Die geheimste Erinnerung der Menschen
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Description
Book Information
Author Description
Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman métis ausgezeichnet wurde. Für Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser, 2022), seinem ersten Werk, das auf Deutsch erschien, erhielt er 2021 den Prix Goncourt.
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Mal etwas anderes, obwohl ich anfangs noch keine konkrete Meinung zum Inhalt (Metaebene über das Schreiben) hatte, denn: Was ist der Inhalt? Im Grunde ist es eine Familiengeschichte und auch die Geschichte der Figuren, die sehr lebhaft gezeichnet wurden. Die Sprache ist poetisch, gehoben, philosophisch angehaucht und das gefällt mir. Die angesprochenen Themen und Gedanken verfolgt man gern. Was mich stört: Der Blick auf Frauen und Sexualität, denn hier werden oft nur überflüssige Klischees bedient. Insgesamt handelt es sich um eine relativ klassische Geschichte, die aber durch ihren Aufbau neuen Schwung erhält. Gelungen!
„Wir dachten keinesfalls, dass Bücher die Welt retten könnten; hingegen hielten wir sie für das einzige Mittel, um nicht vor ihr davonzulaufen.“ Durch einen Zufall und eine schicksalshafte Begegnung fällt dem jungen senegalesischen Studenten und angehendem Autor Diégane ein legendenumwobenes Buch in die Hände. Ein Werk, dass bei seinem Erscheinen sowohl für Begeisterung als auch breite Ablehnung gesorgt hat und schließlich – wie der Schöpfer des Werks - verschwand. Den jungen Diègane lassen die offenen Fragen um den Autor und die Wirkung der Zeilen nicht mehr los und er begibt sich auf eine Suche, die ihn über einen Zeitraum von mehr hundert Jahre in die Vergangenheit und über drei Kontinente führt. Mohamed Sarr hat hier ein faszinierendes Meisterwerk geschaffen, das bei all der Fülle an Figuren und Orten vom Anfang bis zum Schluss fesselt. Geschickt wechseln die Erzählperspektiven, Einschübe mit Betrachtungen längst verstorbener Personen ermöglichen der Leserin eine Antwort auf Fragen, die die Protagonist:innen noch suchen. Es gibt lustige Anekdoten und tragische Schilderungen, tiefgehende Reflexionen und einfache Unterhaltung. Alles in allem eine spannende, sehr unterhaltsame Lektüre, die Lust auf Literatur macht. Nicht umsonst mit vielen Preisen und Lob überhäuft.

Zwar hübsch, aber auch sehr hochgestochen. Ehrlich gesagt habe ich nur etwa 80 Seiten gelesen. Der Stil hat mich überhaupt nicht abgeholt. Der Autor schreibt mitunter wirklich schöne Sätze, poetisch und einfach hübsch, aber überwiegend sind die Sätze bis zur Unkenntlichkeit verschachtelt. Die Sprache scheint zwanghaft gebildet wirken zu müssen, sodass auch Menschen, die über einen recht passablen Wortschatz verfügen, alle drei Seiten mindestens ein Wort nachschlagen müssen. Zudem kommt keine noch so banale Handlung wie der Anruf bei den Eltern ohne schwere Schwelgerei und die großen Fragen des Lebens über Tod und Verderben aus. Nee sorry, wollte ich Philosophie studieren, würde ich das eben tun.
Diegane bekommt in Frankreich unerwartet Zugriff auf ein verschollen geglaubtes Buch. „Das Labyrinth des Unmenschlichen“, geschrieben von T.C. Elimane, zieht ihn sofort in seinen Bann. Es ranken sich viele Mythen um den Autor, der nach Plagiatsvorwürfen anscheinend einfach von der Bildfläche verschwunden ist. Diegane ist so fasziniert von dem Geschriebenen, dass er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Autor macht und dabei tief in dessen Vergangenheit und auch in seine eigene abtaucht. - Auch eine Woche nach Beendigung der Lektüre, fällt es mir schwer etwas darüber zu schreiben. Das Buch hat mich über 3 Monate begleitet, ich hab es immer mal wieder zur Seite gelegt und später erneut zur Hand genommen. So richtig abholen konnte es mich nicht. Sprachlich fand ich es absolut gelungen. Es ist anspruchsvoll, in Zügen poetisch, gehoben und man konnte sich in der Schönheit zwischen den Zeilen regelrecht verlieren. Thematisch wird der Kolonialismus stark aufgegriffen. Auch hier fand ich es sehr spannend dem Gelesenen zu folgen und empfinde die Einbindung als sehr gut. Die eigentliche Handlung, die Suche nach dem verschollen Autor und die Verstrickungen innerhalb des Familiengefüges, hat mich allerdings nicht begeistern können. Ich fand es streckenweise zu weit ausgeholt, zu langatmig und war tatsächlich wenig interessiert daran, wie es in der Story weitergeht. Zum Teil war es verwirrend und man musste erstmal für sich ordnen, wer jetzt genau erzählt und in welchem Zusammenhang diese Person zu Elimane oder Diegane steht. Dies kann aber auch an den relativ großen Lesepausen dazwischen gelegen haben und vielleicht treten diese Probleme nicht auf, wenn man am Stück liest. Mehrmals hab ich darüber nachgedacht das Buch abzubrechen… gerettet hat es im Nachhinein die sprachliche Ausarbeitung, denn trotz meines Desinteresses an der Handlung, hab ich es sehr genossen es zu lesen. Was kann ich als Fazit sagen? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung… Macht euch wie immer gern selbst ein Bild
Abgebrochen nach 130 Seiten
Da ich das Buch nicht in seiner Gesamtheit beurteilen kann, werde ich es auch nicht bewerten. Schreibstil und Sprache sind absolut nicht meins. Die Sprache ist so hochtrabend und dramatisierend und unendlich verschachtelt (Sätze von 1,5 Seiten Länge sind keine Seltenheit), dass ich Probleme habe, dem Inhalt zu folgen bzw ihm folgen zu wollen. Beschreibungen von Sex dagegen - recht normal geschrieben - wirken gerade im Vergleich mit der verkopften Aufgeblasenheit des sonstigen Stils geradezu vulgär und obszön. Ich hab dem Buch nun mehrmalige Chancen gegeben, mich doch noch zu überzeugen, ohne Erfolg. Meine Zeit ist mir zu schade für dieses Buch. Schade, denn der Klappentext klang fantastisch.
Ganz am Ende wurde es etwas wirr für mich, da konnte ich der Geschichte nicht mehr wirklich folgen…aber bis dahin, wow was ein Buch! Jede Menge neuer Ideen und Denkanstöße, und wie die verschiedenen Geschichten miteinander verbunden waren! Wenn es nicht so verdammt kompliziert wäre und ich so lesefaul würde ich es nochmal lesen!
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Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman métis ausgezeichnet wurde. Für Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser, 2022), seinem ersten Werk, das auf Deutsch erschien, erhielt er 2021 den Prix Goncourt.
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Mal etwas anderes, obwohl ich anfangs noch keine konkrete Meinung zum Inhalt (Metaebene über das Schreiben) hatte, denn: Was ist der Inhalt? Im Grunde ist es eine Familiengeschichte und auch die Geschichte der Figuren, die sehr lebhaft gezeichnet wurden. Die Sprache ist poetisch, gehoben, philosophisch angehaucht und das gefällt mir. Die angesprochenen Themen und Gedanken verfolgt man gern. Was mich stört: Der Blick auf Frauen und Sexualität, denn hier werden oft nur überflüssige Klischees bedient. Insgesamt handelt es sich um eine relativ klassische Geschichte, die aber durch ihren Aufbau neuen Schwung erhält. Gelungen!
„Wir dachten keinesfalls, dass Bücher die Welt retten könnten; hingegen hielten wir sie für das einzige Mittel, um nicht vor ihr davonzulaufen.“ Durch einen Zufall und eine schicksalshafte Begegnung fällt dem jungen senegalesischen Studenten und angehendem Autor Diégane ein legendenumwobenes Buch in die Hände. Ein Werk, dass bei seinem Erscheinen sowohl für Begeisterung als auch breite Ablehnung gesorgt hat und schließlich – wie der Schöpfer des Werks - verschwand. Den jungen Diègane lassen die offenen Fragen um den Autor und die Wirkung der Zeilen nicht mehr los und er begibt sich auf eine Suche, die ihn über einen Zeitraum von mehr hundert Jahre in die Vergangenheit und über drei Kontinente führt. Mohamed Sarr hat hier ein faszinierendes Meisterwerk geschaffen, das bei all der Fülle an Figuren und Orten vom Anfang bis zum Schluss fesselt. Geschickt wechseln die Erzählperspektiven, Einschübe mit Betrachtungen längst verstorbener Personen ermöglichen der Leserin eine Antwort auf Fragen, die die Protagonist:innen noch suchen. Es gibt lustige Anekdoten und tragische Schilderungen, tiefgehende Reflexionen und einfache Unterhaltung. Alles in allem eine spannende, sehr unterhaltsame Lektüre, die Lust auf Literatur macht. Nicht umsonst mit vielen Preisen und Lob überhäuft.

Zwar hübsch, aber auch sehr hochgestochen. Ehrlich gesagt habe ich nur etwa 80 Seiten gelesen. Der Stil hat mich überhaupt nicht abgeholt. Der Autor schreibt mitunter wirklich schöne Sätze, poetisch und einfach hübsch, aber überwiegend sind die Sätze bis zur Unkenntlichkeit verschachtelt. Die Sprache scheint zwanghaft gebildet wirken zu müssen, sodass auch Menschen, die über einen recht passablen Wortschatz verfügen, alle drei Seiten mindestens ein Wort nachschlagen müssen. Zudem kommt keine noch so banale Handlung wie der Anruf bei den Eltern ohne schwere Schwelgerei und die großen Fragen des Lebens über Tod und Verderben aus. Nee sorry, wollte ich Philosophie studieren, würde ich das eben tun.
Diegane bekommt in Frankreich unerwartet Zugriff auf ein verschollen geglaubtes Buch. „Das Labyrinth des Unmenschlichen“, geschrieben von T.C. Elimane, zieht ihn sofort in seinen Bann. Es ranken sich viele Mythen um den Autor, der nach Plagiatsvorwürfen anscheinend einfach von der Bildfläche verschwunden ist. Diegane ist so fasziniert von dem Geschriebenen, dass er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Autor macht und dabei tief in dessen Vergangenheit und auch in seine eigene abtaucht. - Auch eine Woche nach Beendigung der Lektüre, fällt es mir schwer etwas darüber zu schreiben. Das Buch hat mich über 3 Monate begleitet, ich hab es immer mal wieder zur Seite gelegt und später erneut zur Hand genommen. So richtig abholen konnte es mich nicht. Sprachlich fand ich es absolut gelungen. Es ist anspruchsvoll, in Zügen poetisch, gehoben und man konnte sich in der Schönheit zwischen den Zeilen regelrecht verlieren. Thematisch wird der Kolonialismus stark aufgegriffen. Auch hier fand ich es sehr spannend dem Gelesenen zu folgen und empfinde die Einbindung als sehr gut. Die eigentliche Handlung, die Suche nach dem verschollen Autor und die Verstrickungen innerhalb des Familiengefüges, hat mich allerdings nicht begeistern können. Ich fand es streckenweise zu weit ausgeholt, zu langatmig und war tatsächlich wenig interessiert daran, wie es in der Story weitergeht. Zum Teil war es verwirrend und man musste erstmal für sich ordnen, wer jetzt genau erzählt und in welchem Zusammenhang diese Person zu Elimane oder Diegane steht. Dies kann aber auch an den relativ großen Lesepausen dazwischen gelegen haben und vielleicht treten diese Probleme nicht auf, wenn man am Stück liest. Mehrmals hab ich darüber nachgedacht das Buch abzubrechen… gerettet hat es im Nachhinein die sprachliche Ausarbeitung, denn trotz meines Desinteresses an der Handlung, hab ich es sehr genossen es zu lesen. Was kann ich als Fazit sagen? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung… Macht euch wie immer gern selbst ein Bild
Abgebrochen nach 130 Seiten
Da ich das Buch nicht in seiner Gesamtheit beurteilen kann, werde ich es auch nicht bewerten. Schreibstil und Sprache sind absolut nicht meins. Die Sprache ist so hochtrabend und dramatisierend und unendlich verschachtelt (Sätze von 1,5 Seiten Länge sind keine Seltenheit), dass ich Probleme habe, dem Inhalt zu folgen bzw ihm folgen zu wollen. Beschreibungen von Sex dagegen - recht normal geschrieben - wirken gerade im Vergleich mit der verkopften Aufgeblasenheit des sonstigen Stils geradezu vulgär und obszön. Ich hab dem Buch nun mehrmalige Chancen gegeben, mich doch noch zu überzeugen, ohne Erfolg. Meine Zeit ist mir zu schade für dieses Buch. Schade, denn der Klappentext klang fantastisch.
Ganz am Ende wurde es etwas wirr für mich, da konnte ich der Geschichte nicht mehr wirklich folgen…aber bis dahin, wow was ein Buch! Jede Menge neuer Ideen und Denkanstöße, und wie die verschiedenen Geschichten miteinander verbunden waren! Wenn es nicht so verdammt kompliziert wäre und ich so lesefaul würde ich es nochmal lesen!













