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Horror

Melmoth

3.3(57)
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About the book

'Hugely readable and profoundly important ... Perry's masterly piece of postmodern gothic is one of the great achievements of our century' Observer, Fiction Book of the Year

'Beautiful, devastating, brilliant' Marian Keyes

'Astonishingly dark ... exquisitely balanced' Francis Spufford

'Richly atmospheric, daring and surprising' Melissa Harrison

SHORTLISTED FOR THE 2019 DYLAN THOMAS PRIZE

One winter night in Prague, Helen Franklin meets her friend Karel on the street.

Agitated and enthralled, he tells her he has come into possession of a mysterious old manuscript, filled with personal testimonies that take them from 17th-century England to wartime Czechoslovakia, the tropical streets of Manila, and 1920s Turkey. All of them tell of being followed by a tall, silent woman in black, bearing an unforgettable message.

Helen reads its contents with intrigue, but everything in her life is about to change.

Editions (5)

ISBN9781788160674
PublisherProfile Books
Publication Date10/03/19
Pages288

Reviews & Ratings

57 ratings

21 reviews

3.3

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  • mateicee
    mateicee

    322 Followers

    2.0

    Melmoth von Sarah Perry ist ein Roman mit hohem literarischem Anspruch, der bei mir trotz interessanter Ansätze letztlich kaum Wirkung entfalten konnte. Das Buch greift große Themen auf – Schuld, Zeugenschaft, Verdrängung und moralische Verantwortung – und kleidet sie in ein modernes Gothic-Gewand. Genau dieses Versprechen löst der Roman jedoch nur unzureichend ein. Besonders problematisch empfand ich die Erzählstruktur. Die häufigen Perspektiv- und Erzählebenenwechsel bleiben unsauber motiviert. Bis zum Ende bleibt unklar, wer diese Geschichte eigentlich erzählt, und diese formale Unschärfe erzeugt weniger Unheimlichkeit als vielmehr Distanz. Im Gegensatz zu klassischen Gothic-Romanen wie Dracula, in denen Fragmentierung gezielt Spannung aufbaut, wirkt sie hier eher konstruiert und zerfasert. Auch die titelgebende Figur Melmoth bleibt hinter ihrem Potenzial zurück. Statt eine wirkliche Bedrohung darzustellen, bleibt sie folgenlos. Sie richtet nicht, sie urteilt nicht, sie fordert keine echten Konsequenzen. Dadurch fehlt dem Roman das, was für ein Schuld-Narrativ zentral wäre: Eskalation, Risiko, Verlust. Die finale Konfrontation wirkt entsprechend überraschend, aber emotionsarm – eher wie ein gedankliches Gesellschaftsspiel als wie ein dramatischer Höhepunkt. Die Protagonistin Helen konnte mich als Figur kaum erreichen. Ihr langes Verharren in Selbstmitleid wirkt unverhältnismäßig, zumal der Grund für ihre Schuldgefühle – ihr Handeln im Zusammenhang mit Rosa – für mich keine moralische Verfehlung darstellt. Dass diese Offenbarung erst spät erfolgt, verstärkt den Eindruck, dass hier große innere Dramatik behauptet wird, ohne dass sie für die Lesenden ausreichend nachvollziehbar gemacht wird. Getragen wird der Roman für mich nicht von Helen oder Melmoth, sondern von den Nebenfiguren: Thea, Karel und insbesondere die Vermieterin verleihen der Geschichte Menschlichkeit, Wärme und Bodenhaftung. Auch die historischen Zeugnisse sind eine interessante Idee, bleiben in ihrer Wirkung jedoch uneinheitlich und entwickeln nicht die suggestive Kraft, die nötig gewesen wäre, um Melmoth als Mythos wirklich zu etablieren. Insgesamt ist Melmoth ein Buch, das viel denkt, viel erklärt und wenig erschüttert. Es vermeidet klare Konsequenzen und entscheidet sich für Sicherheit, wo Härte nötig gewesen wäre. Der literarische Anspruch ist erkennbar, die emotionale und dramaturgische Einlösung bleibt jedoch aus.

    Dec 17, 2025

  • estrelas
    estrelas

    59 Followers

    2.0

    „‚Did your mother never take you on her knee, and tell you that Melmoth was watching?‘“ Ein mystischer Prag-Roman, in den ich eintauchen wollte. Doch irgendwie hat er für mich keinen Sinn ergeben. Schade!

    Jun 4, 2025

  • hey_charlieee
    hey_charlieee

    16 Followers

    3.5

    Ein Buch über individuelle Schuld und die Konsequenzen des eigenen Handelns. Mir hat der Wechsel zwischen den Erzählformen gut gefallen. Leider war mir der Schreibstil aber mit zu viel Distanz verbunden, was mir das Lesen deutlich erschwert hat. Deshalb nur 3,5 Sterne

    Jan 30, 2025

3 of 21 reviews

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