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Romane

Die Vegetarierin (Geschenkausgabe)

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Über das Buch

Nobelpreis für Literatur 2024

»Die Vegetarierin ist ein Meisterwerk.« Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

»Han Kangs Roman ist von großer Schönheit und Kraft.« WDR 5

»Han Kangs Roman ist in jeder Hinsicht bigger than life.« Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Poetisch doch ganz sachlich, schnörkellos und mit traumwandlerischer Sicherheit.« Deutschlandradio Kultur

»Han Kangs verstörendes Buch hat eine leise, revolutionäre Kraft.« Volker Weidermann, LITERATUR SPIEGEL

Editionen (8)

ISBN9783746637600
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum18.08.20
Seitenzahl250

Merkmale

11 Bewertungen

VerstörendNachdenklichAnschaulichGlaubwürdigMittelEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

3592 Bewertungen

615 Rezensionen

3,5

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  • placetobooks_
    placetobooks_

    106 Follower

    5,0

    Was für ein intensives Leseerlebnis 😍👌🏼

    Es ist mein erstes Buch einer südkoreanischen Schriftstellerin, welche auch noch 2024 den Literaturnobelpreis gewonnen hat für ihre ,,intensive poetische Prosa, die sich mit historischen Traumata auseinandersetzt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens offenlegt''. Die Vegetarierin hat gerade mal 190 Seiten, in die man von Anfang an sofort in den Bann der Geschichte hineingezogen wird. Es liest sich teilweise wie ein Fiebertraum, was es vielleicht auch sein soll und bis zum Ende wird dem Lesenden nicht klar, ob die Geschehnisse passiert sind oder erfunden. Die Art und Weise des Schreibstils (trotz Übersetzung) fand ich grandios. Der Stil ist geprägt von einer Einfachheit die gleichzeitig gepaart ist mit einer künstlerischen Ausdrucksweise. Es hatte mich teilweise an Goethes ,,Faust'' erinnert. Es beginnt damit, dass die Protagonistin Young-Hye kein Fleisch mehr essen möchte, aufgrund eines Traums. Wie die weitere Geschichte ihren Lauf nimmt, mit vielen Absurditäten und Gewaltdarstellungen, psychischen Erkrankungen, dem Sinn des Lebens und wie die Protagonisten ihre Rollen in Beziehungen finden oder mit ihnen brechen. Für mich war es ein interessantes, mal vollkommen anderes, aber dennoch sehr beeindruckendes Leseerlebnis und es wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein! Kleiner Tipp: die meisten Bücher der Autorin - sowie das oben rezensierte Exemplar - sind momentan auf Kindle Unlimited verfügbar!

    Was für ein intensives Leseerlebnis 😍👌🏼

    23. Dez. 2024

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Follower

    3,5

    Re-Read

    Da diesen Monat der Women in Translation Month ist, hatte ich Lust, Die Vegetarierin noch einmal zur Hand zu nehmen. Han Kangs wohl berühmtestes Werk - die Autorin erhielt 2016 den Man Booker International Prize - schlägt in eine ähnliche Kerbe wie einige andere koreanische Autorinnen: provokativ, surreal, mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Mit klaren, prägnanten Worten erzählt Han Kang von Missbrauch, familiären Strukturen, der Rolle der Frau in der asiatischen Kultur und dem Wunsch, der Realität zu entfliehen. Wir erleben Yong-Hye fast ausschließlich durch die Augen anderer. Da ist der Ehemann, der sie nur geheiratet hat, weil sie „durchschnittlich“ ist und ihn weder mit Schönheit noch mit Ambitionen einschüchtert. Da ist der Vater, der sie mit Gewalt dazu zwingen will, Fleisch zu essen, nachdem sie es verweigert. Und da ist ihre Schwester, die verzweifelt versucht, sie zu verstehen. Alles beginnt damit, dass Yong-Hye nach einem verstörenden Traum aufhört, Fleisch und tierische Produkte zu essen - doch diese Weigerung ist mehr als eine Essensentscheidung, sie ist Ausdruck einer tieferen inneren Abkehr. Die männlichen Perspektiven auf die Frauenfiguren sind von Misogynie und starren Rollenbildern geprägt. Im Kern geht es um eine Frau, die einen Weg sucht, allem zu entfliehen - eine, die in der Stille lange ertragen hat und sich durch einen Auslöser Stück für Stück von der Realität löst, um frei zu sein. Es ist ein gutes Buch, doch selbst nach dem zweiten Lesen habe ich das Gefühl, dass es nicht lange in meinem Gedächtnis bleiben wird. Da ich bereits einige Bücher asiatischer Autorinnen gelesen habe, muss ich sagen: Es gibt Werke, die mich nachhaltiger beschäftigen.

    9. Aug. 2025

  • sandrazia
    sandrazia

    116 Follower

    5,0

    Eine Geschichte, die einen sprachlos, etwas verwirrt und mit einem "Wow-Effekt" zurücklässt. Han Kang schreibt sehr klar erklärend, tlw. poetisch und vorstellbar, einfach für mich wunderschön. Sie zeigt tlw. brutal & sehr eindeutig die Probleme der Frauen in der südkoreanischen Gesellschaft, im Patriarchat als Ehefrau und Tochter.

    1. Juli 2025

3 von 615 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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bea777
bea77715. Feb. 2025

Mir geht es auch so. Frage mich, ob ich nicht klug genug bin, um zu verstehen, was ich da lese bzw. den tieferen Sinn zu erkennen

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Autorin / Autor

Über Han Kang

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Für »Die Vegetarierin« erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize, »Menschenwerk« erhielt den renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Im Aufbau Verlag sind »Die Vegetarierin«, »Menschenwerk«, »Deine kalten Hände«, »Weiß« und »Griechischstunden« lieferbar. Mehr zur Autorin unter han-kang.net

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