Wildhof

Wildhof

Hardback
4.2100

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Description

Selbstmitleid ist Lina fremd, denn sie hat reichlich Humor. Doch woher all die Wut kommt, die mitunter aus ihr herausbricht? Sie scheint dann ganz außer sich, völlig daneben. Weil wohl einfach zu viel zusammengekommen ist. Kein kleines Familiendrama, ein großes. Ihre Zwillingsschwester Luise ist spurlos verschwunden. Vor Jahren. Schon lange lebt Lina deshalb nicht mehr in Wildhof. Jetzt aber muss sie dorthin zurückkehren, um aufzuräumen, nachzuforschen, zu begraben und abzuschließen. Gut dreißigjährig und frisch verwaist sucht sie nun einen Käufer für das Elternhaus und findet wieder, was auf immer versunken schien. Auch endlich eine Spur. Denn Luise hat ihr einen Wegweiser hinterlassen … In einer Gegenwart, in der sie gehalten wird vom durchsonnten Wald und von alten Freundschaften, kratzt Lina beidhändig die vermooste Vergangenheit frei. Und damit ihre eigene Zukunft. Ein sinnliches Buch, voller Gefühle, Gerüche und Geräusche, angespannt und spannend bis zum Schluss.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
208
Price
22.70 €

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
N/A
N/A
91%
79%
80%
94%
N/A
N/A
72%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
N/A
N/A
N/A
95%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Poetisch (100%)

Posts

26
All
4.5

"Aber Worte sind manchmal auch nur ein zerfasertes Seil, das jemand vor Jahren an einer besonders gefährlichen Stelle angebracht hat, damit andere sich daran festhalten können und nicht abstürzen. Und Lina ist längst abgestürzt." Lina kehrt nach langer Zeit in ihr verlassenen Elternhaus zurück. Die Eltern sind gerade gemeinsam bei einem Autounfall gestorben. Doch das ist nicht Linas eigentliches Trauma, sondern die Erinnerungen die auf sie einstürzen, weil alles im Haus sie an ihre Zwillingsschwester erinnert. Luise, die mit dreizehn Jahren plötzlich verschwandt. Da ist ein alter Ball, der immernoch im Garten am Holzkreuz liegt, die Kuckucksuhr, von der sie noch jeden Ton kennt und den kleinen Vogel genau beschreiben könnte und der alte Schaukelstuhl aus Ratan, der auf dem Balkon ihres Zimmers steht. "Die knarzende Treppe, die klappernden Fensterläden, die tschilpenden Vögel, alles für immer eingeschrieben auf der Plylist ihres Lebens, lang nicht mehr abgespielt, und trotzdem kennt sie alles ganz genau..." Lina raucht viel, während sie versucht die Beerdigung ihrer Eltern zu organisieren, das Haus aufzuräumen und zu verkaufen und nicht durchzudrehen vor lauter Erinnerungen, Gerüchen und Geschichten die ihr wieder einfallen. An eine glückliche, fröhliche Kindheit, ihre mutige, lustige Schwester und wohin diese wohl verschwunden ist. Mich hat das Buch sehr begeistert. Mit seinen atmosphärischen Beschreibungen habe ich förmlich den Wald gerochen, den Regen gespürt und ich habe das Reh gesehen, das sonst nur die Zwillinge sehen konnten. Die Sprache ist eindringlich, mal frech, mal poetisch, mal mystisch, aber immer fesselnder werdend zum Finale hin. Es sind aber auch solche Sätze die mich zum Schmunzeln bringen und im nächsten Moment zum Nachdenken, wie dieser: " Junge Frau beim Einkaufen, ohne Datum, Biomasse auf Gebein, unbekannte Künstlerin." Große Leseempfehlung!

4

Eva Strassers Debütroman in wenigen Worten: cool, aufwühlend, melancholisch und spannend. Trotz des teilweise heftigen Plots behält die Geschichte eine Leichtigkeit, welche die Tiefe und Bedeutung bestimmter Themen gekonnt unterstreicht. Das Ende in dieser Form hätte es für mich nicht gebraucht und auch die mystischen Elemente waren mir teilweise ein wenig zu viel. Das Gute jedoch - beides passt zur Geschichte und trägt noch mehr zur Besonderheit des Romans bei. Dadurch, dass ich die Autorin auf einer Lesung persönlich kennenlernen durfte werde ich den Roman neben der bildlichen und sinnlichen Sprache noch lange in Erinnerung behalten. Gibt es Bücher, die dir nicht aus dem Kopf gehen?

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5

„So ist das nun mal mit der Vergangenheit. Springt einen an wie ein hechelnder Hund, schmeißt einen in den Graben, das war keine Absicht, die macht nichts, die will nur spielen, so ist sie halt, ungestüm und wild, und will überall dabei sein, ist immer auf der Suche, obwohl sie im Heute nichts verloren hat.“ Die fast dreißigjährige Lina kehrt zurück in ihren Heimatort Wildhof im Schwarzwald. Sie muss sich um einen Käufer für das Elternhaus und die Beerdigung der Eltern kümmern. Schon lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat. Zu schmerzlich war der Verlust ihrer Zwillingsschwester Luise. Sie will schnell wieder weg, doch trifft sie auf alte Freunde und findet eine neue Spur zu ihrer Zwillingsschwester. Ein Roman wie eine Naturgewalt, kraftvoll, tief und dann wieder zart. Lina will abschließen mit ihrer Vergangenheit, doch da sind überall diese Erinnerungen an Luise und ihre Eltern, an ein fröhliches Leben. Ihre Schwester wurde nie gefunden und das lässt Lina keine Ruhe. Sie sucht Antworten. Mal wütend, mal traurig blickt Lina auf ihr Leben zurück. Man spürt die Verzweiflung, den Schmerz, die Einsamkeit. Ihre Dämonen lassen sie nicht los, quälen sie. In der großartig erzählten Familientragödie steigert sich allmählich die Spannung, in ein für mich völlig unerwartetes Finale. Als Leser bekommt man Gänsehaut, ist völlig versunken in dieser atmosphärischen Geschichte. Ab und an reihen sich ein paar mystische Elemente in die Story ein, die wunderbar zur dunklen Atmosphäre im Schwarzwald gepasst haben. Insgesamt ein toller, sehr empfehlenswerter Roman, spannend und atmosphärisch.

4.5

Ein Buch zum durchatmen

Der Wald ist nicht gerade mein Lieblingsaufenthaltsort in der Natur. Besonders wenn er dicht ist, ist es mir zu dunkel, er riecht feucht und strahlt immer etwas Unheimliches aus. In diesem Buch habe ich ganz viel Liebe zu genau diesen Attributen entdeckt. Lina kehrt heim. Ihre Eltern sind verunglückt, und sie muss die Beerdigung regeln, das Haus verkaufen und sich den Vergangenheit stellen. Ganz aus Holz gebaut, ist es ein Ort der Liebe und der Geborgenheit gewesen, bis ihre Schwester Luisa kurz vor ihrem 13. Geburtstag verschwand. Diese Katastrophe hat die Persönlichkeiten ihrer Familie zerstört und dazu geführt, dass Lina ihrem Elternhaus den Rücken gekehrt hat. Nun sitzt sie in dem alten Gebäude zwischen guten und schlechten Erinnerungen, trifft Menschen aus der Vergangenheit und auch solche, die die Zukunft dieses Ortes bestimmen wollen. Doch der Gedanke an Luisa und ihr ungeklärtes Schicksal lässt sie nicht los. Eva Strasser hat einen sehr atmosphärischen Roman geschaffen, der mich gepackt und angenehm überrascht hat. Wir spüren die Natur des Schwarzwalds beim Lesen, intensiv mit all ihren Geräuschen und Gerüchen, ihren Farben und ihren Tücken. Wir sitzen neben Lina und sorgen uns um ihre Gefühle. Die Autorin rekonstruiert das Gewesene mit Erinnerungen und Flashbacks. Die Gegenwart bestückt sie mit mystisch magischem Realismus, der nicht zu packen ist und trotzdem selbstverständlich wirkt. Ein Element, dass mir Spaß gemacht hat, obwohl es mich grundsätzlich nicht immer erreicht. Hier passte es zur Kulisse und den Ereignissen. Die Phantasmen ergaben einen poetischen Sinn, der dem Roman einen besonderen Zauber verleiht. Die dramatischen Entwicklungen zum Schluss hätte ich nicht unbedingt gebraucht, sie stören aber auch nicht. Hervorheben möchte ich die sprachliche Vielfalt mit der Strasser arbeitet. Die Sätze sind meist kurz, aber gehaltvoll und aussagekräftig. Sie arbeitet mit Aufzählungen, mit Sätzen die ausfaden und Wiederholungen. Diese Elemente können einen Text kompliziert machen, verhalfen „Wildhof“ aber zu einer lyrischen Komposition. Die meteorologischen Ereignisse passen perfekt zu den Emotionen der Protagonistin. Ich hab das unglaublich gerne gelesen. Der Regen, das Rauschen der Bäume, das nasse Gras und die Sonne, die durch die Wolken bricht, gaben mir das Gefühl durchatmen zu können. Eine Lektüre, die ich gerne an Leser*innen weiter empfehle, die sich von der Dramatik der Natur und des Lebens gefangen nehmen lassen möchten.

3.5

"So ist das nun mal mit der Vergangenheit. Springt einen an wie ein hechelnder Hund, schmeißt einen in den Graben, das war keine Absicht, die will nur spielen, so ist sie halt, ungestüm und wild, und will überall dabei sein, ist immer auf der Suche, obwohl sie im Heute nichts verloren hat. " [S. 62] Lina kehrt nach dem Unfalltod ihrer Eltern zurück in ihr Elternhaus, um sich um alle Formalitäten zu kümmern. Dort wird sie unweigerlich mit der Vergangenheit konfrontiert, denn damals verschwand urplötzlich ihre Schwester Luise. ... Schwierig. Inhaltlich mochte ich es und mir gefiel auch die Sprache sehr, aber so richtig hat es für mich dennoch nicht gepasst. Möglicherweise weil mir Lina als Protagonistin einfach die ganze Story über unsympathisch und ihr Verhalten für mich nicht nachvollziehbar war.

4

Ein sinnliches, spannendes, atmosphärisches Buch, welches ich gerne weiterempfehle!

✨ Leseempfehlung ✨ EINE JUNGE FRAU WIRD ZUR VOLLWAISIN. WIE GEHT IHR WEG WEITER? Zwillingsbeziehung, Trauerbewältigung, Schwarzwald, Selbstfindung Autorenportrait: EVA STRASSER, aufgewachsen im Schwarzwald, studierte Philosophie sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien und an der FU Berlin, anschließend Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Sie schreibt neben Drehbüchern auch Hörspiele und Prosa. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und Hund in Berlin. Mein Leseeindruck: Ich bin euch noch den Leseeindruck zu diesem Buch schuldig: Eine junge Frau, fast dreißig, reist mit leichtem Gepäck, sie hat einen schweren Gang vor sich, sie muss das Elternhaus auflösen, ihre Eltern beerdigen und ihr Erbe antreten. Die Gefühle um ihren Heimatort belasten sie schwer, verschwand doch vor Jahren ihre Zwillingsschwester Luise. Nun kommt sie in Wildhof an und ist zunächst völligst überfahren von dem einst lustigen Leben, Erinnerungen kommen hoch, ihre alten Freundschaften, eine neue Spur zu ihrer Zwillingsschwester. Eva Strasser schreibt leidenschaftlich, sinnlich, mit mystischen Elementen, spannend, Geräusche, Gefühle und Gerüche spürbar. Gekonnt lernen wir Gegenwart und Vergangenheit Lindas kennen, tauchen ein in die Wälder des Schwarzwaldes. Kann Lina mit der Vergangenheit abschließen? Fazit: Ein sinnliches, spannendes, atmosphärisches Buch, welches ich gerne weiterempfehle!

4

Eine sperrige Protagonistin auf einer Reise in die Vergangenheit. Sprachlich toll, nur das Ende nicht meins

5

Was für eine Entdeckung! Eva Strassers Wildhof hat mich mit seiner kraftvollen, feinfühligen Sprache sofort gepackt – ein Buch voller Natur, Tiefe und Aufbruch. Für alle, die sich in der Stille des Draußen selbst begegnen wollen, eine echte Bereicherung. Vom Trauma bin hin zum Neuanfang. Dieses Buch kam für mich genau im richtigen Moment. Wahnsinn. 😍

5

Ein sehr atmosphärischer Roman darüber was in Lina vorgeht,als Sie nach dem Tod der Eltern in das Haus ihrer Kindheit zurückkehrt. Nach und nach erfahren wir in kurzen Flashbacks wie das Leben im Haus vor und nach dem verschwinden der Zwillingsschwester Luise war. Wie die Familiendynamik sich verändert hat und wie sich die lange unterdrückten Gefühle auf Lina auswirken.

5

Es gibt diese seltenen Bücher, die einen unverhofft treffen, tief berühren und lange nachhallen. „Wildhof", das beeindruckende Debüt von Eva Strasser, ist genau so ein Roman. Mit einer kunstvollen Mischung aus fein gezeichneten Emotionen, poetischer Naturbeschreibung und einer spannungsgeladenen Familiengeschichte entfaltet sich eine Erkundung von Verlust, Erinnerungen und der unaufhaltsamen Vergangenheit. Lina kehrt nach vielen Jahren in ihren Heimatort zurück, gezwungen durch einen tragischen Anlass: ihre Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das elterliche Haus, umgeben von dichtem Wald, erwartet sie mit Erinnerungen an eine Kindheit, die einst von Glück erfüllt war. Doch seit dem spurlosen Verschwinden ihrer Zwillingsschwester Luise, als beide dreizehn Jahre alt waren, liegt ein Schatten über der Familie. Zurück im Haus wird Lina unweigerlich mit der Vergangenheit konfrontiert. Alte Freunde tauchen wieder auf, Geheimnisse brechen an die Oberfläche, und die Frage, was damals wirklich mit Luise geschah, wird drängender denn je. Eva Strasser schafft es meisterhaft, mit einer atmosphärischen und bildhaften Sprache die Gefühlswelt ihrer Protagonistin spürbar zu machen. Ihre Sätze wechseln zwischen rauer Direktheit und sanfter Melancholie, genau wie die Erinnerungen, die Lina heimsuchen. Der Roman oszilliert zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Licht und Dunkel, zwischen kindlicher Freude und erwachsener Trauer. Besonders beeindruckend ist, wie die Natur – Wildhof, der Wald, das Haus – als Spiegel für Linas innere Zerrissenheit dient. „Wildhof" ist weit mehr als eine Familiengeschichte. Strasser verwebt Themen wie Verlust, Schuld und die Kraft der Erinnerung mit einer feinen Sensibilität. Die Natur spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie ist Trost und Bedrohung zugleich, ein Ort der Geborgenheit, aber auch der Geheimnisse. Freundschaft und Zusammenhalt erweisen sich als ebenso fragil wie bedeutsam, während Lina herausfindet, dass die Wahrheit oft tief verborgen liegt. Eva Strasser gelingt mit „Wildhof" ein eindrucksvolles, emotionales und spannendes Romandebüt. Die Geschichte zieht einen von der ersten Seite an in ihren Bann und hinterlässt einen mit einem Gefühl der Ehrfurcht – vor dem Leben, der Erinnerung und der Natur. Wer literarisch fein gezeichnete Geschichten mit Tiefgang liebt, sollte diesen Roman keinesfalls verpassen. Ganz große Leseempfehlung! 💛

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5

Lina ist taff, humorvoll, manchmal voller Wut und Agression. Und sie war schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr in Wildhof. Doch jetzt muss sie zurück an den Ort ihrer Kindheit, um das Haus zu verkaufen und die Eltern zu begraben. Konfrontiert mit alten Freunden, neuen Herausforderungen, aber eben auch der ganzen dunklen Vergangenheit rund um das Verschwinden Ihrer Zwillingsschwester Luise vor vielen Jahren verbringen wir mit Lina nur wenige Tage in Wildhof. Aber die haben es in sich. Eva Strasser gelingt es, die Themen Trauer, Wut, Erinnerung und Beziehungsgeflechte großartig zu beschreiben. Mal durch präzise Dialoge, mal durch intensive Naturbeschreibungen, mal durch Szenen, über die man nicht lachen will, aber unweigerlich schmunzeln muss. Alles gewürzt mit einem Spannungsbogen bis zu letzten Seite und einer Brise magischem Realismus. Der Roman wird mir sicher in Erinnerung bleiben.

3

Die ersten zwei Drittel des Romans haben mir wirklich gut gefallen – Lina als eine sehr besondere und unkonventionelle Protagonistin, das atmosphärisch dichte Setting, der subtile Spannungsaufbau und die unterschwelligen Ereignisse der Vergangenheit, die in der Gegenwart fortwirken. Doch leider wurde die Handlung gegen Ende zunehmend unglaubwürdig, was dem gesamten Roman etwas den Zauber nahm. Auch sprachlich hätten an manchen Stellen noch Feinabstimmungen vorgenommen werden können.

4

Kurz und intensiv

Eine relativ kurze Geschichte voller Emotionen in einem Setting im Schwarzwald, das sehr viel Raum für Empfindungen läßt. Ein erlebtes Trauma, der Verlust der Zwillingsschwester in der Kindheit wurde von der Hauptprotagonistin nach mehr als 20 Jahren noch nicht völlig aufgearbeitet. Jetzt sind die Eltern der Protagonistin verstorben und sie muss zurück in ihr Dorf im Schwarzwald . Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin erzählt und wechselt ständig zwischen der Echtzeit und der Vergangenheit, in der sie ständig Szenen vor Augen hat,die sie mit ihrer Schwester so erlebt hat. Der Wald und die Natur spielen in dieser Kindheit eine wesentliche Rolle. Die Beschreibungen sind sehr fühl - und erlebbar. So macht er Angst der dunkle Wald und man fühlt die Schwere und Traurigkeit aber der Wald ist auch magisch und wundervoll voller Mystik und Schönheit. Diese besondere Atmosphäre ist unglaublich gut geschrieben. Die Protagonistin muss die Beerdigung der Eltern organisieren und das Haus verkaufen, dabei muss sie sich mit den alten Bekannten aus dem Dorf auseinander setzen und mit den potenziellen Käufern, dadurch schafft sie es am Ende das Mysterium wie und warum ihre Schwester zu Tode kam aufzuklären aber dieser Twist am Ende …. Damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ich fand es sehr gut geschrieben, einige Gänsehautmomente und vor allem war es so atmosphärisch und bildhaft geschrieben. Das tolle Buchcover muss ich auch noch erwähnen, das hat mich sehr angesprochen.

4

Atmosphärischer und gefühlvoller Roman, der in der Gegenwart verweilt, mit Blick auf die Vergangenheit, um eine Zukunft zu ermöglichen.

4

Thema des Buches ist die Bewältigung der Vergangenheit. Lina ist 34 Jahre alt. Ihre Eltern Henny und Richard sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen und Lina muss in ihr Elternhaus nach Wildhof im Schwarzwald zurückkehren, um ihre Eltern zu beerdigen und das Haus zu verkaufen. Vor 16 Jahren hat sie ihr Elternhaus verlassen. Kehrte nie wieder an diesen Ort zurück, an dem kurz vor ihrem 13. Geburtstag ihre Zwillingsschwester Luise verschwand. Lina kennt kein Selbstmitleid, aber Wut. Und nun, in dem Haus im Wald, springt sie die Vergangenheit "an wie ein hechelnder Hund, schmeißt einen in den Graben". Ein atmosphärisch dichtes Buch, spannend bis zuletzt. Die Sprache so bildhaft, dass die Leserin mit im Garten, im Wald, am Fluss, am See ist und zwischendurch kurz wieder mit zum Kind wird. Obwohl das Thema des Buches kein leichtes ist, behält es doch eine Art von Leichtigkeit.

3

3,5 ⭐️Ein ambivalentes Leseerlebnis – aber definitiv eines, das nachwirkt.

Wildhof von Eva Strasser erzählt die Geschichte von Lina, die nach dem Unfalltod der Eltern nach vielen Jahren in ihren Heimatort zurückkehrt, um das alte, heruntergekommene Familienanwesen zu verkaufen. Doch die Rückkehr konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit, alten Wunden und tief verborgenen Geheimnissen. Während sie sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzt, offenbart sich nach und nach das düstere Erbe des Hauses und der Menschen, die einst dort lebten. Rezension: Eva Strassers Wildhof ist ein Buch, das mich auf eine ganz eigene Weise herausgefordert hat. Der Schreibstil ist eigenwillig, manchmal sperrig, aber definitiv unverwechselbar. Diese sprachliche Eigenheit macht das Buch interessant, hat es mir aber auch erschwert, emotional in die Geschichte einzutauchen. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung eher im Stillstand befindet. Ich wartete und wartete darauf, dass etwas Entscheidendes geschieht, dass sich ein klarer Spannungsbogen entfaltet – doch es ließ auf sich warten. Tatsächlich war ich mehrfach kurz davor zu sagen: „Okay, das ist einfach nicht meins.“ Und dann kam das Ende. Ein echter Kracher, der mich doch noch packte und meine vorherige Distanz zur Geschichte in ein anderes Licht rückte. Plötzlich fügten sich Dinge zusammen, und ich musste das Buch im Nachhinein anders bewerten. Ein ambivalentes Leseerlebnis – aber definitiv eines, das nachwirkt.

3,5 ⭐️Ein ambivalentes Leseerlebnis – aber definitiv eines, das nachwirkt.
4.5

WILDHOF Eva Strasser ET: 20.2.25 Die fast 30-jährige Lina kehrt nach dem tödlichen Unfall ihrer Eltern nach Wildhof zurück, um deren Nachlass zu regeln. Seit ihrem 18. Lebensjahr war sie nicht mehr hier gewesen; der Kontakt zu ihren Eltern war längst abgebrochen. Ihre Mutter Henny war zuletzt schwer alkoholkrank, und auch der Vater – ein Künstler, der früher Gitarre spielte und gemeinsam mit seiner Frau Bilder malte – bot ihr keinen Grund zurückzukehren. Nun steht sie wieder vor dem Haus am Waldrand, das fast unverändert wirkt. Kaum hat sie die Schwelle überschritten, holen sie die Erinnerungen ein. Besonders die an ihre Zwillingsschwester Luisa, die mit 13 Jahren spurlos verschwand – und deren Stimme Lina nun wieder zu hören glaubt. Bilder und Gefühle aus jener Zeit tauchen unaufgefordert auf, bedrängend und vertraut zugleich. Doch je länger sie in dem alten Haus bleibt, desto mehr wandeln sich diese Erscheinungen. Was zuerst überwältigt, wird nach und nach weicher – und Lina beginnt, Frieden mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu schließen. Selten hat mich ein Buch trotz einer sperrigen Protagonistin so berührt. Lina ist unangepasst, wild, sensibel und zugleich unglaublich verletzlich. Eva Strasser gelingt es meisterhaft, sie und Wildhof – das Holzhaus, das Wetter, die Atmosphäre – mit eindringlichen, bildreichen Worten zum Leben zu erwecken. Eines jener Bücher, bei denen man am liebsten jeden Satz markiert. Beispiel: „Nie hatte Lina gedacht, dass Hanno in Wildhof bleiben würde, aber es gibt so Menschen, die haben alles in sich, die brauchen von außen gar nichts mehr, es ist egal, wohin sie gehen, weil sie in sich selbst zu Hause sind.“ (S. 69) Fazit: Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Es ist frisch, wild und etwas ganz Besonderes. 4½/5

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5

Absolut fesselnd und berührend!

Lina reist nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern zurück in ihre Heimat und dort muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Ihre Zwillingsschwester verschwand damals spurlos, die wunden sitzen tief und wir Leser erleben ihre Wut und unterdrückte Trauer hautnah mit, dabei legt Lina immer mehr frei, beginnt sich endlich wieder zu öffnen und am Ende erfahren wir, und Lina, was sich damals wirklich zugetragen hat. Eva Strasser erschafft mit ihrer Sprache so einen Sog, den man sich nur schwer entziehen kann, dass Setting mit dem Haus im Wald hätte nicht treffender ausgewählt worden sein können, die Natur, Geräusche und Gerüche werden uns dabei so nahegebracht, dass man völlig in den Roman versinkt. Eine tiefgründige Geschichte über Verlust, Verdrängung und einen Neubeginn , die mich noch lange begleiten wird. Absolutes Highlight für mich! "...und zwei Bilder wird sie mitnehmen, ein wildes und buntes, das Henny und Richard zusammen gemalt haben, und dann noch ein grünes von einem wilden Garten, einem schiefen Haus, und einen knorrigen Baum, der einen halben Meter über dem Boden zu schweben scheint, und oben aus dem Baum baumeln vier Beine mit roten Schuhen, und unter dem Baum sitzt ein Zottelinger Fleck, mit einer kleinen rosa Zunge und hechelt fröhlich..." (S. 182)

Absolut fesselnd und berührend!
5

Eine so kraftvolle und intensive Protagonistin habe ich schon lange nicht mehr kennenlernen dürfen. Dabei konnte man trotzdem so gut mitfühlen. Ich wünschte ich könnte sie noch weitere 200 Seiten begleiten.

3

Hmm, anfangs fand ich es richtig stark. Die Atmosphäre, die Erzählerin, der Background…dann hat es mich leider verloren. Und das Ende war richtiger Murks. Schade.

5

Fesselnd und berührend — eine klare Empfehlung

Ein eindringlich erzählter, atmosphärisch dichter Roman mit glaubwürdigen Figuren und einer kraftvollen, poetischen Sprache. Wildhof berührt, fesselt und hinterlässt einen starken Nachhall – absolut empfehlenswert.

5

Herzensbuch!

Kurzrezension: Eva Strasser "Wildhof", Wagenbach- Verlag Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz für mich Dieses Buch hat mich tief berührt. Die Geschichte und die poetische Sprache treffen mein Herz und meine Emotionen. Es ist eine magische Mischung aus fein gezeichneten Naturbeschreibungen, die die Wahrnehmung bei der Protagonistin Lina beeinflussen und teils glückliche, teils schmerzliche Erinnerungsbilder ausgraben. Die spannungsgeladene Familiengeschichte, von Verlust, Trauer und Wut entfaltet sich nach und nach und trifft mich als Leserin wie eine Naturgewalt. Ich bin keine beobachtende Leserin sondern ich tauche in Linas wilde Gefühlswelt ein. Ich rieche das Moos, den Wald und sehe die Rehkönigin und wundere mich nach 203 Se.iten dass ich in in meinem Lesesessel sitze. Die Autorin Eva Strasser schafft es Vergangenheit und Gegenwart in einer wunderbaren Sprache miteinander.

5

Kraftvoll, spannend, surreal

3.5

Es war sehr gut und schön zu lesen.

Aber das Ende hatte einen Teil der mir richtig gut gefallen hat und einen anderen den ich nicht gut fand und der meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt war, und der gute Teil konnte das irgendwie nicht ausgleichen.

4

"[...] auch falls Nicki recht haben sollte und Luise ihr Nachrichten aus dem Jenseits oder von wo auch immer schickt, [...]. Sie hat keine Lust mehr auf Spielchen, sie ist fast dreißig Jahre alt, und wenn irgendwer was von ihr will, soll der ihr eine Mail schreiben, fertig." Lina ist Anfang 30 und muss zurück in ihren Heimatort Wildhof. Ihr Eltern sind bei einem Frontalaufprall mit einem LKW verstorben und sie muss sich um alles wichtige kümmern, die Beerdigung, den Nachlass, das Haus verkaufen. Sie war seit ihrer Jugend nicht mehr in Wildhof, alles verbindet sie mit Erinnerungen und diese erlebt sich auch immer wieder hautnah, in den unpassendesten Situationen. Sie hat flashblacks, entweder hört sie ihren Hund bellen oder ihre verschwunden Zwillingsschwester lachen, singen oder reden. Ihr Hund und ihre Schwester wollen das Lina sich erinnert und Lina erinnert sich, sie kommen langsam, am Ende aber mit voller Wucht. Ich bin mir unsicher. Ich hab so viel gutes gehört und hab ich mich gefreut es zu lesen, aber wäre der Plot Twist nicht gekommen, wäre ich echt enttäuscht gewesen. Deswegen im Großen und Ganzen ein guter Roman.

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