A NUMBER ONE INTERNATIONAL BEST-SELLER A NEW YORK TIMES EDITORS' CHOICE A tale of love, companionship, and renewal set against the transformations of 1960s Vienna. "How I loved this book! Filled with truth after truth, poignantly rendered and given to us with tender open-handedness."--Elizabeth Strout, author of Olive KitteridgeRobert Simon is in his early thirties in 1966, when the owners of the corner bar in the Carmelite market square of Vienna shutter the business. With the help of an old family friend, he buys the property. It is dark and dilapidated, located in a neglected neighborhood of the broken Austrian capital. But for a while now, an unexpected spirit of renewal has been felt in the city. One hears talk of a bright future beginning to rise from the quagmire of the past. Robert refurbishes the café and soon customers begin to arrive in search of a congenial place to gather, talk, read, come to terms with the monumental changes afoot, or just sit and be. They bring with them stories of passionate love, friendships, abandonments, and bereavements. Some are in search of company, others long for love. As the city is transformed, Robert's café becomes at once a place of refuge and one from which to observe, mourn, and rejoice. Combining the enchantment of warm prose with tender humanity and gentle humor, Robert Seethaler has written a charming, atmospheric tale about the extraordinary richness of ordinary lives. ★ "A gem of a novel, whimsical and bittersweet but never sentimental, with indelible characters and a powerful sense of place."--Kirkus Reviews (starred review)
Wer Melancholie mag, wird dieses Buch lieben. Wie oft habe ich mir in meinem früheren Nebenjon an der Bar Geschichten zu den Stammgästen ausgemalt. In diesem Buch wird nicht ausgedacht, sondern wir wechseln die Perspektiven. Keine dieser Leben hat lange nachgehallt, weder im Buch noch in meinem Kopf.
Apr 20, 2026
3.0
Schöne Sprache, wenig Handlung
Wer Melancholie mag, wird dieses Buch lieben. Wie oft habe ich mir in meinem früheren Nebenjon an der Bar Geschichten zu den Stammgästen ausgemalt. In diesem Buch wird nicht ausgedacht, sondern wir wechseln die Perspektiven. Keine dieser Leben hat lange nachgehallt, weder im Buch noch in meinem Kopf.
Wir schreiben Wien in den 1960er Jahren. Robert Simon eröffnet ein Café. Verschiedene Menschen, Charaktere und Schicksale treffen an diesem Ort zusammen. Der Autor hat einen schönen besinnlichen Schreibstil. Das Buch fühlt sich leicht an. Es passiert nicht viel, es geht vielmehr um die Menschen mit ihren Befindlichkeiten und ihrem Leben.
Ich fand es sehr gemütlich, aber ich befürchte es wird nicht lange hängenbleiben. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, aber die Begeisterung anderer Leser für das Buch kann ich nicht teilen.
Jan 9, 2026
3.5
Gemütlich und kurzweilig
Wir schreiben Wien in den 1960er Jahren. Robert Simon eröffnet ein Café. Verschiedene Menschen, Charaktere und Schicksale treffen an diesem Ort zusammen. Der Autor hat einen schönen besinnlichen Schreibstil. Das Buch fühlt sich leicht an. Es passiert nicht viel, es geht vielmehr um die Menschen mit ihren Befindlichkeiten und ihrem Leben.
Ich fand es sehr gemütlich, aber ich befürchte es wird nicht lange hängenbleiben. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, aber die Begeisterung anderer Leser für das Buch kann ich nicht teilen.
Eine tiefe Melancholie beherrscht diese Geschichte und es wäre kein Seethaler, wenn sie nicht sehr gekonnt und zugänglich beschrieben wäre. Dies sollte man schon zu Beginn wissen, in mir baute sich bald schon eine Schwere auf, die nicht immer leicht zu tragen war. Also sollte man den richtigen Zeitpunkt für dieses Buch und Thema wählen.
Robert Simon eröffnet ein Café, welches zu einem Sammelort für all die Menschen wird, die diesen Stadtteil Wiens der 60er Jahre bevölkern. Es sind ganz einfache Leute, die alle miteinander zu verbinden scheinen, dass sie es bei weitem nicht leicht haben im Leben. Seethaler zeichnet diese Menschen gewohnt detailverliebt und so nahe, dass man sich ihnen, wie unterschiedlich sie auch sind, nicht entziehen kann. In kürzester Zeit kennen wir diese vielen Menschen, mögen sie und fühlen mit ihnen, ganz nahe, ganz direkt. Aber wir fühlen auch ihre Schwere, ihr Hadern und Zögern, Hoffnungen und Enttäuschungen.
Die Hauptperson Simon, der unverbesserlich gutmütige Mensch, der alles um ihn herum zu unterstützen sucht und sich selbst dabei kaum beachtet, erlebt den fast schon spielerischen Aufstieg seines Cafés, den Hindernissen und vor allem auch das Scheitern und den Niedergang von Hoffnungen und Projekten.
Seethaler macht das Scheitern zur essenzielle Erfahrung des Lebens, bietet aber immer auch den Mut zum Weitermachen an, ohne die Tragik damit vordergründig abmildern zu wollen. Dies muss man erst einmal aushalten können, er schafft Zugang zu den als unangenehm geltenden Gefühlen. Diese aushalten zu können ist bei Seethaler aber immer lohnend, da sie so lebensnah und damit echt und tief sind.
Die vom Autoren so bekannte, ausgefeilte Sprache ist eine Kunst und wird in diesem Hörbuch wieder durch die so passende Stimme von Matthias Brandt in Szene gesetzt.
Wieder eine intensive Geschichte, die mich im Abklingen wohl noch einige Zeit beschäftigen wird.
Jul 2, 2026
5.0
Nichts für dunkle Tage
Eine tiefe Melancholie beherrscht diese Geschichte und es wäre kein Seethaler, wenn sie nicht sehr gekonnt und zugänglich beschrieben wäre. Dies sollte man schon zu Beginn wissen, in mir baute sich bald schon eine Schwere auf, die nicht immer leicht zu tragen war. Also sollte man den richtigen Zeitpunkt für dieses Buch und Thema wählen.
Robert Simon eröffnet ein Café, welches zu einem Sammelort für all die Menschen wird, die diesen Stadtteil Wiens der 60er Jahre bevölkern. Es sind ganz einfache Leute, die alle miteinander zu verbinden scheinen, dass sie es bei weitem nicht leicht haben im Leben. Seethaler zeichnet diese Menschen gewohnt detailverliebt und so nahe, dass man sich ihnen, wie unterschiedlich sie auch sind, nicht entziehen kann. In kürzester Zeit kennen wir diese vielen Menschen, mögen sie und fühlen mit ihnen, ganz nahe, ganz direkt. Aber wir fühlen auch ihre Schwere, ihr Hadern und Zögern, Hoffnungen und Enttäuschungen.
Die Hauptperson Simon, der unverbesserlich gutmütige Mensch, der alles um ihn herum zu unterstützen sucht und sich selbst dabei kaum beachtet, erlebt den fast schon spielerischen Aufstieg seines Cafés, den Hindernissen und vor allem auch das Scheitern und den Niedergang von Hoffnungen und Projekten.
Seethaler macht das Scheitern zur essenzielle Erfahrung des Lebens, bietet aber immer auch den Mut zum Weitermachen an, ohne die Tragik damit vordergründig abmildern zu wollen. Dies muss man erst einmal aushalten können, er schafft Zugang zu den als unangenehm geltenden Gefühlen. Diese aushalten zu können ist bei Seethaler aber immer lohnend, da sie so lebensnah und damit echt und tief sind.
Die vom Autoren so bekannte, ausgefeilte Sprache ist eine Kunst und wird in diesem Hörbuch wieder durch die so passende Stimme von Matthias Brandt in Szene gesetzt.
Wieder eine intensive Geschichte, die mich im Abklingen wohl noch einige Zeit beschäftigen wird.
Trauriger Mann der ein Café-Wirtshaus gründet in dem überwiegend traurige Menschen mit meist trüber Vergangenheit oder Zukunft, auch beides, verkehren. Wenig positives, allerdings flüssig geschrieben - und nicht so dick.