Opernball
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
«Österreichs lustigste Autorin war auf dem Opernball und hat ein wildes Stück darüber geschrieben. Das ist einfach nur zum Lachen.» Süddeutsche Zeitung
Stefanie Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt sie sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.
Eine höchst unterhaltsame Höllenfahrt in die Herzkammer der österreichischen Kultur
Book Information
Author Description
Stefanie Sargnagel, geboren 1986, studierte in der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Callcenter. Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater. Im selben Jahr wurde sie beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, weitere Preise folgten. Ihre Bücher Statusmeldungen, Dicht, Iowa und Opernball waren Bestseller.
Posts
Zunächst das Positive: Das Cover gefällt mir, und der Schreibstil ist typisch für Frau Sargnagel, leicht lesbar und bildhaft. Die Handlung allerdings ist völlig absurd. Sie zieht bitterböse über den Opernball her, der eine Wiener Institution ist. Sargnagels Zielscheibe sind die Reichen und Schönen, die Ballettkinder, die Debütantinnen, die den Ball eröffnen. „Auserwählt wurden sie angeblich nach Tanztalent, aber die gesellschaftliche Stellung zählt mehr, das ist ein offenes Geheimnis. … Die meisten Jugendlichen sind extrem behütet aufgewachsen, die Schlimmen unter ihnen koksen dafür umso mehr, seitdem sie in der Kanzlei vom Papa die geheime Lade entdeckt haben.“ Was habe ich mich bei Iowa amüsiert, bei diesem Büchlein blieb mir das Lachen im Hals stecken. Ich fand es nicht lustig, nur bitterböse. Wären es mehr als siebzig Seiten gewesen, hätte ich es abgebrochen, nur wegen der Kürze habe ich bis zum Schluss durchgehalten.
Ich mag Stefanie Sargnagel sehr gerne und musste einige Male laut lachen, aber in diesem Buch waren die Beobachtungen nicht so feinsinnig, sondern holzhammerartig. Vielleicht denke ich nach einem Besuch des Wiener Opernballs anders darüber nach. Wahrscheinlicher ist es aber, dass ich ihr nächstes Buch wieder mit Freude lese!
Fiebertraum
*** Rezensionsexemplar *** Die Autorin bietet einen Einblick in den Wiener Opernball mit all seinen Absurditäten. Diese überspitzt sie auch zum Teil stark (zumindest hoffe ich das). Das hat durchaus Potenzial zum lustig sein, allerdings war es insgesamt einfach nur absurd und hat mich statt zum Lachen eher zum Stirn runzeln gebracht... Vielleicht ist das Buch eher für jene gemacht, die mehr Verbindung zum Opernball haben, weil sie zB in Wien leben. Jedoch muss ich eingestehen, dass das Buch durch das Einsprechen der Autorin mit ihrem Wiener Dialekt definitiv an Authentizität gewonnen hat.
70 Seiten Absurdität für 18 EUR?
Gedankengut, Produktion und Lieferung soll alles bezahlt sein, aber diese wenigen Seiten Text konnten mich für dieses Geld leider nicht abholen. Ich bin ein großer Fan vom österreichischen Grant, aber dieser muss in meinen Augen nicht so unter die Gürtellinie zielen. Es hätte herrlich absurd sein können, leider war mir der vorliegende Text an zu vielen Stellen schlicht zu obszön. Es kann auch an mir liegen, vielleicht bin ich ich zu prüde. Ich hätte mir in jedem Fall mehr erhofft, sehr schade.
Surreale Lästerblase
Dass Stefanie Sargnagel zu Übertreibungen neigt, ist allgemein bekannt und das lieben wir ja auch sehr an ihr. In diesem Büchlein hat sie es meinem Empfinden nach mit den Übertreibungen übertrieben. Sie begibt sich auf den Opernball, einen Ort, an dem auch ich gerne rausgeputzt in der Loge Platz nehmen würde, ein Kissen auf die Brüstung gelegt, um mich über Menschen und Zeremonien lustig zu machen. Ich hatte also gehofft quasi neben Frau Sargnagel zu sitzen und wir beide lästern fleißig los. Leider ist das nur zu einem kleinen Teil so. Wir sind von Anfang an dabei, schon das Betreten des Gebäudes wird genau unter die Lupe genommen und sie gerät natürlich direkt mit ein paar aufgespritzten Schickimicki Blondinen aneinander. Sie beobachtet das neureiche Treiben, analysiert bissig die jungen Debütierenden und mokiert hat sich im wiener Slang über die Preise. Soweit so gut. Ab dem Zeitpunkt, wo sie sich entscheidet, in die Gefilden des Personals abzutauchen, wird es so absurd, dass ich nicht mehr mithalten konnte. Um euch nicht zu viel zu spoilern sei nur noch so viel gesagt: das Ganze endet in einem surrealen Crescendo. Ich bin jetzt in der klassische Musik nicht ganz so bewandert, aber vielleicht ist der Aufbau des Textes einer Oper nachempfunden. Allerdings einer in einer Sprache, die ich absolut nicht verstehe. Klar, wenn man zu einem Buch von der Autorin greift, muss man darauf vorbereitet sein, dass sie Stilmittel und Satzkonstruktion anwendet, die vielleicht nicht unbedingt gleich schlüssig erscheinen. Künstlerisch mag das vielleicht auch geglückt sein, allein mich hat es überhaupt nicht abgeholt. Es klingt zwar auch dieses Mal der Erzählton von „Iowa“ durch aber ohne Christiane Rösinger, die dem ganzen etwas Erdung verleiht. Vielleicht war das mein Problem. Ein Versuch ist es wert, wobei die Investition von 18 € natürlich überlegt sein möchte, wenn man von 80 Seiten nur 20 gut findet. Also ist mein Rat erst mal rein zu lesen- und zwar irgendwo in der Mitte. Wenn euch das dann catcht, dann lasst das Buch getrost bei euch einziehen.
Description
«Österreichs lustigste Autorin war auf dem Opernball und hat ein wildes Stück darüber geschrieben. Das ist einfach nur zum Lachen.» Süddeutsche Zeitung
Stefanie Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt sie sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.
Eine höchst unterhaltsame Höllenfahrt in die Herzkammer der österreichischen Kultur
Book Information
Author Description
Stefanie Sargnagel, geboren 1986, studierte in der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Callcenter. Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater. Im selben Jahr wurde sie beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, weitere Preise folgten. Ihre Bücher Statusmeldungen, Dicht, Iowa und Opernball waren Bestseller.
Posts
Zunächst das Positive: Das Cover gefällt mir, und der Schreibstil ist typisch für Frau Sargnagel, leicht lesbar und bildhaft. Die Handlung allerdings ist völlig absurd. Sie zieht bitterböse über den Opernball her, der eine Wiener Institution ist. Sargnagels Zielscheibe sind die Reichen und Schönen, die Ballettkinder, die Debütantinnen, die den Ball eröffnen. „Auserwählt wurden sie angeblich nach Tanztalent, aber die gesellschaftliche Stellung zählt mehr, das ist ein offenes Geheimnis. … Die meisten Jugendlichen sind extrem behütet aufgewachsen, die Schlimmen unter ihnen koksen dafür umso mehr, seitdem sie in der Kanzlei vom Papa die geheime Lade entdeckt haben.“ Was habe ich mich bei Iowa amüsiert, bei diesem Büchlein blieb mir das Lachen im Hals stecken. Ich fand es nicht lustig, nur bitterböse. Wären es mehr als siebzig Seiten gewesen, hätte ich es abgebrochen, nur wegen der Kürze habe ich bis zum Schluss durchgehalten.
Ich mag Stefanie Sargnagel sehr gerne und musste einige Male laut lachen, aber in diesem Buch waren die Beobachtungen nicht so feinsinnig, sondern holzhammerartig. Vielleicht denke ich nach einem Besuch des Wiener Opernballs anders darüber nach. Wahrscheinlicher ist es aber, dass ich ihr nächstes Buch wieder mit Freude lese!
Fiebertraum
*** Rezensionsexemplar *** Die Autorin bietet einen Einblick in den Wiener Opernball mit all seinen Absurditäten. Diese überspitzt sie auch zum Teil stark (zumindest hoffe ich das). Das hat durchaus Potenzial zum lustig sein, allerdings war es insgesamt einfach nur absurd und hat mich statt zum Lachen eher zum Stirn runzeln gebracht... Vielleicht ist das Buch eher für jene gemacht, die mehr Verbindung zum Opernball haben, weil sie zB in Wien leben. Jedoch muss ich eingestehen, dass das Buch durch das Einsprechen der Autorin mit ihrem Wiener Dialekt definitiv an Authentizität gewonnen hat.
70 Seiten Absurdität für 18 EUR?
Gedankengut, Produktion und Lieferung soll alles bezahlt sein, aber diese wenigen Seiten Text konnten mich für dieses Geld leider nicht abholen. Ich bin ein großer Fan vom österreichischen Grant, aber dieser muss in meinen Augen nicht so unter die Gürtellinie zielen. Es hätte herrlich absurd sein können, leider war mir der vorliegende Text an zu vielen Stellen schlicht zu obszön. Es kann auch an mir liegen, vielleicht bin ich ich zu prüde. Ich hätte mir in jedem Fall mehr erhofft, sehr schade.
Surreale Lästerblase
Dass Stefanie Sargnagel zu Übertreibungen neigt, ist allgemein bekannt und das lieben wir ja auch sehr an ihr. In diesem Büchlein hat sie es meinem Empfinden nach mit den Übertreibungen übertrieben. Sie begibt sich auf den Opernball, einen Ort, an dem auch ich gerne rausgeputzt in der Loge Platz nehmen würde, ein Kissen auf die Brüstung gelegt, um mich über Menschen und Zeremonien lustig zu machen. Ich hatte also gehofft quasi neben Frau Sargnagel zu sitzen und wir beide lästern fleißig los. Leider ist das nur zu einem kleinen Teil so. Wir sind von Anfang an dabei, schon das Betreten des Gebäudes wird genau unter die Lupe genommen und sie gerät natürlich direkt mit ein paar aufgespritzten Schickimicki Blondinen aneinander. Sie beobachtet das neureiche Treiben, analysiert bissig die jungen Debütierenden und mokiert hat sich im wiener Slang über die Preise. Soweit so gut. Ab dem Zeitpunkt, wo sie sich entscheidet, in die Gefilden des Personals abzutauchen, wird es so absurd, dass ich nicht mehr mithalten konnte. Um euch nicht zu viel zu spoilern sei nur noch so viel gesagt: das Ganze endet in einem surrealen Crescendo. Ich bin jetzt in der klassische Musik nicht ganz so bewandert, aber vielleicht ist der Aufbau des Textes einer Oper nachempfunden. Allerdings einer in einer Sprache, die ich absolut nicht verstehe. Klar, wenn man zu einem Buch von der Autorin greift, muss man darauf vorbereitet sein, dass sie Stilmittel und Satzkonstruktion anwendet, die vielleicht nicht unbedingt gleich schlüssig erscheinen. Künstlerisch mag das vielleicht auch geglückt sein, allein mich hat es überhaupt nicht abgeholt. Es klingt zwar auch dieses Mal der Erzählton von „Iowa“ durch aber ohne Christiane Rösinger, die dem ganzen etwas Erdung verleiht. Vielleicht war das mein Problem. Ein Versuch ist es wert, wobei die Investition von 18 € natürlich überlegt sein möchte, wenn man von 80 Seiten nur 20 gut findet. Also ist mein Rat erst mal rein zu lesen- und zwar irgendwo in der Mitte. Wenn euch das dann catcht, dann lasst das Buch getrost bei euch einziehen.




















