Der Brand
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Book Information
Author Description
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihre Romane ›Die Liebe im Ernstfall‹ und ›Der Brand‹ standen monatelang auf der Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien hat zwei Töchter und lebt in Leipzig.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein Buch über die Mitte des Lebens
Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Sie Ende 40, er Mitte 50. Sie haben zwei erwachsene Kinder, Selma und Simon, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den letzten Jahren habe sich Ruth und Peter auseinander gelebt, eigene Zimmer, kaum körperliche Nähe, aber immernoch eine starke intellektuelle Verbundenheit. Seit Wochen freut sich das Paar auf den Wanderurlaub in den Alpen. Alles wurde akribisch vorbereitet, neues Equipment besorgt... Doch dann der Anruf, kurz vor der Abreise. Das sehr sorgfältig ausgesuchte Ferienhaus ist abgebrannt. Eine vergleichbare Alternative nicht in Sicht. Da kommt die Anfrage von Ruth, einer ca. 70jährigen Familienfreundin, gerade Recht, ihren Hof in der Uckermark für drei Wochen zu betreuen. Ihr Mann Viktor hatte einen Schlaganfall und sie möchte ihn zur Reha nach Ahrenshoop begleiten. Ohne lange zu überlegen, sagt Ruth zu. Was die Lesenden dann erleben ist eine leise und zärtliche Annäherung von Peter und Rahel. Ein Aussprechen von bisher Ungesagtem und eigenen Bedürfnissen. Das zu sich selbst finden durch Spaziergänge, das Schwimmen im See und die Pflichten des Alltags, vom Versorgen der Tiere bis zum Kochen der eigenen Mahlzeiten. Den Zugang zueinander finden Sie auch durch die Sorge um die Kinder. Insbesondere Selma scheint immernoch nicht im Leben angekommen zu sein. Sie taucht mit ihren beiden kleinen Söhnen für ein Wochenende auf dem Hof auf. Hier spürt man beim Lesen eine klare gemeinsame Haltung der Eltern in ihren Werten und Erziehungsmethoden, aber auch ein Reflektieren bei Rahel zu eigenen Fehlern bei der Erziehung der Kinder und der unterschiedlichen Liebe, die sie ihnen entgegen bringt. Gleichzeitig kommt Rahel im Laufe der Geschichte einem vermeintlichen Familiengeheimnis auf die Spur. Man fiebert mit ihr mit, ob sie doch noch aufdecken kann, wer ihr eigentlicher Vater ist. Auch wenn ich mich micht mit Rahel identifizieren konnte, habe ich mich beim Lesen in sie hinein versetzen können. Die Themen, die sie umkreisen sind in Teilen auch meine. Deswegen fühlte ich mich beim Lesen gut abgeholt. Ich mag den Schreibstil von Daniela Krien. Unaufgeregt und klar in der Sprache. Viele Themen wurden in dem Buch angesprochen und es ist dennoch nicht überfrachtet.
Selten ist mir ein Buch so sehr unter die Haut gefahren. Und zwar weniger wegen der Protagonisten, deren Geschichte so wunderbar und nachvollziehbar erzählt wurde, als wegen des Hofs. Ich habe mich an diesem Ort, an jedem Tag dieser drei Wochen, so wohlgefühlt. Für mich ein Sehnsuchtsort, von Daniela Krien so zauberhaft in Worte gefasst! Als Rahel und Peter den Hof verließen, liefen mir die Tränen.
Vom (Wieder)Zueinanderfinden
Rezension: Daniela Krien – Der Brand Rahel und Peter sind mitten in den letzten Vorbereitungen für ihren Sommerurlaub als ein Anruf sämtliche Pläne über Bord wirft. Es gab einen Brand, das Sommerhaus ist nicht mehr. Zeitgleich erleiden enge Freunde einen Schicksalsschlag, sodass sich Rahel und Peter bereit erklären, deren Haus in der ostdeutschen Provinz zu hüten anstatt „so richtig“ in den Urlaub zu fahren. Jetzt haben sie ja Zeit. Für das Haus ihrer Freunde, für sich selbst, für ihre Ehe, die nach 30 Jahren ins Stocken geraten ist. Der Brand selbst also steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Er ist das auslösende Ereignis, das Rahel und Peter an einen Ort verschlägt an dem man gar nicht anders kann, als sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, vielleicht auch miteinander. Was Daniela Kriens Bücher für mich besonders auszeichnet, sind ihr fein gezeichnetes Charaktere. Allesamt nah- und greifbar. Sie könnten die Nachbarn sein, die ich am Briefkasten treffe oder der Kollege, der 2 Büros weiter sitzt. Und somit sind auch die Konflikte, sowohl die zwischen den Figuren, als auch die die jede Figur mit sich selbst herumträgt, sehr nachvollziehbar und so selbstverständlich eingebettet, dass auch bei einer Vielzahl an Konflikten, inneren wie äußeren, keine Verwirrung oder Überforderung entsteht. Daher braucht diese Geschichte auch keine große reiseblogger-Kulisse. Durch Kriens sensiblen, schönen Schreibstil und die genannten Aspekte, tut es die ostdeutsche Provinz eben auch und ist für das Wesen der Protagonisten essenziell. Für mich ist „Der Brand“ das Daniela Krien-Buch mit den am explizitesten formulierten politischen Ansichten, was vielleicht angesichts der Zeit, in der das Buch entstand (2021, Pandemie), gar nicht so überraschend ist. Dabei wirken weder Geschichte noch Dialoge belehrend. Krien macht viele Themen auf, aber so ist es im Leben schließlich auch und vielleicht kann sich grade deswegen jede:r in irgendeiner Ansicht der Figuren – neben Peter und Rahel beispielsweise auch deren Kinder - wiederfinden. Für mich ein sehr gelungener, lebensnaher Roman der neben seinen politischen Attributen viel Nähe und das Wiederzueinanderfinden enthält.
SuB-Challenge 📚🎡 Nummer 13
Eine ruhige Geschichte, die einen tollen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonsit*innen gewährt und einen mit der Familie und vor allem mit der Hauptfigur Rahel mitfühlen lässt. Das Buch hat sich sehr leicht lesen lassen und war perfekt, um nach einem langen Tag zu entspannen und abends den Kopf frei zu bekommen.

Ich fange immer mehr an Daniela Krien's Schreibstil zu mögen. Man erkennt sofort diese pure Art, in der sie Charaktere und Gedankengänge der jeweiligen Personen rüberbringt, ohne jegliches Schönreden. Auch 'der Brand' konnte mich überzeugen! Eine Geschichte mit vielen Auf und Abs, in der sich das Protagonisten-Paar jedoch nie ganz verliert. Kann ich empfehlen.
Sehr angenehme Erzählweise Das Buch liest sich leicht und flüssig, dennoch hat mir irgend etwas gefehlt. Mit Rahel konnte ich mich leider überhaupt nicht identifizieren, vielleicht lag es daran! Der Plot Twist zum Ende des Buches hat mir aber richtig gut gefallen! Wie ist es euch damit ergangen? Gibt es ein anderes Buch von Daniela Krien, das euch gefallen hat?
Satz-Gold: „Wir sind einander zur Gewohnheit geworden, und die Gewohnheit ist das weiche Kissen, auf dem die Liebe einschläft.“ Im Kern: Über die Liebe, das Älterwerden und die Stille zwischen zwei Menschen Die Sprache: ruhig, dicht, klar, beobachtend Kurzer, atmosphärischer Roman in präziser Sprache Was bleibt: Das Gefühl, selbst durch diese Seiten zu gehen. Authentisch, dicht und für mich einfach ein gutes Buch.
Unerwartet gut!
Meine Lieblings "Bookstagramerin" hat dieses Buch auf Ihrer Seite empfohlen und in den höchsten Tönen davon geschwärmt. Ich war nicht minder begeistert! Eine Geschichte über eine eingeschlafene Liebe, die durch einen buchstäblichen Brand wieder neu aufflammen kann. Super geschrieben und kurzweilig, etwas für einen gemütlichen Sonntagnachmittag auf dem Sofa.

Ein doch schwieriges Thema verpackt in eine leicht zu lesende Geschichte. Ein Ehepaar in den 50ern versucht seine Ehe zu beleben, die Lust neu zu entflammen und die Gefühle füreinander neu zu entdecken. Daniela Krien hat einen wunderschönen Schreibstil, ich war von der ersten Seite an gefangen, obwohl nichts wirklich Dramatisches passiert.
DER BRAND Daniela Krien Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet, die Kinder sind bereits aus dem Hause. Ihr Urlaub steht an, doch der Brand ihres Feriendomizils zwingt das Ehepaar zum Umdisponieren. Als ihre sehr viel ältere Freundin Ruth anruft und sie bittet, ihr Haus und Hof in Uckermark zu hüten, damit sie ihren Mann Viktor, der sich nach einem Schlaganfall in einer Rehaklinik befindet, besuchen kann, sagt Rahel spontan zu. Rahel und ihre Mutter Edith waren früher öfter Gäste in diesem Haus. Heute ist alles ein bisschen in die Jahre gekommen, aber dennoch weckt das Haus alte Erinnerungen. Besonders das Atelier des Künstlers Viktor hat es Rahel angetan. Überraschenderweise findet sie hier einige Zeichnungen, wo sie selbst drauf abgebildet ist. Während Rahel mit dem Haus und Garten beschäftigt ist, kümmert sich Peter um das viele Getier - Katzen, Pferd und auch Herr Storch wollen versorgt werden. Doch wer jetzt denkt, dass dem Ehepaar eine harmonische Zeit bevorsteht, den muss ich leider enttäuschen: Rahel und Peter leben nebeneinander her. Die frühere Vertrautheit ist ihnen abhandengekommen. Peter spricht kaum und geht Rahel aus dem Weg. Während Rahel das Gespräch sucht und von Peter abgewiesen wird. Schnell wird uns klar, dass die Ehe von Ruth und Peter gerade in einer Krise steckt. Wir erfahren auch warum, und überhaupt kommen einige wichtige Dinge ans Licht. Ich würde es euch erzählen, aber leider muss ich schnell den Tisch decken, denn Selma, die immer schwierige Tochter von Rahel und Peter, hat sich mit ihren zwei kleinen Jungs zum Mittagessen angekündigt. Ihr solltet das Buch einfach selber lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin Daniele Krien und es gefiel mir außerordentlich gut. In zwei Nachmittagen habe ich diesen unterschwelligen Brand verschlungen. Ein Buch mit einer fesselnden Tiefe. So unglaublich ehrlich - bildlich und wunderbar erzählt. Für mich ein wirkliches Highlight! Große Leseempfehlung. 5/ 5

In Ordnung 🧡
Das war mein drittes Buch der Autorin und es war für mich eher schwächer als die anderen beiden („Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ und „Mein drittes Leben“). Wir begleiten ein Ehepaar durch eine Lebenskrise, dabei werden auch Geheimnisse offenbart… Die Geschichte hat mir an sich gefallen und man konnte das Buch gut und schnell lesen, möchte Euch inhaltlich nicht so viel spoilern, da das Buch auch nicht sonderlich dick ist. Der Schreibstil der Autorin ist immer angenehm und nimmt einen auf den ersten Seiten direkt gefangen. Nicht so gut gefallen hat mir die sehr depressive und zermürbende Stimmung des Romans. Alles war negativ, gefühlt ohne Aussicht auf Besserung. Dazu kam wieder mal, dass Corona großflächige Erwähnung findet, das nervt komplett und ist für mich immer ein Minuspunkt. Das Ende war irgendwie offen, nichts Halbes und nichts Ganzes - man kann sich wohl selbst überlegen, wie es nun wirklich war und wie es weitergeht. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3/5⭐️⭐️⭐️

"Mit allem, was wir tun, mit jeder kleinsten Handlung formen wir unser Leben und unsere Persönlichkeit." Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet, haben zwei erwachsene Kindern und haben sich auseinandergelebt. Es gibt keine Leidenschaft mehr und auch ihre Interessen driften auseinander. Als aufgrund eines Brandes der geplante Wanderurlaub ausfallen muss, fahren die Beiden auf einen alten Hof in die Uckermark, der Freunden von Rahels Mutter gehört. Dort arbeiten die Beiden an ihrer Beziehung und auch an Rahels Vergangenheit. Das Buch "Der Brand" ist eher ein Buch der leisen Töne. Manchmal werden die Protagonisten zwar auch laut, es gibt einige Dramen, aber insgesamt geschieht viel im Inneren, gerade von Rahel. mir hat diese Entschleunigung, dieses "auf sich besinnen" sehr gut gefallen. Auch die Pandemie ist Thema, aber eher am Rande. Ich mochte das Setting, ich fand viele der Personen interessante Charaktere, die manchmal nur zu kurz beleuchtet wurde. Am Ende fehlte mir etwas, auch wenn ich noch gar nicht genau bennen kann, was mir fehlt. Aber es ist, irgendwie unausgeglichen. Die Sprache empfand ich nicht immer als ganze einfach aber trotzdem eindringlich. Ein psychologisches Buch auf dessen langsames Tempo man sich einlassen muss Interessanterweise hat mein Freund, als er den Titel las, gefragt, ob das Buch "Der Brand" in Dresden spielt. Und tatsächlich wohnen Rahel und Peter in Dresden und auch "der Brand" kommt zur Sprache. Und vielleicht geht es auch im die innerlichen Brände in den Personen, Gefühle, Gedanken, die schwelen und ausbrechen
Omnia vincit amor
Ein Buch das einen an die Liebe glauben lässt. An die Liebe in der Familie, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Partnern, zwischen Freunden, sogar zwischen Menschen und Tiereb. Ja dies ist ein bildungsbürgerliches Buch, der Hälfte der abendluchen Unterhaltungen beim Wein zwischen Rahel und Peter konnte ich nur ansatzweise folgen 😅 aber dennoch hat mich dieses Buch irgendwie unglaublich glücklich gemacht und zuversichtlich zurückgelassen. Das Ende ist zwar etwas offen, was hier in den Rezensionen schon oft bemängelt wurde, aber mich stört das gar nicht. Ich habe mein Ende für dieses Buch gefunden. Und das war perfekt...
Verdammt gut!
📚 Rezension | Der #Brand - #DanielaKrien | Roman | Rezensionsexemplar 📚 Moin, Heute gibt’s mal eine Rezension mit Wimmelbild 😁 Den Klappentext gibt’s wie immer auf Bild 2, danach folgen ein paar Zitate, die ich zeigenswürdig finde 🤭 Der Anfang der Liebe steht einem oft mit einem breiten Grinsen im Gesicht (Gesicht 😉), doch liebe kann auch gefährlich werden und man verbrennt sich die Finger (Finger, Feuerzeug… ihr habt’s jetzt oder? 😋). Liebe durchläuft viele Phasen und so sind auch Rahel und Peter durch viele Phasen gegangen. Gerade freuen sich beide auf einen Urlaub in den Bergen (T-Shirt 😁), doch wenige Tage vor ihrem Reiseantritt brennt das Feriendomizil ab und so hüten sie das Haus einer Freundin ihrer Mutter, deren Mann gerade einen Schlaganfall erlitten hat. In diesem Haus ihrer Kindheit und Jugend, wird die Gegenwart und der Zustand ihrer Beziehung zu Peter nahezu unerträglich. Ihr Zukunftsoptimismus scheitert zunächst genauso wie der Versuch zu reden, weil Peter mit den Tieren (siehe Cover) so glücklich und verwandelt ist, dass sie ihn kaum wieder erkennt. Wird aus der gemeinsamen Einsamkeit noch mal Gemeinsamkeit? Die Geschichte liest sich phantastisch, ich hatte lange nicht mehr ein so leichtes, beschwingtes Gefühl beim lesen eines doch recht beschwerlichen Themas, das Potenzial der Story ist gigantisch und wird noch spannender als Peter‘s und Rahel‘s Kinder auftauchen. Ein Buch, das so sehr für die Generation meiner Eltern steht, die so wenig im Dialog auf Augenhöhe mit ihren Eltern waren und sind. Potenzial, Spannung und Gesellschaftsrelevanz, ihr ahnt was jetzt kommt oder? Genau! Aber: das Potenzial wird nicht gänzlich ausgenutzt. Ein offenes Ende ist mir immer willkommen, um selber zu interpretieren, aber dieses Ende ist etwas zu offen, sodass stellenweise das Interpretationspotenzial fehlt. Etwas mehr Schluss wäre schön gewesen. In Summe dennoch ein wirklich tolles Buch, das vor allem mit dem Schluss aber für mich an einem Highlight knapp vorbei geschlittert ist. Daher klare Empfehlung und 8/10 ⭐️ Kennt ihr die Autorin schon? Welches Ende hat euch zuletzt einen kleinen Strich durch die Buch-Rechnung gemacht? Schönes Wochenende!

Highlight!
Diese (Hör-)Buch hat mich total gefesselt! Ich fand es großartig, wie vielschichtig die Personen und Probleme waren. Das Hauptthema ist, wie sich eine Liebe im Laufe vieler Jahre ändert und ob man es schaffen kann, eine bis zum Ende glückliche Ehe zu führen. Der Schreibstil ist grandios! Schnörkellos, unkitschig und trotzdem fühlte ich mich den Protagonisten Rahel und Peter extrem nah. Ich konnte jeden der Gedankengänge verstehen und nachempfinden und habe fast körperlich die Hitze jenes Sommers in Brandenburg gespürt. Ein absolutes Highlight für mich! In der Audioversion hervorragend und emphatisch gelesen von Dagmar Manzel.
Wunderbares Buch über eine Verbindung zwischen zwei Menschen, die zu reißen droht, über familiäre (Alt-)Lasten, die auch Jahrzehnte später die gegenwärtigen Beziehungen prägen. Daniela Krien schafft es, sehr schnell mitzureißen. Gern folgt man den Gedankengängen von Rahel, die unter der gewachsenen Distanz zu Peter leidet und auch dem Versuch der beiden während eines 3-wöchigen Aufenthalts auf einem Hof ihre Liebe zu retten. Die Geschichte liest sich überaus flüssig, ohne dabei oberflächig zu sein. Lesenswert!
Daniela Krien schreibt, als würde sie mit einem scharfen Messer durch Butter gleiten – präzise, kühl, aber nie leblos.
Der Brand ist kein Roman, der sich in überflüssigen Verzierungen verliert. Jeder Satz sitzt, jedes Wort hat ein Gewicht. Und doch – oder gerade deswegen – trifft er ins Mark. Rahel und Peter, ein Paar, das längst aneinander vorbeilebt, werden auf eine Reise in die Provinz geworfen, in ein Haus, das nicht ihres ist, in eine Nähe, die sie nicht mehr gewohnt sind. Kein großes Drama, kein greller Knall. Aber unter der Oberfläche flackert es. Und das reicht. Krien erzählt nicht laut, nicht reißerisch. Sie braucht keine ausufernden Seelenbeschreibungen, um Emotionen auszulösen. Ihre Sprache ist klar wie ein Gebirgsbach und genauso eiskalt, wenn sie sein muss. Sie schreibt das Leben, wie es ist – unspektakulär und doch voller kleiner, entscheidender Momente. Wer Action sucht, wird hier nicht fündig. Wer aber einen Roman lesen will, der so präzise wie ein Skalpell in die Risse einer langjährigen Beziehung schneidet, wird Der Brand nicht aus der Hand legen. Krien zeigt: Das Besondere steckt nicht im Spektakel, sondern im genauen Hinsehen.
Nachdem mir bereits ein Buch von Daniela Krien gut gefallen hat, habe ich zum Brand gegriffen. Und auch diesmal fand ich die Story schön und aufwühlend. Die Handlung spielt sich in einem Häuschen irgendwo im nirgendwo ab, wo Peter und Rahel ganz viel Raum haben, sich über ihre Ehe klar zu werden. Besonders fand ich dabei, dass Daniela Krien viele Emotionen zwischen die Zeilen packt und vieles nicht aus dem Gesagten oder den Handlungen der Protagonisten entsteht, sondern dem, was eben nicht eindeutig da ist. Dadurch bekommt die Geschichte einen gewissen Tiefgang, der etwas in mir zum Klingen gebracht hat. Anfänglich war Rahel für mich als Charakter greifbarer als Peter, der irgendwie so losgelöst vom Geschehen wirkte. Am Ende drehte sich das Ganze jedoch. Das Ende war für meinen Geschmack dann ein bisschen zu „unaufgelöst“. Da hätte es ruhig noch ein paar Seiten mehr haben dürfen. Das war auf jeden Fall ein schönes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Daher gibt’s 8/10⭐️ Meine liebsten Zitate aus dem Buch: „Das ist der Mann, den sie liebt. Der keine Worte von ihr verlangt, wenn sie keine hat. Der weiß, was in diesem Moment das Richtige ist.“ „Sie ist sich selbst zu viel und wünscht sich, jemand würde ihr die Last des eigenen Daseins für einige Stunden abnehmen.“

Rahel und Peter sind 30 Jahre verheiratet. Die Kinder sind aus dem Haus und die beiden haben sich über die Jahre in ihrem Alltag als Paar verloren. Ein Urlaub soll die beiden wieder näherbringen, doch das gebuchte Ferienhaus brennt ab. Die Ratlosigkeit wohin es alternativ gehen kann hält nicht lange vor, denn ein Hilferuf bringt die beiden dazu einen kleinen Hof in der Uckermark vorübergehend zu bewirtschaften. Ein Buch über das laute und wilde Familienleben mit Kindern und die Ruhe nach dem Sturm, wenn das Haus wieder leer wird. Den Alltag auf dem Hof mochte ich sehr! Auch die Gedanken von Rahel waren mir sofort greifbar und ich konnte ihr nachempfinden. Auch der auf den ersten Blick nicht zu entdeckende 2. Strang und das Familiengeheimnis fand ich sehr spannend zu lesen! Eine Geschichte die Generationsübergreifend einzelne Phasen des Lebens, des Zusammenlebens, des Eltern sein zeigt und die Hürden die früher oder später auftauchen können. Mehr zu meiner Meinung auf Youtube @jennyslesestoff Lesemonat Juli 2022
Ein Buch über eine große Liebe, die sich auseinander zu leben droht. Verschiedene Prioritäten und viel unausgesprochenes stehen zwischen dem Paar. Doch die gemeinsame Vergangenheit mit vielen Erinnerungen und die immer noch bestehende Liebe bringen sie dazu sich mit sich selbst und einander auseinander zu setzen. Ein schöner Roman über den Alltag einer großen Liebe.
Klammheimlich und leise von hinten kam die Story angeschlichen. Zu Beginn hatte ich mehrmals das Bedürfnis sie wegzulegen. Ich fragte mich, warum die Rezensionen dazu durchwegs so positiv sind. Und dann hatte es mich! Denn auf einmal kamen die Dinge daher wie ein riesiger Waldbrand, aber unaufgeregt. Unaufhaltsam hat sich die Geschichte von Rahel und Peter in mich gebrannt. Rahel und Peter sind ein älteres Ehepaar, gut situiert, zwei erwachsene Kinder. Er ist Professor an einer Hochschule und sie Psychologin. Rahel vom Typ her eher emotional, temperamentvoll. Peter emotional eher introvertiert; jemand, der Dinge mit sich ausmacht. So würde ich die beiden beschreiben. Immer mehr zieht Peter sich von Rahel zurück, scheint fast vor ihr zu fliehen. Die Frage, was los ist, kann Rahel für sich nicht beantworten. Haben sie beide doch Jahrzehnte miteinander verbracht, alles gemeistert, waren im Einklang miteinander und nun „knatterts buchstäblich im Getriebe“. Um einer Freundin zu helfen, deren Mann schwer erkrankt ist, ziehen die beiden für drei Wochen auf deren Bauernhof, versorgen dort das Haus, die Tiere und Pflanzen. In Zeiten, wo allein sind reflektieren beide. Auch als die beiden Kinder zu Besuch kommen, merkt man, wie unterschiedlich diese beiden sind und auch Dissens zwischen Rahel und Peter bringen. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Rahel. Dies aber nicht einseitig, denn auch die Sorgen, Ängste und Emotionen von Peter kommen in der Geschichte nicht zu kurz. Die Geschichte kommt leise daher, hat mir dann aber quasi eine von hinten „mitgegeben“ … denn die Themen tun irgendwie weh im Herzen. Jeder von uns hat gewisse Themen schon erlebt, und doch schafft es die Autorin, dies auf direkte, aber auch sanfte Weise zu erzählen. An mancher Stelle habe ich geschluckt und mir gedacht: Na bumm, voll erwischt. Und auch, wenn vieles nicht – gefühlt – in die Tiefe geht, war es trotzdem nicht zu wenig oder zu viel … die Story ist vollkommen richtig dosiert. Eine feine, sensible, unaufgeregte und doch auch direkte Lektüre, die ins Herz geht. Klare Leseempfehlung!
Ein extrem berührendes Buch für alle, die sich mit der Situation der Protagonisten in irgendeiner Weise identifizieren können. Der Schreibstil von Daniela Krien reißt mich schlichtweg vom Hocker. Da dies nur das Hörbuch war, muss das Printvuch nun dringend bei mir einziehen, damit ich es nochmal lesen und mir die zahlreichen tollen Stellen markieren kann. Es geht um eine Ehe, in der die Kinder aus-, und die Selbstverständlichkeit eingezogen ist und um den Versuch, sich als Paar wiederzufinden. Ganz große Klasse!!!
Ein absolutes Muss für Fans des Genres und für Leser, die nach einer anspruchsvollen, fesselnden Lektüre suchen.
🧡💚DER BRAND von Daniela Krien💚🧡, erschienen bei Diogenes Buchverlag, ET 28.07.2021, 272 Seiten ✨ Ganz große Leseempfehlung von Herzen! ✨ Stimmen zum Buch: »Vielleicht ist das die Kunst von Daniela Krien, diese distanzlose Wahrhaftigkeit ihrer Figuren, die berührende Intimität.« Silke Müller,Stern, Berlin Worum geht’s? Ein Ehepaar, 30 Jahre verheiratet, ein Sommerurlaub, Fragen zur Lebensmitte —>Bitte nach links wischen für die Inhaltsangabe auf Bild 2. Autorenportrait: DANIELA KRIEN, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kom-munikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“, „Die Liebe im Ernstfall“ und „Der Brand“ standen monatelang auf den Bestsellerlisten und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien lebt mit zwei Töchtern in Leipzig. Mein Leseeindruck: Feinste Literatur auf hohem Niveau! Wir lernen Rahel und Peter kennen, sie hatten Sommerurlaub geplant. Allerdings wird dieser durch einen Brand am Urlaubsort zerstört. Aufgrund eines zusätzlichen Ereignisses entsteht eine Aufgabe für sie beide, die sie vor ungeahnte Themen stellt und sie dazu zwingt sich wieder miteinander auseinander zusetzen. Daniela Krien hat mich auch mit diesem Roman überzeugt; ich mag ihre Art und Weise zu schreiben, wie sie gesellschaftliche Themen und menschliche Abgründe behandelt, sie verleiht ihren Büchern die angemessene Tiefe, ohne schwer zu sein. Sie schreibt hart und zärtlich, berührend und ehrlich, direkt aber ohne Zeigefinger, hoffnungsvoll aber auch traurig. Es steckt so viel in ihren gut durchdachten Sätzen und macht auch diesen Roman zu einer fesselnden Lektüre. Fazit: Ein absolutes Muss für Fans des Genres und für Leser, die nach einer anspruchsvollen, fesselnden Lektüre suchen. Eure, Claudia

3 Wochen Urlaub um die Beziehung zu retten oder ein auf und ab der Gefühle
Mein erstes Buch von Daniela Krien. Das Ende hat mich sehr berühert aber ich glaube, in mir drin habe ich es gewusst. Rahel berichtet aus ihrer Perspektive die 3 Wochen, wie sie und ihr Mann sich wieder annähern. Immerwieder sickern aktuelle Geschehnisse wie Corona oder die Geschlechtsidentität mit ein ohne im Vordergrund zu stehen. 3 Wochen die gut beschrieben sind und mich am Ende nachdenklich zurücklassen. Da Rahel als Psychologin arbeitet, kommen auch immer wieder Analysen vor, die ihr manchmal selbst im Weg stehen aber auch ihrem Mann, ein Literaturprofessor steht seine Profession im Weg.
"Ein einfacherer Mann hätte derartige Empfindungen nicht, aber einen einfacheren Mann würde sie auch nicht in dieser Weise lieben."
Obwohl wir Rahel und Peter nur 3 Wochen begleiten, fühlt es sich nach einem ganzen Leben an. Nur 272 Seiten, aber es hat sich wie 500 Seiten gelesen und das meine ich hier positiv. Mit dem Klappentext erwartet man, eine simple Frage: Ist eine langjährige Ehe noch zu retten. Inhaltlich bekommt man die Liebe in all ihren Facetten- zu dem Partner, den Kindern, den eigenen Eltern, zu sich selbst. Wie hält die Liebe, wenn etwas sich nicht so erfüllt, wie man es erhofft hat? Oder wenn Schicksalsschläge einen treffen? Unter anderem wird die Eltern-Kind-Beziehung verarbeitet. Wie kann man zu seinen Eltern wieder finden, wenn nicht immer alles richtig gemacht wurde? Dabei bekommen wir eine 3D-Darstellung. Die Perspektive von Rahel, und ihre Bindung zu ihren zwei eigenen, sehr unterschiedlichen Kindern. "Liebt sie ihn mehr? (...) Die Wahrheit ist: Sie liebt ihn anders." Rahel, und die frühkindlichen Erinnerungen an ihre eigene Mutter. Rahel, als Therapeutin, die über die Erfahrungen ihrer Patienten spricht. Unsere Protagonistin muss viel reflektieren - sich selbst im Umgang mit der Familie, mit ihrem Mann. Mit ihrer Arbeit und wie sie sich die eigene Zukunft vorstellt. "Und dieses Vergessen wird dafür sorgen, dass sich ihre Weiblichkeit allmählich neutralisiert und man sie bald nicht mehr als Frau ansieht, sondern nur noch als Großmütterchen." Dabei wird die Liebe aus ihrer Perspektive so zart besprochen. "'Was haben Sie an Ihrem Mann/Ihrer Frau geliebt?' Diese Frage kann Rahel mühelos beantworten: Peters Klugheit, seine Attraktivität, seine Verlässlichkeit, seinen Humor. Nichts davon hat er verloren, und darum will sie ihn nicht verlieren." Hier aber eine Triggerwarnung: Es wird nicht direkt benannt, aber angedeutet, dass Peter eine Depression hat. Für die Anmerkung, dass Peter eine psychische Krankheit haben könnte, war mir die Verarbeitung des Themas nicht tief genug. Es gibt so viel über die Dynamik in menschlichen Beziehungen die teilweise nur in einem kurzen Absatz besprochen werden, so viel, bei dem ich das Gefühl habe, was überlesen zu haben. Ein fulminantes Buch, das mich vom Können Daniela Kriens überzeugt hat.

Ein leiser, aber intensiver Roman über eine Ehe an der Schwelle zur Ernüchterung. Die Geschichte von Rahel und Peter, einem Paar in ihren Fünfzigern, das nach Jahrzehnten der Vertrautheit plötzlich in der Stille ihrer Beziehung gefangen ist, entfaltet sich mit großer psychologischer Tiefe und sprachlicher Klarheit.
"Der Brand" ist ein stiller, aber eindringlicher Roman über Liebe, Verlust und die Suche nach einem neuen Gleichgewicht im Leben. Wer nach einem packenden Plot sucht, wird hier nicht fündig. Wer sich aber auf eine feinfühlige, kluge Reflexion über Beziehungen und das Älterwerden einlassen möchte, wird belohnt. Daniela Krien zeigt, dass das Drama oft nicht in großen Ereignissen liegt, sondern in den kleinen Rissen des Alltags – und dass manchmal genau diese Risse die größte Wirkung haben.
Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen, obwohl es eigentlich völlig unspektakulär ist. Es gibt nicht wirklich Action, die ganze Geschichte fließt sehr ruhig dahin und beschreibt eigentlich nur 3 Wochen im Leben des älteren Ehepaares Rahel und Peter. Die beiden wollten zusammen in Urlaub fahren, doch kurz vorher ist ihr Urlaubsdomizil abgebrannt. Darum sagt Rahel ihrer Freundin Ruth zu, ihr Haus zu hüten, während diese ihren Mann Victor nach einem Schlaganfall in die Reha begleitet. Nun begleiten wir Rahel und Peter in dieser Zeit und erleben die beiden miteinander und mit ihren erwachsenen Kinder, die sie dort besuchen kommen. Und es wird deutlich, dass es unheimlich viele unausgesprochene Dinge gibt, die zwischen diesen Menschen stehen... Was mich an diesem Buch am meisten überzeugt hat, war der Schreibstil. Die Autorin schafft es, mit ihrem Schreibstil die gesamte Stimmung der Geschichte zu tragen und zum Leser zu transportieren. Das macht das Buch für mich wirklich zu einer tollen Lektüre. Und auch die Probleme und Handlungen der Protagonisten kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich mag es, dass das Buch Tiefe hat, ohne dass es viel Action braucht.
Irreführender Titel
Man erwartet bei dem Titel Feuer mit seiner zerstörenden Kraft. Allein hier führt der Titel schon in die Irre und dient einzig als richtungsaufzwingender Wegweiser für ein Ehepaar, deren Beziehung ins Stocken geraten ist. Es fehlt das Feuer, die Leidenschaft, der Pathos in diesem Roman. Rahel, eine Endvierzigerin wird uns derart selbstbemitleidend präsentiert, dass sie nur noch unsympatisch sein kann. Ihre Neigung zur Passivität, die sich ab und an in Gefühlsausbrüchen entläd, ihre konstante Opferhaltung, Abhängigkeit von ungünstigen Umständen fand ich in weiten Teilen unerträglich. Die laienhafte Beschreibung der Tätigkeit als Psychologin durch Beispiele der Klientenbehandlung sowie die unbeholfene Art und konstant misslungenen Versuche zur Selbstreflexion beweisen wenig Talent für diesen Beruf. Peter, ihr Mann, der auf dem Weg ist, sich zu verselbstständigen, lebt auf dem Bauerhof in der Utermark auf, wird aber immer wieder durch seine in der Vergangenheit verhaftete Frau zurückgehalten. All das würde noch gehen; mir gefielt die Ruhe und die friedliche Umgebung, die sehr gut von der Autorin transportiert wird. Wenn die sehr einfache, ans trivial grenzende Sprache nicht wäre. Ich hätte etliche Sätze herausgestrichen, die beim Lesen an Textpassagen aus einem 3 Groschenroman zu stammen schienen und mir wehtaten. Ich kann mir die vielen 5 Sternebewertungen von Rezensenten nicht erklären, für mich war es eher eine Enttäuschung.
Ganz nett für zwischendurch
Man bekommt einen Einblick in das Leben und die 30 jährige Ehe von Rahel und Peter. Was sie alles zusammen durchgemacht und gemeistert haben, was für Probleme sie haben und wie liebevoll der Umgang miteinander ist, trotz vieler Diskrepanzen. Kann ein dreiwöchiger Urlaub wieder mehr Nähe schaffen? Wie haben die beiden sich nach so vielen Jahren verändert und haben sie sich auseinander gelebt? Diese Fragen werden nach und nach in einem sehr schönen Schreibstil beantwortet. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch, jedoch hat es mich nicht vom Hocker gehauen. Mir hat ein bisschen Spannung gefehlt aber es war sehr interessant zu sehen, wie sehr zwei Menschen sich schätzen und ihre Eigenarten akzeptieren können.
ein unerwartetes sommerbuch-highlight 🩷 nach 30 jahren ehe stehen rahel und peter vor der frage, was von ihrer liebe übrig geblieben ist. die sorge um das, was noch zwischen ihnen ist, und gescheiterte sommerpläne lassen sie ziemlich ratlos zurück. durch einen unglücklichen zufall ergeben sich neue pläne, nur die frage, wie es nach dem urlaub weitergehen soll, bleibt… ich bin durch die seiten geflogen. habe quasi mit in dem alten landhaus gelebt, auf der bank vor dem haus gesessen und mäuschen bei den gesprächen der beiden protagonist*innen gespielt, in der hoffnung, dass die beiden wieder zueinander finden. diese so ruhige geschichte hat mein herz sehr schnell gewonnen und auch knapp drei wochen nach dem ende denke ich noch sehr oft an das schöne haus und wie es rahel und peter wohl geht. eine kleine herzensempfehlung, wenn ihr mal etwas leichteres braucht. und an dieser stelle muss ich einmal festhalten wie schön das cover von der büchergilde ist. 💕
Dieses Buch hat mich mit seiner Thematik total berühren können. Rahel liebt ihren Mann Peter, aber die beiden sind älter geworden, Leidenschaft?? Fehlanzeige... Die gemeinsamen Kinder sind groß und flügge und die Zeit hat das Paar auseinander driften lassen. Nun hüten sie als "Sommerurlaub" Haus und Hof ihrer Freundin Ruth, als deren Mann ins Krankenhaus muss. In leisen Tönen sinniert Daniela Krien hier über das Paar bleiben auch wenn das Nest leer ist, über das Umgehen mit dem älter werdenden Köper und der Liebe, über die Notwendigkeit des Reflektierens und vieles mehr.. Auf wenigen Seiten hat sie es geschafft mir die beiden Protagonisten ganz nah ans Herz zu bringen. Ob es eine Möglichkeit gibt sich nach Jahren des Schweigens und "Nebeneinander her lebens" wieder anzunähern und wenn ja, wie dieser Weg aussehen könnte, beschreibt dieses Buch meisterhaft. Dazu das wunderbare Setting im Haus der Freundin und der Natur und den Tieren, die es umgeben, hat mich sofort entführt!
Dreißig Jahre verheiratet, die Kinder sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus und irgendwie ist das große Ah und Oh aus der Beziehung verschwunden, ist überhaupt noch Liebe zwischen ihnen? Dieser Frage stellen sich Rahel und Peter in ihrem Urlaub. Wird der Weg gemeinsam fortgeführt? Das Buch hat mich allein aufgrund seines Themas schon angesprochen. Was passiert mit der Beziehung, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Wo geht die Liebe hin? Bleibt sie? Geht sie in ein anderes Stadium über? Wie findet man dann als Paar noch einmal neu und anders zusammen, wie wird es sein? Das sind Fragen, über die man in meinem Alter vielleicht häufiger nachdenkt als mit knackigen Dreißig. Die Kinder werden irgendwann flügge und was ist dann? Bei Peter kommt in dem Buch eine berufliche Krise hinzu, die für ihn viel verändert, während Rahel ihren Job immer noch so weiterführt und Bestätigung bekommt. Auch ist sie die Temperamentvollere, während er viel mit sich selbst ausmacht und nicht mit Rahel über all das Ungesagte spricht. Vieles kommt hoch bei Rahel, auch die unterschiedliche Art, wie sie ihre Kinder liebt und wie es für sie als Kind war, wie gerne sie bei Ruth und Viktor war. Es hat ganz viel mit der Angst vor Verlust und dem Gefühl zu tun, dass sie vielleicht versagt hat, sie, die es doch wissen möchte als Psychologin. Schön ist, wie sie sich immer wieder klar macht, was sie an Peter geliebt hat oder vielleicht immer noch liebt und man merkt an kleinen Gesten, wie vertraut sie miteinander sind. Es gibt auf jeden Fall Hoffnung für die beiden, sie funktionieren über das Elternsein hinaus. Wird es reichen? Daniela Krien gelingt es so gut, diese widersprüchlichen Gefühle in Rahel zu beschreiben. Diese manchmal ein bisschen Bösartige, Gemeine in ihren Gedanken, was doch auch gleichzeitig ihre innere Zerrissenheit zeigt. Dieser Kampf und das Wissen, dass sie ihrem Mann gegenüber ungerecht ist, aber diese Gedanken müssen gedacht werden und manchmal auch leider ausgesprochen. Es ist so real an vielen Stellen. Die Sprache ist überhaupt so gut eingesetzt, knappe Sätze, keine Satzwürmer. Gezielte Beschreibungen und gleichzeitig geben sie die Emotionen des jeweiligen Moments wieder.
Mein erstes Buch von Daniela Krien war ein wundervolles Leseerlebnis. Auf dem Mängelexemplar Tisch haben @ , @ und ich das Buch gesehen und sofort gekauft. Kurzerhand habe ich es innerhalb von ein paar Tagen gelesen, ich konnte es gar nicht weglegen. Das Ehepaar Rahel und Peter möchten ihren Sommerurlaub in den Bergen verbringen, dazu kommt es leider nicht da das Ferienhaus abbrennt. Doch ein anderer Anlass führt sie zurück in Rahels Kindheit und einen besonderen Ort. Dort durchleben Rahel und Peter intensive Emotionen und reflektieren ihre fast dreißigjährige Ehe. Kriens Schreibstil ist wirklich fantastisch, klug und fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sie schafft es Emotionen mit einer besonderen Klarheit und Empathie zu vermitteln und uns so die Beziehung zwischen Rahel und Peter nahe zu bringen, aber nicht nur diese, sondern auch die Beziehung zu den zwei Kindern Simon und Selma. Ich mochte die Atmosphäre und Kulisse im Buch sehr gerne. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Rahel und Selma und zu sehen was sich in Rahels Gedankenwelt abspielt. Primär erzählt Kien über eine langjährige Ehe, wie sich diese verändert und was es mit den Eheleuten macht. Es war wunderbar zu lesen wie eng die Verbindung zwischen Rahel und Peter ist, wie sie ihre eigenen Probleme mit sich herumtragen und dennoch total authentisch, ruhig und liebevoll offen über Probleme reden können. Die Liebe und Leidenschaft spielen eine große Rolle. Absolute Leseempfehlung! Ich werde definitiv auch die anderen Bücher von Daniela Krien lesen, habt ihr eine Empfehlung welches ich als nächstes lesen sollte?
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihre Romane ›Die Liebe im Ernstfall‹ und ›Der Brand‹ standen monatelang auf der Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien hat zwei Töchter und lebt in Leipzig.
Posts
Ein Buch über die Mitte des Lebens
Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Sie Ende 40, er Mitte 50. Sie haben zwei erwachsene Kinder, Selma und Simon, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den letzten Jahren habe sich Ruth und Peter auseinander gelebt, eigene Zimmer, kaum körperliche Nähe, aber immernoch eine starke intellektuelle Verbundenheit. Seit Wochen freut sich das Paar auf den Wanderurlaub in den Alpen. Alles wurde akribisch vorbereitet, neues Equipment besorgt... Doch dann der Anruf, kurz vor der Abreise. Das sehr sorgfältig ausgesuchte Ferienhaus ist abgebrannt. Eine vergleichbare Alternative nicht in Sicht. Da kommt die Anfrage von Ruth, einer ca. 70jährigen Familienfreundin, gerade Recht, ihren Hof in der Uckermark für drei Wochen zu betreuen. Ihr Mann Viktor hatte einen Schlaganfall und sie möchte ihn zur Reha nach Ahrenshoop begleiten. Ohne lange zu überlegen, sagt Ruth zu. Was die Lesenden dann erleben ist eine leise und zärtliche Annäherung von Peter und Rahel. Ein Aussprechen von bisher Ungesagtem und eigenen Bedürfnissen. Das zu sich selbst finden durch Spaziergänge, das Schwimmen im See und die Pflichten des Alltags, vom Versorgen der Tiere bis zum Kochen der eigenen Mahlzeiten. Den Zugang zueinander finden Sie auch durch die Sorge um die Kinder. Insbesondere Selma scheint immernoch nicht im Leben angekommen zu sein. Sie taucht mit ihren beiden kleinen Söhnen für ein Wochenende auf dem Hof auf. Hier spürt man beim Lesen eine klare gemeinsame Haltung der Eltern in ihren Werten und Erziehungsmethoden, aber auch ein Reflektieren bei Rahel zu eigenen Fehlern bei der Erziehung der Kinder und der unterschiedlichen Liebe, die sie ihnen entgegen bringt. Gleichzeitig kommt Rahel im Laufe der Geschichte einem vermeintlichen Familiengeheimnis auf die Spur. Man fiebert mit ihr mit, ob sie doch noch aufdecken kann, wer ihr eigentlicher Vater ist. Auch wenn ich mich micht mit Rahel identifizieren konnte, habe ich mich beim Lesen in sie hinein versetzen können. Die Themen, die sie umkreisen sind in Teilen auch meine. Deswegen fühlte ich mich beim Lesen gut abgeholt. Ich mag den Schreibstil von Daniela Krien. Unaufgeregt und klar in der Sprache. Viele Themen wurden in dem Buch angesprochen und es ist dennoch nicht überfrachtet.
Selten ist mir ein Buch so sehr unter die Haut gefahren. Und zwar weniger wegen der Protagonisten, deren Geschichte so wunderbar und nachvollziehbar erzählt wurde, als wegen des Hofs. Ich habe mich an diesem Ort, an jedem Tag dieser drei Wochen, so wohlgefühlt. Für mich ein Sehnsuchtsort, von Daniela Krien so zauberhaft in Worte gefasst! Als Rahel und Peter den Hof verließen, liefen mir die Tränen.
Vom (Wieder)Zueinanderfinden
Rezension: Daniela Krien – Der Brand Rahel und Peter sind mitten in den letzten Vorbereitungen für ihren Sommerurlaub als ein Anruf sämtliche Pläne über Bord wirft. Es gab einen Brand, das Sommerhaus ist nicht mehr. Zeitgleich erleiden enge Freunde einen Schicksalsschlag, sodass sich Rahel und Peter bereit erklären, deren Haus in der ostdeutschen Provinz zu hüten anstatt „so richtig“ in den Urlaub zu fahren. Jetzt haben sie ja Zeit. Für das Haus ihrer Freunde, für sich selbst, für ihre Ehe, die nach 30 Jahren ins Stocken geraten ist. Der Brand selbst also steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Er ist das auslösende Ereignis, das Rahel und Peter an einen Ort verschlägt an dem man gar nicht anders kann, als sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, vielleicht auch miteinander. Was Daniela Kriens Bücher für mich besonders auszeichnet, sind ihr fein gezeichnetes Charaktere. Allesamt nah- und greifbar. Sie könnten die Nachbarn sein, die ich am Briefkasten treffe oder der Kollege, der 2 Büros weiter sitzt. Und somit sind auch die Konflikte, sowohl die zwischen den Figuren, als auch die die jede Figur mit sich selbst herumträgt, sehr nachvollziehbar und so selbstverständlich eingebettet, dass auch bei einer Vielzahl an Konflikten, inneren wie äußeren, keine Verwirrung oder Überforderung entsteht. Daher braucht diese Geschichte auch keine große reiseblogger-Kulisse. Durch Kriens sensiblen, schönen Schreibstil und die genannten Aspekte, tut es die ostdeutsche Provinz eben auch und ist für das Wesen der Protagonisten essenziell. Für mich ist „Der Brand“ das Daniela Krien-Buch mit den am explizitesten formulierten politischen Ansichten, was vielleicht angesichts der Zeit, in der das Buch entstand (2021, Pandemie), gar nicht so überraschend ist. Dabei wirken weder Geschichte noch Dialoge belehrend. Krien macht viele Themen auf, aber so ist es im Leben schließlich auch und vielleicht kann sich grade deswegen jede:r in irgendeiner Ansicht der Figuren – neben Peter und Rahel beispielsweise auch deren Kinder - wiederfinden. Für mich ein sehr gelungener, lebensnaher Roman der neben seinen politischen Attributen viel Nähe und das Wiederzueinanderfinden enthält.
SuB-Challenge 📚🎡 Nummer 13
Eine ruhige Geschichte, die einen tollen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonsit*innen gewährt und einen mit der Familie und vor allem mit der Hauptfigur Rahel mitfühlen lässt. Das Buch hat sich sehr leicht lesen lassen und war perfekt, um nach einem langen Tag zu entspannen und abends den Kopf frei zu bekommen.

Ich fange immer mehr an Daniela Krien's Schreibstil zu mögen. Man erkennt sofort diese pure Art, in der sie Charaktere und Gedankengänge der jeweiligen Personen rüberbringt, ohne jegliches Schönreden. Auch 'der Brand' konnte mich überzeugen! Eine Geschichte mit vielen Auf und Abs, in der sich das Protagonisten-Paar jedoch nie ganz verliert. Kann ich empfehlen.
Sehr angenehme Erzählweise Das Buch liest sich leicht und flüssig, dennoch hat mir irgend etwas gefehlt. Mit Rahel konnte ich mich leider überhaupt nicht identifizieren, vielleicht lag es daran! Der Plot Twist zum Ende des Buches hat mir aber richtig gut gefallen! Wie ist es euch damit ergangen? Gibt es ein anderes Buch von Daniela Krien, das euch gefallen hat?
Satz-Gold: „Wir sind einander zur Gewohnheit geworden, und die Gewohnheit ist das weiche Kissen, auf dem die Liebe einschläft.“ Im Kern: Über die Liebe, das Älterwerden und die Stille zwischen zwei Menschen Die Sprache: ruhig, dicht, klar, beobachtend Kurzer, atmosphärischer Roman in präziser Sprache Was bleibt: Das Gefühl, selbst durch diese Seiten zu gehen. Authentisch, dicht und für mich einfach ein gutes Buch.
Unerwartet gut!
Meine Lieblings "Bookstagramerin" hat dieses Buch auf Ihrer Seite empfohlen und in den höchsten Tönen davon geschwärmt. Ich war nicht minder begeistert! Eine Geschichte über eine eingeschlafene Liebe, die durch einen buchstäblichen Brand wieder neu aufflammen kann. Super geschrieben und kurzweilig, etwas für einen gemütlichen Sonntagnachmittag auf dem Sofa.

Ein doch schwieriges Thema verpackt in eine leicht zu lesende Geschichte. Ein Ehepaar in den 50ern versucht seine Ehe zu beleben, die Lust neu zu entflammen und die Gefühle füreinander neu zu entdecken. Daniela Krien hat einen wunderschönen Schreibstil, ich war von der ersten Seite an gefangen, obwohl nichts wirklich Dramatisches passiert.
DER BRAND Daniela Krien Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet, die Kinder sind bereits aus dem Hause. Ihr Urlaub steht an, doch der Brand ihres Feriendomizils zwingt das Ehepaar zum Umdisponieren. Als ihre sehr viel ältere Freundin Ruth anruft und sie bittet, ihr Haus und Hof in Uckermark zu hüten, damit sie ihren Mann Viktor, der sich nach einem Schlaganfall in einer Rehaklinik befindet, besuchen kann, sagt Rahel spontan zu. Rahel und ihre Mutter Edith waren früher öfter Gäste in diesem Haus. Heute ist alles ein bisschen in die Jahre gekommen, aber dennoch weckt das Haus alte Erinnerungen. Besonders das Atelier des Künstlers Viktor hat es Rahel angetan. Überraschenderweise findet sie hier einige Zeichnungen, wo sie selbst drauf abgebildet ist. Während Rahel mit dem Haus und Garten beschäftigt ist, kümmert sich Peter um das viele Getier - Katzen, Pferd und auch Herr Storch wollen versorgt werden. Doch wer jetzt denkt, dass dem Ehepaar eine harmonische Zeit bevorsteht, den muss ich leider enttäuschen: Rahel und Peter leben nebeneinander her. Die frühere Vertrautheit ist ihnen abhandengekommen. Peter spricht kaum und geht Rahel aus dem Weg. Während Rahel das Gespräch sucht und von Peter abgewiesen wird. Schnell wird uns klar, dass die Ehe von Ruth und Peter gerade in einer Krise steckt. Wir erfahren auch warum, und überhaupt kommen einige wichtige Dinge ans Licht. Ich würde es euch erzählen, aber leider muss ich schnell den Tisch decken, denn Selma, die immer schwierige Tochter von Rahel und Peter, hat sich mit ihren zwei kleinen Jungs zum Mittagessen angekündigt. Ihr solltet das Buch einfach selber lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin Daniele Krien und es gefiel mir außerordentlich gut. In zwei Nachmittagen habe ich diesen unterschwelligen Brand verschlungen. Ein Buch mit einer fesselnden Tiefe. So unglaublich ehrlich - bildlich und wunderbar erzählt. Für mich ein wirkliches Highlight! Große Leseempfehlung. 5/ 5

In Ordnung 🧡
Das war mein drittes Buch der Autorin und es war für mich eher schwächer als die anderen beiden („Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ und „Mein drittes Leben“). Wir begleiten ein Ehepaar durch eine Lebenskrise, dabei werden auch Geheimnisse offenbart… Die Geschichte hat mir an sich gefallen und man konnte das Buch gut und schnell lesen, möchte Euch inhaltlich nicht so viel spoilern, da das Buch auch nicht sonderlich dick ist. Der Schreibstil der Autorin ist immer angenehm und nimmt einen auf den ersten Seiten direkt gefangen. Nicht so gut gefallen hat mir die sehr depressive und zermürbende Stimmung des Romans. Alles war negativ, gefühlt ohne Aussicht auf Besserung. Dazu kam wieder mal, dass Corona großflächige Erwähnung findet, das nervt komplett und ist für mich immer ein Minuspunkt. Das Ende war irgendwie offen, nichts Halbes und nichts Ganzes - man kann sich wohl selbst überlegen, wie es nun wirklich war und wie es weitergeht. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3/5⭐️⭐️⭐️

"Mit allem, was wir tun, mit jeder kleinsten Handlung formen wir unser Leben und unsere Persönlichkeit." Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet, haben zwei erwachsene Kindern und haben sich auseinandergelebt. Es gibt keine Leidenschaft mehr und auch ihre Interessen driften auseinander. Als aufgrund eines Brandes der geplante Wanderurlaub ausfallen muss, fahren die Beiden auf einen alten Hof in die Uckermark, der Freunden von Rahels Mutter gehört. Dort arbeiten die Beiden an ihrer Beziehung und auch an Rahels Vergangenheit. Das Buch "Der Brand" ist eher ein Buch der leisen Töne. Manchmal werden die Protagonisten zwar auch laut, es gibt einige Dramen, aber insgesamt geschieht viel im Inneren, gerade von Rahel. mir hat diese Entschleunigung, dieses "auf sich besinnen" sehr gut gefallen. Auch die Pandemie ist Thema, aber eher am Rande. Ich mochte das Setting, ich fand viele der Personen interessante Charaktere, die manchmal nur zu kurz beleuchtet wurde. Am Ende fehlte mir etwas, auch wenn ich noch gar nicht genau bennen kann, was mir fehlt. Aber es ist, irgendwie unausgeglichen. Die Sprache empfand ich nicht immer als ganze einfach aber trotzdem eindringlich. Ein psychologisches Buch auf dessen langsames Tempo man sich einlassen muss Interessanterweise hat mein Freund, als er den Titel las, gefragt, ob das Buch "Der Brand" in Dresden spielt. Und tatsächlich wohnen Rahel und Peter in Dresden und auch "der Brand" kommt zur Sprache. Und vielleicht geht es auch im die innerlichen Brände in den Personen, Gefühle, Gedanken, die schwelen und ausbrechen
Omnia vincit amor
Ein Buch das einen an die Liebe glauben lässt. An die Liebe in der Familie, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Partnern, zwischen Freunden, sogar zwischen Menschen und Tiereb. Ja dies ist ein bildungsbürgerliches Buch, der Hälfte der abendluchen Unterhaltungen beim Wein zwischen Rahel und Peter konnte ich nur ansatzweise folgen 😅 aber dennoch hat mich dieses Buch irgendwie unglaublich glücklich gemacht und zuversichtlich zurückgelassen. Das Ende ist zwar etwas offen, was hier in den Rezensionen schon oft bemängelt wurde, aber mich stört das gar nicht. Ich habe mein Ende für dieses Buch gefunden. Und das war perfekt...
Verdammt gut!
📚 Rezension | Der #Brand - #DanielaKrien | Roman | Rezensionsexemplar 📚 Moin, Heute gibt’s mal eine Rezension mit Wimmelbild 😁 Den Klappentext gibt’s wie immer auf Bild 2, danach folgen ein paar Zitate, die ich zeigenswürdig finde 🤭 Der Anfang der Liebe steht einem oft mit einem breiten Grinsen im Gesicht (Gesicht 😉), doch liebe kann auch gefährlich werden und man verbrennt sich die Finger (Finger, Feuerzeug… ihr habt’s jetzt oder? 😋). Liebe durchläuft viele Phasen und so sind auch Rahel und Peter durch viele Phasen gegangen. Gerade freuen sich beide auf einen Urlaub in den Bergen (T-Shirt 😁), doch wenige Tage vor ihrem Reiseantritt brennt das Feriendomizil ab und so hüten sie das Haus einer Freundin ihrer Mutter, deren Mann gerade einen Schlaganfall erlitten hat. In diesem Haus ihrer Kindheit und Jugend, wird die Gegenwart und der Zustand ihrer Beziehung zu Peter nahezu unerträglich. Ihr Zukunftsoptimismus scheitert zunächst genauso wie der Versuch zu reden, weil Peter mit den Tieren (siehe Cover) so glücklich und verwandelt ist, dass sie ihn kaum wieder erkennt. Wird aus der gemeinsamen Einsamkeit noch mal Gemeinsamkeit? Die Geschichte liest sich phantastisch, ich hatte lange nicht mehr ein so leichtes, beschwingtes Gefühl beim lesen eines doch recht beschwerlichen Themas, das Potenzial der Story ist gigantisch und wird noch spannender als Peter‘s und Rahel‘s Kinder auftauchen. Ein Buch, das so sehr für die Generation meiner Eltern steht, die so wenig im Dialog auf Augenhöhe mit ihren Eltern waren und sind. Potenzial, Spannung und Gesellschaftsrelevanz, ihr ahnt was jetzt kommt oder? Genau! Aber: das Potenzial wird nicht gänzlich ausgenutzt. Ein offenes Ende ist mir immer willkommen, um selber zu interpretieren, aber dieses Ende ist etwas zu offen, sodass stellenweise das Interpretationspotenzial fehlt. Etwas mehr Schluss wäre schön gewesen. In Summe dennoch ein wirklich tolles Buch, das vor allem mit dem Schluss aber für mich an einem Highlight knapp vorbei geschlittert ist. Daher klare Empfehlung und 8/10 ⭐️ Kennt ihr die Autorin schon? Welches Ende hat euch zuletzt einen kleinen Strich durch die Buch-Rechnung gemacht? Schönes Wochenende!

Highlight!
Diese (Hör-)Buch hat mich total gefesselt! Ich fand es großartig, wie vielschichtig die Personen und Probleme waren. Das Hauptthema ist, wie sich eine Liebe im Laufe vieler Jahre ändert und ob man es schaffen kann, eine bis zum Ende glückliche Ehe zu führen. Der Schreibstil ist grandios! Schnörkellos, unkitschig und trotzdem fühlte ich mich den Protagonisten Rahel und Peter extrem nah. Ich konnte jeden der Gedankengänge verstehen und nachempfinden und habe fast körperlich die Hitze jenes Sommers in Brandenburg gespürt. Ein absolutes Highlight für mich! In der Audioversion hervorragend und emphatisch gelesen von Dagmar Manzel.
Wunderbares Buch über eine Verbindung zwischen zwei Menschen, die zu reißen droht, über familiäre (Alt-)Lasten, die auch Jahrzehnte später die gegenwärtigen Beziehungen prägen. Daniela Krien schafft es, sehr schnell mitzureißen. Gern folgt man den Gedankengängen von Rahel, die unter der gewachsenen Distanz zu Peter leidet und auch dem Versuch der beiden während eines 3-wöchigen Aufenthalts auf einem Hof ihre Liebe zu retten. Die Geschichte liest sich überaus flüssig, ohne dabei oberflächig zu sein. Lesenswert!
Daniela Krien schreibt, als würde sie mit einem scharfen Messer durch Butter gleiten – präzise, kühl, aber nie leblos.
Der Brand ist kein Roman, der sich in überflüssigen Verzierungen verliert. Jeder Satz sitzt, jedes Wort hat ein Gewicht. Und doch – oder gerade deswegen – trifft er ins Mark. Rahel und Peter, ein Paar, das längst aneinander vorbeilebt, werden auf eine Reise in die Provinz geworfen, in ein Haus, das nicht ihres ist, in eine Nähe, die sie nicht mehr gewohnt sind. Kein großes Drama, kein greller Knall. Aber unter der Oberfläche flackert es. Und das reicht. Krien erzählt nicht laut, nicht reißerisch. Sie braucht keine ausufernden Seelenbeschreibungen, um Emotionen auszulösen. Ihre Sprache ist klar wie ein Gebirgsbach und genauso eiskalt, wenn sie sein muss. Sie schreibt das Leben, wie es ist – unspektakulär und doch voller kleiner, entscheidender Momente. Wer Action sucht, wird hier nicht fündig. Wer aber einen Roman lesen will, der so präzise wie ein Skalpell in die Risse einer langjährigen Beziehung schneidet, wird Der Brand nicht aus der Hand legen. Krien zeigt: Das Besondere steckt nicht im Spektakel, sondern im genauen Hinsehen.
Nachdem mir bereits ein Buch von Daniela Krien gut gefallen hat, habe ich zum Brand gegriffen. Und auch diesmal fand ich die Story schön und aufwühlend. Die Handlung spielt sich in einem Häuschen irgendwo im nirgendwo ab, wo Peter und Rahel ganz viel Raum haben, sich über ihre Ehe klar zu werden. Besonders fand ich dabei, dass Daniela Krien viele Emotionen zwischen die Zeilen packt und vieles nicht aus dem Gesagten oder den Handlungen der Protagonisten entsteht, sondern dem, was eben nicht eindeutig da ist. Dadurch bekommt die Geschichte einen gewissen Tiefgang, der etwas in mir zum Klingen gebracht hat. Anfänglich war Rahel für mich als Charakter greifbarer als Peter, der irgendwie so losgelöst vom Geschehen wirkte. Am Ende drehte sich das Ganze jedoch. Das Ende war für meinen Geschmack dann ein bisschen zu „unaufgelöst“. Da hätte es ruhig noch ein paar Seiten mehr haben dürfen. Das war auf jeden Fall ein schönes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Daher gibt’s 8/10⭐️ Meine liebsten Zitate aus dem Buch: „Das ist der Mann, den sie liebt. Der keine Worte von ihr verlangt, wenn sie keine hat. Der weiß, was in diesem Moment das Richtige ist.“ „Sie ist sich selbst zu viel und wünscht sich, jemand würde ihr die Last des eigenen Daseins für einige Stunden abnehmen.“

Rahel und Peter sind 30 Jahre verheiratet. Die Kinder sind aus dem Haus und die beiden haben sich über die Jahre in ihrem Alltag als Paar verloren. Ein Urlaub soll die beiden wieder näherbringen, doch das gebuchte Ferienhaus brennt ab. Die Ratlosigkeit wohin es alternativ gehen kann hält nicht lange vor, denn ein Hilferuf bringt die beiden dazu einen kleinen Hof in der Uckermark vorübergehend zu bewirtschaften. Ein Buch über das laute und wilde Familienleben mit Kindern und die Ruhe nach dem Sturm, wenn das Haus wieder leer wird. Den Alltag auf dem Hof mochte ich sehr! Auch die Gedanken von Rahel waren mir sofort greifbar und ich konnte ihr nachempfinden. Auch der auf den ersten Blick nicht zu entdeckende 2. Strang und das Familiengeheimnis fand ich sehr spannend zu lesen! Eine Geschichte die Generationsübergreifend einzelne Phasen des Lebens, des Zusammenlebens, des Eltern sein zeigt und die Hürden die früher oder später auftauchen können. Mehr zu meiner Meinung auf Youtube @jennyslesestoff Lesemonat Juli 2022
Ein Buch über eine große Liebe, die sich auseinander zu leben droht. Verschiedene Prioritäten und viel unausgesprochenes stehen zwischen dem Paar. Doch die gemeinsame Vergangenheit mit vielen Erinnerungen und die immer noch bestehende Liebe bringen sie dazu sich mit sich selbst und einander auseinander zu setzen. Ein schöner Roman über den Alltag einer großen Liebe.
Klammheimlich und leise von hinten kam die Story angeschlichen. Zu Beginn hatte ich mehrmals das Bedürfnis sie wegzulegen. Ich fragte mich, warum die Rezensionen dazu durchwegs so positiv sind. Und dann hatte es mich! Denn auf einmal kamen die Dinge daher wie ein riesiger Waldbrand, aber unaufgeregt. Unaufhaltsam hat sich die Geschichte von Rahel und Peter in mich gebrannt. Rahel und Peter sind ein älteres Ehepaar, gut situiert, zwei erwachsene Kinder. Er ist Professor an einer Hochschule und sie Psychologin. Rahel vom Typ her eher emotional, temperamentvoll. Peter emotional eher introvertiert; jemand, der Dinge mit sich ausmacht. So würde ich die beiden beschreiben. Immer mehr zieht Peter sich von Rahel zurück, scheint fast vor ihr zu fliehen. Die Frage, was los ist, kann Rahel für sich nicht beantworten. Haben sie beide doch Jahrzehnte miteinander verbracht, alles gemeistert, waren im Einklang miteinander und nun „knatterts buchstäblich im Getriebe“. Um einer Freundin zu helfen, deren Mann schwer erkrankt ist, ziehen die beiden für drei Wochen auf deren Bauernhof, versorgen dort das Haus, die Tiere und Pflanzen. In Zeiten, wo allein sind reflektieren beide. Auch als die beiden Kinder zu Besuch kommen, merkt man, wie unterschiedlich diese beiden sind und auch Dissens zwischen Rahel und Peter bringen. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Rahel. Dies aber nicht einseitig, denn auch die Sorgen, Ängste und Emotionen von Peter kommen in der Geschichte nicht zu kurz. Die Geschichte kommt leise daher, hat mir dann aber quasi eine von hinten „mitgegeben“ … denn die Themen tun irgendwie weh im Herzen. Jeder von uns hat gewisse Themen schon erlebt, und doch schafft es die Autorin, dies auf direkte, aber auch sanfte Weise zu erzählen. An mancher Stelle habe ich geschluckt und mir gedacht: Na bumm, voll erwischt. Und auch, wenn vieles nicht – gefühlt – in die Tiefe geht, war es trotzdem nicht zu wenig oder zu viel … die Story ist vollkommen richtig dosiert. Eine feine, sensible, unaufgeregte und doch auch direkte Lektüre, die ins Herz geht. Klare Leseempfehlung!
Ein extrem berührendes Buch für alle, die sich mit der Situation der Protagonisten in irgendeiner Weise identifizieren können. Der Schreibstil von Daniela Krien reißt mich schlichtweg vom Hocker. Da dies nur das Hörbuch war, muss das Printvuch nun dringend bei mir einziehen, damit ich es nochmal lesen und mir die zahlreichen tollen Stellen markieren kann. Es geht um eine Ehe, in der die Kinder aus-, und die Selbstverständlichkeit eingezogen ist und um den Versuch, sich als Paar wiederzufinden. Ganz große Klasse!!!
Ein absolutes Muss für Fans des Genres und für Leser, die nach einer anspruchsvollen, fesselnden Lektüre suchen.
🧡💚DER BRAND von Daniela Krien💚🧡, erschienen bei Diogenes Buchverlag, ET 28.07.2021, 272 Seiten ✨ Ganz große Leseempfehlung von Herzen! ✨ Stimmen zum Buch: »Vielleicht ist das die Kunst von Daniela Krien, diese distanzlose Wahrhaftigkeit ihrer Figuren, die berührende Intimität.« Silke Müller,Stern, Berlin Worum geht’s? Ein Ehepaar, 30 Jahre verheiratet, ein Sommerurlaub, Fragen zur Lebensmitte —>Bitte nach links wischen für die Inhaltsangabe auf Bild 2. Autorenportrait: DANIELA KRIEN, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kom-munikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“, „Die Liebe im Ernstfall“ und „Der Brand“ standen monatelang auf den Bestsellerlisten und wurden in viele Sprachen übersetzt. Daniela Krien lebt mit zwei Töchtern in Leipzig. Mein Leseeindruck: Feinste Literatur auf hohem Niveau! Wir lernen Rahel und Peter kennen, sie hatten Sommerurlaub geplant. Allerdings wird dieser durch einen Brand am Urlaubsort zerstört. Aufgrund eines zusätzlichen Ereignisses entsteht eine Aufgabe für sie beide, die sie vor ungeahnte Themen stellt und sie dazu zwingt sich wieder miteinander auseinander zusetzen. Daniela Krien hat mich auch mit diesem Roman überzeugt; ich mag ihre Art und Weise zu schreiben, wie sie gesellschaftliche Themen und menschliche Abgründe behandelt, sie verleiht ihren Büchern die angemessene Tiefe, ohne schwer zu sein. Sie schreibt hart und zärtlich, berührend und ehrlich, direkt aber ohne Zeigefinger, hoffnungsvoll aber auch traurig. Es steckt so viel in ihren gut durchdachten Sätzen und macht auch diesen Roman zu einer fesselnden Lektüre. Fazit: Ein absolutes Muss für Fans des Genres und für Leser, die nach einer anspruchsvollen, fesselnden Lektüre suchen. Eure, Claudia

3 Wochen Urlaub um die Beziehung zu retten oder ein auf und ab der Gefühle
Mein erstes Buch von Daniela Krien. Das Ende hat mich sehr berühert aber ich glaube, in mir drin habe ich es gewusst. Rahel berichtet aus ihrer Perspektive die 3 Wochen, wie sie und ihr Mann sich wieder annähern. Immerwieder sickern aktuelle Geschehnisse wie Corona oder die Geschlechtsidentität mit ein ohne im Vordergrund zu stehen. 3 Wochen die gut beschrieben sind und mich am Ende nachdenklich zurücklassen. Da Rahel als Psychologin arbeitet, kommen auch immer wieder Analysen vor, die ihr manchmal selbst im Weg stehen aber auch ihrem Mann, ein Literaturprofessor steht seine Profession im Weg.
"Ein einfacherer Mann hätte derartige Empfindungen nicht, aber einen einfacheren Mann würde sie auch nicht in dieser Weise lieben."
Obwohl wir Rahel und Peter nur 3 Wochen begleiten, fühlt es sich nach einem ganzen Leben an. Nur 272 Seiten, aber es hat sich wie 500 Seiten gelesen und das meine ich hier positiv. Mit dem Klappentext erwartet man, eine simple Frage: Ist eine langjährige Ehe noch zu retten. Inhaltlich bekommt man die Liebe in all ihren Facetten- zu dem Partner, den Kindern, den eigenen Eltern, zu sich selbst. Wie hält die Liebe, wenn etwas sich nicht so erfüllt, wie man es erhofft hat? Oder wenn Schicksalsschläge einen treffen? Unter anderem wird die Eltern-Kind-Beziehung verarbeitet. Wie kann man zu seinen Eltern wieder finden, wenn nicht immer alles richtig gemacht wurde? Dabei bekommen wir eine 3D-Darstellung. Die Perspektive von Rahel, und ihre Bindung zu ihren zwei eigenen, sehr unterschiedlichen Kindern. "Liebt sie ihn mehr? (...) Die Wahrheit ist: Sie liebt ihn anders." Rahel, und die frühkindlichen Erinnerungen an ihre eigene Mutter. Rahel, als Therapeutin, die über die Erfahrungen ihrer Patienten spricht. Unsere Protagonistin muss viel reflektieren - sich selbst im Umgang mit der Familie, mit ihrem Mann. Mit ihrer Arbeit und wie sie sich die eigene Zukunft vorstellt. "Und dieses Vergessen wird dafür sorgen, dass sich ihre Weiblichkeit allmählich neutralisiert und man sie bald nicht mehr als Frau ansieht, sondern nur noch als Großmütterchen." Dabei wird die Liebe aus ihrer Perspektive so zart besprochen. "'Was haben Sie an Ihrem Mann/Ihrer Frau geliebt?' Diese Frage kann Rahel mühelos beantworten: Peters Klugheit, seine Attraktivität, seine Verlässlichkeit, seinen Humor. Nichts davon hat er verloren, und darum will sie ihn nicht verlieren." Hier aber eine Triggerwarnung: Es wird nicht direkt benannt, aber angedeutet, dass Peter eine Depression hat. Für die Anmerkung, dass Peter eine psychische Krankheit haben könnte, war mir die Verarbeitung des Themas nicht tief genug. Es gibt so viel über die Dynamik in menschlichen Beziehungen die teilweise nur in einem kurzen Absatz besprochen werden, so viel, bei dem ich das Gefühl habe, was überlesen zu haben. Ein fulminantes Buch, das mich vom Können Daniela Kriens überzeugt hat.

Ein leiser, aber intensiver Roman über eine Ehe an der Schwelle zur Ernüchterung. Die Geschichte von Rahel und Peter, einem Paar in ihren Fünfzigern, das nach Jahrzehnten der Vertrautheit plötzlich in der Stille ihrer Beziehung gefangen ist, entfaltet sich mit großer psychologischer Tiefe und sprachlicher Klarheit.
"Der Brand" ist ein stiller, aber eindringlicher Roman über Liebe, Verlust und die Suche nach einem neuen Gleichgewicht im Leben. Wer nach einem packenden Plot sucht, wird hier nicht fündig. Wer sich aber auf eine feinfühlige, kluge Reflexion über Beziehungen und das Älterwerden einlassen möchte, wird belohnt. Daniela Krien zeigt, dass das Drama oft nicht in großen Ereignissen liegt, sondern in den kleinen Rissen des Alltags – und dass manchmal genau diese Risse die größte Wirkung haben.
Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen, obwohl es eigentlich völlig unspektakulär ist. Es gibt nicht wirklich Action, die ganze Geschichte fließt sehr ruhig dahin und beschreibt eigentlich nur 3 Wochen im Leben des älteren Ehepaares Rahel und Peter. Die beiden wollten zusammen in Urlaub fahren, doch kurz vorher ist ihr Urlaubsdomizil abgebrannt. Darum sagt Rahel ihrer Freundin Ruth zu, ihr Haus zu hüten, während diese ihren Mann Victor nach einem Schlaganfall in die Reha begleitet. Nun begleiten wir Rahel und Peter in dieser Zeit und erleben die beiden miteinander und mit ihren erwachsenen Kinder, die sie dort besuchen kommen. Und es wird deutlich, dass es unheimlich viele unausgesprochene Dinge gibt, die zwischen diesen Menschen stehen... Was mich an diesem Buch am meisten überzeugt hat, war der Schreibstil. Die Autorin schafft es, mit ihrem Schreibstil die gesamte Stimmung der Geschichte zu tragen und zum Leser zu transportieren. Das macht das Buch für mich wirklich zu einer tollen Lektüre. Und auch die Probleme und Handlungen der Protagonisten kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich mag es, dass das Buch Tiefe hat, ohne dass es viel Action braucht.
Irreführender Titel
Man erwartet bei dem Titel Feuer mit seiner zerstörenden Kraft. Allein hier führt der Titel schon in die Irre und dient einzig als richtungsaufzwingender Wegweiser für ein Ehepaar, deren Beziehung ins Stocken geraten ist. Es fehlt das Feuer, die Leidenschaft, der Pathos in diesem Roman. Rahel, eine Endvierzigerin wird uns derart selbstbemitleidend präsentiert, dass sie nur noch unsympatisch sein kann. Ihre Neigung zur Passivität, die sich ab und an in Gefühlsausbrüchen entläd, ihre konstante Opferhaltung, Abhängigkeit von ungünstigen Umständen fand ich in weiten Teilen unerträglich. Die laienhafte Beschreibung der Tätigkeit als Psychologin durch Beispiele der Klientenbehandlung sowie die unbeholfene Art und konstant misslungenen Versuche zur Selbstreflexion beweisen wenig Talent für diesen Beruf. Peter, ihr Mann, der auf dem Weg ist, sich zu verselbstständigen, lebt auf dem Bauerhof in der Utermark auf, wird aber immer wieder durch seine in der Vergangenheit verhaftete Frau zurückgehalten. All das würde noch gehen; mir gefielt die Ruhe und die friedliche Umgebung, die sehr gut von der Autorin transportiert wird. Wenn die sehr einfache, ans trivial grenzende Sprache nicht wäre. Ich hätte etliche Sätze herausgestrichen, die beim Lesen an Textpassagen aus einem 3 Groschenroman zu stammen schienen und mir wehtaten. Ich kann mir die vielen 5 Sternebewertungen von Rezensenten nicht erklären, für mich war es eher eine Enttäuschung.
Ganz nett für zwischendurch
Man bekommt einen Einblick in das Leben und die 30 jährige Ehe von Rahel und Peter. Was sie alles zusammen durchgemacht und gemeistert haben, was für Probleme sie haben und wie liebevoll der Umgang miteinander ist, trotz vieler Diskrepanzen. Kann ein dreiwöchiger Urlaub wieder mehr Nähe schaffen? Wie haben die beiden sich nach so vielen Jahren verändert und haben sie sich auseinander gelebt? Diese Fragen werden nach und nach in einem sehr schönen Schreibstil beantwortet. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch, jedoch hat es mich nicht vom Hocker gehauen. Mir hat ein bisschen Spannung gefehlt aber es war sehr interessant zu sehen, wie sehr zwei Menschen sich schätzen und ihre Eigenarten akzeptieren können.
ein unerwartetes sommerbuch-highlight 🩷 nach 30 jahren ehe stehen rahel und peter vor der frage, was von ihrer liebe übrig geblieben ist. die sorge um das, was noch zwischen ihnen ist, und gescheiterte sommerpläne lassen sie ziemlich ratlos zurück. durch einen unglücklichen zufall ergeben sich neue pläne, nur die frage, wie es nach dem urlaub weitergehen soll, bleibt… ich bin durch die seiten geflogen. habe quasi mit in dem alten landhaus gelebt, auf der bank vor dem haus gesessen und mäuschen bei den gesprächen der beiden protagonist*innen gespielt, in der hoffnung, dass die beiden wieder zueinander finden. diese so ruhige geschichte hat mein herz sehr schnell gewonnen und auch knapp drei wochen nach dem ende denke ich noch sehr oft an das schöne haus und wie es rahel und peter wohl geht. eine kleine herzensempfehlung, wenn ihr mal etwas leichteres braucht. und an dieser stelle muss ich einmal festhalten wie schön das cover von der büchergilde ist. 💕
Dieses Buch hat mich mit seiner Thematik total berühren können. Rahel liebt ihren Mann Peter, aber die beiden sind älter geworden, Leidenschaft?? Fehlanzeige... Die gemeinsamen Kinder sind groß und flügge und die Zeit hat das Paar auseinander driften lassen. Nun hüten sie als "Sommerurlaub" Haus und Hof ihrer Freundin Ruth, als deren Mann ins Krankenhaus muss. In leisen Tönen sinniert Daniela Krien hier über das Paar bleiben auch wenn das Nest leer ist, über das Umgehen mit dem älter werdenden Köper und der Liebe, über die Notwendigkeit des Reflektierens und vieles mehr.. Auf wenigen Seiten hat sie es geschafft mir die beiden Protagonisten ganz nah ans Herz zu bringen. Ob es eine Möglichkeit gibt sich nach Jahren des Schweigens und "Nebeneinander her lebens" wieder anzunähern und wenn ja, wie dieser Weg aussehen könnte, beschreibt dieses Buch meisterhaft. Dazu das wunderbare Setting im Haus der Freundin und der Natur und den Tieren, die es umgeben, hat mich sofort entführt!
Dreißig Jahre verheiratet, die Kinder sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus und irgendwie ist das große Ah und Oh aus der Beziehung verschwunden, ist überhaupt noch Liebe zwischen ihnen? Dieser Frage stellen sich Rahel und Peter in ihrem Urlaub. Wird der Weg gemeinsam fortgeführt? Das Buch hat mich allein aufgrund seines Themas schon angesprochen. Was passiert mit der Beziehung, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Wo geht die Liebe hin? Bleibt sie? Geht sie in ein anderes Stadium über? Wie findet man dann als Paar noch einmal neu und anders zusammen, wie wird es sein? Das sind Fragen, über die man in meinem Alter vielleicht häufiger nachdenkt als mit knackigen Dreißig. Die Kinder werden irgendwann flügge und was ist dann? Bei Peter kommt in dem Buch eine berufliche Krise hinzu, die für ihn viel verändert, während Rahel ihren Job immer noch so weiterführt und Bestätigung bekommt. Auch ist sie die Temperamentvollere, während er viel mit sich selbst ausmacht und nicht mit Rahel über all das Ungesagte spricht. Vieles kommt hoch bei Rahel, auch die unterschiedliche Art, wie sie ihre Kinder liebt und wie es für sie als Kind war, wie gerne sie bei Ruth und Viktor war. Es hat ganz viel mit der Angst vor Verlust und dem Gefühl zu tun, dass sie vielleicht versagt hat, sie, die es doch wissen möchte als Psychologin. Schön ist, wie sie sich immer wieder klar macht, was sie an Peter geliebt hat oder vielleicht immer noch liebt und man merkt an kleinen Gesten, wie vertraut sie miteinander sind. Es gibt auf jeden Fall Hoffnung für die beiden, sie funktionieren über das Elternsein hinaus. Wird es reichen? Daniela Krien gelingt es so gut, diese widersprüchlichen Gefühle in Rahel zu beschreiben. Diese manchmal ein bisschen Bösartige, Gemeine in ihren Gedanken, was doch auch gleichzeitig ihre innere Zerrissenheit zeigt. Dieser Kampf und das Wissen, dass sie ihrem Mann gegenüber ungerecht ist, aber diese Gedanken müssen gedacht werden und manchmal auch leider ausgesprochen. Es ist so real an vielen Stellen. Die Sprache ist überhaupt so gut eingesetzt, knappe Sätze, keine Satzwürmer. Gezielte Beschreibungen und gleichzeitig geben sie die Emotionen des jeweiligen Moments wieder.
Mein erstes Buch von Daniela Krien war ein wundervolles Leseerlebnis. Auf dem Mängelexemplar Tisch haben @ , @ und ich das Buch gesehen und sofort gekauft. Kurzerhand habe ich es innerhalb von ein paar Tagen gelesen, ich konnte es gar nicht weglegen. Das Ehepaar Rahel und Peter möchten ihren Sommerurlaub in den Bergen verbringen, dazu kommt es leider nicht da das Ferienhaus abbrennt. Doch ein anderer Anlass führt sie zurück in Rahels Kindheit und einen besonderen Ort. Dort durchleben Rahel und Peter intensive Emotionen und reflektieren ihre fast dreißigjährige Ehe. Kriens Schreibstil ist wirklich fantastisch, klug und fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sie schafft es Emotionen mit einer besonderen Klarheit und Empathie zu vermitteln und uns so die Beziehung zwischen Rahel und Peter nahe zu bringen, aber nicht nur diese, sondern auch die Beziehung zu den zwei Kindern Simon und Selma. Ich mochte die Atmosphäre und Kulisse im Buch sehr gerne. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Rahel und Selma und zu sehen was sich in Rahels Gedankenwelt abspielt. Primär erzählt Kien über eine langjährige Ehe, wie sich diese verändert und was es mit den Eheleuten macht. Es war wunderbar zu lesen wie eng die Verbindung zwischen Rahel und Peter ist, wie sie ihre eigenen Probleme mit sich herumtragen und dennoch total authentisch, ruhig und liebevoll offen über Probleme reden können. Die Liebe und Leidenschaft spielen eine große Rolle. Absolute Leseempfehlung! Ich werde definitiv auch die anderen Bücher von Daniela Krien lesen, habt ihr eine Empfehlung welches ich als nächstes lesen sollte?





















































