Der letzte Satz

Der letzte Satz

Hardback
3.5279
MusikTochterVergänglichkeitKrankheit

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Description

"Es geht mal wieder um alles – Wie habe ich gelebt? Was habe ich verpasst? Kein Buch über das Scheitern, sondern über das was bleibt!" Dörte Hansen, Literarisches Quartett An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise. "Der letzte Satz" ist das ergreifende Porträt eines Künstlers als müde gewordener Arbeiter, dem die Vergangenheit in Form glasklarer Momente der Schönheit und des Bedauerns entgegentritt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
128
Price
19.60 €

Author Description

Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane "Der Trafikant" (2012), "Ein ganzes Leben" (2014) und "Das Feld" (2018) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. Seine Bücher wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Mit seinem Roman "Ein ganzes Leben" stand er auf der Shortlist des International Booker Prize. Zuletzt erschien von ihm der Roman "Der letzte Satz" (2020) bei Hanser Berlin. Robert Seethaler lebt in Berlin und Wien.

Posts

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All
5

Der sterbende Gustaf Mahler auf seiner letzten Überfahrt von New York zurück nach Europa sinniert über sein Leben und das Leben an sich sowie natürlich über den Tod. Wir lernen den grossen Ausnahme-Künstler dadurch auf eine sehr persönliche Art kennen, auch, weil der Fokus der Erzählung nicht so sehr auf die Musik und die Werke von Mahler gerichtet ist. Es geht um Begegnungen, Wahrnehmungen des Äusseren, übersetzt in die Sprache der Musik, die Mahler ganz besonders beherrscht. Verknüpft auch mit der weltlichen Liebe und damit auch die Unerreichbarkeit des Anspruchs der Perfektion, von der Mahler fast besessen ist, was oft schmerzlich in Szene gesetzt wird. Wir begegnen einem Mann, der genau weiss, dass er nicht mehr lange zu leben hat schon ganz am Anfang der Geschichte. Während er immer wieder im Erzählen abschweift in die Vergangenheit, kehrt er dennoch stets wieder zurück zum Erleben seines eigenen Verfalls. All dies vermag Seethaler durch sein grosses Schreibtalent in Worte zu fassen, Worte, die er wohl dem Protagonisten in den Mund legt, dennoch scheint es so plausibel, dass ein Mensch mit dem Backround wie Mahler, wirklich so gedacht haben muss. So wie Gustav Mahler seine musikalische Sprache immer weiter zu perfektionieren suchte, so nutzt Seethaler über die wirkliche Sprache hier Verbindung zu finden und schliesslich seine eigene Komposition, diesmal der Worte webt. Ich habe im Nachhinein etwas über Mahler recherchiert, auch um die Bestätigung zu finden, dass hier wirklich dem roten Faden der Wahrheit gefolgt wurde. Es ist faszinierend, wie geschickt Seethaler das Wichtigste aus dem Leben des Komponisten auf den Punkt gebracht hat. Und wieder ist es Matthias Brandts Stimme, die in der Hörbuchfassung so perfekt passt. Mein erster Seethaler und wohl nicht mein letzter

4

Gustav Mahler lässt auf seiner letzten Schiffsreise seinen Gedanken freien Lauf und sein Leben Revue passieren. Interessant und schön geschrieben.

4

Eine schwermütige, letzte Reise

Gustav Mahler wird sterben und so reflektiert er auf seiner allerletzten Reise noch einmal über sein Leben. Ruft sich bedeutende und kummervolle Moment in Erinnerung während er auf Deck eines Schiffes sitzt. Seethaler schafft es einem richtiggehend Bilder in den Kopf zu pflanzen. Manchmal hatte ich das Gefühl ich wäre bei dem Sommer in den Bergen dabei. Und auch die traurige, gar schwermütige Stimmung Mahlers konnte ich teils richtig mitfühlen. Es ist ein eher leises, ruhiges Buch und sehr dünnes Buch. Ich fand es stimmungsvoll und gut gelungen.

4

Wir sind alle sterblich

Eine spannende Geschichte in einem Spagat zwischen der Blüte des Lebens, dem Streben nach Erfolg und der eigenen Sterblichkeit. Der Blick auf den Tod und das Vergangene was an einem Menschen wie Gustav Mahler vorbeizieht, lässt tief blicken und macht den Tod erlebbar.

Wir sind alle sterblich
4.5

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es hat mich zwar etwas am weniger gefesselt als andere Bücher Seethalers, aber trotzdem bekommt es von mir viereinhalb von fünf Sternen.

Seethaler verknüpft in "Der letzte Satz" bravourös die Alltäglichkeiten eines Lebens mit dem Wirken des grossen Musikers und seiner ambitionierten Frau. Er skizziert Ausschnitte aus seiner Biographie und begleitet Mahler z.B. auf seiner letzten Schiffspassage zwischen Nordamerika und Europa oder rund ums Sommerhaus in Toblach. Es geht um weissen Tee und Hyazinthen auf dem Tisch. Es geht um voluminöse Bettdecken, Vogelstimmen und die Grundidee für einen neuen Satz der 9. Sinfonie. So erzählt er nach und nach immer mehr vom Schicksal des Künstlers, das oft von Krankheit bestimmt war. Alles ist dicht, aber doch so zart und filigran, dass es mir vorkam, als würde ich über die Seiten schweben. Ich erfahre, dass Mahler Einzelgänger und Workoholic war und von sich und anderen Perfektion erwartete. Auch, dass er nicht nur als Komponist, sondern auch als Dirigent brillierte und die Aufführungen der Wiener Oper völlig neu gestaltet hat, wusste ich bisher noch nicht. Umso leichter ist es zu verstehen, dass er seiner lebenshungrigen jungen Frau Alma nicht gerecht werden konnte. Mahler hat Alma auf seine Weise mit grosser Intensität geliebt. Doch er konnte ihr nicht den Raum geben, den sie brauchte. Zudem hat das Paar sehr früh eine ihrer Töchter verloren, was die Beziehung zusätzlich belastete. Seethaler gelingt es die inneren Auseinandersetzungen Mahlers mit viel Einfühlungsvermögen zu beschreiben und seinen LeserInnen zugänglich zu machen.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es hat mich zwar etwas am weniger gefesselt als andere Bücher Seethalers, aber trotzdem bekommt es von mir viereinhalb von fünf Sternen.
2.5

Leider nicht meins

Ich habe keinen Zugang zur Hauptfigur gefunden, und die Handlung plätscherte für meinen Geschmack zu sehr dahin. Emotional hat mich das Buch nicht berührt und abgeholt. Der Schreibstil gefiel mir auch nicht so: es war für mich nicht immer klar, dass es sich um eine Erinnerung handelt. Es war einfach leider nicht meins.

4

Gustav Mahler auf seiner letzten Reise, ein ergreifendes Portrait. Robert Seethaler zeichnet in melancholischen Worten ein Bild vom Charakter, der Gedankenwelt und dem Leben Gustav Mahlers.

4

Ein Roman über die letzte Reise des Komponisten Gustav Mahler. Ich mochte die ruhige Sprache des Buches sehr, welches Gustav Mahler als feinsinnigen, aber auch etwas wehleidigen Künstler, zeichnet. Wie häufig, wenn ich eine Biographie lese, google ich die Menschen dahinter. Und hier wünschte ich mir, viel mehr über die faszienierende Persönlichkeit der Alma Mahler, später Mahler-Welfer , zu erfahren, dessen Mann ihr Verbot, weiter als Komponistin zu arbeiten, weil es sich nicht mit seinem Ego vertrug. Einer Frau, die eine Affäre mit dem berühmten Architekten Walter Gropius einging und diesen auch heiratete und noch etliche Liebschaften einging. Kann bitte mal jemand eine Biographie über diese Persönlichkeit schreiben! 😄

5

Epilog eines Künstlerlebens Leider muss ich zugeben: “Der letzte Satz” war mein erster Seethaler. Auch mit Gustav Mahler hatte ich bislang nicht viel zu tun, außer dass ich ganz im Groben über sein Leben und Werk Bescheid wusste. Als Einstiegswerk in Seethalers Schaffen war dieser Kurzroman (nur 128 Seiten) für mich wunderbar geeignet. Man bekommt ein gutes Gefühl für den viel gerühmten Takt, den Seethaler in seiner leisen, eindringlichen Prosa anschlägt. Ja, Seethalers Schreiben ist sehr musikalisch und so passt es wunderbar, dass er sich den Weltmusiker Gustav Mahler als Protagonisten seines neuesten Werks ausgesucht hat. Die Handlung von "Der letzte Satz" ist schnell zusammengefasst. April 1911. Gustav Mahler befindet sich auf seiner letzten Reise per Schiff von New York, wo er sein letztes Konzert gegeben hat, zurück nach Europa. Mahler weiß, dass er an einer unheilbaren Herzentzündung sterben wird. Auf der Schiffsreise, auf der ihn seine junge Frau Alma und seine kleine Tochter Anna begleiten, denkt er über sein Leben nach. Es ist also im Wesentlichen Mahlers Innenleben, was hier beschrieben wird. Die Erinnerungen, die ihn beschäftigen und quälen und solche, die ihm teuer sind. Eine gedankliche Reise also zu den schönen und schlimmen Momenten seines Lebens. Es sind einschneidende Erlebnisse, wie der Tod seiner Tochter Maria, die Begegnung mit berühmten Menschen, seine Liebe zu Alma, natürlich seine Arbeit oder auch nur flüchtige Reflexionen über Gott und die Welt. Wir haben außerdem ein wenig Teil am künstlerischen Schaffensprozess des Komponisten Mahler. Was inspiriert ihn, was setzt diesen komplexen gedanklichen Prozess in Gang, an dessen Ende die unvergängliche Musik steht, der man im Konzertsaal oder auf dem Tonträger lauschen darf. Was wir hier lesen dürfen, ist ganz große Literatur, die sich an nichts weniger als an den großen klassischen Erzählern orientiert und doch ganz eigenständig und einzigartig dasteht in der Flut der belletristischen Publikationen. Dennoch werden manche sagen: zu kurz, zu oberflächlich. Aber sind nicht gerade die flüchtigen, oft nicht “fertig gedachten” Gedanken und Erinnerungen eines großes Künstlers, die wir nicht anders als in Form von Literatur kennenlernen dürfen, eine wahnsinnige Bereicherung? Für mich sind sie es jedenfalls. Ein Buch, das man nicht nur einmal liest, sondern zu dem man immer wieder greifen wird, wenn einem der Sinn nach wehmütig schöner, erstklassiger Literatur steht.

4

Auf gerade einmal 128 Seiten erstreckt sich die Gesichte des Musikers, Komponisten, Dirigenten Gustav Mahler. Die Leser bekommen Schnipsel aus dessen Leben präsentiert und können sich so den Charakter des Protagonisten zusammensetzen. Bevor ich nach den ersten beiden Kapiteln mit Seethalers Schreibstil warmgeworden bin, hat sich die Erzählung gezogen. Danach wirkte seine Wortwahl jedoch eigenartig beruhigend und fesselnd zugleich. Alles in allem eine schöne, runde Erzählung, die aber vielleicht nicht für jeden geeignet ist.

3

In “Der letzte Satz” geht es um den Musiker Gustav Mahler, der auf seiner letzten Atlantiküberquerung sein Leben Revue passieren lässt. Dabei weiß der Leser manchmal genauso wenig wie der Musiker selbst, ob er sich gerade in Erinnerungen, in einem Dämmerschlaf, im Traum oder in der Realität befindet. Das mag für manchen störend sein, für mich funktionierte es als Stilmittel wunderbar & ich war nicht nur davon, sondern auch von einigen weiteren sprachlichen Raffinessen, die sich Robert Seethaler hat einfallen lassen, begeistert. Seethaler schaffte es mal wieder, mir mit seinem humorvollen, doppelsinnigen Schreibstil einige Schmunzler ins Gesicht zu zaubern. Diese kamen zwar seltener vor, als bei “Der Trafikant”, dafür konnte ich in “Der letzte Satz” ein paar mehr Lebensweisheit einfangen.

3.5

Eine sehr interessante fiktive Biografie, die gegen Ende sehr persönlich und emotional wurde.

3.5

Unglaublich ruhig und stellenweise melancholisch. Sehr gut vorgelesen!

3.5

Kurzes und gut geschriebenes Buch

Die Gedanken eines Mannes am Ende des Lebens. Relativ neutrale Schreibweise, dadurch fehlt es mir etwas an Tiefe (auch wegen der geringen Seitenzahl). Zum Ende hin aber trotzdem Emotional.

3

„Das Meer lebt, dachte er. Man muss nur lang genug stillstehen, um es atmen zu fühlen.“ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich bin ein großer Fan von Robert Seethaler, „Der Trafikant“ & „Ein ganzes Leben“ zählen zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Auf seinem neuen Roman freute ich mich, war aber auch ein bisschen skeptisch, denn zu sagen, dass ich mich für Gustav Mahler interessiere, wäre gelogen. Ich weiß wer er ist & kann seinen Stücken entnehmen, dass ihm die Melancholie, die Seethaler in seinen Texten transportiert, nicht fremd war. Nachdem ich „Der letzte Satz“ gelesen habe, muss ich sagen: ich bin immer noch skeptisch. Ich bin hin- & hergerissen. Beim Trafikanten zBsp. stört es mich nicht, dass mit Sigmund Freud eine reale Person zur Figur eines fiktiven Romans wird, da er nicht Zentrum der Fiktion ist sondern eher dem Protagonistin in seiner Funktion als Psychoanalytiker zur Seite steht. In „Der letzte Satz“ aber wird eben Mahler zum Protagonisten (Freud übrigens hat auch einen Gastauftritt) & das funktioniert für mich nicht immer. Die Sprache Seethalers passt wunderbar, um auf ein Leben zurückzublicken, die schönen & die traumatisierenden Momente Revue passieren zu lassen & zu reflektieren, melancholisch & atmosphärisch. Aber manche Dialoge wirken – obwohl ich die realen Biografien nicht kenne – leicht gekünstelt. Nicht die Unterhaltungen mit dem Schiffsjungen, dafür aber die Gespräche mit seiner Frau Alma. Im Feuilleton & bei den Mahler-Fans kommt der Roman scheinbar weniger gut an; es wird kritisiert, dass Seethaler versuche den Menschen & nicht das Genie zu portraitieren. Ich bin absolut dafür, den Menschen hinter dem musikalischen Ausnahmetalent zu zeigen, glaube aber, mir hätte es besser gefallen, wenn er sich von Mahler sozusagen „anonym“ hätte inspirieren lassen; seinen Protagonisten namenlos gelassen hätte. Und/oder dem Jungen, der für mich die interessanteste Figur war, mehr Platz eingeräumt hätte. Dennoch ein 3,5 Sterne-Buch für mich.

4

Die letzte Reise eines kranken Genies

Dieses Buch ist mir 02/25 bei einer kleinen Runde durch den Hugendubel meines Vertrauens aufgefallen und da ich vom letzten (von mir gelesenen) Seethaler so begeistert war, musste es einfach einziehen. Das Cover zeigt einen älter wirkenden Mann von hinten, an der Reling eines Schiffes stehen. Vor ihm in einiger Entfernung ein Vogel, vielleicht eine Möwe. Der Hintergrund ist in weiß gehalten. Gustav Mahler sitzt am Oberdeck eines Schiffes und lässt sein vorangegangenes Leben einmal gedanklich vorbeiziehen. Er geht seine alten Arbeitsstädten durch und wie er mit den Leuten umgegangen ist. Seine Frau Alma und seine Töchter bekommen einen großen Platz in den Gedanken auf dem Schiff. In diesem Moment wo Mahler merkt, dass sein Leben ein jähes, ein junges Ende finden wird. Seine Glieder schmerzen, das Fieber steigt wieder an und er ist kraftlos. Ob seine Kunst, seine Auftritte und die Kompositionen wohl die Zeit überdauern werden? Ein absolut bewegendes Buch mit einem Einblick in das Ende eines Lebens. Man könnte meinen, dass Seethaler dabei war. Das er diese letzten Gedanken von Mahler gehört, aufgesaugt und dann auf Papier gebracht hat. Ich finde dieser Roman (mMn könnte es auch eine Novelle sein) sollte definitiv gelesen werden, schon allein um Mahler unvergessen zu machen und um die Schreibkunst Seethalers zu würdigen. Alles in allem abgerundet.

3

Zur Überbrücken zwischen meinem zuletzt gelesenen Buch und der anstehenden Leserunde hatte ich Ende Mai etwas Kurzes für Zwischendurch auf meiner Wunschliste gesucht und mir kurzerhand das Buch „Der letzte Satz“ von Robert Seethaler als ebook heruntergeladen. Ich war neugierig auf den Schreibstil des Autors und außerdem auf den berühmten Komponisten Gustav Mahler, um den es in diesem Kurz-Roman geht. Ich wollte mehr über ihn erfahren, da ich seiner Nichte Alma Rosé Anfang des Jahres in „Das Mädchenorchester in Auschwitz“ begegnet bin, die das Mädchenorchester dirigiert hat. Dieses Buch von Robert Seethaler hat mich leider eher enttäuscht, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Sprachlich, weil ich den Erzählstil Seethalers hier einfach nicht besonders oder überzeugend gefunden habe – auch wenn es sich gut und schnell lesen lies -, inhaltlich, weil es vermutlich einfach zu kurz war, um in irgendeiner Art und Weise für Gustav Mahler ein gutes Gespür zu bekommen. Erschwert hat dies vermutlich auch die Tatsache, dass Gustav Mahler, der sich auf seiner letzten Reise von New York zurück nach Europa befindet, in seinen Erinnerungen recht wild hin und her springt und somit seine Geschichte nicht chronologisch erzählt wird. Grundsätzlich ist das Buch schon interessant, wenn man mehr über Gustav Mahler erfahren und mehr als nur Wikipedia-Einträge lesen will, aber es hätte auch nicht sein müssen.

4

Auf 126 Seiten schafft Robert Seethaler ein poetisch verdichtetes "Portrait of the Artist as an Old Man" - frei nach James Joyce 😉 - das in seiner Kürze mehr Einblick in das Leben von Gustav Mahler gibt als manch 400-seitiger "biographischer Roman".

3

In diesem kleinen Buch erzählt Robert Seethaler von der letzten Reise des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler. Dazu skizziert er die möglichen Gedanken des Musikers, der sich auf einem Schiff auf dem Weg nach New York befindet. Diese springen hin und her, eine zeitliche Abfolge der geschilderten Lebensereignisse ist für den Leser oft nicht ersichtlich. Auch einen Spannungsbogen bekommt die Erzählung dadurch nicht, sie liegt eher ruhig da, wie das Meer, auf das Mahler schaut. Er blickt darüber hinaus mit Schmerz und Melancholie auf sein Leben zurück. Nur selten gibt es etwas, über das er sich uneingeschränkt freut, worauf er stolz ist. Trotz der großartigen Sprache Seethalers hat mich die Erzählung selber nicht erreicht. Alles bleibt im Nebel, auf Distanz - diesem Genie kommt man nicht nahe.

3.5

Gute Story

Traurige aber gute Story über das Leben eines Dirigenten. Der Schreibstil ist angenehm, trotzdem hatte ich leichte Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen.

3

Gedanken eines sterbenden Genies. Bisschen ratlos.

4.5

Kurzweilig und emotional schaut Seethaler auf die letzten Tage des sterbenden Gustav Mahler, welcher auf die guten und weniger guten Momente seines Lebens zurückschaut.

4

Der Schreibstil von Robert Seethaler ist so schön, dass es fast egal ist, welche Geschichte er erzählt. Habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Mir hat es sehr gut gefallen.

3

Ich bin ein großer Fan von Robert Seethaler. Der letzte Satz hat mir jedoch leider nicht so gut gefallen. Irgendwie fehlte mir ein wenig der rote Faden und ich konnte mich mit der Geschichte einfach nicht richtig anfreunden.

4

Klappentext von der Verlagsseite Gustav Mahler auf seiner letzten Reise – das ergreifende Porträt des Ausnahmekünstlers. Nach „Das Feld“ und „Ein ganzes Leben“ der neue Roman von Robert Seethaler. An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise. “Der letzte Satz” ist das ergreifende Porträt eines Künstlers als müde gewordener Arbeiter, dem die Vergangenheit in Form glasklarer Momente der Schönheit und des Bedauerns entgegentritt. Autoreninfo von der Verlagsseite: Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane “Der Trafikant” (2012), “Ein ganzes Leben” (2014) und “Das Feld” (2018) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin. Erster Satz: Den Kopf gesenkt, den Körper in eine warme Wolldecke gewickelt, saß Gustav Mahler auf dem eigens für ihn abgetrennten Teil des Sonnendecks der Amerika und wartete auf den Schiffsjungen. Meinung: Robert Seethaler erzählt in “Der letzte Satz” von der letzten Schiffsreise Gustav Mahlers nach New York. Dort soll er noch einmal an der Metropolitan Opera dirigieren. In kleinen Episoden blickte ich auf Mahlers Leben zurück, fühlbar ohne zeitlichen Zusammenhang und dadurch auch etwas schwierig einzuordnen. Diese Rückblicke erzählt nicht eine dritte Person, sondern Gustav Mahler, mittlerweile alt und zerbrechlich und an sein Lebensende angekommen, persönlich. Dies finde ich ein schönes Stilmittel und so passt es auch, dass manche Szenen etwas oberflächlich wie seine Begegnungen mit Rodin und Freud. Die Rückblicke empfindet man unterschiedlich. Mahler war kein einfacher Charakter und seine Ehe mit Alma nicht glücklich. Er blickt auf den knapp 128 Seiten auf sein Leben von der Kindheit bis zu jenem Tag auf dem Schiff zurück. Man erfährt wie er Alma kennenlernt, über die Heirat mit ihr, ihre Liebe zu einem Baumeister, den Tod der ältesten Tochter und sein Weg zur Musik bis hin zu seiner 8. Symphonie, der “Symphonie der Tausend”. All diese Episoden lässt Seethaler Mahler lakonisch, melancholisch und reflektiert sein Leben erzählen. Dadurch entsteht auch eine gewisse Distanz, weil man immer nur Mahlers Sicht auf sein Leben sieht und nicht die Einschätzung von Alma und seiner Tochter Anna. Sprachlich ist “Der letzte Satz” wieder ein Genuss. Seethaler schafft wundervolle Sätze wie “Sie ist mein Glück. Ich weiß nicht, ob ich sie verdient habe. Du kannst dir die Liebe nicht verdienen.” (S. 55) über seine Frau Alma, die um einiges jünger war als er. Oder als Mahler erkennt, dass er bald Sterben wird Ich hätte noch so viel mehr komponieren können. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, dabei ist es schon wieder zu Ende. So ist es also mit dem Sterben, dachte er. Stillhalten und warten.” (S. 30) Sätze, die berühren und das Buch gefällig machen. Was leider dem Protagonisten Gustav Mahler nicht gelingt, sei es wegen der geringen Seitenzahl des Romans, der für mich mehr eine Novelle als ein solcher ist, oder einfach daran, dass Seethaler nur ein Ausschnitt aus Mahlers Leben nimmt und es einfach keine Biografie ist. Interessant ist wie Seethaler Mahlers Tod in der Novelle darstellt. Der Schiffsjunge, der Mahler auf der Amerika betreute, nun als Hafenarbeiter arbeitet, erfährt vom Wirt das Mahler verstorben ist und bekommt von der Beisetzung erzählt. Ein feiner Kniff, der die Novelle wieder rund macht. Fazit “Der letzte Satz” von Robert Seethaler ist eine feine kleine Novelle über die letzte Atlantiküberquerung Gustav Mahlers nach New York. Sprachlich mit schönen Sätzen, aber auch etwas distanziert im Stil.

5

Ich komme gerade von einer Schiffsreise mit Gustav Mahler zurück, fühle noch die Gischt und spüre, wie mir der Wind alles Unwichtige aus dem Kopf geweht hat. Es war eine schöne, melancholische, vergebliche und wichtige Reise. Schön, weil Robert Seethaler einfach schreiben kann, wie kaum ein anderer, melancholisch, weil das Leben immer zu kurz ist, vergeblich, weil es für Mahler zu spät war, und wichtig, weil er sich selbst gefunden hat. Der Roman ist kurz, aber das tut seiner Wirkung keinen Abbruch - im Gegenteil, der geringe Umfang des Textes unterstreicht den Handlungsverlauf auf sinnvolle Weise. Der Leser begleitet den kranken Gustav Mahler auf seiner letzten Schiffsreise und folgt dabei seinen verschachtelten, ineinander geschlungenen, Gedanken und Erinnerungen. Das erste Kapitel fordert den Leser dabei noch etwas, ab dem zweiten hat man das Konzept verstanden und genießt, wie authentisch und glaubhaft ein Fetzen der Vergangenheit den nächsten auferstehen lässt - denn schließlich denken wir alle auf diese Weise. Uns so nähert der Leser sich ganz behutsam dem Menschen Mahler an, so wie Mahler selbst auch beginnt, sich mit seinem Wesen auseinanderzusetzen. Die Erinnerungen Mahlers sind dabei bestimmt von den wesentlichen Verlusten, Triumphen, Niederlagen, den Meilensteinen seines Lebens, die reflektiert und mit tiefem Gefühl anerkannt werden. Dabei ist besonders Seethalers Fähigkeit hervorzuheben, diese aussagekräftigen Momente auszuwählen und neben Mahlers offenkundiger Auseinandersetzung mit seinem Leben beständig eine "zweite" Spur mitschwingen zu lassen, die eine distanziertere Sichtweise auf Mahler zulässt. Das ist schon sehr groß. Sehr genossen habe ich die Darstellung des Naturmenschen Mahler, seine Liebe zu Vögeln, seine Freude am Wald, seinen Wunsch nach Alleinsein - vielleicht nur eine Nebensache, aber von Seethaler in unglaublich duftender und singender Prosa betrachtet. Überhaupt die Sprache - der Roman ist tatsächlich "handwerklich" ausgezeichnet gemacht. Ich liebe Romane, die eine tiefe Wahrhaftigkeit in sich tragen und dies ist hier der Fall. Es gibt so viele Formulierungen, Ideen und Konzepte, die eine Nachwirkung erzeugen und die man sicher nie vergisst. So gehen Mahlers letzter Satz im Roman und der tatsächliche letze Satz des Buches eine fast schon schmerzliche Verbindung ein, die die ganze Eleganz des Textes exemplarisch verdeutlichen können. Der letzte Satz ist ein eleganter Roman, getragen von außergewöhnlichem Sprachgefühl und einer ausgereiften Innensicht, der noch lange nachhallt, wenn das letzte Wort verklungen ist - genauso wie es auch in der Musik mit der letzten Note der Fall ist.

3.5

‘Der letzte Satz’ ist ein fein komponiertes Stück über das Ende eines bewegten Lebens. Der Roman beleuchtet in feinen Tönen das Leben sowie das Lebensende von Gustav Mahler. Lesende tauchen tief in die Erinnerungen und Empfindungen des berühmten Musikers ein und dürfen seine Liebe sowie seinen Schmerz über die Tiefe seiner Gedanken am Ende seines Lebens miterleben. So entsteht eine interessante Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod, die aus der Perspektive Mahlers ganz persönlich wird und einschneidende Momente aus Mahlers Leben aufgreift. “Alles war voller Leben. Selbst der Tod war nur eine Idee der Lebenden. Solange man ihn sich vorstellen konnte, war er noch nicht da." Mit schlichter Poesie hat Robert Seethaler einen authentischen Roman über die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und seinem Ende kreiert, der in seiner Kürze eine berührende Wirkung entfalten kann.

4

Das Buch ist sehr melancholisch und dunkel. Es hat sich leicht lesen lassen und mich sehr berührt. Für meinen Geschmack hätte es länger sein dürfen. Der Ausschnitt ist sehr klein gewählt und mir persönlich etwas zu knapp.

5

Ich hab so viel durch dieses Buch gelernt! Ich würde es am liebsten einfach umarmen und nie wieder loslassen.

Man lernt so viel über Gustav Mahler: Wie er lebt, was er für Probleme hat, wie sehr er seine Frau liebt und auch über seine Arbeit als Direktor und seine Musik. Ich finde es faszinierend wie „echt“ Robert Seethaler dieses Buch verfasst hat!

2

Inhalt: Gustav Mahler gilt als der größte Musiker der Welt und doch ist es seine letzte Reise, als er das Schiff von New York nach Europa besteigt. Er weiß, dass sein Leben enden wird und lässt dieses Revue passieren und versinkt zwischen Gegenwart und Vergangenheit... Meine Meinung: Robert Seethaler wird ja von vielen Seiten absolut gelobt und angepriesen, weshalb ich ihm mit diesem Buch eine zweite Chance geben wollte, nachdem mich sein letzter Roman "Das Feld" überhaupt nicht überzeugen konnte. Leider erging es mir jedoch auch bei "Der letzte Satz" nicht anders. Er erzählt dieses Mal die Geschichte eines Ausnahme-Musikers, der auch tatsächlich gelebt hat und früh verstorben ist. An sich ganz interessant, doch die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln. Weder der Teil in der Gegenwart, in der man den älteren Mahler auf der Schiffsüberfahrt kennenlernt, noch die Vergangenheit, in welche er auf seiner letzten Reise immer wieder abdriftet. Natürlich hatte er kein leichtes Schicksal, allein der frühe Tod seiner Tochter, das anstrengende Musikerleben, die Trennung von seiner Frau, ... Aber Seethaler schaffte es einfach nicht, mich in den Bann dieses Mannes zu ziehen. Es lässt sich ganz nett lesen, doch ich war ehrlich gesagt froh, als ich das Buch zuschlagen konnte und mich wieder einer Geschichte widmen durfte, die mich wirklich begeistert und auch für Emotionen beim Lesen sorgt.

3.5

Gustav Mahler erinnert sich am Ende seines Lebens an einige Etappen seines Lebens. Hat mir gut gefallen, war aber viel zu kurz. Im Prinzip hat Seethaler das Thema nur angeschnitten, sehr schade. Aufgrund der Kürze daher weniger Punkte.

4

Gutes Buch! Einfach zum Lesen und mitfühlend

5

Ein ruhiges, phasenweise melancholisches Buch über Gustav Mahler.

2

2,5 Sterne. Bei mir ist der Funke bei diesem Buch leider nicht übergesprungen. Ich weiß gerade gar nicht so genau woran das liegt. Vielleicht fehlt mir einfach das nötige Interesse für Gustav Mahler. Ich habe mir das Buch hauptsächlich zugelegt, weil mir die ersten zwei Bücher, die ich von Seethaler gelesen habe, so gut gefallen haben. Zwar sagt der Klappentext bereits, dass sich der Autor hier auf das Wesentliche konzentriert hätte, aber man bleibt dadurch in den kurzen Episoden, die als Rückblenden erzählt werden, leider auch sehr an der Oberfläche und distanziert. Für wirklich Mahler-Fans bietet es vielleicht mehr, für mich war es leider nicht ganz das Richtige.

2

Von der Geschichte hatte ich mir irgendwie mehr versprochen, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Bin leider so gar nicht reingekommen in die Geschichte und dann war sie auch schon vorbei.

1

War jetzt nicht meins

Habe irgendwie mehr erwartet

2.5

Das ist das zweite Buch von Robert Seethaler dass ich gelesen habe. Tatsächlich hat mich diese Geschichte nicht so abgeholt. Die Story fand ich eher langweilig, es passiert nicht wirklich viel in dem Buch. Der Hauptcharakter ist nicht sehr sympathisch und bei manchen Passagen habe ich sehr unaufmerksam gelesen.

Ein ungewöhnliches Buch - nicht nur wegen seiner Kürze. Der Aktionsradius beschränkt sich außerhalb der Rückblenden auf das reservierte Schiffsdeck. Das Denkmal Gustav Mahler wird vom Sockel geholt. Dank des einfühlsamen Vortrags von Matthias Brandt trotzdem ein Genuss.

2

Die letzten Momente im Leben und das Bedauern

Die Idee des Buches fand ich toll, aber leider hat es mich nicht sehr überzeugt. Vermutlich liegt es daran, dass ich keine Bücher mag, deren Geschichten im 19 Jahrhundert spielen

3

Für mich dümpelt die Geschichte einfach so vor sich hin. Keine Spannung oder plötzliche Wendungen.

4.5

Ein berührendes Porträt des späten Gustav Mahlers, das mich vor allem sprachlich und atmosphärisch überzeugt hat.

4

Lesenswert!

Wenn ich ein Buch von Seethaler beginne, ist für mich am spannendsten, wie es mir damit geht. Ich habe schon Bücher von ihm gelesen, die ich zu den besten überhaupt zählen würde (Bsp. Der Trafikant), aber andere haben mich auch ganz furchtbar enttäuscht (Bsp. Die Biene und der Kurt). Dieses hier gehörte zum Glück eindeutig zur ersten Kategorie. Der Komponist und Dirigent schaut am Ende seines Lebens zurück: Nicht das Großartige, wofür er berühmt geworden ist, nimmt den größten Teil seiner Selbstgespräche und Erinnerungen ein, sondern die ganz kleinen, meist im Privaten zu findenden Unebenheiten und Verletzungen. Auch die Rahmung mit dem Jungen, der ihn am Schiff kennenlernt, finde ich sehr gelungen. Das Ende ist dann tatsächlich berührend, ohne auch nur ein bisschen kitschig zu sein. Von den meisten Kritikern wurde es nicht gelobt, ich finde es sehr lesenswert.

4

In „Der letzte Satz“ von Robert Seethaler begleiten wir den bekannten österreichischen Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler auf seine letzte Reise. An Deck eines Kreuzfahrtschiffes blickt er auf seine Lebensgeschichte zurück, die in Bildern an ihm vorbei zieht. Er erinnert sich an berührende Momente seines Lebens von der Kindheit an, bis zu seinem letzten Satz... Gustav Mahler, der im 19. Jahrhundert lebte und berühmter Komponist war, wird in diesem schmalen Buch von vielen Seiten beleuchtet und ist als Charakter perfekt ausgearbeitet. Wir lernen ihn als melancholischen Protagonisten kennen, der es im Leben nicht immer leicht hatte. Das Buch ist ein Portrait eines Mannes, der ein sehr aufregendes und berührendes Leben lebte und nun zum Ende kommt. Dennoch ist das Buch keine Biografie, sondern historische Fiktion über einen Komponisten, den es wirklich einmal gab! Hierzu auch nochmal ein dickes Lob an Seethaler, der sich mit Gustav Mahler stark auseinander gesetzt haben muss - denn alles ist sehr gut recherchiert. Zudem ist Seethaler‘s Sprache sehr feinfühlig und atmosphärisch - ich finde träumerisch beschreibt seinen Schreibstil sehr gut. Jedes Wort ist mit Bedacht gewählt und hat mich regelrecht in einen Sog gezogen. Die Handlung ist ruhig und obwohl das Buch so kurz ist, steckt darin ganz viel großartiges. In kurzen Kapiteln wird Mahlers Leben rekonstruiert und ist voll von prägenden, berührenden und schönen Erinnerungen. Seine Gedanken wandern dabei immer wieder hin und her, bis zum Ende seiner bewegenden Reise. Auf wenigen Seiten liefert uns Robert Seethaler mit „Der letzte Satz“ mal wieder eine wunderbar gefühlvolle, melancholische und wohl bedachte Geschichte, die sich für mich ganz warm und wohlig angefühlt hat. Ein Buch, bei dem man die Seele baumeln lassen kann. Leseempfehlung!

3

»Der letzte Satz« von Robert Seethaler handelt von Gustav Mahler auf seiner letzten Reise – das ergreifende Porträt des Ausnahmekünstlers. Er ist auf dem Weg von New York nach Europa. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, aber sein Körper schmerzt und ist alt. Während ihm der Schiffsjunge hilft und sich um ihn sorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise. Der letzte Satz seines Lebens. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich hatte gehofft, es würde poetisch werden und das wurde es auch. Es war sehr interessant in den Kopf dieses brillianten Musikers zu sehen. An manchen Stellen langweilte es mich aber leider auch durch den Schreibstil. Bekommt von mir 3 Sterne!

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