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Romane

Trophäe

4,2(1744)
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Über das Buch

Gaea Schoeters’ Roman ist ein „ethischer Mindfuck“ (Dimitri Verhulst) – provokant, radikal und eine erzählerische Ausnahmeerscheinung. Am Ende bleibt die Frage: Was ist ein Menschenleben wert? Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt. Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe. Zunächst ist Hunter geschockt, aber als er die jungen Afrikaner beim flinken Jagen beobachtet … Ein Roman von radikaler Konsequenz.

Editionen (4)

ISBN9783552073883
VerlagZsolnay, Paul
Erscheinungsdatum19.02.24
Seitenzahl256

Merkmale

16 Bewertungen

VerstörendAnschaulichMittelNachdenklichSpannendGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

1744 Bewertungen

360 Rezensionen

4,2

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1398 Follower

    4,0

    Ein Jäger möchte die 'Big Five' vervollständigen und findet sich bald in einem Mahlstrom der Moral wieder, in welchem seine Rolle zwischen Jäger und Beute immerzu pendelt... Prolog: Dieses Buch umgibt eine Kritik von ganz außergewöhnlicher Art, daher war ich neugierig und da ich es mir leihen konnte, hatte auch mein Konto nix dagegen. Die Handlung selber war eher ernüchternd, da es dieses Thema schon unzählige Male in der Kultur gab. Die Sprache jedoch und die allseits drückende Schwere und Dunkelheit werten das Buch sehr auf. Das Ganze gleicht einem strömenden Sog aus Leid, Zwang und Sinnlosigkeit bis zum Tod. Die 'Nebengeschichte' die von van Heeren erzählt wird, hat es besonders schmerzhaft auf den Punkt gebracht und lässt den Leser / die Leserin hilflos mit der Suche nach Moral zurück, die ebenso umkehrbar ist, wie der Status vom Jäger zur Beute. Eine Parabel über Moral und das gesamte Menschengeschlecht die noch lange im Kopf nachhallt. Trotz dieses schwer verdaulichen Kerns (im positiven Sinne), fehlte mir noch etwas, um mehr Sterne zu vergeben. Auch manche Logiklöcher (?) passen nicht zum runden Bild (warum setzt Hunter, wenn er in Not ist, nicht den Hilferuf ab, von dem er zuvor überlegt, ob er ihn einsetzt? Hab ich das überlesen?). Epilog: Durch den 'Hype' vielleicht mit zu hohen Erwartungen herangegangen. Ein Werk, dass keine Sieger sondern nur Verlierer kennt. "[Die] westliche Moral ist ein Luxusprodukt, das man sich leisten können muss. Der Rest der Welt muss mit Pragmatismus auskommen." (S.103)

    15. Mai 2026

  • sofflpoffl
    sofflpoffl

    39 Follower

    5,0

    "Legal und illegal ließen sich hier öfter durch Dollarscheine voneinander unterscheiden als durch Gesetzestexte."

    Was für ein Buch! Eine wirklich faszinierende, makabere, fast absurde Geschichte, die von der Realität nicht einmal so weit entfernt scheint. Die Autorin erzählt so fesselnd und eindringlich, wie Kolonialismus im Denken von Weißen nachwirkt, die Afrika als ihren "Spielplatz" sehen und dort völlig wahnsinnige Dinge tun. Dabei zeigt sie auch, was für eine Hirnakrobatik vollbracht wird, um das eigene, moralisch völlig verwerfliche Handeln zu rechtfertigen. Ich finde es wirklich grandios, wie hier die Standpunkte der Jäger ausgeführt werden, die sich hier im "Recht" sehen. Wie tief verankert dieses kolonialistische Denken in der westlichen Welt immernoch ist wird hier ganz überspitzt dargestellt. Wirklich ein großartiges Buch, das auf jeden Fall nachwirkt. Eine absolute Leseempfehlung!!!

    9. Apr. 2026

  • the_book
    the_book

    175 Follower

    5,0

    4,5 Eine fesselnde Erzählung, die den Leser in die Gedankenwelt eines unsympathischen Charakters mit abstoßenden Ansichten entführt. Der Roman verfolgt die Handlungen dieser Person und wirft die Frage auf, wie weit ein Mensch gehen kann und wie er seine Taten rechtfertigt. Er regt dazu an, über die Brutalität und Widerwärtigkeit eines Menschen nachzudenken, indem die Autorin bewusst die Grenzen der Ethik überschreitet. Ein guter Roman ist für mich ein Werk, das mich so sehr in seinen Bann zieht, dass ich sogar Bücher über Themen lese, die mich normalerweise nicht interessieren (wie in diesem Fall die Jagd). Ein unvergessliches Buch, das zum Nachdenken anregt und viel Gesprächsstoff bietet. #Leseempfehlung !

    14. Sept. 2024

3 von 360 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 6023%
blauersmiley
blauersmiley13. Dez. 2025

Wow, ich fand das erste Kapitel schon richtig gut. Die letzten Seiten waren sehr intensiv. Wie toll schreibt die Autorin?

Seite 6224%

2 Kommentare verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

Seite 7730%

3 Kommentare verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Gaea Schoeters

Gaea Schoeters, geboren 1976, ist eine flämische Autorin, Journalistin, Librettistin und Drehbuchautorin. 2012 hat sie den Großen Preis Jan Wauters für ihren kreativen Umgang mit Sprache gewonnen. Für »Trophäe« wurde sie mit dem Literaturpreis Sabam for Culture ausgezeichnet. 2024 ist ihr Roman »Trophäe« und 2025 »Das Geschenk«, beides aus dem Niederländischen von Lisa Mensing, bei Zsolnay erschienen.

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