Beste Zeiten

Beste Zeiten

Hardback
3.8155

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Description

Endlich Stockholm! Sickan, 21, hat es rausgeschafft aus dem muffigen Kaff in der schwedischen Provinz, in dem sie sich nie zu Hause gefühlt hat, weg von den mobbenden Klassenkameradinnen und den wenig zugewandten Eltern. Jetzt, in der Großstadt, kann es losgehen mit den Freundschaften, dem Ausgehen, dem Vorlesung-Schwänzen und Sich-Verlieben, denn Sickan ist wild entschlossen, sich in der neuen Stadt neu zu erfinden und endlich dazuzugehören. Aber wie geht das eigentlich genau, das, was man gemeinhin so »Leben« nennt?

Ein hinreißender Roman über Identität, Freundschaft, Loyalität und notwendige Abgrenzungen — und über das Glück, als die Person erkannt zu werden, die man ist.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
320
Price
24.70 €

Author Description

Jenny Mustard ist in Schweden geboren und lebt in London. Sie hat über 600.000 Follower auf Social Media, ihre YouTube-Videos wurden mehr als 50 Millionen Mal angeschaut. Zusammen mit ihrem Partner David hostet sie außerdem einen Podcast über popkulturelle Themen. Ihr Debüt OKAYE TAGE erschien 2024 bei Eichborn, BESTE ZEITEN ist ihr zweiter Roman.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
36%
45%
N/A
10%
18%
39%
36%
70%
N/A
62%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
80%
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Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Minimalistisch (100%)

Posts

38
All
2

well, I guess I couldn’t have cared any less 💭😐

3

Beste Zeiten ist ein Coming-of-Age-Roman, der von der 21-jährigen Sickan handelt und in Stockholm spielt.

In Rückblenden erfahren wir von Sickans Aufwachsen in einer südschwedischen Kleinstadt. Ihre Eltern sind sehr mit sich selbst beschäftigt und nehmen nicht wahr, was in Sickans Leben vor sich geht – vielleicht ist es ihnen auch ein bisschen egal. Sie wird in der Schule ausgegrenzt und gemobbt, hat keine Freunde. Sie erfährt Übergriffigkeit von älteren Männern und Gewalt. Zum Studium zieht sie in die Großstadt Stockholm und versucht dort neu anzufangen. Voller Selbstzweifel und Ängste probiert sie Neues aus und verlässt nach und nach ihren selbstgewählten Kokon. Sie begegnet Hanna, findet in ihr ihre erste beste Freundin, öffnet sich langsam und ordnet ihr Leben neu. Sickan trifft auf Abbe, der ihre erste große Liebe wird und entdeckt auch das Partyleben inklusive Alkohol und Drogen. Sie lernt Grenzen zu setzen, zu überschreiten und für sich einzustehen. In unaufgeregter, flüssiger Sprache erzählt die Autorin von Sickans Alltag, von ihrem Suchen nach Anerkennung, nach eigener Identität, von der Suche nach ihrem Platz im Leben. Das Buch ist auch hin und wieder gespickt mit schwedischen Wörtern, so dass das skandinavische Flair sehr gut eingefangen wird. Alles in allem ist es ein guter Roman, der vor allem jüngere Personen ansprechen wird. Ich habe mich leider nicht so angesprochen gefühlt und konnte mich auch in die Protagonistin nicht gut hineinversetzen. Ihre Beziehung zu Abbe ist eher merkwürdig und fast unterwürfig. Und auch bei Hanna steckt sie eher zurück und tappt auf Zehenspitzen um sie herum. Es hat mich dennoch unterhalten, man kann diesen Roman gut lesen.

3

Beste Zeiten ist ein Coming-of-age-Roman, in dem wir die Protagonistin Sickan während ihrer Studienzeit in Stockholm in der Gegenwart begleiten und in Rückblenden von ihrer Kindheit erzählt wird, die durch Einsamkeit und Mobbing geprägt ist. Diese Rückblenden fand ich sehr traurig und habe mit Sickan mitgefühlt. Ihr Verhalten war aber für mich nicht immer nachvollziehbar. Das Ende hat mir zwar gut gefallen und Sickans Mutter hat mich da sehr überrascht. Die Veränderung bei Sickan kam für mich aber zu plötzlich. Es hätte mir besser gefallen, wenn sich die Veränderung langsamer und nachvollziehbarer entwickelt hätte. „Beste Zeiten“ kann ich empfehlen mit der Einschränkung, dass es etwas Geduld braucht, um zum versöhnlichen Ende zu gelangen.

3

Anscheinend schon zu alt oder nie mein Leben gewesen

Ich konnte mich nie wirklich in die Hauptfigur hineinversetzen und habe somit keinen richtigen Zugang dazu gefunden. Vielleicht liegt es auch daran das ich eine andere Generation bin. Im Allgemeinen war es mir einfach zu lange zu viel Gejammer. Das Ende war dann doch noch toll aber es war anstrengend dahin zu kommen.

Mit „Beste Zeiten“ legt Jenny Mustard einen sensiblen und zugleich unaufgeregten Coming-of-Age-Roman vor, der lange in Erinnerung bleibt. Im Mittelpunkt steht Sickan, 21 Jahre alt, hochintelligent, voller Selbstzweifel – und gezeichnet von den Erfahrungen jahrelangen Mobbings. Ihr Umzug von einem kleinen schwedischen Dorf nach Stockholm markiert den Versuch eines radikalen Neuanfangs: neuer Name, neue Frisur, eigenes Zimmer im Wohnheim. Ein klarer Schnitt zwischen Vergangenheit und Zukunft. Schon die ersten Szenen – Instant-Nudeln im Einkaufswagen, eine Lesebrille ohne Sehstärke als ästhetisches Accessoire eines imaginierten, souveränen Selbst – zeigen, wie präzise Mustard die feinen Zwischentöne von Selbstinszenierung und Selbstzweifel einfängt. Sickan möchte die Person werden, die sie aus Büchern und Filmen kennt: klug, kontrolliert, unangreifbar. Doch soziale Interaktionen bleiben ihr größtes Minenfeld. In Seminaren brilliert sie, im Small Talk scheitert sie. Die Begegnung mit Hanna bringt Bewegung in diese fragile Selbstkonstruktion. Hanna ist laut, kompromisslos, unangepasst – das Gegenteil von Sickans vorsichtiger Selbstbeobachtung. Sie lebt scheinbar mühelos das, wonach Sickan sich sehnt: Freiheit, Zugehörigkeit, Selbstverständlichkeit. Als sie Sickan ein Zimmer in ihrer großen Wohnung anbietet, beginnt eine Freundschaft, die ebenso intensiv wie kompliziert ist. Hier entfaltet der Roman seine größte Stärke: die ambivalente Dynamik zwischen Bewunderung und Abhängigkeit, Nähe und Machtgefälle. Mustard beschreibt eindrücklich, wie tief Mobbing in die Identität eingreift. Es geht nicht nur um vergangene Demütigungen, sondern um die innere Stimme, die geblieben ist – die ständige Selbstkorrektur, das Überanalysieren jeder Geste, die Angst, „zu viel“ oder „nicht genug“ zu sein. Diese psychologischen Nachwirkungen werden mit großer Feinfühligkeit dargestellt. Besonders gelungen ist, wie selbstverständlich Themen wie Identitätssuche, Zugehörigkeit und Selbstentwurf in die Handlung eingebettet sind, ohne je belehrend zu wirken. Sprachlich bleibt der Roman klar, fast nüchtern, was gut zu Sickans analytischem Blick passt. Gleichzeitig entsteht daraus eine leise Melancholie, die sich durch das gesamte Buch zieht. Man taucht schnell in die Geschichte ein und bleibt, weil sich viele Gedanken und Unsicherheiten erschreckend vertraut anfühlen. Trotz der starken Themen wirkt der Roman an manchen Stellen etwas zurückhaltend. Gerade in den konfliktreicheren Momenten hätte man sich mehr Radikalität oder überraschendere Wendungen wünschen können. Vielleicht bleibt Mustard bewusst im Realistischen, im Zarten – doch gelegentlich hätte der Geschichte ein mutigerer Bruch gutgetan. Dennoch ist „Beste Zeiten“ ein warmherziger, kluger Roman über das Erwachsenwerden, über alte Wunden und neue Chancen. Er erzählt von der Sehnsucht, endlich irgendwo dazuzugehören – und davon, dass dieser Ort manchmal weniger ein Raum als ein Zustand ist. Ein sensibles Porträt einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst. Aus dem Englischen von Lisa Kögeböhn.

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4.5

Anfangs habe ich mich gefragt, in was für eine Richtung sich „Beste Zeiten“ entwickeln möchte. Aber genau das ist es, was mir das Buch mitgegeben: Es braucht nicht immer eine Richtung im Leben und man muss niemanden gerecht werden, außer sich selbst. Die Dinge versuchen auf sich zukommen zu lassen und die Welle zu reiten, anstatt in ihr unterzugehen. Beste Zeiten war realistisch, erschreckend und beinhaltet viele wichtige Themen mit einmal, die mir manchmal jedoch zu schnell abgeschlossen waren. Dennoch hat mich das Buch absolut überzeugt. SeinenPlatz zu finden, alte Wunden heilen lassen etc. ist nicht leicht und das beschreibt Jenny mit diesem Buch sehr gut.

5

Ein Coming-of-Age-Roman, der mitten ins Herz trifft

In „Beste Zeiten“ begleiten wir Sickan, die ihren Platz im Leben sucht und gleichzeitig mit den Nachwirkungen ihrer Kindheit kämpft. Auf ihrer Reise stehen nicht nur Fragen nach Identität und Selbstfindung im Mittelpunkt, sondern auch ihre enge Freundschaft zu Hanna und die Beziehung zu Abbe, die beide eine große Rolle in ihrem Leben spielen. Der Schreibstil hat mich sofort begeistert: flüssig, mitreißend und voller Emotionen. Mit Anfang 20 hätte ich mich sofort mit Sickan identifizieren können, aber auch heute konnte ich ihre Handlungen und Gedanken absolut nachvollziehen. Besonders stark fand ich, wie die Autorin zeigt, dass Erlebnisse aus der Kindheit uns auch als Erwachsene prägen. Die Freundschaft zu Hanna und die Beziehung zu Abbe sind einfühlsam und authentisch beschrieben, wodurch die Geschichte noch lebendiger wirkt. Gerade diese zwischenmenschlichen Momente haben mich sehr berührt. Jenny Mustard hat ein besonderes Talent, Gefühle so spürbar zu machen, dass man völlig in die Geschichte eintaucht. Schon „Okaye Tage“ war für mich ein Highlight, aber „Beste Zeiten“ konnte mich sogar noch mehr begeistern.

3

Obwohl ich schon älter bin hat es mir gefallen

4.5

Liebe Jenny Mustards Schreibstil einfach ❤️‍🔥

Siv ist nicht perfekt, teilweise vielleicht auch nervig- aber gleichzeitig auch so relatable. Sie ist super unsicher und ihr fällt es schwer, sich in der Gegenwart von anderen wohlzufühlen, weil sie immer das Gefühl hat, nicht sie selbst sein zu können und nicht reinzupassen. Sie trifft dann auf Hanna, die ihre Freundin und Mitbewohnerin wird und auf Abbe, mit dem sie eine romantische Beziehung führt. Durch diese beiden bekommt Siv nach und nach das Selbstbewusstsein, ihre eigene Identität zu finden und stolz darauf zu sein. Es ist also irgendwie eine ganz klassische Coming of Age Geschichte, aber mit Jenny Mustards tollem Schreibstil, der mich schon bei ihrem Debüt „Okaye Tage“ absolut begeistert hat. Ich habe das Buch tatsächlich zuerst auf Englisch als ebook gelesen und dann auf Deutsch nochmal in meine markierten Stellen reingelesen und kann sagen, dass auch die Übersetzerin Lisa Kögeböhn einen ganz tollen Job gemacht hat!

Liebe Jenny Mustards Schreibstil einfach ❤️‍🔥
4

Gutes Buch, für mich besser als Okaye Tage. Schreibstil musste ich mich erst dran gewöhnen, aber dann war ich in der Geschichte.

4

Als Sickan, 21, zum Studium nach Stockholm zieht, beginnt für sie ein neues Leben. Weg aus der Einsamkeit in einer südschwedischen Kleinstadt, hin zu einem Leben in der Hauptstadt mit bester Freundin und der ersten Liebe. Doch die Wunden der Kindheit hallen nach. Was auf den ersten Blick seicht klingt, ist ein gelungener Coming-of-Age-Roman mit Tiefe. Ihn zeichnet aus, dass die Auswirkungen von Kindheitstraumata auf typische Themen des Erwachsenwerdens - das Knüpfen neuer Freundschaften, das Erkennen und Setzen eigener Grenzen und die Suche nach einer eigenen Identität - eine zentrale Rolle einnehmen. Während Sickans Leben in Stockholm voranschreitet, erfahren wir in Rückblicken mehr über die Verletzungen ihrer Jugend, das Mobbing in der Schule, die Übergriffe der Männer, das Desinteresse der Eltern. Ich fand diese Einschübe sehr gelungen, weil dadurch ganz nebenbei Sickans Verhalten, ihre Gefühlswelt und ihre Entscheidungen nachvollziehbar gemacht werden. Geprägt von ihren Erfahrungen ist Sickan eine junge Frau voller Selbstzweifel und Ängste, die nach und nach ihre Komfortzone verlässt, Neues ausprobiert und immer selbstbewusstere Entscheidungen trifft. Mein 21jähriges Ich hätte sich hervorragend in eine solche Protagonistin hineinversetzen können und das Buch geliebt. Auch mein heutiges Ich hat Sickans Entwicklung gerne verfolgt und sich im Übrigen ebenso an dem Setting in Stockholm erfreut. Immer wieder werden Stockholmer Straßennamen erwähnt, schwedische Worte eingestreut, Zimtschnecken gegessen und die schwedische Klassengesellschaft thematisiert. Ich habe den Debütroman „Okaye Tage“ von Jenny Mustard nicht gelesen und daher keinen Vergleich, mochte ihren flüssigen, nahbaren und gleichzeitig eindringlichen Schreibstil (aus dem Englischen übersetzt von Lisa Kögeböhn) in „Beste Zeiten“ aber sehr gerne. Insgesamt handelt es sich meiner Meinung nach um einen gelungenen Roman, den man gut lesen kann, aber nicht gelesen haben muss.

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4

Eine Liebe in Stockholm. Und ein Leben, für das man sich nur das Beste wünscht.

Jenny Mustards "Beste Zeiten" hat mich gut unterhalten und unterschiedlich intensiv berührt. Die Story spielt in Stockholm (meiner Lieblingsstadt), und die 22-jährige Siv fängt ihr Studium an der Universitetet an und zieht dafür von Skåne in die große Stadt. Alles ist neu. Wohnung, Freunde, Alltag, Geld ... und die Liebe. Und da dieser Lebensentwurf aktuell meinem gleicht, konnte ich richtig gut relaten und habe einen Teil von mir in Siv gesehen ... auch die Liebe. Der Roman beginnt erwartungsvoll; poetisch und warm. Siv ist sympathisch. Wenn man ein neues Kapitel im Leben aufschlägt, und sich etwas traut, was man sich vorher nie gedacht hätte (oder sich zumindest sehr gewünscht hat), ist man im ersten Moment oft naiv, selbstlos und nachdenklich. Auch ich habe das. Aber man findet sich zurecht, man lernt Leute kennen - und vor allem auch sich selbst ganz neu. Die Autorin schreibt authentisch über die spannende Zeit in der Uni; übers Alleinsein, sich Täuschen, über Trauer, Kummer und Enttäuschung. Zwischendurch gab es mal einen kleinen Durchhänger, zum Ende hin wurde es aber nochmal sehr emotional und ganz zum Schluss auch ermutigend. Man sucht so Vieles: Liebe, Anerkennung, einen Platz im Leben—die besten Zeiten eben...

3

Insgesamt konnte mich "Beste Zeiten" trotz dieser Stärken nicht wirklich begeistern. Zu viele Themen auf zu wenig Raum, zu wenig Tiefe in der Charakterdarstellung und eine teils unglaubwürdige Protagonistin sorgten dafür, dass der Roman für mich nur zwischen zweieinhalb und drei Sternen landet. Ein anderes thematisches Gewicht oder ein stärkerer Plottwist hätten hier viel retten können.

"Beste Zeiten" war nach "Okaye Tage" mein zweites Buch von Jenny Mustard. Da mich der Vorgänger kaum überzeugen konnte und mich sogar in eine kleine Leseflaute gestürzt hatte, war ich zunächst skeptisch. Der Klappentext weckte dann jedoch mein Interesse - eine junge Erwachsene zieht in die Großstadt, lässt ihr altes Leben hinter sich, entdeckt sich neu, arbeitet Vergangenes auf. Insgesamt ein verheißungsvoller Ausgangspunkt für eine Coming-of-Age-Geschichte. Der Einstieg bestätigte allerdings meine Befürchtung. Die erste Hälfte plätschert eher dahin, ehe die Handlung langsam an Fahrt aufnimmt. Wer am Ball bleibt, findet schließlich eine Geschichte, die viele wichtige Themen berührt. Wir erfahren etwas über Mobbing, Rassismus, Sexualität, Feminismus, Liebe, Eltern-Kind-Beziehungen, häusliche Gewalt und Selbstfindung. Doch genau darin liegt für mich das Problem. Auf gut 300 Seiten wirkt diese Vielzahl an Themen überladen. Viele Aspekte werden nur angerissen, teilweise in einem einzigen Absatz abgehandelt, ohne die Tiefe, die sie verdient hätten. Besonders auffällig wird das bei der Protagonistin Sickan. Einerseits ist ihre Entwicklung gut dargestellt, denn sie reift im Laufe der Handlung, ihre Beziehungen verändern sich, Freundschaften werden von ihr neu bewertet, sie wirkt zunehmend reflektierter. Andererseits erscheinen ihre Handlungen oft extrem und dadurch wenig authentisch. Hinzu kommt, dass sie selbst zur Täterin wird und andere mobbt – ein realistisches Phänomen, das hier jedoch ebenfalls nur oberflächlich beleuchtet bleibt. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder Sympathie zu entwickeln. Erst auf den letzten Seiten gewinnt das Buch mehr Tiefe. Die Auseinandersetzung mit Sickans Mutter und ihrer Vergangenheit hätte meiner Meinung nach schon viel früher stärker in den Fokus rücken können. Stattdessen blieb vieles an der Oberfläche und auch zentrale Themen wie Freundschaft wurden nur am Rande behandelt. Was mir jedoch positiv aufgefallen ist, ist der Schreibstil von Jenny Mustard. Der Ton ist flüssig und transportiert ein wunderschönes schwedisches Flair. Die Stimmung, die Bilder und die Großstadtatmosphäre sind eindrucksvoll eingefangen. Das war für mich der Aspekt, der am meisten überzeugt hat.

3

"Beste Zeiten" war das erste Buch der Autorin Jenny Mustard, das ich gelesen habe. Den Schreibstil mochte ich richtig gerne, allerdings hat mich das Buch nicht so ganz abgeholt, da ich vor allem die Liebesgeschichte super seltsam fand. Die Geschichte ist unaufregend, obwohl doch so einiges in der Geschichte passiert und man durch das Studentenleben von Sickan mitgenommen wird. Es gibt auch immer wieder Rückblenden in die nicht ganz einfache Kindheit von Sickan. Diese Rückblenden mochte ich sehr gerne auch wenn sie mich teilweise sehr wütend gemacht haben, vor allem ihre Eltern kümmern sich nicht wirklich um sie. Ich hatte da beim Lesen wirklich das Gefühl, dass die Eltern von Sickan sich so überhaupt nicht für sie interessieren und ihnen auch die Sicherheit ihrer Tochter aber sowas von egal ist und das hat mich echt traurig gemacht. Meine Eltern waren und sind immer für mich da wenn ich Hilfe brauche und das sollte eigentlich total normal sein. Es hat mich so traurig gestimmt beim Lesen dieser Rückblenden. Im Buch werden auch schwierige Themen wie se*uelle Übergriffe und körperliche Gewalt geschildert. Wer gerne "Coming of Age" Bücher liest ist hier aber gut aufgehoben.

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4

Anfangs wusste ich lange nicht, wohin mich der Roman führen möchte. Man lernt Sickan kennen, begleitet sie durch ihren Alltag in Stockholm. Worauf die Geschichte abzielte, hat sich parallel ganz sachte aufgebaut. Schnell hingegen mochte ich Jenny Mustard Schreibstil. Ich war damit nah an den Figuren, habe ihre Gedanken und Gefühle eingängig vermittelt bekommen. An den richtigen Stellen änderte sich der Stil, man driftet mit Sickan ab, dreht sich im Kreis, die Umgebung verschwimmt. Jenny Mustard hat mich alles bedingungslos glauben lassen, was ich gelesen habe. In teilweise schmerzhaften Erinnerungen blickt man mit Sickan gemeinsam auf Erlebnisse ihrer Jugend zurück, die Traumata verursacht haben. Oft habe ich den Eindruck gehabt, dass Sickan mit diesen Kapiteln abschließen und drüber stehen wollte. Stockholm hat ihr immerhin die Möglichkeit geboten, sich neu zu definieren. Ein Reset. Sickan war dabei sehr um Distanz bemüht, jedoch war der Einfluss ihrer Vergangenheit trotzdem in ihrem Wesen stark bemerkbar. In Stockholm selbst ist Sickan trotz ihrer Neuerfindung von Selbstzweifeln geplagt, findet neue Freunde, setzt sich mit Loyalität auseinander und verliebt sich. Ich mochte es sehr, sie auf ihrem Weg mit all den damit verbundenen Emotionen und Begegnungen zu begleiten. Jenny Mustard hat durch Sickan viele wichtige Themen natürlich zusammengefasst, die wahrscheinlich jeden Menschen in diesem Alter beschäftigen. »Beste Zeiten« ist genau das: beste Zeiten im Leben, ein neuer Lebensabschnitt, neue Erfahrungen, neue Freunde, neue Gefühle und Ängste. Ein Coming-of-Age-Roman, der Fiktion und Realität verschwimmen lässt, der sich so nahbar und glaubwürdig anfühlt. Von Anfang bis Ende einfach nur gelungen!

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4.5

Einfühlsamer Coming-of-Age Roman 💛

Sickan ist 21 und verlässt ihr altes Leben in der schwedischen Provinz, um in Stockholm neu anzufangen. Sie will dazugehören, Freundschaften schließen, ausgehen, ein echtes Studentenleben führen – und vor allem herausfinden, wer sie eigentlich ist. Jenny Mustards Schreibstil ist poetisch, direkt und sehr nahbar. Ich habe den Roman fast in einem Rutsch gelesen, weil ich so mit Sickan mitgefühlt habe. Besonders das Gefühl, sich anpassen zu müssen und ständig zu überlegen, wie man auf andere wirkt, war unglaublich gut getroffen und sehr nachvollziehbar. Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind großartig gelungen. Nach und nach setzt sich so ein Gesamtbild von Sickan zusammen, das erklärt, warum sie fühlt und handelt, wie sie es tut. Besonders stark fand ich Sickans Entwicklung: von der unsicheren, angepassten Studentin hin zu jemandem, der mutiger wird, sich ausprobiert und Grenzen zieht. Auch ihre Freundschaft mit Hanna ist für mich ein zentrales Highlight der Geschichte – berührend, herausfordernd und sehr realistisch. Die Geschichte spricht viele große Themen an: Identität, Zugehörigkeit, Freundschaft, Loyalität, erste Liebe, Herzschmerz und das Suchen nach dem eigenen Platz im Leben. Alles bleibt dabei nah an der Realität und wirkt ehrlich und ungeschönt. Ein weiteres Highlight für mich war das Setting in Stockholm. Die kleinen schwedischen Begriffe und Details machen das Buch außerdem noch atmosphärischer. Alles in allem ist Beste Zeiten ein kluger, einfühlsamer Coming-of-Age-Roman, der bestimmt noch lange in mir nachwirken wird.

4.5

Für mich deutlich stärker als ihr erster Roman. Das Hörbuch hat mich sehr gut unterhalten. Die Figuren waren gut gezeichnet, emotional spürbar und ihre Handlungen nachvollziehbar. Ein Coming-of-Age Roman, der begeistert.

4

Jenny Mustard ist wohl eine meiner Lieblingsautorinnen!

Es hat lange gedauert, bis ich dieses doch recht kurze Werk ausgelesen hatte. Aber es hat sich gelohnt dran zu bleiben. Dieses Buch hat mich in meine Studienzeit zurückgeworfen. Die verschiedensten Gefühle in mir hochkommen lassen, weil mir so viel bekannt vorkam. Das Gefühl deplatziert zu sein, sich selbst nicht so recht zu kennen, übermütig und voller Energie zu sein und dann in einem Loch zu enden. Neue Freunde kennenlernen, sich von alten Dingen zu verabschieden. Diese Mischung aus Schwermut und Leichtigkeit. Alles ist möglich und dann wieder nicht, weil man sich so unbeweglich vorkommt. Ich habe es wirklich gefühlt!

Jenny Mustard ist wohl eine meiner Lieblingsautorinnen!
4

„Beste Zeiten“ ist kein Roman, der laut werden will. Er flüstert. Er bleibt im Raum, wenn man ihn längst zugeklappt hat. Und er schenkt einem diesen bittersüßen Trost: dass es okay ist, sich nicht festzulegen, dass das Suchen selbst schon ein Zeichen von Leben ist.

Manchmal beginnt ein neues Leben nicht mit einem Feuerwerk, sondern mit einem leisen Kofferklacken auf Pflastersteinen. So fühlte es sich für mich an, als ich mit Sickan durch Stockholm ging, zwischen Cafés, Träumen und dieser unbestimmten Sehnsucht, endlich jemand zu werden. Jenny Mustard hat eine Sprache gefunden für das, was so oft in der Schwebe bleibt: das zarte, schmerzliche Dazwischen zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Unsicherheit und Selbstgewissheit. Ich habe Sickan sofort verstanden, dieses ständige Tasten nach Zugehörigkeit, das Erfinden einer neuen Version von sich selbst, weil die alte im Schatten stand. Sie flüchtet aus der Provinz, aber eigentlich flieht sie vor der Stille in sich selbst. Und doch ist da in jeder Seite dieser leise Trotz, dieses „Ich will leben“, das so verletzlich und schön zugleich klingt. Mustard beschreibt die Stadt wie ein atmendes Wesen, Stockholm wird zu einer Bühne, auf der Hoffnung und Einsamkeit sich die Hand reichen. Es sind die kleinen Beobachtungen, die mich berührt haben: das Schweigen zwischen zwei Freundinnen, das Gefühl, auf einer Party anwesend und doch unsichtbar zu sein, die zögernden Schritte in eine neue Liebe, die man kaum zu glauben wagt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mich selbst zu beobachten, wie ich früher dachte, dass Erwachsensein bedeutet, zu wissen, wer man ist. Doch Mustard erinnert daran, dass Identität kein Ziel, sondern eine Bewegung ist. Man wächst, man verliert, man formt sich neu, immer wieder. „Beste Zeiten“ ist kein Roman, der laut werden will. Er flüstert. Er bleibt im Raum, wenn man ihn längst zugeklappt hat. Und er schenkt einem diesen bittersüßen Trost: dass es okay ist, sich nicht festzulegen, dass das Suchen selbst schon ein Zeichen von Leben ist. Ich habe das Buch mit einem Gefühl von leiser Melancholie beendet, aber auch mit Dankbarkeit. Weil Jenny Mustard mich daran erinnert hat, dass wir alle irgendwo zwischen Werden und Sein stehen, und dass genau dort vielleicht unsere besten Zeiten beginnen.

„Beste Zeiten“ ist kein Roman, der laut werden will. Er flüstert. Er bleibt im Raum, wenn man ihn längst zugeklappt hat. Und er schenkt einem diesen bittersüßen Trost: dass es okay ist, sich nicht festzulegen, dass das Suchen selbst schon ein Zeichen von Leben ist.
5

Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Ich war in ner kleinen Leseflaute und hab das Buch vor allem wegen des Covers ausgewählt, aber es ist leicht zu lesen, ne interessante und entertainende Handlung. Ich hatte nen soft Spot für alle Charaktere aber war an mehreren Stellen auch ziemlich genervt von allen und jedem. Ich fand die Entwicklung der Protagonistin aber nett mitanzusehen. Hab noch nie ne Geschichte aus der Perspektive eines Ex Mobbingopfers gelesen und fands interessant, mitzubekommen, wie vergangenes Mobbing Opfer ein Leben lang in Verhaltensweisen begleitet.

4

Die Prota war sehr relatable

.Die Geschichte über Sickan hat mir sogar noch besser gefallen, als ihr Debütroman Okaye Tage. Die Protagonistin war für mich sehr zugänglich und ich konnte viele Gedankengänge und Charakterzüge nachempfinden. Ich behaupte mal, dass das viele von euch so sehen werden, denn die ganze Story von Identitätsfindung und Selbstfindung innerhalb dieses tollen Coming of Age Romans kommt der Realität junger Frauen sehr nah.

Die Prota war sehr relatable
3

Unterhaltsam für zwischendurch

In Stockholm begleiten wir die junge Studentin Sickan auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Beste Zeiten ist ein atmosphärischer Roman, der weniger über Handlung erzählt, sondern mehr über Stimmung und Gedanken. Genau das hat mich angesprochen, daher wollte ich das Buch nach der Leseprobe unbedingt weiterlesen. Im Laufe der Geschichte wurde es manchmal jedoch etwas zäh. Kinder sind grausam, sagen Erwachsene gern. Halt durch, brings hinter dich, an der Uni wird alles besser, hieß es im Fernsehen, wenn jemand in der Schule keine Freundinnen hatte. Das missverstandene Kind, das war ein Konzept, an dem ich mich festhielt. Als wäre ich in der falschen Zeit oder am falschen Ort gefangen, nicht falsch als Mensch, und würde eines Tages an einem anderen Ort Gleichgesinnte finden. - S. 80 Die Erzählweise ist ungewohnt, da Zeit und Ort oft sprunghaft wechseln. Das passt zwar zum Gefühl von Orientierungslosigkeit, das Sickan prägt, hat das Lesen für mich aber auch stellenweise mühsam gemacht. Trotzdem mochte ich die selbstreflektierende Art und die vielen kleinen Beobachtungen aus dem Stockholmer Alltag sehr. Besonders die Einblicke in Sprache und Kultur haben mir gut gefallen. Sickan selbst ist eine interessante, aber auch widersprüchliche Figur. Einerseits kämpft sie mit Ängsten und Unsicherheiten, andererseits stürzt sie sich in Situationen, die nicht ganz zu ihrem sonstigen Verhalten passen. Das machte sie für mich nicht immer greifbar. Auch die Nebenfiguren, vor allem Hanna, hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe verdient. Manche Themen wie Familie, Freundschaft und Identität wurden angerissen, aber nicht so konsequent weitergeführt, wie ich es mir gewünscht hätte. Wenn ich einen kurzen Rock trage, zupfe ich nicht daran herum. Ich ziehe die Schultern nach vorn. Nichts davon ist noch bewusste Entscheidung, es ist längst Automatismus, erlerntes Verhalten. Ich bin nicht mehr zwölf und abstoßend. Ich werde jetzt genauso sexualisiert wie jede andere Frau und bin lange genug auf dieser Welt, um zu wissen, dass ich meine Schritte verlangsamen muss, niemals weglaufen oder mich umsehen darf, egal ob meine Ohren dröhnen und meine Brust zu platzen droht. - S. 70 Trotz dieser Schwächen habe ich das Buch gerne gelesen. Es ist mein erstes von Jenny Mustard und ich möchte unbedingt auch noch Okaye Tage von ihr lesen, da mir ihr Schreibstil dennoch sehr gut gefallen hat. Und auch wenn die Erzählweise sprunghaft war, habe ich das Buch schnell gelesen. Am Ende bleibt ein gemischter Eindruck von der Geschichte zurück, irgendwo zwischen intensiven Momenten und einigen Längen. Abbe und ich haben uns verbündet, zwei gegen einen, und einander beschützt. Das habe ich bisher für niemanden getan und niemand für mich. Dann kam Abbes Freund dazu und es war drei gegen einen. Drei gegen einen habe ich schon oft erlebt, aber ich war immer die eine, nie die drei. - S. 95

Unterhaltsam für zwischendurch
4.5

Ein mitreißender und einfühlsamer Coming-of-Age Roman, welcher mich vollständig in seinen Bann ziehen konnte. Im Vergleich zu dem ersten Buch der Autorin ist “Beste Zeiten” deutlich stärker und überzeugender. Jenny Mustard schafft es hier authentische und sympathische Protagonist:innen zu zeichnen, die in ihren Emotionen sehr spürbar sind. Dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und ihre Entscheidungen/ Handlungen nachempfinden. Der Wechsel zwischen den zeitlichen Perspektiven hat mir sehr gut gefallen, sowie die eingeflochtenen Themen. Alles in allem eine klare Empfehlung! 🫧

4

Vielversprechende erste Hälfte, irgendwann wirds mau und dann wieder besser

Sickan ist ein total interessanter Charakter. In vielen Rezensionen steht, dass Leser:innen in die Protagonistin nicht ganz reinfanden. Für mich war es aber total natürlich, dass scheinbare Widersprüche in der Persönlichkeit von Sickan einfach bestehen dürfen, ohne gerechtfertigt zu werden. Wir alle tragen Ambivalenzen in uns, die zusammen schlichtweg kein in sich logisches System ergeben. Der Roman lässt auch vieles zur freien Interpretation offen und regt deshalb zum Analysieren an. Teilweise würde ich das Buch als „easy read“ einstufen, andere Stellen haben wiederum richtig viel Schwere in sich. Der Schreibstil ist geradlinig und unangestrengt auf eine sehr angenehme Art. Nach zwei Dritteln wurde es mir zwischendurch mal ein bisschen langweilig. Die Rückblenden in Sickans Vergangenheit werden weniger, in der Gegenwart passiert nicht viel Interessantes. Dafür ändern sich die Charaktere sehr drastisch und wenig nachvollziehbar. Dadurch hab ich die Verbindung zur Geschichte für eine Weile verloren. Auf den letzten Kapiteln hab ich wieder reingefunden und das Ende mochte ich ganz gern. Eigentlich wollte ich „Okaye Tage“ lesen, aber es war dann in der Bücherei vergriffen. Deshalb habe ich „Beste Zeiten“ mitgenommen. Welches der beiden Bücher fandet ihr besser? Würdet ihr mir auf Basis dieser Bewertung die Lektüre von „Okaye Tage“ empfehlen?

3

Nette Geschichte aber hat mich jetzt nicht nachhaltig berührt…

4.5

Sickan hat es mit 21 aus ihrer Heimat in der südschwedischen Provinz nach Stockholm geschafft. Dort studiert sie nun Informatik und lernt die etwas weirde, aber liebevolle Hanna kennen, ihre erste richtige Freundin in der Hauptstadt. Sickan ist bereit, das ganze Studileben mitzunehmen mit Dating, Partys und der Suche nach sich selbst. „Beste Zeiten“ war wohl dieses Jahr das Buch, auf das ich mich am meisten gefreut habe. Und sowohl Jenny Mustard als auch Lisa Kögeböhn haben mich nicht enttäuscht. 🥺 Ich konnte mich so oft in Sickan reinfühlen, in ihre Unsicherheiten und ihrem Struggle, sich selbst und die eigenen Grenzen kennenzulernen. Obwohl ich langsam immer mehr das Gefühl habe, aus girly-20something-books rauszuwachsen, hat mich der Roman total gecatcht. Vielleicht ist diese era also doch noch nicht vorbei für mich. :) Sickan wird vielschichtig dargestellt, als Teil unterschiedlicher Beziehungsdynamiken, in denen sie verschiedene Rollen einnimmt. In jeder dieser Rollen versucht sie vor allem eins: „normal“ zu wirken und nicht aufzufallen. Ihre Unsicherheiten machen sie nicht nur nahbar, sondern auch sympathisch und manchmal wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen. Vieles hat mich an dem Buch überzeugt, vor allem die Tiefe, mit der es Traumata und mentale Gesundheit aufgreift und realitätsnah abbildet. Was mich allerdings etwas gestört hat, war der ständige und übermäßige Alkoholkonsum, der nicht kritisch eingeordnet wird. Vielleicht soll das das typische Studileben noch stärker darstellen, ich persönlich fands aber etwas too much. Trotzdem ist „Beste Zeiten“ ein Jahreshighlight für mich und ich warte jetzt schon ungeduldig auf Jenny Mustards nächsten Roman. ❤️‍🔥

3

"Beste Zeiten" ist der zweite Roman der schwedischen, in London lebenden Autorin Jenny Mustard, auf den ich voller Vorfreude gewartet habe. Im Mittelpunkt steht die 21-jährige Sickan, die ihre von Mobbing geprägte Kindheit in der schwedischen Provinz hinter sich lässt, um in Stockholm ein Studium zu beginnen – und damit zugleich ein neues Leben. Es handelt sich um einen modernen Coming-of-Age-Roman, der sprachlich und stilistisch überzeugend umgesetzt ist. Besonders gefallen hat mir das Stockholmer Setting sowie die Tatsache, dass Mustard es gelungen ist, dass die Geschichte zu keinem Zeitpunkt ins Kitschige oder Triviale abgleitet. Dazu passend gibt es auch kein Happy End im klassischen Sinne, wobei das Ende trotzdem versöhnlich ist, was mir persönlich gut gefallen hat. Alles in allem ist "Beste Zeiten" ein solider Coming-of-Age-Roman, der die Themen Erwachsenwerden, Streben nach Zugehörigkeit, Freundschaft und Identitätsentwicklung feinfühlig behandelt, bei mir persönlich trotzdem jedoch leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.

4

Lernen zu Leben

Der Roman "Beste Zeiten" handelt von Sickan, die nach einer von Mobbing geprägten Kindheit versucht, sich im Leben als Studentin zurecht zu finden. Wir begleiten Sickan dabei unter anderem dabei, neue Menschen kennen zu lernen. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich, trotz der von Zeit zu Zeit eingestreuten schwedischen Begriffen, die meiner Meinung nach zur Authentizität der Geschichte beitragen, gut lesen. Auch das Erzähltempo ist passend gewählt und die zeitweise vorkommenden Rückblicke tragen zur Verdichtung der Handlung bei. Die Charaktere sind vielschichtig und wirken in den meisten Fällen ausgesprochen sympathisch. Sickan ist eine interessante Protagonistin. Obwohl sie die meiste Zeit sympathisch und nahbar wirkt, gibt es zeitweise Stellen, an denen man ihre Gedanken und ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen kann. Allerdings ist das vor dem Hintergrund ihrer Kindheit irgendwie verständlich. Also alles in allem handelt es sich um einen absolut lesenswerten Roman, wenn man es eher ruhiger und ohne extreme Spannungsverläufe mag.

4

Tolle Coming-of-Age-Geschichte 💛

Wow. Wieder ein ganz ganz tolles Buch von Jenny Mustard.💛 Ihr Schreibstil ist sehr besonders und voller Emotionen. Auch liebe ich das Stockholm Feeling in diesem Buch so sehr.🥹🇸🇪 Der Fokus liegt auf der Protagonistin Sickan und man kann ihre Entwicklung wunderbar mitverfolgen. Es geht um Selbstfindung, Identitätssuche, Freundschaft und die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen aus ihrer Kindheit. Eine wirklich tolle Coming-of-Age-Geschichte, die absolut authentisch geschrieben ist. Von mir gibt's 4⭐️. Okaye Tage fand ich noch etwas besser.😊 Ich hoffe, es wird noch einige Bücher von Jenny geben. Ich freue mich jetzt schon drauf.🥰

5

So many thoughts and I don’t know how to put them into words. The book unfolds in the heart of Stockholm, where 21-year-old Sickan navigates the complexities of life, balancing new friendships, university challenges, a part-time job, family ties, unfamiliar emotions, and the bittersweet thrill of finally living in the city she’s always dreamed of. Through glimpses of her childhood, we gain a deeper understanding of Sickan—uncovering the roots of her choices and the quiet forces that shape the way she moves through the world. Earlier this year I visited Stockholm and when reading these passages about its beautiful scenery, streets and locations I was transported back and thinking about the city and its charm. So so so lovely. A lot of the little details I resonated with so much and felt like this was just the perfect book at the perfect time. I had tears in my eyes twice in the last few pages. I did not cry! But maybe it was only because I urged to keep my eyes open to continue reading.

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4.5

sweet, good writing, at times a bit too painful

4

Die Geschichte von Sickan hat unendlich viel berührt in mir. Was für ein besonderes Buch.

3

*Rezensionsexemplar* Anders, als gedacht.

In ihrem Debütroman „Beste Zeiten“ wirft Jenny Mustard einen scharfen Blick auf das Leben einer jungen Generation zwischen Selbstoptimierung, Leistungsdruck und der Suche nach Sinn. Der Roman überzeugt durch seinen minimalistischen Stil, klare Sprache und subtile emotionale Tiefe. Der Einstieg in den Schreibstil fiel mir etwas schwer, doch mit der Zeit entfaltet die Geschichte ihre Wirkung. Die Figuren wirken zunächst distanziert, entfalten aber nach und nach Komplexität. Dabei bleibt die Atmosphäre kühl, aber eindringlich – ganz im Stil der skandinavischen Ästhetik, für die Mustard bekannt ist. Ohne große Dramen erzählt das Buch von den leisen Kämpfen des Alltags und stellt die Frage, was es bedeutet, wirklich glücklich zu sein. Ein ruhiger, reflektierter Roman über das moderne Lebensgefühl – empfehlenswert für Leser:innen, die tiefgründige, zeitgenössische Literatur mögen.

4

What a crazy book

Honestly I didn’t really know what was waiting for me with this book. On one hand it surprised me, but on the other I’m not quite sure on what to think about the story. I think some passages were kinda annoying, just as some of the characters were at times. Nevertheless it is a great book to read as a girl between 18-25 or so. Very relatable most of the time :) great relatively short read!

4

Über Jenny Mustards ersten Roman habe ich schon einiges Gutes gehört, und als ich dann die Chance bekam, "Beste Zeiten" zu lesen, habe ich sie ergriffen. Ein Coming-of-Age Roman in Schweden, der von Identität, Zugehörigkeit, Kindheit und Beziehungen erzählt; begleitet von einer unterschwelligen, allgegenwärtigen Melancholie, die diesem Genre die passende Stimmung verleiht. Sickan studiert seit einem Jahr Stockholm, macht hier typische Studi-Erfahrungen, und will vor allem eines sein: nicht mehr die, die sie in ihrer Kindheit und Jugend war. Während wir die Protagonistin in der Gegenwart dabei begleiten, Freundschaften zu schließen, sich auf Beziehungen einzulassen und gleichzeitig ihrem Anspruch im Studium gerecht zu werden, erfahren wir vor allem in Rückblenden, warum sich Sickan so sehr von ihrer Familie und ihrer Kindheit lösen will. Ihre Art, die ich in einigen Rezensionen als flache Charakterbeschreibung bezeichnet gelesen habe, ist für mich eher die Kombination aus Heranwachsen und Identitätsbildung mit einer eher angedeuteten möglichen Neurosivergenz. Sickan ist uns als Leser*innen nicht immer sympathisch - aber das fängt für mich genau diese Lebensphase so treffend ein; sie will dazugehören und gleichzeitig eigene Prinzipien bilden, sie will an Liebe glauben und kennt gleichzeitig große Enttäuschung. Für mich wirklich ein gelungener Roman, bei dem ich mir aber gut vorstellen kann, dass er nicht für jede*n etwas ist.

3.5

⭐️ Schreibstil: 3.5/5 ⭐️ Figuren: 4/5 ⭐️ Handlung: 3.5/5 ⭐️ Spannung: 3/5 ⭐️ Emotionale Wirkung: 3.5/5 Fazit - 3.5 ⭐️ Beste Zeiten hat mich vor allem am Anfang direkt abgeholt. Ich war sofort drin in dieser Stimmung und in Sickans Welt. Der klare, nüchterne Schreibstil passt gut zu ihrer Unsicherheit & Orientierungslosigkeit, der skandinavische Vibe macht das Ganze zusätzlich besonders. Stark fand ich, wie sehr die Kindheit nachwirkt, gerade in den Momenten, in denen bei Sickan alles hochkommt. Ihre Verunsicherung ist dabei so greifbar, dass ich richtig mit ihr mitgefühlt habe. Insgesamt ein atmosphärischer Roman über Selbstfindung und dieses „lost in your twenties“-Gefühl, auch wenn mir am Ende ein bisschen das Gefühl gefehlt hat, wirklich darin zu versinken.

3

Wie auch „Okaye Tage“ eine schöne Story. Aber sie hat mich dieses Mal nicht so ganz abgeholt - ggfs. bin ich dafür schon ein paar Jahre zu alt

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