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Puuuuhh, für dieses Werk, für das die Autorin Jenny Erpenbeck im April den International Booker Prize erhalten hat, habe ich fast 4 Wochen benötigt. Gestartet mit dem Hörbuch bin ich Recht schnell umgeschwenkt auf das gedruckte Buch, da ich Passagen teilweise mehrmals gelesen habe und auch wirklich viel angestrichen habe. Aber es hat sich gelohnt. Die Erzählung startet im Jahr 1986 in Ost-Berlin, die 19-jährige Katharina verliebt sich in den 34 Jahre älteren verheirateten Hans, mit dem sie eine Liebesaffäre beginnt, die sehr schnell sehr toxisch wird, aber dennoch parallel zur untergehenden DDR bis ins Jahr 1992 anhält. Jenny Erpenbeck hat einen gewöhnungsbedürftigen, aber dennoch großartigen Schreibstil, die Personen und ihr Innenleben werden sehr gut gezeichnet, man fühlt sehr die Atmosphäre der Wendezeit und gewinnt einen guten Eindruck, wie sich die Menschen damals gefühlt haben, die mehr oder minder lange die DDR und, wie Hans, noch in Teilen, die Nazi -Zeit erlebt haben. Das Buch ist anstrengend und anspruchsvoll zugleich, auf jeden Fall keine leichte Kost. Dennoch: Absolute Leseempfehlung für alle, die sich darauf einlassen wollen.
12. Sept. 2024
Puuuuhh, für dieses Werk, für das die Autorin Jenny Erpenbeck im April den International Booker Prize erhalten hat, habe ich fast 4 Wochen benötigt. Gestartet mit dem Hörbuch bin ich Recht schnell umgeschwenkt auf das gedruckte Buch, da ich Passagen teilweise mehrmals gelesen habe und auch wirklich viel angestrichen habe. Aber es hat sich gelohnt. Die Erzählung startet im Jahr 1986 in Ost-Berlin, die 19-jährige Katharina verliebt sich in den 34 Jahre älteren verheirateten Hans, mit dem sie eine Liebesaffäre beginnt, die sehr schnell sehr toxisch wird, aber dennoch parallel zur untergehenden DDR bis ins Jahr 1992 anhält. Jenny Erpenbeck hat einen gewöhnungsbedürftigen, aber dennoch großartigen Schreibstil, die Personen und ihr Innenleben werden sehr gut gezeichnet, man fühlt sehr die Atmosphäre der Wendezeit und gewinnt einen guten Eindruck, wie sich die Menschen damals gefühlt haben, die mehr oder minder lange die DDR und, wie Hans, noch in Teilen, die Nazi -Zeit erlebt haben. Das Buch ist anstrengend und anspruchsvoll zugleich, auf jeden Fall keine leichte Kost. Dennoch: Absolute Leseempfehlung für alle, die sich darauf einlassen wollen.
12. Sept. 2024







