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Bartleby the Scrivener

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About the book

"I prefer not to," he respectfully and slowly said, and mildly disappeared.

Academics hail it as the beginning of modernism, but to readers around the world—even those daunted by Moby-Dick—Bartleby the Scrivener is simply one of the most absorbing and moving novellas ever. Set in the mid-19th century on New York City’s Wall Street, it was also, perhaps, Herman Melville's most prescient story: What if a young man caught up in the rat race of commerce finally just said, "I would prefer not to"?

The tale is one of the final works of fiction published by Melville before, slipping into despair over the continuing critical dismissal of his work after Moby-Dick, he abandoned publishing fiction. The work is presented here exactly as it was originally published in Putnam's magazine—to, sadly, critical disdain.

The Art of The Novella Series

Too short to be a novel, too long to be a short story, the novella is generally unrecognized by academics and publishers. Nonetheless, it is a form beloved and practiced by literature's greatest writers. In the Art of the Novella series, Melville House celebrates this renegade art form and its practitioners with titles that are, in many instances, presented in book form for the first time.

Editions (25)

ISBN9780974607801
PublisherRandom House LLC US
Publication Date05/31/04
Pages80

Reviews & Ratings

93 ratings

21 reviews

4.0

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  • gidiorr
    gidiorr

    53 Followers

    5.0

    ★★★★★ (5/5)

    Bartleby, der Schreiber ist eine dieser Erzählungen, die sich jeder eindeutigen Deutung entziehen – und gerade darin ihre Stärke haben. Äußerlich geschieht wenig: Ein Anwalt stellt einen neuen Schreiber ein, dieser arbeitet zunächst, verweigert dann zunehmend jede Tätigkeit und zieht sich schließlich vollständig aus der Welt zurück. Doch diese Schlichtheit ist trügerisch. Bartlebys berühmter Satz – „Ich ziehe vor, lieber nicht…“ – ist kein Protest, keine Rebellion, nicht einmal ein klares Nein. Er ist höflich, ruhig, fast harmlos formuliert und wirkt doch zerstörerisch auf jede Form von Ordnung. Bartleby argumentiert nicht, erklärt sich nicht, rechtfertigt nichts. Er entzieht sich. Und genau das macht ihn so beunruhigend. Besonders interessant ist dabei weniger Bartleby selbst als der Erzähler: ein liberaler, scheinbar humaner Anwalt, der helfen möchte, solange Hilfe kontrollierbar bleibt. Seine Toleranz endet dort, wo Bartleby sich nicht mehr einordnen lässt. Melville zeigt damit sehr präzise die Grenzen eines Humanismus, der auf Funktionalität beruht. Die Atmosphäre der Erzählung ist kalt, statisch, von Mauern, Paravents und Blicken ins Leere geprägt. Alles wirkt abgeschlossen, ohne Ausweg. Bartleby erscheint weniger als psychologisch erklärbare Figur, sondern eher als Störung im System – fast wie eine existenzielle Leerstelle. Das Werk gibt keine Antworten und bietet keinen Trost. Es erklärt Bartleby nicht, sondern lässt ihn stehen. Gerade dadurch entfaltet der Text eine nachhaltige Wirkung. Man legt ihn aus der Hand, ohne wirklich sagen zu können, worum es ging – aber mit dem Gefühl, dass etwas Wesentliches berührt wurde.

    ★★★★★ (5/5)

    Dec 27, 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Followers

    5.0

    "Ich möchte lieber nicht!

    Die sehr kurze aber nicht weniger eindrucksvolle Erzählung des inzwischen berühmten Autoren Herman Melville, besticht durch ihre Einfachheit und gleichzeitige schonungslose Konsequenz. Wir haben es hier mit einer Person zu tun, die sich nach und nach komplett verweigert, Bartleby, der Schreiber. Diesem Menschen zu begegnen, ist so überaus dramatisch, dass es tief in uns wehtun muss. Erzählt wird die Geschichte aber aus der ersten Person von einem Notar, bei dem Bartleby angestellt ist. Aus dieser Perspektive heraus wird der Leser mit der typischen Reaktion konfrontiert, welche ein Verhalten der Verweigerung mit seinen Mitmenschen macht. Dem überaus mitfühlenden und verantwortungsbewussten Erzähler und somit auch uns wird so ein Spiegel vorgehalten, der eindringlicher nicht sein könnte. Das Bemerkenswerte an dieser Geschichte liegt nach meinem Eindruck an der Einfachheit, an der schieren Reinheit, die keine Ausschmückung bedarf, uns aber dadurch direkt ins Herz trifft und eine Fülle an Emotionen, aber auch Gedanken auszulösen vermag. Dieses Buch kann wohl niemanden kalt lassen. Der inzwischen über 170 Jahre alten Geschichte, erst letztes Jahr von Karl-Heinz Ott neu übersetzt liegt in meiner Ausgabe ein überaus interessanter Anhang über die Bedeutung und die Reaktionen aus der Literatur und Politik bei, die wieder genau dies tut, zu dokumentieren, wie Gesellschaft von damals bis zum heutigen Tag auf das Phänomen der Verweigerung reagiert und so diesem alten Werk eine ungeahnte Lebendigkeit einhaucht. Für mich ein überaus tiefes Erlebnis, welches ich jedem ans Herz lege, der wissen will, was uns Menschen motiviert, etwas zu tun und was wir tun oder lassen können/müssen, wenn es sich dauerhaft nicht richtig anfühlt.

    Feb 28, 2026

  • carsten
    carsten

    95 Followers

    5.0

    "Ich würde vorziehen, das nicht zu tun." Immer mal wieder! Ein Lieblingsbuch.

    May 28, 2026

3 of 21 reviews

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