NATIONAL BESTSELLER ● READ WITH JENNA BOOK CLUB PICK AS FEATURED ON TODAY ● From Laila Lalami—the Pulitzer Prize and National Book Award finalist and a “maestra of literary fiction” (NPR)—comes a riveting and utterly original novel about one woman’s fight for freedom, set in a near future where even dreams are under surveillance.
Sara has just landed at LAX, returning home from a conference abroad, when agents from the Risk Assessment Administration pull her aside and inform her that she will soon commit a crime. Using data from her dreams, the RAA’s algorithm has determined that she is at imminent risk of harming the person she loves most: her husband. For his safety, she must be kept under observation for twenty-one days.
The agents transfer Sara to a retention center, where she is held with other dreamers, all of them women trying to prove their innocence from different crimes. With every deviation from the strict and ever-shifting rules of the facility, their stay is extended. Months pass and Sara seems no closer to release. Then one day, a new resident arrives, disrupting the order of the facility and leading Sara on a collision course with the very companies that have deprived her of her freedom.
Eerie, urgent, and ceaselessly clear-eyed, The Dream Hotel artfully explores the seductive nature of technology, which puts us in shackles even as it makes our lives easier. Lalami asks how much of ourselves must remain private if we are to remain free, and whether even the most invasive forms of surveillance can ever capture who we really are.
Beklemmend, beunruhigend und sehr eindringlich.
Der Roman The Dream Hotel von Laila Lalami ist eine zutiefst beklemmende und zugleich erschreckend real wirkende Dystopie, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Im Mittelpunkt steht Sara Hussein, eine Archivarin, Histrikerin und Mutter, die nach einer Reise bei der Einreise in die USA festgesetzt wird.
Der Grund ist kein begangenes Verbrechen, sondern eine Prognose: Ein staatlich eingesetzter Algorithmus hat ihre Träume analysiert und darin ein angebliches Gewaltpotenzial erkannt. Auf dieser Grundlage wird sie in ein sogenanntes „Retention Center“ gebracht – eine Einrichtung, die offiziell der Prävention dient, tatsächlich aber wie ein Gefängnis funktioniert.
Der Roman schildert eindringlich, wie Sara in diesem System aus Überwachung, Datenauswertung und undurchsichtiger Bürokratie gefangen ist. Sie versucht verzweifelt zu verstehen, wie ein Traum – etwas Unkontrollierbares, Intimes – als Beweis gegen sie verwendet werden kann.
Während sie auf eine Neubewertung ihres Falls wartet, begegnet sie anderen Frauen, die aus ähnlich abstrusen Gründen interniert wurden. Durch diese Begegnungen wird deutlich, dass das System nicht einzelne Ausnahmen betrifft, sondern strukturell auf Kontrolle und Machterhalt ausgelegt ist.
Besonders eindrucksvoll ist, wie nüchtern und beinahe sachlich die Behörden argumentieren – immer im Namen der Sicherheit, immer gestützt auf Daten.
Gerade diese Kälte macht die Geschichte so unglaublich beunruhigend.
Sara ist keine Heldin im klassischen Sinn, sondern eine realistische Figur mit Ängsten, Zweifeln und wachsender Wut. Ihre Sorge um ihre Familie, ihre Ohnmacht gegenüber der algorithmischen Entscheidung und ihr langsames Begreifen der Tragweite dieser Technologie machen die Handlung intensiv und greifbar. Die Vorstellung, dass nicht Taten, sondern Wahrscheinlichkeiten bestraft werden, wirkt erschreckend plausibel, weil sie sich konsequent aus heutigen Entwicklungen rund um Big Data und Predictive Policing ableitet.
Genau darin liegt die enorme Stärke des Romans: Er fühlt sich nicht wie ferne Science-Fiction an, sondern wie eine mögliche nächste Stufe unserer Gegenwart.
Besonders begeistert hat mich, wie dicht die Atmosphäre ist. Es gibt keine lauten Actionmomente, sondern eine stetige, wachsende Beklemmung. Die Enge des Retention Centers, die permanente Beobachtung, die scheinbar objektiven, aber unmenschlichen Bewertungen – all das erzeugt ein Gefühl von Ausgeliefertsein, das lange nachwirkt. Gleichzeitig ist der Text präzise und klar erzählt, ohne pathetisch zu werden. Diese Zurückhaltung verstärkt die Wirkung nur noch mehr.
The Dream Hotel ist damit nicht nur spannend, sondern zutiefst verstörend. Der Roman stellt die Frage, wem unsere Daten gehören und was geschieht, wenn Algorithmen über Freiheit entscheiden. Er wirkt so real, dass man sich beim Lesen unwillkürlich fragt, wie weit wir von einer solchen Realität tatsächlich entfernt sind. Ein eindringliches, klug konstruiertes und unglaublich beunruhigendes Buch, das mich gleichermaßen fasziniert und erschüttert hat
Mar 3, 2026
5.0
Beklemmend, beunruhigend und sehr eindringlich.
Der Roman The Dream Hotel von Laila Lalami ist eine zutiefst beklemmende und zugleich erschreckend real wirkende Dystopie, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Im Mittelpunkt steht Sara Hussein, eine Archivarin, Histrikerin und Mutter, die nach einer Reise bei der Einreise in die USA festgesetzt wird.
Der Grund ist kein begangenes Verbrechen, sondern eine Prognose: Ein staatlich eingesetzter Algorithmus hat ihre Träume analysiert und darin ein angebliches Gewaltpotenzial erkannt. Auf dieser Grundlage wird sie in ein sogenanntes „Retention Center“ gebracht – eine Einrichtung, die offiziell der Prävention dient, tatsächlich aber wie ein Gefängnis funktioniert.
Der Roman schildert eindringlich, wie Sara in diesem System aus Überwachung, Datenauswertung und undurchsichtiger Bürokratie gefangen ist. Sie versucht verzweifelt zu verstehen, wie ein Traum – etwas Unkontrollierbares, Intimes – als Beweis gegen sie verwendet werden kann.
Während sie auf eine Neubewertung ihres Falls wartet, begegnet sie anderen Frauen, die aus ähnlich abstrusen Gründen interniert wurden. Durch diese Begegnungen wird deutlich, dass das System nicht einzelne Ausnahmen betrifft, sondern strukturell auf Kontrolle und Machterhalt ausgelegt ist.
Besonders eindrucksvoll ist, wie nüchtern und beinahe sachlich die Behörden argumentieren – immer im Namen der Sicherheit, immer gestützt auf Daten.
Gerade diese Kälte macht die Geschichte so unglaublich beunruhigend.
Sara ist keine Heldin im klassischen Sinn, sondern eine realistische Figur mit Ängsten, Zweifeln und wachsender Wut. Ihre Sorge um ihre Familie, ihre Ohnmacht gegenüber der algorithmischen Entscheidung und ihr langsames Begreifen der Tragweite dieser Technologie machen die Handlung intensiv und greifbar. Die Vorstellung, dass nicht Taten, sondern Wahrscheinlichkeiten bestraft werden, wirkt erschreckend plausibel, weil sie sich konsequent aus heutigen Entwicklungen rund um Big Data und Predictive Policing ableitet.
Genau darin liegt die enorme Stärke des Romans: Er fühlt sich nicht wie ferne Science-Fiction an, sondern wie eine mögliche nächste Stufe unserer Gegenwart.
Besonders begeistert hat mich, wie dicht die Atmosphäre ist. Es gibt keine lauten Actionmomente, sondern eine stetige, wachsende Beklemmung. Die Enge des Retention Centers, die permanente Beobachtung, die scheinbar objektiven, aber unmenschlichen Bewertungen – all das erzeugt ein Gefühl von Ausgeliefertsein, das lange nachwirkt. Gleichzeitig ist der Text präzise und klar erzählt, ohne pathetisch zu werden. Diese Zurückhaltung verstärkt die Wirkung nur noch mehr.
The Dream Hotel ist damit nicht nur spannend, sondern zutiefst verstörend. Der Roman stellt die Frage, wem unsere Daten gehören und was geschieht, wenn Algorithmen über Freiheit entscheiden. Er wirkt so real, dass man sich beim Lesen unwillkürlich fragt, wie weit wir von einer solchen Realität tatsächlich entfernt sind. Ein eindringliches, klug konstruiertes und unglaublich beunruhigendes Buch, das mich gleichermaßen fasziniert und erschüttert hat