Prep

Prep

Paperback
3.530

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Description

Lee Fiora, Tochter eines Matratzenhändlers aus Indiana, ist vierzehn, als ihr der Hochglanzprospekt einer Bostoner Eliteschule namens Ault in die Hände fällt. Beeindruckt von der Welt der Reichen und Schönen, bewirbt sie sich um eines der raren Stipendien – mit Erfolg. Doch bald muss sie feststellen, dass die Realität im Internat anders aussieht als in ihren Träumen: Zu Hause gilt sie als lustig, talentiert, selbstbewusst, in Ault ist sie ein Niemand. Die Eltern fast aller ihrer Mitschüler sind obszön reich, und Lee versucht, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie kein Geld hat. Angezogen und zugleich abgestoßen von ihren privilegierten und selbstsicher wirkenden Mitschülern wird sie zur Außenseiterin, zur Expertin im Unsichtbarsein. Dabei beobachtet sie ihre Umgebung genau. Nach und nach schließt sie Freundschaften und verliebt sich sogar, doch ausgerechnet kurz vor dem Abschluss droht ihr alles zu entgleiten. Messerscharf schildert Curtis Sittenfeld die Abgründe des Teenagerdaseins und was es heißt, seinen Platz im Leben zu finden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Paperback
Pages
592
Price
15.50 €

Author Description

CURTIS SITTENFELD, geboren 1975, veröffentlichte 2005 ihren Debütroman ›Prep‹. Sie ist die Autorin von insgesamt sieben Romanen und zwei Bänden Kurzgeschichten. Ihre Werke standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.

Posts

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| Es hat immer etwas seltsam Trauriges, wenn ein anderer einen durschaut; ich schätze, die Dramatik liegt in der Seltenheit dieser Momente, die so ganz anders sind als die Begegnungen, die man sonst hat. Man wird daran erinnert, dass es auch anders sein kann, dass man nicht unerkannt durchs Leben gehen muss, auch wenn man es womöglich tun wird - und das ist das beinahe Unerträgliche daran. 💼 📖 🎓 |

Lee Fiora ist sechzehn Jahre alt, Tochter eines Matratzenhändlers und eher introvertiert. Durch ein Stipendium erhält sie die Gelegenheit, ihre High-School-Zeit auf dem renommierten Internat Ault zu verbringen. Zwischen den Reichen und Schönen versucht sie, ihren Platz zu finden und stößt dabei nicht nur einmal an ihre Grenzen. "Prep" ist so ein Buch, bei dem man nicht wirklich weiß, wie man es schlussendlich finden soll. Während des Lesens habe ich mir bereits viele Gedanken zu meiner Bewertung gemacht und irgendwie bin ich mir nach wie vor nicht wirklich schlüssig. Curtis Sittenfeld schreibt sehr ausführlich. In ellenlangen Kapiteln - das Buch hat auf knapp vierhundert Seiten nur acht Kapitel - schildert sie oftmals übertrieben detailliert den Alltag einer Schülerin auf einem Internat. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier sehr klischeehaft dargestellt. Anfangs konnte ich mich noch sehr leicht und gut mit Lee Fiora identifizieren. Wie auch ich in meiner Schulzeit war, ist sie schüchtern, unsicher und zerdenkt jedes Gespräch und gefühlt jede Lebenssituation zigtausendmal. Was anfangs noch durchaus nachvollziehbar war, entwickelte sich im Laufe des Buches zu einem regelrechten Ärgernis. Lee wird quasi mit jeder Seite unsympathischer und ihre Denkweise und ihr Verhalten unerträglicher. Sie verurteilt, bewertet und entwickelt eine fast schon krankhafte Obsession mit jedem männlichen Schüler, der sich in irgendeiner Art und Weise nett ihr gegenüber verhält. Auf Dauer wurde das wahnsinnig anstrengend. Letztendlich bin ich froh, das Buch endlich beendet zu haben, denn ab der zweiten Hälfte wurde es zunehmend öde und zäh und ich war ein paar mal drauf und dran, es abzubrechen. Würde ich "Prep weiterempfehlen? Ich würde das eher mit Nein beantworten. Aber überzeugt euch gerne selbst.

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Sternebewertung fiktiv

Prep ist das Debüt von Curtis Sittenfeld aus dem Jahr 2005 und ist jetzt im Dumontverlag neu erschienen. Obwohl es ein Teenagerroman ist, steckt darin überraschend viel Gesellschaftskritik. Im Mittelpunkt steht Lee Fiora. Sie kommt aus einer ganz normalen Mittelschichtsfamilie in Indiana. Ihr Vater ist Matratzenhändler, ihr Leben bislang ziemlich gewöhnlich. Doch dann bekommt sie mit 14 Jahren ein Stipendium für eine Elite-Internatsschule in Massachusetts. Und plötzlich ist alles anders. Der Glanz dieser Schule, die Gebäude, die Tradition, die Erwartungen, alles wirkt von außen beeindruckend. Aber sobald Lee Teil dieser Welt wird, merkt sie schnell, dass sie eigentlich nicht dazugehört. Die meisten Mitschüler kommen aus sehr wohlhabenden Familien, bewegen sich selbstverständlich in dieser Umgebung und haben ein Selbstverständnis, das Lee völlig fremd ist. Lee bleibt Beobachterin. Eine Aussenseiterin. Sie findet nur schwer Freunde, fühlt sich oft unsicher und beobachtet ihre Umgebung fast wie von außen. Es wird wirklich ausufernd und detailliert der Schulalltag geschildert, man erlebt die Dynamik dieser elitären Welt sehr genau. Status, Zugehörigkeit, soziale Codes. Mag sein, dass genau diese Gedanken dazu in dem Alter auch so ausufernd gefühlt und gelebt werden, mir war es aber teilweise wirklich einfach zu viel an Gedanken und wenig Handlung. Ich denke knapp 200 Seiten weniger hätten dem Roman gut getan. Vielleicht auch nur mein Empfinden. Ich musste beim Lesen manchmal ein bisschen an Clueless denken, diese Welt, auf der Suche nach Zugehörigkeit durch materielle Güter in Form von Designer Klamotten und Taschen. Lee ist keine klassische Heldin. Sie ist unsicher, manchmal auch widersprüchlich, aber genau deshalb wirkt sie sehr echt. Der Schluss erzeugt eine Stimme in meinem Kopf. Eine Zusammenfassung der Zukunft, wer ist wo und was geworden. Hatte so einen klassischen American Story Vibe aber für sehr junges Publikum eben:-) Für mich war Prep ein wilder Coming-of-Age-Roman a la Clueless, über das Gefühl, irgendwo zu sein, ohne wirklich dazuzugehören. Empfehlen würde ich es aber eher einer jüngeren Lesegruppe.

3

Das Buch folgt Lee Fiora, die ein Stipendium für ein Elite-Internat in Boston erhält. Obwohl sie witzig, talentiert und selbstbewusst ist, fühlt sie sich auf dem Internat plötzlich wie ein Niemand. Das Buch ist eine typische Coming-of-Age-Geschichte über das Finden neuer Freundschaften, das Verlieren von Freundschaften, das erste Verlieben, das Erkunden von Sexualität und die Schwierigkeiten in der Schule. Gleichzeitig behandelt das Buch aber auch wichtige Themen wie Rassismus, Klassenunterschiede und Mobbing. Es gab viele Dinge, die mich an mich selbst als Teenager erinnert haben und daran, wie sehr ich oft zu kämpfen hatte. Lee Fiora vermittelte mir häufig den Eindruck, dass sie nicht nur schüchtern ist, sondern vielleicht auch etwas wie eine Social Phobie haben könnte? Sie hat große Schwierigkeiten, aus sich herauszukommen, hinterfragt alles was sie tut, und hat Probleme, für sich selbst einzustehen. Die Art, wie sie ständig Angst hat, dass andere sie nicht mögen, dass sie irgendwie doch heraussticht, dass ihre wenigen Freunde mit Ihr wiederum nicht so eng befreundet sind wie mit anderen, dass sie sie nicht so akzeptieren wie sie ist – das hat mich sehr an mich selber damals erinnert. Ich hatte ziemlich ähnliche Unsicherheiten und kämpfe teilweise bis heute noch damit. Manchmal denke ich: „Mögen sie mich wirklich?“, „Sehen sie mich wirklich als gute Freundin?“, „Warum haben sie mich nicht gefragt, ob ich mitkomme – bin ich nicht wichtig? Wollen sie mich nicht dabeihaben?““Hab ich was falsch gemacht?“. Ich muss mich oft selbst stoppen, damit sich diese Gedanken nicht immer weiter hochschaukeln. Aber viele schlechte Erfahrungen in diesem Bereich machen es manchmal schwer. Erwartet keinen großen „Plot“ oder besser gesagt keine großen Wendungen. Es ist ein Coming-of-Age-Buch und zeigt genau das – mit den alltäglichen Themen, die wir fast alle durchlebt haben als Teenager. Es ist ein Buch, mit dem man sich hier und da gut identifizieren kann. Auch wenn ich das Lesen genossen habe, finde ich, dass es ein bisschen kürzer hätte sein können, denn etwa 600 Seiten sind wirklich VIEL. Wenn du Lust auf eine Geschichte über das ganz normale Teenagerleben an einer Eliteschule hast, kann ich es definitiv empfehlen!


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Lee Fiora versteht schon mit jungen Jahren, dass Ihre Familie sich nie ein großes Haus in einer wohlhabenden Gegend leisten kann. Kurzerhand entscheidet sie sich, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und bewirbt sich auf verschiedene Stipendien privater Internate. Und tatsächlich wird sie an der renommierten Ault Schule angenommen. Dort angekommen, wird sie jedoch schnell merken, dass das Teenagersein einfach an jeder High School genau dasselbe ist. Auch an Ault gibt es die "Beliebten", die "Außenseiter*innen", "Streberinnen", etc. Alleine durch ihren Status als Stipendiatin fühlt sich Lee von Anfang an nicht ganz eingebunden in die Schülerschaft. Als sie Martha kennenlernt, soll sich dies jedoch ändern... "Prep" war mein zweites Buch von Curtis Sittenfeld und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Die knapp 600 Seiten lassen sich mit viel Nostalgie und Flashbacks an die eigene Schulzeit füllen. Mir war Lee nicht immer sehr sympathisch, einige ihrer Entscheidungen konnte ich wenig nachvollziehen und habe mir dabei immer wieder vor Augen geführt, dass ich als Jugendliche vermutlich (leider) ähnlich gehandelt hätte. Was "Prep" so anders macht, ist, dass Lee als Protagonistin nicht als etwas sehr besonderes dargestellt wird. Curtis Sittenfeld beschreibt hier ein "durchschnittliches" westliches Teenagerleben. Lee ist nicht die überambitionierte Heldin der Geschichte, aber es ist ihre Geschichte. Und vielleicht reicht das auch manchmal einfach. Die anderen Mitschüler*innen sind so gut gezeichnet, ich bin mir sicher, dass jede*r Leser*in Assoziationen zur eigenen Schulzeit haben wird. Zwei Kritikpunkte habe ich aber leider dennoch. Zum einen hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn das Buch 100 Seiten weniger gehabt hätte. Ein paar Längen gab es dann doch. Und der zweite Punkt bildet die vielen Beschreibungen, die Lee für ihre Mitschüler*innen hat. Mehr als ein Mal wurden Mitschüler*innen als "dick" oder "Klassenschwarzer" beschrieben. Das ist mir jedes Mal bitter aufgestoßen und muss wirklich nicht mehr sein. (Auch wenn das Buch aus dem Jahr 2005 ist, hätte man immerhin einen kleinen Disclaimer hinten ins Buch packen können.) Trotz der Kritik kann ich "Prep" als soliden Coming-of-Age-Roman empfehlen.

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ein on/off beziehung mit diesem buch geführt. der plot hatte wirklich extreme längen. der protagonistin gegenüber hatte ich wechselt mitgefühl und dann auch wieder gar kein verständnis. zum ende hat es mich dann aber doch auch wieder sehr gepackt und das ende fühlte sich sehr wholesome an.

3

Internatsgeschichte mit Überlänge

Internatsgeschichten habe ich als Kind geliebt. Hanni und Nanni und Dolly habe ich gerne gelesen. Dass das Lindenhof und Möwenfels Eliteinternate waren, war mir damals nicht so bewusst. Und so habe ich mich manches Mal dorthin gewünscht, von Mitternachtspartys mit Sardinen, Dosenmilch und Pfirsichen geträumt (über diese Kombi komme ich immer noch nicht hinweg), ganz ohne das Bewusstsein, dass ich da aufgrund meiner Herkunft eine Exotin gewesen wäre. Lee, in diesem Buch geht es da ganz anders Ihr Vater ist ein Matratzenhändler, sie kommt ursprünglich aus Indiana, und eigentlich steht die beste Zeit im Leben einer amerikanischen Schülerin an – Highschool! Doch ihr fällt ein Prospekt eines Eliteinternats in die Hände und sie beschließt, sich dort zu bewerben. Entgegen aller Erwartungen wird sie genommen, und ihre Eltern stehen auf einmal vor der Herausforderung, ihr noch minderjähriges Kind in den Osten der USA abzugeben. Lee erhofft, sich dort endlich die Anerkennung zu bekommen, die sie sich wünscht. Doch sie ist als Kind von Eltern, die immer ein bisschen am Existenzminimum kratzen, so ganz anders als ihre MitschülerInnen. Zwischen, Designerklamotten, teuren Hobbys und Arroganz versucht sie einen Platz zu ergattern und scheitert. Nach und nach schließt Lee Freundschaften mit anderen Outsidern-ihre innere Einsamkeit scheint das nicht zu beheben. Als sie sich verliebt, keimt Hoffnung auf eine Beziehung in ihr auf, die ihr vielleicht ein wenig mehr Anerkennung verschafft. Doch wir wissen alle – mit 16 muss man so manchen falschen Weg einschlagen, um fürs Leben zu lernen. Skurril fand ich so manche Lehrpersonen und die „besonderen“ Tage in Ault. Ich würde ja mal interessieren, ob es solche Schulen wirklich gibt. Fast 600 Seiten begleiten wir Lee durch ihre Highschool Zeit, die von mehr Tiefen als Höhen geprägt ist. Jedes Detail wird beschrieben. Jedes Schuljahr ist in Viertel oder drittel aufgeteilt und so sind wir sehr involviert – meinem Empfinden nach ein bisschen zu viel. Sittenfeld hat sich zwar nicht nur für Abläufe, Umgebung und Personen Zeit genommen, sondern gibt uns viel Einblick in Lees Innenleben. War ich am Anfang noch gefesselt, so hat mich das zunehmend ermüdet. Der Spannungsbogen hält sich in Grenzen. Jedes Mal, wenn sie jemand Neues kennen gelernt hat, hofft man mit ihr, dass sie endlich eine Freundin oder einen Freund findet, die/der sie in Balance bringt, doch die erfahrenen Menschen unter uns wissen das kann man eigentlich nur selbst. Sie versucht es auch, und ich war schon erstaunt, wie oft sie es schafft, nach einer Niederlage aufzustehen. Leider fand ich ihre Weiterentwicklung sehr langsam und auf ein Minimum herabgesetzt. Ich weiß, dass ihre Art zu denken und Emotionen für sich selbst zu analysieren dem Zeitgeist geschuldet ist und mit meiner Jugend wenig zu tun hat, und ich habe schon öfters gefühlt, dass ich da nicht mithalten kann. Mir ist das Ganze oft etwas zu larmoyant. Lee nimmt das zwar mit großem Pragmatismus hin, aber eine große Veränderung scheint für sie nicht möglich zu sein. Sie ist halt so, und da ich denke, dass man sich immer verändern kann, wenn der Leidensdruck groß genug ist war ich manchmal etwas genervt und ziemlich glücklich, als ich das Buch endlich beendet habe Der Roman ist nicht schlecht, nur sehr lang, und ich denke, dass jüngere Leserinnen vielleicht eine größere Identifikationsmöglichkeit in der Protagonistin finden. Mir ist das passiert, was mir sehr selten beim Lesen wiederfährt: ich hab mich zu alt für dieses Buch gefühlt. Ich empfehle es also, Leserinnen zwischen 20 und Mitte 30, die noch auf der Suche nach sich selbst sind und ihrer schwierigen Jugend ein bisschen hinterher trauern.

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Unsichtbar zwischen Blazern

Vierzehn, ein Hochglanzprospekt und dieser eine Moment, in dem man glaubt, die Tür in ein besseres Leben geht gerade auf. Genau da steht Lee Fiora und ich stand innerlich direkt neben ihr. Diese Mischung aus Ehrgeiz, Unsicherheit und diesem leisen Wunsch, endlich dazuzugehören, trifft einen härter, als man erwartet. Ault ist kein Internat, Ault ist ein Haifischbecken mit Blazerpflicht. Reichtum tropft aus jeder Ecke, Selbstbewusstsein wird wie Parfum versprüht, und Lee? Versucht, nicht aufzufallen. Während andere scheinbar mühelos durch diese Welt gleiten, kämpft sie mit jedem Blick, jedem Gespräch, jeder Einladung. Und verdammt, das tat beim Lesen manchmal richtig weh. Was dieses Buch so stark macht, ist nicht das große Drama. Es sind die kleinen, fiesen Gedanken. Dieses Überanalysieren jeder Begegnung. Dieses ständige Vergleichen. Dieses Gefühl, nie genug zu sein. Man will Lee manchmal schütteln und gleichzeitig in den Arm nehmen. Ihre Verliebtheit, ihre Scham, ihre stillen Siege, alles wirkt erschreckend echt. Große Explosionen gibt es hier nicht, aber dafür diese messerscharfe Beobachtungsgabe. Sittenfeld seziert Teenager-Seelen mit einer Präzision, die fast unangenehm ist. Und ja, stellenweise hätte ich mir gewünscht, Lee wäre mutiger gewesen. Aber genau das macht sie so glaubwürdig. Prep ist kein lauter Internatsroman. Es ist ein leises, ehrliches Buch über Klassenunterschiede, Selbstzweifel und die ewige Suche nach dem eigenen Platz. Und irgendwie erkennt man sich selbst öfter wieder, als einem lieb ist.

Unsichtbar zwischen Blazern
4.5

Die langersehnte Meinung zu Prep! :Ganz schön schlimmer und dicker Schinken😬

Hassliebe ist das Wort das mir zu dieser Folter von Buch einfällt. Es handelt von einem Mädchen, dass nach langem erbitten auf ein Internat kommt und sich dort wie der größte Loser verhält. Sie ist zu schüchtern, zu selbstkritisch und zu abgehoben. Das ganze Buch lang ist ein ellenlanges palaver ihrer grausamen Gedanken die ihr immer im weg stehen. Das Buch ist zu vergleichen mit einer ordentlichen Backpfeife für jede „introvertierte“ Person und zeigt wie abscheulich man mit so einer Masche auf andere wirkt. Ich denke jeder der dieses Buch liest wird es entweder zuklappen oder an sich arbeiten🤔 Sehr gut geschrieben und macht trotz miesem Inhalt Spaß zu lesen! Wird als wahres literarisches Meisterwerk klassifiziert!-von mir🤗😙 Würde sagen Peak coming of age Buch und so ein Internat Klassiker!😍😍🤭 Must Must Must read🕵️‍♀️

1

Belanglosigkeiten auf 500 Seiten

Dieser Roman ist der zweite, den ich von Curtis Sittenfeld gelesen habe. Und während mich Romantic Comedy durchgehend gut unterhalten hat, frage ich mich hier, was ich da eigentlich gelesen habe. Es reiht sich eine Belanglosigkeit an die nächste. Auf den ersten 200 Seiten habe ich noch darauf gewartet, das bald irgendetwas passiert. Ab Seite 250 hab ich die Hoffnung aufgegeben und akzeptiert, dass dies wohl ein Buch ist, bei dem wenig äußere Handlung stattfindet. Meistens wird man dann stattdessen mit innerer Handlung und Weiterentwicklung belohnt… Aber auch das ist nicht passiert. Die Charaktere blieben eindimensional und austauschbar. Es liegt nicht an fehlendem Identifikationspotenzial. Ich kann mich total gut in diese klemmige, unsichere, missgünstige Jugendliche zurückversetzen. Aber wirklich unterhaltsam ist das, was sie (nicht) erlebt, eben nicht.

4

Ein Coming-of-Age-Roman

Curtis Sittenfelds Roman „Prep“ erzählt die Geschichte der 14-jährigen Lee Fiora, die dank eines Stipendiums das Eliteinternat „Ault“ in Boston besuchen darf. Lee findet sich plötzlich in einer Welt wieder, die von Reichtum, Selbstbewusstsein und sozialen Codes geprägt ist, die ihr völlig fremd sind. Als Mädchen aus einfachen Verhältnissen fühlt sie sich unter ihren wohlhabenden Mitschülerinnen und Mitschülern oft fehl am Platz und isoliert. Im Fokus des Romans steht Lees intensive Gefühls- und Gedankenwelt. Lee ist im Inneren sehr unsicher und ängstlich, beobachtet ihre Umgebung ständig und versucht verzweifelt, ihren Platz in dieser neuen sozialen Ordnung zu finden. Gerade diese Selbstzweifel und ihr starkes Bedürfnis dazuzugehören machen sie zu einer glaubwürdigen Figur. Sittenfeld gelingt eine authentische Figurenzeichnung, die typische Wünsche, Unsicherheiten und sozialen Ängste von Jugendlichen einfängt. Der Roman beschreibt ehrlich, wie stark Klassenunterschiede das Selbstbild prägen können und wie schwierig es sein kann, in einer neuen Umgebung Freundschaften zu schließen. Trotz ihrer Unsicherheit findet Lee schließlich eine wichtige Bezugsperson. Ihre Mitschülerin Martha wird zu ihrer engsten Freundin. „Prep“ ist ein klassischer Coming-of-Age-Roman, der die Entwicklung einer Jugendlichen über mehrere Jahre begleitet. Gerade junge Leserinnen und Leser dürften sich in Lees Unsicherheiten gut wiederfinden. Aus heutiger Perspektive bin ich allerdings nicht mehr ganz die Zielgruppe des Buches. Als Jugendliche hätte mir der Roman sicher noch besser gefallen. Ein Kritikpunkt ist die Länge. Mit fast 600 Seiten wirkt die Handlung stellenweise sehr langatmig. Da der Roman stark auf innere Beobachtungen und weniger auf äußere Ereignisse setzt, bleibt die Spannung manchmal gering. Für die kleinen High-school-Dramen ist der Roman, meiner Meinung nach, etwas zu lang. Insgesamt ist „Prep“ dennoch ein ehrliches und fein beobachtetes Buch über Selbstzweifel, soziale Unterschiede und das Erwachsenwerden. Trotz einiger Längen überzeugt der Roman durch seine authentische Darstellung jugendlicher Gedanken und Gefühle.

4

Prep von Curtis Sittenfeld ist ein leiser, intensiver Coming-of-Age-Roman über soziale Unsicherheit, erste Liebe und das schmerzhafte Gefühl, nie ganz dazuzugehören.

Ich habe das Buch mit großen Erwartungen gelesen – und wurde auf eine leise, schmerzhafte, aber beeindruckend ehrliche Reise durch die Jugend mitgenommen. Im Mittelpunkt steht Lee Fiora, ein unsicheres Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das ein Stipendium für das elitäre Internat Ault School im Nordosten der USA erhält. Der Klappentext verspricht eine Geschichte über Außenseitertum, Klassenzugehörigkeit, erste Liebe und das schmerzhafte Erwachsenwerden – und genau das bekommt man auch. Lee kämpft mit dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Zwischen wohlhabenden Mitschülern, subtilen Hierarchien und unausgesprochenen Regeln versucht sie, ihren Platz zu finden. Besonders ihre komplizierte Beziehung zu dem charismatischen Cross Sugarman prägt ihre Schulzeit und offenbart, wie sehr Sehnsucht, Selbstzweifel und Projektionen das eigene Handeln bestimmen können. Was mich von der ersten Seite an gepackt hat, ist die psychologische Genauigkeit. Curtis Sittenfeld seziert Lees Gedankenwelt mit beeindruckender Präzision. Jede Unsicherheit, jedes Missverständnis, jede selbstquälerische Gedankenspirale fühlt sich echt an. Manchmal fast unangenehm echt. Dieses Buch ist kein klassischer Internatsroman voller Glamour oder dramatischer Skandale. Stattdessen ist es leise. Beobachtend. Schonungslos ehrlich. Die Autorin nimmt sich Zeit für Zwischentöne – für Blicke, für innere Monologe, für Momente, in denen nichts „Spektakuläres“ passiert und doch alles entschieden wird. Gerade diese Langsamkeit ist Stärke und kleine Schwäche zugleich. Manche Passagen ziehen sich, manche Gedankengänge wiederholen sich. Doch genau darin liegt auch die Authentizität: Pubertät ist Wiederholung. Selbstzweifel sind redundant. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich Lee am liebsten geschüttelt hätte – und im nächsten Moment verstand ich sie vollkommen. Besonders stark fand ich, wie subtil soziale Unterschiede dargestellt werden. Es geht nicht um offene Diskriminierung, sondern um feine Nuancen – Sommerhäuser, Kleidung, Urlaube, kulturelle Codes. Dieses stille Gefälle erzeugt eine permanente innere Spannung. Sittenfeld schreibt klar, beobachtend und mit einem fast schon schmerzhaften Realismus. Keine übertriebene Dramatik, keine künstlichen Cliffhanger – stattdessen ein nüchterner Blick auf jugendliche Selbsttäuschung und emotionale Abhängigkeit. Prep ist kein Wohlfühlroman. Es ist ein Buch, das weh tut – auf eine gute, ehrliche Art. Es fordert Geduld und die Bereitschaft, sich auf eine Figur einzulassen, die nicht immer sympathisch, aber immer nachvollziehbar ist. Für mich ist es ein eindringlicher Coming-of-Age-Roman, der lange nachwirkt und mich mehr als einmal an meine eigene Schulzeit erinnert hat.

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