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4 Geschichten, 4 Generationen, alle irgendwie miteinander verbunden und doch für sich erzählt. Das Bindeglied ist nicht nur die Verwandtschaft, sondern auch Rumänien und doch geht es auch über diese Grenzen hinaus. Jacob, als österreichischer Soldat in Rumänien im 1. Weltkrieg darf kurz auf einem Hof den Krieg vergessen. Henriette wächst auf diesem Hof mit ihren Geschwistern auf. Vicco wächst statt bei seiner Mutter bei seiner Tante auf und Hedda will eine Auszeit nehmen auf La Gomera. Alle irgendwie verloren und auf der Suche. Mehr will ich gar nicht erzählten, da ich es besonders fand, wie die Leben miteinander verknüpft sind. Ja, Iris Wolff hat eine besondere Sprache und sie schafft es wirklich gekonnt, in nur 170 Seiten so viel zu erzählen. Und auch wenn es mir gefallen hat, eine Familie über ein ganzes Jahrhundert zu begleiten, war ich doch nicht geflasht von der Erzählweise. Ich hatte teilweise das Gefühl, irgendwo zwischendurch den einen oder anderen Satz überlesen zu haben, vielleicht weil mir hier und da ein Detail gefehlt hat und trotzdem hab ich der Geschichte folgen können. Bildlich gesprochen, bin ich einfach ab und an beim Lesen gestolpert, kurz ins Straucheln gekommen und dann weitergelesen. Ich finde, es ist ein schönes Buch, gekonnt erzählt, mit geschickten Leerstellen und faszinierende Verknüpfungen. Außerdem gefiel mir die Stimmung im Buch. Schmal, aber mit viel Leben gefüllt. S.79 „Henriette war das seltsam vorgekommen, sie dachte, man suche nachts den Trost einer anderen Stimme. Doch oft erfuhr man erst während des Sprechens, was einen beschäftigte, und es brauchte das Aussprechen, um Gedanken loszulassen, die zu einer Ungeheuerlichkeit herangewachsen waren.“ S.89 „Nur er würde nicht sehen, wie der erste Mensch einen Fuß auf den Mond setzte, wie die Erde aus dem All aussah - ein durchscheinender, blauer Planet aus Wasser, Erde und Wolken, auf dem irgendwo in Südosteuropa ein Mann auf seinem Motorrad verunglückte. Betrachtete man es aus dieser Perspektive, was spielte sein Tod da für eine Rolle?“
Feb 14, 2025
4 Geschichten, 4 Generationen, alle irgendwie miteinander verbunden und doch für sich erzählt. Das Bindeglied ist nicht nur die Verwandtschaft, sondern auch Rumänien und doch geht es auch über diese Grenzen hinaus. Jacob, als österreichischer Soldat in Rumänien im 1. Weltkrieg darf kurz auf einem Hof den Krieg vergessen. Henriette wächst auf diesem Hof mit ihren Geschwistern auf. Vicco wächst statt bei seiner Mutter bei seiner Tante auf und Hedda will eine Auszeit nehmen auf La Gomera. Alle irgendwie verloren und auf der Suche. Mehr will ich gar nicht erzählten, da ich es besonders fand, wie die Leben miteinander verknüpft sind. Ja, Iris Wolff hat eine besondere Sprache und sie schafft es wirklich gekonnt, in nur 170 Seiten so viel zu erzählen. Und auch wenn es mir gefallen hat, eine Familie über ein ganzes Jahrhundert zu begleiten, war ich doch nicht geflasht von der Erzählweise. Ich hatte teilweise das Gefühl, irgendwo zwischendurch den einen oder anderen Satz überlesen zu haben, vielleicht weil mir hier und da ein Detail gefehlt hat und trotzdem hab ich der Geschichte folgen können. Bildlich gesprochen, bin ich einfach ab und an beim Lesen gestolpert, kurz ins Straucheln gekommen und dann weitergelesen. Ich finde, es ist ein schönes Buch, gekonnt erzählt, mit geschickten Leerstellen und faszinierende Verknüpfungen. Außerdem gefiel mir die Stimmung im Buch. Schmal, aber mit viel Leben gefüllt. S.79 „Henriette war das seltsam vorgekommen, sie dachte, man suche nachts den Trost einer anderen Stimme. Doch oft erfuhr man erst während des Sprechens, was einen beschäftigte, und es brauchte das Aussprechen, um Gedanken loszulassen, die zu einer Ungeheuerlichkeit herangewachsen waren.“ S.89 „Nur er würde nicht sehen, wie der erste Mensch einen Fuß auf den Mond setzte, wie die Erde aus dem All aussah - ein durchscheinender, blauer Planet aus Wasser, Erde und Wolken, auf dem irgendwo in Südosteuropa ein Mann auf seinem Motorrad verunglückte. Betrachtete man es aus dieser Perspektive, was spielte sein Tod da für eine Rolle?“
Feb 14, 2025






