter, fesselnder Thriller, in dem nichts so ist, wie es scheint.« The Guardian
»Stuart Turton beweist wieder einmal, was für ein hervorragender Thrillerautor er ist.« Independent
Book Information
Author Description
Stuart Turtons Debütroman Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (2019) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und ist ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde mit dem Costa First Novel Award und zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet. Für seinen zweiten Roman Der Tod und das dunkle Meer (2021) erhielt Stuart Turton den von Sebastian Fitzek gestifteten Viktor Crime Award. Stuart Turton lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Hertfordshire.
Characteristics
13 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
122 Personen leben auf einer kleinen Insel- die letzen Menschen nach einer Naturkatastrophe auf der Erde. Es gibt eine KI Abi, welche die Bewohner über- und bewacht- ebenso das Abwehrsystem, welches die Insel vor einem giftigen Nebel schützt und vieles mehr. Es ist ein Mord geschehen und wenn dieser nicht in 107 Stunden aufgeklärt wird, bricht das System, welches den Nebel zurück hält, zusammen und alle sterben. Keiner kann sich erinnern, was letzte Nacht geschehen ist.
Ein sehr gelungener Mix aus den unterschiedlichsten Genres bekommt man hier geboten. Krimi, Sci-Fi, Familiengeschichte, Dystopie …. Abi erzählt uns überwiegend alles, was wir Leserinnen und Leser wissen sollen/ müssen . Schließlich ist sie im Kopf jeder Person auf der Insel präsent und beantwortet auch deren Fragen. Rechenschaft über alles gibt die KI Abi ,nur der Wissenschaftlerin Nijema. Mich erinnerte diese Art der Erzählweise an Skythe, aber auch irgendwie an den Roman von Eschbach Eines Menschen Flügel( wahrscheinlich wegen der philosophischen Fragen, die man sich beim Lesen- und auch danach- noch stellen ) Vorhersehbar waren die Wendungen und das Ende für mich nicht. Und ich konnte rätseln, wer es wohl war….
Außergwöhnliche Plotidee, spannender Genremix & sehr gut zu lesen.
Mittlerweile bin ich großer Fan des Autors, jedes Buch ist eine neue und tolle Erfahrung. Er schreibt auch selber in seiner Danksagung, dass er sich bewusst dafür entschieden hat immer ein neues Genre und Setting zu wählen. Auf das nächste Buch, einen Krimi, Feuer ich mich schon sehr. Dieses Buch hat mich, wie auch schon das Vorherige, an ein für mich ungewohntes Genre herangeführt: Ein End of World Setting mit ein wenig Science Fiktion, Thrillerelementen und einer Mordermittlung. Wobei die letzten eiden für mich üblicher sind. Das Worldbuilding fand ich grandios. Die einsame Insel mit den "Resten" der Menschheit und 3 mysteriösen Ältesten. Kritische Nachfragen kommen in dieser Gesellschaft gar nicht gut an, das lernt vor allem eine der Protagonisten schnell. Man fragt sich sehr schnell wie einige Sachen einfach so hingenommen werden können. Blöderweise geschieht ein Mord und dieser muss gelöst werden, dabei sind kritische Nachfragen und Neugierde wiederum hilfreich. Nach und nach kommt man während der Ermittlung hinter die Geheimnisse auf der Insel und auch wie es der Menschheit vor dem Nebel ging, der den Rest der Erde unbewohnbar macht. Auch ethische Fragestellungen kommen dabei auf und ich fand es wirklich sher gut umgesetzt. Man bekommt verschiedenste Perspektiven, trotzdem habe icb zwischenzeitlich alles und jeden verdächtigt und das Ende hat mich überzeugt. Es gab für mich ein paar erzählerische Längen und man braucht etwas um sich in die Welt einzufinden, aber das Buch ist absolut lesenswert und eine Empfehlung. Wieder eine außergewöhnliche Geschichte von Stuart Turton mit aktuellem Bezug. Und wenn es dieses Buch nicht für euch ist, vielleicht interessiert euch ja eines seiner anderen Bücher :)

Ich wollte schon lange ein Buch von Stuart Turton lesen und jetzt ist dies endlich mit seinem neuesten Werk wahr geworden. Ich bin ein Fan von Dystopien und deshalb hat mich dieses Werk besonders angesprochen. Der Genre-Mix hat mir sehr gut gefallen. Ich werde definitiv die anderen Werke des Autors auch noch in Angriff nehmen und bin sehr gespannt was es in Zukunft noch aus seiner Feder zu lesen gibt.
Inhalt Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Es geschieht ein Mord. Wird der Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Meine Meinung Es gibt Bücher, die für immer bei mir bleiben dürfen und einen Platz in meinem Herzen haben werden und die ich niemals aussortieren werde. Dieses Buch gehört dazu. Schon die Art des Erzählens ist sooo besonders. Wir erfahren die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Figuren und gleichzeitig gibt es eine Ich-Stimme, die uns durch das Geschehen führt. Das hat mich zu Anfang etwas irritiert, bis ich begriffen habe, warum das so ist. So eine geniale Idee. Was mir direkt zu Anfang gut gefallen hat, ist, dass es vorne im Buch eine Karte der Insel und eine Liste der wichtigsten handelnden Figuren gibt. Beides ist ungemein hilfreich bei der Orientierung und zum Einstieg in die Handlung. Auch der Weltenbau ist sehr gelungen. Die Geschichte spielt in der Zukunft, auf eine kleinen Insel inmitten des Meeres. Umgeben von undurchdringlichem tödlichem Nebel. Das Setting ist so anders, so ungewöhnlich, so einfallsreich erdacht. Etwas vergleichbares habe ich noch nie gelesen. Und ich habe viel gelesen. Dann die gut ausgearbeiteten, lebendig wirkenden Charaktere. Ob nun sympathisch oder unsympathisch, sie sind alle so vielschichtig, so glaubwürdig, so einzigartig, dass ich die Handlung aus jeder Perspektive gerne erkundet habe. Das Buch liest sich flüssig und spannend. Beim Lesen entstanden zunächst Fragen um Fragen in meinem Kopf. Ich hatte keine Idee, wie das alles zusammenhängen könnte. Im Laufe der Handlung erhielt ich Hinweise und Antworten, während neue Fragen dazu kamen. Es gab etliche Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. So wurde es nie langweilig und ich folgte gebannt den Charakteren durch das Ende der Welt und machte mir Gedanken, wie es zu diesem letzten Mord kommen konnte und wer der Mörder sein könnte. Stellte Theorie um Theorie auf, während ich gespannt weiterlas. Die Auflösung überraschte mich und war doch so logisch. Und so schlug ich zufrieden das Buch zu und war doch traurig, dass es zuende war. Fazit: "Der letzte Mord am Ende der Welt " ist eine überaus gelungene Mischung aus Science Fiction, Postpokalypse, Dystopie und Kriminalroman. Ich habe dieses Buch geliebt beim Lesen. Jedes Wort verschlungen. Wollte verweilen und gleichzeitig vorwärts gehen. Wollte wissen, was da los ist und doch das Buch nicht beenden. Also kurz gesagt: Jahreshighlight und Lebenshighlight. Wenn ihr Dystopien mögt, Krimis mögt, aber vor allem, wenn ihr ungewöhnliche Bücher mögt, die anders sind, euch herausfordern, euch zu denken geben, dann lest dieses Buch. 10 von 5 🐈⬛🤭

Rezensionsexemplar Eine Apokalypse in Form eines Insekten-Nebels hat die ganze Erde erobert. Nur eine kleine griechische Insel hält noch stand, dank einer speziellen Kuppel. Seit neunzig Jahren leben knapp über hundert Menschen auf dieser Insel und versuchen jeden Tag zu überleben. Wird die Menschheit es schaffen die Erde wieder zu erobern? Die Geschichte wird aus der Perspektive einer „artifiziellen biologischen Intelligenz“ erzählt, kurz Abi genannt. Dadurch, dass diese Intelligenz die Gedanken aller Dorfbewohner kontrolliert, konnte man in sehr viele unterschiedliche Perspektiven eintauchen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Abi besser gekennzeichnet wäre z.B.: mit kursiv. Oft sind die Sprünge zwischen der Sicht der Bewohner und der künstlichen Intelligenz sehr verwirrend. Vor allem, wenn gerade mehrere Personen in die Handlung involviert sind. Die Charaktere sind sehr befremdlich sowohl die Dorfbewohner als auch die Ältesten. Manche Eigenschaften sind unverständlich, selbst mit der Auflösung. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Der Anfang beschäftigt sich ausschließlich mit dem friedlichen Alltag der Dorfbewohner. Man sieht zwar den Countdown in der Buchaufteilung aber man hat keine Ahnung was es zu bedeuten hat. Hinzu kommt, dass der Klappentext die ersten 200 Seiten ziemlich genau spoilert, inklusive aller Wendungen. Für mich hat sich dadurch der erste Drittel unendlich in die Länge gezogen. Der Mittelteil wird dann wieder interessant, jedoch erinnert es mehr an ein apokalyptischen Krimi als an einen Thriller. Viele Abenteuer, jedoch offensichtlich und ohne große Spannung. Die auffälligen Logikfehler haben mich ebenfalls geärgert. An sich ein interessantes Buch mit einem lahmen Anfang und einem großen Spoiler im Klappentext. Kann man lesen, muss man aber nicht. Und ich kann jeden verstehen, der nach dem Klappentext, nach 100 Seiten abbricht.
122 Überlebenden, 1 Mörder , 107 Stunden bis zum Ende der Welt Inhalt Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle.Hier Leben Dorfbewohner und eine handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare : Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel .Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Zuallererst hat mich das Cover und der Farbschnitt direkt angesprochen. Schöne helle Farben...ein richtiger Eyecatcher. Auf dem Buch steht Kriminalroman , aber es steckt doch noch so viel mehr darin. Ein außergewöhnlicher Roman mit SF und Dystopie Elementen. Die einzig bewohnte griechische Insel ist von einem tödlichen Nebel umgeben. Niemand kann diesen Nebel durchqueren. Was mich erst beim Lesen irritiert hatte war die Stimme , die alle im Kopf hörten und mit der sie sich unterhalten konnten. Das wird im Laufe des Buches aber immer klarer und nach und nach aufgelöst. Die Idee finde ich wirklich gut,dass ein Mord geschieht und alle am nächsten Tag aber unter Gedächtnisverlust leiden. Durch den Mord fallen auch die Sperren und der Nebel kommt näher.Es herrscht also Zeitdruck. Die Charaktere waren jetzt nicht so herausragend oder sympathisch. Habe jetzt beim Lesen nicht mit einem Charakter mitgefiebert, aber die Story hat mir gefallen. Auflösung fand ich auch schlüssig . 1 Stern Abzug , weil ich erst etwas schwer in die Story reingefunden habe.

Dieses Buch enthält die wohl schönste Danksagung, die ich je gelesen habe. Und obwohl ich nicht gerne mitrate und Whodunnit nicht immer etwas für mich ist, mag ich den Roman im Rückblick sehr. Die vom Autor kreierte Welt und die phantastischen Ideen sind liebevoll komponiert und das in einem postapokalyptischen Szenario. Richtig gut.
A thrilling and interessting whodunnit
Usually not the biggest fan of sci-fi-leaning stories, but this one completely surprised me. A whodunnit told in a totally different, refreshing way – clever, sophisticated, and incredibly well thought out. The writing is intelligent, the pacing tight, and the concept so original that it’s hard to put down. Absolutely gripping from start to finish! —> For readers who love smart mysteries with a twist of sci-fi atmosphere.

Güte und Freundlichkeit über allem
In einem Meer aus Krimis stach „Der letzte Mord am Ende der Welt“ sofort ins Auge – das düstere, geheimnisvolle Cover zog mich im Buchladen magisch an. Als Krimi-Fan war die Entscheidung schnell getroffen: Das Buch musste mit. Doch was mich zwischen den Seiten erwartete, ging weit über einen klassischen Whodunit hinaus. Stuart Turton entführt uns in eine postapokalyptische Welt, in der nur noch eine kleine Insel bewohnbar scheint. Dort lebt eine abgeschottete Gemeinschaft, deren fragile Ordnung durch einen Mord ins Wanken gerät. Was zunächst wie ein typischer Kriminalfall beginnt, entwickelt sich schnell zu einem fesselnden Mix aus Mystery, Sci-Fi und Fantasy. Die Atmosphäre ist dicht, fast beklemmend, und Turton versteht es meisterhaft, Spannung mit philosophischen Fragen über Moral, Überleben und Wahrheit zu verknüpfen. Besonders gefallen hat mir, wie geschickt der Autor die Genre-Grenzen verwischt. Der Kriminalfall bleibt zwar der rote Faden, doch die postapokalyptische Welt und die fantastischen Elemente verleihen der Geschichte eine überraschende Tiefe. Auch der Aufbau mit wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen sorgt für Tempo und hält den Leser bis zum Schluss im Bann. Ein kleiner Abzug gibt es für die Komplexität der Handlung – an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Dennoch: „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein ungewöhnlicher, kluger Krimi mit einem originellen Setting und verdient für mich solide 4 von 5 Sternen. Wer gerne über den Tellerrand des klassischen Genres hinausliest, wird hier bestens bedient.
Herausragend
Dieses Buch war herausragend und ich mag den Autor und seine Werke sowieso. Die Idee und die Geschichte des Buches haben mir sehr gut gefallen und mich von Anfang bis Ende gefesselt. Zudem passt es auch gut in die heutige Zeit und die Verbreitung der KI. An manchen Stellen fand ich die Geschichte bei kleineren Dingen nicht ganz logisch, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan und hätte ansonsten auch das Volumen gesprengt. Es blieb daher manches der eigenen Fantasie überlassen. Insgesamt ein spannendes und fesselndes Buch.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Es hat mich zu Beginn verwirrt, weiterhin verwundert und am Ende wirklich abgeholt! Der Schreibstil war gut zu lesen, jedoch war ich zu Beginn durch diese Stimme, die zu allen redet verwirrt. Das hat sich dann aber gelegt. Man kommt so nach und nach hinter einige Ungereimtheiten und ich war verwundert, dass es so gut war! Weiter haben mir die ganzen Wendungen in der Auflösung gefallen, da es hier nicht wie in einem normalen Buch zuging. sondern. Der Autor hat seine eigene verworrene Art (positiv gemeint) diese Geschichte zu erzählen, das hat mich sehr gut unterhalten! Ich habe noch ein vorangegangenes Buch auf dem SuB liegen, welches ich mir zeitnah zu gemüte führen werde und hoffe auf ähnliche "unnormal" perfekte Unterhaltung!
Überdosis
Man darf den Titel dieses Romans ruhig wörtlich nehmen, es geht ums Ende der Welt, es führt uns an den fernen Ort am Ende der Welt und zugleich soll es um das ENDE der Welt gehen. Ja, das klingt nach einer Dystopie und der Autor Stuart Turton scheint uns auch wirklich in den Untergang führen zu wollen. Nur möchte er so Vieles mehr, und alles gleichzeitig, was einer der Probleme dieser Geschichte ist. Es handelt sich, ja, um eine postapokalyptische Geschichte mit SF Anteilen, ein bisschen Fantasy, möchte ein Krimi sein und endet schliesslich in einer märchenhaften Utopie. Dieser Genre-Mix verlangt nach viel Ambition und von der Idee hätte es etwas wirklich Grosses werden können. Die Grundidee klingt wirklich vielversprechend: Die Welt ist von einem dunklen Nebel umgeben, der alles Leben auf der Erde zerstört hat. Nur eine kleine Insel, als letztes Refugium kann sich diesem nebligen Tod widersetzen, eine Gruppe von Wissenschaftler haben einen Schutz geschaffen, den der Nebel nicht überwinden kann. Die letzten „Menschen“ leben seit Jahrzehnten in Eintracht und Frieden zusammen, Gemeinschaft ist das Wichtigste und niemand schient sich als Mittelpunkt der Welt zu sehen, es herrscht Zusammenhalt und Rücksicht, erst der Andere, dann das Ich. Aggression scheint es hier nicht zu geben. Das Paradies auf Erden. Wirklich? Diese Idylle wird gestört, als jemand umgebracht wird. Eine Katastrophe in einer Gemeinschaft, die nichts Böses in sich und dem Gegenüber zu sehen scheinen. Nun geht es darum, den Täter / Täterin zu finden. Mehr braucht man nicht zu wissen. Die Geschichte wird hauptsächlich von einer KI erzählt, die mit der Gemeinschaft eng verbunden ist und viel alltägliche Belange zu kontrollieren scheint. So entsteht eine recht künstliche Perspektive, die Turton auch konsequent verfolgt. Die Protagonisten werden eher kühl und nüchtern beschrieben, aus dieser Distanz gelang es mir kaum, irgend jemand ganz lebendig oder emotional zu erfassen. Mir kam oft der Gedanke, ob Turton selbst beim Schreiben wohl Unterstützung von einer KI erhalten hat. (Nur mein Eindruck). Ich konnte mit keiner Person wirklich warm werden. Zudem werden wir mit vielen Namen konfrontiert, ein Wirrwarr von Personen, die zudem auch gern mal plötzlich ganz anders reagieren und hier in Sachen Logik manchmal schmerzlich Platz noch oben lassen. Es kommt kaum Spannung auf, die Geschichte mäandert über weite Teile vor sich hin, zieht sich wie Kaugummi. Wer lange durchhält, wird nicht unbedingt mit einem schlüssigen Ende belohnt, das Erzähltempo wird zwar erhöht, aber diese Eile wirkt forciert. Es braucht einen Epilog, der die vielen offenen Fragen schnell noch zu beantworten sucht, auch dies wirkt keinesfalls gereift oder durchdacht. Ich habe das Buch als Hörbuch „genossen“, obwohl ich eigentlich keine mehr für mich in Betracht ziehen wollte, ich lese einfach lieber. Ich konnte es leider nicht anders bekommen und da mich die Geschichte im Vorfeld sehr interessierte, habe ich doch mal eine Ausnahme gemacht. Astrid Schulz spricht das Buch sehr ambitioniert, sie spielt die sehr unterschiedlichen Personen eher. Dies macht sie leider nur zum Teil für mich annehmbar. Zu übertrieben kamen mir manche Stimmen vor, da wurde aus einer älteren Wissenschaftlerin eine Hexe, Männer klangen gern mal wie Dämonen, die Tochter sprach wie ein verletztes blaues Einhornbaby aus einem Comic für Kleinkinder!! Wirklich über meine Schmerzgrenze und eine gute Gelegenheit, ganz auf Hörbücher zu verzichten. Am Ende bin ich sichtlich enttäuscht und fühle mich zudem überdosiert mit unsinnigem Utopien-Geist. Aber das ist halt Lese-Risiko
Dystopischer Krimi, der unfassbar anders und dabei auch noch spannend ist. Für mich war es nichts zum Mitraten, dafür werden zu langsam die Hintergründe der postapokalyptischen Welt erklärt. Aber die haben es dafür in sich. Gespannt habe ich also verfolgt, wie sich die Geschichte und das Geheimnis der Insel Stück für Stück entblättern. Ein ungewöhnliches Buch, das mir ausnehmend gut gefallen hat!
Huch was war das denn?
Ich mag ja Dystopien bzw postapokalyptische Romane sehr gerne, daher war ich neugierig auf dieses Buch. Zuerst dachte ich "was für ne seltsame Story" und war teilweise auch etwas verwirrt, konnte mir vieles nicht direkt vorstellen. Als hätte der Nebel des Buches auch mein Gehirn vernebelt. Doch dann ging es los.... Plötzlich kamen immer wieder neue Wendungen, einige eher vorhersehbar, einige so gar nicht.... Ab etwa 30% lief es dann sehr flüssig und spannend und das Ende war.... Naja, irgendwie fast schon romantisch. Ich möchte aber nicht zu viel verraten, man muss es einfach selbst lesen. 😊
Jahreshighlight
„Der letzte Mord am Ende der Welt“ von Stuart Turton ist ein spannender Thriller der mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt hat. Das Cover und der wunderschön gestaltete Farbschnitt machen dieses Buch auch optisch zu etwas ganz besonderem. Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren, dank eines komplizierten Abwehrsystems,letzte Überlebende. Alles ist sehr idyllisch, bis eines morgens eine Wissenschaftlerin ermordet aufgefunden wird Nicht nur der Mord sorgt für Unruhen, denn schnell wird klar, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Der Schreibstil des Autoren ist locker und angenehm, da die Kapitel alle recht kurz gehalten sind bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte der Insel, durch die Karte und die detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte konnte ich mir bildlich alles sehr gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen. Es gibt einige Geheimnisse und unvorhersehbare Wendungen die mich komplett überrascht haben. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein spannender Thriller mit einigen Science Fiction Elementen und vielen überraschenden Momenten. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen und werde mir nun mal die restlichen Bücher des Autoren anschauen.
Ein Science-Fiction-Apokalypse-Roman, der begeistert
Auf einer abgelegenen Insel im griechischen Mittelmeer, der letzten bewohnten Stelle der Erde nach einer globalen Katastrophe, wird eine Wissenschaftlerin ermordet. Dieser Mord gefährdet das Abwehrsystem, das die Insel vor einem giftigen Nebel schützt, der die Welt zerstört hat. Die Bewohner haben keine Erinnerung an die Ereignisse der vergangenen Nacht und müssen den Mörder innerhalb von 107 Stunden finden, um das Überleben der letzten Menschen zu sichern. Am Ende des Buches stellt Stuart Turton seinen Lesern in seiner „Besonderen Danksagung“ einige interessante Fragen: „Ging es in die Richtung, die du erwartet hattest? Mochtest du diese Richtung? Und was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit?“ Diese Fragen spiegeln die unerwarteten Wendungen und die tiefgründige, teils düstere Thematik des Romans wider. Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, dass es sich um einen Science-Fiction-Apokalypse-Roman handelt. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wahrscheinlich nicht zu diesem Buch gegriffen – da ich normalerweise keine Science-Fiction lese. Aber ich mochte Turtons „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr und dachte, ich könnte etwas Ähnliches erwarten. Die ansprechende Covergestaltung und der tolle Farbschnitt des Buches haben meine Aufmerksamkeit geweckt, und ich griff zu, ohne den Klappentext richtig zu lesen oder vorherige Recherchen anzustellen. Umso erstaunter war ich, als ich mit der Geschichte begann. Trotz meiner Vorbehalte gegenüber Science-Fiction konnte mich der Roman von Stuart Turton vollkommen fesseln. Der Autor hat einen einzigartigen Schreibstil, der es schafft, lebendige Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die Handlung bleibt vom ersten bis zum letzten Moment spannend und ist gespickt mit Wendungen, die ich nie vorausgesehen hätte. Turtons Bücher verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration, vor allem aufgrund der Vielzahl an wichtigen Figuren, die die Geschichte vorantreiben. Sie sind herausfordernd, aber gleichzeitig ein wahrer Lesegenuss. Was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit? Diese Frage bleibt unbeantwortet und würde ich dem Autor gerne stellen.

4,5 𝙎𝙩𝙚𝙧𝙣𝙚 𝙏𝙝𝙚 𝙇𝙖𝙨𝙩 𝙈𝙪𝙧𝙙𝙚𝙧 𝙖𝙩 𝙩𝙝 𝙀𝙣𝙙 𝙤𝙛 𝙩𝙝𝙚 𝙒𝙤𝙧𝙡𝙙 Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, gibt es doch reichlich polarisierende Rückmeldungen zum neusten Werk von Stuart Turton. Ich bin ein Fan seiner Bücher, liebe seine intelligent geschriebenen Murder Mystery Plots und diesen hier liebte ich auch. Es ist diesmal eine Kombination aus Dystopie, Science Fiction und Murder Mystery. Gleich zu Beginn registrieren wir, dass der Erzähler sehr besonders gestaltet ist. Es ist ein allwissender Erzähler, der gleichzeitig Protagonist in der Story ist und somit grosses Interesse hat, dem Leser nicht alles zu zeigen, sondern auch auch einiges für sich zu behalten. Und ja, nach und nach wird klar, es ist eine KI, die uns durch die Geschichte führt. Das Szenario ist herrlich endzeitmässig. Alles spielt sich auf einer kleinen Insel ab, mehr ist nicht übrig von der Welt und wir haben eine Population etwas über 100 Einwohnern. Als eine der drei Wissenschaftlerinnen ermordet wird, fällt die gesamte Konstruktion des Zusammenlebens in sich zusammen. Ich hab eigentlich fast alles an dem Buch gemocht. Ich fand die Protagonisten spannend, die intelligente Sprache plus reichlich Gesellschaftskritik, das beengte Setting der Handlung, was für mich wieder Agatha Christie Vibes hatte. Dieses Buch hat mich sehr überzeugt und ich kann es empfehlen. 🩷

Postapokalyptischer SciFi Thriller Was habe ich da nur gelesen? Es war unglaublich spannend aber auch verstörend und ein Fingerzeig auf die Taten der Menschheit. Gewalt, Hass und Krieg haben die Menschheit beherrscht. Bis eines Tages ein mysteriöser Nebel die Natur und alle Lebewesen vernichtet hat. Der Autor spricht hier viele unangenehme Themen an und den Verfall Menschheit und das scheitern der Evolution. Eine Insel am Ende der Welt, gibt eine Art Notruf ab, dass man sich dort hin retten kann. Der Nebel wird 1km vor der Insel abgehalten auch die Menschen dort zu töten. Jahrelang leben hier alle in Frieden und jeder geht einem sehr geregelten Tagesablauf nach. Doch einigen reicht das nicht. Man merkt eine Veränderung in der Gemeinschaft. Manche stellen zu viele Fragen oder finden ihre Berufung nicht. Warum müssen alle Menschen nach 60 Jahren sterben? Warum müssen sie immer um eine gewissen Uhrzeit schlafen gehen? Den Ältesten der Insel, die die Gemeinschaft leiten und führen gefällt das gar nicht. So fasst die Älteste Niema den Entschluss für ihr letztes Experiment. Und startet den Countdown zur völligen Vernichtung der Menschheit. Die meisten Bewohner leben jeden Tag wie ferngesteuert. Völlig friedlich und ohne Gewalt. Bis ein Mord geschieht, der eigentlich nicht stattfinden kann. Zum Glück sind einige Dorfbewohner anders und kämpfen gegen die Zeit, um das Leben der letzten Zivilisation der Welt zu retten. Und dafür müssen sie den Mord aufklären. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich fand es durchgehen spannend, tolle Plots und Charaktere. Wahnsinn was der Autor hier geschaffen hat. Ich fand die Geschichte sehr real und bildhaft erzählt. Klar war vieles abstrus, aber doch.. könnte es ähnlich passieren. Es waren einige Charakter, aber man findet sich gut zurecht. Man wird gut geleitet 😉.

🏔 Einfach crazy und völlig anders 🏔
🌏 Meine Meinung 🌏 Als erstes fällt einem von außen das wunderschöne Cover auf, inkl. tollem Farbschnitt, auch von innen mit der gezeichneten Karte der Insel, kann sich das Buch sehen lassen (wenn man vom ungüstig platzierten Barcode absieht). Zum Plot kann ich kurz und knapp sagen: Was für eine verrückte, aber sehr lesenswerte Story. Man sollte sich vollkommen darauf einlassen, egal ob es um die Menschen geht, um die Lebensweise oder die ganzen Örtlichkeiten. Das Setting, der verlassene Marinestützpunkt, der näherkommende "tödliche" Nebel, die Glaskuppel, die unterirdischen Gänge, das liest sich alles so crazy, das es mich einfach total gepackt hat. Stuart Turton hat die Persönlichkeiten so gut beschrieben, die Natur, die Insel, ich konnte es mir bildlich einfach 100%ig vorstellen. Eine völlig abgedrehte Perspektive die mir mega gute Unterhaltung geboten hat.
🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫 Ein Nebel vernichtet sämtliches Leben. Nur eine kleine Gruppe überlebt auf einer abgeschirmt Insel. Die letzte Hoffnung der Menschheit. Als ein Mord begangen wird, steht das Überleben auf einmal auf der Kippe. Noch 72 Stunden bis zum Ende der Menschheit... Diese Mischung aus Krimi und Distopie ist von Anfang bis Ende packend geschrieben. Geheimnisse kommen ans Licht und treiben die Spannung weiter an. Eine unbedingte Empfehlung! 🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫

Eine dystopische Mordermittlung
Eine Insel mitten im Nirgendwo. Darauf die letzten Überlebenden der Menschheit. Um die Insel herum ein tödlicher Nebel. Bis eine der letzten 3 Wissenschaftler, die den Nebel in Schach halten ermordet wird und sich der Nebel langsam der Insel nähert. Nur die Auflösung des Mordes kann die Einwohner noch retten. Ein rennen gegen die Zeit beginnt. Am Anfang fand ich den Roman sehr verwirrend, zumal man als Leser in kürzester Zeit mit sehr vielen Namen und Charakteren konfrontiert wird. Sobald aber die Ermittlungen losgehen, kann man der Handvoll Protagonisten gut folgen. Das dystopische Setting fand ich wirklich originell und die Vielzahl an unerwarteten Wendungen und gelüfteten Geheimnissen hat mich immer gut bei Laune gehalten. Alles in allem ein gut konstruierter Sci-Fi-Krimi zum Miträtseln.
Grandios!
Wie von Stuart Turton inzwischen gewohnt, ist dieses Buch wieder ganz anders, als seine bisherigen Bücher. Man weiß nie so genau, was man bekommt, aber es ist wieder spannend und besonders. Das -Ende der Welt- Feeling wird super transportiert und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, waaaaas ist da eigentlich los? Wie kam es dazu? Und wie überleben die da überhaupt? Erstmal stellt man sich zig Fragen, die für mich, super zur Spannung beigetragen haben, um in der zweiten Hälfte des Buches nach und nach beantwortet zu werden. Und das alles eingebettet in einem Krimi! Einfach super! Ich finde es Mega umgesetzt und wenn man die spezielle Erzählweise des Autors mag, kommt man hier super auf seine/ihre Kosten. 👌🏼
🌍 In einer postapokalyptischen Welt, in der nur eine kleine Gemeinschaft überlebt hat, wird plötzlich ein Mord begangen, der erste seit langer Zeit. Die Gesellschaft, die auf Vertrauen und Harmonie aufgebaut wurde, gerät ins Wanken. Während die Ermittlungen beginnen, stellen sich tiefgreifende Fragen: Was bedeutet Schuld? Gibt es Gerechtigkeit in einer Welt, die kaum noch Regeln kennt? Und wie weit ist der Mensch bereit zu gehen, um seine Wahrheit zu schützen?
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Es ist ganz anders als viele andere Bücher, die ich bisher gelesen habe und genau das macht es so besonders. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn der Autor bringt immer wieder tiefgründige Gedanken ein. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders mochte ich, wie authentisch sie dargestellt sind. Sie entwickeln sich im Laufe der Handlung, verändern sich, bleiben dabei aber ihrer Grundpersönlichkeit treu. Diese Balance zwischen Entwicklung und Kontinuität macht sie glaubwürdig und menschlich. Es ist kein Krimi im klassischen Sinne, sondern viel mehr: ein intensives Gedankenexperiment, das sich mit existenziellen Themen auseinandersetzt. Für mich definitiv eines meiner Jahreshighlights!⚓️🛟
Tja, da waren wohl meine Erwartungen nach den vielen positiven Rezensionen zu hoch. Für mich ein "Who dunnit" Krimi in einem ungewöhnlichen apokalyptischen Setting mit sehr großer Suspense. Etwas für Fans von Ermittlungen bei vielen Tatverdächtigen und ungewöhnlichen Settings. Der Aufbau ist sehr komplex und zu Beginn hat es etwas gedauert, bis ich die Personen unterscheiden konnte und die Grundregeln dieser Welt kannte. Man wird mitten ins Geschehen geworfen und nach und nach erklärt sich die Welt und die Zusammenhänge der Personen. Dies mag ich gern. Mein größter Kritikpunkt sind jedoch die blass bleibenden Personen. Sie wirken schablonenhaft und die Gesellschaft ist wie aus einem Baukasten zusammengesetzt. Motive entwickeln sich nicht, sondern werden erzählt. Da ich am liebsten eine Person habe, an die ich mich binden kann, kam ich nicht zum Zug. Ein weiterer Störfaktor für mich: der allwissende Erzähler - der hier Teil des Geschehens ist - und munter durch die Köpfe springt. Manchmal musste ich zwei Mal hinschauen, um zu wissen, welchen Gedankengänge ich gerade folgte. Ab der Mitte wird das Tempo noch mal ordentlich angezogen. Es entsteht eine Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. So flog ich durch die Seiten, stolperte manches Mal über kleine Ungereimtheiten und bekam am Ende eine Auflösung präsentiert, bei der alle Puzzleteile zu einem konstruierten Bauwerk aufgetürmt wurde, das an mancher Stelle auf Recht wackeligen Beinen steht. Für mich hat der Genremix leider nicht funktioniert. Für einen intensiven Krimi fehlte die Charaktertiefe und für eine Dystopie zu wenig nachvollziehbare Gesellschaftsentwicklung und Abenteuer. Bei Suspense und Thrill hat der Autor dafür tief in die Trickkiste gegriffen und dadurch bestimmt viele Fans gewonnen.

Zum Inhalt: Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen – bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Meine Meinung: Ich war ganz neugierig auf das Buch, denn eigentlich sind Dystopien nicht so mein Genre, aber dieses ist eine gute Mischung aus Dystopie und Thriller. Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, dank des flüssigen und spannenden Schreibstils. Die Kapitel hatten auch die richtige Länge so das man schnell voran kam. Die wichtigsten Charaktere waren gut beschrieben und teilweise sympathisch. Als Leser war man sehr gespannt, was es mit den 107 Stunden auf sich hat und wer denn die Wissenschaftlerin auf dem Gewissen hat. Es gab viele Verdächtige, aber bis zum Schluss war ich mir nicht sicher wer es denn wirklich war,denn immer wenn ich dachte ja der war es, kam ein anderer Hinweis und ich bekam Zweifel. So fieberte ich mit und spekulierte, und wurde am Ende überrascht wer es dann war,denn denjenigen hatte ich nicht so richtig auf dem Schirm, aber die Auflösung für den Mord war schlüssig. Ob es gelingt den Nebel aufzuhalten, wird jetzt nicht verraten. Ein guter Thriller, der mir Spaß gemacht hat zu lesen.
Stuart Turtons Bücher sind einfach speziell, aber ich mag das sehr.
Ein Mord ist geschehen, es wird ermittelt, also ist es ein Kriminalroman. Soweit so richtig, aber es steckt doch noch einiges mehr in diesem Buch. Wir befinden uns auf der letzten bewohnten Insel der Welt und das Leben auf der Insel befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht und so führt der Mord dazu, dass ein Wettlauf gegen die Zeit und das Aussterben der Menschheit beginnt. Grandios setzt Stuart Turton seine Geschichte zusammen, natürlich mit überraschenden Wendungen und einem stimmigen Ende.
Ein tödliches Rätsel in einer dystopischen Zukunft
Was soll ich sagen? Ich habe das Buch in nur zwei Tagen verschlungen! Die Geschichte ist unglaublich spannend und völlig anders, als ich es erwartet hätte. Die Welt, die Stuart Turton hier erschafft, ist faszinierend: Eine künstliche Intelligenz (KI) existiert in den Köpfen der 122 Überlebenden, die sich nach der Vernichtung der Menschheit durch einen giftigen Nebel auf einer griechischen Insel befinden. Dort werden sie von einem Schutzschild bewahrt, der von Wissenschaftlern erschaffen wurde. Doch dann geschieht ein Mord. Eine der Ältesten, Niema, wird ermordet – und gleichzeitig fällt der Schutzschild aus. Den Bewohnern bleiben nur 107 Stunden, um den Mörder zu finden, bevor der Nebel sie verschlingt. Die Geschichte wird aus einer außergewöhnlichen Perspektive erzählt. Anfangs scheint es, als hätten wir es mit einem allwissenden Erzähler zu tun – eine Stimme, die in den Köpfen der Menschen existiert. Doch schnell wird klar, was es damit tatsächlich auf sich hat. Neben dieser ungewöhnlichen Erzählweise gibt es weitere Perspektiven der Inselbewohner. Hauptsächlich folgen wir aber Emory, die sich auf die Suche nach dem Täter macht – dabei jedoch ständig überwacht wird. Emory, die schon immer alles hinterfragt hat…. Ich liebe diese Art von Sci-Fi-Krimis und Thrillern! Der letzte Mord am Ende der Welt spielt mit einer düsteren Zukunftsvision, in der KI und kollektives Bewusstsein eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig wirft das Buch tiefgründige Fragen auf: Wer entscheidet über Leben und Tod? Was bestimmt den Wert eines Menschenlebens? Auch die wahren Hintergründe dessen, was wirklich auf der Insel geschieht, sind faszinierend und werden nach und nach aufgedeckt. Hier spielt im weitesten Sinne auch der Glaube eine Rolle – nicht der göttliche, aber das muss man selbst lesen. Wie viel Macht Glaube haben kann und wie leicht es ist, Dinge hinzunehmen, ohne sie zu hinterfragen. Auch diesmal hat mich Stuart Turtons meisterhafte Erzählweise beeindruckt. Er erschafft ein raffiniertes Verwirrspiel, bei dem man ständig das Gefühl hat, jeder könnte der Täter sein. Gerade wenn man sich sicher ist, den Täter gefunden zu haben, werden neue Spuren gelegt, die einen an den eigenen Vermutungen zweifeln lassen. Schon in seinem Debüt Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle hat er dieses Spiel mit Verdächtigungen und falschen Fährten perfekt beherrscht. Zusammengefasst: „Ist es uns Menschen überhaupt möglich, friedlich miteinander zu leben? Oder sind wir unseren niederen Instinkten ausgeliefert?“ Ein absolut gelungenes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann! *Unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton „Die größten Errungenschaften waren schon immer mit den größten Risiken verbunden. (…) Beginne deinen Countdown, Abi. In vier Tagen haben wir entweder die Welt verändert oder sind bei dem Versuch zu Grunde gegangen.“ Über diese Prämisse musste ich schmunzeln. Denn der durchaus skurrile Satz bedeutet zwei Dinge: Erstens - wir haben es mit einem typischen Turton zutun - skurril, rätselhaft und neuartig. 2. Den Figuren bleibt nicht viel Zeit, die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Beste Voraussetzungen also für ein richtig cooles Buch. Ich mag Turtons nebulösen Stil eh, er lässt den Leser bis zum Schluss im Unklaren. Von daher habe ich auch nicht erwartet, allzu viel sofort zu verstehen. Und tatsächlich. Ich fand mich in einem Dorfidyll wieder, wurde an die Hand genommen, lernte die Bewohner und ihre Rollen kennen, traf die Wissenschaftler - und war auf einmal mitten drin. Stuart Turton gibt dem Leser nur Häppchenweise Informationen über das Dorf und die Insel - und vor allen Dingen, was es damit auf sich hat. Warum geistert ein Nebel um die Insel? Und was geschieht des Nachts? Und Mittendrin - während wir Antworten auf diese durchaus wichtigen Fragen suchen, geschieht ein grausamer Mord, der eigentlich gar nicht sein darf, denn auf der Insel gibt es keine Verbrechen. Wir müssen von da an also mit zwei „Messern“ jonglieren (mir persönlich hat das viel Spaß gemacht!). Die Dorfbewohnerin Emory bekommt den Auftrag, Ermittlungen über den Mord anzustellen. Zur Seite stehen ihr dabei ihre Tochter Clara und ihr Vater Seth - sie haben alle drei nicht das beste Verhältnis zueinander, doch die Zeit drängt. Für mich waren die Diskrepanzen, die unter den Dreien herrschten, das Salz in der Suppe. Es würzte die Beziehung und verlieh den Figuren Substanz. Ihre unterschiedlichen Ziele und Träume und Rachegelüste. Der Ich-Erzähler war für mich das Highlight. Ich will gar nicht zu viel vorweg nehmen. Aber den Ich-Erzähler erst mal auszumachen und herauszufinden, wer und was er eigentlich ist, hat mir schon mal viel Spaß gemacht. Generell stellen sich zu Beginn viele Fragen, die erst im Laufe der Zeit beantwortet werden - und die wieder neue Fragen um die Existenz und die Daseinsberechtigung der Lebensformen aufwerfen. Manchmal tönten für mich auch deutliche politische Stimmen durch die Zeilen. Ich habe auch immer wieder gern auf die Karte und das Personenverzeichnis am Anfang zurückgegriffen! Turton hatte Mut zur Lücke. Manchmal jagten wir förmlich durch die Stunden und Tage, die uns noch blieben. Auf der einen Seite fand ich den Stilbruch über weite Strecken cool - ich hatte wirklich zu tun, dass ich mitgekommen bin und alle Informationen verarbeiten konnte. Auf der anderen Seite hätte ich mir ein paar mehr Infos gewünscht. Ein dystopischer Endzeitkrimi, der Laune macht! 4,5 Sterne
Ein Plotttwist jagd den nächsten. Konnte das Buch nicht aus der Hand legen
Vor 90 Jahren wurde die Welt durch einen giftigen Nebel zerstört. Nur auf einer kleinen Insel existieren dank einer komplizierten Schutzbarriere Überlebende - darunter 3 Wissenschaftler. Diese sorgen für ein harmonisches Miteinander, indem sie für die Sperrstunden sorgen, die Landwirtschaft überwachen und mit Hilfe der KI Abi, die Gedanken der Bewohner steuern und Überwachen. Diese fügen sich den Wissenschaftlern, hinterfragen nichts, so auch nicht die Tatsache, dass alle Bewohner nur 60 Jahre alt werden, während die Wissenschaftler weit über 100 sind. Als eines Tages eine der Wissenschaftler Tod aufgefunden wird, fährt die Schutzbarriere herunter. Wird der Mörder nicht binnen 107 Std. überführt, wird die Insel vom tödlichen Nebel überfallen. Doch niemand der Bewohner hat Erinnerungen an die Nacht des Mordes. Meine Meinung: Das war mein erstes Buch des Autors und gleich ein Highlight für mich. Die Kombination aus Kriminalroman, postapokalypse, Sci-Fiction und Dystopien ist durchaus sehr gewagt aber dem Autor gelungen. Zu Beginn führt uns der Autor sanft in die Welt der Bewohner ein - wir lernen die vielseitigen Charaktere kennen und bekommen Informationen, die uns einen Überblick verschaffen. Die Postapokalyptische Atmosphäre und das Setting wurden sehr gut getroffen und ausgearbeitet. Bis es zum besagtem Mord kommt, streicht einige Zeit ins Land, dennoch ist der Schreibstil so fesselnd, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Danach steigt der Spannungsbogen mit jedem Kapitel mehr und die Geschichte lebt von Plot-Twists, die teils schockierend und für mich unvorhersehbar waren. Ich war so gefesselt und wollte unbedingt den Fall aufklären. Emory ist eine klasse Ermittlerin und auch die KI Abi als Erzählstimme zu nutzen, fand ich eine tolle Idee. Das Ende ist versöhnlich aber musste ich erstmal sacken lassen. Ein postapokalyptischer Kriminalroman, der mit Plot-Twists, Cliffhangern und einem hohen Spannungbogen überrascht.
Und wieder ein fünf Sterne Buch! Das ist mein zweites Buch von Stuart Turton und ich bin wieder restlos begeistert von den Charakteren, der Geschichte und vom Schreibstil. Die Mischung aus Dystopie und murder Mystery ist genau mein Ding, auch die Beschreibung der Figuren und die ganze Erzählweise ist dermaßen gut gelungen, dass ich hier nur die volle Punktzahl geben kann.
Mir hat das Buch, der Schreibstil und insgesamt die Story sehr gefallen. Ich konnte von Anfang an in Story eintauchen. Die Ich Erzählung fand ich anfangs verwirrend, aber schnell weiß man damit umzugehen. Mir persönlich waren es dann doch ein paar zu viele „Hätte Wäre Wenn Momente“. Ich habe meine Notizen ordentlich gefüllt, damit ich den Faden nicht verliere. Insgesamt hat mich der Roman sehr unterhalten. Nach Ferryman der nächste Fantasyroman der mich persönlich abholt. :)
Vollkommen unemotional erzählter Endzeit-SciFi-Krimi-Mix, der anfangs noch ganz okay war, mich dann aber mit der Zeit mehr und mehr verloren hat. Es konnte mir irgendwann egaler nicht mehr sein, wer hier wen ermordet hat (turns out: zu recht), abgesehen davon, dass ich immer wieder das Opfer mit einer der anderen austauschbar erzählten Figuren verwechselt habe. Hatte wenigstens den Anstand, sich schnell lesen zu lassen.
Übersetzt von Dorothee Merkel Wenn ein Buch mich bereits auf den ersten Seiten so in den Bann zieht, dass ich mich gefühlt habe, als wäre ich plötzlich mitten in einer neuen Staffel von Lost, dann weiß ich: Das hier ist etwas Besonderes. Bereits auf den ersten Seiten hat es mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Diese Mischung aus postapokalyptischem Setting, packender Kriminalgeschichte und philosophischen Fragen hat mich sofort an die mysteriöse Atmosphäre von Lost erinnert – und das meine ich im besten Sinne! Worum geht's? Die letzte bewohnbare Insel der Welt ist eigentlich ein Paradies – oder besser gesagt: eine streng kontrollierte Enklave, in der Wissenschaftler und Dorfbewohner friedlich zusammenleben. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eine Wissenschaftlerin wird ermordet, und mit ihr fällt das komplexe Sicherheitssystem der Insel aus. Die Zeit drängt: Innerhalb von 107 Stunden muss der Mörder gefunden werden, sonst verschluckt der giftige Nebel die letzten Überlebenden der Menschheit. Das Problem? Niemand erinnert sich an die vergangene Nacht. Dieses Buch ist ein wilder Genre-Mix, und Stuart Turton beweist einmal mehr, dass er das Chaos meistern kann. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch unglaublich durchdacht. Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Diese Mischung aus Endzeit-Szenario, streng überwachter Gesellschaft und klassischer Kriminalgeschichte hat eine einzigartige Spannung erzeugt. Wie in einem Agatha-Christie-Roman werden Verdächtige befragt, Szenen nachgestellt und Hinweise gesucht. Gleichzeitig schwebt über allem eine philosophische Tiefe, die zum Nachdenken anregt. Besonders clever ist die Wahl der Erzählinstanz: Eine allwissende KI führt uns durch die Geschichte – aber sie ist nicht neutral. Ohne zu spoilern: Das verleiht der Story eine völlig neue Dimension. Anfangs sind es viele Namen, aber je weiter man liest, desto mehr Tiefe bekommen sie. Ich habe mitgerätselt, mitgelitten und meine Meinung zu einigen Figuren mehrfach über den Haufen geworfen. Bereits in der ersten Hälfte kommt ein Twist, der meine Sicht auf die Geschichte komplett verändert hat. Eine aus meinem Buchclub hat ihn geahnt – Chapeau! Danach hinterfragt man plötzlich alles. Und das Ende? Rund, befriedigend, absolut stimmig! Fazit: Der letzte Mord am Ende der Welt ist ein Meisterwerk aus Spannung, Gesellschaftskritik und philosophischen Fragen. Wer Lust auf eine Mischung aus Lost, Agatha Christie und Sci-Fi hat, sollte unbedingt zugreifen. Man könnte es auch als Genre-Mix aus Solarpunk & Krimi betrachten. ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – ein absolutes Lesehighlight! Ob Der letzte Mord am Ende der Welt eines meiner Jahreshighlights wird? Das wird sich zeigen – aber es hat definitiv einen Platz in meinem Bücherherz verdient!
Mal was ganz anderes
Wo fange ich jetzt nur an? Was kann ich euch über dieses Buch sagen? Okay, Kriminalroman steht drauf. Es steckt durchaus auch Krimi drin. Aber so ganz anders, als man es erwarten würde. Ich kann jedenfalls guten Gewissens behaupten, dass ich persönlich noch nichts Vergleichbares gelesen habe. . Stuart Turton nimmt seine Leser*innen mit auf die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle mit 122 Überlebenden, die in friedlicher Eintracht existieren. Dann wird eines Tages eine Wissenschaftlerin ermordet. Wenn ihr Mörder nicht schnell gefunden wird, droht der Menschheit das Aus… . Ja, ich habe mich des Öfteren gefragt, was ich hier überhaupt lese. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist definitiv anders und lebt von der Faszination an dieser Andersartigkeit. Die Geschichte liegt nun mal nicht auf der Hand und ist alles andere als alltäglich. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Und wie sich die Handlung dann entwickelt … Ich habe jedenfalls in ganz viele unterschiedliche Richtungen gedacht und interpretiert. Es ist eine kriminalistische Sciencefiction-Story. Aber gleichzeitig noch so viel mehr. Für mich hatte sie im Grunde sogar biblische Züge. Oder, um es mal anders zu sagen, es werden Themen und Fragen behandelt, die von zeitloser und universeller Bedeutung sind und die Grundfesten der Menschheit betreffen. . Übrigens empfehle ich auch unbedingt die „Besondere Danksagung“ von Stuart Turton am Ende zu lesen. Die kurze Zwiesprache, die er hier abschließend gefühlt mit mir persönlich gehalten hat, ist mindestens so faszinierend wie das ganze vorangegangene Buch. Turton macht deutlich, wie er sich als Schriftsteller, sein Werk und seine Zusammenarbeit mit mir als Leser sieht. Mit seinen Worten hat er mich komplett abgeholt und für sich eingenommen. . Mein Tipp: Lass dich ein auf diese Reise. Nimm dir bewusst Zeit dafür. Das Buch ist kein schneller Snack-Read für Zwischendurch. Die Geschichte muss erst mal Anlauf nehmen, sich entfalten und wirken. Wenn du ihr das zugestehst, ist „Der letzte Mord am Ende der Welt“ eine einzigartige, erfrischend andere, interessante und bereichernde Lektüre, die definitiv im Gedächtnis bleibt.

Sternebewertung fiktiv
Wie nennt man das? Einen Sci-Fi-Thriller? Gibt es das? Wenn Turton schreibt, dann schon. Ein giftiger Nebel hat die Weltbevölkerung fast vollständig ausgelöscht. Nur eine kleine Gruppe Überlebender konnte sich auf eine abgelegene Insel retten. Dort sorgen Wissenschaftler für Sicherheit und Ordnung, bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. Plötzlich beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Nur 107 Stunden bleiben, um den Mörder zu entlarven, bevor weitere Menschen sterben könnten. Turton ist ein Meister skurriler Geschichten. Schon „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat mich begeistert, doch hier setzt er noch einen drauf. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein visionärer, fesselnder Roman, der Thriller-Spannung mit einem faszinierenden Sci-Fi-Setting verbindet. Die wunderschöne Erstausgabe mit Farbschnitt macht das Leseerlebnis noch besonderer. Ein Buch, das frischen Wind in meinen Lesealltag gebracht hat!
Ein Science-Fiction-Apokalypse-Roman, der begeistert
Auf einer abgelegenen Insel im griechischen Mittelmeer, der letzten bewohnten Stelle der Erde nach einer globalen Katastrophe, wird eine Wissenschaftlerin ermordet. Dieser Mord gefährdet das Abwehrsystem, das die Insel vor einem giftigen Nebel schützt, der die Welt zerstört hat. Die Bewohner haben keine Erinnerung an die Ereignisse der vergangenen Nacht und müssen den Mörder innerhalb von 107 Stunden finden, um das Überleben der letzten Menschen zu sichern. Am Ende des Buches stellt Stuart Turton seinen Lesern in seiner „Besonderen Danksagung“ einige interessante Fragen: „Ging es in die Richtung, die du erwartet hattest? Mochtest du diese Richtung? Und was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit?“ Diese Fragen spiegeln die unerwarteten Wendungen und die tiefgründige, teils düstere Thematik des Romans wider. Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, dass es sich um einen Science-Fiction-Apokalypse-Roman handelt. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wahrscheinlich nicht zu diesem Buch gegriffen – da ich normalerweise keine Science-Fiction lese. Aber ich mochte Turtons „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr und dachte, ich könnte etwas Ähnliches erwarten. Die ansprechende Covergestaltung und der tolle Farbschnitt des Buches haben meine Aufmerksamkeit geweckt, und ich griff zu, ohne den Klappentext richtig zu lesen oder vorherige Recherchen anzustellen. Umso erstaunter war ich, als ich mit der Geschichte begann. Trotz meiner Vorbehalte gegenüber Science-Fiction konnte mich der Roman von Stuart Turton vollkommen fesseln. Der Autor hat einen einzigartigen Schreibstil, der es schafft, lebendige Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die Handlung bleibt vom ersten bis zum letzten Moment spannend und ist gespickt mit Wendungen, die ich nie vorausgesehen hätte. Turtons Bücher verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration, vor allem aufgrund der Vielzahl an wichtigen Figuren, die die Geschichte vorantreiben. Sie sind herausfordernd, aber gleichzeitig ein wahrer Lesegenuss. Was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit? Diese Frage bleibt unbeantwortet und würde ich dem Autor gerne stellen.
Was für ein Ritt! Die Welt versinkt in dunklem Nebel voller Insekten, die alles töten. Eine einzige Insel ist übrig, auf der die Bewohnerinnen und Bewohner ein einfaches Leben führen. Als eine der Ältesten, Niema, tot aufgefunden wird, kommt der Nebel plötzlich näher. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Kann der Mord aufgeklärt werden? Gibt es Hoffnung für die Insel? Turton hat einfach so tolle Konzepte. Er schafft es, Kriminalromanen einen neuen, frischen Anstrich zu verleihen und dem Genre dabei trotzdem treu zu bleiben. Die Charaktere in diesem Buch sind fast alle zauberhaft. Frauen spielen die größte Rolle und sie sind so grandios geschrieben, dass ich wieder Hoffnung schöpfe, was männliche Autoren angeht. Die erste Hälfte der Geschichte entfaltet sich etwas langsam, aber das ist genau der richtige Weg. Wir Lesenden lernen die Charaktere, die Insel, die Gepflogenheiten kennen - und stoßen dabei immer wieder auf kleine Mysterien, die später Sinn ergeben. Warum schlafen (fast) alle zur gleichen Uhrzeit ein, egal, wo sie grade sind? Warum sterben alle mit 60, außer den drei Ältesten, die schon weit über 100 Jahre alt sind? Und wer ist die geheimnisvolle Ich-Erzählerin, die mit allen verbunden ist? Wir haben hier wirklich einen scharfsinnigen Roman, der Dystopie und dann Utopie ist, der mit Science Fiction Elementen spielt, die Endzeitstimmung perfekt einfängt und dabei eben auch noch Murder Mystery bleibt. Großartig.

Hat sich angefühlt wie ein Fiebertraum
Das erste Mal, dass ich ein Buch beendet habe und einfach mal gar nichts verstanden habe. Dennoch ist einiges für mich klar: dies ist kein Kriminalroman und es ist keine wirkliche Dystopie. Ich hatte wirklich gehofft, dass am Ende irgendetwas aufgeklärt wird, dass es ein großes AHA Erlebnis gibt, alla Truman Show oder ähnliches. Aber auch das blieb aus. 🤷🏻♀️

Dystopischer Krimi
Stuart Turtons neues Buch spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert. Nur noch eine kleine Insel im Mittelmeer ist bewohnt, der Rest der Erde wurde von einem tödlichen Nebel verschluckt. Auf der Insel leben die Dorfbewohner und die Ältesten, eine Art Wissenschaftler, friedlich zusammen. Zusätzlich gibt es eine Form von KI, die Einblick in die Gedanken der Inselbewohner hat und telepathisch mit ihnen kommunizieren kann. Eines Morgens wird eine Wissenschaftlerin brutal ermordet aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, verliert die Insel ihren Schutz vor dem Nebel. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und kreativ. Der Wettlauf gegen die Zeit, um den Mörder zu finden und die Insel zu retten, sorgte bei mir für einige nervenaufreibende Lesestunden. Die Charaktere sind gut gezeichnet und die Atmosphäre auf der Insel ist beklemmend und düster. Man fiebert mit den Dorfbewohnern und den Wissenschaftlern mit und hofft, dass sie den Mörder finden, bevor es zu spät ist. Allerdings war mir der Schluss des Buches dann etwas zu hektisch. Die Auflösung des Falls kam mir zu abrupt und zu konstruiert vor. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor zu viele Informationen auf einmal in die Geschichte packen wollte. Die vielen Wendungen und Überraschungen haben mich am Ende eher verwirrt als begeistert. Auch die Auflösung des großen Ganzen, was mit der Welt passiert ist, fand ich etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir mehr Details und Hintergrundinformationen gewünscht. Turtons Ideen mag ich sehr, und auch hier ist daraus eine ganz ungewöhnliche Geschichte entstanden. Obwohl das Buch zum Ende hin etwas nachlässt, hat es mir letztlich gut gefallen.
Auf einer kleinen griechischen Insel leben die letzten Bewohner*innen der Erde friedlich zusammen. Sie widmen ihr Leben ganz der Gemeinschaft, arbeiten tagsüber, treffen sich abends zum gemeinsamen Dinner und schlafen zur vereinbarten Sperrstunde. Eine ausgeklügelte Barriere schützt sie vor dem giftigen Nebel, der die restliche Welt verschlungen hat. Das einträchtige Zusammenleben hat jedoch ein jähes Ende, als eine der drei Wissenschaftler*innen ermordet aufgefunden wird. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sollten die Ermittlerin Emory und ihre Tochter Clara nicht herausfinden, wer den Mord begangen hat, wird die Barriere fallen und auch die Insel vom Nebel verschluckt. Das Problem ist nur, dass niemand sich an die Nacht des Mordes erinnern kann. Stuart Turtons neuer Roman "Der letzte Mord am Ende der Welt" gleicht keinem Buch, das ich bisher gelesen habe und hat so einen wunderbar frischen Wind in mein Lesejahr 2025 gebracht. Der Autor serviert den Lesenden eine Mischung aus Kriminalroman und SciFi, Whodunit im Agatha Christie-Stil trifft auf The 100-Vibes - wenn ihr wie ich beides mögt, solltet ihr das Buch unbedingt lesen! Die Geschichte rund um Emory und Clara ist aber nicht nur spannend, sondern greift auch gesellschaftskritische Themen und insbesondere die Auswirkungen der Klimakrise auf, was ich sehr gelungen fand. "Der letzte Mord am Ende der Welt" steckt voller kluger Wendungen und Plottwists, die das Lesen nie langweilig werden lassen - ich habe den Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen. In seinem Nachwort schreibt Stuart Turton, dass er sich vorgenommen hat, nie bei einem Genre zu bleiben und sich immer wieder neu auszuprobieren. Das ist ihm in meinen Augen großartig gelungen! Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses ungewöhnliche, überraschende Buch, das so viel Spaß macht zu lesen. Übersetzt von Dorothee Merkel.

Characteristics
13 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
122 Überlebende, 1 Mörder, 107 Stunden bis zum Ende der Welt
In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt
Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.
Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen – bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist.
»Ein ausgeklügelter, fesselnder Thriller, in dem nichts so ist, wie es scheint.« The Guardian
»Stuart Turton beweist wieder einmal, was für ein hervorragender Thrillerautor er ist.« Independent
Book Information
Author Description
Stuart Turtons Debütroman Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (2019) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und ist ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde mit dem Costa First Novel Award und zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet. Für seinen zweiten Roman Der Tod und das dunkle Meer (2021) erhielt Stuart Turton den von Sebastian Fitzek gestifteten Viktor Crime Award. Stuart Turton lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Hertfordshire.
Posts
122 Personen leben auf einer kleinen Insel- die letzen Menschen nach einer Naturkatastrophe auf der Erde. Es gibt eine KI Abi, welche die Bewohner über- und bewacht- ebenso das Abwehrsystem, welches die Insel vor einem giftigen Nebel schützt und vieles mehr. Es ist ein Mord geschehen und wenn dieser nicht in 107 Stunden aufgeklärt wird, bricht das System, welches den Nebel zurück hält, zusammen und alle sterben. Keiner kann sich erinnern, was letzte Nacht geschehen ist.
Ein sehr gelungener Mix aus den unterschiedlichsten Genres bekommt man hier geboten. Krimi, Sci-Fi, Familiengeschichte, Dystopie …. Abi erzählt uns überwiegend alles, was wir Leserinnen und Leser wissen sollen/ müssen . Schließlich ist sie im Kopf jeder Person auf der Insel präsent und beantwortet auch deren Fragen. Rechenschaft über alles gibt die KI Abi ,nur der Wissenschaftlerin Nijema. Mich erinnerte diese Art der Erzählweise an Skythe, aber auch irgendwie an den Roman von Eschbach Eines Menschen Flügel( wahrscheinlich wegen der philosophischen Fragen, die man sich beim Lesen- und auch danach- noch stellen ) Vorhersehbar waren die Wendungen und das Ende für mich nicht. Und ich konnte rätseln, wer es wohl war….
Außergwöhnliche Plotidee, spannender Genremix & sehr gut zu lesen.
Mittlerweile bin ich großer Fan des Autors, jedes Buch ist eine neue und tolle Erfahrung. Er schreibt auch selber in seiner Danksagung, dass er sich bewusst dafür entschieden hat immer ein neues Genre und Setting zu wählen. Auf das nächste Buch, einen Krimi, Feuer ich mich schon sehr. Dieses Buch hat mich, wie auch schon das Vorherige, an ein für mich ungewohntes Genre herangeführt: Ein End of World Setting mit ein wenig Science Fiktion, Thrillerelementen und einer Mordermittlung. Wobei die letzten eiden für mich üblicher sind. Das Worldbuilding fand ich grandios. Die einsame Insel mit den "Resten" der Menschheit und 3 mysteriösen Ältesten. Kritische Nachfragen kommen in dieser Gesellschaft gar nicht gut an, das lernt vor allem eine der Protagonisten schnell. Man fragt sich sehr schnell wie einige Sachen einfach so hingenommen werden können. Blöderweise geschieht ein Mord und dieser muss gelöst werden, dabei sind kritische Nachfragen und Neugierde wiederum hilfreich. Nach und nach kommt man während der Ermittlung hinter die Geheimnisse auf der Insel und auch wie es der Menschheit vor dem Nebel ging, der den Rest der Erde unbewohnbar macht. Auch ethische Fragestellungen kommen dabei auf und ich fand es wirklich sher gut umgesetzt. Man bekommt verschiedenste Perspektiven, trotzdem habe icb zwischenzeitlich alles und jeden verdächtigt und das Ende hat mich überzeugt. Es gab für mich ein paar erzählerische Längen und man braucht etwas um sich in die Welt einzufinden, aber das Buch ist absolut lesenswert und eine Empfehlung. Wieder eine außergewöhnliche Geschichte von Stuart Turton mit aktuellem Bezug. Und wenn es dieses Buch nicht für euch ist, vielleicht interessiert euch ja eines seiner anderen Bücher :)

Ich wollte schon lange ein Buch von Stuart Turton lesen und jetzt ist dies endlich mit seinem neuesten Werk wahr geworden. Ich bin ein Fan von Dystopien und deshalb hat mich dieses Werk besonders angesprochen. Der Genre-Mix hat mir sehr gut gefallen. Ich werde definitiv die anderen Werke des Autors auch noch in Angriff nehmen und bin sehr gespannt was es in Zukunft noch aus seiner Feder zu lesen gibt.
Inhalt Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Es geschieht ein Mord. Wird der Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Meine Meinung Es gibt Bücher, die für immer bei mir bleiben dürfen und einen Platz in meinem Herzen haben werden und die ich niemals aussortieren werde. Dieses Buch gehört dazu. Schon die Art des Erzählens ist sooo besonders. Wir erfahren die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Figuren und gleichzeitig gibt es eine Ich-Stimme, die uns durch das Geschehen führt. Das hat mich zu Anfang etwas irritiert, bis ich begriffen habe, warum das so ist. So eine geniale Idee. Was mir direkt zu Anfang gut gefallen hat, ist, dass es vorne im Buch eine Karte der Insel und eine Liste der wichtigsten handelnden Figuren gibt. Beides ist ungemein hilfreich bei der Orientierung und zum Einstieg in die Handlung. Auch der Weltenbau ist sehr gelungen. Die Geschichte spielt in der Zukunft, auf eine kleinen Insel inmitten des Meeres. Umgeben von undurchdringlichem tödlichem Nebel. Das Setting ist so anders, so ungewöhnlich, so einfallsreich erdacht. Etwas vergleichbares habe ich noch nie gelesen. Und ich habe viel gelesen. Dann die gut ausgearbeiteten, lebendig wirkenden Charaktere. Ob nun sympathisch oder unsympathisch, sie sind alle so vielschichtig, so glaubwürdig, so einzigartig, dass ich die Handlung aus jeder Perspektive gerne erkundet habe. Das Buch liest sich flüssig und spannend. Beim Lesen entstanden zunächst Fragen um Fragen in meinem Kopf. Ich hatte keine Idee, wie das alles zusammenhängen könnte. Im Laufe der Handlung erhielt ich Hinweise und Antworten, während neue Fragen dazu kamen. Es gab etliche Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. So wurde es nie langweilig und ich folgte gebannt den Charakteren durch das Ende der Welt und machte mir Gedanken, wie es zu diesem letzten Mord kommen konnte und wer der Mörder sein könnte. Stellte Theorie um Theorie auf, während ich gespannt weiterlas. Die Auflösung überraschte mich und war doch so logisch. Und so schlug ich zufrieden das Buch zu und war doch traurig, dass es zuende war. Fazit: "Der letzte Mord am Ende der Welt " ist eine überaus gelungene Mischung aus Science Fiction, Postpokalypse, Dystopie und Kriminalroman. Ich habe dieses Buch geliebt beim Lesen. Jedes Wort verschlungen. Wollte verweilen und gleichzeitig vorwärts gehen. Wollte wissen, was da los ist und doch das Buch nicht beenden. Also kurz gesagt: Jahreshighlight und Lebenshighlight. Wenn ihr Dystopien mögt, Krimis mögt, aber vor allem, wenn ihr ungewöhnliche Bücher mögt, die anders sind, euch herausfordern, euch zu denken geben, dann lest dieses Buch. 10 von 5 🐈⬛🤭

Rezensionsexemplar Eine Apokalypse in Form eines Insekten-Nebels hat die ganze Erde erobert. Nur eine kleine griechische Insel hält noch stand, dank einer speziellen Kuppel. Seit neunzig Jahren leben knapp über hundert Menschen auf dieser Insel und versuchen jeden Tag zu überleben. Wird die Menschheit es schaffen die Erde wieder zu erobern? Die Geschichte wird aus der Perspektive einer „artifiziellen biologischen Intelligenz“ erzählt, kurz Abi genannt. Dadurch, dass diese Intelligenz die Gedanken aller Dorfbewohner kontrolliert, konnte man in sehr viele unterschiedliche Perspektiven eintauchen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Abi besser gekennzeichnet wäre z.B.: mit kursiv. Oft sind die Sprünge zwischen der Sicht der Bewohner und der künstlichen Intelligenz sehr verwirrend. Vor allem, wenn gerade mehrere Personen in die Handlung involviert sind. Die Charaktere sind sehr befremdlich sowohl die Dorfbewohner als auch die Ältesten. Manche Eigenschaften sind unverständlich, selbst mit der Auflösung. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Der Anfang beschäftigt sich ausschließlich mit dem friedlichen Alltag der Dorfbewohner. Man sieht zwar den Countdown in der Buchaufteilung aber man hat keine Ahnung was es zu bedeuten hat. Hinzu kommt, dass der Klappentext die ersten 200 Seiten ziemlich genau spoilert, inklusive aller Wendungen. Für mich hat sich dadurch der erste Drittel unendlich in die Länge gezogen. Der Mittelteil wird dann wieder interessant, jedoch erinnert es mehr an ein apokalyptischen Krimi als an einen Thriller. Viele Abenteuer, jedoch offensichtlich und ohne große Spannung. Die auffälligen Logikfehler haben mich ebenfalls geärgert. An sich ein interessantes Buch mit einem lahmen Anfang und einem großen Spoiler im Klappentext. Kann man lesen, muss man aber nicht. Und ich kann jeden verstehen, der nach dem Klappentext, nach 100 Seiten abbricht.
122 Überlebenden, 1 Mörder , 107 Stunden bis zum Ende der Welt Inhalt Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle.Hier Leben Dorfbewohner und eine handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare : Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel .Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Zuallererst hat mich das Cover und der Farbschnitt direkt angesprochen. Schöne helle Farben...ein richtiger Eyecatcher. Auf dem Buch steht Kriminalroman , aber es steckt doch noch so viel mehr darin. Ein außergewöhnlicher Roman mit SF und Dystopie Elementen. Die einzig bewohnte griechische Insel ist von einem tödlichen Nebel umgeben. Niemand kann diesen Nebel durchqueren. Was mich erst beim Lesen irritiert hatte war die Stimme , die alle im Kopf hörten und mit der sie sich unterhalten konnten. Das wird im Laufe des Buches aber immer klarer und nach und nach aufgelöst. Die Idee finde ich wirklich gut,dass ein Mord geschieht und alle am nächsten Tag aber unter Gedächtnisverlust leiden. Durch den Mord fallen auch die Sperren und der Nebel kommt näher.Es herrscht also Zeitdruck. Die Charaktere waren jetzt nicht so herausragend oder sympathisch. Habe jetzt beim Lesen nicht mit einem Charakter mitgefiebert, aber die Story hat mir gefallen. Auflösung fand ich auch schlüssig . 1 Stern Abzug , weil ich erst etwas schwer in die Story reingefunden habe.

Dieses Buch enthält die wohl schönste Danksagung, die ich je gelesen habe. Und obwohl ich nicht gerne mitrate und Whodunnit nicht immer etwas für mich ist, mag ich den Roman im Rückblick sehr. Die vom Autor kreierte Welt und die phantastischen Ideen sind liebevoll komponiert und das in einem postapokalyptischen Szenario. Richtig gut.
A thrilling and interessting whodunnit
Usually not the biggest fan of sci-fi-leaning stories, but this one completely surprised me. A whodunnit told in a totally different, refreshing way – clever, sophisticated, and incredibly well thought out. The writing is intelligent, the pacing tight, and the concept so original that it’s hard to put down. Absolutely gripping from start to finish! —> For readers who love smart mysteries with a twist of sci-fi atmosphere.

Güte und Freundlichkeit über allem
In einem Meer aus Krimis stach „Der letzte Mord am Ende der Welt“ sofort ins Auge – das düstere, geheimnisvolle Cover zog mich im Buchladen magisch an. Als Krimi-Fan war die Entscheidung schnell getroffen: Das Buch musste mit. Doch was mich zwischen den Seiten erwartete, ging weit über einen klassischen Whodunit hinaus. Stuart Turton entführt uns in eine postapokalyptische Welt, in der nur noch eine kleine Insel bewohnbar scheint. Dort lebt eine abgeschottete Gemeinschaft, deren fragile Ordnung durch einen Mord ins Wanken gerät. Was zunächst wie ein typischer Kriminalfall beginnt, entwickelt sich schnell zu einem fesselnden Mix aus Mystery, Sci-Fi und Fantasy. Die Atmosphäre ist dicht, fast beklemmend, und Turton versteht es meisterhaft, Spannung mit philosophischen Fragen über Moral, Überleben und Wahrheit zu verknüpfen. Besonders gefallen hat mir, wie geschickt der Autor die Genre-Grenzen verwischt. Der Kriminalfall bleibt zwar der rote Faden, doch die postapokalyptische Welt und die fantastischen Elemente verleihen der Geschichte eine überraschende Tiefe. Auch der Aufbau mit wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen sorgt für Tempo und hält den Leser bis zum Schluss im Bann. Ein kleiner Abzug gibt es für die Komplexität der Handlung – an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Dennoch: „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein ungewöhnlicher, kluger Krimi mit einem originellen Setting und verdient für mich solide 4 von 5 Sternen. Wer gerne über den Tellerrand des klassischen Genres hinausliest, wird hier bestens bedient.
Herausragend
Dieses Buch war herausragend und ich mag den Autor und seine Werke sowieso. Die Idee und die Geschichte des Buches haben mir sehr gut gefallen und mich von Anfang bis Ende gefesselt. Zudem passt es auch gut in die heutige Zeit und die Verbreitung der KI. An manchen Stellen fand ich die Geschichte bei kleineren Dingen nicht ganz logisch, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan und hätte ansonsten auch das Volumen gesprengt. Es blieb daher manches der eigenen Fantasie überlassen. Insgesamt ein spannendes und fesselndes Buch.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Es hat mich zu Beginn verwirrt, weiterhin verwundert und am Ende wirklich abgeholt! Der Schreibstil war gut zu lesen, jedoch war ich zu Beginn durch diese Stimme, die zu allen redet verwirrt. Das hat sich dann aber gelegt. Man kommt so nach und nach hinter einige Ungereimtheiten und ich war verwundert, dass es so gut war! Weiter haben mir die ganzen Wendungen in der Auflösung gefallen, da es hier nicht wie in einem normalen Buch zuging. sondern. Der Autor hat seine eigene verworrene Art (positiv gemeint) diese Geschichte zu erzählen, das hat mich sehr gut unterhalten! Ich habe noch ein vorangegangenes Buch auf dem SuB liegen, welches ich mir zeitnah zu gemüte führen werde und hoffe auf ähnliche "unnormal" perfekte Unterhaltung!
Überdosis
Man darf den Titel dieses Romans ruhig wörtlich nehmen, es geht ums Ende der Welt, es führt uns an den fernen Ort am Ende der Welt und zugleich soll es um das ENDE der Welt gehen. Ja, das klingt nach einer Dystopie und der Autor Stuart Turton scheint uns auch wirklich in den Untergang führen zu wollen. Nur möchte er so Vieles mehr, und alles gleichzeitig, was einer der Probleme dieser Geschichte ist. Es handelt sich, ja, um eine postapokalyptische Geschichte mit SF Anteilen, ein bisschen Fantasy, möchte ein Krimi sein und endet schliesslich in einer märchenhaften Utopie. Dieser Genre-Mix verlangt nach viel Ambition und von der Idee hätte es etwas wirklich Grosses werden können. Die Grundidee klingt wirklich vielversprechend: Die Welt ist von einem dunklen Nebel umgeben, der alles Leben auf der Erde zerstört hat. Nur eine kleine Insel, als letztes Refugium kann sich diesem nebligen Tod widersetzen, eine Gruppe von Wissenschaftler haben einen Schutz geschaffen, den der Nebel nicht überwinden kann. Die letzten „Menschen“ leben seit Jahrzehnten in Eintracht und Frieden zusammen, Gemeinschaft ist das Wichtigste und niemand schient sich als Mittelpunkt der Welt zu sehen, es herrscht Zusammenhalt und Rücksicht, erst der Andere, dann das Ich. Aggression scheint es hier nicht zu geben. Das Paradies auf Erden. Wirklich? Diese Idylle wird gestört, als jemand umgebracht wird. Eine Katastrophe in einer Gemeinschaft, die nichts Böses in sich und dem Gegenüber zu sehen scheinen. Nun geht es darum, den Täter / Täterin zu finden. Mehr braucht man nicht zu wissen. Die Geschichte wird hauptsächlich von einer KI erzählt, die mit der Gemeinschaft eng verbunden ist und viel alltägliche Belange zu kontrollieren scheint. So entsteht eine recht künstliche Perspektive, die Turton auch konsequent verfolgt. Die Protagonisten werden eher kühl und nüchtern beschrieben, aus dieser Distanz gelang es mir kaum, irgend jemand ganz lebendig oder emotional zu erfassen. Mir kam oft der Gedanke, ob Turton selbst beim Schreiben wohl Unterstützung von einer KI erhalten hat. (Nur mein Eindruck). Ich konnte mit keiner Person wirklich warm werden. Zudem werden wir mit vielen Namen konfrontiert, ein Wirrwarr von Personen, die zudem auch gern mal plötzlich ganz anders reagieren und hier in Sachen Logik manchmal schmerzlich Platz noch oben lassen. Es kommt kaum Spannung auf, die Geschichte mäandert über weite Teile vor sich hin, zieht sich wie Kaugummi. Wer lange durchhält, wird nicht unbedingt mit einem schlüssigen Ende belohnt, das Erzähltempo wird zwar erhöht, aber diese Eile wirkt forciert. Es braucht einen Epilog, der die vielen offenen Fragen schnell noch zu beantworten sucht, auch dies wirkt keinesfalls gereift oder durchdacht. Ich habe das Buch als Hörbuch „genossen“, obwohl ich eigentlich keine mehr für mich in Betracht ziehen wollte, ich lese einfach lieber. Ich konnte es leider nicht anders bekommen und da mich die Geschichte im Vorfeld sehr interessierte, habe ich doch mal eine Ausnahme gemacht. Astrid Schulz spricht das Buch sehr ambitioniert, sie spielt die sehr unterschiedlichen Personen eher. Dies macht sie leider nur zum Teil für mich annehmbar. Zu übertrieben kamen mir manche Stimmen vor, da wurde aus einer älteren Wissenschaftlerin eine Hexe, Männer klangen gern mal wie Dämonen, die Tochter sprach wie ein verletztes blaues Einhornbaby aus einem Comic für Kleinkinder!! Wirklich über meine Schmerzgrenze und eine gute Gelegenheit, ganz auf Hörbücher zu verzichten. Am Ende bin ich sichtlich enttäuscht und fühle mich zudem überdosiert mit unsinnigem Utopien-Geist. Aber das ist halt Lese-Risiko
Dystopischer Krimi, der unfassbar anders und dabei auch noch spannend ist. Für mich war es nichts zum Mitraten, dafür werden zu langsam die Hintergründe der postapokalyptischen Welt erklärt. Aber die haben es dafür in sich. Gespannt habe ich also verfolgt, wie sich die Geschichte und das Geheimnis der Insel Stück für Stück entblättern. Ein ungewöhnliches Buch, das mir ausnehmend gut gefallen hat!
Huch was war das denn?
Ich mag ja Dystopien bzw postapokalyptische Romane sehr gerne, daher war ich neugierig auf dieses Buch. Zuerst dachte ich "was für ne seltsame Story" und war teilweise auch etwas verwirrt, konnte mir vieles nicht direkt vorstellen. Als hätte der Nebel des Buches auch mein Gehirn vernebelt. Doch dann ging es los.... Plötzlich kamen immer wieder neue Wendungen, einige eher vorhersehbar, einige so gar nicht.... Ab etwa 30% lief es dann sehr flüssig und spannend und das Ende war.... Naja, irgendwie fast schon romantisch. Ich möchte aber nicht zu viel verraten, man muss es einfach selbst lesen. 😊
Jahreshighlight
„Der letzte Mord am Ende der Welt“ von Stuart Turton ist ein spannender Thriller der mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt hat. Das Cover und der wunderschön gestaltete Farbschnitt machen dieses Buch auch optisch zu etwas ganz besonderem. Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren, dank eines komplizierten Abwehrsystems,letzte Überlebende. Alles ist sehr idyllisch, bis eines morgens eine Wissenschaftlerin ermordet aufgefunden wird Nicht nur der Mord sorgt für Unruhen, denn schnell wird klar, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Der Schreibstil des Autoren ist locker und angenehm, da die Kapitel alle recht kurz gehalten sind bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte der Insel, durch die Karte und die detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte konnte ich mir bildlich alles sehr gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen. Es gibt einige Geheimnisse und unvorhersehbare Wendungen die mich komplett überrascht haben. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein spannender Thriller mit einigen Science Fiction Elementen und vielen überraschenden Momenten. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen und werde mir nun mal die restlichen Bücher des Autoren anschauen.
Ein Science-Fiction-Apokalypse-Roman, der begeistert
Auf einer abgelegenen Insel im griechischen Mittelmeer, der letzten bewohnten Stelle der Erde nach einer globalen Katastrophe, wird eine Wissenschaftlerin ermordet. Dieser Mord gefährdet das Abwehrsystem, das die Insel vor einem giftigen Nebel schützt, der die Welt zerstört hat. Die Bewohner haben keine Erinnerung an die Ereignisse der vergangenen Nacht und müssen den Mörder innerhalb von 107 Stunden finden, um das Überleben der letzten Menschen zu sichern. Am Ende des Buches stellt Stuart Turton seinen Lesern in seiner „Besonderen Danksagung“ einige interessante Fragen: „Ging es in die Richtung, die du erwartet hattest? Mochtest du diese Richtung? Und was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit?“ Diese Fragen spiegeln die unerwarteten Wendungen und die tiefgründige, teils düstere Thematik des Romans wider. Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, dass es sich um einen Science-Fiction-Apokalypse-Roman handelt. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wahrscheinlich nicht zu diesem Buch gegriffen – da ich normalerweise keine Science-Fiction lese. Aber ich mochte Turtons „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr und dachte, ich könnte etwas Ähnliches erwarten. Die ansprechende Covergestaltung und der tolle Farbschnitt des Buches haben meine Aufmerksamkeit geweckt, und ich griff zu, ohne den Klappentext richtig zu lesen oder vorherige Recherchen anzustellen. Umso erstaunter war ich, als ich mit der Geschichte begann. Trotz meiner Vorbehalte gegenüber Science-Fiction konnte mich der Roman von Stuart Turton vollkommen fesseln. Der Autor hat einen einzigartigen Schreibstil, der es schafft, lebendige Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die Handlung bleibt vom ersten bis zum letzten Moment spannend und ist gespickt mit Wendungen, die ich nie vorausgesehen hätte. Turtons Bücher verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration, vor allem aufgrund der Vielzahl an wichtigen Figuren, die die Geschichte vorantreiben. Sie sind herausfordernd, aber gleichzeitig ein wahrer Lesegenuss. Was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit? Diese Frage bleibt unbeantwortet und würde ich dem Autor gerne stellen.

4,5 𝙎𝙩𝙚𝙧𝙣𝙚 𝙏𝙝𝙚 𝙇𝙖𝙨𝙩 𝙈𝙪𝙧𝙙𝙚𝙧 𝙖𝙩 𝙩𝙝 𝙀𝙣𝙙 𝙤𝙛 𝙩𝙝𝙚 𝙒𝙤𝙧𝙡𝙙 Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, gibt es doch reichlich polarisierende Rückmeldungen zum neusten Werk von Stuart Turton. Ich bin ein Fan seiner Bücher, liebe seine intelligent geschriebenen Murder Mystery Plots und diesen hier liebte ich auch. Es ist diesmal eine Kombination aus Dystopie, Science Fiction und Murder Mystery. Gleich zu Beginn registrieren wir, dass der Erzähler sehr besonders gestaltet ist. Es ist ein allwissender Erzähler, der gleichzeitig Protagonist in der Story ist und somit grosses Interesse hat, dem Leser nicht alles zu zeigen, sondern auch auch einiges für sich zu behalten. Und ja, nach und nach wird klar, es ist eine KI, die uns durch die Geschichte führt. Das Szenario ist herrlich endzeitmässig. Alles spielt sich auf einer kleinen Insel ab, mehr ist nicht übrig von der Welt und wir haben eine Population etwas über 100 Einwohnern. Als eine der drei Wissenschaftlerinnen ermordet wird, fällt die gesamte Konstruktion des Zusammenlebens in sich zusammen. Ich hab eigentlich fast alles an dem Buch gemocht. Ich fand die Protagonisten spannend, die intelligente Sprache plus reichlich Gesellschaftskritik, das beengte Setting der Handlung, was für mich wieder Agatha Christie Vibes hatte. Dieses Buch hat mich sehr überzeugt und ich kann es empfehlen. 🩷

Postapokalyptischer SciFi Thriller Was habe ich da nur gelesen? Es war unglaublich spannend aber auch verstörend und ein Fingerzeig auf die Taten der Menschheit. Gewalt, Hass und Krieg haben die Menschheit beherrscht. Bis eines Tages ein mysteriöser Nebel die Natur und alle Lebewesen vernichtet hat. Der Autor spricht hier viele unangenehme Themen an und den Verfall Menschheit und das scheitern der Evolution. Eine Insel am Ende der Welt, gibt eine Art Notruf ab, dass man sich dort hin retten kann. Der Nebel wird 1km vor der Insel abgehalten auch die Menschen dort zu töten. Jahrelang leben hier alle in Frieden und jeder geht einem sehr geregelten Tagesablauf nach. Doch einigen reicht das nicht. Man merkt eine Veränderung in der Gemeinschaft. Manche stellen zu viele Fragen oder finden ihre Berufung nicht. Warum müssen alle Menschen nach 60 Jahren sterben? Warum müssen sie immer um eine gewissen Uhrzeit schlafen gehen? Den Ältesten der Insel, die die Gemeinschaft leiten und führen gefällt das gar nicht. So fasst die Älteste Niema den Entschluss für ihr letztes Experiment. Und startet den Countdown zur völligen Vernichtung der Menschheit. Die meisten Bewohner leben jeden Tag wie ferngesteuert. Völlig friedlich und ohne Gewalt. Bis ein Mord geschieht, der eigentlich nicht stattfinden kann. Zum Glück sind einige Dorfbewohner anders und kämpfen gegen die Zeit, um das Leben der letzten Zivilisation der Welt zu retten. Und dafür müssen sie den Mord aufklären. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich fand es durchgehen spannend, tolle Plots und Charaktere. Wahnsinn was der Autor hier geschaffen hat. Ich fand die Geschichte sehr real und bildhaft erzählt. Klar war vieles abstrus, aber doch.. könnte es ähnlich passieren. Es waren einige Charakter, aber man findet sich gut zurecht. Man wird gut geleitet 😉.

🏔 Einfach crazy und völlig anders 🏔
🌏 Meine Meinung 🌏 Als erstes fällt einem von außen das wunderschöne Cover auf, inkl. tollem Farbschnitt, auch von innen mit der gezeichneten Karte der Insel, kann sich das Buch sehen lassen (wenn man vom ungüstig platzierten Barcode absieht). Zum Plot kann ich kurz und knapp sagen: Was für eine verrückte, aber sehr lesenswerte Story. Man sollte sich vollkommen darauf einlassen, egal ob es um die Menschen geht, um die Lebensweise oder die ganzen Örtlichkeiten. Das Setting, der verlassene Marinestützpunkt, der näherkommende "tödliche" Nebel, die Glaskuppel, die unterirdischen Gänge, das liest sich alles so crazy, das es mich einfach total gepackt hat. Stuart Turton hat die Persönlichkeiten so gut beschrieben, die Natur, die Insel, ich konnte es mir bildlich einfach 100%ig vorstellen. Eine völlig abgedrehte Perspektive die mir mega gute Unterhaltung geboten hat.
🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫 Ein Nebel vernichtet sämtliches Leben. Nur eine kleine Gruppe überlebt auf einer abgeschirmt Insel. Die letzte Hoffnung der Menschheit. Als ein Mord begangen wird, steht das Überleben auf einmal auf der Kippe. Noch 72 Stunden bis zum Ende der Menschheit... Diese Mischung aus Krimi und Distopie ist von Anfang bis Ende packend geschrieben. Geheimnisse kommen ans Licht und treiben die Spannung weiter an. Eine unbedingte Empfehlung! 🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫🌫

Eine dystopische Mordermittlung
Eine Insel mitten im Nirgendwo. Darauf die letzten Überlebenden der Menschheit. Um die Insel herum ein tödlicher Nebel. Bis eine der letzten 3 Wissenschaftler, die den Nebel in Schach halten ermordet wird und sich der Nebel langsam der Insel nähert. Nur die Auflösung des Mordes kann die Einwohner noch retten. Ein rennen gegen die Zeit beginnt. Am Anfang fand ich den Roman sehr verwirrend, zumal man als Leser in kürzester Zeit mit sehr vielen Namen und Charakteren konfrontiert wird. Sobald aber die Ermittlungen losgehen, kann man der Handvoll Protagonisten gut folgen. Das dystopische Setting fand ich wirklich originell und die Vielzahl an unerwarteten Wendungen und gelüfteten Geheimnissen hat mich immer gut bei Laune gehalten. Alles in allem ein gut konstruierter Sci-Fi-Krimi zum Miträtseln.
Grandios!
Wie von Stuart Turton inzwischen gewohnt, ist dieses Buch wieder ganz anders, als seine bisherigen Bücher. Man weiß nie so genau, was man bekommt, aber es ist wieder spannend und besonders. Das -Ende der Welt- Feeling wird super transportiert und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, waaaaas ist da eigentlich los? Wie kam es dazu? Und wie überleben die da überhaupt? Erstmal stellt man sich zig Fragen, die für mich, super zur Spannung beigetragen haben, um in der zweiten Hälfte des Buches nach und nach beantwortet zu werden. Und das alles eingebettet in einem Krimi! Einfach super! Ich finde es Mega umgesetzt und wenn man die spezielle Erzählweise des Autors mag, kommt man hier super auf seine/ihre Kosten. 👌🏼
🌍 In einer postapokalyptischen Welt, in der nur eine kleine Gemeinschaft überlebt hat, wird plötzlich ein Mord begangen, der erste seit langer Zeit. Die Gesellschaft, die auf Vertrauen und Harmonie aufgebaut wurde, gerät ins Wanken. Während die Ermittlungen beginnen, stellen sich tiefgreifende Fragen: Was bedeutet Schuld? Gibt es Gerechtigkeit in einer Welt, die kaum noch Regeln kennt? Und wie weit ist der Mensch bereit zu gehen, um seine Wahrheit zu schützen?
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Es ist ganz anders als viele andere Bücher, die ich bisher gelesen habe und genau das macht es so besonders. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn der Autor bringt immer wieder tiefgründige Gedanken ein. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders mochte ich, wie authentisch sie dargestellt sind. Sie entwickeln sich im Laufe der Handlung, verändern sich, bleiben dabei aber ihrer Grundpersönlichkeit treu. Diese Balance zwischen Entwicklung und Kontinuität macht sie glaubwürdig und menschlich. Es ist kein Krimi im klassischen Sinne, sondern viel mehr: ein intensives Gedankenexperiment, das sich mit existenziellen Themen auseinandersetzt. Für mich definitiv eines meiner Jahreshighlights!⚓️🛟
Tja, da waren wohl meine Erwartungen nach den vielen positiven Rezensionen zu hoch. Für mich ein "Who dunnit" Krimi in einem ungewöhnlichen apokalyptischen Setting mit sehr großer Suspense. Etwas für Fans von Ermittlungen bei vielen Tatverdächtigen und ungewöhnlichen Settings. Der Aufbau ist sehr komplex und zu Beginn hat es etwas gedauert, bis ich die Personen unterscheiden konnte und die Grundregeln dieser Welt kannte. Man wird mitten ins Geschehen geworfen und nach und nach erklärt sich die Welt und die Zusammenhänge der Personen. Dies mag ich gern. Mein größter Kritikpunkt sind jedoch die blass bleibenden Personen. Sie wirken schablonenhaft und die Gesellschaft ist wie aus einem Baukasten zusammengesetzt. Motive entwickeln sich nicht, sondern werden erzählt. Da ich am liebsten eine Person habe, an die ich mich binden kann, kam ich nicht zum Zug. Ein weiterer Störfaktor für mich: der allwissende Erzähler - der hier Teil des Geschehens ist - und munter durch die Köpfe springt. Manchmal musste ich zwei Mal hinschauen, um zu wissen, welchen Gedankengänge ich gerade folgte. Ab der Mitte wird das Tempo noch mal ordentlich angezogen. Es entsteht eine Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. So flog ich durch die Seiten, stolperte manches Mal über kleine Ungereimtheiten und bekam am Ende eine Auflösung präsentiert, bei der alle Puzzleteile zu einem konstruierten Bauwerk aufgetürmt wurde, das an mancher Stelle auf Recht wackeligen Beinen steht. Für mich hat der Genremix leider nicht funktioniert. Für einen intensiven Krimi fehlte die Charaktertiefe und für eine Dystopie zu wenig nachvollziehbare Gesellschaftsentwicklung und Abenteuer. Bei Suspense und Thrill hat der Autor dafür tief in die Trickkiste gegriffen und dadurch bestimmt viele Fans gewonnen.

Zum Inhalt: Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen – bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Meine Meinung: Ich war ganz neugierig auf das Buch, denn eigentlich sind Dystopien nicht so mein Genre, aber dieses ist eine gute Mischung aus Dystopie und Thriller. Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, dank des flüssigen und spannenden Schreibstils. Die Kapitel hatten auch die richtige Länge so das man schnell voran kam. Die wichtigsten Charaktere waren gut beschrieben und teilweise sympathisch. Als Leser war man sehr gespannt, was es mit den 107 Stunden auf sich hat und wer denn die Wissenschaftlerin auf dem Gewissen hat. Es gab viele Verdächtige, aber bis zum Schluss war ich mir nicht sicher wer es denn wirklich war,denn immer wenn ich dachte ja der war es, kam ein anderer Hinweis und ich bekam Zweifel. So fieberte ich mit und spekulierte, und wurde am Ende überrascht wer es dann war,denn denjenigen hatte ich nicht so richtig auf dem Schirm, aber die Auflösung für den Mord war schlüssig. Ob es gelingt den Nebel aufzuhalten, wird jetzt nicht verraten. Ein guter Thriller, der mir Spaß gemacht hat zu lesen.
Stuart Turtons Bücher sind einfach speziell, aber ich mag das sehr.
Ein Mord ist geschehen, es wird ermittelt, also ist es ein Kriminalroman. Soweit so richtig, aber es steckt doch noch einiges mehr in diesem Buch. Wir befinden uns auf der letzten bewohnten Insel der Welt und das Leben auf der Insel befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht und so führt der Mord dazu, dass ein Wettlauf gegen die Zeit und das Aussterben der Menschheit beginnt. Grandios setzt Stuart Turton seine Geschichte zusammen, natürlich mit überraschenden Wendungen und einem stimmigen Ende.
Ein tödliches Rätsel in einer dystopischen Zukunft
Was soll ich sagen? Ich habe das Buch in nur zwei Tagen verschlungen! Die Geschichte ist unglaublich spannend und völlig anders, als ich es erwartet hätte. Die Welt, die Stuart Turton hier erschafft, ist faszinierend: Eine künstliche Intelligenz (KI) existiert in den Köpfen der 122 Überlebenden, die sich nach der Vernichtung der Menschheit durch einen giftigen Nebel auf einer griechischen Insel befinden. Dort werden sie von einem Schutzschild bewahrt, der von Wissenschaftlern erschaffen wurde. Doch dann geschieht ein Mord. Eine der Ältesten, Niema, wird ermordet – und gleichzeitig fällt der Schutzschild aus. Den Bewohnern bleiben nur 107 Stunden, um den Mörder zu finden, bevor der Nebel sie verschlingt. Die Geschichte wird aus einer außergewöhnlichen Perspektive erzählt. Anfangs scheint es, als hätten wir es mit einem allwissenden Erzähler zu tun – eine Stimme, die in den Köpfen der Menschen existiert. Doch schnell wird klar, was es damit tatsächlich auf sich hat. Neben dieser ungewöhnlichen Erzählweise gibt es weitere Perspektiven der Inselbewohner. Hauptsächlich folgen wir aber Emory, die sich auf die Suche nach dem Täter macht – dabei jedoch ständig überwacht wird. Emory, die schon immer alles hinterfragt hat…. Ich liebe diese Art von Sci-Fi-Krimis und Thrillern! Der letzte Mord am Ende der Welt spielt mit einer düsteren Zukunftsvision, in der KI und kollektives Bewusstsein eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig wirft das Buch tiefgründige Fragen auf: Wer entscheidet über Leben und Tod? Was bestimmt den Wert eines Menschenlebens? Auch die wahren Hintergründe dessen, was wirklich auf der Insel geschieht, sind faszinierend und werden nach und nach aufgedeckt. Hier spielt im weitesten Sinne auch der Glaube eine Rolle – nicht der göttliche, aber das muss man selbst lesen. Wie viel Macht Glaube haben kann und wie leicht es ist, Dinge hinzunehmen, ohne sie zu hinterfragen. Auch diesmal hat mich Stuart Turtons meisterhafte Erzählweise beeindruckt. Er erschafft ein raffiniertes Verwirrspiel, bei dem man ständig das Gefühl hat, jeder könnte der Täter sein. Gerade wenn man sich sicher ist, den Täter gefunden zu haben, werden neue Spuren gelegt, die einen an den eigenen Vermutungen zweifeln lassen. Schon in seinem Debüt Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle hat er dieses Spiel mit Verdächtigungen und falschen Fährten perfekt beherrscht. Zusammengefasst: „Ist es uns Menschen überhaupt möglich, friedlich miteinander zu leben? Oder sind wir unseren niederen Instinkten ausgeliefert?“ Ein absolut gelungenes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann! *Unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton „Die größten Errungenschaften waren schon immer mit den größten Risiken verbunden. (…) Beginne deinen Countdown, Abi. In vier Tagen haben wir entweder die Welt verändert oder sind bei dem Versuch zu Grunde gegangen.“ Über diese Prämisse musste ich schmunzeln. Denn der durchaus skurrile Satz bedeutet zwei Dinge: Erstens - wir haben es mit einem typischen Turton zutun - skurril, rätselhaft und neuartig. 2. Den Figuren bleibt nicht viel Zeit, die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Beste Voraussetzungen also für ein richtig cooles Buch. Ich mag Turtons nebulösen Stil eh, er lässt den Leser bis zum Schluss im Unklaren. Von daher habe ich auch nicht erwartet, allzu viel sofort zu verstehen. Und tatsächlich. Ich fand mich in einem Dorfidyll wieder, wurde an die Hand genommen, lernte die Bewohner und ihre Rollen kennen, traf die Wissenschaftler - und war auf einmal mitten drin. Stuart Turton gibt dem Leser nur Häppchenweise Informationen über das Dorf und die Insel - und vor allen Dingen, was es damit auf sich hat. Warum geistert ein Nebel um die Insel? Und was geschieht des Nachts? Und Mittendrin - während wir Antworten auf diese durchaus wichtigen Fragen suchen, geschieht ein grausamer Mord, der eigentlich gar nicht sein darf, denn auf der Insel gibt es keine Verbrechen. Wir müssen von da an also mit zwei „Messern“ jonglieren (mir persönlich hat das viel Spaß gemacht!). Die Dorfbewohnerin Emory bekommt den Auftrag, Ermittlungen über den Mord anzustellen. Zur Seite stehen ihr dabei ihre Tochter Clara und ihr Vater Seth - sie haben alle drei nicht das beste Verhältnis zueinander, doch die Zeit drängt. Für mich waren die Diskrepanzen, die unter den Dreien herrschten, das Salz in der Suppe. Es würzte die Beziehung und verlieh den Figuren Substanz. Ihre unterschiedlichen Ziele und Träume und Rachegelüste. Der Ich-Erzähler war für mich das Highlight. Ich will gar nicht zu viel vorweg nehmen. Aber den Ich-Erzähler erst mal auszumachen und herauszufinden, wer und was er eigentlich ist, hat mir schon mal viel Spaß gemacht. Generell stellen sich zu Beginn viele Fragen, die erst im Laufe der Zeit beantwortet werden - und die wieder neue Fragen um die Existenz und die Daseinsberechtigung der Lebensformen aufwerfen. Manchmal tönten für mich auch deutliche politische Stimmen durch die Zeilen. Ich habe auch immer wieder gern auf die Karte und das Personenverzeichnis am Anfang zurückgegriffen! Turton hatte Mut zur Lücke. Manchmal jagten wir förmlich durch die Stunden und Tage, die uns noch blieben. Auf der einen Seite fand ich den Stilbruch über weite Strecken cool - ich hatte wirklich zu tun, dass ich mitgekommen bin und alle Informationen verarbeiten konnte. Auf der anderen Seite hätte ich mir ein paar mehr Infos gewünscht. Ein dystopischer Endzeitkrimi, der Laune macht! 4,5 Sterne
Ein Plotttwist jagd den nächsten. Konnte das Buch nicht aus der Hand legen
Vor 90 Jahren wurde die Welt durch einen giftigen Nebel zerstört. Nur auf einer kleinen Insel existieren dank einer komplizierten Schutzbarriere Überlebende - darunter 3 Wissenschaftler. Diese sorgen für ein harmonisches Miteinander, indem sie für die Sperrstunden sorgen, die Landwirtschaft überwachen und mit Hilfe der KI Abi, die Gedanken der Bewohner steuern und Überwachen. Diese fügen sich den Wissenschaftlern, hinterfragen nichts, so auch nicht die Tatsache, dass alle Bewohner nur 60 Jahre alt werden, während die Wissenschaftler weit über 100 sind. Als eines Tages eine der Wissenschaftler Tod aufgefunden wird, fährt die Schutzbarriere herunter. Wird der Mörder nicht binnen 107 Std. überführt, wird die Insel vom tödlichen Nebel überfallen. Doch niemand der Bewohner hat Erinnerungen an die Nacht des Mordes. Meine Meinung: Das war mein erstes Buch des Autors und gleich ein Highlight für mich. Die Kombination aus Kriminalroman, postapokalypse, Sci-Fiction und Dystopien ist durchaus sehr gewagt aber dem Autor gelungen. Zu Beginn führt uns der Autor sanft in die Welt der Bewohner ein - wir lernen die vielseitigen Charaktere kennen und bekommen Informationen, die uns einen Überblick verschaffen. Die Postapokalyptische Atmosphäre und das Setting wurden sehr gut getroffen und ausgearbeitet. Bis es zum besagtem Mord kommt, streicht einige Zeit ins Land, dennoch ist der Schreibstil so fesselnd, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Danach steigt der Spannungsbogen mit jedem Kapitel mehr und die Geschichte lebt von Plot-Twists, die teils schockierend und für mich unvorhersehbar waren. Ich war so gefesselt und wollte unbedingt den Fall aufklären. Emory ist eine klasse Ermittlerin und auch die KI Abi als Erzählstimme zu nutzen, fand ich eine tolle Idee. Das Ende ist versöhnlich aber musste ich erstmal sacken lassen. Ein postapokalyptischer Kriminalroman, der mit Plot-Twists, Cliffhangern und einem hohen Spannungbogen überrascht.
Und wieder ein fünf Sterne Buch! Das ist mein zweites Buch von Stuart Turton und ich bin wieder restlos begeistert von den Charakteren, der Geschichte und vom Schreibstil. Die Mischung aus Dystopie und murder Mystery ist genau mein Ding, auch die Beschreibung der Figuren und die ganze Erzählweise ist dermaßen gut gelungen, dass ich hier nur die volle Punktzahl geben kann.
Mir hat das Buch, der Schreibstil und insgesamt die Story sehr gefallen. Ich konnte von Anfang an in Story eintauchen. Die Ich Erzählung fand ich anfangs verwirrend, aber schnell weiß man damit umzugehen. Mir persönlich waren es dann doch ein paar zu viele „Hätte Wäre Wenn Momente“. Ich habe meine Notizen ordentlich gefüllt, damit ich den Faden nicht verliere. Insgesamt hat mich der Roman sehr unterhalten. Nach Ferryman der nächste Fantasyroman der mich persönlich abholt. :)
Vollkommen unemotional erzählter Endzeit-SciFi-Krimi-Mix, der anfangs noch ganz okay war, mich dann aber mit der Zeit mehr und mehr verloren hat. Es konnte mir irgendwann egaler nicht mehr sein, wer hier wen ermordet hat (turns out: zu recht), abgesehen davon, dass ich immer wieder das Opfer mit einer der anderen austauschbar erzählten Figuren verwechselt habe. Hatte wenigstens den Anstand, sich schnell lesen zu lassen.
Übersetzt von Dorothee Merkel Wenn ein Buch mich bereits auf den ersten Seiten so in den Bann zieht, dass ich mich gefühlt habe, als wäre ich plötzlich mitten in einer neuen Staffel von Lost, dann weiß ich: Das hier ist etwas Besonderes. Bereits auf den ersten Seiten hat es mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Diese Mischung aus postapokalyptischem Setting, packender Kriminalgeschichte und philosophischen Fragen hat mich sofort an die mysteriöse Atmosphäre von Lost erinnert – und das meine ich im besten Sinne! Worum geht's? Die letzte bewohnbare Insel der Welt ist eigentlich ein Paradies – oder besser gesagt: eine streng kontrollierte Enklave, in der Wissenschaftler und Dorfbewohner friedlich zusammenleben. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eine Wissenschaftlerin wird ermordet, und mit ihr fällt das komplexe Sicherheitssystem der Insel aus. Die Zeit drängt: Innerhalb von 107 Stunden muss der Mörder gefunden werden, sonst verschluckt der giftige Nebel die letzten Überlebenden der Menschheit. Das Problem? Niemand erinnert sich an die vergangene Nacht. Dieses Buch ist ein wilder Genre-Mix, und Stuart Turton beweist einmal mehr, dass er das Chaos meistern kann. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch unglaublich durchdacht. Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Diese Mischung aus Endzeit-Szenario, streng überwachter Gesellschaft und klassischer Kriminalgeschichte hat eine einzigartige Spannung erzeugt. Wie in einem Agatha-Christie-Roman werden Verdächtige befragt, Szenen nachgestellt und Hinweise gesucht. Gleichzeitig schwebt über allem eine philosophische Tiefe, die zum Nachdenken anregt. Besonders clever ist die Wahl der Erzählinstanz: Eine allwissende KI führt uns durch die Geschichte – aber sie ist nicht neutral. Ohne zu spoilern: Das verleiht der Story eine völlig neue Dimension. Anfangs sind es viele Namen, aber je weiter man liest, desto mehr Tiefe bekommen sie. Ich habe mitgerätselt, mitgelitten und meine Meinung zu einigen Figuren mehrfach über den Haufen geworfen. Bereits in der ersten Hälfte kommt ein Twist, der meine Sicht auf die Geschichte komplett verändert hat. Eine aus meinem Buchclub hat ihn geahnt – Chapeau! Danach hinterfragt man plötzlich alles. Und das Ende? Rund, befriedigend, absolut stimmig! Fazit: Der letzte Mord am Ende der Welt ist ein Meisterwerk aus Spannung, Gesellschaftskritik und philosophischen Fragen. Wer Lust auf eine Mischung aus Lost, Agatha Christie und Sci-Fi hat, sollte unbedingt zugreifen. Man könnte es auch als Genre-Mix aus Solarpunk & Krimi betrachten. ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – ein absolutes Lesehighlight! Ob Der letzte Mord am Ende der Welt eines meiner Jahreshighlights wird? Das wird sich zeigen – aber es hat definitiv einen Platz in meinem Bücherherz verdient!
Mal was ganz anderes
Wo fange ich jetzt nur an? Was kann ich euch über dieses Buch sagen? Okay, Kriminalroman steht drauf. Es steckt durchaus auch Krimi drin. Aber so ganz anders, als man es erwarten würde. Ich kann jedenfalls guten Gewissens behaupten, dass ich persönlich noch nichts Vergleichbares gelesen habe. . Stuart Turton nimmt seine Leser*innen mit auf die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle mit 122 Überlebenden, die in friedlicher Eintracht existieren. Dann wird eines Tages eine Wissenschaftlerin ermordet. Wenn ihr Mörder nicht schnell gefunden wird, droht der Menschheit das Aus… . Ja, ich habe mich des Öfteren gefragt, was ich hier überhaupt lese. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist definitiv anders und lebt von der Faszination an dieser Andersartigkeit. Die Geschichte liegt nun mal nicht auf der Hand und ist alles andere als alltäglich. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Und wie sich die Handlung dann entwickelt … Ich habe jedenfalls in ganz viele unterschiedliche Richtungen gedacht und interpretiert. Es ist eine kriminalistische Sciencefiction-Story. Aber gleichzeitig noch so viel mehr. Für mich hatte sie im Grunde sogar biblische Züge. Oder, um es mal anders zu sagen, es werden Themen und Fragen behandelt, die von zeitloser und universeller Bedeutung sind und die Grundfesten der Menschheit betreffen. . Übrigens empfehle ich auch unbedingt die „Besondere Danksagung“ von Stuart Turton am Ende zu lesen. Die kurze Zwiesprache, die er hier abschließend gefühlt mit mir persönlich gehalten hat, ist mindestens so faszinierend wie das ganze vorangegangene Buch. Turton macht deutlich, wie er sich als Schriftsteller, sein Werk und seine Zusammenarbeit mit mir als Leser sieht. Mit seinen Worten hat er mich komplett abgeholt und für sich eingenommen. . Mein Tipp: Lass dich ein auf diese Reise. Nimm dir bewusst Zeit dafür. Das Buch ist kein schneller Snack-Read für Zwischendurch. Die Geschichte muss erst mal Anlauf nehmen, sich entfalten und wirken. Wenn du ihr das zugestehst, ist „Der letzte Mord am Ende der Welt“ eine einzigartige, erfrischend andere, interessante und bereichernde Lektüre, die definitiv im Gedächtnis bleibt.

Sternebewertung fiktiv
Wie nennt man das? Einen Sci-Fi-Thriller? Gibt es das? Wenn Turton schreibt, dann schon. Ein giftiger Nebel hat die Weltbevölkerung fast vollständig ausgelöscht. Nur eine kleine Gruppe Überlebender konnte sich auf eine abgelegene Insel retten. Dort sorgen Wissenschaftler für Sicherheit und Ordnung, bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. Plötzlich beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Nur 107 Stunden bleiben, um den Mörder zu entlarven, bevor weitere Menschen sterben könnten. Turton ist ein Meister skurriler Geschichten. Schon „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat mich begeistert, doch hier setzt er noch einen drauf. „Der letzte Mord am Ende der Welt“ ist ein visionärer, fesselnder Roman, der Thriller-Spannung mit einem faszinierenden Sci-Fi-Setting verbindet. Die wunderschöne Erstausgabe mit Farbschnitt macht das Leseerlebnis noch besonderer. Ein Buch, das frischen Wind in meinen Lesealltag gebracht hat!
Ein Science-Fiction-Apokalypse-Roman, der begeistert
Auf einer abgelegenen Insel im griechischen Mittelmeer, der letzten bewohnten Stelle der Erde nach einer globalen Katastrophe, wird eine Wissenschaftlerin ermordet. Dieser Mord gefährdet das Abwehrsystem, das die Insel vor einem giftigen Nebel schützt, der die Welt zerstört hat. Die Bewohner haben keine Erinnerung an die Ereignisse der vergangenen Nacht und müssen den Mörder innerhalb von 107 Stunden finden, um das Überleben der letzten Menschen zu sichern. Am Ende des Buches stellt Stuart Turton seinen Lesern in seiner „Besonderen Danksagung“ einige interessante Fragen: „Ging es in die Richtung, die du erwartet hattest? Mochtest du diese Richtung? Und was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit?“ Diese Fragen spiegeln die unerwarteten Wendungen und die tiefgründige, teils düstere Thematik des Romans wider. Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, dass es sich um einen Science-Fiction-Apokalypse-Roman handelt. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wahrscheinlich nicht zu diesem Buch gegriffen – da ich normalerweise keine Science-Fiction lese. Aber ich mochte Turtons „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr und dachte, ich könnte etwas Ähnliches erwarten. Die ansprechende Covergestaltung und der tolle Farbschnitt des Buches haben meine Aufmerksamkeit geweckt, und ich griff zu, ohne den Klappentext richtig zu lesen oder vorherige Recherchen anzustellen. Umso erstaunter war ich, als ich mit der Geschichte begann. Trotz meiner Vorbehalte gegenüber Science-Fiction konnte mich der Roman von Stuart Turton vollkommen fesseln. Der Autor hat einen einzigartigen Schreibstil, der es schafft, lebendige Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die Handlung bleibt vom ersten bis zum letzten Moment spannend und ist gespickt mit Wendungen, die ich nie vorausgesehen hätte. Turtons Bücher verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration, vor allem aufgrund der Vielzahl an wichtigen Figuren, die die Geschichte vorantreiben. Sie sind herausfordernd, aber gleichzeitig ein wahrer Lesegenuss. Was hat dieser Stuart Turton überhaupt für ein Problem mit der Menschheit? Diese Frage bleibt unbeantwortet und würde ich dem Autor gerne stellen.
Was für ein Ritt! Die Welt versinkt in dunklem Nebel voller Insekten, die alles töten. Eine einzige Insel ist übrig, auf der die Bewohnerinnen und Bewohner ein einfaches Leben führen. Als eine der Ältesten, Niema, tot aufgefunden wird, kommt der Nebel plötzlich näher. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Kann der Mord aufgeklärt werden? Gibt es Hoffnung für die Insel? Turton hat einfach so tolle Konzepte. Er schafft es, Kriminalromanen einen neuen, frischen Anstrich zu verleihen und dem Genre dabei trotzdem treu zu bleiben. Die Charaktere in diesem Buch sind fast alle zauberhaft. Frauen spielen die größte Rolle und sie sind so grandios geschrieben, dass ich wieder Hoffnung schöpfe, was männliche Autoren angeht. Die erste Hälfte der Geschichte entfaltet sich etwas langsam, aber das ist genau der richtige Weg. Wir Lesenden lernen die Charaktere, die Insel, die Gepflogenheiten kennen - und stoßen dabei immer wieder auf kleine Mysterien, die später Sinn ergeben. Warum schlafen (fast) alle zur gleichen Uhrzeit ein, egal, wo sie grade sind? Warum sterben alle mit 60, außer den drei Ältesten, die schon weit über 100 Jahre alt sind? Und wer ist die geheimnisvolle Ich-Erzählerin, die mit allen verbunden ist? Wir haben hier wirklich einen scharfsinnigen Roman, der Dystopie und dann Utopie ist, der mit Science Fiction Elementen spielt, die Endzeitstimmung perfekt einfängt und dabei eben auch noch Murder Mystery bleibt. Großartig.

Hat sich angefühlt wie ein Fiebertraum
Das erste Mal, dass ich ein Buch beendet habe und einfach mal gar nichts verstanden habe. Dennoch ist einiges für mich klar: dies ist kein Kriminalroman und es ist keine wirkliche Dystopie. Ich hatte wirklich gehofft, dass am Ende irgendetwas aufgeklärt wird, dass es ein großes AHA Erlebnis gibt, alla Truman Show oder ähnliches. Aber auch das blieb aus. 🤷🏻♀️

Dystopischer Krimi
Stuart Turtons neues Buch spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert. Nur noch eine kleine Insel im Mittelmeer ist bewohnt, der Rest der Erde wurde von einem tödlichen Nebel verschluckt. Auf der Insel leben die Dorfbewohner und die Ältesten, eine Art Wissenschaftler, friedlich zusammen. Zusätzlich gibt es eine Form von KI, die Einblick in die Gedanken der Inselbewohner hat und telepathisch mit ihnen kommunizieren kann. Eines Morgens wird eine Wissenschaftlerin brutal ermordet aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, verliert die Insel ihren Schutz vor dem Nebel. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Die Grundidee der Geschichte ist spannend und kreativ. Der Wettlauf gegen die Zeit, um den Mörder zu finden und die Insel zu retten, sorgte bei mir für einige nervenaufreibende Lesestunden. Die Charaktere sind gut gezeichnet und die Atmosphäre auf der Insel ist beklemmend und düster. Man fiebert mit den Dorfbewohnern und den Wissenschaftlern mit und hofft, dass sie den Mörder finden, bevor es zu spät ist. Allerdings war mir der Schluss des Buches dann etwas zu hektisch. Die Auflösung des Falls kam mir zu abrupt und zu konstruiert vor. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor zu viele Informationen auf einmal in die Geschichte packen wollte. Die vielen Wendungen und Überraschungen haben mich am Ende eher verwirrt als begeistert. Auch die Auflösung des großen Ganzen, was mit der Welt passiert ist, fand ich etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir mehr Details und Hintergrundinformationen gewünscht. Turtons Ideen mag ich sehr, und auch hier ist daraus eine ganz ungewöhnliche Geschichte entstanden. Obwohl das Buch zum Ende hin etwas nachlässt, hat es mir letztlich gut gefallen.
Auf einer kleinen griechischen Insel leben die letzten Bewohner*innen der Erde friedlich zusammen. Sie widmen ihr Leben ganz der Gemeinschaft, arbeiten tagsüber, treffen sich abends zum gemeinsamen Dinner und schlafen zur vereinbarten Sperrstunde. Eine ausgeklügelte Barriere schützt sie vor dem giftigen Nebel, der die restliche Welt verschlungen hat. Das einträchtige Zusammenleben hat jedoch ein jähes Ende, als eine der drei Wissenschaftler*innen ermordet aufgefunden wird. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sollten die Ermittlerin Emory und ihre Tochter Clara nicht herausfinden, wer den Mord begangen hat, wird die Barriere fallen und auch die Insel vom Nebel verschluckt. Das Problem ist nur, dass niemand sich an die Nacht des Mordes erinnern kann. Stuart Turtons neuer Roman "Der letzte Mord am Ende der Welt" gleicht keinem Buch, das ich bisher gelesen habe und hat so einen wunderbar frischen Wind in mein Lesejahr 2025 gebracht. Der Autor serviert den Lesenden eine Mischung aus Kriminalroman und SciFi, Whodunit im Agatha Christie-Stil trifft auf The 100-Vibes - wenn ihr wie ich beides mögt, solltet ihr das Buch unbedingt lesen! Die Geschichte rund um Emory und Clara ist aber nicht nur spannend, sondern greift auch gesellschaftskritische Themen und insbesondere die Auswirkungen der Klimakrise auf, was ich sehr gelungen fand. "Der letzte Mord am Ende der Welt" steckt voller kluger Wendungen und Plottwists, die das Lesen nie langweilig werden lassen - ich habe den Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen. In seinem Nachwort schreibt Stuart Turton, dass er sich vorgenommen hat, nie bei einem Genre zu bleiben und sich immer wieder neu auszuprobieren. Das ist ihm in meinen Augen großartig gelungen! Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses ungewöhnliche, überraschende Buch, das so viel Spaß macht zu lesen. Übersetzt von Dorothee Merkel.





















































