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Tell ist ein kraftvoll erzählter Roman, der die berühmte Figur des Wilhelm Tell aus einem neuen, überraschend modernen Blickwinkel zeigt. Joachim B. Schmidt verzichtet auf das Pathos der Legende und zeichnet stattdessen ein vielschichtiges Bild eines Mannes, der zwischen Pflicht, Liebe, Freiheit und Gewalt gefangen ist. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen, präzisen Kapitel und der ständige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Figuren. Das erzeugt ein hohes Tempo und bringt eine enorme Nähe zu allen Beteiligten – von Tell selbst über seine Familie bis hin zu den politischen Gegenspielern. Dadurch entsteht keine glatte Heldengeschichte, sondern ein dynamisches, rasantes Panorama einer Zeit, in der Mut und Brutalität oft dicht beieinanderlagen. Ein intensiver, gut lesbarer Roman, der den Mythos entstaubt und Wilhelm Tell zu einer glaubwürdigen, menschlichen Figur macht. Die Erzählweise ist schnörkellos, schnell und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.
Nov 20, 2025
Tell ist ein kraftvoll erzählter Roman, der die berühmte Figur des Wilhelm Tell aus einem neuen, überraschend modernen Blickwinkel zeigt. Joachim B. Schmidt verzichtet auf das Pathos der Legende und zeichnet stattdessen ein vielschichtiges Bild eines Mannes, der zwischen Pflicht, Liebe, Freiheit und Gewalt gefangen ist. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen, präzisen Kapitel und der ständige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Figuren. Das erzeugt ein hohes Tempo und bringt eine enorme Nähe zu allen Beteiligten – von Tell selbst über seine Familie bis hin zu den politischen Gegenspielern. Dadurch entsteht keine glatte Heldengeschichte, sondern ein dynamisches, rasantes Panorama einer Zeit, in der Mut und Brutalität oft dicht beieinanderlagen. Ein intensiver, gut lesbarer Roman, der den Mythos entstaubt und Wilhelm Tell zu einer glaubwürdigen, menschlichen Figur macht. Die Erzählweise ist schnörkellos, schnell und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.
Nov 20, 2025






