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Wie kann es sein, dass ein Buch so gut aufgebaut ist, dass ich nur so durch die Seiten fliege und dann dieses Ende :( Nein, das Ende war jetzt keine große Enttäuschung und vielleicht bin ich etwas zu kritisch, aber nach all den intensiven, spannenden und rauen Themen war es mir zu glatt und zu rund. Moritz wird in ein paar Wochen zum ersten Mal Vater und gerade als er abends im Bett liegt, Kristins Bauch streichelt und über die Geburt nachdenkt, klingelt es an der Tür. Es ist sein bester Freund Raffael, der mit einem Koffer vor Moritz´ Tür steht und das, nachdem sie sich 16 Jahre nicht gesehen haben. Plötzlich kommt die Vergangenheit hoch und die war nicht immer einfach und die Erinnerungen an Johanna werden geweckt. Es war mein erstes Buch von Mareike Fallwickel und wird bestimmt nicht mein letztes sein („Die Wut, die bleibt“ steht hier schon bereit), denn erzählen kann sie. Auch wenn für meinen Geschmack der Schreibstil an der einen und anderen Stelle etwas hakt, lässt es sich trotzdem flüssig lesen. Spannung, Plot, Figuren und die verschiedenen Erzählperspektiven waren wirklich genial, abwechslungsreich und authentisch. Erzählt wird nicht nur die Geschichte der 3 Freund*innen, sondern auch von Marie Moritz´ Mutter, die einzige Figur, die in der Ich-form geschrieben ist. Vielleicht war ich ihr deswegen anfangs näher als den anderen, was sich im Verlauf der Geschichte aber auch verändert hat. Sprünge in der Zeit und zwischen den Figuren machen die Geschichte spannender. Kurzweilig und sehr fesselnd. Von mir eine Empfehlung und erzählt mir gerne, wie es euch mit dem Ende ging. :) S.105 „Der Alkohol schwemmt die Wurzeln fort, die ihn so fest halten. Wenn Ging und Whiskey durch sein Blut jagen, bleibt kein Platz mehr für das Unbeherrschbare, das ihn sonderbar macht und hilflos. Sobald Moritz betrunken ist, haben die Dinge und die Menschen und die Lichter keine Grenzen.“ S.141 „Raffaels Charme ist wie warmes Wasser, durch das er sich ohne Anstrengung bewegt, das ihn umfließt wie ein natürliches Element.“ S.167 „Sie hatte sich nie geritzt und würde auch nicht damit anfangen, weil jeder es sehen konnte. Wenn du ein Ritzer bist, ziehst du einmal deinen Pulli aus, die schmalen Narben werden sichtbar, und alle wissen Bescheid, alle. […]Ihre Narben sollte niemand sehen können.“
May 19, 2025
Wie kann es sein, dass ein Buch so gut aufgebaut ist, dass ich nur so durch die Seiten fliege und dann dieses Ende :( Nein, das Ende war jetzt keine große Enttäuschung und vielleicht bin ich etwas zu kritisch, aber nach all den intensiven, spannenden und rauen Themen war es mir zu glatt und zu rund. Moritz wird in ein paar Wochen zum ersten Mal Vater und gerade als er abends im Bett liegt, Kristins Bauch streichelt und über die Geburt nachdenkt, klingelt es an der Tür. Es ist sein bester Freund Raffael, der mit einem Koffer vor Moritz´ Tür steht und das, nachdem sie sich 16 Jahre nicht gesehen haben. Plötzlich kommt die Vergangenheit hoch und die war nicht immer einfach und die Erinnerungen an Johanna werden geweckt. Es war mein erstes Buch von Mareike Fallwickel und wird bestimmt nicht mein letztes sein („Die Wut, die bleibt“ steht hier schon bereit), denn erzählen kann sie. Auch wenn für meinen Geschmack der Schreibstil an der einen und anderen Stelle etwas hakt, lässt es sich trotzdem flüssig lesen. Spannung, Plot, Figuren und die verschiedenen Erzählperspektiven waren wirklich genial, abwechslungsreich und authentisch. Erzählt wird nicht nur die Geschichte der 3 Freund*innen, sondern auch von Marie Moritz´ Mutter, die einzige Figur, die in der Ich-form geschrieben ist. Vielleicht war ich ihr deswegen anfangs näher als den anderen, was sich im Verlauf der Geschichte aber auch verändert hat. Sprünge in der Zeit und zwischen den Figuren machen die Geschichte spannender. Kurzweilig und sehr fesselnd. Von mir eine Empfehlung und erzählt mir gerne, wie es euch mit dem Ende ging. :) S.105 „Der Alkohol schwemmt die Wurzeln fort, die ihn so fest halten. Wenn Ging und Whiskey durch sein Blut jagen, bleibt kein Platz mehr für das Unbeherrschbare, das ihn sonderbar macht und hilflos. Sobald Moritz betrunken ist, haben die Dinge und die Menschen und die Lichter keine Grenzen.“ S.141 „Raffaels Charme ist wie warmes Wasser, durch das er sich ohne Anstrengung bewegt, das ihn umfließt wie ein natürliches Element.“ S.167 „Sie hatte sich nie geritzt und würde auch nicht damit anfangen, weil jeder es sehen konnte. Wenn du ein Ritzer bist, ziehst du einmal deinen Pulli aus, die schmalen Narben werden sichtbar, und alle wissen Bescheid, alle. […]Ihre Narben sollte niemand sehen können.“
May 19, 2025








