Solaris

Solaris

Softcover
3.6205
ForscherAusnahmezustandSelbstmordKi

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Das vielfach verfilmte und für das Theater und die Oper adaptierte Meisterwerk aus dem Science-Fiction-Genre: grandios, philosophisch und packend!

Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt, der eigenen physikalischen Gesetzen zu gehorchen scheint. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die Wissenschaftler, die den Ozean von einer Raumstation aus untersuchen, zu unterstützen. Doch nichts hätte ihn auf die merkwürdigen Ereignisse vorbereiten können, die ihn dort erwarten: Schon bald steht er seiner verstorbenen Geliebten gegenüber, an deren Selbstmord er sich schuldig fühlt. Auch die anderen Besatzungsmitglieder sehen sich mit schmerzhaften unterdrückten Erinnerungen konfrontiert.

Kann es sein, dass der Ozean ein eigentümlich intelligentes Wesen ist, das die Vergangenheit heraufbeschwört – aus Gründen, die niemand versteht?

Das sagen Amazon-Rezensionen:

»Die Geschichte ist seht tiefgründig, man muss sich ein Bisschen drauf einlassen. Sehr zu empfehlen, das Nachwort von Lesch und Zaum! Nicht überspringen, zweimal lesen.« Begeisterter Leser

»Der Film war schon toll, das Buch um vieles besser. Als SF-Fan ein Pflichtbuch. « Dagmar

»Meine kühnsten Erwartungen sind übertroffen worden. „Solaris“ bietet sowohl dramaturgisch wie poetisch und philosophisch-essayistisch etwas, was man sonst nicht leicht findet. Zumindest im Bereich der Science-Fiktion-Literatur ist es einmalig.« StevenStone

Mit einem Nachwort von Harald Lesch und Harald Zaun!

*** Pflichtlektüre für große Science-Fiction Fans! ***

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Space Opera
Format
Softcover
Pages
336
Price
15.50 €

Author Description

Stanislaw Lem wurde 1921 in Lwow, Polen, geboren. Neben zahlreichen belletristischen Werken verfasste er theoretische Schriften über Science Fiction und über Gebiete der angewandten Philosophie und der Kybernetik.Sein Schaffen umfasst inzwischen 28 Werke, deren Gesamtauflage fast 8 Millionen Exemplare erreichte. Übersetzungen erschienen in 27 Sprachen, unter anderem in Japan, England, Russland, Amerika, Schweden, Italien, Holland und Frankreich. Sein Hauptinteresse galt der Science Fiction als literarische Gattung. Er starb im Jahre 2006 in Krakau.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
48%
20%
25%
N/A
47%
22%
20%
59%
43%
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
31%
36%
34%
28%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

32
All
5

In diesen Zeiten, in denen sich Menschen in KI Chatbots verlieben, erhält Lems Roman eine überraschende Aktualität.

3.5

Anspruchsvoller Sci-Fi-Klassiker mit spannenden Passagen und zähflüssigen Längen. Stanislav Lem beamt mich auf den Planeten Solaris, dessen einziger Ureinwohner Polytheria, ein scheinbar allmächtiger, riesiger Ozean aus Plasma ist. Was tut Mensch hier? Übel bringen wie überall. Und so ist einiges aus dem Ruder gelaufen bei der Erforschung dieser extraterrestrischen Lebensform. Aus dem Ruder läuft zuweilen auch die Geschichte, etwa wenn seitenlang über wissenschaftliche Abhandlungen der solaristischen Forschung gefachsimpelt wird. Dennoch bilden die geschilderten phantastischen Phänomene gerade in ihrer intensiven Beschreibung einen psychologisch-philosophischen Kern, der Fragen nach den Grenzen menschlicher Erkenntnis aufwirft und es allemal wert ist, sich auch ein bisschen durchzukämpfen. Sympathiepunkt: echte Bücher auf Solaris.

4

Der kindliche Schöpfer grausamer Wunder

Stanisław Lem hat in meinen Augen mit "Solaris" ein düsteres und eindrucksvolles Werk über das Verhältnis zwischen Mensch und Universum geschrieben. Häufig wird es als ein Meisterwerk der frühen Science-Fiction gehandelt. Doch diese hohe Auszeichnung würde ich dem Buch nicht unbedingt zuschreiben. Es handelt sich um einen anspruchsvollen Text, bei dem die Handlung nach und nach in den Hintergrund tritt. Umso fesselnder sind jedoch die Gedanken und Fragen, die sich beim Leser auftun. Vor allem geht es um die Fragen, was der Mensch im Universum und in sich selbst sucht. Wie deutet er die Phänomene um ihn herum? Besonders interessant fand ich, wie stark sich meine eigenen Empfindungen während des Lesens veränderten. Anfangs empfand ich die unerklärliche Präsenz der sogenannten "Gäste" auf der Raumstation als beklemmend und grauenerregend. Doch je mehr der Eindruck entstand, es handle sich dabei um eine absichtslose Wesen, desto mehr verloren diese Erscheinungen an Dramatik. Jedoch nicht an Faszination. Ich denke, dass dies vom Autor beabsichtigt ist. Oft neigen wir dazu, in ein naives Schwarz-Weiß-Denkmuster (z. B. Gut/Böse) zu verfallen, in dem alles einem Zweck dienen muss. Umso verwirrender ist es für uns, wenn beispielsweise eine scheinbar existenzbedrohliche Tatsache nicht in dieses Schema passt. Könnte es etwa sein, dass es Bereiche und Phänomene im Universum gibt, die so weit ab von unserem menschlichen Erleben und Selbstverständnis existieren? "Wir sind alltäglich. Wir sind das Gras des Weltalls und werden uns unserer Alltäglichkeit nicht bewusst. Diese Alltäglichkeit scheint universell zu sein. Und wir haben gedacht, dass darin alles Platz findet. Das war ein Schema, mit dem die Leute mutig und freudig in die Ferne zogen. Andere Welten. Also los, was ist das schon, diese anderen Welten. Wir erobern sie oder werden von ihnen erobert. Sonst war nichts in diesen unglücklichen Köpfen. Ach, es hat keinen Sinn. Es hat keinen Sinn." Mir haben diese Gedankengänge und die generell düstere Atmosphäre sehr gefallen. Dennoch gab es auch schwächere Passagen. Zwar teile ich nicht die Meinung einiger Rezensenten, dass die überall auftauchende Pseudowissenschaft dem Roman erheblich schadet, doch manchmal verliert sich Lem tatsächlich in langweiligen und überflüssigen Details über die Forschung auf Solaris. Seitenlang wird über die verschiedenen Aufzeichnungen und Forschungsergebnisse bekannter "Solaristen" berichtet. Sicherlich sollte damit die Immersion verstärkt werden, als ob es einen solchen Planeten tatsächlich geben könnte. Aber ich denke, das wäre absolut nicht notwendig gewesen. Es hätte mir gereicht, wenn der Autor sich fast ausschließlich auf die philosophische und psychologische Tiefe beschränkt hätte, denn darin liegt definitiv die große Stärke des Buches. Wer eine spannende und unterhaltsame Science-Fiction-Geschichte sucht, wird definitiv enttäuscht werden. Doch wen eine atmosphärische Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz auf kosmischer Ebene begeistern könnte, wird viel Freude an der Lektüre haben.

5

Science Fiction Mindfuck

So geil wow

5

Grundkurs Epistemologie. Man muss halt Lust drauf haben.

4

Solaris: Grenzen der menschlichen Erkenntnis.

Ja der Roman hat mich schon im Klapptext angesprochen und generell hat es mir auch sehr gut gefallen. Was mich allerdings zuerst irritiert hat ist, dass für unterschiedliche Dinge gleiche Wörter verwendet wurden, die sich grammatikalisch nur minimal unterscheiden. Zum Beispiel: “die Solaris” und “Solaris”. Solaris ist offensichtlich der Planet aber “die Solaris” scheint ein Raumschiff oder eine Raumstation zu sein. Ich vermute, dass hiermit gezeigt werden sollte, wie es sich anfühlt an die Grenzen der Erkenntnis zu stoßen und das ist bei mir sehr gut gelungen. Generell hat mich das Buch sehr abgeholt, da ich ebenfalls sehr in den Naturwissenschaften geprägt bin und all diese neben Informationen interessant waren; das kann für nicht interessierte aber sehr anstrengend und anspruchsvoll sein. Generell gab es von mir nur 4 Sterne, da ich vieles etwas überflüssig fande. Klar man möchte die Welt beschreiben etc aber manchmal war es dadurch einfach langatmig und anstrengend aber im gesamten hat es mir gut gefallen.

4

In der Jugend schon mal begeistert gelesen, heute finde ich die technischen Beschreibubgen und die Darlegungen zur Solaristik-Wissenschaft übertrieben. Das Ende ist im Gegensatz dazu zu "klein " : Kelvin bleibt auf Solaris.

Solaris ist super spannend und für die Zeit, in der es geschrieben wurde, hervorragend umgesetzt. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten, und die tiefgründigen Themen sind faszinierend. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass einige Leser es heute weniger begeistern könnte. Mit dem historischen Kontext und dem damaligen Wissen ist es jedoch alles andere als schlecht.

3.5

Ein Sci Fi Klassiker

Beklemmend und eher anspruchsvoll wird hier der Konflikt zwischen Mensch(heit) und dem Unbekannten verarbeitet. Die fiktive Forschungsarbeit über einen mysteriösen Planeten trifft dabei auf ethische und philosophische Fragen sobald das Forscherteam von unerwarteten Gästen aufgesucht wird. Man merkt sehr stark, dass Lem so ein ganzes Genre geprägt hat. Eher keine triviale Unterhaltung für zwischendurch. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr Horror oder Action gehabt und dafür weniger Beschreibungen über die Phänomene von Solaris .

2

Leider sehr langatmig...

Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen, also die Idee an sich fand ich super. Aber die Umsetzung? Naja... Seitenweise ging es nur um irgendwelche Fakten und Erläuterungen zu Solaris. Das ging in anderen Büchern doch auch anders und v.a. besser. Wenn dann doch mal "was passiert ist", wurde das Leseerlebnis besser, aber auch nicht wirklich überragend. Den Schreibstil fand ich auch etwas gewöhnungsbedürftig, könnte aber auch am Alter des Buches liegen... Das Nachwort hat einiges erklärt, was dann doch ein ganz guter Abschluss war. Alles in allem bin ich aber recht enttäuscht, nachdem ich voller Vorfreude ins Buch gestartet war :(

3

Lem ist immernoch ein fantastischer Autor, aber das Buch war sehr schwer zu lesen. Also nicht alles. Die Dialoge waren gut verständlich, aber die ewigen Seiten über Protokolle, Erzählungen und Nachempfindungen des Ozeans und der Untersuchungen waren für mich so schwer verdaulich und endlos lang. Ich liebe die Philosophie hinter seinen Ideen, Geschichten und dem Weltall. Aber es war zu hoch für mich. Ich habe den Unbesiegbaren geliebt und mit etwas Pause lese ich seinen "Fiasko" und hoffe dieses Buch kann mich wieder vollends in den Bann ziehen.

3.5

Ein origineller Erstkontakt-Klassiker, aber…

Trotz der originellen Idee, eines intelligenten Ozeans, dem die Menschen (anscheinend?) egal sind, bleibt es mir für weite Teile des Buches zu philosophisch. Nicht, dass ich einen hitzigen Actionkracher erwartet habe, passierte mir letztlich doch zu wenig.

3.5

Anspruchsvoller Sci-Fi Klassiker, der überraschend aktuell ist

Solaris überzeugt durch eine starke Kombination aus Philosophie, Science Fiction, Naturwissenschaften und Psychologie. Dabei ist der Roman in Zeiten von KI vielleicht aktueller denn je. Ich fand es sprachlich durch diverse Fachbegriffe aus der Naturwissenschaft zu Beginn recht schwer in den Roman reinzukommen. Als ich mich allerdings einmal damit angefreundet hatte, wurde der Roman wirklich stetig besser. Auch, wenn der Plottwist meiner Meinung nach sehr auf der Hand lag.

3

Stanisław Lem hat mich in die überwältigenden Tiefen der klassischen Science Fiction geführt. Solaris - ein fremdartiger Planet, von einer gallertartigen, scheinbar lebendigen Masse bedeckt, die einem Ozean gleich um die Planetenoberfläche wabert. Seltsam abstrakte Gebilde erschafft diese Wesenheit, Formen, die dem menschlichen Auge entfernt bekannt und doch völlig fremd zu sein scheinen. Ein paar hundert Meter über den dunklen Wogen dieses außerirdischen Meeres schwebt eine Station, bewohnt von einem Team von Wissenschaftlern, die sich die Entschlüsselung dieses Mysteriums zur Aufgabe gemacht haben. Immerdar ist eine düstere und nie ganz greifbare Präsenz, die die Arbeit der Wissenschaftler und das Leben innerhalb der Station auf dem schmalen Grat zwischen Sinn und Wahnsinn balancieren lässt. Meisterlich und beeindruckend schildert Lem hier eine Welt voll ungeheurer Wunder dominiert von einer Wesenheit, die ebenso faszinierend wie unbegreiflich erscheint. Ich konnte mich wunderbar auf diesem Planeten niederlassen und die ganze Sprachgewalt dieses Werk auf mich wirken lassen. Leider verlor mich Lem allerdings in den WIRKLICH ausschweifenden pseudowissenschaftlichen Ausführungen, die teils über viele viele Seiten einzelne Theorien, Hypothesen und Phänomene schilderten und gleichzeitig auf deren Entstehung, Beweisführung und Widerlegung durch die jeweiligen Forscher einging. Uff. Too much für mein Verständnis. Nichtsdestotrotz gefiel mir die eigentliche Geschichte sowie die unterschwellig bedrohliche Atmosphäre ziemlich gut.

4

Irgendwie hat das Buch was mit mir gemacht

Ein Science Fiction-Klassiker – und ich war froh, dass er nicht länger war. Das Worldbuilding für Solaris ist einfach krass, und ich war das ganze Buch lang immer neugierig, mehr zu erfahren. Trotzdem neigt der Autor zu langen Infodumps auch die Dialoge finde ich nicht gut geschrieben. Gemacht hat das Buch trotzdem etwas mit mir und meinen Gefühlen. Ich habe es gerne gelesen, und es war extrem spannend, die Entwickling der Charaktere unter diesen Extrembedingungen zu erleben.

4

Die Menschheit hat nach jahrhundertelangen Suchen nach weiterem extraterrestrischem Leben nur einen Planeten gefunden, der eine Art Ausformung an seiner Oberfläche hervorbringt: Solaris. Solaris ist ein Planet, der zum größten Teil aus einem Ozean besteht, der einer gallertartigen Masse ähnelt. Diese Masse beherbergt keine Lebewesen ist aber in der Lage, selbige in Form und Farbe nachzubilden. Nach eingehenden Studien kamen Wissenschafter dahinter, dass der Ozean auch die Flugbahn des Planeten steuert und gingen davon aus, dass dies eine neue Art einer intelligenten Lebensform ist. Drei Wissenschafter reisen nach Solaris, um den Planeten zu erforschen und versuchen über Jahrzehnte Kontakt mit dem „Wesen“ aufzunehmen. Um einen Status-Quo herauszufinden wird als vierte Pereson, Kris Kelvin, Psychologe, in einer Kapsel nach Solaris „geschossen“. Aus seiner Sicht wird die Geschichte auch erzählt. Als er auf der Station, die über der Oberfläche von Solaris kreist, eintrifft, trifft ihn fast der Schlag. Die Station ist heruntergekommen, die drei Kollegen scheinen offenbar dem Wahnsinn verfallen zu sein, es ist nicht herauszubekommen, was sich dort abgespielt hat. Nachdem er Snaut, den Kybernetiker, nach einiger Zeit auf der Station findet, erzählt ihm dieser, dass der Leiter der planetaren Station, Gibarian, vor kurzen Suizid beging. Kris kann sich anfangs nicht erklären, was hier auf der Station vor sich geht, findet dann aber heraus, dass der Ozean aus den Erinnerungen der anwesenden Menschen offensichtlich lebende, echte Kopien von anderen Menschen hervorzubringen. Diese Wesen erscheinen den anwesenden Personen – jede Person hat ihren eigenen Gast. Dabei werden scheinbar solche Personen von dem Ozean wählt, mit denen die Forscher zwiespältige Gefühle verbinden. Bald trifft es auch Kelvin und er ist mit seiner verstorbenen Frau Haley konfrontiert, die auf der Erde Selbstmord beginn und die er nicht retten konnte. Die projizierte Haley wiederum entwickelt nach einiger Zeit ein Eigenleben und findet heraus, dass sie nicht DIE Haley von Kelvin ist, sondern eine Projektion. Und so macht sie sich mit den verbliebenen Forschern auf der Station auf eine Mission, die Kelvin nicht verhindern kann. Science-Fiction gehört jetzt nicht zu meinen regelmäßigen Lese-Genre. Das Lesen des Buches ist der superschönen Ausgabe aus der Büchergilde Gutenberg geschuldet. Die hat mich als erstes angesprochen und danach erst der Klappentext. Eingestellt war ich auf typisch außerirdisches, was man so aus Filmen kennt. Spannend fand ich dann, dass mir das verwehrt wurde. Der Psychokick beim Lesen war enorm, eine Sogwirkung, Gänsehaut aufgrund der „Gäste“ und dieses seltsamen Wesens von „Ozean“. Bezogen auf das Erscheinungsjahr dieser Geschichte war der Autor Stanislaw Lem seiner Zeit wohl voraus – sowohl im sprachlichen, als auch im Sinne der Phantasie. Hinzuweisen ist dennoch auf die etwas gestelzte Sprache an manchen Stellen – was wohl auch der Zeit geschuldet ist, in der es geschrieben wurde. Eine spannende Lektüre, auf die eine sich einlassen muss und sicherlich mittlerweile auch ein Klassiker! Leseempfehlung!

2.5

Also... Als Anfängerin in Bezug auf Science Fiction Bücher, finde ich das Buch sehr schwer zu lesen. Unbedingt empfehle ich aber auch zur Einordnung/zum besseren Verständnis das Nachwort im Buch zu lesen. Dieses hat mich dann doch nochmal zu ganz neuen Gedanken über den Inhalt des Buches und außerirdisches Leben gebracht!

2

Am Anfang war ich echt gespannt, alles war seltsam und verwirrend und ich wollte herausfinden was los ist. Das ganze war überhaupt nicht, was ich erwartet hatte. Es ist natürlich schon Science-Fiction, da es wirklich viel um Wissenschaft geht, der Plot war aber eher Mystery oder vielleicht auch irgendwie Horror, zumindest was die Atmosphäre und das Gefühl, was man dabei hat anbelangt. Dann ging es bergab. Immer wieder gibt es lange Phasen, wo der Protagonist in der Bibliothek, irgendwelche wissenschaftlichen Studien oder Erkenntnisse runter rattert die komplett uninteressant und übermäßig kompliziert sind und auch einfach für den Plot eigentlich nichts beitragen. Die Gespräche zwischen dem Protagonisten sind meistens komplett verwirrend. Hören sich nicht an, als würden wirklich zwei Personen miteinander sprechen, und am Ende ist man eigentlich immer noch verwirrter als am Anfang des Gesprächs. Teilweise hatte das seinen Charme, irgendwann war es aber einfach nur noch nervig, weil man nie Antworten bekommen hat. Leider wurde das Buch immer anstrengender und hat mich total genervt und unzufrieden zurückgelassen. Trotzdem verstehe ich natürlich, was der Autor damit erreichen wollte, und das Buch wirft viele Fragen auf und regt zum nachdenken an. Wenn man das bevorzugt und mit Seitenlangen Fachsimpeleien über wissenschaftliche Erkenntnisse, die erfunden sind umgehen kann, dann ist das Buch vielleicht für diese Person etwas. Für mich persönlich war das Buch leider nichts, da ich finde, dass wichtige Themen und auch Anregungen zum nachdenken nicht langweilig oder übertrieben kompliziert verpackt sein müssen.

3.5

Nicht was ich erwartet habe - aber auch nicht schlecht

Es geht teilweise mehr um Philosophie als um SciFi, aber auf eine gute Art. Ich glaube Lem wollte das Hauptaugenmerk auf die Kommunikation mit einer so fremdartigen Lebensform legen, um damit auszurücken wie eingeschränkt der Mensch in der Lage ist zu Kommunizieren und diese Isolation darstellen. Aber auch der Kontakt zwischen den menschlichen Charakteren ist - vor allem am Anfang - extrem fesselnd. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack zu komplex.

2

War nicht für mich, sowohl der Schreibstil als auch die Erzählgeschwindogkeit haben das Buch immer wieder wie Arbeit wirken lassen, dazu kommt kaum Spannung auf. Wenigstens das Nachwort von Harald Lesch konnte mir das Buch und den Autor ein wenig näherbringen.

3

Ich sollte "Solaris" mehr lieben, als ich es tue. Die Prämisse über verlebendigte Traumata ist fantastisch, die Frage, inwiefern und ob der denkende Ozean jemals zu verstehen sein wird, ist reizvoll und ich interessiere mich für Wissenschaft und Philosophie. Leider funktioniert für mich die Einbettung all dieser hochspannenden Themenkomplexe in eine Romanhandlung nicht. Häufig sind wissenschaftliche Theorien ungelenk als Exkurse in den Text hineinmontiert und wirken bestenfalls wie ein 'Expositiondump', der anscheinend nicht geschickter eingebaut werden konnte. Die Handlung selbst baut zunächst durchaus einiges an Rätselspannung auf, flacht dann jedoch aufgrund mangelnden Interesses an der menschlichen Psyche zum Platzhalter ab, um mehr Theorien entwickeln zu können. Der Griff des Protagonisten in ein Bücherregal katapultiert einen für 15 Seiten aus der literarischen Gegenwart, weil erst einmal weitere Spekulationen aus der fiktiven Wissenschaftsgeschichte rekapituliert werden müssen. Obwohl das alles in der richtigen Dosis verkraftbar und für mich sogar wünschenswert wäre, ist das Ungleichgewicht doch zml störend. Der Roman wirkt insgesamt sehr uneben und plätschert szenenhaft vor sich hin. Es gibt in der Liebesgeschichte des Protagonisten spannende Ansätze, ja, die bleiben allerdings Ansätze und werden zum Ende hin unpointiert weggeschrieben. Die größte Stärken sind in meinen Augen das philosophische Gedankengut sowie die physiologisch präzisen Beschreibungen des Ozeans. Der melancholische Ausklang hat mir ebenfalls gefallen. Der Roman ist nicht schlecht und als SF-Kontrastprogramm ein historisch wichtiger Text, nur befriedigt bin ich aus der Lektüre leider auch nicht herausgegangen.

3

Anfänglich hat mir die Idee des Buches sehr gut gefallen. Das Thema Alien und Erstkontakt zu Außerirdischen mittels eines Ozeans, war gut aufgebaut. Dennoch hat mir die erste Hälfte des Buches deutlich besser gefallen. Teilweise waren ewig lange Kapitel nur über „Informationen eines fiktionalen Ozeans“, die für mich wenig Sinn ergaben. Diese Kapitel habe ich zwar gelesen, aber nur weniger daraus verstanden. Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Teilweise, gerade bei den zwischenmenschlichen Dialogen und Schilderungen hatte ich das Gefühl, dass der Autor wollte, das Verstanden wird, was geschildert wird. Dort war der Schreibstil und die Sprache auch leicht zu verstehen. Auf der anderen Seite gab es aber wieder Situationen, die mir durch den Schreibstil überhaupt nicht klar wurden. Ein wiederholtes Lesen hat dort auch nichts gebracht. Zum Ende des Buches war ich einfach nur verwirrt und hätte mir mehr erwartet. Da es mein erstes wirkliches Sci-Fi Buch war, habe ich nichts anderes erwartet.

4

Erstaunlich gut gealterter Klassiker der phantastischen Literatur. Zu Beginn hatte es der Roman noch schwer bei mir, da es immer wieder mal längere und sich in die Länge ziehende Abhandlungen über Zukunftstechnologie und geologischen Besonderheiten des Planeten Solaris gibt. Das mag vor über 60 Jahren ja eine gewisse Faszinantion ausgeübt haben, hat aber auf mich heutzutage eine Art Komik an sich, die bestimmt nicht gewollt war. Da wird einerseits die Wissenschaft sehr viel weiter entwickelt, als das wir es uns heute vorstellen könnten, z.B. die Erschaffung von menschlichen Kopien, die aber nicht aus Atomen bestehen. Andererseits werden Sprachaufzeichnungen immernoch auf Tonbandgeräten vorgenommen, die man hin- und herspulen muss. Auch fliegen noch Papiere und Lochstreifen in der Raumstation herum. Köstlich. Aber davon mal abgesehen, ist der Roman trotz seiner schlichten Sprache und seiner auf Dialoge konzentrierten Spannungsbeschreibungen atmosphärisch sehr gelungen. Da war Lem sicher ein Vorreiter. Ein Wissenschaftler wird auf die Forschungsstation eines entfernten Planeten geschickt, um nach dem Rechten zu sehen und findet die Mitglieder der Station entweder tot oder verwirrt vor. Und während er sich ein Bild von der Lage machen will, erscheint ihm seine verstorbene Ehefrau und will partout nicht verschwinden. Kann man seinen Wahrnehmungen trauen? Wäre es nicht besser, als verrückt zu gelten, als diese Unglaublichkeiten als wahr anzuerkennen? Und kann ein Planet einen Entfluss auf die mentale Gesundheit seiner Besucher nehmen? Wie gehen Menschen damit um, wenn sie etwas fremdes entdecken, was sie sich nicht erklären können? Mir hat gefallen, dass der Roman immer philosophischer wird, und die Technik im Verlauf eher in den Hintergrund tritt. Auch wenn man kein Fan von SciFi ist, ist dieser Klassiker sicher lesenswert.

3

Sehr interessante Idee, die leider nicht das volle Potenzial ausschöpft

Die Grundidee ist sehr interessant. Das Setting ist mysteriös, ja teilweise erinnert es an Horror und wird zuweilen sehr philosophisch. Die Welt ist schon zu detailliert beschrieben. Die Story lässt den Leser mit vielen Fragezeichen zurück. Das ist per se auch gut, aber sobald sich der Spannungsbogen aufbaut, flacht es auch schon wieder ab. Zurück bleibt eine sehr interessante Welt, in der die Story leider nicht Ihr Potenzial ausschöpfen konnte. Ich würde es nur Lesern empfehlen, die v.a. an (Pseudo)-Wissenschaft, World-Building und philosophische Aspekte interessiert sind und auch ohne großen Knall oder Spannungsbogen auskommen.

2

2,5 Sterne Solaris und ich passen einfach nicht zusammen. Es liegt wohl an uns beiden. Dabei ist der Gedanke Stanislaw Lem's durchaus sehr interessant und lesenswert. Wenn wir Menschen uns Kontakt zu außerirdischem Leben vorstellen, dann ist dieses Leben immer in entferntem Sinne menschenähnlich. In jedem Science-Fiction Film oder Buch werden Aliens stets nach unserem Vorbild erschaffen. Was aber wenn dieses Leben, vielleicht sogar diese Intelligenz, so gar nichts mit uns gemein hat. Was wenn diese Intelligenz ein Ozean aus nicht identifizierbarer Flüssigkeit ist. Frank Schätzing hatte in Der Schwarm ja eine ähnliche Idee, aber einfach nur eine Flüssigkeit, bzw. ein riesiger Ozean als denkendes Wesen, das sich sogar erdreistet uns einfach zu ignorieren und sich nicht im mindesten für uns zu interessieren scheint, ist schon eine schwierige Vorstellung für uns. Ist dieser Ozean nun belebt? Ist er tot? Was bedeutet eigentlich belebt? In philosophischer Hinsicht ist dieses Buch also sicher clever und wenn man bedenkt zu welcher Zeit es geschrieben wurde vermutlich umso mehr. Man sollte also nicht mit der Erwartung klassischer Science-Fiction an das Buch heran gehen, denn es ist wirklich anders als der Großteil dieses Genres. Ich habe nach ca. einem Viertel festgestellt, dass ich hier nicht den Maßstab üblicher Sci-Fi anlegen darf, trotzdem hat es für mich nur begrenzt funktioniert. Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zuletzt überhaupt nicht anfreunden. Die Dialoge waren abgehackt, während die Beschreibungen der auftretenden Phänomene des Planeten teilweise extrem ausführlich waren. Das wäre normalerweise nichts was mich stört, nur dass die Beschreibungen der Ozeanphänomene vollkommen wirr sind und keinen Sinn ergeben. Und genau das hat mich massiv das ganze Buch über gestört: Logik! Auf welche Weise die Charaktere handeln und aufeinander reagieren, entbehrt jeglicher Logik bzw. wird es nicht genau ausgeführt, die gesamte Solaris widerspricht den Naturgesetzen. Das wird ja im Klappentext schon angedeutet, nur erwartete ich trotzdem eine plausible, logische Lösung. Wir entdecken auch heute ständig Phänomene die auf den ersten Blick nicht mit unseren bisherigen Naturgesetzen übereinstimmen und wenn das zur Folge hat, dass der bisherige Stand der Wissenschaft aktualisiert werden muss, dann sind diese Gesetze immer noch in sich schlüssig. Der Ozean besteht ja offensichtlich aus einer Flüssigkeit, Plasma wird öfters erwähnt wobei Plasma damals vermutlich noch nicht die gleiche Bedeutung wie heute hatte, ich frage mich warum niemand eine Analyse der chemischen Elemente gemacht hat. Das ist doch der erste Schritt, denn Wissenschaftler durchführen würden. Dann macht der Protagonist tatsächlich eine chemische Analyse von seinem Gast und es stellt sich heraus, dass die Moleküle nicht aus Atomen sondern Neutrinos bestehen, die aber scheinbar die gleichen Moleküle bilden wie Atome. Das ist schon, zusammen mit diesen Symmetriaden etc. absoluter Quatsch. Ich wollte dieses Buch unbedingt genießen und mögen, aber es ist mir leider nur bedingt gelungen. Ich konnte mein Hirn einfach nicht abstellen (was manchmal echt praktisch wär) während es ständig Wo ist die Logik? rief. Es gibt leider einen beträchtlichen Teil an Pseudowissenschaft, dafür sind die philosophischen Gedanken dahinter wirklich interessant und clever. Man muss sich definitiv darauf einlassen.

Abgebrochen, weil ich irgendwie so gar nicht ins Buch rein kam

4

Eine weitere Leselücke geschlossen! Wie lange wollte ich dieses Buch nun schon lesen? Mehrere Jahre bestimmt. Ich werde gar nicht so tun als ob ich alles verstanden hätte, was hier vor sich geht. Dafür ist Lem zu subtil. Dieses Buch muss eindeutig noch ein zweites Mal gelesen werden. Mindestens.

4

3.5 for the German translation (apparently the old GDR translation was much better, but it, like many, did not survive reunification and the western one is the only one available today). 4 for the actual book.

4

Erstaunlich gut gealterter Klassiker der phantastischen Literatur. Zu Beginn hatte es der Roman noch schwer bei mir, da es immer wieder mal längere und sich in die Länge ziehende Abhandlungen über Zukunftstechnologie und geologischen Besonderheiten des Planeten Solaris gibt. Das mag vor über 60 Jahren ja eine gewisse Faszinantion ausgeübt haben, hat aber auf mich heutzutage eine Art Komik an sich, die bestimmt nicht gewollt war. Da wird einerseits die Wissenschaft sehr viel weiter entwickelt, als das wir es uns heute vorstellen könnten, z.B. die Erschaffung von menschlichen Kopien, die aber nicht aus Atomen bestehen. Andererseits werden Sprachaufzeichnungen immernoch auf Tonbandgeräten vorgenommen, die man hin- und herspulen muss. Auch fliegen noch Papiere und Lochstreifen in der Raumstation herum. Köstlich. Aber davon mal abgesehen, ist der Roman trotz seiner schlichten Sprache und seiner auf Dialoge konzentrierten Spannungsbeschreibungen atmosphärisch sehr gelungen. Da war Lem sicher ein Vorreiter. Ein Wissenschaftler wird auf die Forschungsstation eines entfernten Planeten geschickt, um nach dem Rechten zu sehen und findet die Mitglieder der Station entweder tot oder verwirrt vor. Und während er sich ein Bild von der Lage machen will, erscheint ihm seine verstorbene Ehefrau und will partout nicht verschwinden. Kann man seinen Wahrnehmungen trauen? Wäre es nicht besser, als verrückt zu gelten, als diese Unglaublichkeiten als wahr anzuerkennen? Und kann ein Planet einen Entfluss auf die mentale Gesundheit seiner Besucher nehmen? Wie gehen Menschen damit um, wenn sie etwas fremdes entdecken, was sie sich nicht erklären können? Mir hat gefallen, dass der Roman immer philosophischer wird, und die Technik im Verlauf eher in den Hintergrund tritt. Auch wenn man kein Fan von SciFi ist, ist dieser Klassiker sicher lesenswert.

Create Post