Gentleman über Bord

Gentleman über Bord

Hardback
4.2211

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Description

Ein wohlsituierter New Yorker Geschäftsmann stürzt urplötzlich in eine mentale Krise. Um zu gesunden, so spürt er, muss er seinen von grauem Erfolg geprägten Alltag hinter sich lassen, und kurzerhand tritt er eine Schiffsreise an. Kaum auf See, stellt sich die erhoffte Erleichterung tatsächlich ein, doch dann ... macht er einen einzigen falschen Schritt und landet mitten im Pazifik, während sein Schiff sich immer weiter von ihm entfernt. Was denkt ein Mensch in solch einer Situation? Woraus schöpft er Hoffnung? Und wie blickt er nun auf sein Leben, dessen er vor Kurzem noch so überdrüssig war? Mit Gentleman über Bord gelang Herbert Clyde Lewis ein tiefgründiges, genial komponiertes Meisterwerk, das fast ein Jahrhundert lang weitgehend unbeachtet blieb und in der vorzüglichen Übersetzung von Klaus Bonn jetzt endlich auf Deutsch vorliegt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
176
Price
28.80 €

Author Description

Herbert Clyde Lewis (1909–1950) wurde als zweiter Sohn russisch-jüdischer Einwanderer im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Er führte ein rastloses Leben als Sportreporter in Newark, Berichterstatter in Shanghai und Drehbuchautor in Hollywood. Er schrieb für den Mirror und das Time Magazine in New York und verfasste vier Romane. Sein Debüt »Gentleman über Bord« (1937) ist das erste seiner Bücher, das auf Deutsch vorliegt.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
50%
8%
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9%
33%
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47%
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68%
11%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
79%
80%
80%
44%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Poetisch (100%)

Posts

51
All
5

Mein neues Lieblingsbuch!!! So wunderbar! Bin noch sprachlos!

4

"Halb geblendet betrachtete Standish den Sonnenuntergang. Die Sonne schien zu sagen: "Ich will dir ein solches Schauspiel bieten, wie du es selten erlebt hast." Die Sonne schien ihre Brust aufzublähen und mit ihrem Glanz zu prahlen, während sie deklamierte:"Sieh her, wie ich diese purpurnen Streifen über den Himmel verteile. Hier ist ein Streifen zartes Rosa, über tausend Kilometer lang. Und hier ist eine Farbmischung, für die der Mensch kein Wort hat. Er sagt allenfalls, sie sei wunderschön." Henry Preston Standish rutscht bei der Überfahrt auf der "Arabella" von Honolulu nach Balbao an Deck auf einem Ölfleck aus und fällt ins Meer. Anfangs ärgert er sich einfach nur über dieses Missgeschick, das ihm nicht hätte passieren dürfen. Er ist sicher, dass sein Verschwinden bemerkt wird, das Schiff umkehrt und er gerettet wird. Als er dann im Wasser treibt und die Arabella langsam am Horizont verschwinden sieht, denkt er über sein Leben und Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen nach. Dieses 1937 erschienene Buch erzählt knapp und präzise von der Hoffnung und späteren Akzeptanz, die diese ausweglose Situation mit sich bringt. Ich mochte den eleganten und den leicht ironischen Sprachstil sehr gerne. Eine sehr kurzweilige Tragikomödie, die ich sehr gerne weiterempfehle ⭐

4.5

Man hofft und fiebert bis zur letzten Seite mit. Ein zeitloser Klassiker. Muss man mal gelesen haben.

Wer hätte gedacht, dass ein einzelner Mann, der über Bord geht, so viel Spannung auslösen kann? Gentleman über Bord erzählt die Geschichte von Henry Preston Standish, einem erfolgreichen, bisweilen fast penibel korrekten Gentleman, der plötzlich im Ozean treibt und uns zwingt, jede Welle mit ihm zu durchleben. Bis zur letzten Seite hofft man herzklopfend, er möge es doch irgendwie zurück auf’s Schiff schaffen. Erstaunlich ist, dass dieses kleine literarische Juwel im deutschsprachigen Raum erst spät Beachtung fand. Vielleicht war die kulturelle Brandung damals einfach zu hoch. Heute jedoch wirkt der Roman zeitlos, klar und frisch, als wäre er erst gestern geschrieben worden: ein stiller Klassiker, der mit leiser Feder tosende Gefühle zeichnet. Gentleman über Bord ist ein Roman, der zeigt, dass existenzielle Dramatik nicht unbedingt mit einem grossen Sturm beginnt, denn manchmal reicht ein kleiner, unachtsamer Schritt.

Man hofft und fiebert bis zur letzten Seite mit. Ein zeitloser Klassiker. Muss man mal gelesen haben.
5

Ich hatte richtig viel Spaß beim Hören dieses "schmalen" Romans, der aber unerwartet viel Tiefe besitzt und zeigt, wie fest ein Korsett aus Konventionen selbst in einer völlig aussichtslosen Lage geschnürt sein kann und die Eigenwahrnehmung sich sehr weit von der Fremdwahrnehmung unterscheiden kann. Tragikomisch, mit vielen ironischen Zwischentönen und dabei herrlich kurzweilig erzählt!

5

Ladies and Gentlemen: Ein absolutes Lesehighlight!

💛💛💛💛💛 Etwas vom Besten, das ich je gelesen habe. Ein wohlsituierter New Yorker Geschäftsmann stürzt unvermittelt in eine mentale Krise. Und kurz darauf mitten auf dem pazifischen Ozean über Bord. Eine tief existenzialistische Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Tod und der Gesellschaft dazwischen. Bereits 1937 adaptierte Herbert Clyde Lewis die Heideggersche Erkenntnis, wonach der Mensch in die Welt geworfen wird (1927) auf dichte, ruhige, humorvolle, ja grossartige Weise: Der Mensch wird in das Meer geworfen, Gentleman über Bord. Die fantastisch komponierte Geschichte ist heute genauso aktuell wie damals. Ich schliesse mich der Süddeutschen Zeitung an: «Der Mare-Verlag hat [...] einen kleinen literarischen Schatz gehoben.» Danke @mareverlag #lesetipp #bestesbuch #gentlemanüberbord #gentlemanoverboard

Ladies and Gentlemen: Ein absolutes Lesehighlight!
5

Für mich ein absolutes Highlight! Ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Kaum zu glauben, das dieser Roman 1937 geschrieben wurde! Und, jetzt möchte ich noch unbedingt das Theaterstück sehen.

4

Ein zeitloser Klassiker

Das Buch hat mir gut gefallen. Bereits 1937 erscheinen thematisiert es ein Thema, das auch heute noch aktuell ist. Wie verhält man sich, wenn man dem Tod ins Auge blickt. Was ist wichtig? Das Nachwort, die Interpretation des Geschehenen, hat mir noch mehr Details vor Augen geführt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

5

Unerwartet tiefgreifend

Die Geschichte, auch wenn sie kurz erscheint, erläutert viele Facetten und zeigt Wendungen auf, die so nicht erwartet worden sind. Ein Buch, perfekt für einen ruhigen Abend, das man rasch lesen kann aber länger gedanklich verarbeitet.

5

"Der [Himmel] war so groß wie der Mut eines Mannes, und das Meer dehnte sich weiter aus als seine Hoffnungen." S. 57

Es werden sehr treffend und nachvollziehbar die Gedanken eines über Bord gegangenen Gentleman beschrieben. Die erste Hoffnung, dass seine Lage direkt bemerkt wird und die nachfolgenden Gedankengänge sowie das Verhalten der Crewmitglieder und Mitreisenden auf der Arabella, die mehr und mehr aus seinem Blickfeld gerät. Mir hat das sehr gut gefallen. Die Lektüre war kurzweilig und doch tiefsinnig, was sie für mich sehr lesenswert gemacht hat.

5

Ein kleines Juwel! Sehr lesenswert, zauberhafter Schreibstil, lädt zum Nachdenken ein.

4.5

Henry Preston Standish rutscht auf einem Ölfleck aus und stürzt kopfüber in den Ozean. Er war an Bord der Arabella, einem Frachtschiff, auf dem Weg von Hawaii nach Panama. Während er im Wasser darauf wartet gerettet zu werden, gehen ihm Gedanken zu seinem Leben durch den Kopf und zu den Bekanntschaften der anderen wenigen Passagiere an Schiff. Was er vermissen würde, wie er seine Geschichte bei Rettung erzählen würde . Während Standish auf seine Rettung wartet, bekommen wir mit, welche Umstände dazu führen, dass sein Fehlen lange nicht bemerkt wird. Ein schönes Buch, dass selbst zum nachdenken anregt.

2

Oh uff, Suizidgedanken und Depression. Kann man mal machen. Muss man echt nicht.

4

Sehr interessantes Thema was in dem Buch behandelt wird. Hat mir gut gefallen, wenn ich es auch teilweise als sehr makaber und seltsam empfunden habe. Schober, unaufgeregter Schreibstil der gut zum Verlauf der Geschichte passt. Ebenso gut hat mir auch der Sprecher gefallen.

5

Ein kurzweiliges nachdenkliches Buch

Haptisch ein Vergnügen, weil auf besonders glattem Papier gedruckt. Es ist wirklich spannend den Einzelnen bei ihren Gedanken zuzuhören. Schwer zu glauben, dass die Geschichte 1937 geschrieben wurde.

5

Ein kleines, feines Buch über einen erfolgreichen Börsenmakler und Familienvater, der sich eine berufliche Auszeit nimmt und eine Reise auf einem Frachtschiff unternimmt und dabei leider versehentlich über Bord fällt. Was geht in ihm vor in den Stunden, die er alleine im Wasser verbringt in der wahnwitzigen Hoffnung, gefunden und gerettet zu werden...

5

Findet mich!!!

Man denkt immer, dass ein kleines, dünnes Buch etwas für Zwischendurch ist, was schnell mal eben so weggelesen werden kann. Keinesfalls kann dies über dieses gesagt werden. Ein Klassiker, zum Glück wiederaufgelegt, wiederbelebt. Es wird eine äusserst unangenehme Situation so brillant erzählt, wie es vielleicht nur ein überlebter Klassiker kann. Die Sprache ist filigran, kultiviert und passt zu dem Titel, der eigentlich schon sagt, worum es geht: Ein Gentleman geht über Bord, während das Schiff weiterfährt. Alles, was man sich vorstellen kann, passiert. Vielleicht Warum fürchtet sich der Mensch vor dieser Situation? Es ist wohl die Einsamkeit, die plötzlich über einem hereinbricht. Ausgeliefert sein, sich treiben lassen müssen, irgendwann. Wohin treibt es? So schnell werde ich dies Büchlein nicht vergessen.

4

Eine tragisch, komische Geschichte, bei der man bis zu Ende noch hofft - ohne aber zu sehr emotional mitgenommen zu werden. Kurz, in feiner Sprache, mit gelungener Erzählperspektive - ein wirklich schönes Buch. Für 5 Sterne hat es dann aber doch nicht gereicht- dafür hat es mich einfach zu wenig gefesselt.

5

Lost in the sea „[…] Er schaute zum Himmel. Der war so groß wie der Mut eines Mannes, und das Meer dehnte sich weiter aus als seine Hoffnungen.“ (S. 61) Das ist nur einer von vielen wunderbaren Sätzen aus „Gentleman über Bord“ (erstmals erschienen 1937) von Herbert Clyde Lewis, ein in meinen Augen völlig zu Unrecht vergessener Autor, der aber jetzt dank des mare-Verlags in einer wunderschönen Ausgabe in der Übersetzung von Klaus Bonn und einem Nachwort von Jochen Schimmang zu hoffentlich neuen und verdienten Ehren gelangt. Henry Preston Standish ist ein erfolgreicher New Yorker Geschäftsmann mit Frau und Kindern. Das schützt ihn jedoch nicht davor, urplötzlich in eine mentale Krise (heute würde man Burn-Out dazu sagen) zu stürzen und eine Auszeit zu nehmen. Auf einem Frachter mit insgesamt 9 Passagieren passiert das Unglaubliche: ein falscher Tritt – und unser (tragischer) Held landet kopfüber im Pazifik. Auf den folgenden gut 160 Seiten werden die Leserinnen und Leser mitgenommen auf einen wilden Parcours aus Hoffen und Bangen, Lachen und Weinen, dem (kritischen) Blick auf die amerikanische Gesellschaft der 1930er-Jahre und – so kurios sich das jetzt anhören wird – aus slapstickartigen und urkomischen Passagen. Was geht einem Mann, der mutterseelenallein im Pazifik schwimmt durch den Kopf? Hadert er mit seinem Schicksal? Nimmt er es von Gott gegeben hin? Was denken die anderen Passagiere und die Schiffscrew? Das alles zeigt uns Herbert Clyde Lewis in für die Situation nicht unbedingt passend erscheinender lyrisch-poetischer Sprache, die jedoch trotzdem wie der Deckel auf den Topf passt und so die tragische Situation „erträglich“ macht. Ich will mich bzw. euch gar nicht länger mit weiteren Einzelheiten aufhalten. Stattdessen geht ein Appell an alle raus, die an hochwertig gestalteten Büchern (die jeden einzelnen Cent wert sind!) und tollen Geschichten interessiert sind: kauft und lest dieses Buch und drückt die Daumen, dass auch das restliche (überschaubare) Werk von Herbert Clyde Lewis ins Deutsche übertragen wird. Eine wunderbare Wiederentdeckung und damit nichts Anderes als (mindestens) 5* wert. ©kingofmusic

5

Was für ein tolles Buch!

5

Ich bin sehr angetan von diesem schwarzhumorigen Kammerspiel im Pazifischen Ozean! Wahrscheinlich hatten in den 1930er Jahren nicht viele Menschen den Luxus, sich einer in Wohlstands-Langeweile begründeten Midlife-Crisis hinzugeben zu können, wie der Protagonist Henry Preston Standish. Er fährt mit ein paar weiteren Touristen auf einem Frachtschiff mit und fällt im Laufe der Reise buchstäblich aus dem Leben ins weite Meer. Trotz der beklemmenden Lage verliert das Buch niemals Contenance, Empathie und Ironie. Ein Buch, das die leidenschaftliche Buchgestaltung des Mare Verlags verdient hat und einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommt.

Ich bin sehr angetan von diesem schwarzhumorigen Kammerspiel im Pazifischen Ozean! Wahrscheinlich hatten in den 1930er Jahren nicht viele Menschen den Luxus, sich einer in Wohlstands-Langeweile begründeten Midlife-Crisis hinzugeben zu können, wie der Protagonist Henry Preston Standish. Er fährt mit ein paar weiteren Touristen auf einem Frachtschiff mit und fällt im Laufe der Reise buchstäblich aus dem Leben ins weite Meer. Trotz der beklemmenden Lage verliert das Buch niemals Contenance, Empathie und Ironie. Ein Buch, das die leidenschaftliche Buchgestaltung des Mare Verlags verdient hat und einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommt.
4

Mann über Bord, oder besser Gentleman über Bord, das ist ein feiner Unterschied. Kleine Perle, 1937 erschienen, vergessen und jetzt wieder entdeckt. Lesenswert

5

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

In “Gentleman über Bord” erzählt Herbert Clyde Lewis die Geschichte von Henry Preston Standish, einem New Yorker Börsenmakler, der unbemerkt vom Schiff Arabella in den Pazifik fällt. Während das Schiff weiterfährt, bleibt Standish allein im weiten Ozean zurück. Der gesamte Roman spielt sich auf dem Meer ab. Einerseits erleben die Leser:innen, wie Standish die Stunden im Wasser verbringt. In Rückblicken und kurzen Episoden wird sein bisheriges Leben und sein Charakter beleuchtet. Zudem wird geschildert, was sich an Bord der Arabella ereignet hat, bevor Standish ins Wasser fiel. Die Besatzung des Schiffes, der Kapitän, der erste Offizier und die wenigen anderen Passagiere, die hauptsächlich auf einem Frachtschiff reisen, spiegeln die amerikanische Gesellschaft der 1930er Jahre wider. Der Schreibstil von Lewis ist angenehm und passt hervorragend zur Geschichte. Die klaren, kurzen Sätze vermitteln die Situation auf dem Meer und an Bord des Schiffes eindrucksvoll. Es fiel mir leicht, nachzuvollziehen, was Standish mitten im Meer erlebt, fühlt und denkt. Ich fühlte mit ihm und es war schwer auszuhalten, wie sich Hoffnung und Verzweiflung abwechseln. Zum Glück wuchs mir Standish als Charakter nicht zu sehr ans Herz, sodass ich dennoch eine gewisse Distanz wahren konnte. Je mehr ich las, desto mehr wollte ich wissen, was mit Standish passieren würde. Ich hoffte auf seine Rettung. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Es zeigt die Arabella, wie sie sich in Richtung der aufgehenden Sonne von Standish entfernt. Der graue Einband spiegelt die ausweglose Situation von Standish wider. Ich fand “Gentleman über Bord” spannend und habe es in kurzer Zeit gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, was mit dem Protagonisten geschehen würde. Besonders gefiel mir, wie Lewis die Gedankenwelt eines Menschen in einer Notsituation darstellt und diese in Bezug zu seinem Lebenshintergrund aufbaut. Diese Geschichte führt einem vor Augen, wie kostbar das eigene Leben ist und wie schnell es vorbei sein kann.

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung
5

Sehr interessanter, gut zu lesender schreibstil

Man fiebert mit Mr. Standish mit, bis zum Schluss. Toller, lesenswerter Roman

4

Schon der Beginn klingt vielversprechend: „Als Henry Preston Standish kopfüber in den Pazifischen Ozean fiel, ging am östlichen Horizont gerade die Sonne auf.“ (S. 9). Die Handlung beschreibt sowohl wie es zu dem Unglück kam, Standishs Gedanken auf dem Meer treibend und die (Reaktion der) anderen Passagiere. Ich fand es aufgrund des ironischen und teilweise witzigen Stils lesenswert. Ein bisschen wiegt dieser Stil den Leser zu sehr in Sicherheit

5

Tragisch und ein bisschen skurril. Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich ab. Und wieder mal das Fazit, wie man sein Leben gelebt hat und wie es anders hätte sein können. Regt schon sehr zum Nachdenken an.

5

Ein sehr gelungenes Buch, das ich in einem Rutsch durchlas 👌

4

Feinsinniger Roman aus dem Jahr 1937. Der eher melancholische und ruhige Erzählstil besticht durch seinen feinen Humor und seiner intensiven Betrachtungsweise.

4

Eine Reise

Ein Mann fällt auf einer Schiffsreise über Bord – und niemand bemerkt es. In der endlosen Weite des Ozeans kämpft er mit seinen Gedanken, seiner Angst und seiner Hoffnung. Die Geschichte ist schlicht, aber sehr eindringlich. Sie zeigt, wie klein und verletzlich ein Mensch im Angesicht der Natur ist.

4.5

Das Buch war ganz schnell zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte ob der Gentleman gerettet wird oder nicht. Es war ein sehr ruhiges und angenehmes Buch.

4.5

Diese Erzählung wurde euch eahrscheinlich schon häufig empfohlen und ihr könnt es vielleicht nicht mehr hören/lesen, aber tut es. Ehrlich! Lest dieses Buch!

"Mann über Bord!", schrie Standish. [...] Die Arabella indes blieb taub, während sie weiter ihren Kurs verfolgte. Henry Preston Standish ist Börsenmakler, Mitte dreißig und Vater von zwei Kindern. Eines Tages überkommt ihn ein Gefühl der Unruhe. Fortan kann er weder arbeiten noch seinen Alltag leben. Er begibt sich deshalb auf eine Reise, die ihn unter anderem auf die Arabella bringt. Dort verbringt er fast zwei wundervolle Wochen, bis er an Tag dreizehn durch ein Unglück über Bord geht - mitten im Pazifik. In den folgenden Stunden rekapituliert er sein Leben, seine letzten Tage und das soziale Gefüge um ihn herum, während er sich über Wasser hält und jederzeit damit rechnet, dass die Arabella umkehrt, da sein Fehlen längst hätte bemerkt werden müssen. Das Büchlein liest sich flott und schön. Als Leser:in hofft mensch permanent mit Standish mit. Schwankt mit ihm durch sämtliche Gemütszustände und möchte ihm selbst einen Rettungsring zuwerfen.

Diese Erzählung wurde euch eahrscheinlich schon häufig empfohlen und ihr könnt es vielleicht nicht mehr hören/lesen, aber tut es. Ehrlich! Lest dieses Buch!
4

Gedankenwelten der Gesellschaft

Ein Mann geht über Bord eines Schiffes. Simple, kurz und doch ein ausgesprochen feines Buch. Welche Gedanken hat man, wenn man alleine auf dem Meer treibt? Werden die Menschen bemerken, wenn man verschwindet? Was denken die anderen über einen, wenn man plötzlich weg ist? Die Gedankengänge und Geschehnisse werden in einer ernsten und doch humoristische Art geschildert. Trotz der einfachen Handlung ist das Buch nicht langweilig.

3.5

Tragische Kurzgeschichte, kurzweilige und trotz der Tragik spannend und leicht lesbar, erzählt, nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Geschichte läd zum Nachdenken ein, manches wird im Nachwort aufgegriffen und weiter geführt. ABER mir war es etwas oberflächlich, emotionslos. Nett zu lesen, aber nicht so tiefsinnig wie erwartet.

3.5

Eine Komödie in der tieferes steckt - laut Nachwort

Das Nachwort fand ich sehr interessant - was man nicht alles so in einer Geschichte "lesen" kann 😯 Leider fand ich es weder lustig (obwohl ich die witzigen Stellen als solche durchaus erkannte), noch irgendwie tragisch oder dergleichen. Es war eine nette Geschichte, mit einem interessanten Nachwort. Hat sich für mich aber insgesamt nicht gelohnt.

4

Ein kurzes, nur knapp über 160 Seiten langes Buch aus den 1930er Jahren, das sehr auf den Punkt geschrieben wurde. Standish, der Protagonist, fällt ins Meer und ist zunächst einmal darüber pikiert, dass ihm sowas passiert. Erst später erkennt er den Ernst der Lage. In kurzen Kapiteln erfährt der Leser, was ihn auf diese Reise gebracht hat, was für Mitreisende er hat und warum ihn niemand vermisst. Und er schwankt zwischen Empörung, Hoffnung, Verzweiflung, Fatalismus und blickt auf sein Leben und auf seine Familie zurück. Ein sehr gelungen komponiertes Buch. Poetisch, ernst aber auch komisch. Sehr schöne Wiederentdeckung des mare Verlags.

2

Gute Idee, aber vorhersehbar und oft fand ich Gedanken/Handlung merkwürdig!

Ja, Standish ist ein Gentleman, besonders erzogen, aber niemand verzichtet in dieser Situation auf einen Hilfeschrei, nur weil es sich "nicht geziemt". Als das Schiff außer Reichweite war und die Koordinaten genannt wurden, war für mich klar: Das Ding ist durch! Natürlich weiß ich nicht, was man im Todeskampf denkt, aber auch hier fand ich es sehr unsinnig, plötzlich davon zu sprechen, das die Todesgöttinnen sich gegen ihn verschworen und sein Leid von Anfang an geplant haben. Die Lücke, die Standish hinterlässt, könne von niemandem gefüllt werden. Also selbst im Tod sind die anderen Schuld und er ist ein Opfer und unersetzlich. So was denkt doch auch niemand: Wer wird meinen Platz im Club einnehmen und welchen Mann wird sich meine Frau an meiner Statt holen? Mitfiebern, Leiden und Hoffen konnte ich hier gar nicht. Ne, das war nichts für mich.

4

Kurz, unaufgeregt, komisch, tragisch - schön geschrieben, man kommt schnell durch und wird, trotz der Kürze des Buches, total mitgerissen und hat bis zum Ende einen Funken Hoffnung für Mr. Standish.

5

Mitgefiebert, mitgelitten, mitgestaunt!

Mitgefiebert, mitgelitten, mitgestaunt!
5

Unbeschreiblich gut und auf den Punkt gebracht. Hat mich zu Tränen gerührt.

3

Unsicher ob da etwas an Genialität an mir vorbeigegangen ist aber der starke Ichbezug und die Watzlawikschen Irrungen haben mich nicht wirklich abgeholt (so wie die Arabella den Protagonisten? Vielleicht ist darin die Metaebene?)

5

Ein wunderbar komponiertes Meisterwerk

Gleich vorweg: Ich liebe, liebe, liebe, alles an diesem Buch. Angefangen vom Leineneinband mit dem wunderschönen Schuber, dem kleinen passenden Titelbild und Schrift, dem pinken Lesebändchen und der Haptik der Seiten. Die Übersetzung von Klaus Bonn ist wunderbar und der Inhalt haut mich aus den Schuhen. Henry Preston Standish befindet sich genau 12° nördlicher Breite und 108° westlicher Länge im pazifischen Ozean als er von Bord der „Arabella“ geht. Kopfüber und ohne Absicht. Es ist genau 5:23 Uhr! Den Sonnenaufgang wollte er beobachten, doch ein Ölfleck kam ihm dabei in die Quere. Auf dem Schiff merkt es niemand und es vergehen viele Stunden bis man auf sein Fehlen aufmerksam wird. Derweil schwimmt der wohlsituierte New Yorker Geschäftsman in den unendlichen Weiten des Ozeans und ist sich sicher, dass seine Rettung naht. Stunde um Stunde vergehen und wir sind bei ihm, helfen ihm beim Überleben, denken mit ihm nach und hadern mit dem Schicksal. Und natürlich hoffen auch wir mit ihm auf Rettung. Standish malt sich aus, wie er den Leuten die heldenhafte Geschichte seines Überlebens erzählen wird. Und obwohl er sich erst für seinen Sturz und seine blau gelb gestreifte Unterkleidung schämt, wird ihm Stunde um Stunde vieles gleich gültiger und in der Relationen zu seiner Situation unbedeutend. Das ist so meisterhaft erzählt, dass ich als Leserin mit ihm litt und überlegte, wie ich reagieren würde. Ein kleiner Fehltritt und uns wird Leben und Tod vor Augen geführt. Natürlich erfahren wir auch, was auf der „Arabella“ zwischenzeitlich passiert. Der Singsang der Sprache fühlt sich an, wie Honig. auch die Bilder und die Beschreibung des Meeres, der Sonne war so sinnlich und fein, dass eine Identifikation mit Standish nicht schwer fiel. Es hat so viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ein virtuos komponiertes Meisterwerk. Lange Zeit war dieses Stück Literatur aus unserem Sichtfeld verschwunden. 1937 wurde es geschrieben. Würdigen tun wir es erst heute. Für mich ist es ein absolutes Lebens Highlight.

3.5

Ich hatte mir mehr davon erwartet.

4

Trotz wenig Handlung keine Langeweile

Ein Mann fällt ins Meer. Das ist die Geschichte und arg mehr gibt es nicht zu erzählen. Trotzdem zieht die Geschichte einen in ihren Bann, man ahnt das Ende bereits und verschlingt trotzdem jede Seite. Toll!

4

Eine ungewöhnliche Geschichte, kurz und pointiert erzählt, mit jede Menge Tiefgang. Mir hat Idee und Umsetzung gut gefallen.

5

ZWISCHEN HOFFNUNG UND VERZWEIFLUNG

In “Gentleman über Bord” erzählt Herbert Clyde Lewis die Geschichte von Henry Preston Standish, einem New Yorker Börsenmakler, der unbemerkt vom Schiff Arabella in den Pazifik fällt. Während das Schiff weiterfährt, bleibt Standish allein im weiten Ozean zurück. Der gesamte Roman spielt sich auf dem Meer ab. Einerseits erleben die Leser:innen, wie Standish die Stunden im Wasser verbringt. In Rückblicken und kurzen Episoden wird sein bisheriges Leben und sein Charakter beleuchtet. Zudem wird geschildert, was sich an Bord der Arabella ereignet hat, bevor Standish ins Wasser fiel. Die Besatzung des Schiffes, der Kapitän, der erste Offizier und die wenigen anderen Passagiere, die hauptsächlich auf einem Frachtschiff reisen, spiegeln die amerikanische Gesellschaft der 1930er Jahre wider. Der Schreibstil von Lewis ist angenehm und passt hervorragend zur Geschichte. Die klaren, kurzen Sätze vermitteln die Situation auf dem Meer und an Bord des Schiffes eindrucksvoll. Es fiel mir leicht, nachzuvollziehen, was Standish mitten im Meer erlebt, fühlt und denkt. Ich fühlte mit ihm und es war schwer auszuhalten, wie sich Hoffnung und Verzweiflung abwechseln. Zum Glück wuchs mir Standish als Charakter nicht zu sehr ans Herz, sodass ich dennoch eine gewisse Distanz wahren konnte. Je mehr ich las, desto mehr wollte ich wissen, was mit Standish passieren würde. Ich hoffte auf seine Rettung. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Es zeigt die Arabella, wie sie sich in Richtung der aufgehenden Sonne von Standish entfernt. Der graue Einband spiegelt die ausweglose Situation von Standish wider. Ich fand “Gentleman über Bord” spannend und habe es in kurzer Zeit gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, was mit dem Protagonisten geschehen würde. Besonders gefiel mir, wie Lewis die Gedankenwelt eines Menschen in einer Notsituation darstellt und diese in Bezug zu seinem Lebenshintergrund aufbaut. Diese Geschichte führt einem vor Augen, wie kostbar das eigene Leben ist und wie schnell es vorbei sein kann.

5

Ganz große Literatur. Auf wenig Seiten wird hier eine ganz große Geschichte erzählt. Eine Mischung aus Tragik und Humor, die ich so selten gelesen habe. Ich bin unglaublich begeistert von diesem Buch.

3.5

Tragische Kurzgeschichte, kurzweilige und trotz der Tragik spannend und leicht lesbar erzählt, nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Geschichte läd zum Nachdenken ein, manches wird im Nachwort aufgegriffen und weiter geführt. ABER mir war es etwas oberflächlich, emotionslos. Nett zu lesen, aber nicht so tiefsinnig wie erwartet.

4.5

Ein gleichnishafter kleiner Literaturhappen über ein verfehltes Leben, der an einem Nachmittag genossen werden kann. Hat der mare-Verlag eigentlich schon mal ein schlechtes Buch veröffentlicht.

4

Das Buch hat mir gut gefallen - einziger Negativpunkt war für mich, wie jeder an Bord so völlig selbstverständlich davon ausging, dass er Selbstmord begangen hat?! Niemand kam auch nur auf die Idee eines Unfalls?! Das fand ich dann doch verwirrend und anmaßend.

4

Die Kontrolle zu verlieren, nicht mehr selbst die Geschehnisse lenken zu können, ist wohl für sehr viele Menschen keine schöne Vorstellung. Und in diesem kurzen, sehr dichten Büchlein begleiten wir den Protagonisten in einer Extremsituation, die ihn zu einem Spielball und abhängig von den Elementen und Entscheidungen anderer Menschen macht. Richtig stark sind die Perspektivenwechsel, die Einblicke in Gesellschaft und Gedanken geben. Und tatsächlich bleibt es spannend bis zum Schluss, ich habe regelrecht mitgelitten und mitgehofft. Tolle Neuentdeckung (Erstausgabe 1937), klare Empfehlung!

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