
148 Followers
"Ich weiß nicht, woher diese ganze Wut kommt, dieser permanente Wettbewerb, dieser Zwang, die Welt ununterbrochen in Gewinner und Verlierer einzuteilen." Diejenigen von euch, die in Bürojobs arbeiten, kennen sicherlich die unzähligen Memes auf Instagram, die sich humorvoll mit schlechten Arbeitsbedingungen, fehlender Work-Life-Balance und/oder nervigen Vorgesetzten auseinandersetzen. “Geht so” von Beatriz Serrano liest sich anfangs genau wie diese Memes - als Kreative in einer Madrider Werbeagentur ist Marisa hochgradig genervt von ihren Kolleg:innen, Kund:innen und ganz grundsätzlich von ihrem Bullshit-Job. Sie sehnt sich nach einem Ausweg und schafft den frustrierenden Alltag oft nur, indem sie sich in random YouTube-Videos flüchtet - oder Beruhigungsmittel nimmt. Was anfangs sehr unterhaltsam beginnt, bekommt schnell eine beunruhigende Tiefe. Zwar kommt es immer wieder zu sehr komischen Momenten, doch es wird schnell klar, dass es Marisa nicht nur “geht so”, sondern gar nicht gut geht mit ihren Gefühlen der Entfremdung, Einsamkeit und oberflächlichen Arbeitsbeziehungen - sodass es sogar zur Eskalation während eines Teambuilding-Events kommt. Als ich “Geht so” angefangen habe, habe ich ein seichtes, lustiges Buch erwartet - eben so, wie die Memes auf Instagram. Es war dann viel ernster und tiefgehender, und doch oder gerade deswegen hat mir das Buch gut gefallen. Auch die vielen feministischen Einwürfe fand ich super - daher empfehle ich das Buch unbedingt weiter! Übersetzt von Christiane Quandt. CN: Tod, Dr0gen, Su1zid
Apr 21, 2026
"Ich weiß nicht, woher diese ganze Wut kommt, dieser permanente Wettbewerb, dieser Zwang, die Welt ununterbrochen in Gewinner und Verlierer einzuteilen." Diejenigen von euch, die in Bürojobs arbeiten, kennen sicherlich die unzähligen Memes auf Instagram, die sich humorvoll mit schlechten Arbeitsbedingungen, fehlender Work-Life-Balance und/oder nervigen Vorgesetzten auseinandersetzen. “Geht so” von Beatriz Serrano liest sich anfangs genau wie diese Memes - als Kreative in einer Madrider Werbeagentur ist Marisa hochgradig genervt von ihren Kolleg:innen, Kund:innen und ganz grundsätzlich von ihrem Bullshit-Job. Sie sehnt sich nach einem Ausweg und schafft den frustrierenden Alltag oft nur, indem sie sich in random YouTube-Videos flüchtet - oder Beruhigungsmittel nimmt. Was anfangs sehr unterhaltsam beginnt, bekommt schnell eine beunruhigende Tiefe. Zwar kommt es immer wieder zu sehr komischen Momenten, doch es wird schnell klar, dass es Marisa nicht nur “geht so”, sondern gar nicht gut geht mit ihren Gefühlen der Entfremdung, Einsamkeit und oberflächlichen Arbeitsbeziehungen - sodass es sogar zur Eskalation während eines Teambuilding-Events kommt. Als ich “Geht so” angefangen habe, habe ich ein seichtes, lustiges Buch erwartet - eben so, wie die Memes auf Instagram. Es war dann viel ernster und tiefgehender, und doch oder gerade deswegen hat mir das Buch gut gefallen. Auch die vielen feministischen Einwürfe fand ich super - daher empfehle ich das Buch unbedingt weiter! Übersetzt von Christiane Quandt. CN: Tod, Dr0gen, Su1zid
Apr 21, 2026







