Die Überlebenden

Die Überlebenden

Hardback
4.3290
BergeSelbstmordNature WritingBrüder

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Description

Über Hoffnung. Über Versöhnung. Über Leben

Nach zwei Jahrzehnten kehren die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Ort ihrer Kindheit – ein Holzhaus am See – zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die raue, unberührte Natur wie auch durch die Zeit. Im Kampf um die Liebe der Mutter, die abweisend und grob, dann wieder beinahe zärtlich war, haben die Jungen sich damals aufgerieben bis zur Erschöpfung. Heute fühlen sie sich so weit voneinander entfernt, dass es kein Aufeinanderzu mehr zu geben scheint. Und doch ist da dieser Rest Hoffnung, den Riss in der Welt zu kitten, wenn sie sich noch einmal gemeinsam in die Vergangenheit vorwagen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
304
Price
22.70 €

Author Description

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

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64
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5

Wow! Niemals hätte ich mit diesem Ende gerechnet! Gänsehaut pur! Schockmoment! Dicker Kloß im Hals. Die Erzählstruktur hat der Geschichte mehr Spannung gebracht. Sie wurde nämlich rückwärts erzählt und in zwei Zeitebenen. Eine oft beklemmende Stimmung. Ich war Hin- und Hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie zu den Eltern. Auch bei den Brüdern merkt man immer wieder dass da ein Zusammenhalt ist und dann doch wieder nicht. Und man fragt sich: Warum? Was ist da vorgefallen? Bis zum Schluss! Und dann peng! Aber lest selbst! Unbedingt! „Sie lassen die Zigarette reihumgehen und sehen einander an, und sie brauchen jetzt nicht zu sprechen, ein kurzes Nicken genügt, oder auch nur die Andeutung eines Nickens, Sie wissen es, sie tragen sie in sich, als hätten sie sie bereits unternommen: Die Reise, die sie zum Einschlagpunkt zurückbringen wird, rückwärts in ihrer Geschichte, Schritt für Schritt, um ein letztes Mal zu überleben.“

„Ihre kurzen Treffen, von Schweigen geprägt. Jedes Mal, wenn er bei seiner Mutter gewesen war, musste er sich anschließend beeilen, wieder nach Hause zu kommen, um zur Toilette zu gehen, immer hatte er Magenbeschwerden, nach jedem Treffen mit ihr. Lange saß er dann auf dem Klo und wartete, bis sich die Krämpfe legten.“ „Benjamin betrachtete die erwartungsvolle Tanzgruppe, fremde Gesichter, die Mama plötzlich so nahestanden, und er dachte, dass er sich vielleicht doch getäuscht hatte. Er hatte gedacht, Mama hätte aufgehört zu leben, doch anscheinend hatte sie nur aufgehört, mit ihm, mit ihrer Familie zu leben.“ „… und plötzlich blickte sie wieder zu ihm auf, nahm seine Hand und drehte ihn ein, in ihre Arme. So nahe war er ihr seit Jahren nicht mehr gewesen, nicht, seit er ein Kind gewesen war. Ihre Umarmung zu spüren, und dass es einen feinen Draht zwischen ihnen gab, der nicht zerrissen war, eine Sehnsucht nach ihr, die nie aufgehört hatte. Er nahm ihren Geruch wahr, ihren Atem an seinem Ohr. Sie standen ganz dicht beieinander. Er würde sie nie wieder los-lassen.“ „Sie konnten einander nicht helfen, und so ist es schon immer gewesen, seit sie erwachsen sind. Keiner von ihnen weiß, wie man sich in die Augen sieht, ihre Gespräche finden mit gesenktem Blick statt. Schnelle, stoßweise Kommunikation. Manchmal denkt er an alles, was sie durchgemacht haben, wie sie sich in der Kindheit aneinandergeschmiegt haben, und wie seltsam jetzt alles ist; sie benehmen sich ja wie Fremde. Er ist überzeugt, dass es nicht nur an ihm liegt, es liegt an ihnen allen.“ „Ein Text, der die Jahrzehnte miteinander verwebt, der alles von hier an das Sommerhaus knüpft, ein einfacher kleiner Brief voll mit dem, was sie alle auf der Zunge hatten, was jedoch niemals ausgesprochen wurde.“ „

5

Ein Ende, das einen umhaut!

Endlich habe ich dieses Buch aus meinem SuB befreit und gelesen und jetzt sitze ich hier und spüre einen riesigen Book Hangover. Was war das für ein Buch? Wie kommt man auf dieses Ende? Woher kommt diese Wucht? Ich bin komplett sprachlos und möchte zurück. Zurück zu Benjamin, Nils und Pierre, ich möchte mit ihnen auf dem Balkon stehen und eine Zigarette rauchen in der Hoffnung, dass alles, was ich gelesen habe, nur ein Traum war. Dabei fing alles so gefühlsduselig an. Drei junge Männer erfüllen den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter, indem sie ein letztes Mal zum Sommerhaus fahren, um dort ihre Asche zu verstreuen. Was kann da schon passieren? Einiges, wie man schnell merkt. Der Schreibstil ist beeindruckend. Denn während die Gegenwart in 2-Stunden-Abständen rückwärts erzählt wird, bleiben die Rückblenden in chronologischer Reihenfolge. Und nach und nach zeigt sich, dass das Familienleben alles andere als schön war, der Leser wird mit reingezogen in das tägliche Drama, die unterdrücken Gefühle und all die unausgesprochenen Sachen. Auf das Ende war ich in keinster Weise vorbereitet und macht dieses Buch zu einem kleinen Meisterwerk. Große Leseempfehlung!

5

Sprachlich wunderschön und inhaltlich spannend - jetzt will ich alles vom Autor lesen!

Ich kann nichts schreiben, was andere nicht schon über das Buch gesagt haben. Ich kann nur eine wärmste Leseempfehlung aussprechen. Die Rückwärts-Erzählweise ist super klug gemacht und dann verbinden sich Ereignisse der Kindheit mit heute auf sehr geschickte Weise. Ich habe sehr viel markiert, weil mir die Sprache so gut gefallen hat. Und das Ende?!?!?! Das habe ich nicht kommen sehen und dennoch so glaubhaft. Rundum gelungen, bitte lest es unbedingt!

5

Wenn die anderen Bücher von Alex Schulmann nur halb so gut sind, wie dieses Werk, dann habe ich definitiv einen neuen Lieblingsautor.

Bereits die Leseprobe hat bei mir sehr viel ausgelöst und einen derart massiven Eindruck hinterlassen, dass ich das Buch sofort bestellt habe. Heute habe ich mit dem Roman begonnen und ich habe ihn heute auch beendet. 300 Seiten in einem Rutsch weggelesen. Nicht ich habe das Buch verschlungen, das Buch hat mich verschlungen. Mir hat einfach alles an diesem Buch gefallen. Alex Schulmann hat einen wunderschönen, atmosphärischen Schreibstil in den man sich richtig fallen lassen könnte, wäre die Geschichte nicht derart verstörend und tragisch. Er beschreibt die schönste schwedische Landschaft, fängt Stimmung und den Sommer ein, während unter der Oberfläche alles brodelt und man als Leser recht schnell merkt: Die Idylle trügt. Die Geschichte wechselt zwischen Szenen aus der Kindheit und der Gegenwart, in der sich die Brüder gegenüberstehen mit all ihren Traumata und all ihrer Last. Dabei bleibt der Spannungsbogen durchgehend aufrecht. Wägt man sich in Sicherheit und genießt die Herzenswärme der Geschichte, die durchaus präsent ist, so ist es oft nur ein Absatz, der all das Schöne ins Wanken bringt und ehe man sich versieht bangt man um die Brüder und befürchtet das schlimmste. Ich musste manchmal schmunzeln beim lesen, manchmal atmete ich entspannt aus und genoss die Atmosphäre und Wärme des Romans und zweimal musste ich nicht nur ein Tränchen verdrücken. Ich musste regelrecht schluchzen und das Buch für einen Moment zur Seite legen. Was für ein Buch! Wenn die anderen Bücher von Alex Schulmann nur halb so gut sind, wie dieses Werk, dann habe ich definitiv einen neuen Lieblingsautor.

4

Dieser Roman um die Kindheitserinnetungen der drei Brüder ist gut aufgebaut: die aktuellen Ereignisse werden in kurzen Kapiteln immer um zwei Stunden versetzt rückwärts erzählt, abwechselnd mit vorwärts gerichteten Kapiteln aus der Kindheit. Natürlich passen die aktuellen und früheren Ereignisse auch inhaltlich immer zusammen. Vieles rund um die früheren Ereignisse bleibt angedeutet, es ist auch kein einzelnes, sondern eher die Vielzahl der Verletzungen, die die Brüder und ihr Verhältnis zueinander geprägt haben. Eine Sache wird am Ende aufgelöst - und ich müsste jetzt fast das Buch noch einmal lesen, diesmal im Wissen um das Ende.

5

Ein starkes, bewegendes und klug konstruiertes Buch, das lange im Kopf bleibt. Eine absolute Leseempfehlung.

Die Überlebenden von Alex Schulman ist ein außergewöhnlich starkes und eindringliches Buch. Die Geschichte der drei Brüder zu begleiten – und das in einer rückwärts erzählten Struktur – ist nicht nur formal raffiniert, sondern auch unglaublich spannend und wirkungsvoll umgesetzt. Gerade diese Erzählweise sorgt dafür, dass man Seite um Seite tiefer in die Vergangenheit und in die emotionalen Verstrickungen der Familie hineingezogen wird. Es ist ein extrem kurzweiliges Buch, das ich regelrecht weggeatmet habe. Der Schreibstil ist klar, präzise und sehr zugänglich, sodass das Lesen großen Spaß macht – „Spaß“ natürlich nicht im Sinne eines leichten Themas, denn die Geschichte ist ernst und teilweise schmerzhaft, sondern im Sinne eines intensiven, fesselnden Leseerlebnisses. Besonders beeindruckend sind die vielen Feinheiten, die Schulman in die Geschichte einwebt: kleine Beobachtungen, unausgesprochene Spannungen und emotionale Zwischentöne, die lange nachhallen. Das Ende lässt einen sprachlos zurück. Es ist versöhnlich, ohne banal zu sein, und die eigentliche Auflösung – noch vor dem letzten Kapitel – hatte für mich einen echten „Damit habe ich nicht gerechnet“-Effekt.

4.5

Das Ende war dann doch nicht vorhersehbar gewesen. Schon ziemlich traurig.

Dieses Buch stand nun schon etwas länger in meinem Regal. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in diesem Schreibstil reinzukommen. Aber man hat schnell gemerkt, dass die Geschichte tatsächlich Rückwärts erzählt wurde...Was mich dann nicht weiter gestört hat. Mir hat dieses Buch sehr gefallen....und würde es empfehlen zu lesen, wer Lust hat auf die drei Geschwister.

4.5

Absolut unerwartetes Ende.

Kurz und knapp: - Ein Schreibstil wie eine warme Decke an kalten Tagen - Sehr außergewöhnliche Chronologie - Starke und nachhallende Metaphern und Vergleiche - So viel Potenzial zur eigenen Identifizierung Der Blick auf die eigene, dysfunktionale Familie aus der Sicht von einem der drei Brüder.

5

Mit "Die Überlebenden" zieht es mich direkt hinein in das wilde Gefühlsdurcheinander dieser dysfunktionalen Familie. Drei Brüder, die sich über die Jahre verloren haben und die nach langer zum Sommerhaus der Familie zurückkehren, um die Asche ihrer Mutter da zu verstreuen, wo gleichermaßen schöne Erinnerungen und tiefe Traumata entstanden sind. Ich begleite die drei Brüder an diesem Tag, beginnend in der Situation, in der alles zu eskalieren scheint und erfahre dann, wie sich dieser Tag bis dahin entwickelt hat. Ein Tag, der den Rahmen bildet für Rückblicke in Kindheits- und Jugendtage, für die Sehnsucht nach Liebe und die Kraft der Verdrängung. Alex Schulmann versteht es einfach, Geschichten zu komponieren und einzelne Fäden unglaublich gekonnt zu verflechten.

5

Gänsehaut und Tränen

Ich bin begeistert. Berührt und begeistert. Der Schreib Stil ist schön, die Geschichte ist echt, roh und berührt.

5

Eine ergreifende Familiengeschichte, die ans Herz geht! Unbedingt lesen! 🌟🌟🌟🌟🌟

Wieviel Leid kann die menschliche Psyche ertragen? Und wozu ist sie fähig, um dieses Leid überleben zu können? Ergreifend und sprachlich brillant beantwortet Alex Schulman diese Fragen mit einem sehr bewegenden Familiendrama, welches mir und bestimmt allen anderen Lesern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Denn dieses Drama zeigt, wie sehr eine nicht aufgearbeitete Vergangenheit einer Familie die Gegenwart beeinflusst und für so vieles verantwortlich ist, was den Menschen im Leben widerfährt. Raffiniert und psychologisch fesselnd wird die Geschichte auf zwei Handlungsebenen erzählt, zum einem vom Ende her in der Gegenwart und zum anderen in der Vergangenheit von Kindheit an. Von der ersten Seite an wird man in einen Bann gezogen, so dass man am liebsten gar nicht mit dem Lesen aufhören möchte. Einfach nur genial! Ich bin völlig hin und weg von diesem Buch und es wird bestimmt auch nicht das letzte von Alex Schulman sein! Absolute Leseempfehlung!❤️

Eine ergreifende Familiengeschichte, die ans Herz geht! Unbedingt lesen!
🌟🌟🌟🌟🌟
4.5

Ein besseren Titel hätte das Buch nicht haben können. So viel Schmerz, so viel Trauer, so viel Unverständnis. Dann das Ende. 😱

5

Bewegend

Ich finde es sehr schwer dieses Buch gerecht zu beschreiben. Es hat mich berührt, aufgefangen, allein gelassen, traurig und nachdenklich gemacht. Ich finde die Reflektion durch das Traumata sehr gut geschrieben. Ich habe mich selbst als ein Teil der Familie gefühlt, so spürbar waren die Worte von Benjamin. Tatsächlich habe ich mich darin sehr verstanden und unverstanden gefühlt, aufgefangen und weg gestoßen.

5

S.13 „Der Polizist sucht in seinen Hosentaschen nach einem Notizblock. Er weiß nicht, dass diese Geschichte auf kein Stück Papier passen wird, dass er gerade in eine mehrere Jahrzehnte lange Erzählung einsteigt, von drei Brüdern, die einmal vor langer Zeit von hier fortgerissen wurden und jetzt gezwungen sind zurückzukehren; dass alles an diesem Ort zusammengehört, nichts steht für sich oder kann einzeln erklärt werden.“ Ok, vornweg, dieses Buch hat mich zum Ende hin zerstört! Ich war echt fertig danach und möchte gar nicht zu viel über den Inhalt schreiben, weil ich das Gefühl hab, alles was ich sage, könnte spoilern. Wie im Zitat schon steht, kehren die drei Brüder Benjamin, Pierre und Nils an den Ort zurück, das Holzhaus am See, wo alles fortgerissen wurde und nun dort wieder zusammengebaut wird. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Einmal wird die jetzige Geschichte rückwärts erzählt, sodass ich erst nach und nach erfahre, warum die drei Brüder übel zugerichtet und weinend am Sommerhaus auf die Polizei warten. Und dann sind da die Rückblenden. Erinnerungen der Familie, die Sommer am See und die Verwahrlosung der Kinder. Irgendwie hab ich beim Lesen die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl, finde die Eltern manchmal echt unverantwortlich und bedrohlich und dann wieder spüre ich doch hier und da eine Art Liebe aufblitzen und versteh es nicht ganz. Die Jungs scheinen nicht ohne und nicht miteinander zu können. Benjamin scheint irgendwie zu viel Gefühle in sich zu tragen, Nils zieht sich laufend von der Familie zurück und Pierre hat immer wieder mal Aussetzer und wirkt dadurch etwas unberechenbar. Alles schreit nach dysfunktionaler Familie und je näher ich dem Ende komm, desto mehr erscheint mir irgendein Puzzleteil zu fehlen, um das ganze Bild zu verstehen. Und dann kommt das Puzzleteil und ich sag nur so viel, mein Herz hat es zerrissen. Ich war in Tränen aufgelöst und konnte danach erst mal kein anderes Buch in die Hand nehmen. Wer so etwas in Büchern sucht und es emotional aushält, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

5

Ich bin erleichtert. Nachdem ich ‚Endstation Malmö‘ als zutiefst verstörendes und unschönes Buch empfand, das ich mit Widerwillen zu Ende gelesen habe, ist das hier ein richtiger Pageturner. Es ist auch verstörend und unschön. Es zeigt die unschönen Seiten des Familienlebens, wenn die Eltern nicht ganz intakt sind. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer der Söhne der Familie, der sich in seine Vergangenheit begibt, um Löcher seiner Erinnerung zu flicken. Aufzuräumen mit seiner Kindheit. Der Twist am Ende hat mir besonders gut gefallen.

4

Eine dramatische Familiegeschichte, gut zu lesen. Regt zum Nachdenken an.

3.5

Ein interessanter Erzählstil!

Ich kann gar nicht so genau sagen, wie mir die Geschichte gefallen hat. Stellenweise tat das Lesen schon auch weh! Die Geschichte der dysfunktionalen Familie mit Vater, Mutter und drei Brüdern ist voll mit traumarischen Erlebnissen in der Kindheit. Die drei Brüder Benjamin, Nils und Pierre treffen sich als Erwachsene wieder, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Gemeinsam fahren sie zurück zu ihrem Sommerhaus, in dem sie in ihrer Kindheit viel Zeit verbracht haben. Die Erzählung startet schon auf den ersten Seiten mit gewaltvollen Auseinandersetzung zwischen den Brüdern. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie auch die Brüder gegenseitig behandelt haben. In den Momenten, in denen sie aufeinander bauen mussten, haben sie funktioniert und sich neben den vielen Differenzen doch als Brüder verstanden. Es gab viele Momente der Verwirrung für mich. Viele Verhaltensweisen, die ich nicht verstanden habe. Insbesondere das der Mutter. Generell auch die Beziehung der Eltern zueinander. Ich hätte gern gewusst, wie dieses Paar sich gefunden, zusammengeschlossen und gemeinsam eine Familie gegründet hat. Am Ende gibt es eine für mich ganz merkwürdige Wendung, die ich absolut nicht verstehe.. wobei ich teilweise einen gewissen Argwohn hegte. Um nicht zu spiolern, belasse ich es bei diesem Teaser. Ansonsten fiel es mir vor allem an Anfang sehr schwer die Brüder auseinander zu halten. Es hat länger gedauert, bis ich die frei auseinander halten konnte. Der achronologische Erzählstil hat einen spannenden Effekt in mir ausgelöst. Es startet mit einer dramatischen, gewaltvollen und blutigen Auseinandersetzung der Brüder, bzw. dem Aufgebot von Rettungsdiensten. Die Geschichte startet in der Nacht, wird gefüttert mit Zwischenblenden mit Erzählungen aus der Kindheit und endet in der Nacht des Vortages. Alles in allem schon lesenswert!

4

Die Idylle trügt Ein Haus in Schweden mit direktem Zugang zum Wasser – wer träumt nicht davon? Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils in dem Roman „Die Überlebenden“ von Alex Schulman haben das Glück – doch die Idylle trügt… In diesem Jahr scheinen Bücher, in denen (mindestens) ein Elternteil an Alkoholsucht leidet (und mit ihnen die Kinder), Hochkonjunktur zu haben. Denn dies ist bereits mein dritter Roman dieser Art. Nun gut, so lange sie alle auf so konstant hohem Niveau geschrieben sind… Die drei Brüder Benjamin, Pierre und Nils nehmen Abschied – von ihrer Mutter, deren Asche sie auf dem See verteilen, an dem das Ferienhaus ihrer Eltern steht und an dem sich vor Jahren Schreckliches ereignete. Was das ist, erfährt die geneigte Leserschaft aus der Erinnerung von Benjamin. Für den Part der Gegenwart hat sich Alex Schulman einen – wie ich finde – großartigen Kniff ausgedacht: er erzählt im 2-Stunden-Rhythmus die Geschichte rückwärts; die ersten Sätze eines „Zeitabschnitts“ sind die gleichen, die das Ende des nachfolgenden Zeitabschnitts „bilden“. Klingt verwirrend? Ist es zunächst auch, macht aber Spaß beim Lesen. Zwischen den Zeitabschnitten tauchen die Leserinnen und Leser dann tief ein in die Erinnerungen von Benjamin, die auch (teilweise) Dinge aus der Gegenwart aufgreifen. Peu à peu erhält man so ein umfangreiches Mosaik einer mit Widersprüchen ausgestatteten Jugend der drei Geschwister. Denn die (scheinbare) Idylle trügt…Am Ende explodiert dann leider eine in meinen Augen unnötige Dramatikbombe, die der Roman eigentlich gar nicht nötig gehabt hätte. Allerdings ergibt sich damit (mit etwas Abstand gesehen) ein „rundes“ Bild bzgl. des Titels „Die Überlebenden“. Die schöne poetische Sprache will vermeintlich gar nicht so zur Dramatik der Geschichte passen – und doch kann man sich kaum von ihr lösen und man will einfach immer nur weiterlesen. Die schon angesprochene Bombe verhindert den 5* - so werden es sehr gute 4* für ein nachhaltiges Lesevergnügen, dass hiermit allen Leserinnen und Lesern anspruchsvoller und poetisch formulierter Literatur ans Herz gelegt wird. ©kingofmusic

5

Durch Zufall habe ich dieses Buch von Alex Schulmann im Bücherschrank gefunden und bin beeindruckt vom Schreibstil und dem Inhalt.

Der Autor schreibt über eine Kindheit dreier Brüder und über Eltern, die eigentlich emotional abwesend, mit sich selbst beschäftigt oftmals alkoholisiert waren und ihr Handeln oder nicht Handeln nicht hinterfragt zu haben scheinen oder dieses nicht äußern konnten. Was mich u.a. besonders betroffen gemacht hat war, dass der Vater seine Kinder animiert hat zu einer Boje im See zu schwimmen, die sehr weit weg war, sodass die Kinder es kaum und nur unter großer Anstrengung geschafft haben diese zu erreichen und total erschöpft waren als sie zurück kamen. Benjamin hatte sich für seine Brüder auf dem Weg verantwortlich und auch verlassen gefühlt. Für mich wurde während des Lesens klar, dass mangelnde Kommunikation in der Familie folgenschwere Traumata für die Kinder haben kann. Ein Roman der sich lohnt gelesen zu werden inhaltlich wie auch literarisch

5

Eine atmosphärisch dichte Geschichte über drei Brüder, die in zwei Richtungen erzählt wird. Es gibt den aktuellen Tag: Die Brüder fahren gemeinsam zum Sommerhaus der Familie, um die Asche der Mutter zu verstreuen. Dieser Tag wird rückwärts erzählt. Und dazwischen jeweils ein Kapitel indem von den Kindheitserlebnissen und der Familie erzählt wird. Das Ende macht mich sprachlos! Allerdings frage ich mich, ob so eine tiefgreifende Verdrängung in einer Familie tatsächlich möglich ist. Mehr will ich nicht dazu schreiben, um nicht zu spoilern.

4.5

Puh!

Ich wusste, dass es am Ende einen Twist geben wird und dennoch war ich schockiert. Ich hab den Fehler gemacht, das Ende abends im Bett zu lesen. Danach hatte ich eine unruhige Nacht. Soviel Schmerz, soviel Toxik, soviel beschwertes Leben. Und dennoch ein so gutes Buch, dass einen ratlos hinterlässt und wiederum etwas Frieden mit sich bringt.

4

Wunderschön!

Toll geschrieben, sehr atmosphärisch und nah. Zwischendurch hat es mich verloren, aber im Ganzen eine Familiengeschichte, die berührt.

4.5

Tiefsinnig und traurig.

Die Geschichte der Familie ist intensiv und voller Schmerz. Alex Schulmann schreibt spannend und unvorhersehbar. Tolles Buch.

Tiefsinnig und traurig.
5

Was für ein starkes Buch! Wow! Dieses Buch war schon so lange auf meiner Liste. Und erst jetzt habe ich es gelesen! Absolutes Jahreshighlight!

4

Bewegend

Ich kam manchmal mit der Zeit durcheinander - aber das Ende… Fulminant. Tränen in den Augen. Ein großes Buch…

4

Man muss bis zum Ende durchhalten!

Eine Geschichte, die einen runter ziehen kann. Und man versteht nicht, warum es dermaßen unfroh in dieser Familie zugeht. Aber man weiß, es muss etwas passiert sein, dass zu diesem Zustand führte. Und es kommt die Auflösung, anders als ich es erwartet hätte! Ein sehr gutes Buch!

5

Eine tief berührende Geschichte über eine mehr als dysfunktionale Familie mit einem Schluss wie ein Donnerschlag... Ich bin immer noch geflasht. Rezension folgt auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe

4

Die Erzähltechnik ist etwas Besonderes. Ein emotionales und trauriges Buch. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet.

5

Das Leben macht erst rückblickend Sinn...

3 Brüder, endlose Sommer in Schweden und ein unsichtbarer Faden, der alle verbindet. Vieles, was uns als Kinder passiert, verstehen wir erst viel später. Manches auch nie, aber wenn es passiert kann es alles verändern. Eine leise Geschichte, die mit einem lauten Knall endet. Wow!

5

Ein tieftrauriger, fesselnder Roman mit einem dramatischen Plottwist!

3

Ein tieftrauriges Buch über ein dysfunktionale Familie.

5

Das Buch beginnt mit dem Ende: Drei erwachsene Männer, die blutüberströmt am See des ehemaligen roten Sommerhauses in Schweden mit der Asche ihrer Mutter stehen, um diese zu verstreuen. Drei Jungs, die sich schon als Kinder nicht gut verstanden haben. Geprägt von den Alkoholexzessen der Eltern, hätten sie unterschiedlicher nicht sein können. Ständig buhlten sie um die Aufmerksamkeit der Eltern. Sie litten unter den Launen der Mutter, die ihrem ältesten Sohn den Vorzug gab, während sie die Jüngeren meist abwies. Der Alkoholpegel des Vaters entschied, ob er liebevoller Familienvater oder handgreiflich wurde. Das Buch wird in zwei Zeitsträngen erzählt: Der Erste handelt chronologisch von der Kindheit der Jungs, erzählt werden Erlebnisse, Geschichten, kleine Streiche, Auseinandersetzungen, aber auch Anekdoten seltener Verbundenheit. Der zweite Strang beginnt mit dem Ende und arbeitet sich von Kapitel zu Kapitel zurück, zu dem Zeitpunkt, wo das Schlimme geschah, was alles veränderte. Es ist eine Geschichte über drei Jungs mit gebrochenen Seelen, die zu oft auf sich alleine gestellt waren und vernachlässigt wurden und die erst als Erwachsene realisieren, was ihnen fehlte und was alles unausgesprochen blieb. Erinnerungen die falsch im Kopf schlummerten, werden erst im erwachsenenalter aufgearbeitet und wieder an den richtigen Platz gerückt. Alex Schulman hat, in teilweise harter Sprache, ein unglaublich intensives und tiefgreifendes Debüt geschrieben. Ein Buch so getreu erzählt, dass ich für Minuten in Schweden am See saß und den Mücken beim Tanzen während des Sonnenuntergangs zusehen konnte. Ein großes Lesehighlight.

5

Benjamin, Nils und Pierre kehren nach zwanzig Jahren an den Ort, an dem sie große Teile ihrer Kindheit verbracht haben, zurück. In dem namenlosen See am schwedischen Sommerhaus sollen sie nun die Asche ihrer Mutter verstreuen. Und genau an diesem Ort kommt es zum Gewaltausbruch zwischen den Brüdern, Polizei und Rettungsdienst werden gerufen… Was zu dieser Situation geführt hat, erzählt @alexschulman in zwei Erzählsträngen. Der eine stellt Anekdoten und Situationen aus der Kindheit der drei Brüder dar. Der andere beschreibt die Ereignisse, die sich seit dem Tod der Mutter zugetragen haben, rückwärts. Durch diese äußerst geschickt gewählte und fesselnde Erzählweise offenbart sich eine alles andere als harmonisch wirkende Familie. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern erscheinen nahezu toxisch; kommuniziert wird kaum, dafür umso mehr getrunken. Das Verhalten sowohl der Eltern als auch der Brüder wirkt vielfach unstimmig, nicht nachvollziehbar… Eine Erklärung hierfür ergibt sich allerdings erst ganz zum Schluss. Sie ist erschütternd, bricht einem nahezu das Herz und lässt einen das (Nicht-)Handeln und (Nicht-)Kommunizieren der Familienmitglieder in einem ganz anderen Licht sehen. Die Grenzen zwischen Opfern und Täter*innen verschwimmen und nichts erscheint mehr wie zunächst gedacht und bewertet… Sowohl erzählerisch als auch inhaltlich hat mich diese zutiefst traurige Geschichte, die sich zum Teil aber auch fast liest wie ein Thriller, sehr berührt. Alex Schulman gelingt es zudem ausgezeichnet, mit dem Klischee der schwedischen Idylle zu spielen, indem er ihr toxische Beziehungen, physische als auch psychische Gewalt (auch als TW zu verstehen) sowie Ängste und Schuld entgegensetzt. Doch neben diesen Themen, die das Klischee ordentlich ins Wanken geraten lassen, zeigt sich zum Ende auch ein zarter Schimmer der Hoffnung… Große Leseempfehlung!

4

Kindheitstrauma

Eine intensive Geschichte über drei Brüder und ihre gemeinsame Kindheit, die in zwei Zeitsträngen erzählt wird. Sie beschreibt vor allem die schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen, allen voran zwischen den Kindern und der Mutter. Geschrieben wird aus der Sicht von einem Bruder und das mit einem schön klaren Erzählstil. Doch durch die eingeschränkte Sicht bleibt vieles verborgen. So hätte ich gerne mehr über das Innenleben der einzelnen Familienmitglieder erfahren.

4

Die Brüder Nils, Benjamin und Pierre sind an das alte Sommerhaus am See zurückgekehrt. Dorthin, wo sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht haben. Sie wollen den Wunsch ihrer verstorbenen Mutter erfüllen und sie an diesem Ort verabschieden. Doch der Ort ihrer Kindheit weckt Erinnerungen und löst schlussendlich eine Schlägerei unter den Brüdern aus. Schrittweise erleben wir die Geschichte der drei Brüder aus der Perspektive Benjamins. Im Wechsel der Kapitel wird aus Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Während wir uns der Ausgangssituation und Gegenwart rückwärts annäheren wird die Vergangenheit chronologisch beschrieben. So erleben wir nah und nuanciert die Kindheit der Brüder sowie die diffusen Charakterzüge und Verhaltensweisen der einzelnen Familienmitglieder, eingefärbt durch Benjamins Empfindungen. Leser:innen landen mit den Brüdern in einer subtil bedrückenden Welt.  Für mich ist dieser Roman insbesondere aufgrund seiner schwermütigen Authentizität und der gelungenen Beschreibung dieser nuanciert bedrückenden Welt ein interessanter Titel mit gutem Final-Twist. 🇸🇪 Bröderna Nils, Benjamin och Pierre har återvänt till den gamla skojan vid sjön. Dit de tillbringade många somrar av sin barndom. De vill uppfylla sin avlidna mammas önskan och säga adjö till henne på denna plats. Men platsen för brödernas barndom väcker minnen och utlöser i slutändan ett slagsmål mellan bröderna. Vi upplever gradvis historien om de tre bröderna ur Benjamins perspektiv. Kapitlen växlar mellan dåtid och nutid. När vi närmar oss utgångsläget och nutiden baklänges, beskrivs det förflutna kronologiskt. Brödernas barndom upplevs på nära och nyanserad samt de enskilda familjemedlemmarnas diffusa karaktärsdrag och beteende, färgade av Benjamins känslor. Läsarna hamnar med bröderna i en subtilt deprimerande värld. För mig är den här romanen en intressant titel med en bra sista twist, särskilt på grund av dess autenticitet och den framgångsrika beskrivningen av denna nyanserade, deprimerande värld. Jag tyckte ändå att boken var lång ibland.

5

Die Überlebenden von Alex Schulmann - Übersetzt von Hanna Granz - dtv 2021 - 302 Seiten #eatreadsleep_bingo Eine Familiengeschichte, die einen erschüttert zurück lässt - was für ein Buch! 📚📚📚📚📚/5 Der Autor schreibt im klaren Stil und erinnert dabei an die großen Erzähler der amerikanischen Literatur, wie Steinbeck, Hemingway oder Capote. Nicht verschnörkelt aber messerscharf im Detail. Und er trifft immer wieder ins Mark. Man fliegt quasi durch die Seiten, hält aber immer wieder betroffen inne. Von einer zerstörerischen Anfangssituation - zwei Brüder, die aufeinander eingeschlagen haben und einer, der den Notruf getätigt hat - wird der Leser in die Idylle eines schwedischen Wochenendhauses an einem See geführt. Und dann erlebt man die Familiengeschichte; erzählt in erster Linie aus der Sicht von Benjamin. Er beschreibt seine Kindheit mit seinen Brüdern Pierre und Nils. Sowie seinen Eltern - scheinbar immer alkoholisiert und sich auseinanderlebend. Zudem herrscht einiges an häuslicher Gewalt und Verwahrlosung. Und dann ist da noch der Hund Molly. Dann geschieht irgendwann ein schrecklicher Unfall mit Benjamin. Die Erinnerungen von Benjamin, Nils und Pierre verschwimmen…weitere Tragödien geschehen. Und dann kommt es zu einem Twist! Ohne zu spoilern kann man hier nicht weiter erzählen. Ein sehr starkes und tiefes Buch! Erzählt in Zeitsprüngen, kontinuierlich nach hinten gerichtet und gleichzeitig aus der Kindheit nach vorn! „Doch als Benjamin jetzt sieht, wie er seine Pommes stapelt, spürt er zum ersten Mal, dass da doch etwas ist, denn wer sich nicht in den Mund stecken will, was er selbst berührt hat, will in gewissem Sinne mit sich selbst nichts zu tun

5

Bewegend, fantastisch geschrieben, emotional

„Die Überlebenden“ von Alex Schulmann war ein Weihnachtsgeschenk und es durfte nun meinen SuB-Stapel verlassen. War eine gute Idee, das Buch zu befreien! Die Brüder Niels, Pierre und Benjamin waren als Kinder unzertrennlich. Eine Einheit gegen ihre etwas distanzierten Eltern. Doch nun sind sie erwachsen und haben sich entfremdet. Der Tod ihrer Mutter bringt die drei wieder zusammen und so reisen die Männer in ihre Vergangenheit und erinnern sich an die ewigen Sommer, die sie in ihrer Kindheit als Familie in einem Waldhäuschen verbracht haben. Vor allem Benjamin ist auf der Suche nach der Antwort, warum die Familie in einem ewigen Schweigen letztlich auseinandergebrochen ist. „Die Überlebenden“ ist ein großartig aufgebauter Roman. Er erzählt auf zwei Zeitebenen: einerseits die Geschichte der Brüder als Kinder, ihre Tage in dem Sommerhaus und dann erleben wir die Brüder erwachsen, wie sie die Beerdigung ihrer Mutter organisieren. Hier schreibt der Autor die Geschichte rückwärts, so, dass sich die beiden Erzählstränge letztlich treffen. Das ist richtig toll und erhöht den Spannungsbogen sehr. Ständig schwingt das Ungewisse und eine leicht bedrohliche Stimmungen in der Erzählung mit. Ich habe mitgelebt, habe ebenso wenig wie Benjamin verstanden, warum die Eltern ihre Kinder verwahrlosen haben lassen, warum in dieser Familie nicht gesprochen wird. Wollte wie er Antworten, die ich dann auch bekommen habe, in einem Ende, dass mich emotional ziemlich mitgenommen hat. Ein fantastischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

Bewegend, fantastisch geschrieben, emotional
3.5

•°• das hab' ich nicht kommen sehen •°•

Das zweite Buch, welches ich von Alex Schulman gehört habe und es war wieder sehr gut. Natürlich wieder sehr traurig. Ich habe das Ende so nicht kommen sehen und es hat den ganzen Verlauf der Geschichte und die Familiendynamik erklärt. Schulman schafft es sehr gut bei mir auch immer wieder Bilder und Erinnerungen hervorzuholen. Spannend, wie er Dinge beschreibt, die so universal verständlich sind...

5

Ein Roman über Verletzungen und Traumata in der Kindheit, die bis ins Erwachsenenalter weiterwirken. Emotional fordernd.

4

"Die Überlebenden" ist eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht, die mich verwirrt, und deren Auflösung am Ende mich verstört hat. Die Geschichte wird mittels zwei Handlungsstränge erzählt: in der Gegenwart und in der Kindheit der drei Brüder. Die Beziehungen der Brüder untereinander und zu den Eltern sind hervorragend beschrieben. Ein absolut lesenswerter Roman über Schicksale und Zusammengehörigkeit, schonungslos und typisch skandinavisch.

4

Eine traurige, ergreifende und durchaus spannende Geschichte. Man sollte selbst in guter Stimmung sein, sonst wird man vielleicht etwas zu sehr runtergezogen.

4.5

Die Geschichte einer dysfunktionalen Familie

Die Überlebenden von Alex Schulmann ist ein intensiver Roman über eine Familie, die man als dysfunktional bezeichnen kann. Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils treffen sich, um die Asche ihrer Mutter in dem See zu verstreuen, wo sie im Sommerhaus ihre Kindheit verbracht haben. Die Brüder sind entfremdet und durch einen zweiten Erzählstrang, der kurze Ausschnitte aus der Kindheit erzählt, erfährt der Leser warum es zu der Entfremdung kam. Nicht nur die Beziehung der Brüder untereinander ist von Liebe aber auch Hass geprägt auch die Beziehung der Eltern zu den Söhnen ist teils verstörend und das Ehepaar selbst führt eine Ehe jenseits von Harmonie. Die verschiedensten Themen werden in dem Roman angesprochen von Geschwisterkonflikten, Alkoholismus, Schuldgefühlen, Tod, Traumata, Sehnsucht nach Liebe um nur einige aufzuzählen. Wer von solchen Themen angesprochen ist kann ich den Roman nur sehr ans Herz legen. Besonders gut hat mir auch der Kontrast der idyllischen, schwedischen Landschaft zu den konfliktreichen Beziehungsgeflechten der einzelnen Familienmitglieder untereinander gefallen.

4

Ich konnte es kaum weglegen

Mal wieder fällt es mir schwer ein Buch zu beschreiben. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es ist wunderbar geschrieben, ich hatte sofort Bilder im kopf und konnte schnell eine Beziehung zu Benjamin aufbauen. Am besten hat mir die Erzählstruktur gefallenen. Es ist abwechselnd rückwärts von der Jetztzeit bis zum Tod der Mutter erzählt und der andere Teil erzählt die Kindheit der drei Brüder aus Benjamins Perspektive. So nähern sich von Kapitel zu Kapitel die beiden Zeitstränge an und ergeben ein Gesamtbild. Man erfährt von der dysfunktionalen Beziehung der Familie durch die Alkoholabhängigkeit der Eltern und einem schrecklichen Schlüsselereignis, dessen wahre Geschichte man erst ganz am Ende erfährt. Es hat mich bis zu letzt zutiefst irritiert zurückgelassen, weil ich nicht verstanden habe, wieso grade die Mutter ihre Kinder nicht lieben konnte. Ich habe auch jetzt grade immer noch so viele Fragen bzgl der geschilderten Erinnerungen und dessen Wahrheit - ich bin etwas traurig das viele meiner Fragen die während des Lesens aufkamen nicht beantwortet wurden. Trotzdem war das Buch spannend, emotional, klug und wirklich toll geschrieben.

5

Trist, einnehmend, die Luft wegsaugend...und dennoch kann man diesem Dementor in Buchform nicht widerstehen.

Als ich ungefähr 80% des Buches gelesen habe, wollte ich es mit 3 Sternen bewerten. Ich dachte, dass es handwerklich zwar durch die zwei Zeitlinien, die aufeinandertreffen, wirklich gut umgesetzt ist...ABER die Geschichte einfach nur zu trist, traurig, emotional grausam ist. Doch durch das Weiterlesen und insbesondere das Ende der Geschichte wurde mir klar, dass das nicht gerechtfertigt war. Auch wenn mir die Stimmung des Buches nicht gefallen hat, weil sie durch und durch etwas Dunkles und Bedrückendes hat, so kann man nicht verleugnen, wie unfassbar gut es geschrieben ist. Wie sehr man sich durch kleine Details rein fühlen kann und wie die Erzählweise auch dem Leser bei der Aufarbeitung der Geschichte hilft. Wow! Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch jemals ein zweites Mal lesen könnte. Dafür war der Traurigkeitssog zu stark. Aber ich werde noch lange über die Handwerkskunst nachdenken und diese bewundern.

4

Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil des Autors ist toll und der Aufbau interessant! Eine traurige Geschichte mit einer Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte.

Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil des Autors ist toll und der Aufbau interessant! Eine traurige Geschichte mit einer Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte.
3

Sehr traurig, aber dadurch auch schön und mit Tiefe

5

Das Buch beginnt am Ende. Nils, Benjamin und Pierre sind am Sommerhaus, wo sie in ihrer Kindheit die Sommer verbracht haben, um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen und ihre Asche dort am See zu verstreuen. Bei diesem Buch einfach nur zu sagen, das es mir gefallen hat, würde diesem Buch nicht gerecht werden. Es ist eine Geschichte, die mich von Anfang an gefesselt hat, ich spürte teilweise eine unterschwellige Angst um die Kinder ob der auch unterschwellig zwischen den Sätzen liegenden Aggression und tiefen Verletzung, von der bis zum Ende nicht ganz klar war, was genau den Ausschlag gegeben hat. Von Anfang an wurde eine ganz merkwürdige Atmosphäre geschaffen, was auch daran lag, dass Benjamins Blickwinkel genutzt wurde, der der Beobachter in der Familie war, derjenige, der die feinen zwischenmenschlichen Schwingungen lesen konnte. Es gibt eine Szene einer Autofahrt, die ganz bedrohlich wirkte und wo die Spannung immer stärker wird allein durch die intensive Beschreibung von Benjamins Beobachtungen. In dieser Szene wird die Spannung mit jedem Wort fühlbarer und so ist es auch an anderen Stellen im Buch. Alex Schulman hat eine Art, sich ganz intensiv auszudrücken und verstärkt so die Geschichte noch. Diese Spannung, das Ungewisse wird bis zum Ende des Buchs aufrechterhalten. Am Ende des Buchs wird es ganz intensiv und die Gefühle von mir als Leserin sind Achterbahn gefahren, so sehr hat es mich mitgenommen, was diese Familie an Seelenschmerz durchleiden musste. Es ist immer ein Balanceakt, eine solche Geschichte, wie „Die Überlebenden“ zu erzählen ohne ins Kitschige abzudriften oder zu stark aufzutragen, obwohl die Realität ja meist härter ist, als eine Geschichte. Alex Schulman erzählt es so, dass es echt wirkt, die Eltern, die drei Jungen und die drei Männer, die sie werden. Der Schmerz und das Trauma sind greifbar.

5

Auf "Die Überlebenden" von Alex Schumann, bin ich sehr neugierig gewesen. Schon vorab wusste ich, dass die Geschichte quasi rückwärts erzählt wird und war gespannt, wie der Autor dies umsetzt. Die Story spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart sowie in der Kindheit des Protagonisten Benjamin und seiner Brüder Nils und Pierre. Relativ schnell merkt man beim lesen, dass die Kindheit von Benjamin nicht unbedingt die schönste gewesen sein kann, denn seine Eltern sind sehr wankelmütig. Im Laufe des Buches wird immer klarer, dass Mutter und Vater ziemlich aggressive Züge zeigen, die augenscheinlich auf einen intensiven Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Dadurch finden die Brüder nicht wirklich zueinander, haben sie doch nie gelernt miteinander zu kommunizieren. Trotzdem sucht Benjamin immer wieder nach der Aufmerksamkeit und Bestätigung seiner Eltern. Als die drei Brüder 20 Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, wieder aufeinander treffen, wollen sie deren letzten Willen erfüllen. Die Stimmung während des Lesens war stellenweise ziemlich beunruhigend und alles andere als leicht. Lange Zeit fragte ich mich, wohin das Ganze führen soll. Was denn jedoch kam, hat mich sprachlos gemacht und vollkommen überrascht. War ich mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich bewusst, wie ich die Geschichte finden soll, wurde sie dann einfach grandios. Alles war plötzlich glasklar und so logisch. Das Buch lässt so schnell nicht mehr los und hallt noch einige Zeit nach. Für mich hat diese dramatische Familiengeschichte 4,5 Sterne verdient.

4

Ich kann schlecht ausdrücken, wie mir diese Geschichte gefallen hat. Tiefsinnig und traurig wird von der Kindheit dreier Brüdern erzählt, die ihre Sommer in einem Haus am See verbracht haben. Die Eltern haben sie meistens sich selbst überlassen, haben viel Alkohol getrunken und in den Tag hinein gelebt oder geschlafen. Von heiler Welt und glücklicher Familie sind sie weit entfernt. Ein Buch mit Tiefgang, welches mich eingesogen und etwas traurig wieder ausgespuckt hat.

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