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Bartleby, The Scrivener

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About the book

"Bartleby, the Scrivener: A Story of Wall Street" is a short story by the American writer Herman Melville, first serialized anonymously in two parts in the November and December 1853 issues of Putnam's Magazine, and reprinted with minor textual alterations in his The Piazza Tales in 1856. A Wall Street lawyer hires a new clerk who, after an initial bout of hard work, refuses to make copy and any other task required of him, with the words "I would prefer not to". Numerous essays have been published on what, according to scholar Robert Milder, "is unquestionably the masterpiece of the short fiction" in the Melville canon. Melville's major source for the story was an advertisement for a new book, The Lawyer's Story, printed in both the Tribune and the Times for 18 February 1853. The book was published anonymously later that year but in fact was written by popular novelist James A. Maitland. This advertisement included the complete first chapter, which had the following opening sentence: "In the summer of 1843, having an extraordinary quantity of deeds to copy, I engaged, temporarily, an extra copying clerk, who interested me considerably, in consequence of his modest, quiet, gentlemanly demeanor, and his intense application to his duties". Melville biographer Hershel Parker points out that nothing else in the chapter besides this "remarkably evocative sentence" was "notable".[3] Critic Andrew Knighton notes the debt of the story to an obscure work from 1846, Robert Grant White's Law and Laziness: or, Students at Law of Leisure. This source contains one scene and many characters — including an idle scrivener — that appear to have influenced Melville's narrative.[4] Melville may have written the story as an emotional response to the bad reviews garnered by Pierre, his preceding novel. Christopher Sten suggests that Melville found inspiration in Ralph Waldo Emerson's essays, particularly "The Transcendentalist" which shows parallels to "Bartleby". Bartleby is a scrivener—a kind of clerk or a copyist—"who obstinately refuses to go on doing the sort of writing demanded of him". During the spring of 1851, Melville felt similarly about his work on Moby Dick. Thus, Bartleby may represent Melville's frustration with his own situation as a writer, and the story itself is "about a writer who forsakes conventional modes because of an irresistible preoccupation with the most baffling philosophical questions".[7] Bartleby may also be seen to represent Melville's relation to his commercial, democratic society.[8 Melville made an allusion to the John C. Colt case in this short story. The narrator restrains his anger toward Bartleby, his unrelentingly difficult employee, by reflecting upon "the tragedy of the unfortunate Adams and the still more unfortunate Colt and how poor Colt, being dreadfully incensed by Adams [...] was unawares hurled into his fatal act".

Editions (25)

ISBN9781774413227
PublisherBinker North
Publication Date11/01/53
Pages50

Reviews & Ratings

93 ratings

21 reviews

4.0

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  • gidiorr
    gidiorr

    53 Followers

    5.0

    ★★★★★ (5/5)

    Bartleby, der Schreiber ist eine dieser Erzählungen, die sich jeder eindeutigen Deutung entziehen – und gerade darin ihre Stärke haben. Äußerlich geschieht wenig: Ein Anwalt stellt einen neuen Schreiber ein, dieser arbeitet zunächst, verweigert dann zunehmend jede Tätigkeit und zieht sich schließlich vollständig aus der Welt zurück. Doch diese Schlichtheit ist trügerisch. Bartlebys berühmter Satz – „Ich ziehe vor, lieber nicht…“ – ist kein Protest, keine Rebellion, nicht einmal ein klares Nein. Er ist höflich, ruhig, fast harmlos formuliert und wirkt doch zerstörerisch auf jede Form von Ordnung. Bartleby argumentiert nicht, erklärt sich nicht, rechtfertigt nichts. Er entzieht sich. Und genau das macht ihn so beunruhigend. Besonders interessant ist dabei weniger Bartleby selbst als der Erzähler: ein liberaler, scheinbar humaner Anwalt, der helfen möchte, solange Hilfe kontrollierbar bleibt. Seine Toleranz endet dort, wo Bartleby sich nicht mehr einordnen lässt. Melville zeigt damit sehr präzise die Grenzen eines Humanismus, der auf Funktionalität beruht. Die Atmosphäre der Erzählung ist kalt, statisch, von Mauern, Paravents und Blicken ins Leere geprägt. Alles wirkt abgeschlossen, ohne Ausweg. Bartleby erscheint weniger als psychologisch erklärbare Figur, sondern eher als Störung im System – fast wie eine existenzielle Leerstelle. Das Werk gibt keine Antworten und bietet keinen Trost. Es erklärt Bartleby nicht, sondern lässt ihn stehen. Gerade dadurch entfaltet der Text eine nachhaltige Wirkung. Man legt ihn aus der Hand, ohne wirklich sagen zu können, worum es ging – aber mit dem Gefühl, dass etwas Wesentliches berührt wurde.

    ★★★★★ (5/5)

    Dec 27, 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Followers

    5.0

    "Ich möchte lieber nicht!

    Die sehr kurze aber nicht weniger eindrucksvolle Erzählung des inzwischen berühmten Autoren Herman Melville, besticht durch ihre Einfachheit und gleichzeitige schonungslose Konsequenz. Wir haben es hier mit einer Person zu tun, die sich nach und nach komplett verweigert, Bartleby, der Schreiber. Diesem Menschen zu begegnen, ist so überaus dramatisch, dass es tief in uns wehtun muss. Erzählt wird die Geschichte aber aus der ersten Person von einem Notar, bei dem Bartleby angestellt ist. Aus dieser Perspektive heraus wird der Leser mit der typischen Reaktion konfrontiert, welche ein Verhalten der Verweigerung mit seinen Mitmenschen macht. Dem überaus mitfühlenden und verantwortungsbewussten Erzähler und somit auch uns wird so ein Spiegel vorgehalten, der eindringlicher nicht sein könnte. Das Bemerkenswerte an dieser Geschichte liegt nach meinem Eindruck an der Einfachheit, an der schieren Reinheit, die keine Ausschmückung bedarf, uns aber dadurch direkt ins Herz trifft und eine Fülle an Emotionen, aber auch Gedanken auszulösen vermag. Dieses Buch kann wohl niemanden kalt lassen. Der inzwischen über 170 Jahre alten Geschichte, erst letztes Jahr von Karl-Heinz Ott neu übersetzt liegt in meiner Ausgabe ein überaus interessanter Anhang über die Bedeutung und die Reaktionen aus der Literatur und Politik bei, die wieder genau dies tut, zu dokumentieren, wie Gesellschaft von damals bis zum heutigen Tag auf das Phänomen der Verweigerung reagiert und so diesem alten Werk eine ungeahnte Lebendigkeit einhaucht. Für mich ein überaus tiefes Erlebnis, welches ich jedem ans Herz lege, der wissen will, was uns Menschen motiviert, etwas zu tun und was wir tun oder lassen können/müssen, wenn es sich dauerhaft nicht richtig anfühlt.

    Feb 28, 2026

  • carsten
    carsten

    95 Followers

    5.0

    "Ich würde vorziehen, das nicht zu tun." Immer mal wieder! Ein Lieblingsbuch.

    May 28, 2026

3 of 21 reviews

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