Morgen und Abend

Morgen und Abend

Softcover
3.8191
SehnsuchtTodDag SolstadLebenserinnerungen

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Description

In «Morgen und Abend» erzählt Jon Fosse von einem großen Thema, dem Tod. Die Geschichte, in deren Mittelpunkt ein einfacher norwegischer Fischer steht, dessen Leben hart und erfüllt war, öffnet den Blick auf das, wovon heute kaum noch jemand spricht. Eine kunstvoll rhythmisierte, ganz schlichte Erzählung, die bezaubert und berührt.
«Vermutlich hat es in den letzten Jahren kein traurigeres, aber zugleich auch kein fröhlicheres, tröstenderes Buch gegeben über den Morgen des Lebens und den Abend des Todes.» (Elke Heidenreich)

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
128
Price
13.40 €

Author Description

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Writing Style

Simple0%
Complex100%
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Bildhaft (100%)Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

45
All
4

Hier werden die großen Themen behandelt: leben und sterben. Syntaktisch ist der kurze Roman ein wenig eigenwillig gestaltet, was mir den Einstieg etwas erschwert hat. Dennoch finde ich, dass es sich um ein interessantes Stilelement handelt. Schlussendlich hat mich die Erzählung etwas melancholisch zurückgelassen, und ich fühlte mich als Leser etwas zu sehr auf mich allein gestellt.

3.5

Wie ein skurriler Traum fühlt sich dieses Buch an... und wer gern einmal auf eine andere Art lesen will (z.B. ohne Punkt am Satzende), der kommt hier auf seine/ihre Kosten 😉 mal etwas anderes💕

5

Jon Fosse erzählt vom ersten und letzten Tag eines Lebens und erschafft damit auf 120 Seiten eine ganze Biographie. Traurig und tröstend. Lustig und tragisch. Sprachlich einfach und raffiniert. Alles auf einmal. Ein kleines Meisterwerk.

5

Kurz und sprachlich ganz wunderbar. Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel, gelesen von Joachim Nimtz.

5

Fosse erzählt auf gut 120 Seiten alles, was es zu Geburt und Tod zu sagen gibt. Ein Meisterwerk! 😎

5

Wie aus einem Guss. Ein Gedanke der nicht abreist, oder eigentlich doch? Fesselnd in jedem Fall!

Wie aus einem Guss. Ein Gedanke der nicht abreist, oder eigentlich doch? Fesselnd in jedem Fall!
3.5

In einem Song: Yesterday von den Beatles

Anfangs etwas bizarr und gewöhnungsbedürftig, da kein einziger Punkt gesetzt wird. Die gesamte Geschichte wird von Komma zu Komma sowie "und" zu "und" erzählt. Anfangs wenn man sich im Zug oder bei Umgebungsgeräuschen nicht konzentrieren kann ist das Buch äußert schwierig zu lesen, man gewöhnt sich immerhin ab der Hälfte und bei einer ruhigeren Umgebung daran. Tatsächlich half dieser ungewöhnliche Schreibstil im letzten Kapitel sogar beim eintauchen in die Geschichte/ Handlung. Wenn man es schafft, nach den ersten ca. 30 Seiten das Buch nicht wegzulegen wird man mit einer sehr gemütlichen, einfachen aber sehr abgeschlossenen Geschichte belohnt. Man bekommt einen Einblick in eine gewisse Einfachheit, erfrischend angenehm und unaufgeregt echt einen sehr eigenen Charme hat. Vor allem die Gedanken über Anfang und Ende des Lebens waren erstaunlich einfach und unaufgeregt behandelt. Gerne hätte ich auch die Orginalversion auf Norwegisch gelesen, da macht der Schreibstil wahrscheinlich mehr Eindruck und wirkt ganz anders. Insgesamt schwieriger Schreibstil, Gute Story aber auch nichts was einen Weghaut oder groß Überrascht.

5

Ja Jon Fosse. So wunderbar. Es zeigt mir immer wieder,wie man mit Sprache umgehen kann. Ich bin begeistert. Ein Buch über Leben und Tod. Von der Geburt bis zum letzten Augenblick. Erzählt so präzise und wortgewandt.

3.5

Jon Fosses Schreib-Stil ist schwierig. Fast ohne Punktsetzung, dafür mit vielen Kommata ist diese kurze Erzählung eine melancholische und traurige Reise in den Tod. Am Ende der Geschichte hatte ich mich etwas eingespielt und der Text hatte einen gewissen Fluss, aber der Anfang war mit seinen ständigen Wiederholungen ehrlich gesagt ziemlich nervig.

5

Es plätscherte auf mich ein, dann trug es mich davon.

5

Über den Morgen des Lebens und den Abend des Todes

Eine leise Geschichte in der wir Johannes begleiten dürfen. Es ist zu ahnen was kommt, die Schönheit der Worte, Gefühle und Gedanken sind jedoch nicht vorauszusehen. „Alles, was du liebst, ist dort, alles, was du nicht liebst, ist nicht dort, sagt Peter“ Die ist mein erstes Buch von Jon Fosse. Ich freue mich auf weitere Bücher von diesem grossartigen Autor.

4

Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts. (Søren Kierkegaard)

Nach zwei Seiten wusste ich, was ich bei diesem Buch vermisse. Den Punkt am Ende eines Satzes. Dafür bekam ich als Leser unglaublich viele Wortwiederholungen. 😅 Da dieses Werk nur 122 Seiten umfasst, wollte ich das Buch dann irgendwie schnell hinter mich bringen. Doch dann passierte etwas spannendes. Der Text rund um die Geburt des Protagonisten Johannes liess eine hohe Lesegeschwindigkeit einfach nicht zu. Ja, er forderte geradezu Ruhe ein. Jede erlittene Wehe, jedes Pressen der werdenden Mutter forderte Platz sich zu entfalten. Ich gab dem Text Zeit und Raum, was beinahe zu einer meditativen Erfahrung wurde. Obwohl inhaltlich nicht viel passiert, hat dieses Buch sehr viel zu sagen. Was ist im Leben wichtig, was sind die grossen Dinge, wie möchte man gelebt haben, was schafft Identität? All das erwähnt Jon Fosse mit keinem Wort, doch schwingen diese Fragen durch seine Erzählweise die ganze Zeit mit. Ein Buch, das anders ist, wie alles andere, das ich bis zum heutigen Tage gelesen habe. Grosses Kompliment an den Übersetzer Heinrich Schmidt-Henkel, der den Erzählstil Fosses gut ins Deutsche überführt hat.

Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts. (Søren Kierkegaard)
5

Ach, wie hat mich dieses Buch berührt. Der Schreibstil ist am Anfang etwas schwierig, aber sobald man die ersten Seiten (unfassbar lange Sätze) mit Konzentration gelesen hat und die Intention verstanden hat, bleibt man dabei und ist drin. (Es ist etwas mühsam, laut mitlesen hilft und es lohnt sich!) Das Jahr 2023 hat mit diesem Buch für mich perfekt geendet und ich freue mich auf weitere Werke, die schon im Regal bereitstehen.

5

Ein wirklich guter Autor. Schöner Schreibstil und auch wunderschöne Geschichte. Als würde man auf dem Wasser die Geschichte lang treiben. Wird nicht das letzte Buch bleiben.

5

In einer Art Bewusstseinsstrom (bzw. drei) aus der dritten Person erzählt Fosse von einer Geburt (Teil 1) und vom Tod (Teil 2). Der Stil ist auf jeden Fall sehr eigen, verzichtet bspw. auf Satzenden bzw auf Großschreibung am Satzanfang, was ich grundsätzlich mag, entfaltet auch eine gewisse Sogkraft, die mich besonders in der zweiten Hälfte des Buches bei der Stange gehalten hat. Andererseits haben mich die vielen Wiederholungen auch genervt. Am Ende ist man aber mit dem Buch und seinen Charakteren in eine wirklich seltsame Stimmung eingetaucht, die das Buch sehr, sehr eigen macht und auch dazu führt, dass es bei mir noch nachhallt. Eine vielleicht eher anstrengende Lektüre, aber eine, die sich lohnt. So muss man erstmal schreiben können.

5

So traurig und so schön gleichermaßen

Ein gut gelebtes, ehrliches Leben, eine lange glückliche Ehe, das Zigarettenpäckchen in der Tasche, das Meer vor der Haustür. Durch einen sprachlich-wiederholenden Bewusstseinsstrom nehme ich am Leben eines Menschen teil, bin Zeuge einer unaufgeregten Familiengeschichte und werde mit einfach Worten an die großen, kaum greifbaren Themen des Lebens herangeführt. Traumwandlerisch geistert der Leser/ die Leserin durch ein gefülltes Leben im Angesicht des nahenden Unausweichlichen und trotzdem fühlte ich mich seltsam beruhigt durch die Sprache und die Schönheit des Augenblicks. Melancholie und gleichzeitige Dankbarkeit werden in diesem Text so fühlbar zum Ausdruck gebracht, wenn beispielsweise nur über die Freude auf den Kaffee am Morgen in der kalten Küche referiert wird. Und wie nebenbei geht es um die grundlegenden Dinge von Anfang und Ende. Ganz magisch.

5

Ergreifend schön!

Wunderbar geschrieben und das Ende bringt tröstende Gedanken mit sich. Für mich ein sehr gutes Buch - wenn man sich mit Tod, Trauer und Abschied auseinandersetzen kann/möchte.

Ergreifend schön!
5

Auf gerade mal 122 Seiten schildert Jan Fosse die Geburt und den Tod von Johannes. Letzteres klingt schlimm, aber Fosse schafft es, den Tod so zu schildern, daß er nicht schlimm, sondern fast schön erscheint. Mich hat das Buch sehr berührt und lässt mich am Ende getröstet zurück. Wenn man sich auf Fosses Schreibstil einlässt, liest man ein Buch, das seinesgleichen sucht und das einen lange nicht loslassen wird. Es hätte 10 Sterne verdient. Ein absolutes Highlight.

3.5

Eine leichte und zugleich schwere Geschichte

Ein sehr eigener Schreibstil, der auf ein ganz herzliche Weise zum Protagonisten passt. Man sagt „sterben tut man allein“, aber das sieht Jon Fosse ein wenig anders und das ist sehr schön und tröstend zu lesen! „Ich habe ein bisschen Körper zurück bekommen, damit ich dich holen kann“ Ich liebe so kurze, tiefgründige Geschichten und bin mir sehr sicher, dass diese mich noch häufig im Kopf und im Herzen begleiten wird.

3

Norwegisch-katholisch-christlicher magischer Realismus (viel christlich, wenig Realismus). Funktioniert nur wenn man an Gott und an ein Leben nach dem Tod glaubt. Sprachlich wie ich es schon aus Fosses Heptalogie kannte. Hier: mehrere Ich-Erzähler, die von der Geburt und vom Tag des Todes des Protagonisten Johannes in einfacher Sprache und in stetigen Wiederholungen erzählen. Wie in der Heptalogie dreht sich das harte Leben der letztlich „einfachen“ Menschen um einsilbige Freundschaft, Liebe, Kinder, Kindeskinder, Essen, Trinken, Rauchen und Fischfang. Der erste Teil des insgesamt kurzen Romans umfasst nur wenige Seiten, da wirklich noch nicht viel über diesen frisch geborenen Johannes erzählt werden kann. Der zweite Teil des Buches kann auf ein ganzes (einfaches) Leben zurückblicken und ist dadurch naturgemäß umfangreicher. Um der Erzählung zu glauben oder mich auf das Gedankenspiel vom wahrnehmenden und agierenden Toten einlassen zu können, ist die Erzählung aber letztlich nicht „magisch“ und damit (für mich) nicht „plausibel“ genug.

5

Ich weiß nicht, wie Jon Fosse es schafft, mit so wenigen Worten und so wenigen geschilderten Ereignissen eine so volle, lebensumspannende, traurige, wunderschöne Geschichte zu erzählen. Und dazu benötigt er nur die Geschichte der Geburt eines Menschen (Johannes, letztes Kind eines Fischers und seiner Frau) und seines Todes. Wie schafft er es, dass man beim Lesen gleichzeitig vor Traurigkeit weint und sich dennoch so ungemein getröstet fühlt? Ich verstehe auf jeden Fall, warum Jon Fosse den Literaturnobelpreis bekommen hat. Dieses Buch zu lesen benötigt einen oder zwei Tage und ein bisschen Ruhe, nehmt Euch die Zeit, es lohnt sich 🧡

5

Geborenwerden, Leben und Sterben

Nachdem der Nobelpreis für Literatur im Jahr 2023 an den norwegischen Autor und Dramaturgen Jon Fosse verliehen wurde, stand für mich schnell fest, dass ich in naher Zukunft mindestens ein, besser zwei oder mehr Werke dieses bis dato für mich noch unbekannten Autos lesen wollte. Nach etwas Recherche fiel die erste Wahl auf den im Jahr 2000 erschienenen Roman "Morgen und Abend". Und was soll ich sagen? Ich bin hin und weg von dieser eindrücklichen und tiefen Erzählung, die vom Geborenwerden, Leben und Sterben des norwegischen Fischers Johannes handelt. Ich gestehe, ich brauchte etwas Zeit, um mich an Fosses doch reicht eigenartigen Schreibstil zu gewöhnen. Nachdem dies aber gelungen war, ging ich voll und ganz in diesem so tiefen und berührenden, literarischen Kleinod auf, das ich nur allzu gerne mit (der von mir nur selten vergebenen) vollen Punktzahl von ***** bewerte.

Geborenwerden, Leben und Sterben
5

Stimmungsvoll

Jon Fosses kleiner Roman Morgen und Abend, übersetzt von Hinrich-Schmidt-Henkel erzählt vom Morgen und Abend des Lebens. Berührend und unglaublich schön - traurig und tröstlich zugleich.

4

Zu Beginn ein etwas gewöhnungsbedürftiger Schreibstil. Insbesondere wegen der stark reduzierten Interpunktion. Dadurch gerät man allerdings während des Lesens auch in einen Rhythmus der den Rhythmus der Handlung reflektiert und gewöhnt sich daran. Zudem wird dadurch die Atmosphäre der letzten Lebensstunden vom Fischer Johannes besonders eindrücklich transportiert.

4

Die Geschichte des Fischers Johannes. Sein erster und sein letzter Tag. Jon Fosse erzählt, wie der Übergang in den Tod aus der Sicht von Fischer Johannes sein könnte Eine an sich sehr gute Geschichte...ohne Satzzeichen...mit Satzteilwiederholungen und komischen Konversationen Anstrengend zum Lesen aufgrund der Schreibweise. ~~~~~ 4 von 5 ⭐️ Begründung: Der Hintergedanke hinter der Geschichte kam total gut rüber Die Geschichte war toll und schön Man konnte sich gut in Johannes hineinversetzen

3

Jon Fosses Morgen und Abend hat mich zunächst vor Herausforderungen gestellt. Sein ungewöhnlicher Schreibstil erfordert Konzentration und Eingewöhnung. Obwohl das Buch mit rund 120 Seiten recht schmal wirkt, braucht man wesentlich mehr Zeit für dieses Werk, als die Seitenzahl vermuten lässt. Fosse erzählt die Geschichte des einfachen Mannes Johannes in zwei großen Bögen: seiner Geburt (Morgen) und seinem Tod (Abend). Besonders eindrucksvoll ist, wie behutsam und einfühlsam der Autor den Übergang am Ende des Lebens beschreibt. Rückblickend empfinde ich das Werk als bewegend und einzigartig. Es regt zum Nachdenken an – über das Leben, das Sterben und die feinen Zwischentöne dazwischen.

3

Eine Novelle über den Tod und Abschied

Dieser schmale Band, in dem wir einen alten Mann durch den Abschied nach dem Tod begleiten hat mir gut gefallen. Besonders sticht die Sprache hervor, denn sie lebt von gefühlt unendlichen aneinandergereihten Wiederholungen. Das war anfangs etwas anstrengend, entwickelt sich aber schnell zu einem eigenen Rhythmus, der hervorragend zu dem Bewusstseinsstrom einer Seele, die sich in einer Art Trennungsprozess von der irdischen Welt befindet passt. Man kommt ins Grübeln. Was ist letzten Endes tatsächlich wirklich, was bleibt und was macht unsere Essenz aus. Was macht uns zu uns, denn in dieser Erzählung kommt vieles durcheinander und der Autor scheint damit zu implizieren, dass die Erlebnisse am Ende nichtig sind. Diese Spekulation über das Sterben und den Tod hat mir auf jeden Fall gut gefallen.

3.5

Ein kurzes Buch über den Anfang und das Ende des Lebens. Jon Fosse erzählt diese berührende Geschichte ganz ohne Punkte. Wie ein Gedankenfluss ließt sich das Buch daher über den Protagonisten Johannes, der als Vater, Witwer und Fischer einen etwas ungewöhnlichen Tag erlebt. Ein schöner und trauriger Roman, der den Tod etwas greifbarer scheinen lässt und zugleich zeigt, wie wir ihm dennoch hilflos ausgesetzt sind. Das Buch hat mir gefallen und auch der Schreibstil passt zu der etwas in der Luft schwebenden Geschichte. Ich konnte mich an manchen Stellen nicht so gut mit dem Protagonisten identifizieren, aber habe es trotzdem gerne gelesen. Da es ein sehr kurzer Roman ist, kann man es auch gut an ein oder zwei Tagen durchlesen.

5

Selten ein so gutes Buch über Ankunft und Abschied, Leben und Sterben gelesen. Eine erzählerische Meisterleistung.

4

Sehr bewegend. Ein ganz eigener Stil, an den man sich erst gewöhnen muss, dann aber völlig hineingezogen wird. Ein konstanter Fluss von Worten, Gedanken und Empfindungen - wie das Leben selbst.

5

Ergreifende Schilderung des Sterbens und des Todes! Ein echtes Kleinod!

1

Ähm. Schrecklich.

Das Buch hat garantiert tollen Tiefgang. Aber auf ein Buch buchstäblich ohne Punkt und Komma, das wirkt so hektisch, ich konnte es nicht weiterlesen. Hätte mir von Herzen einen besseren Schreibstil gewünscht. Es wurde zwar drauf hingewiesen dass Jon Fosse anders schreibt und auch die vielen Buchpreise, u. a. Nobelpreis für Literatur! sind beeindruckend. Da sollte man meinen man hat was Besonderes in den Händen. Aber dies hier geht gar nicht. Als hätte der Autor im Wahn geschrieben und keine Zeit für Punkt und Komma gehabt. Schrecklich.

Der Schreibstil war erstmal ungewohnt, sehr nüchtern und fast schon pragmatisch. Ich habe einige Seiten gebraucht bis ich mich dafan gewôhnt hatte. Man begleitet Johannes auf seinem Weg zuf Akzeptanz seines Todes, er trifft alte Bekannte die eigentlich schon verstorben sind, fährt nochmal mit dem Boot raus… Trotzdem kommt ihm alles irgendwie anders vor, langsam realisiert er auch was anders ist. Aufgrund der Länge konnte ich keine wirklich Bindung zu Johannes aufbauen, trotzdem merkt man wie zufrieden er mit seinem Leben war. Auch wenn er ein anstrengendes und von Verzicht geprägtes Leben geführt hat, blickt er doch mit Stolz und Zufriedenheit auf sein Leben zurück. Ich fand die Darstellung und das Gefühl was der Tod in einem auslöst sehr positiv und friedlich dargestellt. Auf jeden Fall ein Buch, was einen trotz der wenigen Seiten zum nachdenken anregt.

4

Eine besondere Erzählung über den Tod. In einem sehr besonderen Stil, mit nur sehr wenigen Satzzeichen. Gefiel mir gut. Rezension folgt auf Instagram seelich_buchliebe

Ein schönes und seltsames Buch. Melancholisch, nachdenklich machend. Nur die fehlenden Punkte stören mich doch ein wenig bei Jon Fosse.

3

Das Buch beschreibt den Eintritt in das Leben und das Ausscheiden aus diesem. Der Schwerpunkt liegt auf letzterem. Da nur Kommata und Fragezeichen sowie einmal ein Ausrufezeichen genutzt werden und die Sätze nicht mit Punkten abgeschlossen werden, erscheint einem die Erzählung wie sich überschlagende, endlos fließende Gedanken. Durch häufige Wiederholungen fühlt man sich in einer Endlosschleife. Die Sprache ist sehr einfach gehalten und spiegelt den alten Fischer wider. Man spürt seine Verwirrung wegen des neuen Zustandes, den er nicht einordnen kann, sehr gut und begleitet ihn dabei, wie er sich das Leben abgewöhnen muss. Aufgrund der Kürze, der Interpunktion und des Inhalts bietet es sich an, das Buch am Stück zu lesen. Es dauert eine Weile bis man sich an die Erzählweise gewöhnt hat, anfangs ist es anstrengend. Alles in dieser Erzählung befindet sich in der Schwebe; sie fließt immer weiter, bleibt nie stehen und hat keine Zeit inhaltliche Tiefe zu entwickeln.

4

Bewegend ohne aufregend zu sein. Still und nachdenklich und irgendwie schön.

4

4,5⭐️/5⭐️ Ein Buch, das Seele und Herz berührt.

3.5

interessante Sprache, aber an sich sehr vorhersehbar. nettes Buch für zwischendurch

2

So schlicht, so ruhig, unaufgeregt und so einfühlsam, so gewöhnungsbedürftig

Bevor ich "Morgen und Abend“ in den Händen hielt, hatte ich mir Melancholie von Jon Fosse geholt. Ein Werk, dass ich nach 100 Seiten abbrechen musste (es war schwer bis dahin durchzuhalten). Jon Fosse der Literaturnobelpreisträger 2023 - kurz zweifelte ich an mir - hat er doch einen Preis für sein Werk erhalten, warum musste ich abbrechen? Zeitnah veröffentlichte Jensys lese eine emphatische und sehr schöne Rezension über „Morgen und Abend“ und ich nahm mir vor, dem Autor eine zweite Chance zu geben. „Morgen und Abend“ ist ein sehr gefühlvolles Werk, dass viele Emotionen zu dem wohl schwersten Thema im Leben, dem Tod in einfacher Sprache formuliert. Bleiben wir einen Moment bei der Sprache. Fosse arbeitet mit vielen Wiederholungen und nutzt keinen einzigen Punkt. Maximal Fragezeichen Kennzeichen eine Abgrenzung. Das war für mich mehr als gewöhnungsbedürftig und ich hätte auch dieses Buch für einen Moment gern aus dem Fenster geschmissen (nein das machen wir natürlich nicht) Nach etwas Anstrengung und Fokus auf diesen gewöhnungsbedürftigen Schreibstiel (ich mag Satzzeichen eigentlich ganz gern) kam ich in diese einfühlsame Geschichte rein. Fosse schafft es in häufig belanglosen Gesprächen plötzlich einen echten Kern(Satz) zu platzieren, der richtig schwer wiegt und Gedanken beim Leser öffnet, die weiter reichen als die simple Geschichte. Das Buch schafft Sympathien mit dem Protagonisten und seinem Leben und versöhnt mit dem unvermeindlichen Ende. Tröstlich wird das Lebensende eines norwegischen Fischers in Szene gesetzt. Ich bin dankbar für diese Bereicherung in meinem Leseschatz, kann aber leider nur Sterne vergeben.

4

Ein sehr schönes, trauriges, sonderbares Buch, dass mir allerdings auf den ersten 50 Seiten ein gewisses Durchhaltevermögen abverlangt hat

4

Gemischte Gefühle...

Gemischte Gefühle… Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich habe das Buch als Prämie bei WasLiestDu gesehen und dachte mir, ich löse einfach mal ein, weil ich so viele Punkte habe. Cover: Ich finde das Cover wunderschön. Die gezeichnete Seen-Landschaft mit den Bergen dahinter und dem Boot und den beiden Leuten gefiel mir direkt. Es passt perfekt zum Inhalt. Inhalt: Steht zwar auch auf dem Klappentext, spoilert aber quasi die gesamte Handlung: Wir begleiten einen einfachen Fischer in Norwegen bei der Geburt und beim Tod. Handlung und Thematik: Steht schon in der Inhaltsbeschreibung, mehr möchte ich nicht spoilern. Charaktere: Ganz schwierig zu beschreiben… Johannes ist ein einfacher Mann, der wohl immer für seine Familie gesorgt hat. Viel außer ein paar erste und viele letzte Gedanken bekommen wir von ihm nicht mit. Dennoch ist er mir auf eine gewisse Art sympathisch geworden. Schreibstil: Ich empfand den Schreibstil vor allem am Anfang als sehr sehr anstrengend! Es kommen in diesem Buch wohl nur insgesamt 10 Punkte (mit Ausnahme der i, ü, ö und ü Pünktchen) vor. Auch Anführungszeichen sucht man hier vergeblich. Viele Passagen wiederholen sich immer wieder und die Sätze sind oft grammatikalisch nicht mal korrekt. Es war anfangs wirklich eine Überwindung weiterzulesen. Bis kurz vor Schluss war ich der Meinung mir gefällt das Buch nicht, aber irgendwie tut es das nun doch. Ich kann gar nicht beschreiben, warum das so ist. Ob es den Nobelpreis für Literatur verdient hat, kann ich immer noch nicht sagen, ich habe gemischte Gefühle. Persönliche Gesamtbewertung: Anstrengend zu lesen, aber dennoch gute Gedanken zum Anfang und zum Ende des Lebens.

5

Bewegend und einfühlsam!

Was du eine schöne, melancholische, einfühlsame, tiefe und bewegende Erzählung. Geburt und Tod - und das alltägliche (harte) Leben werden mit einem besonderen Sprachstil erzählt, der die Handlung und die Personen dennoch sehr real wirken lassen und dadurch sehr nahbar.

5

Es braucht ein paar Seiten um sich an den Schreibstil zu gewöhnen aber dann ist es ein absolutes Meisterwerk

5

Die Sprache zuerst gewöhnungsbedürftig. Ein wunderbares Buch. Ohne viel außen mit viel innen.

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