Furye
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Description
Book Information
Author Description
KAT ERYN RUBIK, geboren 1981 in Sankt Petersburg, ist Autorin, Komponistin und Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das war leider gar nicht meins. Ich mochte den Schreibstil gar nicht und kam auch in die Geschichte überhaupt nicht rein. Müsste es darum leider abbrechen.
Der Sommer der Furien – ein Roman von Wut, Wahrheit und weiblicher Selbstermächtigung
Kat Eryn Rubiks „Furye“ ist ein Buch, das sich festsetzt, nachhallt und immer wieder zurückfordert. Im Zentrum steht eine namenlose Ich-Erzählerin. Ihre Eltern (einst Lehrerin und Ingenieur) sehen sich gezwungen, ihre Qualifikationen gegen schlecht bezahlte Arbeit einzutauschen. Diese biografische Bruchlinie durchzieht den gesamten Roman: Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und sozialer Ungleichheit sind nicht bloß Hintergrund, sondern prägen jede Erfahrung der Erzählerin. Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die kunstvoll miteinander verwoben sind. In der Vergangenheit erleben wir die 17-jährige Protagonistin als Stipendiatin an einer Eliteschule, sie ist dabei eine Außenseiterin zwischen Privilegierten. Dort trifft sie auf Meg und Tess, zwei Mädchen aus wohlhabenden, aber zutiefst dysfunktionalen Familien. Was sie verbindet, ist weniger ihre Herkunft als ihre Verletzlichkeit und ihr Zorn. In Anlehnung an die mythologischen Furien nennen sie sich Alec, Meg und Tess und erschaffen sich damit eine eigene Identität, die wild, kompromisslos und solidarisch ist. Dieser Sommer der Furien ist intensiv, fast fiebrig erzählt und dabei voller Grenzerfahrungen, Selbstbehauptung und erster Liebe. Mit Romain tritt eine Figur auf, die sich dem sozialen Gefüge ebenso entzieht wie Alec selbst. Er ist still, distanziert, aber von einer eigentümlichen Tiefe. Ihre Beziehung wirkt wie ein Gegenpol zur eruptiven Energie der drei Freundinnen, verläuft leise, aber nicht weniger bedeutungsvoll. Zwanzig Jahre später kehrt Alec, inzwischen eine erfolgreiche Musikmanagerin, an den Ort ihrer Jugend zurück. Diese zweite Ebene verleiht dem Roman eine zusätzliche Reflexionstiefe: Erinnerungen werden überprüft, Verdrängtes drängt an die Oberfläche, und die Frage nach Identität stellt sich neu. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie Rubik zeigt, dass Erfolg nicht zwangsläufig Versöhnung bedeutet und dass Vergangenheit nicht vergeht, sondern sich verwandelt. Was diesen Roman so außergewöhnlich macht, ist seine Sprache, die kraftvoll, manchmal roh, dann wieder von beinahe poetischer Präzision ist. Viele Passagen verlangen geradezu danach, ein zweites Mal gelesen zu werden, weil sie so scharf beobachtet und zugleich emotional aufgeladen sind. Rubik gelingt es, soziale Realitäten, innere Zerrissenheit und zwischenmenschliche Dynamiken in einer sprachlichen Intensität einzufangen. Besonders herausragend ist die wütende, hellsichtige und schonungslose Figur der Meg. Ihre Fähigkeit, Menschen zu durchdringen und ihre Selbsttäuschungen offenzulegen, verleiht dem Roman eine fast philosophische Schärfe. Furye ist letztlich ein Roman über das Erwachsenwerden, aber auch über das, was bleibt, wenn man längst erwachsen ist. Über Freundschaft als Überlebensstrategie, über Wut als Motor und über die Suche nach einem Platz in einer Welt, die nicht für alle gleich gemacht ist. Eine klare Leseempfehlung, wenngleich einzelne Passagen etwas in die Länge gezogen werden, wodurch sie dem Buch an Lesefluss nehmen.
Was will es mir sagen?
Ich fand es unglaublich zäh. Habe es gehört und selbst da war es schwierig. Alle Menschen sind auf Ihre Art verzweifelt und ohne Sinn. Getrieben von äußeren Einflüssen und glücklich, selbst für einen kurzen Moment, keiner. Darüber eine Wut und eine Weisheit, jenseits der 17 Jahren der Protagonisten. Die zweite Zeitebene war genauso trostlos. Denke deswegen fand ich es so zäh. Es zieht dich in einen trostlosen Sumpf der Sinnlosigkeit. War so gar nicht meins, aber muss es ja auch nicht immer. Für alle die es lesen wollen, evtl nicht im Winter, da wird der Blues eher schlimmer 🥴
ABBRUCH - Rezension bei 60 Prozent
⭐️⭐ Ich habe das Buch leider abgebrochen 📘✋, obwohl ich mir anfangs wirklich viel davon versprochen hatte. Für mich kam kaum Spannung auf. Die Handlung wirkte langatmig und zog sich ohne klare Richtung dahin 😕. Selbst nach über der Hälfte wusste ich immer noch nicht, worum es eigentlich geht 🤯. Die Charaktere waren für mich unsympathisch und schwer greifbar, was das Lesen nicht leichter gemacht hat 😩. Insgesamt war es eine verwirrende und enttäuschende Erfahrung. Zwei Sterne gibt es trotzdem, weil der Stil stellenweise Potenzial erkennen lässt und das Cover Ultra schön ist ✍️✨.
In Furye begleiten wir eine 38-jährige Frau. Erfolgreich, kinderlos, deren Name ebenso anonym bleibt wie die Stadt, aus der sie stammt. Sie ist erfolgreiche Managerin in der männerdominierten Musikbranches Doch innerlich ist sie erschöpft und ausgebrannt. Als eine persönliche Katastrophe ihre Welt endgültig ins Wanken bringt, flieht sie an den Ort ihrer Jugend. Zurück ans Meer. Dort begegnet sie nicht nur alten Erinnerungen, sondern auch ihrer Vergangenheit als Teil der „Furien“. Einer Clique von drei wütenden, verletzten Mädchen, die sich gegen alles und jeden auflehnten, was ihnen Unrecht tat. Alec, Tess und Meg waren drei Außenseiterinnen mit schwierigen Familienverhältnissen. Drei laute Stimmen voller Sehnsucht, Zorn, Mut und Unsicherheit. Besonders Meg fand ich toll. Laut, wütend, mutig. Alec nennt sich die Protagonistin in Rückblicken. Sie kämpft mit dem Gefühl, niemals wirklich dazu gehört zu haben. Als Tochter von Migranten, deren akademische Abschlüsse nicht anerkannt wurden, wächst sie in einer Welt auf, in der Geld, Herkunft und Macht alles zu bestimmen scheinen. Und doch findet sie Halt bei ihren Freundinnen bis zu jenem einen Sommer, in dem alles zerbrach. Rubik erzählt auf zwei Zeitebenen, was ich so sehr liebe. Die Gegenwart in nüchternem Ton, die Vergangenheit poetisch. Basierend auf Alecs alten Tagebuchnotizen. Dieser Wechsel ist nicht nur stilistisch spannend, sondern auch emotional intensiv. Ich fand den Schreibstil generell sehr elegant und dann wiederum mit voller Wucht derb, voll von Sätzen die treffen. Themen wie Depression, patriarchale Gewalt, Einsamkeit, Herkunft und unerfüllter Kinderwunsch durchziehen den Text. Wie sehr bestimmen andere unseren Lebensweg? Und dann ist da noch Romain, der einst angebetete, gottgleiche Schönling. Ihre Wiederbegegnung mit ihm wirft Licht auf die Fragen, die Alec sich selbst lange nicht gestellt hat. Was war damals wirklich? Diesen Twist fand ich sehr gut. Ich fand die Melancholie und den Schreibstil wirklich toll. Das Buch lebt von den Charakteren, die Geschichte wirkt sehr echt auf mich. Es gab für mich keinen großen Höhepunkt, aber dennoch war alles stimmig. Das Ende hätte ich mir vielleicht anders gewünscht. Aber vielleicht braucht am Ende eine Furie auch ihren Frieden. Starkes literarisches Debüt.

Leider überhaupt nicht meins
Ich habe Furye als Hörbuch angefangen und muss leider sagen: Ich finde einfach keinen Zugang zur Geschichte. Von Anfang an plätschert alles eher ziellos vor sich hin, ohne dass mich die Handlung emotional packt oder wirklich neugierig macht. Vielleicht bin es am Ende einfach ich – oder das Buch – aber die Verbindung wollte einfach nicht entstehen. Nach 3 Stunden und 41 Minuten habe ich daher die Reißleine gezogen. Schade, denn der Klappentext klang schon vielversprechend.
Hat mir wirklich gefallen
„Manchmal bleibt man da, wo man innerlich nie weggegangen ist.“ Die namenlose Erzählerin kehrt zurück in die Stadt, in der sie vor 20 Jahren gelebt hat. Inzwischen ist sie 38, erfolgreiche Managerin, Single und kinderlos. Nach außen hin wirkt alles perfekt aber sie fühlt sich einsam. Parallel dazu wird von ihr in ihrer Jugend erzählt. Mit zwei Freundinnen sind sie die „Furien“, Vorbilder aus der griechischen Mythologie. Danach nennt sie sich Alec, ihre Freundinnen sind Tess und Meg. Beide kommen aus einem wohlhabenden Elternhaus, haben genug Geld aber ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern. Und dann ist da noch Romain. In ihrer Jugend war sie verrückt nach ihm und jetzt, 20 Jahre später, trifft sie ihn wieder. Ein Sommer, der alles veränderte und eine ungewisse Reise in die Vergangenheit. Ein Roman, der sich erst im Verlauf völlig entfaltet, dafür mit einer ordentlichen Wucht. Eine Liebe in ungleichen sozialen Verhältnissen, noch dazu der Versuch irgendwie erwachsen zu werden. Melancholisch, düster und poetisch wird hier erzählt. Die unterschiedlichen Zeitstränge werden durch unterschiedliche Schriftarten dargestellt. Das machte es leicht zu erkennen in welcher Zeit wir gerade sind. Es geht um Trauer, Schmerz, Gewalt. Die Sprache ist manchmal recht derb bis vulgär, passte für mich aber zu dem Roman. Romain ist schwer zu greifen. Er leidet an Depressionen und seinem emotional nicht erreichbarem Vater. Er ist daher nicht der typische Roman Boyfriend aber einfach so herrlich authentisch. Ein Coming-of-Age-Roman, der weh tut – und lange nachhallt. Zärtlich, wütend und ehrlich. Ein tiefgründiger, atmosphärischer und berührender Sommerroman, den ich euch sehr gern empfehle.
FURYE Kat Eryn Rubik ET: 15.07.2025 Unsere namenlose Ich-Erzählerin kehrt nach zwanzig Jahren zurück in den Ort, den sie nicht nennen will. Hier war sie einst die Außenseiterin: Stipendiatin an einer Eliteschule, Tochter von Einwanderern, die in einem bröckelnden Wohnblock lebten, während die anderen in Villen mit Pool groß wurden. Ihre Eltern, einst Akademiker, mussten in der Fremde Taxi fahren und Büros putzen. Damals, mit 17, lernte sie Meg und Tess kennen, und erlebte, dass Reichtum längst kein Garant für Glück ist. Megs Mutter ertränkte ihre Tage im Alkohol und kümmerte sich keinen Deut um ihre Tochter. Tess lebte mit der ständigen Angst vor ihrem gewalttätigen Vater. Und dann war da noch Romaine, der stille Junge, der sie kaum eines Blickes würdigte und doch eine unerklärliche Anziehungskraft hatte. Es war der Sommer der ersten Liebe – und der ersten Verluste. Heute begegnen wir Alec, einer erfolgreichen Managerin in der Musikbranche. Sie ist erschöpft, kurz vor dem Burnout, trauert um ihren Vater, versucht ihre Mutter aufzufangen – und hadert mit dem unerfüllten Wunsch nach Mutterschaft. Eines morgens sitzt sie vor den Nachrichten, als der Moderator von einem tödlichen Unfall berichtet: Ein Cabrio sei von den steilen Klippen gestürzt. In Alec schreit sofort alles auf, denn sie weiß, dass das nicht die Wahrheit ist. Kat Eryn Rubik hat mit Furye einen Roman geschrieben, der atemlos macht. Was sich anfangs wie eine leichte Sommerlektüre liest, entpuppt sich schnell als vielschichtige, dunkle Geschichte über Misogynie, Machtmissbrauch und dysfunktionale Beziehungen. Über Armut und Privilegien. Über Sehnsüchte, Mutterschaft und den langen Weg zur Selbstfindung. Der Stil der Autorin ist hypnotisch – ein Sog, der nicht mehr loslässt. Schon nach den ersten Seiten war ich verloren in dieser Welt und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Fazit: Roh, emotional, voller Wucht – Furye ist ein Roman, der nachhallt, verstört und berührt. Ein starkes, unvergessliches Leseerlebnis. 5/5

„Wir werden ewig sein, werden ewig sein, wie die Sonne und das Meer.“ 🌊 Was für ein Buch, es lässt mich in tiefer Schwere und Traurigkeit zurück.
Eine namenlose Erzählerin kehrt nach 20 Jahren wieder in die Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Sie versucht ihre Vergangenheit dort an den Schauplätzen und mit den Personen zu verarbeiten. Die Erzählstränge wechseln zwischen dem Hier und Jetzt und Einträgen aus ihrem Notizbuch aus der Jugend. In einer vermeintlich unbeschwerten Jugendzeit passieren viele schreckliche Dinge, die nach und nach durch die Aufzeichnungen aus der Vergangenheit aufgerollt werden, die sie bis ins Hier und Jetzt verfolgen. Auch gewisse Personen tauchen wieder auf und verschwinden auch wieder. Am Ende bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer, der der Erzählerin neunen Mut fürs Leben bringt. Das Buch erzählt von einer tiefen Traurigkeit, Schwere, Einsamkeit. Ich bin tief berührt von der Geschichte, der Neutralität des Erzählstils und den Gedanken der Erzählerin. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight, auch wenn es weh tut.

Berührend und melancholisch
Die namenlose Ich-Erzählerin, eine 37 jährige erfolgreiche Musikmanagerin, welche erst kürzlich das Cover der Vogue zieren durfte, flüchtet nach einem traumatischen Anruf wieder in ihre Heimatstadt am Meer. Dort kommt sie sich selbst und ihrem 17 jährigen Ich näher und beginnt sich mit dem Sommer und den Geschehnissen vor zwanzig Jahren auseinanderzusetzen. Aufgewachsen als Tochter von zwei mittellosen Migranten, wächst sie zwar liebevoll aber in prekären Verhältnissen auf. Sie erhält ein Stipendium und darf mit der Oberschicht zur Schule gehen. Nirgendwo zugehörig wird sie dann doch Teil eines Trios, den Furyen. Meg, Tess und Alec, alle irgendwie Außenseiter. Die drei erleben in diesem Sommer nicht nur wahre Freundschaft und Liebe, sondern auch erschütternde Momente, welche Traumata auslösen, die nie wirklich geheilt werden können und ihren Weg in die Gegenwart finden. Außerdem gibt es da auch noch den melancholischen Romain mit dem Alec, die Erzählerin eine tiefgreifende und turbulente Beziehung eingeht. Ich bin wirklich absolut begeistert und beeindruckt von dem Roman. Kat Eryn Rubik hat ein wahres Meisterwerk erschaffen. Auf zwei verschiedenen Zeitebenen wird eine tiefgründige, atmosphärische und berührende Stimmung erzeugt, welche unglaublich fesselnd wirkt. Durch leise Worte und sprachliches Geschick werden so viele verschiedene Emotionen transportiert, dass ich während dem Lesen das Gefühl hatte Teil der Geschichte sein zu dürfen. Die 37 jährige Business Frau, verloren in der Gegenwart, die 17 jährige Alec der die ganze Welt noch offen steht und trotzdem das Gefühl hat vor verschlossenen Türen zu stehen, habe ich direkt vor mir gesehen und ihren Schmerz gefühlt. Die unterschiedlichen Themen, wie Gewalt an Frauen, sexualisierte Gewalt oder auch häusliche Gewalt sind oft schwer zu verarbeiten und machen aus dem Roman einfach mehr als „eine einfache Sommerlektüre“ und haben mich tief bewegt und getroffen.
Mit „Furye“ legt Kat Eryn Rubik einen intensiven, atmosphärisch dichten Roman über die Wucht der Jugend, die Schatten der Vergangenheit und das fragile Gerüst, auf dem ein scheinbar perfektes Leben ruhen kann, vor. Zwischen zwei Zeitebenen und zwei Ichs einer Frau entfaltet sich eine Geschichte, die mehr mit Schmerz als mit Heilung zu tun hat – und trotzdem von tiefem menschlichem Verstehen durchzogen ist. Die namenlose Erzählerin, heute eine erfolgreiche Musikmanagerin mit makelloser Karriere und Hochglanz-Außenwirkung, trägt im Inneren die Narben eines Sommers, der alles veränderte. Ein Anruf wirft sie zurück in eine trügerisch schöne Küstenstadt, zu den Wurzeln ihrer Jugend – und zu einer Erinnerung, die sie nie ganz losgelassen hat: das tödliche Unglück eines Cabrios an den Klippen. Was die Welt als Unfall wahrnimmt, ist für sie ein Puzzle aus Schuld, Verdrängung, Wut und Freundschaft, das sie nun erneut zusammensetzt. Rubik arbeitet mit doppelten Zeitsträngen: Die Gegenwart konfrontiert mit der Leere des erfolgreichen Erwachsenenlebens, die Vergangenheit erzählt vom rebellischen Teenagerdasein der „Furien“ – Alec, Meg und Tess –, drei Mädchen, die sich gegen patriarchale Machtstrukturen, familiäre Gewalt und soziale Ungerechtigkeit auflehnen. Zwischen jugendlicher Wut, toxischer Freundschaft und zarter erster Liebe entsteht ein explosives Gemisch, das sich über Jahre hinweg nicht entlädt, sondern innerlich weiterwirkt. Formal überzeugt der Roman durch eine klare, pointierte Sprache, die in vielen Momenten poetisch, aber nie prätentiös wirkt. Rubik gelingt es, psychische Abgründe leise, fast beiläufig darzustellen – sei es Depression, Alkoholismus oder unerfüllter Kinderwunsch. Gerade das macht die Lektüre so eindringlich. Furye lässt sich nicht bequem konsumieren – das Buch fordert Aufmerksamkeit, Reflexion und manchmal auch eine Pause, um das Gelesene sacken zu lassen. Was den Roman besonders macht, ist sein Ton: melancholisch, kühl und gleichzeitig durchzogen von einer rohen Emotionalität, die oft mehr andeutet als ausspricht. Die Sprache ist präzise wie ein Skalpell – und doch ist Furye auch ein zutiefst emotionaler Text über Zugehörigkeit, Machtverhältnisse, weibliche Wut und die unerträgliche Sehnsucht nach einem anderen Ausgang. Kritisch anzumerken ist, dass das Ende – zumindest für manche Leser*innen – nicht ganz mit der zuvor aufgebauten Dichte mithalten kann. Es wirkt träumerisch, beinahe versöhnlich, was in starkem Kontrast zum vorherigen, düsteren Ton des Romans steht. Ob das ein Bruch oder eine bewusste Öffnung ist, bleibt Interpretationssache. „Furye“ ist kein leichter Sommerroman, auch wenn die Kulisse es zunächst vermuten lässt. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden mit offenen Wunden, über das Weiterleben mit Unausgesprochenem – und über die Kraft (und den Fluch) der Erinnerung. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird mit einem kraftvollen, mutigen und literarisch anspruchsvollen Roman belohnt.

Was für eine krasse Geschichte! 🔥
Der Sommer der Furien ist eine Wucht!
Die namenlose Ich- Erzählerin wird als Außenseiterin in einer Stadt groß, die sie nicht benennt. Ihre Eltern sind Einwanderer mit akademischen Abschlüssen (Lehrerin und Ingenieur), die jedoch nicht anerkannt werden und fahren Taxi beziehungsweise putzen, um ihren Lebensunterhalt in ärmlichen Verhältnissen zu bestreiten. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, in einer Ebene ist die Erzählerin 17 Jahre alt und Stipendiatin einer Eliteschule, dort freundet sie sich mit zwei Mädchen aus sehr reichen Familien an, die eine wohlstandsverwahrlost und völlig alleingelassen vom Vater und mit alkoholabhängiger Mutter, die andere mit einem gewalttätigen Vater, der ständig die Mutter prügelt. Die drei Mädchen benennen sich in Anlehnung an die drei Furien Alec (Erzählerin), Meg und Tess und halten zusammen. Doch dieser Sommer ist prall gefüllt mit wirklich allem, was Leben zu bieten hat – der Sommer der Furien eben – und dann gibt es noch Romain, der stille reiche Junge, der keine Menschen mag und mit Alec zusammenkommt. Die zweite Ebene (im Buch sind beide Ebenen durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet) spielt 20 Jahre später. Alec, inzwischen supererfolgreiche Musikmanagerin, kehrt an den Küstenort ihrer Jugend zurück und konfrontiert sich mit der Vergangenheit. Dies ist kein oberflächliches Strandbuch, sondern ein kluger, spannender und wunderbar beobachteter Sommerroman, mit vielen Textpassagen, die von mir bewusst ein zweites Mal gelesen wurden, so gut sind sie. Besonders die wütende, lebenskluge, bereits alles wissende Meg hat mich tief beeindruckt, wie sie Menschen durchschaut und bis auf den Grund ihrer Seele blickt, sie geradezu seziert und ihre Schwächen, Abgründe und heuchlerischen Verlogenheiten in glasklare Worte fasst, einfach genial. Sprachgewaltig, manchmal roh und derb, tiefgründig, emotional, ergreifend – eben eine Wucht! Ganz große Leseempfehlung von mir!
✨ Rezension ✨ Furye | Kat Eryn Rubik | DuMont | 352 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
In Furye begleiten wir unsere Protagonistin, bei einer Rückkehr in den Sommer als sie 17 Jahre alt war. Den Sommer der Furien, den sie mit Meg und Tess erlebt hat. Erste Male, erste Liebe, erste Verluste. Zu Beginn sind wir in der Gegenwart und lernen die Lebensumstände von Alec kennen. Sie ist erfolgreich, aber alleine und sie hat ihre Struggle. Nachdem sie eine Nachricht bekommt, versetzt sie sich in den Sommer ihrer Jugend zurück, fährt in ihre alte Heimat und erzählt anschließend in selbst geschriebenen Rückblenden von jener Zeit. Wir sind hier also im Verlauf abwechseln in der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Geschichte ist unheimlich atmosphärisch erzählt, dabei aber leicht zugänglich und mit vielen Passagen, die ich mir anstreichen musste. Coming of Age, Freundschaft, Klassismus und patriarchale Strukturen werden hier schonungslos offen gelegt. Immer mit der Frage, was in jenem Sommer passiert ist und ob sich die Protagonisten davon erholen können. Grade zum Ende wurde das Buch nochmal zunehmend spannend, tragisch und für mich natürlich auch tränenreich. Nostalgisch, wortgewaltig und ehrlich, bleibt dieses Buch in Erinnerung und hallt nach. Von mir eine klare Leseempfehlung. ❓Denkst du gerne an die Sommer deiner Jugend zurück❓

Highlight ✨
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an total gefesselt. Ich war sofort mitten in der Geschichte und habe die Sprache der Autorin geliebt. Es ist kein leichter Sommerroman, sondern unglaublich düster und atmosphärisch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hab es fast in einem Zug durchgelesen. Das Ende hat mich berührt und sprachlos gemacht.

»Wir lachten weg, was grabesschwer in uns lag. Lachten sie alle aus. All jene, die uns verletzt hatten. Mit ihrem Dasein oder ihrem Fehlen. Aber am meisten wohl uns selbst.« (305f) 💔 Der Sommer der Furien — an diesen erinnert sich die Ich-Erzählerin, die wir als Alec kennenlernen und im Heute als erfolgreiche Musikmanagerin Karriere macht. In abwechselnden Kapiteln (BTW: in unterschiedlichen Fonts geschrieben — sehr nice 🤌🏼) erfahren wir mehr über Alec’s jetziges Leben & Struggels und D I E S E N einen Sommer, der flirrend heiß ist. Dieser Sommer, der 20 Jahre her ist und für drei Freundinnen alles verändern wird — das erahnen wir als Lesende schnell. In Anlehnung an die drei Furien — aka Rachegöttinnen — hat Meg die drei Besties in Alec, Meg & Tess benannt und will Gerechtigkeit in a men’s world. Und dann ist da noch Romain, ein gutaussehender, smarter, richer Einzelgänger, der eine wandelnde Red-Flag ist 🚩, und der für Alec weit mehr als ein Crush wird … Was hat dieser Sommer mit der heutigen Alec zu tun, die nicht weinen kann und ihre Mutter auf Abstand hält? Check it out 🔥 »Der Deal ›Ich bringe Karriere und Geld, Du kriegst das Kind‹ funktioniert eben nur in eine Richtung.« (232) Ich sag’s , wie es ist: Ich habe diesen Roman aufgeschlagen, begonnen und erst wieder zur Seite gelegt, als ich die letzte Seite beendet habe. 🥵 Dieser Roman hat mich sehr berührt, die Vibes habe ich sehr mitfühlen können und auch, wenn ich einige Entscheidungen überhaupt nicht antizipieren konnte, habe ich jede Seite geliebt. ❤️🔥 »FURYE« erzählt nicht nur eine Coming-of-Age & Love-Story, die es in sich haben, sondern die Autorin Kat Eryn Rubik hat viele weitere Themen aufgegriffen: Friendship, Selbstfindung, Mutterschaft, Kinderwunsch, Familie, soziale Ungleichheit, Klassismus, Patriarchat, 90ties/2000er Teenie-Zeit mit all den Red Flags und Dingen, die wir damals hingenommen haben, obwohl sie natürlich krass waren. 😮💨 Rubik versteht es, die Erzählstränge nach und nach zusammenzuführen. Ich habe mir so viele Stellen markiert, weil der Schreibstil und die Sätze einfach krass gut sind. 💎 Große Herzensempfehlung ❤️🔥 und ganz große Liebe für dieses großartige Cover von Ana Cardoso. 🩵💚

Leider nicht so gut wie erwartet....
Die Geschichte klang interessant und das Buch ließ sich gut lesen. Dennoch ist der Funke nicht übergesprungen und mir war auch keiner der Charaktere sonderlich sympathisch.
Furye ist ein starkes Buch voller Themen, die zum Nachdenken anregen.
Auf „Furye" von Kat Eryn Rubik bin ich vor allem durch die enorme Präsenz aufmerksam geworden. Überall tauchte dieses Buch auf und fast immer wurde es in den höchsten Tönen gelobt und ich kann sagen, dass die Begeisterung nachvollziehbar ist. Schon die Erzählweise hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einerseits in der Gegenwart, in der wir die Protagonistin unmittelbar begleiten und andererseits in den Einträgen eines Notizbuchs, die ihre Jugend schildern. Diese Aufzeichnungen sind voller Härte, Schmerz und wichtiger Themen. Es geht um Misogynie, um Machtmissbrauch, um Armut und Wohlstand, um Alkoholmissbrauch und um zerrüttete Familienverhältnisse. Ebenso um Freundschaft, Migration, politische Fragen und um das, was junge Menschen prägt. Besonders bewegend sind die Passagen über sexualisierte und häusliche Gewalt. Auch Schwangerschaft, Abtreibung und Depressionen finden einen Platz in diesem Buch. Die Vielfalt an Themen macht dieses Buch so schonungslos und relevant. Die Notizen der Jugend waren so drastisch, dass mir teilweise richtig schlecht wurde. Gleichzeitig bangte ich in den Kapiteln der Gegenwart ständig darum, ob die Protagonistin nicht gleich etwas Unbedachtes tut, das anderen schadet. Genau dieser Wechsel von Rückblick und Gegenwart sorgt für eine intensive Spannung, die mich durch die Seiten getragen hat. Was ich faszinierend fand war, dass ich als Leserin zwischen Mitgefühl und Abwehr schwankte. Zum einen konnte ich die Erzählerin verstehen, wenn man sieht, was sie alles erlebt hat und zum anderen stößt ihr Verhalten ab und wirkt verstörend. Diese Ambivalenz, die sich auch auf andere Themen bezieht, hat mir gut gefallen. Der Schreibstil von Kat Eryn Rubik hat mir sehr gefallen. Besonders mochte ich den Wechsel aus aktiver und passiver wörtlicher Rede, der den Text abwechslungsreich und eigenständig wirken lässt. Sowohl die Notizbucheinträge als auch die gegenwärtigen Kapitel waren spannend und atmosphärisch geschrieben, oft auch mit starken Zitaten. Das Ende ist für mich gelungen – ein Abschluss, mit dem man als Leser:in leben kann, der aber dennoch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lässt. Insgesamt ist Furye für mich ein tiefgründiger, aufwühlender und atmosphärischer Roman. Er ist keine leichte Sommerlektüre, auch wenn Cover und Klappentext das vielleicht versprechen. Vielmehr ist es eine Geschichte, die von Gewalt, Verlust und inneren Kämpfen erzählt – aber eben auch von Widerstand, von Überleben und davon, wie Erfahrungen einen Menschen formen.
Sternebewertung fiktiv
Ein Sommer, der alles veränderte, so beginnt die Geschichte von Alec, die nach zwanzig Jahren in ihre Heimat zurückkehrt. Einst war dieser Ort der Mittelpunkt ihres Lebens. Ihre große Liebe Romain, der gutaussehende Junge aus gutem Haus. die unzertrennlichen Freundinnen Meg und Tess, bis ein tragischer Unfall alles zerschlug. Sie nannten sich die Furien. Seitdem hatte Alec mit dieser Vergangenheit abgeschlossen. Heute ist sie eine erfolgreiche Managerin, zielstrebig, souverän und scheinbar gefestigt. Doch ein nächtlicher Anruf reißt alte Wunden auf und zwingt sie zur Rückkehr an den Ort, den sie nie wieder betreten wollte. Zunächst war Furye für mich eine Coverwahl. Der Einstieg fiel mir schwer: der Ton an manchen Stellen zu vulgär, der Beginn zäh, beinahe träge. Auf den ersten 50–80 Seiten war ich skeptisch. Doch dann, Wendepunkt. Mit Alecs Ankunft in der Heimat entfaltet der Roman plötzlich eine Sogkraft, die mich überrascht hat. Die Geschichte entwickelt Spannung, Tiefe und einen emotionalen Kern, der unter die Haut geht. Kat Eryn Rubik gelingt es, die intensive Verbindung zwischen Alec und Romain glaubhaft und komplex zu zeichnen: Leidenschaft, unausgesprochene Schuld, seelische Narben. Dazu das Schicksal der verlorenen Freundschaften und die unheilvolle Vergangenheit, die wie ein Schatten über allem liegt. Der Roman ist zugleich erdrückend und sinnlich, melancholisch und aufwühlend. Das letzte Drittel habe ich als Hörbuch gehört, die Sprecherin hat den Ton perfekt getroffen und die Atmosphäre noch greifbarer gemacht. Für mich ist Furye eine Art Coming-of-Age-Roman für Erwachsene, mit mehr Tiefe, Reife und emotionaler Wucht. Wer diesen Sommer ein Buch sucht, das Liebe, Verlust, Freundschaft und Spannung miteinander verbindet, sollte es unbedingt in den Urlaubskoffer legen.
Definitiv keine cosy Sommer-/Urlaubslektüre, dagür aber sehr atmosphärisch, dicht, berührend. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in den Text zu finden, hatte Probleme bei den Sprüngen zwischen den Zeitebenen. Das kann aber auch am Hörbuchformat gelegen haben.
Ein gutes Sommerbuch, finde ich. Abzüge gibt es, weil die Geschichte mich zwar erst total in ihren Bann gezogen hat, dann aber leider nicht mehr ganz so fesselnd war. Und ich wurde die ganze Zeit das Gefühl von „Das hast Du doch schon mal so erzählt bekommen“ nicht los. Keine Ahnung, welcher Film oder welches Buch da genau in meinem Kopf rumgeisterte. Aber es hat mein Leseglück etwas getrübt.
Im Buch werden viele Themen angesprochen die zum Nachdenken anregen und die mich auch teilweise erschüttert haben. Einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Den Schreibstil fand ich aber sehr gut.
Einer der schönsten Roman des Jahres
Literarisch und auch inhaltlich ein wunderschönes Buch! Die Sichtweise durch die Protagonistin ist bewusst distanziert auf manche Aspekte und als Leser bleibt man über so manche Rahmenbedingungen im Dunkeln, während sich das große Bild der Geschichte fügt. Das Buch bringt tiefe Gefühle und einen Schmerz über die Liebe und Vergangenheit, wo dennoch viel Schönes mitschwingt
Definitiv keine cute Sommerromance
Dieses Buch hittet echt härter als man denkt. Auch wenn ich am Anfang etwas irritiert von den langen Kapiteln und den ständig wechselnden Zeitachsen war, hat mich die Story irgendwie fesseln können. Ich fand die Charaktere total spannend und nahbar und wollte wissen wie sie sich entwickelt haben/ was mit ihnen passiert ist. Man muss sich definitiv an den Schreibstil gewöhnen und es kann auch gut sein, dass ich einige Formulierungen nicht gecheckt habe, weil es schon in eine sehr poetische Richtung geht. Aber irgendwie hat es mich trotzdem gepackt. Manchmal wusste man auch nicht ganz was genau an der Story man jetzt für voll nehmen konnte/ was wirklich passiert ist oder was nur Vorstellung war. Aber das war auch irgendwie ganz reizvoll. Das Ende hat mich auf jeden Fall echt zerstört. Das Buch regt auf jeden Fall zum nachdenken an und macht was mit einem.

„Furye“ von Kat Eryn Rubik, gelesen von Alina Vimbai Strähler Dauer: 8 Stunden 44 Minuten Verlag: DUMONT audiobook Sie nennen sich Alec, Meg und Tess, sind 17 Jahre alt und geben sich selbst den Namen „Furien“ nach der griechischen Mythologie. Drei Mädchen, die sich das Leid aus ihren Elternhäusern miteinander teilen: Meg kommt zwar aus guten Verhältnissen, doch ihre Mutter ist alkoholsüchtig. Tess hat einen prügelnden Vater. Alec wiederum stammt aus einer Migrantenfamilie, deren akademische Abschlüsse nichts wert sind. Dann war da noch Romain, der Sohn eines reichen und einflussreichen Vaters. Zwischen Alec und ihm entsteht eine Beziehung voller Liebe. Seltsam war, dass er sich in der Schule nicht mit ihr zeigen wollte, oft in seiner eigenen Welt lebte. Bis Alec eine Entscheidung traf, die sie ihr Leben lang verfolgen sollte. Heute ist Alec eine erfolgreiche Musikmanagerin, kinderlos und Single. Ihr Vater ist an Krebs gestorben, ihre Mutter kämpft sich zurück ins Leben. Sie selbst glaubt, nichts mehr fühlen zu können. Dann bekommt sie eine schlimme Diagnose. Sie setzt sich ins Auto und fährt zurück in die Stadt, die sie zwanzig Jahre lang gemieden hat. Zurück zu den Erinnerungen, die sie so tief vergraben glaubte. Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart. Stück für Stück wird klar, was damals passiert ist und warum es zu den Tragödien kam. Vergangenheit und Gegenwart treffen sich, genau wie Alec und Romain. Die Liebe ist spürbar, aber die Wut steht ihr in nichts nach. Der Schreibstil ist hart, voller bitterer Tränen, Gewalt, Depressionen, Suizid. Durch die Gegenwart der Erzählerin und die Einträge aus dem Notizbuch der Vergangenheit konnte ich mitleiden und mitfühlen. Die Kapitel sind spannend, authentisch und fesselnd beschrieben. Manchmal hätte ich mir bei den sehr heftigen Geschehnissen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch wenn das Ende schon etwas vorhersehbar war, hat es mich doch überrascht und genau das macht die Geschichte intensiv. Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen. Und ein Wunder, ein Neuanfang. Die Sprecherin Alina Vimbai Strähler hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme transportiert sie die Emotionen der Figuren glaubhaft und verleiht sowohl der jungen Alec, als auch der Erzählerin von heute eine gewisse Tiefe. Sie schafft es, die Härte und Schwere der Handlung spürbar zu machen, ohne dabei ins Pathetische zu rutschen. Für mich eine perfekte Wahl für dieses Hörbuch. Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen. Und ein Wunder, ein Neuanfang. „Hier bin ich. Ich bin. Ich bin. Das Leben ist ein großes Geschenk.“ (Kapitel 2/7,5%)

100% mein Lesegeschmack
Die Geschichte und die Perspektive sind manchmal bedrückend, aber auch intensiv, ehrlich und sehr gut. Kein klassisches Sommer Buch. Sehr melancholisch. Mir hat es so gut gefallen, dass ich jeden einzelnen Satz gerne und genau gelesen habe, ohne stellenweise etwas zu überfliegen.

Das Buch ist so unglaublich intensiv und definitiv keine leichte Sommerlektüre. Eine erfolgreiche Frau, die ungewollt kinderlos ist, kehrt in ihre Heimat zurück und stellt sich den Erlebnissen ihrer Jugend. Es werden so viele Themen behandelt, die auf unterschiedliche Arten zerstören. Ich will gar nicht so viel beschreiben, weil ich das Leseerlebnis nicht kaputt machen möchte. Nur so viel, ich war schockiert, wütend, traurig, entsetzt, hilflos und dennoch so fasziniert vom Schreibstil und der Geschichte selbst. Wirklich unglaublich fesselnd. Im wahrsten Wortes, wie ein Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Ich hatte zum Ende den Beginn vergessen, weil einfach so viel passiert war, sodass es mich nochmal richtig kalt erwischt hat. Ich bin sprachlos über die Seiten geflogen, die nochmal so viel in mir aufgewühlt haben.
Gewaltig schön
Furye ist gewaltig schön, geht unter die Haut und nichts ist so, wie es scheint. Das Cover lässt vermuten, dass es sich um eine leichte Sommerlektüre handelt. Das ist aber gar nicht der Fall. Die Autorin spielt unglaublich gut mit Rückblenden, die den Sommer der ersten Liebe von Alec der Protagonistin zeigen. Die Geschichte wird von hinten nach vorne bis hin zur Gegenwart peau à peau offenbart und lässt den Leser schlussendlich melancholisch zurück. Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle.
Ein sehr atmosphärischer Roman, der mich jedoch durch viele Zeit- und Handlungssprünge lange verwirrt hat. Am Ende blieben viele Fragen offen, die ich gerne noch beantwortet bekommen hätte. Ein Hörbuch, das ich wahrscheinlich besser gelesen hätte.
Irgendwie habe ich keinen richtigen Zugang gefunden - sehr düster und verwirrend. Schon voller Gefühl.
Mochte das ganz gerne. Das Ende hätte ich so jetzt nicht gebraucht aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Cover 10/10.
Der Roman „Furye“ von Kat Eryn Rubik wird seit 3 Monaten gefeiert und gelobt. Gar nicht so einfach sich da eine eigene Meinung zu bilden. Ich versuche es dennoch: Zunächst einmal erinnert mich der Inhalt teilweise an andere Romane wie beispielsweise: 1. „Amphibium“ von Tyler Wetherall: - Junge Mädchen sind sich ihrer Macht aufgrund der eigenen Jugendlichkeit und ihrer Wirkung dadurch aktiv bewusst und nutzen sie zu ihrem Vorteil - die Gradwanderung zwischen Eigenermächtigung und gleichzeitiger Bedrohung durch den patriarchale System ist allgegenwärtig 2. „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl: - eine Gruppe Mädchen entschließt sich, Rache an Männern zu nehmen, die in den verschiedensten Situation übergriffig geworden sind. Mit dem inoffiziellen Untertitel „Der Sommer der Furien“ trifft Rubiks Roman demnach schon mal einen Zeitgeist, was die Auseinandersetzung mit den Themen Feminismus und (weiblich gelesene) Jugendlichkeit betrifft. Leider verliert sich das Thema aus meiner Sicht im Laufe des Buches und insbesondere die Liebesgeschichte rückt mehr in den Fokus. Darüber hinaus verhandelt Rubik auch über Depressionen, Freundschaft, Elternschaft, Klassenunterschiede, Alkoholismus, Lebensentscheidungen, Kinderwunsch und häusliche Gewalt. An der ein oder anderen Stelle etwas viele Themen aber dennoch aus meiner Sicht gekonnt (insbesondere sprachlich) umgesetzt.

Furye erzählt die tragische Geschichte der 3 Furien – roh, ehrlich und manchmal schmerzhaft. Der Roman wirkt stellenweise recht langatmig und verlangt Geduld, doch genau dieses langsame Voranschreiten verstärkt die emotionale Wucht der Handlung. Wer dranbleibt, wird mit einer bewegenden, eindringlichen Geschichte belohnt.
Wahnsinnig gut
“In einer beschissenen Welt wie dieser ist es manchmal das Beste, gar nicht erst anzutreten … sich dem allen gar nicht erst zu stellen.” In dem Roman “Furye” von Kat Eryn Rubik begleiten wir Alec in zwei Zeitsträngen. Zum einen als 17-Jährige Tochter von Migranten, welche in Armut aufwächst. In ihrer Schule lernt sie Meg und Tess kennen, welche beide ein problematisches Verhältnis zu ihren Eltern haben. Die drei Freundinnen benennen sich nach den Furien, den drei Rachegöttinnen der griechischen Mythologie. Außerdem beginnt Alec mit Romain, einem verschlossenen Jungen, eine turbulente und emotionale Beziehung. 20 Jahre später ist sie erfolgreiche Musikmanagerin, und nach einer erneuten erfolglosen Kinderwunschbehandlung beschließt sie, in ihren Heimatort zurückzukehren. Dort stellt sie sich ihrer Vergangenheit und trifft wieder auf ihre erste große Liebe. Ich habe das Buch verschlungen. Der Schreibstil war ansprechend und poetisch aber ohne kitschig zu sein. Dieses Buch ist kein leichter Sommerroman, sondern voller roher Emotionen, Schmerz und Wut. Mich hat es sehr mitgenommen, man sollte vor dem Lesen bedenken, dass sehr schwierige Themen beschrieben werden. Für mich aber ein klares Highlight dieses Jahr.
Noch ein Highlight zum Jahresabschluss! So lieben wir das.
Was für ein furioses Buch!!! Es enthüllt sich eine wirklich tragische Liebesgeschichte, die auch durch die verschiedenen Zeitebenen an Tiefe gewinnt. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet und die Handlung hält manche überraschende Wendung bereit. Mich hat es vor allem durch die melancholische Stimmung gepackt und tief berührt. Keine leichte Kost, sehr aufwühlend und atmosphärisch dicht, aber absolut lesenswert!
Wow, was für eine Gefühlsachterbahn war das denn?! Hab das Buch nur so inhaliert, konnte es kaum aus der Hand legen! Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte ging mir unter die Haut, wahnsinnig berührend erzählt, so nachvollziehbar echt und roh. Es werden nebenbei viele wichtige Themen aufgegriffen, zwar nicht ganz so tiefgründig, aber schon so, dass man drüber stolpern und nachdenken kann. Im Buch sind übrigens die Zeitsprünge ganz eindeutig zu erkennen, schon allein durch die unterschiedlichen Schriftarten. Da ist direkt klar, in welcher Zeit man gerade unterwegs ist.
Es gibt zu diesem Buch ja schon ein paar begeistere Stimmen und ich kann mich nur anschließen. Eine Geschichte, die deutlich tiefer geht, als man zunächst ahnt. Dazu einige Wendungen, die man nicht kommen sieht. Ein Sommerbuch der etwas anderen Art - sehr zu empfehlen!
Das Leben mit 17 und die späten Folgen
"Die Zeit heilt keine Wunden, sondern läuft einfach aus." (Seite 285) "Ich hatte mein Leben vertan. Mich in mir selbst vertan." (Seite 287) Unbarmherzig und erbarmungslos - so sollten sie in die mythologische Geschicjte eingehen. Aber ebenso galten sie als Verteidigerinnen mutterrechtlicher Prinzipien. Ich spreche von den Erynnien, den Schutz- und Vergeltungsgöttinnen Alekto, Megaira und Tisiphone. Besser bekannt als die drei Furien. Und damit sind wir schon beim Buch. Alec, Meg und Tess, die Furien der Moderne? Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Aber es eint sie die Jugend und der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Der Anfang ist gleichzeitig das Ende und erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Die beruflich erfolgreiche Erzählerin kehrt an den Ort ihrer Jugend zurück und lässt uns teilhaben, wie sie zu einer der drei Furien wurde und welche Rolle ein gewisser Romain damals und heute spielt. Ich bin so eingetaucht in beide Zeitebenen, dass ich das Ende, also den Anfang fast vergessen habe. Das Ende hat mich dann vielleicht nicht unbedingt geschockt aber doch sehr mitgenommen. Ich habe es nicht kommen sehen wollen. Der Schreibstil hat mich absolut eingefangen und ich habe schon lange nicht mehr, so viele Stellen markiert. Hier noch ein paar snackbites, die mich total gecatcht haben: es gibt eine Stelle, in der eine Person Charaktereigenschaften anhand von Unterschriften analysiert - genial. Das blau-weiße Cover findet sich in Text in Form von blau-weißen Tablettenpackungen und Sonnensegeln wieder. Insgesamt ein tolles Buch, dass dem Cover gerecht wird. Wer muss bei dem Cover auch an Romy Schneider und den Film "Swimmingpool" denken. Triggerwarnungen! Depressionen Eine Abtreibung wird beschrieben und ist beim Lesen schwer zu ertragen

Es ist eine Wucht
Das Hörbuch zog mich regelrecht in seinen Bann. Die Geschichten um Tess, Mac und Alec, auch die Furien genannt, berührten mich tief. Der erlebte Sommer mit so viele Höhen und Tiefen erlebten die 3 gemeinsam. Am Ende bleibt Alec übrig, die wir in das Erwachsenenalter begleiten und ihr Wiedersehen mit ihrer großen Liebe Romain begleiten dürfen. Die Zeitsprünge erhalten den Spannungsbogen sehr weit oben und das Ende ist herzzerreißend und gleichzeitig wunderschön. Lest es Alle unbedingt! ❤️
Sehr düster, spannend und melancholisch
Selten hat mich ein Buch so gefesselt und so starke Emotionen fühlen lassen. Ein außergewöhnliches Buch über einprägsame Ereignisse der Jugend und die lebenslangen Auswirkungen.
Furye von Kat Eryn Rubik Die Geschichte ist intensiv und schwer, aber nicht von Anfang an packend. Die ersten 60 Prozent haben mir sehr viel Geduld abverlangt, und mehr als einmal wollte ich abbrechen. Dass ich weitergehört habe, lag nur daran, dass andere Rezensionen andeuteten, dass sich das Durchhalten lohnen würde und tatsächlich: die letzten 40 Prozent waren spannend, tiefsinnig und voller Intensität. Die Sprecherin hat die Emotionen eindringlich und empfindsam transportiert. Trotzdem blieb der Einstieg für mich mühsam, vor allem durch die abrupten und teils verwirrenden Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Oft habe ich erst nach einigen Sätzen verstanden, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, was meinen Lesefluss erheblich gestört hat. Thematisch ist das Buch überaus reich: Kinderwunsch, Depressionen, soziale Ungleichheit, Drogenmissbrauch, Vernachlässigung, sexuelle Gewalt, Selbstmord – alles und mehr wird aufgegriffen, ohne dass es eine Triggerwarnung gibt, die meines Erachtens angebracht gewesen wäre. Diese Themen verleihen dem Buch eine enorme Schwere und Nachdrücklichkeit, doch gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte von Anfang an die Tiefe und Spannung zeigt, die sie am Ende erreicht. Mein Fazit: Ein Buch mit viel Emotionalität, nachklingenden Passagen und einer klaren Botschaft über die Konsequenzen von Kindheitserfahrungen aber leider mit einem sehr zähen Start und einer für mich verwirrenden Erzählweise. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Überzeugend auf allen Ebenen Das Buch macht mit seinem Klappentext neugierig auf sich. Es wird von einem Unfall geschrieben, dessen wahren Grund die namenlose Erzählerin, nicht jedoch die Presse kennt. Alles in der Geschichte wird etwas in Nebel gehüllt, Orte werden nicht genau genannt, die Erzählerin und Freundinnen hinter anderen Namen versteckt, wodurch es einen besonderen Charakter erhält. Die Geschichte gibt Einblicke in zwei Zeitebenen, die damals, als die Erzählerin noch 17 war, und die heute. Cover und Klappentext haben mich sehr in den Bann gezogen, ebenso wie der Schreibstil der Autorin, den ich sehr genossen habe. Das Buch beinhaltet viele schwere Themen und ist keine lockere Geschichte für zwischendurch, dennoch bietet sie ein Leseerlebnis, welches man nicht verpassen möchte. Die Geschichte hatte ich mir anfänglich anders vorgestellt, aber ich wurde trotzdem nicht enttäuscht. Das Ende habe ich so nicht erwartet und fand es vielleicht deshalb umso besser. Alles in allem ein für mich herausstechendes Buch, welches nicht nur wunderschön im Regal aussieht, sondern auch durch Plot und Schreibstil überzeugt. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung.
Okay was war das? Zu Beginn war es ein wenig schwierig sich an den Schreibstil zu gewöhnen aber nach kurzer Zeit konnte ich es wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Die Erzählerin schafft es einen total in den Bann zu ziehen weil man einfach wissen möchte was passiert ist. Tolle Dynamik, interessante und rätselhafte Charaktere, eine spannende Geschichte und eine Auflösung mit welcher ich wirklich nicht gerechnet habe. Ganz klare Empfehlung.
schön, traurig, unangenehm und fesselnd aber vor allem ehrlich.
Die Geschichte der Protagonisten ist abwechslungsreich aber im Richtigen Maße mitreißend und dabei subtil ehrlich unangenehm. Oft verwirrend zu lesen und schwierig der Geschichte zu folgen aber genau dies macht das Buch besonders. Der Stil des Buches ist ungewöhnlich und die Zeitsprünge absolut richtig abgestimmt. Ich mag die weibliche Sichtweise der vielen aufgegriffen Themen. Das Buch ist großartig.
Furye
Hat mir gut gefallen. Sprachlich sehr sehr schön. Inhalt war gut, habe mir vom Klappentext aber doch etwas „mehr“ erhofft, daher kein Highlight.
Wow! Diese „Sommerlektüre“ reißt Dich mit … abgrundtief. Ein elegantes, gewaltiges, großartiges Buch, bei dem Dir der Atem stockt & das definitiv nachhallt.
Ich habe Furye fast in einem Rutsch durchgehört. In verschiedenen Zeitebenen erzählt werden die einzelnen Erzählstränge immer weiter ineinander verwoben, bis sich schließlich ein ganzes Bild ergibt. Immer wieder gab es für mich auch Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe und auch das Ende hat mir gut gefallen. Den Schreibstil mochte ich auch . Durchaus sehr düster und bewegend. Anders als ich es erwartet hatte doch keine leichtere Sommerlektüre, sondern oft sehr dramatisch und atmosphärisch. Wirklich lesenswert.
Sehr schwierig, das Buch zu bewerten. Tolle Sprache + Schreibstil; Charakterentwicklung bleibt aber aus, genauso wie eine gelungene Auseinandersetzung mit psychischen Krankheiten
Stilistisch und sprachlich gesehen ist das Buch unfassbar gut. Der Schreibstil, die Stilmittel, die unterschiedlichen Zeitebenen und die wechselnde Sprache sind sehr, sehr gut. Anders kann mans nicht sagen. Beim Lesen habe ich so viele Gefühle durchgemacht, das Buch fesselt einen sehr schnell und man kann nicht mal genau einordnen, in welche Richtung es überhaupt geht. Die Stimmung wechselt zwischen Poesie, Melancholie, Coming of age, irgendwie war alles dabei, teils fand ich es aber auch alles sehr vulgär, abschreckend, verstörend. Aber genau dieser Kontrast zwischen der Sprache der Erzählerin in der Gegenwart & Vergangenheit machen das Buch auch irgendwie aus und besonders. Sprachlich gesehen habe ich sehr selten ein so gutes Buch gelesen, das wirklich jede Gefühlsregung aus einem herauskitzelt: Trauer, Lächeln, Ekel, Wut, Leere. Leider ist das Buch auch unglaublich deprimierend. Thematisch gesehen ist die Geschichte eigentlich GAR NICHT mein Fall (Spoiler… Kinderwunsch, Abtreibung,…) aber in diesem Fall hat es mich nicht so sehr gestört, weil das darum herum irgendwie „mehr“ war. Nichtsdestotrotz finde ich den Umgang mit psychischen Krankheiten in diesem Buch einfach irgendwie unpassend. Einerseits ist es gut, weil es irgendwie zur Erzählerin passt und diese nicht aus der Rolle fällt, andererseits finde ich es trotzdem schwierig, weil Therapie in diesem Buch irgendwie ein bisschen zu sehr als „sinnlos“ hingestellt wird oder die Protagonisten diese sowieso nicht nutzen/möchten und alle irgendwie so sehr in ihren Problemen und krankhaften Ansichten gefangen sind. Romains Schicksal habe ich fast erwartet, aber irgendwie hab ich mir da am Ende für Alec etwas anderes erhofft, eine Charakterentwicklung und nicht eine Schwangerschaft, die irgendwie die „Lösung“ für die Erzählerin ist bzw. ein trauriger Glücksmoment? An dieser Stelle: Romain als Figur war mir durchgehend unsympathisch, eine sehr toxische erste Liebe, vor allem wenn man die Auflösung betrachtet und seine Reaktion auf Alecs nicht so geheimes Geheimnis. Irgendwie hat mir da auch die Aufarbeitung gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich eher auf sich selbst bezogen weiterentwickeln kann und nicht bei ihrer „ Meinung“ bleibt. Ich habe gehofft, dass sie sich professionelle Hilfe sucht und die Vergangenheit anders reflektieren kann und nicht an ihrer Jugend und diesem einen Sommer auf diese Art und Weise festhält. Ich finde es einfach nicht gut, dass der sich dann doch noch erfüllende Kinderwunsch als „Lösung“ dargestellt wird, als würde das Leben der Erzählerin, die offensichtlich psychisch krank ist, sich dadurch irgendwie verbessern können. Zusammenfassend: das Buch ist vor allem durch die Sprache sehr fesselnd, macht neugierig, aber die Auflösung und die fehlende Reflexion am Ende haben es für mich irgendwie ein bisschen ruiniert. Da hat mir einfach extrem die Charakterentwicklung gefehlt, das Ende passt nicht und vermittelt ein falsches Bild meiner Meinung nach.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
KAT ERYN RUBIK, geboren 1981 in Sankt Petersburg, ist Autorin, Komponistin und Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Posts
Das war leider gar nicht meins. Ich mochte den Schreibstil gar nicht und kam auch in die Geschichte überhaupt nicht rein. Müsste es darum leider abbrechen.
Der Sommer der Furien – ein Roman von Wut, Wahrheit und weiblicher Selbstermächtigung
Kat Eryn Rubiks „Furye“ ist ein Buch, das sich festsetzt, nachhallt und immer wieder zurückfordert. Im Zentrum steht eine namenlose Ich-Erzählerin. Ihre Eltern (einst Lehrerin und Ingenieur) sehen sich gezwungen, ihre Qualifikationen gegen schlecht bezahlte Arbeit einzutauschen. Diese biografische Bruchlinie durchzieht den gesamten Roman: Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und sozialer Ungleichheit sind nicht bloß Hintergrund, sondern prägen jede Erfahrung der Erzählerin. Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die kunstvoll miteinander verwoben sind. In der Vergangenheit erleben wir die 17-jährige Protagonistin als Stipendiatin an einer Eliteschule, sie ist dabei eine Außenseiterin zwischen Privilegierten. Dort trifft sie auf Meg und Tess, zwei Mädchen aus wohlhabenden, aber zutiefst dysfunktionalen Familien. Was sie verbindet, ist weniger ihre Herkunft als ihre Verletzlichkeit und ihr Zorn. In Anlehnung an die mythologischen Furien nennen sie sich Alec, Meg und Tess und erschaffen sich damit eine eigene Identität, die wild, kompromisslos und solidarisch ist. Dieser Sommer der Furien ist intensiv, fast fiebrig erzählt und dabei voller Grenzerfahrungen, Selbstbehauptung und erster Liebe. Mit Romain tritt eine Figur auf, die sich dem sozialen Gefüge ebenso entzieht wie Alec selbst. Er ist still, distanziert, aber von einer eigentümlichen Tiefe. Ihre Beziehung wirkt wie ein Gegenpol zur eruptiven Energie der drei Freundinnen, verläuft leise, aber nicht weniger bedeutungsvoll. Zwanzig Jahre später kehrt Alec, inzwischen eine erfolgreiche Musikmanagerin, an den Ort ihrer Jugend zurück. Diese zweite Ebene verleiht dem Roman eine zusätzliche Reflexionstiefe: Erinnerungen werden überprüft, Verdrängtes drängt an die Oberfläche, und die Frage nach Identität stellt sich neu. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie Rubik zeigt, dass Erfolg nicht zwangsläufig Versöhnung bedeutet und dass Vergangenheit nicht vergeht, sondern sich verwandelt. Was diesen Roman so außergewöhnlich macht, ist seine Sprache, die kraftvoll, manchmal roh, dann wieder von beinahe poetischer Präzision ist. Viele Passagen verlangen geradezu danach, ein zweites Mal gelesen zu werden, weil sie so scharf beobachtet und zugleich emotional aufgeladen sind. Rubik gelingt es, soziale Realitäten, innere Zerrissenheit und zwischenmenschliche Dynamiken in einer sprachlichen Intensität einzufangen. Besonders herausragend ist die wütende, hellsichtige und schonungslose Figur der Meg. Ihre Fähigkeit, Menschen zu durchdringen und ihre Selbsttäuschungen offenzulegen, verleiht dem Roman eine fast philosophische Schärfe. Furye ist letztlich ein Roman über das Erwachsenwerden, aber auch über das, was bleibt, wenn man längst erwachsen ist. Über Freundschaft als Überlebensstrategie, über Wut als Motor und über die Suche nach einem Platz in einer Welt, die nicht für alle gleich gemacht ist. Eine klare Leseempfehlung, wenngleich einzelne Passagen etwas in die Länge gezogen werden, wodurch sie dem Buch an Lesefluss nehmen.
Was will es mir sagen?
Ich fand es unglaublich zäh. Habe es gehört und selbst da war es schwierig. Alle Menschen sind auf Ihre Art verzweifelt und ohne Sinn. Getrieben von äußeren Einflüssen und glücklich, selbst für einen kurzen Moment, keiner. Darüber eine Wut und eine Weisheit, jenseits der 17 Jahren der Protagonisten. Die zweite Zeitebene war genauso trostlos. Denke deswegen fand ich es so zäh. Es zieht dich in einen trostlosen Sumpf der Sinnlosigkeit. War so gar nicht meins, aber muss es ja auch nicht immer. Für alle die es lesen wollen, evtl nicht im Winter, da wird der Blues eher schlimmer 🥴
ABBRUCH - Rezension bei 60 Prozent
⭐️⭐ Ich habe das Buch leider abgebrochen 📘✋, obwohl ich mir anfangs wirklich viel davon versprochen hatte. Für mich kam kaum Spannung auf. Die Handlung wirkte langatmig und zog sich ohne klare Richtung dahin 😕. Selbst nach über der Hälfte wusste ich immer noch nicht, worum es eigentlich geht 🤯. Die Charaktere waren für mich unsympathisch und schwer greifbar, was das Lesen nicht leichter gemacht hat 😩. Insgesamt war es eine verwirrende und enttäuschende Erfahrung. Zwei Sterne gibt es trotzdem, weil der Stil stellenweise Potenzial erkennen lässt und das Cover Ultra schön ist ✍️✨.
In Furye begleiten wir eine 38-jährige Frau. Erfolgreich, kinderlos, deren Name ebenso anonym bleibt wie die Stadt, aus der sie stammt. Sie ist erfolgreiche Managerin in der männerdominierten Musikbranches Doch innerlich ist sie erschöpft und ausgebrannt. Als eine persönliche Katastrophe ihre Welt endgültig ins Wanken bringt, flieht sie an den Ort ihrer Jugend. Zurück ans Meer. Dort begegnet sie nicht nur alten Erinnerungen, sondern auch ihrer Vergangenheit als Teil der „Furien“. Einer Clique von drei wütenden, verletzten Mädchen, die sich gegen alles und jeden auflehnten, was ihnen Unrecht tat. Alec, Tess und Meg waren drei Außenseiterinnen mit schwierigen Familienverhältnissen. Drei laute Stimmen voller Sehnsucht, Zorn, Mut und Unsicherheit. Besonders Meg fand ich toll. Laut, wütend, mutig. Alec nennt sich die Protagonistin in Rückblicken. Sie kämpft mit dem Gefühl, niemals wirklich dazu gehört zu haben. Als Tochter von Migranten, deren akademische Abschlüsse nicht anerkannt wurden, wächst sie in einer Welt auf, in der Geld, Herkunft und Macht alles zu bestimmen scheinen. Und doch findet sie Halt bei ihren Freundinnen bis zu jenem einen Sommer, in dem alles zerbrach. Rubik erzählt auf zwei Zeitebenen, was ich so sehr liebe. Die Gegenwart in nüchternem Ton, die Vergangenheit poetisch. Basierend auf Alecs alten Tagebuchnotizen. Dieser Wechsel ist nicht nur stilistisch spannend, sondern auch emotional intensiv. Ich fand den Schreibstil generell sehr elegant und dann wiederum mit voller Wucht derb, voll von Sätzen die treffen. Themen wie Depression, patriarchale Gewalt, Einsamkeit, Herkunft und unerfüllter Kinderwunsch durchziehen den Text. Wie sehr bestimmen andere unseren Lebensweg? Und dann ist da noch Romain, der einst angebetete, gottgleiche Schönling. Ihre Wiederbegegnung mit ihm wirft Licht auf die Fragen, die Alec sich selbst lange nicht gestellt hat. Was war damals wirklich? Diesen Twist fand ich sehr gut. Ich fand die Melancholie und den Schreibstil wirklich toll. Das Buch lebt von den Charakteren, die Geschichte wirkt sehr echt auf mich. Es gab für mich keinen großen Höhepunkt, aber dennoch war alles stimmig. Das Ende hätte ich mir vielleicht anders gewünscht. Aber vielleicht braucht am Ende eine Furie auch ihren Frieden. Starkes literarisches Debüt.

Leider überhaupt nicht meins
Ich habe Furye als Hörbuch angefangen und muss leider sagen: Ich finde einfach keinen Zugang zur Geschichte. Von Anfang an plätschert alles eher ziellos vor sich hin, ohne dass mich die Handlung emotional packt oder wirklich neugierig macht. Vielleicht bin es am Ende einfach ich – oder das Buch – aber die Verbindung wollte einfach nicht entstehen. Nach 3 Stunden und 41 Minuten habe ich daher die Reißleine gezogen. Schade, denn der Klappentext klang schon vielversprechend.
Hat mir wirklich gefallen
„Manchmal bleibt man da, wo man innerlich nie weggegangen ist.“ Die namenlose Erzählerin kehrt zurück in die Stadt, in der sie vor 20 Jahren gelebt hat. Inzwischen ist sie 38, erfolgreiche Managerin, Single und kinderlos. Nach außen hin wirkt alles perfekt aber sie fühlt sich einsam. Parallel dazu wird von ihr in ihrer Jugend erzählt. Mit zwei Freundinnen sind sie die „Furien“, Vorbilder aus der griechischen Mythologie. Danach nennt sie sich Alec, ihre Freundinnen sind Tess und Meg. Beide kommen aus einem wohlhabenden Elternhaus, haben genug Geld aber ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern. Und dann ist da noch Romain. In ihrer Jugend war sie verrückt nach ihm und jetzt, 20 Jahre später, trifft sie ihn wieder. Ein Sommer, der alles veränderte und eine ungewisse Reise in die Vergangenheit. Ein Roman, der sich erst im Verlauf völlig entfaltet, dafür mit einer ordentlichen Wucht. Eine Liebe in ungleichen sozialen Verhältnissen, noch dazu der Versuch irgendwie erwachsen zu werden. Melancholisch, düster und poetisch wird hier erzählt. Die unterschiedlichen Zeitstränge werden durch unterschiedliche Schriftarten dargestellt. Das machte es leicht zu erkennen in welcher Zeit wir gerade sind. Es geht um Trauer, Schmerz, Gewalt. Die Sprache ist manchmal recht derb bis vulgär, passte für mich aber zu dem Roman. Romain ist schwer zu greifen. Er leidet an Depressionen und seinem emotional nicht erreichbarem Vater. Er ist daher nicht der typische Roman Boyfriend aber einfach so herrlich authentisch. Ein Coming-of-Age-Roman, der weh tut – und lange nachhallt. Zärtlich, wütend und ehrlich. Ein tiefgründiger, atmosphärischer und berührender Sommerroman, den ich euch sehr gern empfehle.
FURYE Kat Eryn Rubik ET: 15.07.2025 Unsere namenlose Ich-Erzählerin kehrt nach zwanzig Jahren zurück in den Ort, den sie nicht nennen will. Hier war sie einst die Außenseiterin: Stipendiatin an einer Eliteschule, Tochter von Einwanderern, die in einem bröckelnden Wohnblock lebten, während die anderen in Villen mit Pool groß wurden. Ihre Eltern, einst Akademiker, mussten in der Fremde Taxi fahren und Büros putzen. Damals, mit 17, lernte sie Meg und Tess kennen, und erlebte, dass Reichtum längst kein Garant für Glück ist. Megs Mutter ertränkte ihre Tage im Alkohol und kümmerte sich keinen Deut um ihre Tochter. Tess lebte mit der ständigen Angst vor ihrem gewalttätigen Vater. Und dann war da noch Romaine, der stille Junge, der sie kaum eines Blickes würdigte und doch eine unerklärliche Anziehungskraft hatte. Es war der Sommer der ersten Liebe – und der ersten Verluste. Heute begegnen wir Alec, einer erfolgreichen Managerin in der Musikbranche. Sie ist erschöpft, kurz vor dem Burnout, trauert um ihren Vater, versucht ihre Mutter aufzufangen – und hadert mit dem unerfüllten Wunsch nach Mutterschaft. Eines morgens sitzt sie vor den Nachrichten, als der Moderator von einem tödlichen Unfall berichtet: Ein Cabrio sei von den steilen Klippen gestürzt. In Alec schreit sofort alles auf, denn sie weiß, dass das nicht die Wahrheit ist. Kat Eryn Rubik hat mit Furye einen Roman geschrieben, der atemlos macht. Was sich anfangs wie eine leichte Sommerlektüre liest, entpuppt sich schnell als vielschichtige, dunkle Geschichte über Misogynie, Machtmissbrauch und dysfunktionale Beziehungen. Über Armut und Privilegien. Über Sehnsüchte, Mutterschaft und den langen Weg zur Selbstfindung. Der Stil der Autorin ist hypnotisch – ein Sog, der nicht mehr loslässt. Schon nach den ersten Seiten war ich verloren in dieser Welt und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Fazit: Roh, emotional, voller Wucht – Furye ist ein Roman, der nachhallt, verstört und berührt. Ein starkes, unvergessliches Leseerlebnis. 5/5

„Wir werden ewig sein, werden ewig sein, wie die Sonne und das Meer.“ 🌊 Was für ein Buch, es lässt mich in tiefer Schwere und Traurigkeit zurück.
Eine namenlose Erzählerin kehrt nach 20 Jahren wieder in die Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Sie versucht ihre Vergangenheit dort an den Schauplätzen und mit den Personen zu verarbeiten. Die Erzählstränge wechseln zwischen dem Hier und Jetzt und Einträgen aus ihrem Notizbuch aus der Jugend. In einer vermeintlich unbeschwerten Jugendzeit passieren viele schreckliche Dinge, die nach und nach durch die Aufzeichnungen aus der Vergangenheit aufgerollt werden, die sie bis ins Hier und Jetzt verfolgen. Auch gewisse Personen tauchen wieder auf und verschwinden auch wieder. Am Ende bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer, der der Erzählerin neunen Mut fürs Leben bringt. Das Buch erzählt von einer tiefen Traurigkeit, Schwere, Einsamkeit. Ich bin tief berührt von der Geschichte, der Neutralität des Erzählstils und den Gedanken der Erzählerin. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight, auch wenn es weh tut.

Berührend und melancholisch
Die namenlose Ich-Erzählerin, eine 37 jährige erfolgreiche Musikmanagerin, welche erst kürzlich das Cover der Vogue zieren durfte, flüchtet nach einem traumatischen Anruf wieder in ihre Heimatstadt am Meer. Dort kommt sie sich selbst und ihrem 17 jährigen Ich näher und beginnt sich mit dem Sommer und den Geschehnissen vor zwanzig Jahren auseinanderzusetzen. Aufgewachsen als Tochter von zwei mittellosen Migranten, wächst sie zwar liebevoll aber in prekären Verhältnissen auf. Sie erhält ein Stipendium und darf mit der Oberschicht zur Schule gehen. Nirgendwo zugehörig wird sie dann doch Teil eines Trios, den Furyen. Meg, Tess und Alec, alle irgendwie Außenseiter. Die drei erleben in diesem Sommer nicht nur wahre Freundschaft und Liebe, sondern auch erschütternde Momente, welche Traumata auslösen, die nie wirklich geheilt werden können und ihren Weg in die Gegenwart finden. Außerdem gibt es da auch noch den melancholischen Romain mit dem Alec, die Erzählerin eine tiefgreifende und turbulente Beziehung eingeht. Ich bin wirklich absolut begeistert und beeindruckt von dem Roman. Kat Eryn Rubik hat ein wahres Meisterwerk erschaffen. Auf zwei verschiedenen Zeitebenen wird eine tiefgründige, atmosphärische und berührende Stimmung erzeugt, welche unglaublich fesselnd wirkt. Durch leise Worte und sprachliches Geschick werden so viele verschiedene Emotionen transportiert, dass ich während dem Lesen das Gefühl hatte Teil der Geschichte sein zu dürfen. Die 37 jährige Business Frau, verloren in der Gegenwart, die 17 jährige Alec der die ganze Welt noch offen steht und trotzdem das Gefühl hat vor verschlossenen Türen zu stehen, habe ich direkt vor mir gesehen und ihren Schmerz gefühlt. Die unterschiedlichen Themen, wie Gewalt an Frauen, sexualisierte Gewalt oder auch häusliche Gewalt sind oft schwer zu verarbeiten und machen aus dem Roman einfach mehr als „eine einfache Sommerlektüre“ und haben mich tief bewegt und getroffen.
Mit „Furye“ legt Kat Eryn Rubik einen intensiven, atmosphärisch dichten Roman über die Wucht der Jugend, die Schatten der Vergangenheit und das fragile Gerüst, auf dem ein scheinbar perfektes Leben ruhen kann, vor. Zwischen zwei Zeitebenen und zwei Ichs einer Frau entfaltet sich eine Geschichte, die mehr mit Schmerz als mit Heilung zu tun hat – und trotzdem von tiefem menschlichem Verstehen durchzogen ist. Die namenlose Erzählerin, heute eine erfolgreiche Musikmanagerin mit makelloser Karriere und Hochglanz-Außenwirkung, trägt im Inneren die Narben eines Sommers, der alles veränderte. Ein Anruf wirft sie zurück in eine trügerisch schöne Küstenstadt, zu den Wurzeln ihrer Jugend – und zu einer Erinnerung, die sie nie ganz losgelassen hat: das tödliche Unglück eines Cabrios an den Klippen. Was die Welt als Unfall wahrnimmt, ist für sie ein Puzzle aus Schuld, Verdrängung, Wut und Freundschaft, das sie nun erneut zusammensetzt. Rubik arbeitet mit doppelten Zeitsträngen: Die Gegenwart konfrontiert mit der Leere des erfolgreichen Erwachsenenlebens, die Vergangenheit erzählt vom rebellischen Teenagerdasein der „Furien“ – Alec, Meg und Tess –, drei Mädchen, die sich gegen patriarchale Machtstrukturen, familiäre Gewalt und soziale Ungerechtigkeit auflehnen. Zwischen jugendlicher Wut, toxischer Freundschaft und zarter erster Liebe entsteht ein explosives Gemisch, das sich über Jahre hinweg nicht entlädt, sondern innerlich weiterwirkt. Formal überzeugt der Roman durch eine klare, pointierte Sprache, die in vielen Momenten poetisch, aber nie prätentiös wirkt. Rubik gelingt es, psychische Abgründe leise, fast beiläufig darzustellen – sei es Depression, Alkoholismus oder unerfüllter Kinderwunsch. Gerade das macht die Lektüre so eindringlich. Furye lässt sich nicht bequem konsumieren – das Buch fordert Aufmerksamkeit, Reflexion und manchmal auch eine Pause, um das Gelesene sacken zu lassen. Was den Roman besonders macht, ist sein Ton: melancholisch, kühl und gleichzeitig durchzogen von einer rohen Emotionalität, die oft mehr andeutet als ausspricht. Die Sprache ist präzise wie ein Skalpell – und doch ist Furye auch ein zutiefst emotionaler Text über Zugehörigkeit, Machtverhältnisse, weibliche Wut und die unerträgliche Sehnsucht nach einem anderen Ausgang. Kritisch anzumerken ist, dass das Ende – zumindest für manche Leser*innen – nicht ganz mit der zuvor aufgebauten Dichte mithalten kann. Es wirkt träumerisch, beinahe versöhnlich, was in starkem Kontrast zum vorherigen, düsteren Ton des Romans steht. Ob das ein Bruch oder eine bewusste Öffnung ist, bleibt Interpretationssache. „Furye“ ist kein leichter Sommerroman, auch wenn die Kulisse es zunächst vermuten lässt. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden mit offenen Wunden, über das Weiterleben mit Unausgesprochenem – und über die Kraft (und den Fluch) der Erinnerung. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird mit einem kraftvollen, mutigen und literarisch anspruchsvollen Roman belohnt.

Was für eine krasse Geschichte! 🔥
Der Sommer der Furien ist eine Wucht!
Die namenlose Ich- Erzählerin wird als Außenseiterin in einer Stadt groß, die sie nicht benennt. Ihre Eltern sind Einwanderer mit akademischen Abschlüssen (Lehrerin und Ingenieur), die jedoch nicht anerkannt werden und fahren Taxi beziehungsweise putzen, um ihren Lebensunterhalt in ärmlichen Verhältnissen zu bestreiten. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, in einer Ebene ist die Erzählerin 17 Jahre alt und Stipendiatin einer Eliteschule, dort freundet sie sich mit zwei Mädchen aus sehr reichen Familien an, die eine wohlstandsverwahrlost und völlig alleingelassen vom Vater und mit alkoholabhängiger Mutter, die andere mit einem gewalttätigen Vater, der ständig die Mutter prügelt. Die drei Mädchen benennen sich in Anlehnung an die drei Furien Alec (Erzählerin), Meg und Tess und halten zusammen. Doch dieser Sommer ist prall gefüllt mit wirklich allem, was Leben zu bieten hat – der Sommer der Furien eben – und dann gibt es noch Romain, der stille reiche Junge, der keine Menschen mag und mit Alec zusammenkommt. Die zweite Ebene (im Buch sind beide Ebenen durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet) spielt 20 Jahre später. Alec, inzwischen supererfolgreiche Musikmanagerin, kehrt an den Küstenort ihrer Jugend zurück und konfrontiert sich mit der Vergangenheit. Dies ist kein oberflächliches Strandbuch, sondern ein kluger, spannender und wunderbar beobachteter Sommerroman, mit vielen Textpassagen, die von mir bewusst ein zweites Mal gelesen wurden, so gut sind sie. Besonders die wütende, lebenskluge, bereits alles wissende Meg hat mich tief beeindruckt, wie sie Menschen durchschaut und bis auf den Grund ihrer Seele blickt, sie geradezu seziert und ihre Schwächen, Abgründe und heuchlerischen Verlogenheiten in glasklare Worte fasst, einfach genial. Sprachgewaltig, manchmal roh und derb, tiefgründig, emotional, ergreifend – eben eine Wucht! Ganz große Leseempfehlung von mir!
✨ Rezension ✨ Furye | Kat Eryn Rubik | DuMont | 352 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
In Furye begleiten wir unsere Protagonistin, bei einer Rückkehr in den Sommer als sie 17 Jahre alt war. Den Sommer der Furien, den sie mit Meg und Tess erlebt hat. Erste Male, erste Liebe, erste Verluste. Zu Beginn sind wir in der Gegenwart und lernen die Lebensumstände von Alec kennen. Sie ist erfolgreich, aber alleine und sie hat ihre Struggle. Nachdem sie eine Nachricht bekommt, versetzt sie sich in den Sommer ihrer Jugend zurück, fährt in ihre alte Heimat und erzählt anschließend in selbst geschriebenen Rückblenden von jener Zeit. Wir sind hier also im Verlauf abwechseln in der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Geschichte ist unheimlich atmosphärisch erzählt, dabei aber leicht zugänglich und mit vielen Passagen, die ich mir anstreichen musste. Coming of Age, Freundschaft, Klassismus und patriarchale Strukturen werden hier schonungslos offen gelegt. Immer mit der Frage, was in jenem Sommer passiert ist und ob sich die Protagonisten davon erholen können. Grade zum Ende wurde das Buch nochmal zunehmend spannend, tragisch und für mich natürlich auch tränenreich. Nostalgisch, wortgewaltig und ehrlich, bleibt dieses Buch in Erinnerung und hallt nach. Von mir eine klare Leseempfehlung. ❓Denkst du gerne an die Sommer deiner Jugend zurück❓

Highlight ✨
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an total gefesselt. Ich war sofort mitten in der Geschichte und habe die Sprache der Autorin geliebt. Es ist kein leichter Sommerroman, sondern unglaublich düster und atmosphärisch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hab es fast in einem Zug durchgelesen. Das Ende hat mich berührt und sprachlos gemacht.

»Wir lachten weg, was grabesschwer in uns lag. Lachten sie alle aus. All jene, die uns verletzt hatten. Mit ihrem Dasein oder ihrem Fehlen. Aber am meisten wohl uns selbst.« (305f) 💔 Der Sommer der Furien — an diesen erinnert sich die Ich-Erzählerin, die wir als Alec kennenlernen und im Heute als erfolgreiche Musikmanagerin Karriere macht. In abwechselnden Kapiteln (BTW: in unterschiedlichen Fonts geschrieben — sehr nice 🤌🏼) erfahren wir mehr über Alec’s jetziges Leben & Struggels und D I E S E N einen Sommer, der flirrend heiß ist. Dieser Sommer, der 20 Jahre her ist und für drei Freundinnen alles verändern wird — das erahnen wir als Lesende schnell. In Anlehnung an die drei Furien — aka Rachegöttinnen — hat Meg die drei Besties in Alec, Meg & Tess benannt und will Gerechtigkeit in a men’s world. Und dann ist da noch Romain, ein gutaussehender, smarter, richer Einzelgänger, der eine wandelnde Red-Flag ist 🚩, und der für Alec weit mehr als ein Crush wird … Was hat dieser Sommer mit der heutigen Alec zu tun, die nicht weinen kann und ihre Mutter auf Abstand hält? Check it out 🔥 »Der Deal ›Ich bringe Karriere und Geld, Du kriegst das Kind‹ funktioniert eben nur in eine Richtung.« (232) Ich sag’s , wie es ist: Ich habe diesen Roman aufgeschlagen, begonnen und erst wieder zur Seite gelegt, als ich die letzte Seite beendet habe. 🥵 Dieser Roman hat mich sehr berührt, die Vibes habe ich sehr mitfühlen können und auch, wenn ich einige Entscheidungen überhaupt nicht antizipieren konnte, habe ich jede Seite geliebt. ❤️🔥 »FURYE« erzählt nicht nur eine Coming-of-Age & Love-Story, die es in sich haben, sondern die Autorin Kat Eryn Rubik hat viele weitere Themen aufgegriffen: Friendship, Selbstfindung, Mutterschaft, Kinderwunsch, Familie, soziale Ungleichheit, Klassismus, Patriarchat, 90ties/2000er Teenie-Zeit mit all den Red Flags und Dingen, die wir damals hingenommen haben, obwohl sie natürlich krass waren. 😮💨 Rubik versteht es, die Erzählstränge nach und nach zusammenzuführen. Ich habe mir so viele Stellen markiert, weil der Schreibstil und die Sätze einfach krass gut sind. 💎 Große Herzensempfehlung ❤️🔥 und ganz große Liebe für dieses großartige Cover von Ana Cardoso. 🩵💚

Leider nicht so gut wie erwartet....
Die Geschichte klang interessant und das Buch ließ sich gut lesen. Dennoch ist der Funke nicht übergesprungen und mir war auch keiner der Charaktere sonderlich sympathisch.
Furye ist ein starkes Buch voller Themen, die zum Nachdenken anregen.
Auf „Furye" von Kat Eryn Rubik bin ich vor allem durch die enorme Präsenz aufmerksam geworden. Überall tauchte dieses Buch auf und fast immer wurde es in den höchsten Tönen gelobt und ich kann sagen, dass die Begeisterung nachvollziehbar ist. Schon die Erzählweise hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einerseits in der Gegenwart, in der wir die Protagonistin unmittelbar begleiten und andererseits in den Einträgen eines Notizbuchs, die ihre Jugend schildern. Diese Aufzeichnungen sind voller Härte, Schmerz und wichtiger Themen. Es geht um Misogynie, um Machtmissbrauch, um Armut und Wohlstand, um Alkoholmissbrauch und um zerrüttete Familienverhältnisse. Ebenso um Freundschaft, Migration, politische Fragen und um das, was junge Menschen prägt. Besonders bewegend sind die Passagen über sexualisierte und häusliche Gewalt. Auch Schwangerschaft, Abtreibung und Depressionen finden einen Platz in diesem Buch. Die Vielfalt an Themen macht dieses Buch so schonungslos und relevant. Die Notizen der Jugend waren so drastisch, dass mir teilweise richtig schlecht wurde. Gleichzeitig bangte ich in den Kapiteln der Gegenwart ständig darum, ob die Protagonistin nicht gleich etwas Unbedachtes tut, das anderen schadet. Genau dieser Wechsel von Rückblick und Gegenwart sorgt für eine intensive Spannung, die mich durch die Seiten getragen hat. Was ich faszinierend fand war, dass ich als Leserin zwischen Mitgefühl und Abwehr schwankte. Zum einen konnte ich die Erzählerin verstehen, wenn man sieht, was sie alles erlebt hat und zum anderen stößt ihr Verhalten ab und wirkt verstörend. Diese Ambivalenz, die sich auch auf andere Themen bezieht, hat mir gut gefallen. Der Schreibstil von Kat Eryn Rubik hat mir sehr gefallen. Besonders mochte ich den Wechsel aus aktiver und passiver wörtlicher Rede, der den Text abwechslungsreich und eigenständig wirken lässt. Sowohl die Notizbucheinträge als auch die gegenwärtigen Kapitel waren spannend und atmosphärisch geschrieben, oft auch mit starken Zitaten. Das Ende ist für mich gelungen – ein Abschluss, mit dem man als Leser:in leben kann, der aber dennoch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lässt. Insgesamt ist Furye für mich ein tiefgründiger, aufwühlender und atmosphärischer Roman. Er ist keine leichte Sommerlektüre, auch wenn Cover und Klappentext das vielleicht versprechen. Vielmehr ist es eine Geschichte, die von Gewalt, Verlust und inneren Kämpfen erzählt – aber eben auch von Widerstand, von Überleben und davon, wie Erfahrungen einen Menschen formen.
Sternebewertung fiktiv
Ein Sommer, der alles veränderte, so beginnt die Geschichte von Alec, die nach zwanzig Jahren in ihre Heimat zurückkehrt. Einst war dieser Ort der Mittelpunkt ihres Lebens. Ihre große Liebe Romain, der gutaussehende Junge aus gutem Haus. die unzertrennlichen Freundinnen Meg und Tess, bis ein tragischer Unfall alles zerschlug. Sie nannten sich die Furien. Seitdem hatte Alec mit dieser Vergangenheit abgeschlossen. Heute ist sie eine erfolgreiche Managerin, zielstrebig, souverän und scheinbar gefestigt. Doch ein nächtlicher Anruf reißt alte Wunden auf und zwingt sie zur Rückkehr an den Ort, den sie nie wieder betreten wollte. Zunächst war Furye für mich eine Coverwahl. Der Einstieg fiel mir schwer: der Ton an manchen Stellen zu vulgär, der Beginn zäh, beinahe träge. Auf den ersten 50–80 Seiten war ich skeptisch. Doch dann, Wendepunkt. Mit Alecs Ankunft in der Heimat entfaltet der Roman plötzlich eine Sogkraft, die mich überrascht hat. Die Geschichte entwickelt Spannung, Tiefe und einen emotionalen Kern, der unter die Haut geht. Kat Eryn Rubik gelingt es, die intensive Verbindung zwischen Alec und Romain glaubhaft und komplex zu zeichnen: Leidenschaft, unausgesprochene Schuld, seelische Narben. Dazu das Schicksal der verlorenen Freundschaften und die unheilvolle Vergangenheit, die wie ein Schatten über allem liegt. Der Roman ist zugleich erdrückend und sinnlich, melancholisch und aufwühlend. Das letzte Drittel habe ich als Hörbuch gehört, die Sprecherin hat den Ton perfekt getroffen und die Atmosphäre noch greifbarer gemacht. Für mich ist Furye eine Art Coming-of-Age-Roman für Erwachsene, mit mehr Tiefe, Reife und emotionaler Wucht. Wer diesen Sommer ein Buch sucht, das Liebe, Verlust, Freundschaft und Spannung miteinander verbindet, sollte es unbedingt in den Urlaubskoffer legen.
Definitiv keine cosy Sommer-/Urlaubslektüre, dagür aber sehr atmosphärisch, dicht, berührend. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in den Text zu finden, hatte Probleme bei den Sprüngen zwischen den Zeitebenen. Das kann aber auch am Hörbuchformat gelegen haben.
Ein gutes Sommerbuch, finde ich. Abzüge gibt es, weil die Geschichte mich zwar erst total in ihren Bann gezogen hat, dann aber leider nicht mehr ganz so fesselnd war. Und ich wurde die ganze Zeit das Gefühl von „Das hast Du doch schon mal so erzählt bekommen“ nicht los. Keine Ahnung, welcher Film oder welches Buch da genau in meinem Kopf rumgeisterte. Aber es hat mein Leseglück etwas getrübt.
Im Buch werden viele Themen angesprochen die zum Nachdenken anregen und die mich auch teilweise erschüttert haben. Einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Den Schreibstil fand ich aber sehr gut.
Einer der schönsten Roman des Jahres
Literarisch und auch inhaltlich ein wunderschönes Buch! Die Sichtweise durch die Protagonistin ist bewusst distanziert auf manche Aspekte und als Leser bleibt man über so manche Rahmenbedingungen im Dunkeln, während sich das große Bild der Geschichte fügt. Das Buch bringt tiefe Gefühle und einen Schmerz über die Liebe und Vergangenheit, wo dennoch viel Schönes mitschwingt
Definitiv keine cute Sommerromance
Dieses Buch hittet echt härter als man denkt. Auch wenn ich am Anfang etwas irritiert von den langen Kapiteln und den ständig wechselnden Zeitachsen war, hat mich die Story irgendwie fesseln können. Ich fand die Charaktere total spannend und nahbar und wollte wissen wie sie sich entwickelt haben/ was mit ihnen passiert ist. Man muss sich definitiv an den Schreibstil gewöhnen und es kann auch gut sein, dass ich einige Formulierungen nicht gecheckt habe, weil es schon in eine sehr poetische Richtung geht. Aber irgendwie hat es mich trotzdem gepackt. Manchmal wusste man auch nicht ganz was genau an der Story man jetzt für voll nehmen konnte/ was wirklich passiert ist oder was nur Vorstellung war. Aber das war auch irgendwie ganz reizvoll. Das Ende hat mich auf jeden Fall echt zerstört. Das Buch regt auf jeden Fall zum nachdenken an und macht was mit einem.

„Furye“ von Kat Eryn Rubik, gelesen von Alina Vimbai Strähler Dauer: 8 Stunden 44 Minuten Verlag: DUMONT audiobook Sie nennen sich Alec, Meg und Tess, sind 17 Jahre alt und geben sich selbst den Namen „Furien“ nach der griechischen Mythologie. Drei Mädchen, die sich das Leid aus ihren Elternhäusern miteinander teilen: Meg kommt zwar aus guten Verhältnissen, doch ihre Mutter ist alkoholsüchtig. Tess hat einen prügelnden Vater. Alec wiederum stammt aus einer Migrantenfamilie, deren akademische Abschlüsse nichts wert sind. Dann war da noch Romain, der Sohn eines reichen und einflussreichen Vaters. Zwischen Alec und ihm entsteht eine Beziehung voller Liebe. Seltsam war, dass er sich in der Schule nicht mit ihr zeigen wollte, oft in seiner eigenen Welt lebte. Bis Alec eine Entscheidung traf, die sie ihr Leben lang verfolgen sollte. Heute ist Alec eine erfolgreiche Musikmanagerin, kinderlos und Single. Ihr Vater ist an Krebs gestorben, ihre Mutter kämpft sich zurück ins Leben. Sie selbst glaubt, nichts mehr fühlen zu können. Dann bekommt sie eine schlimme Diagnose. Sie setzt sich ins Auto und fährt zurück in die Stadt, die sie zwanzig Jahre lang gemieden hat. Zurück zu den Erinnerungen, die sie so tief vergraben glaubte. Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart. Stück für Stück wird klar, was damals passiert ist und warum es zu den Tragödien kam. Vergangenheit und Gegenwart treffen sich, genau wie Alec und Romain. Die Liebe ist spürbar, aber die Wut steht ihr in nichts nach. Der Schreibstil ist hart, voller bitterer Tränen, Gewalt, Depressionen, Suizid. Durch die Gegenwart der Erzählerin und die Einträge aus dem Notizbuch der Vergangenheit konnte ich mitleiden und mitfühlen. Die Kapitel sind spannend, authentisch und fesselnd beschrieben. Manchmal hätte ich mir bei den sehr heftigen Geschehnissen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch wenn das Ende schon etwas vorhersehbar war, hat es mich doch überrascht und genau das macht die Geschichte intensiv. Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen. Und ein Wunder, ein Neuanfang. Die Sprecherin Alina Vimbai Strähler hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme transportiert sie die Emotionen der Figuren glaubhaft und verleiht sowohl der jungen Alec, als auch der Erzählerin von heute eine gewisse Tiefe. Sie schafft es, die Härte und Schwere der Handlung spürbar zu machen, ohne dabei ins Pathetische zu rutschen. Für mich eine perfekte Wahl für dieses Hörbuch. Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen. Und ein Wunder, ein Neuanfang. „Hier bin ich. Ich bin. Ich bin. Das Leben ist ein großes Geschenk.“ (Kapitel 2/7,5%)

100% mein Lesegeschmack
Die Geschichte und die Perspektive sind manchmal bedrückend, aber auch intensiv, ehrlich und sehr gut. Kein klassisches Sommer Buch. Sehr melancholisch. Mir hat es so gut gefallen, dass ich jeden einzelnen Satz gerne und genau gelesen habe, ohne stellenweise etwas zu überfliegen.

Das Buch ist so unglaublich intensiv und definitiv keine leichte Sommerlektüre. Eine erfolgreiche Frau, die ungewollt kinderlos ist, kehrt in ihre Heimat zurück und stellt sich den Erlebnissen ihrer Jugend. Es werden so viele Themen behandelt, die auf unterschiedliche Arten zerstören. Ich will gar nicht so viel beschreiben, weil ich das Leseerlebnis nicht kaputt machen möchte. Nur so viel, ich war schockiert, wütend, traurig, entsetzt, hilflos und dennoch so fasziniert vom Schreibstil und der Geschichte selbst. Wirklich unglaublich fesselnd. Im wahrsten Wortes, wie ein Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Ich hatte zum Ende den Beginn vergessen, weil einfach so viel passiert war, sodass es mich nochmal richtig kalt erwischt hat. Ich bin sprachlos über die Seiten geflogen, die nochmal so viel in mir aufgewühlt haben.
Gewaltig schön
Furye ist gewaltig schön, geht unter die Haut und nichts ist so, wie es scheint. Das Cover lässt vermuten, dass es sich um eine leichte Sommerlektüre handelt. Das ist aber gar nicht der Fall. Die Autorin spielt unglaublich gut mit Rückblenden, die den Sommer der ersten Liebe von Alec der Protagonistin zeigen. Die Geschichte wird von hinten nach vorne bis hin zur Gegenwart peau à peau offenbart und lässt den Leser schlussendlich melancholisch zurück. Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle.
Ein sehr atmosphärischer Roman, der mich jedoch durch viele Zeit- und Handlungssprünge lange verwirrt hat. Am Ende blieben viele Fragen offen, die ich gerne noch beantwortet bekommen hätte. Ein Hörbuch, das ich wahrscheinlich besser gelesen hätte.
Irgendwie habe ich keinen richtigen Zugang gefunden - sehr düster und verwirrend. Schon voller Gefühl.
Mochte das ganz gerne. Das Ende hätte ich so jetzt nicht gebraucht aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Cover 10/10.
Der Roman „Furye“ von Kat Eryn Rubik wird seit 3 Monaten gefeiert und gelobt. Gar nicht so einfach sich da eine eigene Meinung zu bilden. Ich versuche es dennoch: Zunächst einmal erinnert mich der Inhalt teilweise an andere Romane wie beispielsweise: 1. „Amphibium“ von Tyler Wetherall: - Junge Mädchen sind sich ihrer Macht aufgrund der eigenen Jugendlichkeit und ihrer Wirkung dadurch aktiv bewusst und nutzen sie zu ihrem Vorteil - die Gradwanderung zwischen Eigenermächtigung und gleichzeitiger Bedrohung durch den patriarchale System ist allgegenwärtig 2. „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl: - eine Gruppe Mädchen entschließt sich, Rache an Männern zu nehmen, die in den verschiedensten Situation übergriffig geworden sind. Mit dem inoffiziellen Untertitel „Der Sommer der Furien“ trifft Rubiks Roman demnach schon mal einen Zeitgeist, was die Auseinandersetzung mit den Themen Feminismus und (weiblich gelesene) Jugendlichkeit betrifft. Leider verliert sich das Thema aus meiner Sicht im Laufe des Buches und insbesondere die Liebesgeschichte rückt mehr in den Fokus. Darüber hinaus verhandelt Rubik auch über Depressionen, Freundschaft, Elternschaft, Klassenunterschiede, Alkoholismus, Lebensentscheidungen, Kinderwunsch und häusliche Gewalt. An der ein oder anderen Stelle etwas viele Themen aber dennoch aus meiner Sicht gekonnt (insbesondere sprachlich) umgesetzt.

Furye erzählt die tragische Geschichte der 3 Furien – roh, ehrlich und manchmal schmerzhaft. Der Roman wirkt stellenweise recht langatmig und verlangt Geduld, doch genau dieses langsame Voranschreiten verstärkt die emotionale Wucht der Handlung. Wer dranbleibt, wird mit einer bewegenden, eindringlichen Geschichte belohnt.
Wahnsinnig gut
“In einer beschissenen Welt wie dieser ist es manchmal das Beste, gar nicht erst anzutreten … sich dem allen gar nicht erst zu stellen.” In dem Roman “Furye” von Kat Eryn Rubik begleiten wir Alec in zwei Zeitsträngen. Zum einen als 17-Jährige Tochter von Migranten, welche in Armut aufwächst. In ihrer Schule lernt sie Meg und Tess kennen, welche beide ein problematisches Verhältnis zu ihren Eltern haben. Die drei Freundinnen benennen sich nach den Furien, den drei Rachegöttinnen der griechischen Mythologie. Außerdem beginnt Alec mit Romain, einem verschlossenen Jungen, eine turbulente und emotionale Beziehung. 20 Jahre später ist sie erfolgreiche Musikmanagerin, und nach einer erneuten erfolglosen Kinderwunschbehandlung beschließt sie, in ihren Heimatort zurückzukehren. Dort stellt sie sich ihrer Vergangenheit und trifft wieder auf ihre erste große Liebe. Ich habe das Buch verschlungen. Der Schreibstil war ansprechend und poetisch aber ohne kitschig zu sein. Dieses Buch ist kein leichter Sommerroman, sondern voller roher Emotionen, Schmerz und Wut. Mich hat es sehr mitgenommen, man sollte vor dem Lesen bedenken, dass sehr schwierige Themen beschrieben werden. Für mich aber ein klares Highlight dieses Jahr.
Noch ein Highlight zum Jahresabschluss! So lieben wir das.
Was für ein furioses Buch!!! Es enthüllt sich eine wirklich tragische Liebesgeschichte, die auch durch die verschiedenen Zeitebenen an Tiefe gewinnt. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet und die Handlung hält manche überraschende Wendung bereit. Mich hat es vor allem durch die melancholische Stimmung gepackt und tief berührt. Keine leichte Kost, sehr aufwühlend und atmosphärisch dicht, aber absolut lesenswert!
Wow, was für eine Gefühlsachterbahn war das denn?! Hab das Buch nur so inhaliert, konnte es kaum aus der Hand legen! Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte ging mir unter die Haut, wahnsinnig berührend erzählt, so nachvollziehbar echt und roh. Es werden nebenbei viele wichtige Themen aufgegriffen, zwar nicht ganz so tiefgründig, aber schon so, dass man drüber stolpern und nachdenken kann. Im Buch sind übrigens die Zeitsprünge ganz eindeutig zu erkennen, schon allein durch die unterschiedlichen Schriftarten. Da ist direkt klar, in welcher Zeit man gerade unterwegs ist.
Es gibt zu diesem Buch ja schon ein paar begeistere Stimmen und ich kann mich nur anschließen. Eine Geschichte, die deutlich tiefer geht, als man zunächst ahnt. Dazu einige Wendungen, die man nicht kommen sieht. Ein Sommerbuch der etwas anderen Art - sehr zu empfehlen!
Das Leben mit 17 und die späten Folgen
"Die Zeit heilt keine Wunden, sondern läuft einfach aus." (Seite 285) "Ich hatte mein Leben vertan. Mich in mir selbst vertan." (Seite 287) Unbarmherzig und erbarmungslos - so sollten sie in die mythologische Geschicjte eingehen. Aber ebenso galten sie als Verteidigerinnen mutterrechtlicher Prinzipien. Ich spreche von den Erynnien, den Schutz- und Vergeltungsgöttinnen Alekto, Megaira und Tisiphone. Besser bekannt als die drei Furien. Und damit sind wir schon beim Buch. Alec, Meg und Tess, die Furien der Moderne? Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Aber es eint sie die Jugend und der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Der Anfang ist gleichzeitig das Ende und erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Die beruflich erfolgreiche Erzählerin kehrt an den Ort ihrer Jugend zurück und lässt uns teilhaben, wie sie zu einer der drei Furien wurde und welche Rolle ein gewisser Romain damals und heute spielt. Ich bin so eingetaucht in beide Zeitebenen, dass ich das Ende, also den Anfang fast vergessen habe. Das Ende hat mich dann vielleicht nicht unbedingt geschockt aber doch sehr mitgenommen. Ich habe es nicht kommen sehen wollen. Der Schreibstil hat mich absolut eingefangen und ich habe schon lange nicht mehr, so viele Stellen markiert. Hier noch ein paar snackbites, die mich total gecatcht haben: es gibt eine Stelle, in der eine Person Charaktereigenschaften anhand von Unterschriften analysiert - genial. Das blau-weiße Cover findet sich in Text in Form von blau-weißen Tablettenpackungen und Sonnensegeln wieder. Insgesamt ein tolles Buch, dass dem Cover gerecht wird. Wer muss bei dem Cover auch an Romy Schneider und den Film "Swimmingpool" denken. Triggerwarnungen! Depressionen Eine Abtreibung wird beschrieben und ist beim Lesen schwer zu ertragen

Es ist eine Wucht
Das Hörbuch zog mich regelrecht in seinen Bann. Die Geschichten um Tess, Mac und Alec, auch die Furien genannt, berührten mich tief. Der erlebte Sommer mit so viele Höhen und Tiefen erlebten die 3 gemeinsam. Am Ende bleibt Alec übrig, die wir in das Erwachsenenalter begleiten und ihr Wiedersehen mit ihrer großen Liebe Romain begleiten dürfen. Die Zeitsprünge erhalten den Spannungsbogen sehr weit oben und das Ende ist herzzerreißend und gleichzeitig wunderschön. Lest es Alle unbedingt! ❤️
Sehr düster, spannend und melancholisch
Selten hat mich ein Buch so gefesselt und so starke Emotionen fühlen lassen. Ein außergewöhnliches Buch über einprägsame Ereignisse der Jugend und die lebenslangen Auswirkungen.
Furye von Kat Eryn Rubik Die Geschichte ist intensiv und schwer, aber nicht von Anfang an packend. Die ersten 60 Prozent haben mir sehr viel Geduld abverlangt, und mehr als einmal wollte ich abbrechen. Dass ich weitergehört habe, lag nur daran, dass andere Rezensionen andeuteten, dass sich das Durchhalten lohnen würde und tatsächlich: die letzten 40 Prozent waren spannend, tiefsinnig und voller Intensität. Die Sprecherin hat die Emotionen eindringlich und empfindsam transportiert. Trotzdem blieb der Einstieg für mich mühsam, vor allem durch die abrupten und teils verwirrenden Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Oft habe ich erst nach einigen Sätzen verstanden, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, was meinen Lesefluss erheblich gestört hat. Thematisch ist das Buch überaus reich: Kinderwunsch, Depressionen, soziale Ungleichheit, Drogenmissbrauch, Vernachlässigung, sexuelle Gewalt, Selbstmord – alles und mehr wird aufgegriffen, ohne dass es eine Triggerwarnung gibt, die meines Erachtens angebracht gewesen wäre. Diese Themen verleihen dem Buch eine enorme Schwere und Nachdrücklichkeit, doch gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte von Anfang an die Tiefe und Spannung zeigt, die sie am Ende erreicht. Mein Fazit: Ein Buch mit viel Emotionalität, nachklingenden Passagen und einer klaren Botschaft über die Konsequenzen von Kindheitserfahrungen aber leider mit einem sehr zähen Start und einer für mich verwirrenden Erzählweise. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Überzeugend auf allen Ebenen Das Buch macht mit seinem Klappentext neugierig auf sich. Es wird von einem Unfall geschrieben, dessen wahren Grund die namenlose Erzählerin, nicht jedoch die Presse kennt. Alles in der Geschichte wird etwas in Nebel gehüllt, Orte werden nicht genau genannt, die Erzählerin und Freundinnen hinter anderen Namen versteckt, wodurch es einen besonderen Charakter erhält. Die Geschichte gibt Einblicke in zwei Zeitebenen, die damals, als die Erzählerin noch 17 war, und die heute. Cover und Klappentext haben mich sehr in den Bann gezogen, ebenso wie der Schreibstil der Autorin, den ich sehr genossen habe. Das Buch beinhaltet viele schwere Themen und ist keine lockere Geschichte für zwischendurch, dennoch bietet sie ein Leseerlebnis, welches man nicht verpassen möchte. Die Geschichte hatte ich mir anfänglich anders vorgestellt, aber ich wurde trotzdem nicht enttäuscht. Das Ende habe ich so nicht erwartet und fand es vielleicht deshalb umso besser. Alles in allem ein für mich herausstechendes Buch, welches nicht nur wunderschön im Regal aussieht, sondern auch durch Plot und Schreibstil überzeugt. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung.
Okay was war das? Zu Beginn war es ein wenig schwierig sich an den Schreibstil zu gewöhnen aber nach kurzer Zeit konnte ich es wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Die Erzählerin schafft es einen total in den Bann zu ziehen weil man einfach wissen möchte was passiert ist. Tolle Dynamik, interessante und rätselhafte Charaktere, eine spannende Geschichte und eine Auflösung mit welcher ich wirklich nicht gerechnet habe. Ganz klare Empfehlung.
schön, traurig, unangenehm und fesselnd aber vor allem ehrlich.
Die Geschichte der Protagonisten ist abwechslungsreich aber im Richtigen Maße mitreißend und dabei subtil ehrlich unangenehm. Oft verwirrend zu lesen und schwierig der Geschichte zu folgen aber genau dies macht das Buch besonders. Der Stil des Buches ist ungewöhnlich und die Zeitsprünge absolut richtig abgestimmt. Ich mag die weibliche Sichtweise der vielen aufgegriffen Themen. Das Buch ist großartig.
Furye
Hat mir gut gefallen. Sprachlich sehr sehr schön. Inhalt war gut, habe mir vom Klappentext aber doch etwas „mehr“ erhofft, daher kein Highlight.
Wow! Diese „Sommerlektüre“ reißt Dich mit … abgrundtief. Ein elegantes, gewaltiges, großartiges Buch, bei dem Dir der Atem stockt & das definitiv nachhallt.
Ich habe Furye fast in einem Rutsch durchgehört. In verschiedenen Zeitebenen erzählt werden die einzelnen Erzählstränge immer weiter ineinander verwoben, bis sich schließlich ein ganzes Bild ergibt. Immer wieder gab es für mich auch Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe und auch das Ende hat mir gut gefallen. Den Schreibstil mochte ich auch . Durchaus sehr düster und bewegend. Anders als ich es erwartet hatte doch keine leichtere Sommerlektüre, sondern oft sehr dramatisch und atmosphärisch. Wirklich lesenswert.
Sehr schwierig, das Buch zu bewerten. Tolle Sprache + Schreibstil; Charakterentwicklung bleibt aber aus, genauso wie eine gelungene Auseinandersetzung mit psychischen Krankheiten
Stilistisch und sprachlich gesehen ist das Buch unfassbar gut. Der Schreibstil, die Stilmittel, die unterschiedlichen Zeitebenen und die wechselnde Sprache sind sehr, sehr gut. Anders kann mans nicht sagen. Beim Lesen habe ich so viele Gefühle durchgemacht, das Buch fesselt einen sehr schnell und man kann nicht mal genau einordnen, in welche Richtung es überhaupt geht. Die Stimmung wechselt zwischen Poesie, Melancholie, Coming of age, irgendwie war alles dabei, teils fand ich es aber auch alles sehr vulgär, abschreckend, verstörend. Aber genau dieser Kontrast zwischen der Sprache der Erzählerin in der Gegenwart & Vergangenheit machen das Buch auch irgendwie aus und besonders. Sprachlich gesehen habe ich sehr selten ein so gutes Buch gelesen, das wirklich jede Gefühlsregung aus einem herauskitzelt: Trauer, Lächeln, Ekel, Wut, Leere. Leider ist das Buch auch unglaublich deprimierend. Thematisch gesehen ist die Geschichte eigentlich GAR NICHT mein Fall (Spoiler… Kinderwunsch, Abtreibung,…) aber in diesem Fall hat es mich nicht so sehr gestört, weil das darum herum irgendwie „mehr“ war. Nichtsdestotrotz finde ich den Umgang mit psychischen Krankheiten in diesem Buch einfach irgendwie unpassend. Einerseits ist es gut, weil es irgendwie zur Erzählerin passt und diese nicht aus der Rolle fällt, andererseits finde ich es trotzdem schwierig, weil Therapie in diesem Buch irgendwie ein bisschen zu sehr als „sinnlos“ hingestellt wird oder die Protagonisten diese sowieso nicht nutzen/möchten und alle irgendwie so sehr in ihren Problemen und krankhaften Ansichten gefangen sind. Romains Schicksal habe ich fast erwartet, aber irgendwie hab ich mir da am Ende für Alec etwas anderes erhofft, eine Charakterentwicklung und nicht eine Schwangerschaft, die irgendwie die „Lösung“ für die Erzählerin ist bzw. ein trauriger Glücksmoment? An dieser Stelle: Romain als Figur war mir durchgehend unsympathisch, eine sehr toxische erste Liebe, vor allem wenn man die Auflösung betrachtet und seine Reaktion auf Alecs nicht so geheimes Geheimnis. Irgendwie hat mir da auch die Aufarbeitung gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich eher auf sich selbst bezogen weiterentwickeln kann und nicht bei ihrer „ Meinung“ bleibt. Ich habe gehofft, dass sie sich professionelle Hilfe sucht und die Vergangenheit anders reflektieren kann und nicht an ihrer Jugend und diesem einen Sommer auf diese Art und Weise festhält. Ich finde es einfach nicht gut, dass der sich dann doch noch erfüllende Kinderwunsch als „Lösung“ dargestellt wird, als würde das Leben der Erzählerin, die offensichtlich psychisch krank ist, sich dadurch irgendwie verbessern können. Zusammenfassend: das Buch ist vor allem durch die Sprache sehr fesselnd, macht neugierig, aber die Auflösung und die fehlende Reflexion am Ende haben es für mich irgendwie ein bisschen ruiniert. Da hat mir einfach extrem die Charakterentwicklung gefehlt, das Ende passt nicht und vermittelt ein falsches Bild meiner Meinung nach.





















































