Die Kriegerin
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Description
Lisbeth und die Kriegerin kennen sich seit der Ausbildung bei der Bundeswehr. Sie haben sich für das Militär entschieden, weil sie einen Körper wollen, der nicht verwundbar ist – als ließe sich der Welt nur mit einem Herzen begegnen, das zur Faust geballt ist. Dabei ist Lisbeth sehr empfindsam: ihre Haut reagiert auf Gefühle und Träume anderer Menschen; schützen kann sie sich nur, indem sie die Distanz wahrt. Als sich ein Feldwebel brutal von Lisbeth nimmt, was er will, schwindet auch diese Sicherheit.
»Die Kriegerin« ist ein Roman über zwei Frauen, deren oberstes Gebot ist, sich nicht verletzlich zu machen. Helene Bukowski erzählt von den daraus entstehenden Wunden, der Gewalt, ihren Spuren und den Traumata – den erlebten, als auch den vererbten.
»Bukowski verfügt über ein scharfes Sensorium, mit dem sie politisch virulente Themen glasklar erfasst.« Der Tagesspiegel
Book Information
Author Description
Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, lebt heute wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie studierte am Literaturinstitut Hildesheim und leitet neben dem Schreiben auch Kurse und Workshops für Kreatives Schreiben. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, für den sie u. a. für den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominiert war. Der Roman wurde ins Französische und Englische übersetzt und eine Verfilmung ist in Vorbereitung.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich kann das Buch nicht wirklich zuornden. Mag ich es oder nicht? Auf jedenfall hab ich die ganze Zeit überlegt, ob „die Kriegerin“ und Lisbeth ein und die selbe Person sind. Lisbeth verschwindet eines Tages, verlässt Mann und Kind und geht an die Ostsee. Bewirbt sich für ein Kreuzfahrtschiff um im Blumenladen zu arbeiten. Die Kriegerin und Lisbeth begegnen sich nach Jahren zufällig an der Ostsee, verbringen Zeit zusammen in dem Bungalow, in den Lisbeth mit ihren Eltern Urlaub gemacht hat. Beide wollten Soldatinnen werden und hatten sich bei der Grundausbildung kennengelernt. Die Kriegerin schreibt Lisbeth immer wieder Briefe und Lisbeths Urlaube verbringen sie zusammen an der Ostsee. Distanziert geschrieben mit schweren Themen. Vorsicht Vergewaltigung ist auch ein Thema! Es hat mich definitiv zum nachdenken angeregt.
Leider enttäuschend
Ich habe von dem Buch im Radio erfahren und es klang ganz interessant. Natürlich habe ich es mir direkt geholt und gelesen. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Das Buch schafft es an keiner Stelle, Gefühle in mir auszulösen. Es ist irgendwie kalt, trotz seiner traurigen Elemente. Nach der ersten Hälfte war ich tatsächlich kurz davor abzubrechen, in der zweiten hat es sich jedoch wieder ein wenig gefangen. Dieses Buch kann man ruhigen Gewissens auslassen. Zudem ist mir sehr negativ aufgefallen, dass es auffallend viele Schreibfehler gibt. Jedes Buch hat welche, aber hier hat es mich wirklich sehr gestört.
- Meh… Hat mich leider emotional nicht erreicht! - „Die Kriegerin“ ist ein Roman, den ich mit hohen Erwartungen begonnen, jedoch leider ernüchtert und etwas enttäuscht beendet habe. Das lag hauptsächlich daran, dass mich das Buch emotional einfach nicht erreichen und auch nicht fesseln konnte. Für große Fans sehr ruhiger, reduzierter Geschichten könnte es vielleicht etwas sein, alle anderen sollten lieber zu Helene Bukowskis Debüt greifen („Milchzähne“), das fand ich nämlich echt großartig!
Schöner Schreibstil „Die Kriegerin“ handelt von zwei Frauen (Lisbeth und die Kriegerin), die eine sehr starke und innige Beziehung haben. Sie lernten sich bei der Grundausbildung bei der Bundeswehr kennen. Als Lisbeth ihre kleine Familie von den einen auf den anderen Tag verlässt und an die Ostsee fährt, trifft sie dort zufällig auf die Kriegerin, welcher sie jahrelang nicht mehr begegnet ist. Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, was Lisbeth und die Kriegerin jeweils erlebt haben, wie ihre Gefühle und Gedanken sind und was sie zu dem Menschen macht, der sie sind, was sie verbindet oder auch trennt. Über der Geschichte liegt eine bedrückende Schwere, da die Erlebnisse keine leichte Kost sind. Es geht um Trauma, um besondere Menschen und eben diese traumatisierenden Erlebnisse. Helene Bukowski malt mit Worten sehr poetisch besondere Bilder, sodass manchmal unklar ist, was die Realität ist und was Wunschgedanken und Stützen sind für die traumatisierten Personen. Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gefesselt, der Schreibstil ist sehr schön und durch die nicht linear erzählte Geschichte bleibt es durchgehend spannend. Jedoch sind mir persönlich ein paar zu viele Zufälle passiert, wodurch sich die Geschichte für mich etwas fern angefühlt hat.
Direkt geschrieben, interessante Bilder entstehen durch den Erzählstil. Hauptthema ist Macht und die Rolle der Frau. Lisbeth Floristin aus Jena trifft die Kriegerin wieder, beide waren gemeinsam bei der Bundeswehr. Die eine ist weiterhin im Einsatz und trägt psychische Wunden mit sich. Die andere flieht vor Familie, ihre Mutterrolle und den Gewalterfahrungen.
Ein tolles Buch in einem eigensinnigen Schreibstil.
Zwei Frauen, die sich in der Grundausbildung der Bundeswehr kennenlernen. Beide erfahren Traumata, haben aber unterschiedliche Copingstrategien. Beide blieben mir zwar bis zum Ende unnahbar, anders als bei anderen Büchern hat es mich hier nur betroffener gemacht, weil ich die Ohnmacht und Emotionslosigkeit mit der sie leben so viel präsenter empfinden konnte. Ein wirklich tolles Buch, um zu verstehen, dass man nicht versteht, wie es Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen ergeht.
Lisbeth arbeitet als Floristin. Eines Abends hält sie ihr Leben nicht mehr aus und verlässt ihren Partner und ihr Kind. Es zieht sie an die Ostsee, wo sie als Kind wegen ihrer Neurodermitis viele Sommer verbracht hat. Hier trifft sie unerwartet die Kriegerin wieder, mit der sie zusammen die Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert hat. Während Lisbeth die Bundeswehr danach verlassen hat, ist die Kriegerin als Zeitsoldatin ständig in Afghanistan im Einsatz. Die beiden Frauen haben eine tiefe Verbindung zueinander, können aber beide eigentlich keine Nähe zulassen… Helene Bukowski schildern die Geschichte zweier Frauen, die stark und unverwundbar sein wollen, voller Wut sind und gleichzeitig nach Heilung für ihre erlebten Verletzungen suchen. Das Buch greift zudem sexuelle Gewalt bei der Bundeswehr, PTBS und welche Hilfe (keine) nicht mehr funktionierende Soldat*innen bekommen. Wütende unnahbare Frauen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken und trotzdem auch sensible Momente haben? Klingt nach einem Buch für mich, dachte ich. Allerdings bin ich lange nicht reingekommen. Ich weiß nicht, woran es lag. Die Charaktere blieben mir fremd und ich konnte meine Abneigung gegen Beruf des Soldats nicht überwinden. Das Ende hat mich dann doch noch gepackt und Hoffnung gemacht, dass Nähe und Heilung für die beiden Frauen möglich sein könnte.
Leider hatte ich die falsche Vorstellung des Inhalts, weshalb es mich nicht erreichen konnte.
Helene Bukowski erzählt in dem Buch die Geschichte von Lisbeth und „der Kriegerin“. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und jede hat, auf ihre Art, damit zu kämpfen. Als Leser:in tauchst Du hauptsächlich in den Alltag und die Gedanken von Lisbeth ein. Zeitsprünge, eingeschobene Briefe der gleichnamigen Titelfigur und Erzählperspektiven, die für mich zwischen Fiktion und Wahrheit lagen, stellt Helene Bukowski sehr wortgewaltig dar. Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass meine Vorstellung des Buches eine andere war und ich vielmehr einen tieferen Einblick in die Thematik Bundeswehr erwartet habe. Meine andere Vorstellung hat allerdings dazu geführt, dass ich in dem Buch einfach nicht angekommen bin und mich immer im „Nebel“ befunden habe. Leider konnte mich das Buch nicht erreichen, allerdings werde ich vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt noch zu dem anderen Werk der Auto*in greifen. • 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 • Leider hatte ich die falsche Vorstellung des Inhalts, weshalb es mich nicht erreichen konnte. 2,5 | 5 Sterne 🌟 ________________________ Buchige Grüße 📚📖, Jeanette.

Selten hat mich ein Buch dermaßen gefangen genommen, die Welt um mich herum, einfach alles vergessen lassen wie „Die Kriegerin“ von Helene Bukowski. Eindringlich und roh erzählt sie die Geschichte zweier Frauen, die sich nach Stärke sehnten, nach einem Panzer, der ihnen nichts anhaben kann und im Gegenzug von Traumata gebrochen wurden, ihr Innerstes derbe offengelegt. Und doch unterscheiden sie sich von Grund auf, prallen sie wie Wasser und Feuer aufeinander und lernen sich, Jahre nach ihrer ersten Begegnung, neu kennen. Jede Narbe, jeden Atemzug. Atemlose Träume, schlaflose Nächte, Angst. Jede Nacht, jeden Tag wird die Kriegerin von PTBS heimgesucht, verschließt sich Lisbeth gegenüber immer mehr. Und sucht die Rettung in der Distanz, ihre Rollen verkehren sich. Was bleibt, sind ihre Briefe. In der Einsamkeit der Sprache kann sie sich öffnen und ihre Geschichte erzählen. Von den Steinen, ihrer Großmutter, ihrem Standing als Frau an der Front zwischen Männern. Vom Schießen, dem Krieg und dem, was bleibt. Flimmernd wechselt die Erzählperspektive zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen den Briefen, der fernen Stimme der Kriegerin, und Lisbeths Wirklichkeit, ihrer Geschichte: physischem und psychischem Schmerz, Einsamkeit, Flucht. Schicht um Schicht wird das Bild klarer, werden Fragen beantwortet, die sich auf den ersten Seiten aufdrängten und ein Gefühl der Unsicherheit und Beklemmung in meiner Brust erzeugten, eine labil flirrende Atmosphäre. Helene Bukowski verwandelt vermeintliche Schwächen in Stärken, gibt ihren Protagonistinnen unvorhergesehene Tiefen, macht sie nahbar trotz ihrer Suche um Distanz. Noch immer spüre ich den Sand zwischen den Zehen, das Salz im Haar. Noch immer ist mein Herz irgendwo zwischen Ostsee und dem Ort, wo die Kriegerin nun ist. Ein Jahreshighlight.
Lisbeth und die Kriegerin lernen sich bei der Grundausbildung der Bundeswehr kennen. Beide Frauen sind aus unterschiedlichen Gründen dort, aber mit dem selben Ziel: um stark zu werden, zu lernen keine Schwäche zuzulassen und sich selbst zu verteidigen. Nach einem Übergriff des Stabsfeldwebels bricht Lisbeth die Ausbildung ab, beginnt als Floristin in Berlin zu arbeiten und gründet eine Familie, aber die Vergangenheit gilt sie ein und führt die Frauen wieder zusammen. - Das Buch schildert den Weg zweier junger Frauen, gibt Einblicke in die Kindheit und Jugend und zeichnet nach und nach ein komplexes Bild. Beide Frauen haben Traumata erlitten, beide leiden an einer PTBS, beide gehen sehr unterschiedlich damit um. Die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Symptomatiken werden in Gänze erfasst und sehr realistisch dargestellt, was ich bemerkenswert fand. Durch die Darstellung bei beiden Protagonistinnen wird die Tragweite sehr gut bewusst. Die Zustände in der Bundeswehr und der Stand von Frauen wird beleuchtet und es wird sehr klar, dass es diese dort nach wie vor schwer haben, dass sie mitunter als Freiwild angesehen werden. Auch die Belastungen, die durch Einsätze entstehen, werden thematisiert. Es wird eine Realität aufgezeigt, die vielen von uns undenkbar ist, für die Soldat*innen aber eine große Belastung darstellt, die nicht selten zu psychischen Problemen führt. Während des Lesens hab ich mich immer wieder gefragt, ob die Kriegerin real ist oder ob sie nur in Lisbeths Kopf exsistiert, quasi eine Traumafolge darstellt. Diese Frage konnte ich mir bis zum Ende nicht mit Sicherheit beantworten. Es sprechen einige Dinge dafür, andere dagegen. Auf alle Fälle ist es der Autorin gut gelungen diese Frage in den Raum zu stellen, ich hätte mir aber gewünscht, dass es hier eine Aufklärung gegeben hätte. Das Ende ist zwar ziemlich klar, dennoch bleibt ein Restzweifel. Womit wir auch bei der Kritik angelangt wären: Das Ende kam sehr plötzlich, war mir etwas zu sehr erzwungen, es wurde versucht ein Happy End herbeizuführen, was kein richtiges war und eigentlich alles offen lässt. Prinzipiell hab ich nichts gegen ein offenes Ende, aber dies hier hat einfach nicht gepasst, vielleicht auch, weil überhaupt der letzte Abschnitt sehr fragwürdig war. Gerade Malik’s (Lisbeths Mann) Reaktionen waren für mich absolut unverständlich, aber auch andere Geschehnisse ergeben keinen so richtigen Sinn. - Es hätte ein Highlight werden können, hätte es anders geendet. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gutes Buch und eine klare Empfehlung von mir für euch.
Lisbeth arbeitet als Floristin. Eines Abends hält sie ihr Leben nicht mehr aus und verlässt ihren Partner und ihr Kind. Es zieht sie an die Ostsee, wo sie als Kind wegen ihrer Neurodermitis viele Sommer verbracht hat. Hier trifft sie unerwartet die Kriegerin wieder, mit der sie zusammen die Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert hat. Während Lisbeth die Bundeswehr danach verlassen hat, ist die Kriegerin als Zeitsoldatin ständig in Afghanistan im Einsatz. Die beiden Frauen haben eine tiefe Verbindung zueinander, können aber beide eigentlich keine Nähe zulassen… Helene Bukowski schildern die Geschichte zweier Frauen, die stark und unverwundbar sein wollen, voller Wut sind und gleichzeitig nach Heilung für ihre erlebten Verletzungen suchen. Das Buch greift zudem sexuelle Gewalt bei der Bundeswehr, PTBS und welche Hilfe (keine) nicht mehr funktionierende Soldat*innen bekommen. Wütende unnahbare Frauen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken und trotzdem auch sensible Momente haben? Klingt nach einem Buch für mich, dachte ich. Allerdings bin ich lange nicht reingekommen. Ich weiß nicht, woran es lag. Die Charaktere blieben mir fremd und ich konnte meine Abneigung gegen Beruf des Soldats nicht überwinden. Das Ende hat mich dann doch noch gepackt und Hoffnung gemacht, dass Nähe und Heilung für die beiden Frauen möglich sein könnte.
Ich denke nicht für jeden wird das Buch etwas sein. Lisbeth ist keine Sympathieträgerin und Ihre Entscheidungen sind auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar. Es ist eine Geschichte die man Zeit einräumen muss, dann wird man hinter der stoischen Fassade die Zerbrechlichkeit spüren. Die nüchterne, fast kühle Sprache machte die Geschichte für mich besonders eindringlich. Man spürt Lisbeths emotionale Abstumpfung, ihren verzweifelten Versuch, das Erlebte zu verdrängen und alles und jeden von sich zu schieben. Gleichzeitig brodelt unter der Oberfläche eine unausweichliche Spannung, die sich am Ende entlädt. 4 * da ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden war.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Lisbeth und die Kriegerin kennen sich seit der Ausbildung bei der Bundeswehr. Sie haben sich für das Militär entschieden, weil sie einen Körper wollen, der nicht verwundbar ist – als ließe sich der Welt nur mit einem Herzen begegnen, das zur Faust geballt ist. Dabei ist Lisbeth sehr empfindsam: ihre Haut reagiert auf Gefühle und Träume anderer Menschen; schützen kann sie sich nur, indem sie die Distanz wahrt. Als sich ein Feldwebel brutal von Lisbeth nimmt, was er will, schwindet auch diese Sicherheit.
»Die Kriegerin« ist ein Roman über zwei Frauen, deren oberstes Gebot ist, sich nicht verletzlich zu machen. Helene Bukowski erzählt von den daraus entstehenden Wunden, der Gewalt, ihren Spuren und den Traumata – den erlebten, als auch den vererbten.
»Bukowski verfügt über ein scharfes Sensorium, mit dem sie politisch virulente Themen glasklar erfasst.« Der Tagesspiegel
Book Information
Author Description
Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, lebt heute wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie studierte am Literaturinstitut Hildesheim und leitet neben dem Schreiben auch Kurse und Workshops für Kreatives Schreiben. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, für den sie u. a. für den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominiert war. Der Roman wurde ins Französische und Englische übersetzt und eine Verfilmung ist in Vorbereitung.
Posts
Ich kann das Buch nicht wirklich zuornden. Mag ich es oder nicht? Auf jedenfall hab ich die ganze Zeit überlegt, ob „die Kriegerin“ und Lisbeth ein und die selbe Person sind. Lisbeth verschwindet eines Tages, verlässt Mann und Kind und geht an die Ostsee. Bewirbt sich für ein Kreuzfahrtschiff um im Blumenladen zu arbeiten. Die Kriegerin und Lisbeth begegnen sich nach Jahren zufällig an der Ostsee, verbringen Zeit zusammen in dem Bungalow, in den Lisbeth mit ihren Eltern Urlaub gemacht hat. Beide wollten Soldatinnen werden und hatten sich bei der Grundausbildung kennengelernt. Die Kriegerin schreibt Lisbeth immer wieder Briefe und Lisbeths Urlaube verbringen sie zusammen an der Ostsee. Distanziert geschrieben mit schweren Themen. Vorsicht Vergewaltigung ist auch ein Thema! Es hat mich definitiv zum nachdenken angeregt.
Leider enttäuschend
Ich habe von dem Buch im Radio erfahren und es klang ganz interessant. Natürlich habe ich es mir direkt geholt und gelesen. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Das Buch schafft es an keiner Stelle, Gefühle in mir auszulösen. Es ist irgendwie kalt, trotz seiner traurigen Elemente. Nach der ersten Hälfte war ich tatsächlich kurz davor abzubrechen, in der zweiten hat es sich jedoch wieder ein wenig gefangen. Dieses Buch kann man ruhigen Gewissens auslassen. Zudem ist mir sehr negativ aufgefallen, dass es auffallend viele Schreibfehler gibt. Jedes Buch hat welche, aber hier hat es mich wirklich sehr gestört.
- Meh… Hat mich leider emotional nicht erreicht! - „Die Kriegerin“ ist ein Roman, den ich mit hohen Erwartungen begonnen, jedoch leider ernüchtert und etwas enttäuscht beendet habe. Das lag hauptsächlich daran, dass mich das Buch emotional einfach nicht erreichen und auch nicht fesseln konnte. Für große Fans sehr ruhiger, reduzierter Geschichten könnte es vielleicht etwas sein, alle anderen sollten lieber zu Helene Bukowskis Debüt greifen („Milchzähne“), das fand ich nämlich echt großartig!
Schöner Schreibstil „Die Kriegerin“ handelt von zwei Frauen (Lisbeth und die Kriegerin), die eine sehr starke und innige Beziehung haben. Sie lernten sich bei der Grundausbildung bei der Bundeswehr kennen. Als Lisbeth ihre kleine Familie von den einen auf den anderen Tag verlässt und an die Ostsee fährt, trifft sie dort zufällig auf die Kriegerin, welcher sie jahrelang nicht mehr begegnet ist. Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, was Lisbeth und die Kriegerin jeweils erlebt haben, wie ihre Gefühle und Gedanken sind und was sie zu dem Menschen macht, der sie sind, was sie verbindet oder auch trennt. Über der Geschichte liegt eine bedrückende Schwere, da die Erlebnisse keine leichte Kost sind. Es geht um Trauma, um besondere Menschen und eben diese traumatisierenden Erlebnisse. Helene Bukowski malt mit Worten sehr poetisch besondere Bilder, sodass manchmal unklar ist, was die Realität ist und was Wunschgedanken und Stützen sind für die traumatisierten Personen. Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gefesselt, der Schreibstil ist sehr schön und durch die nicht linear erzählte Geschichte bleibt es durchgehend spannend. Jedoch sind mir persönlich ein paar zu viele Zufälle passiert, wodurch sich die Geschichte für mich etwas fern angefühlt hat.
Direkt geschrieben, interessante Bilder entstehen durch den Erzählstil. Hauptthema ist Macht und die Rolle der Frau. Lisbeth Floristin aus Jena trifft die Kriegerin wieder, beide waren gemeinsam bei der Bundeswehr. Die eine ist weiterhin im Einsatz und trägt psychische Wunden mit sich. Die andere flieht vor Familie, ihre Mutterrolle und den Gewalterfahrungen.
Ein tolles Buch in einem eigensinnigen Schreibstil.
Zwei Frauen, die sich in der Grundausbildung der Bundeswehr kennenlernen. Beide erfahren Traumata, haben aber unterschiedliche Copingstrategien. Beide blieben mir zwar bis zum Ende unnahbar, anders als bei anderen Büchern hat es mich hier nur betroffener gemacht, weil ich die Ohnmacht und Emotionslosigkeit mit der sie leben so viel präsenter empfinden konnte. Ein wirklich tolles Buch, um zu verstehen, dass man nicht versteht, wie es Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen ergeht.
Lisbeth arbeitet als Floristin. Eines Abends hält sie ihr Leben nicht mehr aus und verlässt ihren Partner und ihr Kind. Es zieht sie an die Ostsee, wo sie als Kind wegen ihrer Neurodermitis viele Sommer verbracht hat. Hier trifft sie unerwartet die Kriegerin wieder, mit der sie zusammen die Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert hat. Während Lisbeth die Bundeswehr danach verlassen hat, ist die Kriegerin als Zeitsoldatin ständig in Afghanistan im Einsatz. Die beiden Frauen haben eine tiefe Verbindung zueinander, können aber beide eigentlich keine Nähe zulassen… Helene Bukowski schildern die Geschichte zweier Frauen, die stark und unverwundbar sein wollen, voller Wut sind und gleichzeitig nach Heilung für ihre erlebten Verletzungen suchen. Das Buch greift zudem sexuelle Gewalt bei der Bundeswehr, PTBS und welche Hilfe (keine) nicht mehr funktionierende Soldat*innen bekommen. Wütende unnahbare Frauen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken und trotzdem auch sensible Momente haben? Klingt nach einem Buch für mich, dachte ich. Allerdings bin ich lange nicht reingekommen. Ich weiß nicht, woran es lag. Die Charaktere blieben mir fremd und ich konnte meine Abneigung gegen Beruf des Soldats nicht überwinden. Das Ende hat mich dann doch noch gepackt und Hoffnung gemacht, dass Nähe und Heilung für die beiden Frauen möglich sein könnte.
Leider hatte ich die falsche Vorstellung des Inhalts, weshalb es mich nicht erreichen konnte.
Helene Bukowski erzählt in dem Buch die Geschichte von Lisbeth und „der Kriegerin“. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und jede hat, auf ihre Art, damit zu kämpfen. Als Leser:in tauchst Du hauptsächlich in den Alltag und die Gedanken von Lisbeth ein. Zeitsprünge, eingeschobene Briefe der gleichnamigen Titelfigur und Erzählperspektiven, die für mich zwischen Fiktion und Wahrheit lagen, stellt Helene Bukowski sehr wortgewaltig dar. Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass meine Vorstellung des Buches eine andere war und ich vielmehr einen tieferen Einblick in die Thematik Bundeswehr erwartet habe. Meine andere Vorstellung hat allerdings dazu geführt, dass ich in dem Buch einfach nicht angekommen bin und mich immer im „Nebel“ befunden habe. Leider konnte mich das Buch nicht erreichen, allerdings werde ich vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt noch zu dem anderen Werk der Auto*in greifen. • 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 • Leider hatte ich die falsche Vorstellung des Inhalts, weshalb es mich nicht erreichen konnte. 2,5 | 5 Sterne 🌟 ________________________ Buchige Grüße 📚📖, Jeanette.

Selten hat mich ein Buch dermaßen gefangen genommen, die Welt um mich herum, einfach alles vergessen lassen wie „Die Kriegerin“ von Helene Bukowski. Eindringlich und roh erzählt sie die Geschichte zweier Frauen, die sich nach Stärke sehnten, nach einem Panzer, der ihnen nichts anhaben kann und im Gegenzug von Traumata gebrochen wurden, ihr Innerstes derbe offengelegt. Und doch unterscheiden sie sich von Grund auf, prallen sie wie Wasser und Feuer aufeinander und lernen sich, Jahre nach ihrer ersten Begegnung, neu kennen. Jede Narbe, jeden Atemzug. Atemlose Träume, schlaflose Nächte, Angst. Jede Nacht, jeden Tag wird die Kriegerin von PTBS heimgesucht, verschließt sich Lisbeth gegenüber immer mehr. Und sucht die Rettung in der Distanz, ihre Rollen verkehren sich. Was bleibt, sind ihre Briefe. In der Einsamkeit der Sprache kann sie sich öffnen und ihre Geschichte erzählen. Von den Steinen, ihrer Großmutter, ihrem Standing als Frau an der Front zwischen Männern. Vom Schießen, dem Krieg und dem, was bleibt. Flimmernd wechselt die Erzählperspektive zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen den Briefen, der fernen Stimme der Kriegerin, und Lisbeths Wirklichkeit, ihrer Geschichte: physischem und psychischem Schmerz, Einsamkeit, Flucht. Schicht um Schicht wird das Bild klarer, werden Fragen beantwortet, die sich auf den ersten Seiten aufdrängten und ein Gefühl der Unsicherheit und Beklemmung in meiner Brust erzeugten, eine labil flirrende Atmosphäre. Helene Bukowski verwandelt vermeintliche Schwächen in Stärken, gibt ihren Protagonistinnen unvorhergesehene Tiefen, macht sie nahbar trotz ihrer Suche um Distanz. Noch immer spüre ich den Sand zwischen den Zehen, das Salz im Haar. Noch immer ist mein Herz irgendwo zwischen Ostsee und dem Ort, wo die Kriegerin nun ist. Ein Jahreshighlight.
Lisbeth und die Kriegerin lernen sich bei der Grundausbildung der Bundeswehr kennen. Beide Frauen sind aus unterschiedlichen Gründen dort, aber mit dem selben Ziel: um stark zu werden, zu lernen keine Schwäche zuzulassen und sich selbst zu verteidigen. Nach einem Übergriff des Stabsfeldwebels bricht Lisbeth die Ausbildung ab, beginnt als Floristin in Berlin zu arbeiten und gründet eine Familie, aber die Vergangenheit gilt sie ein und führt die Frauen wieder zusammen. - Das Buch schildert den Weg zweier junger Frauen, gibt Einblicke in die Kindheit und Jugend und zeichnet nach und nach ein komplexes Bild. Beide Frauen haben Traumata erlitten, beide leiden an einer PTBS, beide gehen sehr unterschiedlich damit um. Die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Symptomatiken werden in Gänze erfasst und sehr realistisch dargestellt, was ich bemerkenswert fand. Durch die Darstellung bei beiden Protagonistinnen wird die Tragweite sehr gut bewusst. Die Zustände in der Bundeswehr und der Stand von Frauen wird beleuchtet und es wird sehr klar, dass es diese dort nach wie vor schwer haben, dass sie mitunter als Freiwild angesehen werden. Auch die Belastungen, die durch Einsätze entstehen, werden thematisiert. Es wird eine Realität aufgezeigt, die vielen von uns undenkbar ist, für die Soldat*innen aber eine große Belastung darstellt, die nicht selten zu psychischen Problemen führt. Während des Lesens hab ich mich immer wieder gefragt, ob die Kriegerin real ist oder ob sie nur in Lisbeths Kopf exsistiert, quasi eine Traumafolge darstellt. Diese Frage konnte ich mir bis zum Ende nicht mit Sicherheit beantworten. Es sprechen einige Dinge dafür, andere dagegen. Auf alle Fälle ist es der Autorin gut gelungen diese Frage in den Raum zu stellen, ich hätte mir aber gewünscht, dass es hier eine Aufklärung gegeben hätte. Das Ende ist zwar ziemlich klar, dennoch bleibt ein Restzweifel. Womit wir auch bei der Kritik angelangt wären: Das Ende kam sehr plötzlich, war mir etwas zu sehr erzwungen, es wurde versucht ein Happy End herbeizuführen, was kein richtiges war und eigentlich alles offen lässt. Prinzipiell hab ich nichts gegen ein offenes Ende, aber dies hier hat einfach nicht gepasst, vielleicht auch, weil überhaupt der letzte Abschnitt sehr fragwürdig war. Gerade Malik’s (Lisbeths Mann) Reaktionen waren für mich absolut unverständlich, aber auch andere Geschehnisse ergeben keinen so richtigen Sinn. - Es hätte ein Highlight werden können, hätte es anders geendet. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gutes Buch und eine klare Empfehlung von mir für euch.
Lisbeth arbeitet als Floristin. Eines Abends hält sie ihr Leben nicht mehr aus und verlässt ihren Partner und ihr Kind. Es zieht sie an die Ostsee, wo sie als Kind wegen ihrer Neurodermitis viele Sommer verbracht hat. Hier trifft sie unerwartet die Kriegerin wieder, mit der sie zusammen die Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert hat. Während Lisbeth die Bundeswehr danach verlassen hat, ist die Kriegerin als Zeitsoldatin ständig in Afghanistan im Einsatz. Die beiden Frauen haben eine tiefe Verbindung zueinander, können aber beide eigentlich keine Nähe zulassen… Helene Bukowski schildern die Geschichte zweier Frauen, die stark und unverwundbar sein wollen, voller Wut sind und gleichzeitig nach Heilung für ihre erlebten Verletzungen suchen. Das Buch greift zudem sexuelle Gewalt bei der Bundeswehr, PTBS und welche Hilfe (keine) nicht mehr funktionierende Soldat*innen bekommen. Wütende unnahbare Frauen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken und trotzdem auch sensible Momente haben? Klingt nach einem Buch für mich, dachte ich. Allerdings bin ich lange nicht reingekommen. Ich weiß nicht, woran es lag. Die Charaktere blieben mir fremd und ich konnte meine Abneigung gegen Beruf des Soldats nicht überwinden. Das Ende hat mich dann doch noch gepackt und Hoffnung gemacht, dass Nähe und Heilung für die beiden Frauen möglich sein könnte.
Ich denke nicht für jeden wird das Buch etwas sein. Lisbeth ist keine Sympathieträgerin und Ihre Entscheidungen sind auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar. Es ist eine Geschichte die man Zeit einräumen muss, dann wird man hinter der stoischen Fassade die Zerbrechlichkeit spüren. Die nüchterne, fast kühle Sprache machte die Geschichte für mich besonders eindringlich. Man spürt Lisbeths emotionale Abstumpfung, ihren verzweifelten Versuch, das Erlebte zu verdrängen und alles und jeden von sich zu schieben. Gleichzeitig brodelt unter der Oberfläche eine unausweichliche Spannung, die sich am Ende entlädt. 4 * da ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden war.






















