Der Revolver

Der Revolver

Softcover
3.986
HarukiStudentMordUnterwelt

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Description

In einer Regennacht findet ein junger Mann in den Straßen von Tokio eine Leiche – und neben ihr einen Revolver. Nishikawa nimmt die Waffe an sich und entwickelt schon nach kurzer Zeit eine unheimliche Obsession. All seine Gedanken, sein ganzes Leben kreisen um das perfekte kleine Wunderwerk. Und um die vier Kugeln, die sich noch immer in der Trommel befinden. Irgendwann ist es nicht mehr genug, die Waffe zu besitzen. Er muss sie abfeuern.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
192
Price
12.40 €

Author Description

Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai, studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2002 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Fuminori Nakamura lebt in Tokio.

Posts

22
All
3.5

Ein kleiner knall zum abschuss des jahres.

5

Ich muss alles von Fuminori Nakamura lesen!

Dieses Buch ist so dünn, und doch so mächtig. Ein junger Student findet unter einer Brücke, beim spazieren einen Revolver. Ab da beherrscht der Revolver seine Gedanken. Ich mochte alles, die Verwandlung von Nishikawa und ganz besonders das Ende. Großartig!! Klare Leseempfehlung!!!

3

Irre Story und eine nachdrückliche Warnung davor, was der Besitz von Waffen mit einem macht. Trotzdem hat der Roman mich nicht eingenommen. Ich kam irgendwie nicht rein... aber probiert es ruhig selbst aus 😊

4.5

„Nicht ich benutze den Revolver, der Revolver benutzt mich. Ich war lediglich ein Rädchen im System, das den Revolver zur Aktion bringen sollte"

Spannender Roman. Während der Ich-Erzähler Nishikawa meint durch die Waffe an Macht zu gewinnen, wird er doch immer weniger zum Herr seiner Sinne. Bewaffnet sieht er die Möglichkeit, über Leben und Tod entscheiden zu können, über Gut und Böse, quasi Gott zu spielen. Der Roman zwingt die Leserinnen und Leser sich mit dieser Verlockung zu identifizieren, nicht um sie zu rechtfertigen, sondern um ihre Nähe zum eigenen Inneren offenzulegen.

Prägnante Sprache - Aufwühlende Geschichte

Ein Student findet nachts in einer schummrigen Seitengasse Tokyos einen toten Mann, neben ihm sein Revolver. Ohne nachzudenken nimmt er den Revolver an sich. Je länger er im Besitz dieses Tatgegenstandes ist, desto mehr greift es Besitz von ihm: beherrscht sein Tun und Denken und verändert ihn im Umgang mit seiner Welt grundlegend. Kurz, der Revolver wirkt ein wenig wie der Ring in „Der Herr der Ringe“. Über die Macht des Revolvers, die jener auf unseren Protagonisten ausübt, zeichnet Nakamura ein eindrückliches Psychogramm, das sich süffisant liest. Ein sehr empfehlenswertes Debüt. Mehr dazu im Lesemonat Juni auf meinem YouTube Kanal „Japan Connect“. ♥️♥️♥️♥️🤍 https://youtu.be/SjQpJqLFjLo?si=No9aXT1MRHcNdcsA

4.5

Ein Hauch von Schuld und Sühne. Mich hat es richtig gepackt. Das wird der Auftakt sein, in diesem Jahr weitere Bücher von Nakamura zu lesen.

5

Als Hörbuch gehört. Faszinierend, wie die Gedanken des Protagonisten zwanghaft an diesem Revolver hängen. Hat mich ein bisschen an Der Mantel von Nikolaj Gogol erinnert. Ungewöhnlich, aber großartig!

3.5

Sehr zu empfehlen :)

Das Buch ist überraschend kurz und kommt direkt zur Sache. Genau das hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte packt einen schnell, sodass ich es tatsächlich während einer Zugfahrt komplett durchgelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Nachdem ich zuvor schon einmal ein Buch des Autors abgebrochen hatte, hat mich dieses hier umso mehr überrascht. Besonders faszinierend ist der Einfluss, den der Revolver auf den jungen Nishikawa ausübt. Man verfolgt gespannt, wie sich seine Gedanken immer weiter zuspitzen und eine zunehmend bedrohliche Dynamik entsteht. Gerade das hält die Spannung durchgehend hoch und macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

3.5

Obsessionsthematik anhand einer Waffe

Eintauchen in die Psyche einer Person, die von etwas "besessen" ist - das ist einer spannende und erfrischende Idee des Autors. An einigen Stellen fehlt mir dann aber die Tiefe in den Beschreibungen, da wäre deutlich mehr möglich gewesen, um in die Gedankenwelt des Hauptcharakters hineinzublicken. Die Atmosphäre ist dann wieder gut, ich konnte das verregnete Tokio förmlich vor mir sehen. Die Katzen-Szene ist die beste Stelle im Buch.

3.5

Wenn ein Revolver, japanische Pragmatik und die menschliche Fragestellung …“was wäre wenn…??“ein Kind bekommen würden… wäre dies das Ergebnis

4

Der Inhalt dieses Romans ist schnell erzählt: Der Protagonist findet eines Abends einen Revolver, mit dem sich der daneben liegende tote Mann wohl das Leben genommen hat. Vom ersten Moment an fasziniert von der Waffe, nimmt er sie mit nach Hause, bringt ihr Fürsorge, Bewunderung, fast Zärtlichkeit entgegen. Für seine Umwelt hat er im Gegensatz dazu nichts als Gleichgültigkeit übrig. Während er sich in eine waschechte Obsession steigert, verliert er immer mehr die Verbindung zur Realität. Das Ganze hat eine gewisse „Noir“-Atmosphäre, ständig wird geraucht und Kaffee getrunken und auch ein Kriminalinspektor á la Columbo spielt eine Rolle. Vor allem bekommt man hier aber – sicher nicht ungewollt - deutliche Raskolnikow-Vibes („Schuld und Sühne“ v. Dostojewski). Ich habe den Protagonisten auch einige Male in meinem Kopf „Meeeiiinnn Schaaaatzzzzz“ flüstern hören ;-). Insgesamt hat mich Nakamura mit diesem Psychogramm eines Verbrechers sehr beeindruckt. Da der Protagonist sich außer illegalen Waffenbesitzes zunächst nichts zu schulden kommen lässt, fand ich besonders die Frage interessant, wann genau Schuld anfängt, der point of no return. Der Autor präsentiert hier eine (fast) perfekt nachvollziehbare Entwicklung, die wir hautnah im Kopf des Ich-Erzählers miterleben können. Da bin ich doch sehr gespannt auf weitere Werke von ihm :-)

4

Kurz und prägnant zeichnet Nakamura das Bild eines aufgewühlten Studentenlebens. Beim lesen entwickelt sich ein Sog, dem man sich schwer entziehen kann.

3

Es fiel mir schwer mich mit diesem Buch anzufreunden. Obwohl es schön übersetzt worden ist auf deutsch, war es tatsächlich mühsam da rein zu kommen. Der Protagonist findet einen Revolver und ist wie vom Fluch besessen. Bis dann was passiert, braucht es echt lange. Danach hat der Autor schöne Gedankengänge eingebaut, die man so nicht hätte. Irgendwie war es am Ende doch spannend. Aber viel zu spät hat es mich in den Bann gezogen und nicht so nice gefesselt! Ist schnell zu lesen. Abends kurz vorm einschlafen. Kann man sich gönnen an einem Sonntag Nachmittag am See.

5

Packend geschrieben, grandiose Idee mit gut inszenierter Botschaft

4

Fazit: Keine Waffe von einem Tatort mitgehen lassen. 4.5/5

3

English translation below Ein Student findet eine Leiche und daneben einen Revolver, den er mit nimmt. Den Fund des Toten meldet er nicht, stattdessen entwickelt er eine fast schon krankhafte Begierde und Faszination zur Waffe. Erst das haptische Erlebnis, die Schönheit der Form, die Handlichkeit, später die Faszination bezüglich der Handhabung und der sich bietenden Möglichkeit der Machtdemonstration. Die steigende Obsession stellt der Autor bei dem Ich-Erzähler meines Empfindens gut dar. Das kleine Buch entfaltet so eine gewisse Sogwirkung. Auf was wird die Geschichte hinauslaufen? Was als Gesellschaftsstudie anfängt, wird später ein Psychogramm und ein Kriminalfall. Die Gründe, warum der Student die Waffe letztlich abfeuern muss, sind dagegen nicht so tiefgründig dargestellt. Es drängen sich da Parallelen zu [b:Schuld und Sühne|1165630|Schuld und Sühne|Fyodor Dostoyevsky|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1266734279l/1165630._SY75_.jpg|3393917] auf, doch bei Raskolnikov entwickelt Dostojewski wesentlich besser dessen Gedanken über die Werthaltigkeit von Leben und ob es einen perfekten Mord gibt. Perfekt Morden will der Protagonist hier nicht. Es steht kein intellektuell ausgearbeiteter Plan hinter der Tat und dadurch unterscheidet sich das Buch von Dostojewskis Werk. Nishikawa wirkt dagegen fremdgesteuert und ohne übergeordnetes Ziel. Es scheint eher, dass die Waffe ihren Halter besitzt als umgekehrt. Dieser kleine Roman ist durchaus lesenswert, aber wenn ich Dostojewski vier Sterne gebe, kann ich Nakamura nicht auf dieselbe Stufe stellen. Insofern gute drei Sterne. ——————————— A student finds a corpse and next to it a revolver, which he takes with him. He doesn’t report the discovery of the dead Body, instead he develops an almost morbid desire and fascination for the weapon. First the haptic experience, the beauty of the shape, the handiness, later the fascination with handling and the possibility of demonstrating power. The author portrays the growing obsession with the first-person narrator very well. The little book develops a certain pull. What is the story going to be? What begins as a study of society later becomes a psychogram and a criminal case. The reasons why the student has to fire the weapon in the end, on the other hand, are not presented so profoundly. Parallels to [b:Crime and Punishment|7144|Crime and Punishment|Fyodor Dostoyevsky|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1382846449l/7144._SY75_.jpg|3393917] came to my mind, but with Raskolnikov Dostoyevsky is much better at developing his thoughts about the intrinsic value of life and whether there is a perfect murder. The protagonist here doesn't want to kill perfectly. There is no intellectually elaborated plan behind the act, and that is how the book differs from Dostoevsky's work. Nishikawa, on the other hand, works externally and has no overriding goal. It would seem that the weapon has its holder rather than the other way around. This little novel is worth reading, but if I gave Dostoyevsky four stars, I can’t put Nakamura on the same level. In this respect, a good three stars.

3

Das Buch war in Ordnung und mein erster Roman von Fuminori Nakamura. Auch wird es als sein "schlechtestes Werk" von Kritikerin betitelt, wobei das auch sein Debütroman damals war, also könnte man darüber hinwegsehen. Ich werde noch die "besseren" Bücher von ihm mir ansehen!

4

Die Handlung: Nishikawa lässt sich treiben: Studium hier, bedeutungslose Bettgeschichten da. Koffein in rauen Mengen, obwohl er nichts hat, wofür er wirklich Energie bräuchte. Nirgendwo eine echte Leidenschaft, nicht einmal ein Hobby oder ein Haustier, nichts also, was seinem Leben Bedeutung schenken könnte. Seine Gefühle sind bestenfalls lauwarm, echte Intensität ist ihm fremd. Sein Leben ist leer. So unerträglich leer, dass ein Vakuum entsteht – und damit ein unbezähmbarer Zwang, diese Leere zu füllen. Der Nährboden für eine Sucht ist gegeben. Diese Sucht könnte die verschiedensten Erscheinungsformen annehmen: eine Sekte, ein Onlinespiel, Alkohol, Drogen, das Deep Web, Pornographie… Aber dann findet er eine Leiche – und daneben den Revolver. Dass er ihn mitnimmt und eine intensive Obsession dafür entwickelt, ist quasi unvermeidlich. Der Hauptcharakter: Sympathisch ist Nishikawa nicht. So denkt er zum Beispiel mehrmals sehr abfällig über das Aussehen von Frauen, mit denen er dann doch ins Bett geht. (Eine davon bekommt im ganzen Buch keinen Namen, weil er sich nie die Mühe macht, sie danach zu fragen.) Überhaupt zeigt sich auch in seinen negativen Eigenschaften keinerlei Antrieb, es handelt sich vielmehr um eine selbstsüchtige Trägheit. Abgesehen von dieser Trägheit ist er ein Mann ohne Eigenschaften – wenig mehr als eine Projektionsfläche. Warum, fragte ich mich mehrmals, will ich das lesen? Denn lesen wollte ich es, als würde auch ich aufgesaugt von diesem Vakuum, dieser kaum auszuhaltenden Sinnentleertheit. Ich suchte in den Seiten nach Sinn, wartete auf eine Wandlung Nishikawas zum Besseren – oder zumindest auf ein Erwachen aus der Gedankenlosigkeit. Dass letzteres passieren würde, erschien mir tatsächlich unausweichlich, die Frage war nur, wo es enden würde: in einem neuen, geläuterten Leben oder in der Katastrophe. Denn im Revolver sind noch vier Patronen, und Nishikawa ist mehr und mehr besessen von dem Wunsch, ihn zu benutzen. Seine Passivität wird aufgebrochen von seinen ständigen Gedanken an den Revolver und die Möglichkeiten, die er eröffnet. Es liest sich zum Teil jedoch fast so, als sei es der Revolver, der denkt und fühlt und nach einer Gewalttat giert, nicht Nishikawa. Wer ist der Ursprung der Gewaltfantasien, Mensch oder Waffe? Es bleibt offen, ob Nishikawa sich seine eigenen Abgründe nicht eingestehen will oder schlichtweg nicht die Willensstärke hat, sich dieser Sucht zu widersetzen. So oder so sinkt seine Hemmschwelle, was Gewalt betrifft; mit dem Revolver verbindet er hingegen bis dato ungekannte Glücksgefühle. „Der Revolver war unverändert schön. Atemberaubend schön. Das Mädchen, mit dem ich geschlafen hatte, konnte da nicht mithalten. Der Revolver bedeutete mir alles, und so würde es auch in Zukunft bleiben.“ (Zitat) Der Spannungsbogen: In manchen Passagen konnte ich mich kaum einmal von den Seiten lösen, andere wirkten auf mich etwas schwach: nicht ganz schlüssig, nicht konsequent konstruiert. Zwischendurch dachte ich mir, dass die Handlung als Kurzgeschichte möglicherweise besser funktionieren würde; alternativ hätte ich mir gewünscht, dass der Autor in manchen Dingen mehr in die Tiefe geht. Obwohl es eine Leiche, einen Revolver und einen ermittelnden Kommissar gibt, der den Protagonisten schnell ins Visier nimmt, ist dieses Buch in meinen Augen kein Krimi, sondern eher ein Drama. Die Spannung ergibt sich nicht aus der Frage, wer der Mörder war, sondern daraus, dass man Nishikawa dabei beobachtet, wie er immer weiter in den Abgrund steigt und sich fragt, ob und wann er endgültig den Halt verlieren wird. Der Kommissar ist übrigens ein großartiger Nebencharakter, der für mich deutlich mehr Persönlichkeit zeigt als Nishikawa – ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, und zwei von uns fühlten sich an Inspektor Columbo erinnert. Die Bedeutung: Sinnsuche in der modernen Welt? Die Entwicklung einer Sucht und der Versuch, sich davon zu befreien? Die Unverzichtbarkeit zwischenmenschlicher Interaktion für die seelische Gesundheit? Der Leser kann einiges als Leitmotiv in die Geschichte hineininterpretieren. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass der Autor seinem Antihelden ein etwas klareres Profil gibt, dass er ihn und den Leser nicht ganz so haltlos durch die Geschichte stürzen lässt. Der Schreibstil: Der Autor schreibt prägnant, knapp, oft beinahe nüchtern, und dennoch beschwören seine Worte sehr eindringlich den Abstieg in den Wahn. Fazit: Der Student Nishikawa findet einen Toten – vor allem findet er jedoch den Revolver, der für dessen Ableben verantwortlich ist. Er nimmt die Waffe mit und denkt fortan beinahe ausschließlich an sie. Studium, Alkohol, Sex, alles wird bedeutungslos. Immer öfter drehen sich seine Gedanken stattdessen um die vier Patronen, die die noch im Magazin stecken. Wer hätte den Tod verdient? Auf nur 192 Seiten beschreibt Fuminori Nakamura die Geschichte einer verheerenden Obsession. Das ist kein Krimi, sondern eher eine psychologische Charakterstudie, die meines Erachtens durchaus Schwächen hat, sich aber dennoch schnell und unterhaltsam liest. Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Blog: https://wordpress.mikkaliest.de/rezension-fuminori-nakamura-der-revolver/

3

English translation below Ein Student findet eine Leiche und daneben einen Revolver, den er mit nimmt. Den Fund des Toten meldet er nicht, stattdessen entwickelt er eine fast schon krankhafte Begierde und Faszination zur Waffe. Erst das haptische Erlebnis, die Schönheit der Form, die Handlichkeit, später die Faszination bezüglich der Handhabung und der sich bietenden Möglichkeit der Machtdemonstration. Die steigende Obsession stellt der Autor bei dem Ich-Erzähler meines Empfindens gut dar. Das kleine Buch entfaltet so eine gewisse Sogwirkung. Auf was wird die Geschichte hinauslaufen? Was als Gesellschaftsstudie anfängt, wird später ein Psychogramm und ein Kriminalfall. Die Gründe, warum der Student die Waffe letztlich abfeuern muss, sind dagegen nicht so tiefgründig dargestellt. Es drängen sich da Parallelen zu [b:Schuld und Sühne|1165630|Schuld und Sühne|Fyodor Dostoyevsky|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1266734279l/1165630._SY75_.jpg|3393917] auf, doch bei Raskolnikov entwickelt Dostojewski wesentlich besser dessen Gedanken über die Werthaltigkeit von Leben und ob es einen perfekten Mord gibt. Perfekt Morden will der Protagonist hier nicht. Es steht kein intellektuell ausgearbeiteter Plan hinter der Tat und dadurch unterscheidet sich das Buch von Dostojewskis Werk. Nishikawa wirkt dagegen fremdgesteuert und ohne übergeordnetes Ziel. Es scheint eher, dass die Waffe ihren Halter besitzt als umgekehrt. Dieser kleine Roman ist durchaus lesenswert, aber wenn ich Dostojewski vier Sterne gebe, kann ich Nakamura nicht auf dieselbe Stufe stellen. Insofern gute drei Sterne. ——————————— A student finds a corpse and next to it a revolver, which he takes with him. He doesn’t report the discovery of the dead Body, instead he develops an almost morbid desire and fascination for the weapon. First the haptic experience, the beauty of the shape, the handiness, later the fascination with handling and the possibility of demonstrating power. The author portrays the growing obsession with the first-person narrator very well. The little book develops a certain pull. What is the story going to be? What begins as a study of society later becomes a psychogram and a criminal case. The reasons why the student has to fire the weapon in the end, on the other hand, are not presented so profoundly. Parallels to [b:Crime and Punishment|7144|Crime and Punishment|Fyodor Dostoyevsky|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1382846449l/7144._SY75_.jpg|3393917] came to my mind, but with Raskolnikov Dostoyevsky is much better at developing his thoughts about the intrinsic value of life and whether there is a perfect murder. The protagonist here doesn't want to kill perfectly. There is no intellectually elaborated plan behind the act, and that is how the book differs from Dostoevsky's work. Nishikawa, on the other hand, works externally and has no overriding goal. It would seem that the weapon has its holder rather than the other way around. This little novel is worth reading, but if I gave Dostoyevsky four stars, I can’t put Nakamura on the same level. In this respect, a good three stars.

4

Es gibt mit ab der der Hälfte des 2/3 ein wenig die Vibes von Taxidriver

4

Was liebt der Mensch am Töten, was treibt den Mensch auch psychisch dazu, Gewalt auszuüben? Das ist die Grundsatzfrage dieses, in mehrerer Hinsicht, gewaltigen Romans. In nicht einmal 200 Seiten schafft es Autor, Fuminori Nakamura, uns das Leben eines völlig normalen Stundenten aufzuzeigen, der eines Abends einen Revolver findet, und diesem - und dem Verlangen, der Begierde nach Gewalt - verfällt. Es ist im Grunde ein innerer Monolog, dem man als Leser über 184 Seiten (Goodreads falsche Zahl, wie so oft) folgt. Ab und an wird er durch Dialoge mit Nebenfiguren (Kommissar, Kommilitonen, Sexbekanntschaften) unterbrochen, aber das Faszinierende an diesem Roman ist eben dieser innere Monolog. Der Protagonist fühlt, dass er sich Tag für Tag, je länger sich diese Waffe in seinem Besitz befindet, mehr auf eine gewalttätige Tat vorbereitet. Dass er abhängig wird von dem Wunsch nach Gewalt, das ist das hoch spannende an diesem kurzen Roman. Und deswegen spielt es auch keine Rolle, ob es Ende tatsächlich zu einer Tat kommt oder nicht. (Das lasse ich hier offen). Alleine die Idee, dass jede/r von uns zum/r Mörder*in werden könnte, ist eine brutale Idee, die hier grandios literarisch umgesetzt wurde - und das auf nicht mal 200 Seiten. Es hätte sprachlich manchmal etwas weniger flapsig geschrieben - oder übersetzt - werden können. Aber abgesehen davon ist es ein FURIOSER Roman, der unbedingt Lust macht, mehr von diesem Autor und seinen spannenden Figuren am Rand des Gesetzes zu lesen. Absolute Leseempfehlung meinerseits! :)

3.5

It was an intense read, the whole experience was focused on one thing: will he or won't he? 

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