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Weird girl lit und ich 🤝
Für alle, die jemals überzeugt waren: "Ich bin für Größeres bestimmt." Sie denkt das auch. Nur ungefähr tausendmal extremer. Wir begleiten Jessamyn, eine erfolglose Schauspielerin, die überzeugt ist, dass sie für die Hauptrolle in "The Sound of Music" bestimmt ist. Das Problem? Außer ihr sieht das niemand. Doch das macht Nix. Jessamyn kennt Mittel und Wege... Buch: bissige Satire über Ehrgeiz, Selbsttäuschung, Narzissmus, den Male Gaze und die Theaterwelt Jessamyn: eine ambivalente Figur; bewusst überzeichnet, unangenehm komisch, exzessiv selbstinszeniert. Sie begreift Beziehungen vor allem als Tauschgeschäft, überschreitet immer wiede Grenzen und entfernt sich dabei immer weiter von der Realität UND DENNOCH hatte ich so oft Mitgefühl. Sie lebt in prekären Verhältnissen, ohne verlässliche Unterstützung und bewegt sich durch eine Welt, in der der männliche Blick sie permanent formt, vereinnahmt und funktionalisiert. Erzählstimme: unzuverlässige Erzählerin; man lebt komplett in ihrem Kopf, merkt aber gleichzeitig, dass ihre Realität und die tatsächliche zwei völlig verschiedene Dinge sind Wirkung (auf mich): so tragisch, dass sich Abstoßung und Empathie permanent überlagern Kritik (?) Das Buch greift sexuelle Nötigung und Machtmissbrauch auf, gibt diesen Erfahrungen aber relativ wenig Raum. Einerseits wirkt es für mich so, als würde das Trauma eher zur Zuspitzung von der Story dienen, statt wirklich seine Folgen zu vertiefen andererseits auch als bewusste Darstellung ihrer verzerrten, unzuverlässigen Wahrnehmung, wodurch diese Verdrängung erklärt werden könnte. → Raum für unterschiedliche Lesarten und Diskussionen Dennoch: Es war für mich insgesamt ein richtig intensives Leseerlebnis. Es ist so witzig, so unangenehm, SO absurd und psychologisch extrem spannend geschrieben; bin nur so durch die Seiten geflogen. Ganz große Empfehlung!
Jul 1, 2026
Weird girl lit und ich 🤝
Für alle, die jemals überzeugt waren: "Ich bin für Größeres bestimmt." Sie denkt das auch. Nur ungefähr tausendmal extremer. Wir begleiten Jessamyn, eine erfolglose Schauspielerin, die überzeugt ist, dass sie für die Hauptrolle in "The Sound of Music" bestimmt ist. Das Problem? Außer ihr sieht das niemand. Doch das macht Nix. Jessamyn kennt Mittel und Wege... Buch: bissige Satire über Ehrgeiz, Selbsttäuschung, Narzissmus, den Male Gaze und die Theaterwelt Jessamyn: eine ambivalente Figur; bewusst überzeichnet, unangenehm komisch, exzessiv selbstinszeniert. Sie begreift Beziehungen vor allem als Tauschgeschäft, überschreitet immer wiede Grenzen und entfernt sich dabei immer weiter von der Realität UND DENNOCH hatte ich so oft Mitgefühl. Sie lebt in prekären Verhältnissen, ohne verlässliche Unterstützung und bewegt sich durch eine Welt, in der der männliche Blick sie permanent formt, vereinnahmt und funktionalisiert. Erzählstimme: unzuverlässige Erzählerin; man lebt komplett in ihrem Kopf, merkt aber gleichzeitig, dass ihre Realität und die tatsächliche zwei völlig verschiedene Dinge sind Wirkung (auf mich): so tragisch, dass sich Abstoßung und Empathie permanent überlagern Kritik (?) Das Buch greift sexuelle Nötigung und Machtmissbrauch auf, gibt diesen Erfahrungen aber relativ wenig Raum. Einerseits wirkt es für mich so, als würde das Trauma eher zur Zuspitzung von der Story dienen, statt wirklich seine Folgen zu vertiefen andererseits auch als bewusste Darstellung ihrer verzerrten, unzuverlässigen Wahrnehmung, wodurch diese Verdrängung erklärt werden könnte. → Raum für unterschiedliche Lesarten und Diskussionen Dennoch: Es war für mich insgesamt ein richtig intensives Leseerlebnis. Es ist so witzig, so unangenehm, SO absurd und psychologisch extrem spannend geschrieben; bin nur so durch die Seiten geflogen. Ganz große Empfehlung!
Jul 1, 2026








