Hustle
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Description
»Bildet Banden - lest dieses Buch!« ALENA SCHRÖDER
Wer sich an die Regeln hält, hat das Spiel nicht verstanden
Leonie handelt nach ihren eigenen Vorstellungen von Moral. Sie verwüstet das Büro ihres Chefs, sie prellt die Zeche, sie lügt im Bewerbungsgespräch - aber sie hat stets gute Gründe. Als ihr das Geld ausgeht, nimmt sie einen Job in München an. Doch die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihren Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren, ist sie fasziniert. Schnell findet Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Menschen mit frisch gebrochenem Herzen bezahlen sie für raffinierte Racheaktionen. Doch nach einer Weile kommen ihr Zweifel: Wie viel Geld braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel Risiko ist sie bereit, dafür einzugehen?
»Dieses Buch ist die witzigste Antwort auf die Frage, wie wir im Kapitalismus überleben können: Wer gründet jetzt eine kriminelle Freundinnengruppe mit mir?« MAREIKE FALLWICKL
Book Information
Author Description
Julia Bähr (1982), studierte Kommunikationswissenschaften und wurde an der Deutschen Journalistenschule zur Redakteurin ausgebildet. Nach zehn Jahren Selbständigkeit in München ging sie als Feuilletonredakteurin zur FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG. 2023 wechselte sie zum TAGESSPIEGEL nach Berlin, wo sie Mitglied der Chefredaktion ist. Ihr Führungszeugnis ist lupenrein. Sagt sie zumindest.
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SCHRECKLICHER VERDACHT: BIN ICH GAR NICHT BESSER ALS ALLE ANDEREN? 🫢
Leonie lebt nach ihren eigenen moralischen Regeln und schreckt dabei auch vor Betrug und Lügen nicht zurück, wenn sie es für gerechtfertigt hält. In München gerät sie in ein Umfeld, in dem Geld mit fragwürdigen Methoden verdient wird, und beginnt selbst, Racheaktionen für andere anzubieten. Doch mit wachsendem Erfolg kommen Zweifel auf: Lohnt sich der riskante Lebensstil wirklich, und wo zieht sie ihre persönlichen Grenzen? 💸 „Hustle“ besticht von Beginn an durch seine erfrischend unkonventionelle und überraschend leichte Erzählweise, obwohl er ernste Themen wie Moral, Selbstwertgefühl, Abhängigkeiten und Lebensentscheidungen behandelt. Die kurzen Kapitel sorgen für einen förmlichen Sog und die Geschichte entwickelt sofort, ohne Anlaufzeit, eine unglaubliche Dynamik. Die Dialoge sind oft witzig, manchmal bissig und dann wieder unerwartet tiefgründig. Genau diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor macht dieses Buch so besonders! 🤩 Julia Bährs trockener, ironischer Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Mit schwarzem Humor nimmt sie gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die High Society und den überteuerten Wohnungsmarkt aufs Korn und sorgt so für einige Schmunzler oder gar laute Lacher. Das Buch war so fesselnd, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. 😅 Leonie, unsere schlagfertige und clevere Protagonistin, die nach ihren eigenen Regeln lebt und Moral als flexible Größe betrachtet, findet in München eine neue Freundinnenschaft mit Genevieve, Kim und Yasmin. Alle vier verdienen auf unterschiedliche Weise, teils legal, teils illegal, zusätzliches Geld. Neben der äußeren Handlung spielt aber auch Leonies familiäre Situation eine bedeutende Rolle. Ihre Eltern tauchen immer wieder auf und bringen eine gewisse emotionale Schwere mit, die der Geschichte Tiefe verleiht und sie über bloße Unterhaltung hinaushebt. 💭 „Hustle“ ist ein fesselnder, moderner Roman, der sich mit starken Frauen und Kapitalismuskritik auseinandersetzt. Er unterhält, provoziert und regt zum Nachdenken an. Einzig das Ende war mir etwas zu abrupt. 💪🏻

Vielen Dank an Netgalley für dieses tolle Buch 🩷 Ich habe mich schon sehr lange auf dieses Buch gefreut, vorallem weil mir das Cover sehr gut gefällt 😍 Der Schreibstil ist sehr angenehm, auch die kuzen Kapitel fand ich sehr toll. Doch worum geht es in dem Buch überhaupt? Leonie zieht nach München und findet schnell heraus, dass die Stadt sehr teuer ist. Sie lernt dann drei Frauen kennen, die alle (teil illegale) Nebenjobs haben und kommt dann auf die Idee, damit auch anzufangen. Also bietet sie Racheaktionen für Menschen mit gebrochenen Herzen an. Das ganze Buch war sehr lustig und hat viel Spass gemacht. Vorallem gefielen mir der Schleimpilz und Leonies Job 🥰 Grosse Empfehlung von mir 🫶
Leonie, die nach einer Kündigung nach München gezogen ist, fängt dort einen neuen Job in der Zoologischen Staatssammlung an. Als sie realisiert, wie teuer das Leben in München wirklich ist, trifft sie „zu ihrem Glück“ auf drei Frauen, die alle ihren jeweils eigenen „Side Hustle“ haben - mal mehr, mal weniger legal. Inspiriert davon sucht auch Leonie sich ihren persönlichen kleinen „Nebenjob“: Sie sucht in Liebeskummerforen nach Menschen, die sich an ihren Ex-Partnern rächen möchten. Der Schreibstil ist ganz nett und die Kapitel sind relativ kurz, wodurch man recht schnell durch die Seiten kommt. Gefesselt hat mich die Story allerdings nicht. Die Grundidee fand ich interessant, die Umsetzung konnte mich persönlich aber nicht überzeugen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich manchmal als eine Art Robin Hood gesehen haben, letztendlich aber nur ein Club aus Kleinkriminellen waren. Die Kapitalismuskritik? Kam bei mir nicht an. Crazy, du klaust bei Amazon und Rossmann, toll. Dafür fährst du dann aber einen SUV, kaufst Designermarken und hast du nicht gesehen. Make it make sense? Leonie wirkt auf mich auch so naiv, ich konnte manchmal kaum zuschauen. Moral? Gibts für sie nur im Kreuzworträtsel. Dann mein Highlight nach circa 220 Seiten - ich zitiere: „War es unmoralisch, anderen zu schaden, damit es einem selbst besser ging?“ No shit, Sherlock. Du bist da wirklich was Großem auf der Spur. Und eigentlich sind ja auch nur die Auftraggeber die Bösen, klar. Ich könnte noch viel mehr Dinge aufzählen, die mich genervt haben, aber das wäre ein Spoiler nach dem anderen. Das Buch war einfach nicht mein Fall. Ich kann verstehen, wieso andere es gut finden, gehöre aber selbst nicht dazu. Zum Abschluss möchte ich noch sagen: Schleimpilz ist wirklich das Unwort des Tages für mich.
Hustle von Julia Bähr habe ich sehr gern gelesen. Über die Aktionen der Protagonistin in München habe ich mich köstlich amüsiert. Leonie, 30, zieht nach München. Sie ist Biologin, arbeitet aber bei der Zoologischen Staatssammlung im Archiv. Sie digitalisiert und katalogisiert tote Insekten. Der Job ist schlecht bezahlt, für ihr kleines Zimmer mit Bad zahlt sie eine horrende Miete, doch der Wohnungsmarkt ist leergefegt, sie kann froh sein, überhaupt eine Bleibe zu haben. Sie findet heraus, dass es auf Vernissagen gratis Häppchen und Sekt gibt und besucht eine nach der anderen, um Geld für Lebensmittel zu sparen. Auf einer solchen Veranstaltung lernt sie Geneviève kennen, die ihre Mentorin wird. Sie macht sie mit ihren Freundinnen Yasmin und Kim bekannt. Alle drei verdienen viel Geld, wenn auch nicht immer auf legalem Wege. Sie bringen Leonie auf eine Geschäftsidee: „Eine Bekannte von mir hat seit ein paar Monaten Liebeskummer, seitdem ist sie in so einem Liebeskummerforum. Sie hat mir erzählt, dass sie sich da gemeinsam ausmalen, was ihren Exen für schlimme Dinge passieren sollen. Damit die auch leiden. Hättest du Ideen für kleine Racheaktionen? Spontan ungefähr zwanzig, sagte sie.“ Leonies neues Geschäft läuft super, sie verdient damit mehr Geld als im Archiv, genau wie Yasmin, die offiziell als Buchhändlerin arbeitet und Kim, die Krankenschwester ist. Wir erfahren einiges über München und die Wiesn, Leonies Eltern, ihren besten Freund Steffen, ihre Kollegen und Bekanntschaften und nicht zuletzt über ihre größte Leidenschaft: Schleimpilze. Ich fand das Buch kurzweilig und unterhaltsam. Über einige der Racheaktionen habe ich mich köstlich amüsiert, witzig fand ich die Enthüllung des Geheimnisses um Kims Nebenerwerb. Wenn ihr ins Leben junger Menschen im heutigen München eintauchen und dabei gut unterhalten werden möchtet, dann lest diesen Roman, für den ich gerne fünf Sterne vergebe.
„Hustle“ ist ein ungewöhnlicher, moderner Roman, der unterhält, provoziert und im Kopf bleibt. Schnell gelesen, aber gedanklich noch lange präsent. Kein klassisches Wohlfühlbuch – dafür eines, über das man nach dem Zuklappen noch eine Weile nachdenkt 🖤✨
Erfrischend anders, schnell erzählt und moralisch herausfordernd. „Hustle“ hat mich von Anfang an überrascht. Der Schreibstil ist sehr flüssig, modern und vor allem zügig – die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig denkt: Ach, eins geht noch. 📖✨ Die Geschichte entwickelt sofort Dynamik, ohne lange Anlaufzeit, und genau dieses Tempo trägt das ganze Buch. Im Mittelpunkt steht Leonie, eine Protagonistin, die nach ihren eigenen Regeln lebt und Moral eher als flexible Größe betrachtet. Sie ist schlagfertig, clever und besitzt ein starkes Gerechtigkeitsempfinden, zumindest aus ihrer eigenen Perspektive. Besonders spannend ist, wie sie mit Menschen umgeht, die sie als unfair oder respektlos empfindet. Das ist teilweise vorhersehbar, aber nie langweilig. Im Gegenteil: Man schmunzelt oft, weil ihre Reaktionen so konsequent, direkt und ungewöhnlich sind 😏. Genau das macht die Grundidee des Romans so erfrischend. Sehr gelungen fand ich die Erzählperspektive. Die Geschichte ist nicht in der Ich-Form geschrieben, sondern aus einer beobachtenden Sicht, bei der alle Figuren mit Namen genannt werden. Dadurch wirkt das Buch fast wie eine Sammlung von Momentaufnahmen aus Leonies Leben, ein bisschen wie Einblicke in ein Tagebuch, ohne wirklich eines zu sein. Das ist ungewohnt, aber unglaublich fesselnd. Neben der äußeren Handlung spielt auch Leonies familiärer Hintergrund eine große Rolle. Ihre Eltern tauchen immer wieder auf und bringen eine spürbare emotionale Schwere mit. Konflikte, Erwartungen und ungesunde Dynamiken werden hier sehr realistisch dargestellt und erklären viel von Leonies Verhalten. Das verleiht der Geschichte Tiefe und macht sie mehr als nur „unterhaltsam“. Im Verlauf des Buches lernt Leonie neue Menschen kennen, die ein völlig anderes Leben führen und finanziell scheinbar erfolgreich sind. Diese Begegnungen wecken Neugier – nicht nur bei Leonie, sondern auch beim Lesen. Es schwebt ständig die Frage im Raum, womit dieses Leben eigentlich bezahlt wird und welchen Preis man dafür langfristig zahlt. Die Spannung entsteht dabei weniger durch Action als durch die moralische Unsicherheit: Was ist noch gerecht? Wo beginnt Selbstbetrug? Und wann überschreitet man eine Grenze? Trotz ernster Themen wie Moral, Selbstwert, Abhängigkeiten und Lebensentscheidungen bleibt der Ton des Buches überraschend leicht. Die Dialoge sind oft witzig, manchmal bissig, dann wieder unerwartet tiefgründig. Diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit macht „Hustle“ sehr besonders 😊. Am Ende war ich hin- und hergerissen. Ich mochte den Stil, das Tempo und den Mut der Geschichte sehr, wusste aber lange nicht, ob ich Leonies Entscheidungen wirklich gutheißen kann. Genau das ist für mich aber auch eine Stärke des Romans: Er zwingt einen nicht zu einer klaren Meinung, sondern lässt Raum für Zweifel und Nachdenken.
Kostenloses Rezensionensexemplar über @netgalley Leonie ist Anfang 30, Planzengenetikerin und zieht nach München, da sie durch eine Racheaktion ihren Job verloren hat. Dort landet sie in der Zoologischen Staatsammlung und katalogisiert u.a Heuschrecken und Libellen. Zuhause experiment sie mit Schleimpilzen. Tatsächlich noch sie soviel darüber erfahren wie in diesem Buch. Duch eine Mischung aus Einsamkeit und Geldmangel lässt sie ihr Rachegeschäft aufblühen und bietet Menschen im Kummerforum ihrer Dienste an, wenn sie sich an ihren Partnern rächen wollen da sie ungerecht behandelt worden sind. So kommt sie auch in Kontakt mit drei anderen Frauen, wo auch einige ihre Geldbörse mit nicht so legalen Sachen aufstocken. Auch wenn vieles überspitz und übertrieben dargestellt wurde mochte ich die Beschreibung des Settings sehr genau wie die Denkanstöße am Kapitalismus unsere Zeit. Einzig das Ende fand ich irgendwie abrupt. #hustle #netgalleyDe
"Wer sich an die Regeln hält, hat das Spiel nicht verstanden " steht auf dem Buchrücken. Und so habe ich mich teilweise auch gefühlt. Leonies "Nebenjob" ist so weit weg von mir und meinem Leben, ich hatte Mühe, mich da hineinzuversetzen. Dennoch fand ich die Geschichte letztlich unterhaltsam und kurzweilig.
Schwarzhumouriger Angriff auf die High Society, herrlich nüchtern, präziser Schreibstil!
Schrecklicher Verdacht: Ich bin gar nicht besser als alle anderen! Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert! Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil der Autorin Julia Bähr total gefangen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der kritische Angriff auf gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die falsche Welt der High Society oder den wahnsinnig überteuerten Wohnungsmarkt von Zentraleuropa ist gespickt mit schwarzem Humor und ließ mich etliche Male auflachen. Die Geschichte führt hauptsächlich durch das Leben von Leonie, die mit ihrem Umzug nach München neue Freundschaften mit einer "Ladysgang" macht, Genevieve, Kim und Yasmin, die alle auf legal/illegalen Wege zusätzlich Geld verdienen. Sehr unterhaltsam fand ich hierbei die Abschnitte über Leonies Haustiere, den Schleimpilzen, das Kennenlernen mit Genevieve und ihrer Erklärungsversuche der bayrischen Art von der Uhrzeitbenennung. Zudem war es ein sehr interessanter Aspekt, dass die männlichen Charaktere in Leonies Umfeld (Nam, Steffen,..) äußerst sympathisch dargestellt wurden, im Gegenzug zu den ebenfalls überwiegend männlichen Übeltätern, denen sie in ihrem Nebenjob begegnet. Meiner Meinung nach hatte der Roman einen sehr starken Einstieg, ließ jedoch leider im Laufe der Handlung ein wenig nach und am Ende waren ein paar Handlungsstränge unzureichend und unbefriedigend aufgeklärt. Fazit: Trotzdem kann ich "Hustle" nur empfehlen- ich hatte das Buch rasch ausgelesen und vergnügliche Lesestunden!
VON FREUNDINNENSCHAFT, RACHEFELDZÜGEN UND ERSTAUNLICH VIEL SCHLEIMPILZ!
Julia Bähr schreibt in ihrem Debüt-Roman „Hustle“ von Leonie, der gerade gekündigt wurde und nun ein neues Leben in einer neuen Stadt, München beginnen möchte. Aller Anfang ist schwer und so struggled Leonie mit der Wohnungs- und Jobsuche, landet dann aber in einer kleinen, nicht ganz so geilen Wohnung und einem relativ langweiligen, nicht ganz so gut bezahlten Job, bei dem sie tote Insekten identifizieren soll. Was aber gut für sie läuft: Durch einen Zufall lernt sie Genevieve kennen, die sie ganz herzlich in ihren Freundeskreis aufnimmt, wodurch Leonie gleich 3 neue Freundinnen gewinnt. Als sie herausfindet, dass ihre neugewonnen Freundinnen alle einen „Side-Hustle“ haben, der nicht unbedingt legal ist, mit dem sie aber den Großteil ihres Einkommens bestreiten, überlegt sich Leonie, welches ihrer Talente sie nutzen könnte, um ebenfalls ein nettes Nebeneinkommen zu haben. So entsteht ihr Rache-Business, in dem sie sich für ihre Auftraggeber an deren Ex-Partnern, Arbeitgebern oder Freunden rächt. Ich mochte das Buch sehr gern und habs fast in einem Rutsch durchgelesen! Julia Bähr schreibt kurze, prägnante Sätze mit trockenen Humor. Es hat einfach unglaublich gut zur Protagonistin Leonies und ihren Humor gepasst und war auch deswegen irgendwie so lustig, weil sie stellenweise so beiläufig witzige Sachen gesagt hat, dass es so unbeabsichtigt lustig war. Als ob sie gar nicht versucht, lustig zu sein und dann aber doch so trocken Kommentare bringt, dass ich lachen musste. Besonders toll fand ich die Freundinnenschaft zwischen Leonie als Zugezogener und den drei „Münchenerinnen“. Dass sie Leonie so herzlich aufgenommen haben und es da einfach kein inszeniertes Drama innerhalb der Gruppe gab, fand ich sehr gut und erfrischend zu lesen. Einfach eine richtig tolle Wohlfühl-Gruppe mit ganz viel Charakter. Durch einzelne Kapitel erfährt man auch mehr über die Freundinnen und das fand ich eigentlich ganz cool! Mir hat auch gefallen, dass Leonies „Ankommen“ und „Zuhause fühlen“ in München nicht von einer Beziehung abhängig gemacht wurde. Kleine Störfaktoren, bzw. Fragezeichen für mich waren aber die Begriffe „Kapitalismuskritik“ und „Feminismus“ bei der Vermarktung des Buches. Weil die Freundinnen zwar alle am System vorbei arbeiten, aber dennoch ihr illegal verdientes Geld mit Konsum von klassischen Kapitalismus-Gütern (Designerkleidung, skincare, Autos etc.) genießen. Ja, die vielen weiblichen Figuren, deren Freundinnenschaft und dass sie in ihren Familien wohl die „Breadmaker“ sind, stellen vielleicht feministische Elemente dar, dennoch habe ich einige andere Bücher gelesen, die weitaus deutlicheren Feminismus darstellen. Nichtsdestotrotz ein tolles Buch, ich würde 4/5 ⭐️ geben und vielleicht noch einen halben Bonus-Stern für den Schleimpilz. 👀

Süße Rache zwischen Glamour und Schickeria
In Hustle geht es um eine junge Frau, die sich nach einer bitteren Enttäuschung nicht in Selbstmitleid verliert, sondern einen cleveren Plan ausheckt. Sie will sich nicht nur zurückholen, was ihr zusteht, sondern auch denjenigen eine Lektion erteilen, die sie ausgenutzt oder unterschätzt haben. Dabei führt uns die Autorin mitten hinein in die Münchner Schickeria – zwischen Glamour, Oberflächlichkeit und versteckten Abgründen. Das Buch hat mich wirklich umgehauen. Der Schreibstil ist kurz, prägnant und unglaublich mitreißend – ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Vor allem die Rache-Momente waren herrlich süß: Sie haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, und ab und zu musste ich sogar laut lachen. Julia Bähr hat es geschafft, die Atmosphäre Münchens so lebendig einzufangen, dass ich die Schickeria förmlich vor mir gesehen habe. Trotz des leichten, humorvollen Tons steckt aber auch viel Tiefe zwischen den Zeilen. Hustle zeigt, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, und wie befreiend es sein kann, die eigene Stärke zurückzuerobern. Für mich ist dieses Buch eine perfekte Mischung aus Witz, Schärfe und Tiefgang – absolut empfehlenswert!
Interessant aber nicht fesselnd
Ich war sehr neugierig auf Husle, vor allem wegen des ganzen Hypes. Entsprechend hoch waren wahrscheinlich auch meine Erwartungen. Obwohl der Plot eigentlich Potenzial für Spannung bietet, blieb für mich vieles eher auf Distanz. Es war interessant, aber nicht fesselnd. Ich habe das Hörbuch größtenteils nebenbei gehört, was für mich oft schon ein Zeichen ist, dass mich ein Stoff nicht komplett packt😅 Die Figuren fand ich stellenweise spannend, aber mir fehlte das gewisse Etwas, das mich wirklich mitziehen lässt. Es hat mich emotional einfach nicht erreichen können. Ich würde das Buch deshalb nicht jeden empfehlen. Für die, die sich gerne mit Themen rund um Selbstfindung, Generationenkonflikte und moderne Arbeitswelten beschäftigen, kann es durchaus interessant sein. Für mich persönlich bleibt es aber bei einem „war ganz okay“🙈

War erfrischend und mal was anderes. Ziemlich kreativ auch wenn es moralisch grenzwertig war.
Die Sprecherin war super. Auch wenn es manchmal schwierig war dem ganzen zu folgen, da das Buch keine "Kapitel" hat und somit quasi durchgelesen wird. In dem einen Moment war ich noch mit den Charakteren auf den Kanaren und plötzlich wieder in München und wenn ich noch nebenbei was machte - war ich manchmal etwas verwirrt, wo wir jetzt sind. Hier hätte man für das Hörbuch Kapitel einfügen können oder längere Pausen nach einem Abschnitt. Das ist das einzige was mich störte denn ansonsten war es sehr unterhaltsam.
Moderne Literatur
Das Buch geht richtig gut los und lässt zum Ende hin etwas nach aber insgesamt war es sehr unterhaltsam und erfrischend geschrieben. Auch wenn Teile sehr unmoralisch waren und ich die ganzen Infos zu diversen Insekten nicht gebraucht hätte, waren die Protagonisten sehr sympathisch :)
Irgendwie zu gewollt
Das ästhetische Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen, nur leider habe ich bereits nach den ersten Seiten gemerkt, dass mir der Schreibstil nicht wirklich zusagt. Mir kam es sehr gewollt „literarisch“ vor und hat mein Leseerlebnis leider sehr gehemmt. Auch die Story ist eher vor sich hingeplätchert und folgte nicht wirklich einem roten Faden. Ich denke wer sich mit der Protagonistin anfreunden kann und den Schreibstil mag wird damit unterhaltsame Lesestunden haben - mich hat leider beides nicht überzeugt.
Unterhaltsam und mit gewissem Charme, aber leider nicht so nachhaltig packend.
In Hustle erzählt Julia Bähr von einer jungen Frau, die nach einer gescheiterten Beziehung ihr Leben neu ordnen will. Neben Job und Freundschaften baut sie sich einen nicht ganz legalen Nebenjob auf, mit dem sie kleine Rachepläne gegen Ungerechtigkeiten verfolgt. Dabei schwingt immer ein gewisses Augenzwinkern mit. Der Roman liest sich angenehm: locker, leicht, aber nicht anspruchslos, mit ein paar humorvollen Momenten, die schon Spaß gemacht haben und für kleine Schmunzler sorgen. Gleichzeitig bleibt vieles leider an der Oberfläche. Die Racheaktionen sind schnell abgehandelt, die Freundinnen wirken blass, und manche Szenen fühlen sich eher wie beiläufige Podcast-Erwähnungen an, als wie Teil einer tiefgehenden Geschichte. (An der Stelle übrigens nichts gegen Podcasts, ich liebe Podcasts!) Es gibt schöne und relatable Momente, doch insgesamt hat mir die Geschichte an Tiefe und Spannung gefehlt und wirkte für mich dadurch nicht nachhaltig.
Amüsante Verteidigung im Kapitalismus
Auf den Debütroman "Hustle" von Julia Bähr bin ich eher zufällig gestoßen. Da mir andere Bücher aus dem Verlag bereits stark empfohlen wurden, wollte ich nach dem interessanten Klappentext mehr über die Geschichte der Betrügerin Leonie wissen. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn etwas verwirrt von der Entwicklung des Buches war. Der Klappentext war an der Stelle geradliniger. Je mehr man in die Machenschaften hineingezogen wurde, desto mehr offenbarte sich mir die Komplexität der Geschichte. Leonies Versuch des Überlebens im teuren München bringt einen Fokus auf Pflanzen, Käfer und Schleimpilze sowie ihr beginnendes betrügerisches Dasein mit sich. Oder viel mehr einen Versuch unter aufmunternder Anleitung. Denn nichts ist besser, die negativen Aspekte für sich zu nutzen, als die Machenschaften zusammen mit Freundinnen auszuhecken und zu evaluieren. Ich kann "Hustle" empfehlen, wenn ihr starke Frauen in einer kapitalistischen Gesellschaft mit eigenen Ideen kennenlernen wollt. Ich musste über einige Aspekte sehr herzlich lachen. Ein bisschen solltet ihr nicht von der Erwähnung Haferflocken einverleibender Schleimpilze abgeneigt sein, denn Julia Bähr beschreibt auch den anständigen Teil von Leonies Leben sehr bildhaft und amüsant.
✨ Rezension ✨ Hustle | Julia Bähr | Pola | 320 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️ In Hustle begleiten wir die Protagonistin Leonie, die mir von Anfang an sympathisch war. Nachdem sie auf den ersten Seiten großzügig Kresse im ehemaligen Büro verteilt hat, war ich super gespannt, wie sie sich weiter entwickelt. Julia Bähr beschreibt im Verlauf überspitzt den Struggle junger Frauen über die Runde zu kommen. Das Leben wird immer teurer und Frauen werden immer noch schlechter bezahlt und ihre Leistungen werden von Männern geschluckt und als eigene ausgegeben. Was also tun, wenn das System unfair ist? Richtig, man umgeht es. Leonie lernt in München dann einige Frauen kenne, die es nicht so genau nehmen, wo ihr Einkommen her kommt. Und wenn man es untreuen oder unverschämten Männern abnehmen kann oder von den ehemaligen Partnerinnen für Racheaktionen bezahlt wird? So what, denkt sich Leonie. Das Business boomt und wir begleiten sie bei allen gut und schlecht laufenden Jobs. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, habe aber auf etwas mehr Sog gehofft. Ich vergebe 4 Sterne für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Roman, dem lediglich etwas Tiefe fehlte. ❓Und du? Leicht illegale side Hustle, um was dazu zu verdienen❓

Ich habe Husten von Julia Bähr gelesen und der Schreibstil hat mich sofort überrascht. Er ist locker, humorvoll und sehr alltagsnah, sodass man direkt in diese leicht chaotische, warmherzige Atmosphäre rutscht. ✨ Man merkt schnell, dass das Buch ein besonderes Setting hat und absolut seinen eigenen Ton trifft. Die Charaktere wirken lebendig, die Dialoge sind frisch und die Situationen haben etwas sehr Menschliches, das viele bestimmt sofort abholt. Ich glaube, wer gerne reale, leicht schräge und humorvolle Geschichten liest, wird hier richtig Spaß haben. 📚💛
Charmant, witzig und kritisch 💄 ✨
Abgesehen vom fantastischen Buchcover, ist dieses Buch eine leichte, humorvolle und sozialkritische Geschichte für zwischendurch. Leonie zieht für einen neuen Job nach München. Schnell merkt sie, dass das Leben dort ziemlich teuer ist und sie finanziell nur überleben kann, indem sie sich nicht an Regeln hält. So findet sie durch Zufall eine Gruppe von Freundinnen, die durch kriminelle Aktionen ihre Ziele verfolgen & auch Leonie entdeckt ihr Talent: Sich für betrogene, verletze Frauen an deren Ex-Freunden rächen. 💔 Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie teilweise moralisch fragwürdig war. Die Sprache trifft den Ton unserer Zeit sowie aktuelle Probleme fantastisch. Es ist ein Roman, der nicht nur super unterhält sondern auch mit messerscharfer Gesellschaftskritik zum nachdenken anregt. 💄
Möglichkeiten um in München zu überleben
Ich bin so froh endlich dieses Buch gelesen zu haben. Wie genial war das hin und her zwischen Leonies eintönigen Job bei der Zoologischen Staatssammlung und ihrem risikoreichen, moralisch fragwürdigem Rache-Nebenjob. Das Spiel zwischen Überlegen und Leben in München hat Julia Bähr so treffend und so glaubhaft nahbar anhand von Leonie's Lebenssituation geschrieben. Ich glaub jede*r die/der jemals nach München gezogen ist, kann mit Leonies Beobachtungen zu dieser Stadt übereinstimmen. - Warum schließen die Supermärkte so früh? - Wie soll man sich in dieser Stadt eine halbwegs angenehme Wohnung leisten? - Wie leisten sich all die anderen ihren Luxus Lifestyle (Kleidung, Wohnung, Ausflüge und Events = Wiesen)? - Und was muss man tun, um das auch zu haben und nicht mehr wie eine "Nicht-Münchnerin" auszusehen? Und Leonie findet einen, bzw. viel eher IHREN ganz eigenen Weg. Dabei trifft sie drei andere sehr erfolgreiche Frau, die ebenfalls IHREN ganz eigenen speziellen Weg gefunden haben, um in München zu überleben und angenehm zu Leben. Die unterschiedlichen (Neben-)Charakter und ihrer Dynamik zusammen fand ich wunderbar nahbar und authentisch. Auch den Schreibstil von Julia Bähr fand ich angenehm und den Geschwindigkeit der Geschichte perfekt. Nie grundlos langsamen und nie so schnell das ich in der Handlung verloren gegangen wäre. Für mich war es eine sehr angenehme Mischung aus Gesellschaftskritik und Unterhaltung. Gerne mehr davon. Ich halte ab jetzt meine Augen offen, ob noch mehr Julia Bähr veröffentlich! Danke für das Rezensionsexemplar.
Hat mir gut gefallen!
Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden? Ich bin Fan des Pola Verlags und hatte noch einige Prämienpunkte bei der Lesejury übrig. Zufällig habe ich gesehen, dass ich genug Punkte für "Hustle" hatte und wir haben es im Februar im Paperback & Latte - Bookclub gelesen. Um was geht es? Leonie wechselt ihren Job und Wohnort, nachdem es in Berlin nicht gut gelaufen ist. Sie verdient in München in einem Insektenarchiv wenig Geld, was sie frustriert. Sie möchte mehr Geld verdienen und ihr Leben genießen. Bald trifft sie auf eine Frauenclique, die den Lifestyle leben, von dem Leonie träumt. Allerdings sind die Mittel und Wege nicht immer legal und Leonie steigt mit ihrer eigenen Idee ein, womit sie sich ein gutes Leben leisten kann. Wie lange kann sie es allerdings durchziehen, sich in der sowohl moralischen als auch gesetzlichen Grauzone zu bewegen? Meine Meinung Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit gelesen und gemocht. Die Geschichte wird aus Leonies Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich mich so besser in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen, da der Erzählstil abgehackt und das -tempo sehr schnell war; nach ein paar Kapitel war ich jedoch drin und konnte das Buch nicht weglegen. Ich fand die Thematik mit der moralischen und gesetzlichen Grauzone spannend und hat zum Nachdenken angeregt. Leonie als Charakter konnte ich bis zum Schluss nicht einordnen, ob ich sie sympathisch finden soll oder nicht, was an dieser Stelle gar nicht wertend gemeint ist. Ich glaube, das hat das Ganze so interessant gemacht. Alles in allem ein spannendes und unterhaltsames Buch, welches zum Diskutieren einlädt.

Unterhaltsam, aber bleibt vermutlich nicht im Kopf. Das Ende kommt abrupt.
Leonie wirkt wie eine unentschlossene Frau, die nach etwas sucht, aber nicht weiß wonach. Sie findet einen „Nebenjob“ und verstrickt sich in leicht bis mittelschwer kriminelle Machenschaften und tauscht sich mit ihren Freundinnen aus, bis .. das Buch mehr oder weniger einfach endet. Es geht nicht besonders viel um Moral oder die Suche nach dem Sinn in der Arbeit, sondern nur ums Wohnen in München. Mir fehlte ein Haupthandlungsstrang in der Geschichte, der vielleicht mehr Sinn verliehen hätte.
Unstete Unterhaltung
Lebenswelten von Anfang 30-jährigen erforsche ich eigentlich ziemlich gerne. Allerdings gibt es eine unsichtbare Grenze, bei der es mir irgendwie zu schräg wird. Schauen wir mal, ob die mit diesem Buch überschritten wurde. Leonie hat ihren Job verloren, weil sie auf die Unfähigkeit ihres Vorgesetzten mit einem Racheakt reagiert hat. Nach einem kurzen Zwischenstopp in ihrem Kinderzimmer zieht sie nach München, dass so ganz anders ist als ihre westfälische Heimat. Doch sie muss ihrer dominanten Mutter und den ständigen Streitereien zwischen ihren Eltern entfliehen. So leicht ist es allerdings nicht, nach ihrem großen Job Fauxpas einen neuen zu finden, der sie als Biologin erfüllt. Sie landet in einem staubigen Archiv und ordnet Insekten ihren Spezies zu. Ganz nebenbei hält sie sich einen Schleimpilz als Haustier und gerät nebenberuflich in Machenschaften, die man schon als kriminell bezeichnen könnte. Denn wenn man engagiert wird, um Rache an bestimmten Personen zu nehmen, dann geht das selten rechtlich einwandfrei vonstatten. Die Stärke dieses Romans liegt für mich nicht in einem vielschichtigen und gewieften Plot, sondern in der intensiven Charakterzeichnung der Haupt und Nebenfiguren. Die Haltlosigkeit , die Leonie heimsucht, hat ihre Wurzeln in einem Elternhaus, das alles tut, außer seinem Kind Stabilität zu verleihen – so zumindest meine Diagnose. Dass sich das in Übersprungshandlungen äußert, halte ich für verständlich. Ihre Faszination für das schnelle Geld, herbeigeführt durch mehr oder minder interessante Frauen, ist nachvollziehbar, wenn man immer knapp bei Kasse ist. Die Liebeleien fand ich allerdings eher an den Haaren herbei gezogen. Eine Kapitalismuskritik kann ich hier nicht erkennen. Ich tue mich generell ein bisschen schwer mit Romanen, die sich vermeintlich um die Berufswelt von Millenials oder Gen Z drehen, da es dabei meistens um Abgrenzung gegenüber älteren Generationen geht (zu denen ich gehöre). Mir fehlt dann das Verbindendende, das hier allerdings ab und an schon hervorblitzt. Ich sah hier doch eher eine junge Frau, die erwachsen sein möchte, aber das kleine Kind in ihr doch noch nicht richtig weg bekommt. Stilistisch ist an dem Buch gar nichts auszusetzen. Die Dialoge waren interessant und unterhaltend, und nichts zog sich wirklich in die Länge. Nur das Ende kam etwas abrupt. Ich glaube nicht, dass der Roman lange bei mir hängen bleibt, fühlte mich aber phasenweise leicht und locker unterhalten. Ich empfehle diesen Roman natürlich jüngeren Menschen, aber auch meinen Altersgenoss*innen, die sich gerne mit der Gedankenwelt anderer Generation beschäftigen möchten. Wenn ihr „Geht So!“ von Beatriz Serrano mochtet, dann könnte Euch dieser Roman auch gut gefallen. Außerdem werden hier Fans von Insekten und Pilzen großes Vergnügen daran haben. Meine Recherche hat ergeben, dass man „Schleimpilze“ tatsächlich als Haustier halten kann. Ich allerdings würde doch was Kuscheligeres vorziehen.
Glamourös kriminell, aber broke in München
Hab lang nach einem Satz gesucht, der das Buch gut zusammenfasst und der kommt ihm am nächsten. Von Thema, Setting und Schreibstil ganz anders als das, was ich sonst lese und ich war am Anfang skeptisch, aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich liebe Serien mit Trickbetrüger:innen und dieses Buch kam dem am nächsten. Es hat Spaß gemacht, die Frauen hinter ihren „Nebenjobs“, wie sie es nennen, kennenzulernen und zu begleiten Einen Stern Abzug gibt’s wegen zwei Punkten: 1. Die Nebenjobs und die einzelnen Aufträge hätten nach meinem Geschmack noch genauer beschrieben werden können. 2. Der Verlauf ihres Lebens in diesen Nebenjobs kam mir teils etwas unrealistisch vor (mehr kann ich nicht sagen ohne zu Spoilern). Aber es hat unfassbar Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ein großes Plus gibt’s auch noch an den Pola-Verlag für ein weiteres absolut gelungenes Cover!
Von der Unendlichkeit der Selbstfindung
Das Buch lässt mich mit sehr ambivalenten Gedanken zurück. Ich hab schon viele Pluspunkte, es ist einfach auch gut geschrieben, aber dennoch bin jetzt ein bisschen underwhelmed. Wo fang ich denn mal an? Der Schreibstil war für mich eine 10/10, flüssig, anschaulich, sarkastisch-humorvoll, ohne lächerlich zu wirken. Ebenso die Charaktere: authentisch, abwechslungsreiche, bissi Queerness. Und Figuren sowie Situationen und Beziehungen waren alle einfach sehr nachvollziehbar. Man erkennt sich darin, nicht nur oberflächlich, sondern auch mit seinen reflektierenden Gedanken (sofern man diese hat). Ich muss auch sagen, dass ich mich eigentlich so generell ganz gut unterhalten gefühlt hab. Es liest sich gut weg, ist so gesehen nicht langweilig - aber halt auch irgendwie null spannend. Dabei hätten die Plotpoints so viel Potential dazu gehabt. Aber es entwickelt sich einfach nichts daraus. Keine Spannung, keine Konsequenzen. Die Kriminalität läuft einfach nebenher und macht nur minimal Problem. Female Rage vielleicht im Ansatz erahnbar. Die Protagonistin reflektiert zwar ganz viel und öffnet Fragen, aber es wird nie wirklich was beantwortet. Und man kann jetzt sagen: Aja, aber so ist das Leben doch nun mal. Klar, aber will ich wirklich was SO Alltägliches lesen? Gerade nach dem Sticker auf dem Cover "Bildet Banden und lest dieses Buch" hab ich irgendwie mehr Revolution erwartet. Klar, sie macht ihr Ding, sie dribbeln irgendwie um das System rum, aber auch relativ emotionslos und ohne Knall. Mir fehlte in der Geschichte einfach der Fokus, eine Motivation, ein roter Faden, ein Spannungsbogen. Und es endet auch einfach mitten in einer Szene, ohne Konklusion, ohne ein wirklich Ende in dem Sinne. Vielleicht ist das ja die Moral von der Geschichte. Wir alle sind nur ein kleines Licht, wir treffen Lebensentscheidungen, aber finden doch nie ein zufriedenstellendes Ende, manche Sachen im Leben sind interessant, andere nicht, aber schließlich eh nichts besonderes. Wenn das die Philosophie hinter dem Buch ist, macht mich das irgendwie echt traurig. Also ja, ich weiß jetzt auch nicht. Ich sag ja immer, eine Story muss mir nicht schlaflose Nächte bereiten, um mich gut zu unterhalten, aber hier war's mir dann doch hinterher einfach zu wenig von allem. Und es hätte eben das Potenzial gehabt, um meine Erwartungen zu erfüllen. Vielleicht bin ich deshalb etwas enttäuscht. Aber natürlich kann man nicht den Erwartungen von allen gerecht werden. Um jetzt hier nicht zu negativ zu enden nochmal: Es ist gut geschrieben, es ist locker-flockig zu lesen, kein harter Tobak und hat viel Identifikationspotenzial.
Humorvoll und doch spannend
• Hustle • Leonie handelt nach ihren eigenen Vorstellungen von Moral. Sie verwüstet das Büro ihres Chefs, sie prellt die Zeche, sie lügt im Bewerbungsgespräch - aber sie hat stets gute Gründe. Als ihr das Geld ausgeht, nimmt sie einen Job in München an. Doch die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihren Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren, ist sie fasziniert. Schnell findet Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Menschen mit frisch gebrochenem Herzen bezahlen sie für raffinierte Racheaktionen. Doch nach einer Weile kommen ihr Zweifel: Wie viel Geld braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel Risiko ist sie bereit, dafür einzugehen? Rezension: Hustle von Julia Bähr hat mich sehr überrascht. Es ist ein unterhaltsames, modernes und interessantes Buch. Darin werden viele gesellschaftliche Themen angesprochen – etwa Veganismus oder der kapitalistische Druck. Ein zentraler Punkt der Geschichte ist das Prinzip der Rache. Leonie, die Hauptfigur, entdeckt für sich den perfekten Nebenjob, um sich über Wasser zu halten. Dieser Job ist zwar kreativ, aber moralisch durchaus fragwürdig. Leonie ist keine klassische Heldin: Sie ist wütend, verzweifelt und wirkt gerade deshalb sehr authentisch. Auch die Freundschaft der drei Frauen fügt sich überzeugend in die Handlung ein. Besonders gut hat mir gefallen, dass die drei eine Art kriminelle Freundesgruppe bilden. Leonies Nebenjob – mit Rache Geld zu verdienen – ist originell und sorgt für viele spannende und witzige Momente. Leider kam das Ende für mich sehr überraschend und wirkte nicht vollständig. Zudem werden manche Themen nicht tief genug erklärt oder reflektiert. Insgesamt ist Hustle von Julia Bähr jedoch ein sehr gelungener Debütroman, der vor allem durch seinen Humor und seine wichtigen gesellschaftlichen Themen überzeugt. Wer eine Geschichte über Freundschaft, Kapitalismus, moralische Grauzonen und kreative Rache sucht, ist hier genau richtig.
Insgesamt liest sich „Hustle“ leicht weg, bringt wichtige Themen und einen großartigen Schreibstil mit. Dennoch verfehlte für mich die inhaltliche Schlagkraft. Ein Buch, das mehr andeutet, als es wirkt. Daher lässt es mich eher nachdenklich als begeistert zurück.
„Hustle" von Julia Bähr ist für mich ein Buch voller Gegensätze. Was mich sofort überzeugt hat, war die Sprache. Diese ist flüssig, anschaulich, leicht sarkastisch und mit etwas Humor versehen. Julia Bähr gelingt es, gesellschaftskritische Themen einzuflechten, ohne belehrend zu wirken. Auch die queeren Elemente sowie die Ansätze von Female Rage fand ich spannend. Dadurch entsteht ein Tonfall, der angenehm modern wirkt und mich der Gegenwart geht. Die Figuren hingegen bleiben ein zwiespältiger Punkt. Zwar mochte ich die meisten Charaktere, allerdings blieben viele eher blass. Lediglich Leonie als Protagonistin habe ich mehr kennenlernen können. Bei den Handlungen konnte ich zudem nicht immer folgen. Manche Entscheidungen, insbesondere von Leonie selbst, wirkten für mich nicht nachvollziehbar oder blieben unaufgelöst. Insbesondere gegen Ende des Buches. Das führt auch zu meinem größten Kritikpunkt, nämlich der Botschaft des Romans. Soll das Buch suggerieren, dass man sich durchs Leben hustlen muss – notfalls auch kriminell – um etwas zu erreichen? Auf den letzten Seiten nimmt die Kriminalität plötzlich stark zu, ohne dass dies größere Konsequenzen hätte oder eine klare Essenz sichtbar wird. Vieles schien wie nebenbei zu passieren, ohne echten Spannungsbogen oder roten Faden. Das Versprechen auf dem Cover „Bildet Banden und lest dieses Buch“, hatte bei mir große Erwartungen geweckt, die letztlich nicht erfüllt wurden. Zwar ist Leonie als Protagonistin mit ihrer Liebe zur Naturwissenschaft interessant angelegt, doch bleibt sie für mich merkwürdig emotionslos. Ihre Reflexionen eröffnen Fragen, die jedoch selten beantwortet werden. So entsteht zwar keine Langeweile, aber auch kein wirklicher Sog. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mir Fokus und Motivation in der Erzählung fehlten. Sicherlich wurde Interpretationsspielraum für die Lesenden geschaffen, aber m.E. etwas zu stark.
Insgesamt fand ich die Geschichte humorvoll mit einer guten Prise „Nieder mit dem Kapitalismus!“
Die Protagonistin war so real und nachvollziehbar geschrieben, dass ich mich als Leserin doch schon das ein- oder andere in ihr wiedergefunden habe. Leonie findet ihre Berufung in einem „Rache“-geschäft und rächt sich im Namen ihrer Kund:innen. Sind wir mal ehrlich, gibt es nicht bei jedem einmal im Leben den Gedanken an Rache? Nachvollziehbar fand ich manche Racheaktionen schon, andere wiederum etwas überzogen. Die Mädels-Clique empfand ich trotz deren „Nebenjobs“ als cool und sehr harmonisch. Endlich mal kein Neid oder schlecht machen der jeweiligen anderen.

Lieben wir!
Kurz zur Story🩷 Die Protagonistin Leonie ist clever, wütend und ziemlich unzufrieden mit dem „klassischen“ 9-to-5-Leben. Als das Geld knapp wird, landet sie in München — und trifft drei Frauen, die Lifestyle, Freiheit und Geld kombinieren … durch ziemlich fragwürdige Methoden. Was „Hustle“ richtig gut macht🙏🏼 Ton & Stimme Bähr schreibt mit bissigem Humor und großer Klarheit. Es wummert unter der Oberfläche — Wut, Unzufriedenheit, Emanzipation — aber sie verpackt das easy mit einer Leichtigkeit, dass man weiterlesen muss. Das macht das Buch zur perfekten Mischung aus Unterhaltung und Message. Charaktere & Moralfragen Leonie ist kein Heiligenbild — und das ist gut so. Sie hat Ecken, Kanten, Zweifel. Die Frauen, die sie trifft, sind Spiegel für viele Zwischentöne modernen Frauenselbstverständnisses. Dazu: Die moralischen Grauzonen sind zentral. Was ist noch okay, wenn das System dich so drückt? Wie viel Risiko lohnt sich? Gesellschaft & Kapitalismus im Blick „Hustle“ ist auch ein Kommentar aufs Hier und Jetzt: Prekarität, Leistungsdruck, Konsumzwang. Die Szene, in der Leonie sich fragt, wie viel Luxus man braucht, um zu „leben“, trifft bei vielen Leuten einen Nerv. In Großstädten, bei Mieten, Jobs, Social Media – Bähr vermittelt das so gut. Schwächen (kleine Abzüge, aber nix, was das Gesamtbild ruiniert)🤷🏻♀️ Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass — ein bisschen mehr Hintergrund hätte ihnen gut getan. Manche Szenen wirken ein bisschen zugespitzt — um die Message klar rüberzubringen. Aber hey: Kunst braucht Zuspitzung. Mein Fazit🎉 „Hustle“ trifft genau den Nerv dieser Zeit. Es ist ehrlich, unterhaltsam und dabei schlau. Ein Buch über Überleben im System, mit Herz und Wut. Ich gebe 5 von 5 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟
Das war nix
Ich fands so langweilig und irgendwie gab's keine richtige Story, kenne Spannung , nix. erst nach 20 Seiten hat man erfahren wie die Hauptprota heißt und wurde vorher mit Sie nur beschrieben . Kein Plan was das sollte und sie hält ein Schleimpilz als Haustier. mega weird und alle Beziehungen mit den anderen waren sehr oberflächlich. Außerdem hab ich oft nicht gecheckt wer gerade spricht . dark romance wurde auch richtig klischeehaft schlecht geredet . mhh leider eins der schlechten Bücher aus dem Pola Verlag. Immerhin kenn ich mich jetzt besser mit Libellen und Heuschrecken aus . Vor den Dinos gab es Libellen die eine Spannweite von 70 cm hatten! Ja es kam die ganze zeit nur so komisches zeug im Buch.
Hat mich leider nicht gecatcht
„Hustle“ hat mich leider nicht richtig abgeholt. Die Idee fand ich gut, aber irgendwie bekam die Geschichte keinen richtigen Drive. Die Protagonistinnen wirkten auf mich eher wie Teenie-Girls als erwachsene Frauen, und die Handlung plätscherte etwas vor sich hin - stellenweise wirklich boring. Das Setting in München war dagegen echt stark – lebendig und authentisch. Ich kenne alle Gegenden, weshalb ich mich gut hineinversetzen konnte. Insgesamt leider nur Mittelmaß.

Mal was ganz anderes
Die Storyline klang mal erfrischend anders, und so kaufte ich mir "Hustle" von Julia Bähr, erschienen im Pola Verlag, und begann zu lesen. Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft. Kurz zum Inhalt: Leonie hat ihre eigene Vorstellung von Moral, und nachdem sie von ihrem Arbeitgeber, einem großen Unternehmen, das genetisch veränderte Pflanzen herstellt, gekündigt wird, nimmt sie Rache an ihrem Chef. Danach ist ihr Name in dieser Branche verbrannt, und der einzige Job, den sie findet, ist im Archiv eines naturwissenschaftlichen Museums in München, wo sie Insektenexponate digitalisieren muss. Die Stadt ist teuer, und so versucht Leonie, neben ihrem Brotjob noch ein zweites Standbein aufzubauen. Sie bietet frisch gebrochenen Herzen eine maßgeschneiderte Racheaktion an. Meine Meinung: Julia Bähr hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich ohne große Umschweife in die Story katapultierte, die erfrischend anders war. Leonie und ihre Freundinnen wuchsen mir ans Herz, auch wenn die Storyline natürlich schon sehr abgedreht war. Zwischen der Münchner Schickeria und dem betrügerischen Nebenverdienst der Frauen empfand ich Leonies Schleimpilzzucht besonders lustig. Hier schaffte es die Autorin wirklich, ihrer Protagonistin ein ungewöhnliches Hobby zu verleihen, über das ich schmunzelte, ohne dass es mich nervte. Der Spannungsbogen war kurzweilig und gut aufgebaut. Der lockere Schreibstil der Autorin ließ mich nur so durch die Seiten fliegen, dennoch fehlte der ganzen Geschichte für mich ein richtiges Ende. Dieses kam für mich etwas überhastet und zu schnell. Im Großen und Ganzen unterhielt mich "Hustle" äußerst kurzweilig, und ich mochte Leonie. Ebenfalls gefiel mehr sehr, wie die Autorin das Setting München ausarbeitete, egal ob Wiesn oder die Wochenendausflüge in die Berge, stellte sie die Stadt authentisch und lustig dar. Deshalb kann ich euch diesen ungewöhnlichen Frauenroman mit 4 von 5 Sternen gerne weiterempfehlen, auch wenn ich mir ganz persönlich ein anderes Ende gewünscht hätte.

Sozialkritisch, humorvoll, spritzig!
Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell die passende Antwort und ein unkonventionelles Geschäftsmodell gefunden, doch mit dem Geld kommen auch die ersten Zweifel. Zwar hatte ich schon viel positives gehört, trotzdem war ich beim Lesen des Klappentextes dann doch eher skeptisch und habe mit einer ziemlich oberflächlichen Story gerechnet, die da so vor sich hin plätschert. Zu Unrecht, denn mit ihrem Roman „Hustle“ ist Julia Bähr wirklich eine clevere, unterhaltsame Mischung aus Humor und Tiefgang geglückt, in der sie sich wortwitzig u.a. mit sozialkritischen Themen wie Moral, Konsum und Kapitalismus auseinandersetzt. Dabei ist ihr Schreibstil modern und lebendig, teils witzig und direkt, aber auf jeden Fall tiefgründig und auf den Punkt gebracht, so dass es beim Lesen keinesfalls langweilig wird. Zudem sind die Charaktere des Buches allesamt sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Ebenso wie Hauptprotagonistin Leonie, die auf mich nicht nur frech, sondern ebenso „echt“ wirkte. Trotz ihrer moralisch zweifelsohne sehr fragwürdigen Aktionen kam sie mir nicht verkorkst vor, vielmehr konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und fand sie äußerst kreativ. Jedenfalls hatte ich sie - nicht zuletzt ihres Haferflocken fressenden Schleimpilzes wegen - sehr schnell in mein Herz geschlossen :-) Fazit: Ein sehr angenehm zu lesendes, ebenso kluges wie kurzweiliges Buch mit Witz und Charme. Das Lesen lohnt sich auf alle Fälle!
Selbst ist die Frau
"Hustle" ist ein zeitgenössisches Werk, das sich selbst nicht zu ernst nimmt und dennoch tiefere Themen wie patriarchale Strukturen, Klassizismus und Kapitalismus kritisch und aus einer innovativen Perspektive beleuchtet. Die Protagonistin Leonie ist eine der ersten BuchFiguren seit langer Zeit, die ich mal wieder absolut "relatable" finde – nur, dass sie Rachegedanken clever wirklich in die Tat umsetzt, als nur davon zu fantasieren. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass das Geschehen ein bisschen vor sich hingeplätschert ist. Das Buch hält an der Stelle den Finger in die Wunde, wo sich vermeintlich "gutherzig-reiche Menschen" selbst widersprechen, wo Reichtum und Beziehungen ein Türöffner sind und neo-liberale Ansichten ("Jeder kann es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen") ausgehebelt werden, weil klar wird, dass dies auf legalem bzw. ethisch richtigem Weg unmöglich ist. Der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen und ich konnte Leonies Geschichte sehr gut mitverfolgen. Das etwas offene Ende hat mir in dem Zusammenhang auch sehr gefallen.
Münchens reiche Girlgroups entlarvt 😂💥 super Unterhaltung mit Kapitalismuskritik und Girlstruggle in ihren Zwanzigern
Hustle ist wirklich super lustig & leicht geschrieben! Mit Leonie erwartet euch hier eine Protagonistin, die ich so noch nicht gesehen habe. Ihr Leben ist die Biologie und die Botanik & die nutzt sie direkt am Anfang für eine grandiose Racheaktion an ihrem Boss 💥 Man darf das Buch nicht zu ernst nehmen, es ist schon alles ziemlich überspitzt & übertrieben dargestellt. In Realität wäre Leonies Geschichte sicher direkt nach dieser Aktion etwas härter geendet. Das Buch bildet daher den perfekten Mix aus Unterhaltung & eher unterschwellig nen kleinen Denkanstoß am Kapitalismus und unserer Gesellschaft. Erwartet deshalb hier kein Buch mit hochgradigem Einfluss sondern eher Unterhaltung! Ich kann mir das Buch grandios als Film vorstellen, ich finde die Charaktere alle sehr nahbar und konnte mir einige Szenen im Kopf direkt vorstellen. Nach dem Jobaus möchte Leonie einen Neuanfang in München und ihr Leben dreht sich dort um 180 Grad. Sie entwickelt einen neuen Lebensstil & infiltriert sich ein wenig in die Münchner Schickeria. Schnell wird sie von einer anderen Dame unter die Fittiche genommen & wird in die Welt der etwas fragwürdigen, vielleicht illegalen Nenenjobs eingeweiht 😂 Worin war sie schon immer gut? Rachepläne schmieden und umsetzen? Warum kein Sidehustle daraus machen? Denn ganz im Ernst? Wie soll man sich sonst ein Leben in München leisten Eine tolle Gruppe starker Frauen, die sich gegenseitig pushen und schätzen in einer verdrehten Welt! Das Buch schafft eine gute Verbindung zwischen Unterhaltung, die uns durch das Buch fliegen lässt & der fast satirischen Kritik. Mir fehlte umfassend allerdings doch eine Art roter Faden oder Ziel? Ein bisschen mehr ein Warum? Außerdem war vieles aufgrund der Kürze etwas oberflächlich und natürlich ist die ganze Geschichte auch zu “einfach” zu gut gegangen und es gab nie große Konsequenzen. Auch zum Blurb “Bildet Banden” hat man vielleicht tiefere Erwartungen, die so nicht ganz erfüllt wurden. Man fühlt sich nach Beenden ein wenig ratlos, weil was soll die Message lestendlich sein? 😅 auch n illegales Sidehustle gründen? Vermutlich eher unsere Gesellschaft in Frage zu stellen, ja, aber das hätte gerne noch ein bisschen besser eingebunden werden können.

In “Hustle” von Julia Bähr geht es um Leonie, die nach einer Racheaktion an ihrem ehemaligen Chef für eine neue Arbeitsstelle nach München zieht und feststellt, dass “Rache” als Geschäftsmodell taugt und ihr einen besseren Lebensstil ermöglicht als ihr Museumsjob. Dies sowie Leonies Suchen und Finden von Freund*innen beschreibt die Autorin sehr nahbar und witzig, und auch die Fragen nach Moral und Lebenssinn werden verhandelt. An manchen Stellen fand ich die Handlung etwas drüber, aber ich hatte beim Lesen unheimlich viel Spaß und der tolle Erzählstil fesselte von der ersten bis zur letzten Seite, die leider viel zu schnell kam. Ein tolles Buch für einen kuscheligen Herbstnachmittag, an dem man gut unterhalten werden möchte. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Interessante, unterhaltsame Geschichte, aber mir fehlte ein wenig der Biss.
Das gute zuerst: Ich mochte die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr. Jede einzelne Person war toll gestaltet! Die kleinen Geheimnisse, die Taten, die Handlungen, die Ambivalenz. Jedoch war mir Leonie im Vergleich dazu fast etwas zu blass. Da hätte ich mir gern noch etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Sie war mir auch nicht komplett sympathisch, aber das stand ihr sehr gut- schließlich brauchte sie einige Dinge, die sie beschäftigen müssen. Die Diskussion um Moral hätte meinetwegen auch wesentlich stärker ausfallen können. Das war mir zu verwaschen, zu sehr feel-good. Aber unterhaltsam ist das Buch allemal!

Fand das Buch wirklich mal eine nette Abwechslung. Die Story mit den halb kriminellen Tätigkeiten und der Idee des Rächens super nice. Es hat mir allerdings ein bisschen an Tiefe gefehlt und auch die Verbundenheit der Frauengruppe kam für mich nicht ganz so gut rüber. Allerdings hat es mich doch ganz gut unterhalten.
Ich habe so viel gelacht!
All in all fand ich das Buch sehr unterhaltsam und habe oft geschmunzelt beim Lesen. Die ersten 30 Seiten brauchte ich um reinzukommen und um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, aber ab da habe ich das Buch immer wieder gern zur Hand genommen und weiter gelesen. Ein gutes Buch für Zwischendurch ohne viel beim Lesen nachdenken zu müssen. Das Cover finde ich nicht so passend, da hätte ich mir was anderes eher vorstellen können.

Der Klappentext hat mich voll abgeholt: Leonie lügt, betrügt, prellt die Zeche und wirkt auch sonst sehr tough. Ihr moralischer Kompass ist etwas verstellt, aber genau das hat mich so wahnsinnig neugierig auf »Hustle« gemacht. Wenn ein Roman schon so benannt ist, ist der Name Programm. Leonie ist neu in München und überwältigt von den Lebenshaltungskosten. Glücklicherweise hat sie ein Händchen für Racheaktionen und schlägt schon bald Kapital daraus. Die Idee finde ich originell, ansprechend und irgendwie auch relatable (hatten wir nicht alle schon einmal Rachegelüste?), die Umsetzung war für mich dann aber zu schwach. Oft wurde ihren Aktionen nur ein Absatz gewidmet - keine Tiefe dabei, keine Spannung, kaum Witz. In der Hinsicht wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, was mich enttäuscht. Im Mittelpunkt stand eher Leonies Leben in München und wie sie sich dort angepasst hat. Mit ihren Freundinnen tauscht sie sich über das jeweilige (fragwürdige) Business aus und schnell wird klar: Moral und Gewissen sind für die Freundinnen sehr dehnbare Begriffe, it's all about the money. Das fand ich dann tatsächlich spannend, welche Mittel und Wege gefunden wurden, um in einer Stadt wie München zu (über-)leben. Julia Bähr hat die Gesellschaft mit wunderbar verpackter Ironie und Satire punktgenau kritisiert. Die Darstellung hat mich fasziniert und angesprochen, und ich fühlte mich, als sei ich in eine fremde Welt eingetaucht. »Hustle« war also nicht unbedingt das, was ich erwartet habe, aber hat mich auf unvorhergesehene Weise dann doch gut unterhalten. Und trotz meiner kleinen Enttäuschung hätte ich gerne mehr von Leonie gehabt!

Description
»Bildet Banden - lest dieses Buch!« ALENA SCHRÖDER
Wer sich an die Regeln hält, hat das Spiel nicht verstanden
Leonie handelt nach ihren eigenen Vorstellungen von Moral. Sie verwüstet das Büro ihres Chefs, sie prellt die Zeche, sie lügt im Bewerbungsgespräch - aber sie hat stets gute Gründe. Als ihr das Geld ausgeht, nimmt sie einen Job in München an. Doch die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihren Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren, ist sie fasziniert. Schnell findet Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Menschen mit frisch gebrochenem Herzen bezahlen sie für raffinierte Racheaktionen. Doch nach einer Weile kommen ihr Zweifel: Wie viel Geld braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel Risiko ist sie bereit, dafür einzugehen?
»Dieses Buch ist die witzigste Antwort auf die Frage, wie wir im Kapitalismus überleben können: Wer gründet jetzt eine kriminelle Freundinnengruppe mit mir?« MAREIKE FALLWICKL
Book Information
Author Description
Julia Bähr (1982), studierte Kommunikationswissenschaften und wurde an der Deutschen Journalistenschule zur Redakteurin ausgebildet. Nach zehn Jahren Selbständigkeit in München ging sie als Feuilletonredakteurin zur FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG. 2023 wechselte sie zum TAGESSPIEGEL nach Berlin, wo sie Mitglied der Chefredaktion ist. Ihr Führungszeugnis ist lupenrein. Sagt sie zumindest.
Posts
SCHRECKLICHER VERDACHT: BIN ICH GAR NICHT BESSER ALS ALLE ANDEREN? 🫢
Leonie lebt nach ihren eigenen moralischen Regeln und schreckt dabei auch vor Betrug und Lügen nicht zurück, wenn sie es für gerechtfertigt hält. In München gerät sie in ein Umfeld, in dem Geld mit fragwürdigen Methoden verdient wird, und beginnt selbst, Racheaktionen für andere anzubieten. Doch mit wachsendem Erfolg kommen Zweifel auf: Lohnt sich der riskante Lebensstil wirklich, und wo zieht sie ihre persönlichen Grenzen? 💸 „Hustle“ besticht von Beginn an durch seine erfrischend unkonventionelle und überraschend leichte Erzählweise, obwohl er ernste Themen wie Moral, Selbstwertgefühl, Abhängigkeiten und Lebensentscheidungen behandelt. Die kurzen Kapitel sorgen für einen förmlichen Sog und die Geschichte entwickelt sofort, ohne Anlaufzeit, eine unglaubliche Dynamik. Die Dialoge sind oft witzig, manchmal bissig und dann wieder unerwartet tiefgründig. Genau diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor macht dieses Buch so besonders! 🤩 Julia Bährs trockener, ironischer Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Mit schwarzem Humor nimmt sie gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die High Society und den überteuerten Wohnungsmarkt aufs Korn und sorgt so für einige Schmunzler oder gar laute Lacher. Das Buch war so fesselnd, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. 😅 Leonie, unsere schlagfertige und clevere Protagonistin, die nach ihren eigenen Regeln lebt und Moral als flexible Größe betrachtet, findet in München eine neue Freundinnenschaft mit Genevieve, Kim und Yasmin. Alle vier verdienen auf unterschiedliche Weise, teils legal, teils illegal, zusätzliches Geld. Neben der äußeren Handlung spielt aber auch Leonies familiäre Situation eine bedeutende Rolle. Ihre Eltern tauchen immer wieder auf und bringen eine gewisse emotionale Schwere mit, die der Geschichte Tiefe verleiht und sie über bloße Unterhaltung hinaushebt. 💭 „Hustle“ ist ein fesselnder, moderner Roman, der sich mit starken Frauen und Kapitalismuskritik auseinandersetzt. Er unterhält, provoziert und regt zum Nachdenken an. Einzig das Ende war mir etwas zu abrupt. 💪🏻

Vielen Dank an Netgalley für dieses tolle Buch 🩷 Ich habe mich schon sehr lange auf dieses Buch gefreut, vorallem weil mir das Cover sehr gut gefällt 😍 Der Schreibstil ist sehr angenehm, auch die kuzen Kapitel fand ich sehr toll. Doch worum geht es in dem Buch überhaupt? Leonie zieht nach München und findet schnell heraus, dass die Stadt sehr teuer ist. Sie lernt dann drei Frauen kennen, die alle (teil illegale) Nebenjobs haben und kommt dann auf die Idee, damit auch anzufangen. Also bietet sie Racheaktionen für Menschen mit gebrochenen Herzen an. Das ganze Buch war sehr lustig und hat viel Spass gemacht. Vorallem gefielen mir der Schleimpilz und Leonies Job 🥰 Grosse Empfehlung von mir 🫶
Leonie, die nach einer Kündigung nach München gezogen ist, fängt dort einen neuen Job in der Zoologischen Staatssammlung an. Als sie realisiert, wie teuer das Leben in München wirklich ist, trifft sie „zu ihrem Glück“ auf drei Frauen, die alle ihren jeweils eigenen „Side Hustle“ haben - mal mehr, mal weniger legal. Inspiriert davon sucht auch Leonie sich ihren persönlichen kleinen „Nebenjob“: Sie sucht in Liebeskummerforen nach Menschen, die sich an ihren Ex-Partnern rächen möchten. Der Schreibstil ist ganz nett und die Kapitel sind relativ kurz, wodurch man recht schnell durch die Seiten kommt. Gefesselt hat mich die Story allerdings nicht. Die Grundidee fand ich interessant, die Umsetzung konnte mich persönlich aber nicht überzeugen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich manchmal als eine Art Robin Hood gesehen haben, letztendlich aber nur ein Club aus Kleinkriminellen waren. Die Kapitalismuskritik? Kam bei mir nicht an. Crazy, du klaust bei Amazon und Rossmann, toll. Dafür fährst du dann aber einen SUV, kaufst Designermarken und hast du nicht gesehen. Make it make sense? Leonie wirkt auf mich auch so naiv, ich konnte manchmal kaum zuschauen. Moral? Gibts für sie nur im Kreuzworträtsel. Dann mein Highlight nach circa 220 Seiten - ich zitiere: „War es unmoralisch, anderen zu schaden, damit es einem selbst besser ging?“ No shit, Sherlock. Du bist da wirklich was Großem auf der Spur. Und eigentlich sind ja auch nur die Auftraggeber die Bösen, klar. Ich könnte noch viel mehr Dinge aufzählen, die mich genervt haben, aber das wäre ein Spoiler nach dem anderen. Das Buch war einfach nicht mein Fall. Ich kann verstehen, wieso andere es gut finden, gehöre aber selbst nicht dazu. Zum Abschluss möchte ich noch sagen: Schleimpilz ist wirklich das Unwort des Tages für mich.
Hustle von Julia Bähr habe ich sehr gern gelesen. Über die Aktionen der Protagonistin in München habe ich mich köstlich amüsiert. Leonie, 30, zieht nach München. Sie ist Biologin, arbeitet aber bei der Zoologischen Staatssammlung im Archiv. Sie digitalisiert und katalogisiert tote Insekten. Der Job ist schlecht bezahlt, für ihr kleines Zimmer mit Bad zahlt sie eine horrende Miete, doch der Wohnungsmarkt ist leergefegt, sie kann froh sein, überhaupt eine Bleibe zu haben. Sie findet heraus, dass es auf Vernissagen gratis Häppchen und Sekt gibt und besucht eine nach der anderen, um Geld für Lebensmittel zu sparen. Auf einer solchen Veranstaltung lernt sie Geneviève kennen, die ihre Mentorin wird. Sie macht sie mit ihren Freundinnen Yasmin und Kim bekannt. Alle drei verdienen viel Geld, wenn auch nicht immer auf legalem Wege. Sie bringen Leonie auf eine Geschäftsidee: „Eine Bekannte von mir hat seit ein paar Monaten Liebeskummer, seitdem ist sie in so einem Liebeskummerforum. Sie hat mir erzählt, dass sie sich da gemeinsam ausmalen, was ihren Exen für schlimme Dinge passieren sollen. Damit die auch leiden. Hättest du Ideen für kleine Racheaktionen? Spontan ungefähr zwanzig, sagte sie.“ Leonies neues Geschäft läuft super, sie verdient damit mehr Geld als im Archiv, genau wie Yasmin, die offiziell als Buchhändlerin arbeitet und Kim, die Krankenschwester ist. Wir erfahren einiges über München und die Wiesn, Leonies Eltern, ihren besten Freund Steffen, ihre Kollegen und Bekanntschaften und nicht zuletzt über ihre größte Leidenschaft: Schleimpilze. Ich fand das Buch kurzweilig und unterhaltsam. Über einige der Racheaktionen habe ich mich köstlich amüsiert, witzig fand ich die Enthüllung des Geheimnisses um Kims Nebenerwerb. Wenn ihr ins Leben junger Menschen im heutigen München eintauchen und dabei gut unterhalten werden möchtet, dann lest diesen Roman, für den ich gerne fünf Sterne vergebe.
„Hustle“ ist ein ungewöhnlicher, moderner Roman, der unterhält, provoziert und im Kopf bleibt. Schnell gelesen, aber gedanklich noch lange präsent. Kein klassisches Wohlfühlbuch – dafür eines, über das man nach dem Zuklappen noch eine Weile nachdenkt 🖤✨
Erfrischend anders, schnell erzählt und moralisch herausfordernd. „Hustle“ hat mich von Anfang an überrascht. Der Schreibstil ist sehr flüssig, modern und vor allem zügig – die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig denkt: Ach, eins geht noch. 📖✨ Die Geschichte entwickelt sofort Dynamik, ohne lange Anlaufzeit, und genau dieses Tempo trägt das ganze Buch. Im Mittelpunkt steht Leonie, eine Protagonistin, die nach ihren eigenen Regeln lebt und Moral eher als flexible Größe betrachtet. Sie ist schlagfertig, clever und besitzt ein starkes Gerechtigkeitsempfinden, zumindest aus ihrer eigenen Perspektive. Besonders spannend ist, wie sie mit Menschen umgeht, die sie als unfair oder respektlos empfindet. Das ist teilweise vorhersehbar, aber nie langweilig. Im Gegenteil: Man schmunzelt oft, weil ihre Reaktionen so konsequent, direkt und ungewöhnlich sind 😏. Genau das macht die Grundidee des Romans so erfrischend. Sehr gelungen fand ich die Erzählperspektive. Die Geschichte ist nicht in der Ich-Form geschrieben, sondern aus einer beobachtenden Sicht, bei der alle Figuren mit Namen genannt werden. Dadurch wirkt das Buch fast wie eine Sammlung von Momentaufnahmen aus Leonies Leben, ein bisschen wie Einblicke in ein Tagebuch, ohne wirklich eines zu sein. Das ist ungewohnt, aber unglaublich fesselnd. Neben der äußeren Handlung spielt auch Leonies familiärer Hintergrund eine große Rolle. Ihre Eltern tauchen immer wieder auf und bringen eine spürbare emotionale Schwere mit. Konflikte, Erwartungen und ungesunde Dynamiken werden hier sehr realistisch dargestellt und erklären viel von Leonies Verhalten. Das verleiht der Geschichte Tiefe und macht sie mehr als nur „unterhaltsam“. Im Verlauf des Buches lernt Leonie neue Menschen kennen, die ein völlig anderes Leben führen und finanziell scheinbar erfolgreich sind. Diese Begegnungen wecken Neugier – nicht nur bei Leonie, sondern auch beim Lesen. Es schwebt ständig die Frage im Raum, womit dieses Leben eigentlich bezahlt wird und welchen Preis man dafür langfristig zahlt. Die Spannung entsteht dabei weniger durch Action als durch die moralische Unsicherheit: Was ist noch gerecht? Wo beginnt Selbstbetrug? Und wann überschreitet man eine Grenze? Trotz ernster Themen wie Moral, Selbstwert, Abhängigkeiten und Lebensentscheidungen bleibt der Ton des Buches überraschend leicht. Die Dialoge sind oft witzig, manchmal bissig, dann wieder unerwartet tiefgründig. Diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit macht „Hustle“ sehr besonders 😊. Am Ende war ich hin- und hergerissen. Ich mochte den Stil, das Tempo und den Mut der Geschichte sehr, wusste aber lange nicht, ob ich Leonies Entscheidungen wirklich gutheißen kann. Genau das ist für mich aber auch eine Stärke des Romans: Er zwingt einen nicht zu einer klaren Meinung, sondern lässt Raum für Zweifel und Nachdenken.
Kostenloses Rezensionensexemplar über @netgalley Leonie ist Anfang 30, Planzengenetikerin und zieht nach München, da sie durch eine Racheaktion ihren Job verloren hat. Dort landet sie in der Zoologischen Staatsammlung und katalogisiert u.a Heuschrecken und Libellen. Zuhause experiment sie mit Schleimpilzen. Tatsächlich noch sie soviel darüber erfahren wie in diesem Buch. Duch eine Mischung aus Einsamkeit und Geldmangel lässt sie ihr Rachegeschäft aufblühen und bietet Menschen im Kummerforum ihrer Dienste an, wenn sie sich an ihren Partnern rächen wollen da sie ungerecht behandelt worden sind. So kommt sie auch in Kontakt mit drei anderen Frauen, wo auch einige ihre Geldbörse mit nicht so legalen Sachen aufstocken. Auch wenn vieles überspitz und übertrieben dargestellt wurde mochte ich die Beschreibung des Settings sehr genau wie die Denkanstöße am Kapitalismus unsere Zeit. Einzig das Ende fand ich irgendwie abrupt. #hustle #netgalleyDe
"Wer sich an die Regeln hält, hat das Spiel nicht verstanden " steht auf dem Buchrücken. Und so habe ich mich teilweise auch gefühlt. Leonies "Nebenjob" ist so weit weg von mir und meinem Leben, ich hatte Mühe, mich da hineinzuversetzen. Dennoch fand ich die Geschichte letztlich unterhaltsam und kurzweilig.
Schwarzhumouriger Angriff auf die High Society, herrlich nüchtern, präziser Schreibstil!
Schrecklicher Verdacht: Ich bin gar nicht besser als alle anderen! Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert! Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil der Autorin Julia Bähr total gefangen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der kritische Angriff auf gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die falsche Welt der High Society oder den wahnsinnig überteuerten Wohnungsmarkt von Zentraleuropa ist gespickt mit schwarzem Humor und ließ mich etliche Male auflachen. Die Geschichte führt hauptsächlich durch das Leben von Leonie, die mit ihrem Umzug nach München neue Freundschaften mit einer "Ladysgang" macht, Genevieve, Kim und Yasmin, die alle auf legal/illegalen Wege zusätzlich Geld verdienen. Sehr unterhaltsam fand ich hierbei die Abschnitte über Leonies Haustiere, den Schleimpilzen, das Kennenlernen mit Genevieve und ihrer Erklärungsversuche der bayrischen Art von der Uhrzeitbenennung. Zudem war es ein sehr interessanter Aspekt, dass die männlichen Charaktere in Leonies Umfeld (Nam, Steffen,..) äußerst sympathisch dargestellt wurden, im Gegenzug zu den ebenfalls überwiegend männlichen Übeltätern, denen sie in ihrem Nebenjob begegnet. Meiner Meinung nach hatte der Roman einen sehr starken Einstieg, ließ jedoch leider im Laufe der Handlung ein wenig nach und am Ende waren ein paar Handlungsstränge unzureichend und unbefriedigend aufgeklärt. Fazit: Trotzdem kann ich "Hustle" nur empfehlen- ich hatte das Buch rasch ausgelesen und vergnügliche Lesestunden!
VON FREUNDINNENSCHAFT, RACHEFELDZÜGEN UND ERSTAUNLICH VIEL SCHLEIMPILZ!
Julia Bähr schreibt in ihrem Debüt-Roman „Hustle“ von Leonie, der gerade gekündigt wurde und nun ein neues Leben in einer neuen Stadt, München beginnen möchte. Aller Anfang ist schwer und so struggled Leonie mit der Wohnungs- und Jobsuche, landet dann aber in einer kleinen, nicht ganz so geilen Wohnung und einem relativ langweiligen, nicht ganz so gut bezahlten Job, bei dem sie tote Insekten identifizieren soll. Was aber gut für sie läuft: Durch einen Zufall lernt sie Genevieve kennen, die sie ganz herzlich in ihren Freundeskreis aufnimmt, wodurch Leonie gleich 3 neue Freundinnen gewinnt. Als sie herausfindet, dass ihre neugewonnen Freundinnen alle einen „Side-Hustle“ haben, der nicht unbedingt legal ist, mit dem sie aber den Großteil ihres Einkommens bestreiten, überlegt sich Leonie, welches ihrer Talente sie nutzen könnte, um ebenfalls ein nettes Nebeneinkommen zu haben. So entsteht ihr Rache-Business, in dem sie sich für ihre Auftraggeber an deren Ex-Partnern, Arbeitgebern oder Freunden rächt. Ich mochte das Buch sehr gern und habs fast in einem Rutsch durchgelesen! Julia Bähr schreibt kurze, prägnante Sätze mit trockenen Humor. Es hat einfach unglaublich gut zur Protagonistin Leonies und ihren Humor gepasst und war auch deswegen irgendwie so lustig, weil sie stellenweise so beiläufig witzige Sachen gesagt hat, dass es so unbeabsichtigt lustig war. Als ob sie gar nicht versucht, lustig zu sein und dann aber doch so trocken Kommentare bringt, dass ich lachen musste. Besonders toll fand ich die Freundinnenschaft zwischen Leonie als Zugezogener und den drei „Münchenerinnen“. Dass sie Leonie so herzlich aufgenommen haben und es da einfach kein inszeniertes Drama innerhalb der Gruppe gab, fand ich sehr gut und erfrischend zu lesen. Einfach eine richtig tolle Wohlfühl-Gruppe mit ganz viel Charakter. Durch einzelne Kapitel erfährt man auch mehr über die Freundinnen und das fand ich eigentlich ganz cool! Mir hat auch gefallen, dass Leonies „Ankommen“ und „Zuhause fühlen“ in München nicht von einer Beziehung abhängig gemacht wurde. Kleine Störfaktoren, bzw. Fragezeichen für mich waren aber die Begriffe „Kapitalismuskritik“ und „Feminismus“ bei der Vermarktung des Buches. Weil die Freundinnen zwar alle am System vorbei arbeiten, aber dennoch ihr illegal verdientes Geld mit Konsum von klassischen Kapitalismus-Gütern (Designerkleidung, skincare, Autos etc.) genießen. Ja, die vielen weiblichen Figuren, deren Freundinnenschaft und dass sie in ihren Familien wohl die „Breadmaker“ sind, stellen vielleicht feministische Elemente dar, dennoch habe ich einige andere Bücher gelesen, die weitaus deutlicheren Feminismus darstellen. Nichtsdestotrotz ein tolles Buch, ich würde 4/5 ⭐️ geben und vielleicht noch einen halben Bonus-Stern für den Schleimpilz. 👀

Süße Rache zwischen Glamour und Schickeria
In Hustle geht es um eine junge Frau, die sich nach einer bitteren Enttäuschung nicht in Selbstmitleid verliert, sondern einen cleveren Plan ausheckt. Sie will sich nicht nur zurückholen, was ihr zusteht, sondern auch denjenigen eine Lektion erteilen, die sie ausgenutzt oder unterschätzt haben. Dabei führt uns die Autorin mitten hinein in die Münchner Schickeria – zwischen Glamour, Oberflächlichkeit und versteckten Abgründen. Das Buch hat mich wirklich umgehauen. Der Schreibstil ist kurz, prägnant und unglaublich mitreißend – ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Vor allem die Rache-Momente waren herrlich süß: Sie haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, und ab und zu musste ich sogar laut lachen. Julia Bähr hat es geschafft, die Atmosphäre Münchens so lebendig einzufangen, dass ich die Schickeria förmlich vor mir gesehen habe. Trotz des leichten, humorvollen Tons steckt aber auch viel Tiefe zwischen den Zeilen. Hustle zeigt, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, und wie befreiend es sein kann, die eigene Stärke zurückzuerobern. Für mich ist dieses Buch eine perfekte Mischung aus Witz, Schärfe und Tiefgang – absolut empfehlenswert!
Interessant aber nicht fesselnd
Ich war sehr neugierig auf Husle, vor allem wegen des ganzen Hypes. Entsprechend hoch waren wahrscheinlich auch meine Erwartungen. Obwohl der Plot eigentlich Potenzial für Spannung bietet, blieb für mich vieles eher auf Distanz. Es war interessant, aber nicht fesselnd. Ich habe das Hörbuch größtenteils nebenbei gehört, was für mich oft schon ein Zeichen ist, dass mich ein Stoff nicht komplett packt😅 Die Figuren fand ich stellenweise spannend, aber mir fehlte das gewisse Etwas, das mich wirklich mitziehen lässt. Es hat mich emotional einfach nicht erreichen können. Ich würde das Buch deshalb nicht jeden empfehlen. Für die, die sich gerne mit Themen rund um Selbstfindung, Generationenkonflikte und moderne Arbeitswelten beschäftigen, kann es durchaus interessant sein. Für mich persönlich bleibt es aber bei einem „war ganz okay“🙈

War erfrischend und mal was anderes. Ziemlich kreativ auch wenn es moralisch grenzwertig war.
Die Sprecherin war super. Auch wenn es manchmal schwierig war dem ganzen zu folgen, da das Buch keine "Kapitel" hat und somit quasi durchgelesen wird. In dem einen Moment war ich noch mit den Charakteren auf den Kanaren und plötzlich wieder in München und wenn ich noch nebenbei was machte - war ich manchmal etwas verwirrt, wo wir jetzt sind. Hier hätte man für das Hörbuch Kapitel einfügen können oder längere Pausen nach einem Abschnitt. Das ist das einzige was mich störte denn ansonsten war es sehr unterhaltsam.
Moderne Literatur
Das Buch geht richtig gut los und lässt zum Ende hin etwas nach aber insgesamt war es sehr unterhaltsam und erfrischend geschrieben. Auch wenn Teile sehr unmoralisch waren und ich die ganzen Infos zu diversen Insekten nicht gebraucht hätte, waren die Protagonisten sehr sympathisch :)
Irgendwie zu gewollt
Das ästhetische Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen, nur leider habe ich bereits nach den ersten Seiten gemerkt, dass mir der Schreibstil nicht wirklich zusagt. Mir kam es sehr gewollt „literarisch“ vor und hat mein Leseerlebnis leider sehr gehemmt. Auch die Story ist eher vor sich hingeplätchert und folgte nicht wirklich einem roten Faden. Ich denke wer sich mit der Protagonistin anfreunden kann und den Schreibstil mag wird damit unterhaltsame Lesestunden haben - mich hat leider beides nicht überzeugt.
Unterhaltsam und mit gewissem Charme, aber leider nicht so nachhaltig packend.
In Hustle erzählt Julia Bähr von einer jungen Frau, die nach einer gescheiterten Beziehung ihr Leben neu ordnen will. Neben Job und Freundschaften baut sie sich einen nicht ganz legalen Nebenjob auf, mit dem sie kleine Rachepläne gegen Ungerechtigkeiten verfolgt. Dabei schwingt immer ein gewisses Augenzwinkern mit. Der Roman liest sich angenehm: locker, leicht, aber nicht anspruchslos, mit ein paar humorvollen Momenten, die schon Spaß gemacht haben und für kleine Schmunzler sorgen. Gleichzeitig bleibt vieles leider an der Oberfläche. Die Racheaktionen sind schnell abgehandelt, die Freundinnen wirken blass, und manche Szenen fühlen sich eher wie beiläufige Podcast-Erwähnungen an, als wie Teil einer tiefgehenden Geschichte. (An der Stelle übrigens nichts gegen Podcasts, ich liebe Podcasts!) Es gibt schöne und relatable Momente, doch insgesamt hat mir die Geschichte an Tiefe und Spannung gefehlt und wirkte für mich dadurch nicht nachhaltig.
Amüsante Verteidigung im Kapitalismus
Auf den Debütroman "Hustle" von Julia Bähr bin ich eher zufällig gestoßen. Da mir andere Bücher aus dem Verlag bereits stark empfohlen wurden, wollte ich nach dem interessanten Klappentext mehr über die Geschichte der Betrügerin Leonie wissen. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn etwas verwirrt von der Entwicklung des Buches war. Der Klappentext war an der Stelle geradliniger. Je mehr man in die Machenschaften hineingezogen wurde, desto mehr offenbarte sich mir die Komplexität der Geschichte. Leonies Versuch des Überlebens im teuren München bringt einen Fokus auf Pflanzen, Käfer und Schleimpilze sowie ihr beginnendes betrügerisches Dasein mit sich. Oder viel mehr einen Versuch unter aufmunternder Anleitung. Denn nichts ist besser, die negativen Aspekte für sich zu nutzen, als die Machenschaften zusammen mit Freundinnen auszuhecken und zu evaluieren. Ich kann "Hustle" empfehlen, wenn ihr starke Frauen in einer kapitalistischen Gesellschaft mit eigenen Ideen kennenlernen wollt. Ich musste über einige Aspekte sehr herzlich lachen. Ein bisschen solltet ihr nicht von der Erwähnung Haferflocken einverleibender Schleimpilze abgeneigt sein, denn Julia Bähr beschreibt auch den anständigen Teil von Leonies Leben sehr bildhaft und amüsant.
✨ Rezension ✨ Hustle | Julia Bähr | Pola | 320 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️ In Hustle begleiten wir die Protagonistin Leonie, die mir von Anfang an sympathisch war. Nachdem sie auf den ersten Seiten großzügig Kresse im ehemaligen Büro verteilt hat, war ich super gespannt, wie sie sich weiter entwickelt. Julia Bähr beschreibt im Verlauf überspitzt den Struggle junger Frauen über die Runde zu kommen. Das Leben wird immer teurer und Frauen werden immer noch schlechter bezahlt und ihre Leistungen werden von Männern geschluckt und als eigene ausgegeben. Was also tun, wenn das System unfair ist? Richtig, man umgeht es. Leonie lernt in München dann einige Frauen kenne, die es nicht so genau nehmen, wo ihr Einkommen her kommt. Und wenn man es untreuen oder unverschämten Männern abnehmen kann oder von den ehemaligen Partnerinnen für Racheaktionen bezahlt wird? So what, denkt sich Leonie. Das Business boomt und wir begleiten sie bei allen gut und schlecht laufenden Jobs. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, habe aber auf etwas mehr Sog gehofft. Ich vergebe 4 Sterne für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Roman, dem lediglich etwas Tiefe fehlte. ❓Und du? Leicht illegale side Hustle, um was dazu zu verdienen❓

Ich habe Husten von Julia Bähr gelesen und der Schreibstil hat mich sofort überrascht. Er ist locker, humorvoll und sehr alltagsnah, sodass man direkt in diese leicht chaotische, warmherzige Atmosphäre rutscht. ✨ Man merkt schnell, dass das Buch ein besonderes Setting hat und absolut seinen eigenen Ton trifft. Die Charaktere wirken lebendig, die Dialoge sind frisch und die Situationen haben etwas sehr Menschliches, das viele bestimmt sofort abholt. Ich glaube, wer gerne reale, leicht schräge und humorvolle Geschichten liest, wird hier richtig Spaß haben. 📚💛
Charmant, witzig und kritisch 💄 ✨
Abgesehen vom fantastischen Buchcover, ist dieses Buch eine leichte, humorvolle und sozialkritische Geschichte für zwischendurch. Leonie zieht für einen neuen Job nach München. Schnell merkt sie, dass das Leben dort ziemlich teuer ist und sie finanziell nur überleben kann, indem sie sich nicht an Regeln hält. So findet sie durch Zufall eine Gruppe von Freundinnen, die durch kriminelle Aktionen ihre Ziele verfolgen & auch Leonie entdeckt ihr Talent: Sich für betrogene, verletze Frauen an deren Ex-Freunden rächen. 💔 Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie teilweise moralisch fragwürdig war. Die Sprache trifft den Ton unserer Zeit sowie aktuelle Probleme fantastisch. Es ist ein Roman, der nicht nur super unterhält sondern auch mit messerscharfer Gesellschaftskritik zum nachdenken anregt. 💄
Möglichkeiten um in München zu überleben
Ich bin so froh endlich dieses Buch gelesen zu haben. Wie genial war das hin und her zwischen Leonies eintönigen Job bei der Zoologischen Staatssammlung und ihrem risikoreichen, moralisch fragwürdigem Rache-Nebenjob. Das Spiel zwischen Überlegen und Leben in München hat Julia Bähr so treffend und so glaubhaft nahbar anhand von Leonie's Lebenssituation geschrieben. Ich glaub jede*r die/der jemals nach München gezogen ist, kann mit Leonies Beobachtungen zu dieser Stadt übereinstimmen. - Warum schließen die Supermärkte so früh? - Wie soll man sich in dieser Stadt eine halbwegs angenehme Wohnung leisten? - Wie leisten sich all die anderen ihren Luxus Lifestyle (Kleidung, Wohnung, Ausflüge und Events = Wiesen)? - Und was muss man tun, um das auch zu haben und nicht mehr wie eine "Nicht-Münchnerin" auszusehen? Und Leonie findet einen, bzw. viel eher IHREN ganz eigenen Weg. Dabei trifft sie drei andere sehr erfolgreiche Frau, die ebenfalls IHREN ganz eigenen speziellen Weg gefunden haben, um in München zu überleben und angenehm zu Leben. Die unterschiedlichen (Neben-)Charakter und ihrer Dynamik zusammen fand ich wunderbar nahbar und authentisch. Auch den Schreibstil von Julia Bähr fand ich angenehm und den Geschwindigkeit der Geschichte perfekt. Nie grundlos langsamen und nie so schnell das ich in der Handlung verloren gegangen wäre. Für mich war es eine sehr angenehme Mischung aus Gesellschaftskritik und Unterhaltung. Gerne mehr davon. Ich halte ab jetzt meine Augen offen, ob noch mehr Julia Bähr veröffentlich! Danke für das Rezensionsexemplar.
Hat mir gut gefallen!
Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden? Ich bin Fan des Pola Verlags und hatte noch einige Prämienpunkte bei der Lesejury übrig. Zufällig habe ich gesehen, dass ich genug Punkte für "Hustle" hatte und wir haben es im Februar im Paperback & Latte - Bookclub gelesen. Um was geht es? Leonie wechselt ihren Job und Wohnort, nachdem es in Berlin nicht gut gelaufen ist. Sie verdient in München in einem Insektenarchiv wenig Geld, was sie frustriert. Sie möchte mehr Geld verdienen und ihr Leben genießen. Bald trifft sie auf eine Frauenclique, die den Lifestyle leben, von dem Leonie träumt. Allerdings sind die Mittel und Wege nicht immer legal und Leonie steigt mit ihrer eigenen Idee ein, womit sie sich ein gutes Leben leisten kann. Wie lange kann sie es allerdings durchziehen, sich in der sowohl moralischen als auch gesetzlichen Grauzone zu bewegen? Meine Meinung Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit gelesen und gemocht. Die Geschichte wird aus Leonies Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich mich so besser in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen, da der Erzählstil abgehackt und das -tempo sehr schnell war; nach ein paar Kapitel war ich jedoch drin und konnte das Buch nicht weglegen. Ich fand die Thematik mit der moralischen und gesetzlichen Grauzone spannend und hat zum Nachdenken angeregt. Leonie als Charakter konnte ich bis zum Schluss nicht einordnen, ob ich sie sympathisch finden soll oder nicht, was an dieser Stelle gar nicht wertend gemeint ist. Ich glaube, das hat das Ganze so interessant gemacht. Alles in allem ein spannendes und unterhaltsames Buch, welches zum Diskutieren einlädt.

Unterhaltsam, aber bleibt vermutlich nicht im Kopf. Das Ende kommt abrupt.
Leonie wirkt wie eine unentschlossene Frau, die nach etwas sucht, aber nicht weiß wonach. Sie findet einen „Nebenjob“ und verstrickt sich in leicht bis mittelschwer kriminelle Machenschaften und tauscht sich mit ihren Freundinnen aus, bis .. das Buch mehr oder weniger einfach endet. Es geht nicht besonders viel um Moral oder die Suche nach dem Sinn in der Arbeit, sondern nur ums Wohnen in München. Mir fehlte ein Haupthandlungsstrang in der Geschichte, der vielleicht mehr Sinn verliehen hätte.
Unstete Unterhaltung
Lebenswelten von Anfang 30-jährigen erforsche ich eigentlich ziemlich gerne. Allerdings gibt es eine unsichtbare Grenze, bei der es mir irgendwie zu schräg wird. Schauen wir mal, ob die mit diesem Buch überschritten wurde. Leonie hat ihren Job verloren, weil sie auf die Unfähigkeit ihres Vorgesetzten mit einem Racheakt reagiert hat. Nach einem kurzen Zwischenstopp in ihrem Kinderzimmer zieht sie nach München, dass so ganz anders ist als ihre westfälische Heimat. Doch sie muss ihrer dominanten Mutter und den ständigen Streitereien zwischen ihren Eltern entfliehen. So leicht ist es allerdings nicht, nach ihrem großen Job Fauxpas einen neuen zu finden, der sie als Biologin erfüllt. Sie landet in einem staubigen Archiv und ordnet Insekten ihren Spezies zu. Ganz nebenbei hält sie sich einen Schleimpilz als Haustier und gerät nebenberuflich in Machenschaften, die man schon als kriminell bezeichnen könnte. Denn wenn man engagiert wird, um Rache an bestimmten Personen zu nehmen, dann geht das selten rechtlich einwandfrei vonstatten. Die Stärke dieses Romans liegt für mich nicht in einem vielschichtigen und gewieften Plot, sondern in der intensiven Charakterzeichnung der Haupt und Nebenfiguren. Die Haltlosigkeit , die Leonie heimsucht, hat ihre Wurzeln in einem Elternhaus, das alles tut, außer seinem Kind Stabilität zu verleihen – so zumindest meine Diagnose. Dass sich das in Übersprungshandlungen äußert, halte ich für verständlich. Ihre Faszination für das schnelle Geld, herbeigeführt durch mehr oder minder interessante Frauen, ist nachvollziehbar, wenn man immer knapp bei Kasse ist. Die Liebeleien fand ich allerdings eher an den Haaren herbei gezogen. Eine Kapitalismuskritik kann ich hier nicht erkennen. Ich tue mich generell ein bisschen schwer mit Romanen, die sich vermeintlich um die Berufswelt von Millenials oder Gen Z drehen, da es dabei meistens um Abgrenzung gegenüber älteren Generationen geht (zu denen ich gehöre). Mir fehlt dann das Verbindendende, das hier allerdings ab und an schon hervorblitzt. Ich sah hier doch eher eine junge Frau, die erwachsen sein möchte, aber das kleine Kind in ihr doch noch nicht richtig weg bekommt. Stilistisch ist an dem Buch gar nichts auszusetzen. Die Dialoge waren interessant und unterhaltend, und nichts zog sich wirklich in die Länge. Nur das Ende kam etwas abrupt. Ich glaube nicht, dass der Roman lange bei mir hängen bleibt, fühlte mich aber phasenweise leicht und locker unterhalten. Ich empfehle diesen Roman natürlich jüngeren Menschen, aber auch meinen Altersgenoss*innen, die sich gerne mit der Gedankenwelt anderer Generation beschäftigen möchten. Wenn ihr „Geht So!“ von Beatriz Serrano mochtet, dann könnte Euch dieser Roman auch gut gefallen. Außerdem werden hier Fans von Insekten und Pilzen großes Vergnügen daran haben. Meine Recherche hat ergeben, dass man „Schleimpilze“ tatsächlich als Haustier halten kann. Ich allerdings würde doch was Kuscheligeres vorziehen.
Glamourös kriminell, aber broke in München
Hab lang nach einem Satz gesucht, der das Buch gut zusammenfasst und der kommt ihm am nächsten. Von Thema, Setting und Schreibstil ganz anders als das, was ich sonst lese und ich war am Anfang skeptisch, aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich liebe Serien mit Trickbetrüger:innen und dieses Buch kam dem am nächsten. Es hat Spaß gemacht, die Frauen hinter ihren „Nebenjobs“, wie sie es nennen, kennenzulernen und zu begleiten Einen Stern Abzug gibt’s wegen zwei Punkten: 1. Die Nebenjobs und die einzelnen Aufträge hätten nach meinem Geschmack noch genauer beschrieben werden können. 2. Der Verlauf ihres Lebens in diesen Nebenjobs kam mir teils etwas unrealistisch vor (mehr kann ich nicht sagen ohne zu Spoilern). Aber es hat unfassbar Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ein großes Plus gibt’s auch noch an den Pola-Verlag für ein weiteres absolut gelungenes Cover!
Von der Unendlichkeit der Selbstfindung
Das Buch lässt mich mit sehr ambivalenten Gedanken zurück. Ich hab schon viele Pluspunkte, es ist einfach auch gut geschrieben, aber dennoch bin jetzt ein bisschen underwhelmed. Wo fang ich denn mal an? Der Schreibstil war für mich eine 10/10, flüssig, anschaulich, sarkastisch-humorvoll, ohne lächerlich zu wirken. Ebenso die Charaktere: authentisch, abwechslungsreiche, bissi Queerness. Und Figuren sowie Situationen und Beziehungen waren alle einfach sehr nachvollziehbar. Man erkennt sich darin, nicht nur oberflächlich, sondern auch mit seinen reflektierenden Gedanken (sofern man diese hat). Ich muss auch sagen, dass ich mich eigentlich so generell ganz gut unterhalten gefühlt hab. Es liest sich gut weg, ist so gesehen nicht langweilig - aber halt auch irgendwie null spannend. Dabei hätten die Plotpoints so viel Potential dazu gehabt. Aber es entwickelt sich einfach nichts daraus. Keine Spannung, keine Konsequenzen. Die Kriminalität läuft einfach nebenher und macht nur minimal Problem. Female Rage vielleicht im Ansatz erahnbar. Die Protagonistin reflektiert zwar ganz viel und öffnet Fragen, aber es wird nie wirklich was beantwortet. Und man kann jetzt sagen: Aja, aber so ist das Leben doch nun mal. Klar, aber will ich wirklich was SO Alltägliches lesen? Gerade nach dem Sticker auf dem Cover "Bildet Banden und lest dieses Buch" hab ich irgendwie mehr Revolution erwartet. Klar, sie macht ihr Ding, sie dribbeln irgendwie um das System rum, aber auch relativ emotionslos und ohne Knall. Mir fehlte in der Geschichte einfach der Fokus, eine Motivation, ein roter Faden, ein Spannungsbogen. Und es endet auch einfach mitten in einer Szene, ohne Konklusion, ohne ein wirklich Ende in dem Sinne. Vielleicht ist das ja die Moral von der Geschichte. Wir alle sind nur ein kleines Licht, wir treffen Lebensentscheidungen, aber finden doch nie ein zufriedenstellendes Ende, manche Sachen im Leben sind interessant, andere nicht, aber schließlich eh nichts besonderes. Wenn das die Philosophie hinter dem Buch ist, macht mich das irgendwie echt traurig. Also ja, ich weiß jetzt auch nicht. Ich sag ja immer, eine Story muss mir nicht schlaflose Nächte bereiten, um mich gut zu unterhalten, aber hier war's mir dann doch hinterher einfach zu wenig von allem. Und es hätte eben das Potenzial gehabt, um meine Erwartungen zu erfüllen. Vielleicht bin ich deshalb etwas enttäuscht. Aber natürlich kann man nicht den Erwartungen von allen gerecht werden. Um jetzt hier nicht zu negativ zu enden nochmal: Es ist gut geschrieben, es ist locker-flockig zu lesen, kein harter Tobak und hat viel Identifikationspotenzial.
Humorvoll und doch spannend
• Hustle • Leonie handelt nach ihren eigenen Vorstellungen von Moral. Sie verwüstet das Büro ihres Chefs, sie prellt die Zeche, sie lügt im Bewerbungsgespräch - aber sie hat stets gute Gründe. Als ihr das Geld ausgeht, nimmt sie einen Job in München an. Doch die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihren Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren, ist sie fasziniert. Schnell findet Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Menschen mit frisch gebrochenem Herzen bezahlen sie für raffinierte Racheaktionen. Doch nach einer Weile kommen ihr Zweifel: Wie viel Geld braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel Risiko ist sie bereit, dafür einzugehen? Rezension: Hustle von Julia Bähr hat mich sehr überrascht. Es ist ein unterhaltsames, modernes und interessantes Buch. Darin werden viele gesellschaftliche Themen angesprochen – etwa Veganismus oder der kapitalistische Druck. Ein zentraler Punkt der Geschichte ist das Prinzip der Rache. Leonie, die Hauptfigur, entdeckt für sich den perfekten Nebenjob, um sich über Wasser zu halten. Dieser Job ist zwar kreativ, aber moralisch durchaus fragwürdig. Leonie ist keine klassische Heldin: Sie ist wütend, verzweifelt und wirkt gerade deshalb sehr authentisch. Auch die Freundschaft der drei Frauen fügt sich überzeugend in die Handlung ein. Besonders gut hat mir gefallen, dass die drei eine Art kriminelle Freundesgruppe bilden. Leonies Nebenjob – mit Rache Geld zu verdienen – ist originell und sorgt für viele spannende und witzige Momente. Leider kam das Ende für mich sehr überraschend und wirkte nicht vollständig. Zudem werden manche Themen nicht tief genug erklärt oder reflektiert. Insgesamt ist Hustle von Julia Bähr jedoch ein sehr gelungener Debütroman, der vor allem durch seinen Humor und seine wichtigen gesellschaftlichen Themen überzeugt. Wer eine Geschichte über Freundschaft, Kapitalismus, moralische Grauzonen und kreative Rache sucht, ist hier genau richtig.
Insgesamt liest sich „Hustle“ leicht weg, bringt wichtige Themen und einen großartigen Schreibstil mit. Dennoch verfehlte für mich die inhaltliche Schlagkraft. Ein Buch, das mehr andeutet, als es wirkt. Daher lässt es mich eher nachdenklich als begeistert zurück.
„Hustle" von Julia Bähr ist für mich ein Buch voller Gegensätze. Was mich sofort überzeugt hat, war die Sprache. Diese ist flüssig, anschaulich, leicht sarkastisch und mit etwas Humor versehen. Julia Bähr gelingt es, gesellschaftskritische Themen einzuflechten, ohne belehrend zu wirken. Auch die queeren Elemente sowie die Ansätze von Female Rage fand ich spannend. Dadurch entsteht ein Tonfall, der angenehm modern wirkt und mich der Gegenwart geht. Die Figuren hingegen bleiben ein zwiespältiger Punkt. Zwar mochte ich die meisten Charaktere, allerdings blieben viele eher blass. Lediglich Leonie als Protagonistin habe ich mehr kennenlernen können. Bei den Handlungen konnte ich zudem nicht immer folgen. Manche Entscheidungen, insbesondere von Leonie selbst, wirkten für mich nicht nachvollziehbar oder blieben unaufgelöst. Insbesondere gegen Ende des Buches. Das führt auch zu meinem größten Kritikpunkt, nämlich der Botschaft des Romans. Soll das Buch suggerieren, dass man sich durchs Leben hustlen muss – notfalls auch kriminell – um etwas zu erreichen? Auf den letzten Seiten nimmt die Kriminalität plötzlich stark zu, ohne dass dies größere Konsequenzen hätte oder eine klare Essenz sichtbar wird. Vieles schien wie nebenbei zu passieren, ohne echten Spannungsbogen oder roten Faden. Das Versprechen auf dem Cover „Bildet Banden und lest dieses Buch“, hatte bei mir große Erwartungen geweckt, die letztlich nicht erfüllt wurden. Zwar ist Leonie als Protagonistin mit ihrer Liebe zur Naturwissenschaft interessant angelegt, doch bleibt sie für mich merkwürdig emotionslos. Ihre Reflexionen eröffnen Fragen, die jedoch selten beantwortet werden. So entsteht zwar keine Langeweile, aber auch kein wirklicher Sog. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mir Fokus und Motivation in der Erzählung fehlten. Sicherlich wurde Interpretationsspielraum für die Lesenden geschaffen, aber m.E. etwas zu stark.
Insgesamt fand ich die Geschichte humorvoll mit einer guten Prise „Nieder mit dem Kapitalismus!“
Die Protagonistin war so real und nachvollziehbar geschrieben, dass ich mich als Leserin doch schon das ein- oder andere in ihr wiedergefunden habe. Leonie findet ihre Berufung in einem „Rache“-geschäft und rächt sich im Namen ihrer Kund:innen. Sind wir mal ehrlich, gibt es nicht bei jedem einmal im Leben den Gedanken an Rache? Nachvollziehbar fand ich manche Racheaktionen schon, andere wiederum etwas überzogen. Die Mädels-Clique empfand ich trotz deren „Nebenjobs“ als cool und sehr harmonisch. Endlich mal kein Neid oder schlecht machen der jeweiligen anderen.

Lieben wir!
Kurz zur Story🩷 Die Protagonistin Leonie ist clever, wütend und ziemlich unzufrieden mit dem „klassischen“ 9-to-5-Leben. Als das Geld knapp wird, landet sie in München — und trifft drei Frauen, die Lifestyle, Freiheit und Geld kombinieren … durch ziemlich fragwürdige Methoden. Was „Hustle“ richtig gut macht🙏🏼 Ton & Stimme Bähr schreibt mit bissigem Humor und großer Klarheit. Es wummert unter der Oberfläche — Wut, Unzufriedenheit, Emanzipation — aber sie verpackt das easy mit einer Leichtigkeit, dass man weiterlesen muss. Das macht das Buch zur perfekten Mischung aus Unterhaltung und Message. Charaktere & Moralfragen Leonie ist kein Heiligenbild — und das ist gut so. Sie hat Ecken, Kanten, Zweifel. Die Frauen, die sie trifft, sind Spiegel für viele Zwischentöne modernen Frauenselbstverständnisses. Dazu: Die moralischen Grauzonen sind zentral. Was ist noch okay, wenn das System dich so drückt? Wie viel Risiko lohnt sich? Gesellschaft & Kapitalismus im Blick „Hustle“ ist auch ein Kommentar aufs Hier und Jetzt: Prekarität, Leistungsdruck, Konsumzwang. Die Szene, in der Leonie sich fragt, wie viel Luxus man braucht, um zu „leben“, trifft bei vielen Leuten einen Nerv. In Großstädten, bei Mieten, Jobs, Social Media – Bähr vermittelt das so gut. Schwächen (kleine Abzüge, aber nix, was das Gesamtbild ruiniert)🤷🏻♀️ Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass — ein bisschen mehr Hintergrund hätte ihnen gut getan. Manche Szenen wirken ein bisschen zugespitzt — um die Message klar rüberzubringen. Aber hey: Kunst braucht Zuspitzung. Mein Fazit🎉 „Hustle“ trifft genau den Nerv dieser Zeit. Es ist ehrlich, unterhaltsam und dabei schlau. Ein Buch über Überleben im System, mit Herz und Wut. Ich gebe 5 von 5 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟
Das war nix
Ich fands so langweilig und irgendwie gab's keine richtige Story, kenne Spannung , nix. erst nach 20 Seiten hat man erfahren wie die Hauptprota heißt und wurde vorher mit Sie nur beschrieben . Kein Plan was das sollte und sie hält ein Schleimpilz als Haustier. mega weird und alle Beziehungen mit den anderen waren sehr oberflächlich. Außerdem hab ich oft nicht gecheckt wer gerade spricht . dark romance wurde auch richtig klischeehaft schlecht geredet . mhh leider eins der schlechten Bücher aus dem Pola Verlag. Immerhin kenn ich mich jetzt besser mit Libellen und Heuschrecken aus . Vor den Dinos gab es Libellen die eine Spannweite von 70 cm hatten! Ja es kam die ganze zeit nur so komisches zeug im Buch.
Hat mich leider nicht gecatcht
„Hustle“ hat mich leider nicht richtig abgeholt. Die Idee fand ich gut, aber irgendwie bekam die Geschichte keinen richtigen Drive. Die Protagonistinnen wirkten auf mich eher wie Teenie-Girls als erwachsene Frauen, und die Handlung plätscherte etwas vor sich hin - stellenweise wirklich boring. Das Setting in München war dagegen echt stark – lebendig und authentisch. Ich kenne alle Gegenden, weshalb ich mich gut hineinversetzen konnte. Insgesamt leider nur Mittelmaß.

Mal was ganz anderes
Die Storyline klang mal erfrischend anders, und so kaufte ich mir "Hustle" von Julia Bähr, erschienen im Pola Verlag, und begann zu lesen. Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft. Kurz zum Inhalt: Leonie hat ihre eigene Vorstellung von Moral, und nachdem sie von ihrem Arbeitgeber, einem großen Unternehmen, das genetisch veränderte Pflanzen herstellt, gekündigt wird, nimmt sie Rache an ihrem Chef. Danach ist ihr Name in dieser Branche verbrannt, und der einzige Job, den sie findet, ist im Archiv eines naturwissenschaftlichen Museums in München, wo sie Insektenexponate digitalisieren muss. Die Stadt ist teuer, und so versucht Leonie, neben ihrem Brotjob noch ein zweites Standbein aufzubauen. Sie bietet frisch gebrochenen Herzen eine maßgeschneiderte Racheaktion an. Meine Meinung: Julia Bähr hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich ohne große Umschweife in die Story katapultierte, die erfrischend anders war. Leonie und ihre Freundinnen wuchsen mir ans Herz, auch wenn die Storyline natürlich schon sehr abgedreht war. Zwischen der Münchner Schickeria und dem betrügerischen Nebenverdienst der Frauen empfand ich Leonies Schleimpilzzucht besonders lustig. Hier schaffte es die Autorin wirklich, ihrer Protagonistin ein ungewöhnliches Hobby zu verleihen, über das ich schmunzelte, ohne dass es mich nervte. Der Spannungsbogen war kurzweilig und gut aufgebaut. Der lockere Schreibstil der Autorin ließ mich nur so durch die Seiten fliegen, dennoch fehlte der ganzen Geschichte für mich ein richtiges Ende. Dieses kam für mich etwas überhastet und zu schnell. Im Großen und Ganzen unterhielt mich "Hustle" äußerst kurzweilig, und ich mochte Leonie. Ebenfalls gefiel mehr sehr, wie die Autorin das Setting München ausarbeitete, egal ob Wiesn oder die Wochenendausflüge in die Berge, stellte sie die Stadt authentisch und lustig dar. Deshalb kann ich euch diesen ungewöhnlichen Frauenroman mit 4 von 5 Sternen gerne weiterempfehlen, auch wenn ich mir ganz persönlich ein anderes Ende gewünscht hätte.

Sozialkritisch, humorvoll, spritzig!
Was, wenn Du nach Deinen eigenen Moralvorstellungen handelst und in einer teuren Stadt wie München das Geld einfach nicht reicht? Als Leonie sich mit drei Münchner Frauen anfreundet, hat sie sehr schnell die passende Antwort und ein unkonventionelles Geschäftsmodell gefunden, doch mit dem Geld kommen auch die ersten Zweifel. Zwar hatte ich schon viel positives gehört, trotzdem war ich beim Lesen des Klappentextes dann doch eher skeptisch und habe mit einer ziemlich oberflächlichen Story gerechnet, die da so vor sich hin plätschert. Zu Unrecht, denn mit ihrem Roman „Hustle“ ist Julia Bähr wirklich eine clevere, unterhaltsame Mischung aus Humor und Tiefgang geglückt, in der sie sich wortwitzig u.a. mit sozialkritischen Themen wie Moral, Konsum und Kapitalismus auseinandersetzt. Dabei ist ihr Schreibstil modern und lebendig, teils witzig und direkt, aber auf jeden Fall tiefgründig und auf den Punkt gebracht, so dass es beim Lesen keinesfalls langweilig wird. Zudem sind die Charaktere des Buches allesamt sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Ebenso wie Hauptprotagonistin Leonie, die auf mich nicht nur frech, sondern ebenso „echt“ wirkte. Trotz ihrer moralisch zweifelsohne sehr fragwürdigen Aktionen kam sie mir nicht verkorkst vor, vielmehr konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und fand sie äußerst kreativ. Jedenfalls hatte ich sie - nicht zuletzt ihres Haferflocken fressenden Schleimpilzes wegen - sehr schnell in mein Herz geschlossen :-) Fazit: Ein sehr angenehm zu lesendes, ebenso kluges wie kurzweiliges Buch mit Witz und Charme. Das Lesen lohnt sich auf alle Fälle!
Selbst ist die Frau
"Hustle" ist ein zeitgenössisches Werk, das sich selbst nicht zu ernst nimmt und dennoch tiefere Themen wie patriarchale Strukturen, Klassizismus und Kapitalismus kritisch und aus einer innovativen Perspektive beleuchtet. Die Protagonistin Leonie ist eine der ersten BuchFiguren seit langer Zeit, die ich mal wieder absolut "relatable" finde – nur, dass sie Rachegedanken clever wirklich in die Tat umsetzt, als nur davon zu fantasieren. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass das Geschehen ein bisschen vor sich hingeplätschert ist. Das Buch hält an der Stelle den Finger in die Wunde, wo sich vermeintlich "gutherzig-reiche Menschen" selbst widersprechen, wo Reichtum und Beziehungen ein Türöffner sind und neo-liberale Ansichten ("Jeder kann es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen") ausgehebelt werden, weil klar wird, dass dies auf legalem bzw. ethisch richtigem Weg unmöglich ist. Der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen und ich konnte Leonies Geschichte sehr gut mitverfolgen. Das etwas offene Ende hat mir in dem Zusammenhang auch sehr gefallen.
Münchens reiche Girlgroups entlarvt 😂💥 super Unterhaltung mit Kapitalismuskritik und Girlstruggle in ihren Zwanzigern
Hustle ist wirklich super lustig & leicht geschrieben! Mit Leonie erwartet euch hier eine Protagonistin, die ich so noch nicht gesehen habe. Ihr Leben ist die Biologie und die Botanik & die nutzt sie direkt am Anfang für eine grandiose Racheaktion an ihrem Boss 💥 Man darf das Buch nicht zu ernst nehmen, es ist schon alles ziemlich überspitzt & übertrieben dargestellt. In Realität wäre Leonies Geschichte sicher direkt nach dieser Aktion etwas härter geendet. Das Buch bildet daher den perfekten Mix aus Unterhaltung & eher unterschwellig nen kleinen Denkanstoß am Kapitalismus und unserer Gesellschaft. Erwartet deshalb hier kein Buch mit hochgradigem Einfluss sondern eher Unterhaltung! Ich kann mir das Buch grandios als Film vorstellen, ich finde die Charaktere alle sehr nahbar und konnte mir einige Szenen im Kopf direkt vorstellen. Nach dem Jobaus möchte Leonie einen Neuanfang in München und ihr Leben dreht sich dort um 180 Grad. Sie entwickelt einen neuen Lebensstil & infiltriert sich ein wenig in die Münchner Schickeria. Schnell wird sie von einer anderen Dame unter die Fittiche genommen & wird in die Welt der etwas fragwürdigen, vielleicht illegalen Nenenjobs eingeweiht 😂 Worin war sie schon immer gut? Rachepläne schmieden und umsetzen? Warum kein Sidehustle daraus machen? Denn ganz im Ernst? Wie soll man sich sonst ein Leben in München leisten Eine tolle Gruppe starker Frauen, die sich gegenseitig pushen und schätzen in einer verdrehten Welt! Das Buch schafft eine gute Verbindung zwischen Unterhaltung, die uns durch das Buch fliegen lässt & der fast satirischen Kritik. Mir fehlte umfassend allerdings doch eine Art roter Faden oder Ziel? Ein bisschen mehr ein Warum? Außerdem war vieles aufgrund der Kürze etwas oberflächlich und natürlich ist die ganze Geschichte auch zu “einfach” zu gut gegangen und es gab nie große Konsequenzen. Auch zum Blurb “Bildet Banden” hat man vielleicht tiefere Erwartungen, die so nicht ganz erfüllt wurden. Man fühlt sich nach Beenden ein wenig ratlos, weil was soll die Message lestendlich sein? 😅 auch n illegales Sidehustle gründen? Vermutlich eher unsere Gesellschaft in Frage zu stellen, ja, aber das hätte gerne noch ein bisschen besser eingebunden werden können.

In “Hustle” von Julia Bähr geht es um Leonie, die nach einer Racheaktion an ihrem ehemaligen Chef für eine neue Arbeitsstelle nach München zieht und feststellt, dass “Rache” als Geschäftsmodell taugt und ihr einen besseren Lebensstil ermöglicht als ihr Museumsjob. Dies sowie Leonies Suchen und Finden von Freund*innen beschreibt die Autorin sehr nahbar und witzig, und auch die Fragen nach Moral und Lebenssinn werden verhandelt. An manchen Stellen fand ich die Handlung etwas drüber, aber ich hatte beim Lesen unheimlich viel Spaß und der tolle Erzählstil fesselte von der ersten bis zur letzten Seite, die leider viel zu schnell kam. Ein tolles Buch für einen kuscheligen Herbstnachmittag, an dem man gut unterhalten werden möchte. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Interessante, unterhaltsame Geschichte, aber mir fehlte ein wenig der Biss.
Das gute zuerst: Ich mochte die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr. Jede einzelne Person war toll gestaltet! Die kleinen Geheimnisse, die Taten, die Handlungen, die Ambivalenz. Jedoch war mir Leonie im Vergleich dazu fast etwas zu blass. Da hätte ich mir gern noch etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Sie war mir auch nicht komplett sympathisch, aber das stand ihr sehr gut- schließlich brauchte sie einige Dinge, die sie beschäftigen müssen. Die Diskussion um Moral hätte meinetwegen auch wesentlich stärker ausfallen können. Das war mir zu verwaschen, zu sehr feel-good. Aber unterhaltsam ist das Buch allemal!

Fand das Buch wirklich mal eine nette Abwechslung. Die Story mit den halb kriminellen Tätigkeiten und der Idee des Rächens super nice. Es hat mir allerdings ein bisschen an Tiefe gefehlt und auch die Verbundenheit der Frauengruppe kam für mich nicht ganz so gut rüber. Allerdings hat es mich doch ganz gut unterhalten.
Ich habe so viel gelacht!
All in all fand ich das Buch sehr unterhaltsam und habe oft geschmunzelt beim Lesen. Die ersten 30 Seiten brauchte ich um reinzukommen und um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, aber ab da habe ich das Buch immer wieder gern zur Hand genommen und weiter gelesen. Ein gutes Buch für Zwischendurch ohne viel beim Lesen nachdenken zu müssen. Das Cover finde ich nicht so passend, da hätte ich mir was anderes eher vorstellen können.

Der Klappentext hat mich voll abgeholt: Leonie lügt, betrügt, prellt die Zeche und wirkt auch sonst sehr tough. Ihr moralischer Kompass ist etwas verstellt, aber genau das hat mich so wahnsinnig neugierig auf »Hustle« gemacht. Wenn ein Roman schon so benannt ist, ist der Name Programm. Leonie ist neu in München und überwältigt von den Lebenshaltungskosten. Glücklicherweise hat sie ein Händchen für Racheaktionen und schlägt schon bald Kapital daraus. Die Idee finde ich originell, ansprechend und irgendwie auch relatable (hatten wir nicht alle schon einmal Rachegelüste?), die Umsetzung war für mich dann aber zu schwach. Oft wurde ihren Aktionen nur ein Absatz gewidmet - keine Tiefe dabei, keine Spannung, kaum Witz. In der Hinsicht wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, was mich enttäuscht. Im Mittelpunkt stand eher Leonies Leben in München und wie sie sich dort angepasst hat. Mit ihren Freundinnen tauscht sie sich über das jeweilige (fragwürdige) Business aus und schnell wird klar: Moral und Gewissen sind für die Freundinnen sehr dehnbare Begriffe, it's all about the money. Das fand ich dann tatsächlich spannend, welche Mittel und Wege gefunden wurden, um in einer Stadt wie München zu (über-)leben. Julia Bähr hat die Gesellschaft mit wunderbar verpackter Ironie und Satire punktgenau kritisiert. Die Darstellung hat mich fasziniert und angesprochen, und ich fühlte mich, als sei ich in eine fremde Welt eingetaucht. »Hustle« war also nicht unbedingt das, was ich erwartet habe, aber hat mich auf unvorhergesehene Weise dann doch gut unterhalten. Und trotz meiner kleinen Enttäuschung hätte ich gerne mehr von Leonie gehabt!






















































