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Edith Goodnough, 80 Jahre alt, wurde gerade verhaftet. Sie liegt im Krankenhaus und wird bewacht. Ihr einziger Besucher, Sandy Roscoe, ein langjähriger Nachbar, lässt ihr Leben Revue passieren. Über Genrationen hinweg erzählt er die Familiengeschichte der Goodnoughs, bestehend aus den Erzählungen seines Vaters und seinen eigenen Erinnerungen. Doch findet sich darin eine Erklärung für Ediths Tat? - Harufs Erzählung ist langsam und unaufgeregt. Er zeichnet ein ausführliches Porträt von Edith aus Sicht eines Dritten. Der frühe Tod der Mutter, der cholerische, später arbeitsunfähige Vater, der eigensinnige, immer kindliche Bruder, fesseln Edith an ein entbehrungsreiches Leben auf dem Land. Ihr Alltag ist geprägt von harter Arbeit und Demütigung. Durch Sandys Sichtweise entsteht eine gewisse Distanz, trotzdem kann man sich gut in Edith hineinversetzen. Der Stil ist angenehm zu lesen, allerdings an vielen Stellen für meinen Geschmack zu ausschweifend, was auch dazu führt, dass beim Lesen eine gewisse Langeweile aufkommt und keinerlei Spannungsbogen entsteht. Der Autor versteht es das Landleben der damaligen Zeit einzufangen, was sicherlich zu der Eintönigkeit der Geschichte beiträgt. Wer sich dafür interessiert, wird hier sicher begeistert sein. Für mich war es ein durchschnittliches Leseerlebnis, aber macht euch gern selbst ein Bild.
Mar 6, 2025
Edith Goodnough, 80 Jahre alt, wurde gerade verhaftet. Sie liegt im Krankenhaus und wird bewacht. Ihr einziger Besucher, Sandy Roscoe, ein langjähriger Nachbar, lässt ihr Leben Revue passieren. Über Genrationen hinweg erzählt er die Familiengeschichte der Goodnoughs, bestehend aus den Erzählungen seines Vaters und seinen eigenen Erinnerungen. Doch findet sich darin eine Erklärung für Ediths Tat? - Harufs Erzählung ist langsam und unaufgeregt. Er zeichnet ein ausführliches Porträt von Edith aus Sicht eines Dritten. Der frühe Tod der Mutter, der cholerische, später arbeitsunfähige Vater, der eigensinnige, immer kindliche Bruder, fesseln Edith an ein entbehrungsreiches Leben auf dem Land. Ihr Alltag ist geprägt von harter Arbeit und Demütigung. Durch Sandys Sichtweise entsteht eine gewisse Distanz, trotzdem kann man sich gut in Edith hineinversetzen. Der Stil ist angenehm zu lesen, allerdings an vielen Stellen für meinen Geschmack zu ausschweifend, was auch dazu führt, dass beim Lesen eine gewisse Langeweile aufkommt und keinerlei Spannungsbogen entsteht. Der Autor versteht es das Landleben der damaligen Zeit einzufangen, was sicherlich zu der Eintönigkeit der Geschichte beiträgt. Wer sich dafür interessiert, wird hier sicher begeistert sein. Für mich war es ein durchschnittliches Leseerlebnis, aber macht euch gern selbst ein Bild.
Mar 6, 2025







