Über die Berechnung des Rauminhalts I

Über die Berechnung des Rauminhalts I

Hardback
3.866

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Description

Nach einer Geschäftsreise zu einer Antiquariatsmesse in Bordeaux beginnt für die Buchhändlerin Tara Selter, die mit ihrem Mann Thomas in einem Haus in Nordfrankreich lebt, die Zeit stillzustehen. Gefangen in einer Wiederholung, durchlebt sie stets von Neuem jenen 18. November, während es für Thomas und alle anderen Menschen, denen sie begegnet, ein immer neuer Anfang ist. Sie erinnern sich an nichts, was »gestern« war, erwachen stets zu ihrem ersten 18. November des Jahres. Genießt Tara diese Zeit des »Schwindels« im doppelten Sinne die ersten sechzig Tage noch, offenbart sich langsam ein Problem: Sie wird älter, Thomas nicht. Die beiden, die sich zuvor so nahegestanden haben, entfernen sich voneinander – und Tara versucht versessen, aus dem 18. November herauszufinden.

Über die Berechnung des Rauminhalts I ist der erste Band eines groß angelegten Romanprojekts, in dem Solvej Balle die Fiktion von der Wirklichkeit befreit, ohne jedoch Science-Fiction zu schreiben. Mit einem präzisen, stets aufmerksam lauschenden Stil schildert Balle die Mechanik und Monotonie der Zeitschleife, in die ihre Protagonistin gerät, sowie die ungewöhnliche Liebesbeziehung, die sich daraus ergibt. Eindringlich führt sie uns vor Augen, wie jeder in seiner eigenen Blase lebt, und lehrt uns – wie es große Literatur oft tut –, die Welt mit neuen Augen zu sehen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
170
Price
22.70 €

Author Description

Solvej Balle, 1962 in Bovrup geboren, studierte Literatur und Philosophie in Kopenhagen und veröffentlichte 1984 ihren ersten Roman. Nach Jahren ausgedehnter Reisen durch Europa, Amerika, Kanada und Australien wurde sie 1996 Herausgeberin der literarischen Zeitschrift Den blå port. Seither veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen eigene literarischen Werke und übersetzte aus dem Englischen u.a. Rosemare Waldrop. Auf Deutsch erschien bislang der Roman Nach dem Gesetz.

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Und täglich grüßt der 18. November “Ich wünsche mir eine Welt, in der die Zeit vergeht. Eine Welt, in welcher der achtzehnte November ein Tag wie alle anderen ist, ein Tag, den man zu den Akten legen kann.” (S. 153) Was ich bei einer Lektüre suche, ist immer das Einzigartige und Besondere, etwas, das kein anderes Buch hat. Und wieder einmal habe ich es gefunden, ein Herzensbuch. Schon vor Längerem habe ich mir “Über die Berechnung des Rauminhalts I” von Solvej Balle (aus dem Dänischen von Peter-Urban Halle, bei Matthes & Seitz Berlin) gekauft, die Lektüre aber noch etwas herausgeschoben. Das hat einen ganz besonderen Grund: Ich wollte warten bis zum 18. November, bis ich damit beginne. Warum? Der 18. November ist der Schicksalstag der Protagonistin aus "Rauminhalt I”, Tara Selter, denn sie ist in einer Zeitschleife gefangen und erlebt den Tag immer und immer wieder. Einer meiner Lieblingsfilme ist “Groundhog Day” bzw. “Und täglich grüßt das Murmeltier”, wo der Meteorologe Phil Connors den 2. Februar immer wieder und wieder erlebt. Den gleichen Tag als repetitive Dauerschleife zu erleben, ist - zumindest für mich - eine faszinierende Horrorvorstellung. Umso gespannter war ich auf eine literarische Bearbeitung des Themas. Während der Film dieses auf tragikomische Weise umsetzt und vor allem mit Humor arbeitet, zeichnet den Roman ein fast schon heiliger Ernst und eine skandinavisch-schnörkellose Klarheit aus. Eine starke Bildsprache, die die Wiederholung des immer Gleichen auf unvergleichliche Weise einfängt. Tara Selter ist wie Phil Connors aus “Groundhog Day” allein in “ihrem” 18. November. Ihr Mann Thomas, der gemeinsam mit Tara mit antiquarischen Büchern handelt - sie wohnen in einem ländlichen französischen Ort in der Nähe von Lille - weiß nichts von der zeitlichen Anomalie, in der seine Frau lebt. Und so leben sie nebeneinander her, Tara bezeichnet sich als Monster und Thomas als Muster. Er lebt den Tag in ihrer Abwesenheit, denn eigentlich ist sie am 18. November geschäftlich in Paris. Als sie aber beschließt, nach Hause zu kommen, erzählt sie ihm alles über den 18. November und die Zeitschleife, was er dann aber am nächsten Morgen, der für Tara nur der Beginn eines weiteren 18.11 (sie werden nummeriert) ist, wieder vergessen hat. Tara beginnt, Thomas aus dem Weg zu gehen, lebt immer wieder in ihren Tag hinein und denkt sich Pläne aus, wie sie ihm wieder entkommen kann. Ich bin keine Physikerin oder verstehe viel von der Materie, ich kenne mich nicht näher mit zeitlichen Unregelmäßigkeiten, Quantenmechanik und Mehrere-Welten-Theorie aus. Ich bin einfach nur eine Leserin, die fasziniert ist von einem Buch. Ich bin von dieser eindringlichen Prosa fasziniert, die sich mit kleinsten Veränderungen auseinandersetzt, mit Beobachtungen des Wetters und der Landschaft, mit dem Vergehen bzw. dem Nicht-Vergehen der Zeit. Die Reihe macht süchtig und ich hätte am liebsten sofort zu Buch II. gegriffen, wenn ich es denn schon da hätte und wenn nicht andere Bücher auf mich warten würden. Auch bin ich in keiner Zeitschleife gefangen und ich werde definitiv nicht bis zum nächsten 18.11 mit Band II warten. Ich bin so froh, dass die Reihe auf sieben Bände angelegt ist und hoffe sehr, dass sie alle auch von Peter Urban-Halle aus dem Dänischen übersetzt und bei Matthes & Seitz Berlin verlegt werden. Absolute Leseempfehlung - großartig, einzigartig und von höchster literarischer Qualität.

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Für alle Liebhaber *innen der Unwägbarkeiten zwischen Raum und Zeit ✨

Die Bücher haben mich stark an einen Film aus meiner Kindheit erinnert, und zwar an die US-amerikanische Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahr 1993. Der zynische TV-Wetteransager Phil Connors erlebt darin täglich wiederkehrend den 2. Februar, an dem in der Kleinstadt Punxsutawney der Tag des Murmeltiers gefeiert wird. Ekelpaket Phil wird erst wieder in den 3. Februar entlassen, als aus ihm ein freundlich zugewandter Zeitgenosse geworden ist. Der Plot von „Über die Berechnung des Rauminhalts“ erinnert an den Filmklassiker, aber damit enden die Parallelen auch schon. Die Dänin Solvej Balle hat eine Romanreihe über die Unwägbarkeiten des Lebens geschrieben, die ebenso verstörend wie klug anmutet. Die Antiquarin Tara Selter aus der (fiktiven) französischen Kleinstadt Clairon-sous-Bois ist in einer Zeitschleife gefangen und erlebt den 18. November wieder und wieder. Sie gewöhnt sich nur widerwillig an den Gedanken, dass „die ganze Vorhersagbarkeit der Welt“ plötzlich aus den Angeln gehoben ist. Ihr wird die fehlende Konstanz von Zeit und Raum bewusst: „Und hinter all dem, was wir gewöhnlich als sicher annehmen, liegen unwahrscheinliche Ausnahmen, plötzliche Risse und unvorstellbare Gesetzesbrüche.“ Würdet Ihr die Möglichkeit nutzen, einen Tag im Leben nochmal erleben zu können, wenn sie bestände? Ist es eher eine Verlockung oder Horrorvorstellung, ein wahr gewordener Albtraum? Für mich ist diese Vorstellung eine Verlockung, löst aber gleichzeitig auch Unbehagen in mir aus - letztendlich ist die Singularität der Zeit wahrscheinlich doch ein segensreiches Faktum. Es mutet doch ziemlich unheimlich an, dass der gleiche Tag immer wiederkehrt und es keinen zeitlichen Fortschritt gibt. Aber diese Vision ist eher unwahrscheinlich - oder vielleicht doch nicht?! Tara zweifelt am Anfang der Geschichte an ihrem Verstand und sucht gemeinsam mit ihrem Mann Thomas nach Auswegen aus der Zeitschleife. Aber letztlich führt der weitere Verlauf zu einer Akzeptanz der Situation ihrerseits. Doch zahlt sie einen hohen Preis dafür - die Entfremdung von ihrem Ehemann, die mit Fortschreiten der Bücher immer stärkere Ausprägungen annimmt. Sie setzt ihre ganze Hoffnung in den Tag, an dem sich die Zeitverschiebung jährt. Mehr möchte ich nicht über das Ende des Auftakts des Romanzyklus verraten. Mir war bis zur letzten Seite nicht klar, warum die Ich-Erzählerin Tara in dieser Zeitanomalie gefangen ist. Und auch nicht, wie sie wieder zurück in die Normalität finden könnte. Ich habe Taras Gedankenwelt in allen Stufen ihrer Verzweiflung, die Solvej Balle hier erschaffen hat, als philosophisch und einfühlsam zugleich empfunden. Besonders beeindruckend beschrieben von Solvej Balle fand ich die Entwicklung Taras über die drei Bücher hinweg und die pointierte Integration von Elementen des Magischen Realismus. Ein ganz großes Stück Literatur. Die Bücher werden mich so schnell nicht loslassen und ich erwarte voller Ungeduld die Erscheinung von Teil vier.

4

Eine stille, eindringliche Studie innerer Veränderung

Solvej Balles Roman ist keine genretypische Zeitreisegeschichte und erst recht kein Ausflug in Science-Fiction oder Komik. Die Idee einer Zeitschleife dient hier nicht als Spielerei, sondern als radikale erzählerische Bedingung für einen inneren Prozess: Im Zentrum steht die psychische Entwicklung der Protagonistin Tara. Nach einem scheinbar unerklärlichen Phänomen erwacht Tara immer wieder am selben Tag im November. Anfangs ist sie davon getrieben, eine Ursache zu finden, die Situation zu begreifen oder zu durchbrechen. Doch schnell tritt dieser Wunsch zurück. Die fixierte Zeit wird zum Prüfstein der Wahrnehmung, zum Spiegel der eigenen Beziehungen, zum Raum der Veränderung. Zunehmend verlagert sich der Fokus auf Taras Innenwelt. Besonders eindrücklich ist die wachsende Distanz zu ihrem Mann – keine plötzliche Trennung, sondern eine stille, schleichende Entfremdung, die sich im ständigen Nebeneinander und der ausbleibenden Entwicklung ihrer Umwelt spiegelt. Während alles um sie herum starr bleibt, ist Tara die Einzige, die sich verändert. Diese Verschiebung ist der eigentliche Kern des Romans. Balle beschreibt diesen Prozess mit großer sprachlicher Präzision und psychologischer Klarheit. Die Wiederholung des Tages wird nicht monoton, sondern eröffnet eine stetige Verlagerung von Perspektiven: von der Suche nach Antworten zur Beobachtung des Alltags, zur Reflexion über Nähe, Identität und das Wesen der Zeit. Ein Hinweis an zukünftige Leser: Wer ein klassisches Zeitreise-Narrativ oder leichte Unterhaltung erwartet, wird hier nicht fündig. „Über die Berechnung des Rauminhalts I“ ist ein ernstes, leises Buch – eine eindringliche Erkundung dessen, was mit einem Menschen geschieht, wenn alles stillsteht, außer dem eigenen Inneren.

4

Was würdest du tun, wenn du immer im gleichen Tag gefangen bist und ihn immer wieder erleben musst? Und zwar nicht auf eine lustige "Und täglich grüßt das Murmeltier" Weise, sondern eher existentiell betrachtet. Wie kann man noch in Kontakt mit anderen Menschen treten, wenn sie am nächsten Tag nicht mehr erinnern? Was würde man mal ausprobieren? Welche Regeln würdest du dir auferlegen und lebt man dann eigentlich noch richtig? Trotz der Kürze des Buches werden so viele Themen angesprochen. Allerdings ist es dadurch auch schon etwas schwermütig. Muss eigentlich weiterlesen, weil ich wissen möchte, wie es aufgelöst wird.

4.5

Interessantes Gedankenexperiment à la "Und täglich grüßt das Murmeltier"

"Eine Zeit, die aus den Fugen gerät, ein Tag, der sich wiederholt, Erlebnisse, die spurlos aus dem Gedächtnis verschwinden, Staub, der auf Flächen zurückkehrt, von denen man ihn, man weiß es genau, weggewischt hatte." "Über die Berechnung des Rauminhalts I" ist der erste Band von Solvej Balles Romanprojekt über die Unvorhersehbarkeit der Dinge und die Merkwürdigkeit und unwahrscheinlichen Zufälle unserer Existenz. Übersetzt wurde dieses mehrbändige Projekt aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle. Das Buch beginnt am 18. November. Genauer gesagt am 18. November #121, denn für Tara Selter ist die Zeit stehengeblieben, sie erlebt den 18. November immer und immer wieder. Alles fing an, als sie eine Antiquariatsmesse in Bordeaux besuchte. Als sie am "nächsten" Morgen in ihrem Hotelzimmer aufwachte, befiel sie eine seltsame Unruhe, die sie sich einfach nicht erklären konnte. Als sie dann im Laufe des Morgens entdeckt, dass sie den Tag als einzige Person in einer Wiederholung erlebt und im Laufe der nächsten Tage, dass sie in dieser Wiederholung des immer wieder selben Tages, nämlich des 18. Novembers, gefangen ist, versucht Tara sich daraus zu befreien. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Tara selbst erzählt. Sprachlich sehr gut, kommt die Geschichte insgesamt eher ruhig daher und man spürt zwischen den Zeilen im Laufe der Zeit sehr deutlich Taras Ohnmacht, ihre Angespanntheit und auch Langeweile, die bei dieser ständigen Wiederholung ein und desselben Tages auftaucht. Wer bei der Beschreibung der Geschichte an "Und täglich grüßt das Murmeltier" denkt, liegt gar nicht sooo falsch, jedoch ist es hier etwas anders. Doch was genau möchte ich euch nicht verraten, denn das Buch ist mit 170 Seiten doch recht dünn und ich möchte niemandem die Freude darüber verderben. Was ich euch aber verraten kann: Abgesehen davon, dass das Buch an einer fiesen Stelle aufhört, wird nicht verraten, wie es zu dieser Zeitschleife kommt. Was der Auslöser dafür war. Das Buch übte auf jeden Fall eine seltsame Faszination auf mich aus und ist obendrein ein großartiges Gedankenexperiment, das mich selbst darüber nachdenken ließ, wie ich denn wohl damit umgehen würde, wäre ich in einer Schleife des immer selben Tages gefangen. Soviel Potenzial solch eine Zeitschleife auf den ersten Blick bietet, erinnert die Geschichte doch auch sehr an die Monotonie, die auch in unser aller Alltag steckt ...

Interessantes Gedankenexperiment à la "Und täglich grüßt das Murmeltier"
4.5

Tara Selter erlebt den 18. November jeden Tag aufs Neue. Ein dichtes und packendes Buch, dessen Sprache einen unwiderstehlichen Sog darstellt, der uns in eine Welt der Zeitschleifen und Suchen nach einem Ausweg führt.

5

Was tun, wenn Du auf einmal jeden Morgen wieder am selben Tag, in diesem Fall einem 18. November, aufwachst und alle Menschen um Dich herum scheinen so zu leben, als wäre dieser Tag für sie neu, wieder und wieder Was im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" einem alleinstehenden Wetterreporter passiert, passiert in diesem Buch einer verheirateten Antiquarin auf Geschäftsreise. Die die Wahl hat, jeden Morgen wieder den gleichen Tag im Dienst zu erleben oder sich nach Hause zu begeben, wo sie ihrem Mann jeden Morgen erklären muss, warum sie nicht auf Dienstreise ist. Sehr intelligent und originell umgesetzt!

5

DAS Jahreshighlight #1

"Wir trafen auf Muster und Unregelmäßigkeiten, zwei Welten, die versuchten, sich zusammenzufügen." Kennst du den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier"? Wenn du den Klappentext des Buches liest, dürftest du daran denken. Denn ja, Tara erlebt den 18. November - immer und immer wieder. Der erste Band eines besonderen und spannenden Buchprojekts. Wer jetzt erwartet, dass man jeden Tag gleich erlebt, in unterschiedlicher Art, vielleicht nur in kleinen Dingen verändert, wird enttäuscht. Ja, Tara erlebt den Tag immer wieder, aber in dieser Geschichte geht es darum, wie sie damit umgeht, wie es ihr ergeht. Wie kam es dazu? Was tat sie, als sie es erkannte? Als sie beim Frühstück im Hotel realisierte, dass der Tag sich wiederholt? Dabei bekommt die Geschichte eine solche Tiefe und Vielschichtigkeit, bleibt aber auch absolut glaubhaft, dass es mir manchmal beinahe den Atem raubte. Das Buch beginnt bereits mit dem 121ten wiederholten Tag des 18. November und nach und nach erfahren wir als Lesende, was sie in der Zeit erlebte, wie sie Hoffnung hatte usw. Bis wir an dem Punkt sind, an dem sie von der Gegenwart erzählt. Das Ganze ist übrigens wie eine Art Tagebuch in der Ich-Perspektive erzählt und so gut geschrieben - manche Absätze muteten schon beinahe etwas pathetisch an. Das hat perfekt gepasst 😍 "Ich hatte angefangen, schärfer zu sehen, hatte angefangen, nach Erklärungen zu suchen, es gab keinen Nebel mehr, in dem man sich verbergen konnte. Ich fühlte mich ungeschützt, und ich fühlte mich allein." Die Geschichte hat bei mir sehr schnell eine unterschwellig besondere Atmosphäre entwickelt. Ein Vibrieren, eine Stimmung, die nicht ganz greifbar war, aber großartig passte und mit jeder Seite, die ich mehr las, wurde ich tiefer und tiefer in dieses Buch gezogen. Ich war der unsichtbare Beobachter. Der 366te 18. November den wir mit Tara erleben, ist der letzte in diesem Buch und ich bin sowas von gespannt wie es weitergehen wird 😍 Band 2 ist im September erschienen

4.5

über die Berechnung des Rauminhalts I von Solvej Balle Die Vorstellung ein und denselben Tag immer und immer wieder zu durchleben muss schrecklich sein. Nach einem Besuch einer Antiquariatsmesse im westlichen Frankreichs Bordeaux, beginnt für die Buchhändlerin Tara Selter die Zeit einzufrieren. Immer und immer wieder erwacht Tara am 18. November und die Hoffnung die Zeitschleife zu verlassen schwindet von Tag zu Tag. Es dauert nur ein paar identische Tage, dann weiß Tara, wann welches Auto, welche Person die Straße passiert, wann sich eine Wolke vor die nächste schiebt und wie sich der alltägliche Rhythmus ihres Mannes Thomas gestaltet. Der Roman von der Autorin #solvejballe ist ein überragender philosophischer Exkurs über die Liebe und die Einsamkeit, eine Reise ins unbekannte Bekannte, ein literarisches Abenteuer. Diese Geschichte ist ein Gedankenexperiment mit klugen Verknüpfungen. Ein beeindruckend guter Roman gepaart mit magischem Realismus. Die Fortsetzung ist auf dem Weg zu mir! Aus dem Dänisch übersetzt von Peter Urban-Halle

3

So eine tolle Grundidee. Sprachlich erstklassig. Aber leider ab Mitte bis Ende zu viele Wiederholungen und Längen.

So eine tolle Grundidee. Sprachlich erstklassig. Aber leider ab Mitte bis Ende zu viele Wiederholungen und Längen.
4

Ein Gedankenexperiment auf das man sich einlassen muss. Dann ist es aber ergreifend und fesselnd. Ich liebe solche außergewöhnlichen Bücher und muss sofort Teil II lesen!

4

Eine Meditation über das Verschwinden

Es ist faszinierend, mit wie viel Liebe zum Detail die Autorin das Phänomen der Zeitschleife, in der die Protagonistin gefangen ist, darstellt. Und auch wenn der erste Blick vermuten lässt, dass das Buch in eine Reihe mit Werken wie "Groundhog day" oder "Replay" gestellt werden kann, gibt es zumindest in diesem ersten Teil der Trilogie abgesehen vom Grundthema kaum Überschneidungen. Kein Durchspielen der Möglichkeiten, das exklusive Wissen der Wiederholung zu nutzen, um andere sozusagen mit Superkräften zu beeinflussen, sei es aus egoistischen oder philanthropischen Motiven. Vielmehr eine Meditation über das Verschwinden - nicht der Zeit, sondern des Menschen. Denn wir sind es, die vergehen - nicht die Zeit.

5

Ein stückweit ist das Buch schwer zu greifen, was aber weder seine Tiefe noch Mitnahme schmälert. Sicherlich werde ich noch in den nächsten Tagen viel über die Erlebnisse der Protagonistin nachdenken, wie sie Tag für Tag immer und immer wieder exakt den gleichen Tag erlebte. Auch mag ich die philosophischen Fragen innerhalb dieses Buchs, die mit der Zeit aufkommen und einen selbst immer mehr grübeln lassen. Bin schon gespannt auf den 2. Teil und kann daher dieses Buch nur wärmstens empfehlen! Denn die Länge (oder Kürze) und der Inhalt des Buches befinden sich in einer wunderbaren Einheit.

4

Nach einem relativ langsamen Start, aber einer faszinierenden Prämisse holte das Buch nach dem ersten Drittel deutlich zu meinen Erwartungen auf. Und endet dann mit einem üblen Cliffhanger - was wirklich gemein ist!

5

Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil (und alle, die noch folgen werden) Grossartige Sprache und Auseinandersetzung mit Zeit. Ernsthaftere und Dramatischere Version des "Täglich grüsst das Murmeltier" Stoffes.

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Täglich grüßt das Murmeltier einmal ganz anders!

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