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Bartleby the Scrivener

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About the book

Literary scholars have been analyzing Bartleby the Scrivener ever since Putnam's Monthly Magazine published the story in its November and December 1853 issues. And they psycho-analyze Melville the author as well, for he either purely imagined and created Bartleby-or maybe lifted him from a newspaper article he had read-or composited certain teachings of Jesus Christ into a Bartleby person-or symbolized his own emotional reaction to the departure of neighbor, mentor and dear friend Nathaniel Hawthorne, who had recently moved away. Theories have continued to proliferate in literary circles about the origin(s) and constitution of Bartleby, but none have risen above theory, leaving everyday readers free to reflect on the Bartleby puzzle and decide for ourselves just what this amazing character represents, or even, if we are so inclined, to research Melville and guess how Bartleby came to be.Here are two clues. First, the story originally came with- and sometimes still carries-a subtitle: A Story of Wall Street. Second, when Herman Melville went to work on Bartleby, he was in a bad state of mind. Despite enjoying early success as an author, his masterpiece, Moby Dick, had flopped in 1851. Many critics, mainly American, did not like it, and not many readers anywhere were buying it. His follow- up novel, Pierre, fared even worse in both ways. Melville's future as a financially secure writer was thus in jeopardy, and family members were pressuring him to do better or find a new occupation. Melville was a highly skilled, diligent author who knew the degree of his talent and the huge amount of effort he expended in bringing his novels to completion. With the rejection of his latest work, growing doubts about his talent, and pressure to do better financially, Melville probably developed a huge distaste for the business of publishing, or even the business of business, a distaste perhaps signaled by the Wall Street setting and the story's subtitle. Was the skilled and diligent worker Bartleby standing in for Melville when he rebuffed his Wall Street employer who was telling him to check over his work? Perhaps Melville's Bartleby was simply rebelling against the insensibility of the marketplace, a money-culture oblivious to all except accumulating anything and everything in the easiest way possible. Why wouldn't Melville, a hard-working genius who had just created a masterpiece that was rejected in the marketplace, respond by creating a character who snubs Wall Street, a symbol of the culture that had discounted and rejected him? Seems as possible as anything else.

Editions (25)

ISBN9781939846327
PublisherAdapted Classics
Publication Date11/07/24
Pages82

Reviews & Ratings

93 ratings

21 reviews

4.0

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  • gidiorr
    gidiorr

    53 Followers

    5.0

    ★★★★★ (5/5)

    Bartleby, der Schreiber ist eine dieser Erzählungen, die sich jeder eindeutigen Deutung entziehen – und gerade darin ihre Stärke haben. Äußerlich geschieht wenig: Ein Anwalt stellt einen neuen Schreiber ein, dieser arbeitet zunächst, verweigert dann zunehmend jede Tätigkeit und zieht sich schließlich vollständig aus der Welt zurück. Doch diese Schlichtheit ist trügerisch. Bartlebys berühmter Satz – „Ich ziehe vor, lieber nicht…“ – ist kein Protest, keine Rebellion, nicht einmal ein klares Nein. Er ist höflich, ruhig, fast harmlos formuliert und wirkt doch zerstörerisch auf jede Form von Ordnung. Bartleby argumentiert nicht, erklärt sich nicht, rechtfertigt nichts. Er entzieht sich. Und genau das macht ihn so beunruhigend. Besonders interessant ist dabei weniger Bartleby selbst als der Erzähler: ein liberaler, scheinbar humaner Anwalt, der helfen möchte, solange Hilfe kontrollierbar bleibt. Seine Toleranz endet dort, wo Bartleby sich nicht mehr einordnen lässt. Melville zeigt damit sehr präzise die Grenzen eines Humanismus, der auf Funktionalität beruht. Die Atmosphäre der Erzählung ist kalt, statisch, von Mauern, Paravents und Blicken ins Leere geprägt. Alles wirkt abgeschlossen, ohne Ausweg. Bartleby erscheint weniger als psychologisch erklärbare Figur, sondern eher als Störung im System – fast wie eine existenzielle Leerstelle. Das Werk gibt keine Antworten und bietet keinen Trost. Es erklärt Bartleby nicht, sondern lässt ihn stehen. Gerade dadurch entfaltet der Text eine nachhaltige Wirkung. Man legt ihn aus der Hand, ohne wirklich sagen zu können, worum es ging – aber mit dem Gefühl, dass etwas Wesentliches berührt wurde.

    ★★★★★ (5/5)

    Dec 27, 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Followers

    5.0

    "Ich möchte lieber nicht!

    Die sehr kurze aber nicht weniger eindrucksvolle Erzählung des inzwischen berühmten Autoren Herman Melville, besticht durch ihre Einfachheit und gleichzeitige schonungslose Konsequenz. Wir haben es hier mit einer Person zu tun, die sich nach und nach komplett verweigert, Bartleby, der Schreiber. Diesem Menschen zu begegnen, ist so überaus dramatisch, dass es tief in uns wehtun muss. Erzählt wird die Geschichte aber aus der ersten Person von einem Notar, bei dem Bartleby angestellt ist. Aus dieser Perspektive heraus wird der Leser mit der typischen Reaktion konfrontiert, welche ein Verhalten der Verweigerung mit seinen Mitmenschen macht. Dem überaus mitfühlenden und verantwortungsbewussten Erzähler und somit auch uns wird so ein Spiegel vorgehalten, der eindringlicher nicht sein könnte. Das Bemerkenswerte an dieser Geschichte liegt nach meinem Eindruck an der Einfachheit, an der schieren Reinheit, die keine Ausschmückung bedarf, uns aber dadurch direkt ins Herz trifft und eine Fülle an Emotionen, aber auch Gedanken auszulösen vermag. Dieses Buch kann wohl niemanden kalt lassen. Der inzwischen über 170 Jahre alten Geschichte, erst letztes Jahr von Karl-Heinz Ott neu übersetzt liegt in meiner Ausgabe ein überaus interessanter Anhang über die Bedeutung und die Reaktionen aus der Literatur und Politik bei, die wieder genau dies tut, zu dokumentieren, wie Gesellschaft von damals bis zum heutigen Tag auf das Phänomen der Verweigerung reagiert und so diesem alten Werk eine ungeahnte Lebendigkeit einhaucht. Für mich ein überaus tiefes Erlebnis, welches ich jedem ans Herz lege, der wissen will, was uns Menschen motiviert, etwas zu tun und was wir tun oder lassen können/müssen, wenn es sich dauerhaft nicht richtig anfühlt.

    Feb 28, 2026

  • carsten
    carsten

    95 Followers

    5.0

    "Ich würde vorziehen, das nicht zu tun." Immer mal wieder! Ein Lieblingsbuch.

    May 28, 2026

3 of 21 reviews

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