Homesick

Homesick

Paperback
3.721

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Description

Mara hat nicht damit gerechnet, dass sie mit Mitte zwanzig so viel Geld erben würde, dass sie eine Wohnung in London kaufen kann. Noch weniger hat sie damit gerechnet, dass ihr Freund Tom nicht mit einziehen wird. Der möchte zurück in seine Heimat zu Freunden und Familie. Mara versucht, seinen Wunsch zu respektieren, doch sie kann sich nicht vorstellen, mitzugehen. Sie entschließen sich dazu, eine Fernbeziehung auszuprobieren, denn wie schwer kann das schon sein?
Und so startet Mara allein in diesen neuen Abschnitt, der sich irgendwie richtig und sehr erwachsen anfühlt - und gewöhnt sich vielleicht ein bisschen zu sehr an das Leben ohne Tom ...

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Paperback
Pages
512
Price
18.50 €

Author Description

Wenn Silvia Saunders nicht gerade schreibt, arbeitet sie in der Zulassungsstelle einer Schule in Croydon. Sie hat einen Master in Creative and Life Writing von der Goldsmiths University of London und lebt mit ihrem Freund und all ihren Büchern in London Hackney. Für ihren Debütroman HOMESICK hat sie den COMEDY WOMAN IN PRINT PRIZE 2023 gewonnen.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
N/A
N/A
N/A
63%
N/A
N/A
N/A
N/A
58%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
64%
N/A
N/A
N/A

Pace

Fast100%
Slow0%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Minimalistisch (100%)

Posts

5
All
3.5

Nicht ganz mein Buch, kurze Kapitel sind nicht meins. Zudem ist Klappentext und Geschichte nicht identisch.

4

Comfort Read mit Substanz

Worum geht’s? Mara erbt eine kleine Summe und will sich dafür eine Wohnung in London kaufen. Ihr Freund Tom ist allerdings noch unschlüssig, ob er mit einziehen möchte. Denn er hängt sehr an seiner Heimat und auch beruflich ist er völlig am Limit. Das stellt auch ihre Beziehung vor eine neue Herausforderung. Wie war’s? Ich habe Homesick als tollen Read für zwischendurch empfunden. Silvia Saunders schreibt leicht, flüssig und humorvoll und durch die kurzen Kapitel hat man schnell mehr gelesen als geplant. Thematisch ist das Buch sehr aus dem Leben gegriffen. Es geht um alltägliche Probleme, die jede kennt: Probleme bei der Wohnungssuche, mit den Nachbarn oder Mitbewohnern und auch Alltagssexismus. Das lässt sich so gut nachempfinden. Was mir auch gefällt, ist das Aufgreifen einer psychischen Erkrankung bei Tom als Mann. Hier ist es mal die Frau, die die Stütze ist, während der Mann seine Emotionen zeigen darf. Durch Themen wie Depression oder Alltagssexismus bekommt das Buch eine gewisse Tiefe. Es geht jedoch nicht darum Lösungen dafür zu finden, sondern vielmehr diese Themen sichtbar zu machen. Mara empfand ich als Protagonistin in ihrem Verhalten sehr nachvollziehbar. Sie sieht sich mit all diesen Problemen konfrontiert und ist damit auch ein wenig überfordert. Für den einen vielleicht Charakterschwäche, für mich sehr authentisch, denn wie oft denken wir selbst im Alltag im Nachhinein: Hättest du mal auf diese oder jene Art reagiert…? Mit Fortschreiten der Handlung steht die Beziehung zwischen Mara und Tom mehr im Fokus. Das hätte ich in der Form nicht gebraucht. Dennoch gefällt mir, wie wertschätzend die Autorin dies umgesetzt hat. Dadurch hat Tom als Nebencharakter viel Tiefe bekommen. Eine Szene mit den beiden ist bei mir besonders hängen geblieben. Homesick ist kein super tiefgründiges Buch, aber dennoch ein Buch mit Substanz, das einen darüber nachdenken lässt, was man eigentlich braucht, um sich zu Hause zu fühlen.

Comfort Read mit Substanz
3

Zunächst muss ich sagen, dass ich sowohl den Titel als auch den Klappentext des Buches nicht ganz passend finde. Meiner Meinung nach vermitteln sie eine andere Erwartung an die Geschichte, als das Buch letztlich erfüllt. Im Zentrum steht Mara, die eine größere Summe Geld erbt und sich davon eine Wohnung kauft. Ursprünglich plant sie, dort gemeinsam mit ihrem Freund Tom einzuziehen. Doch ihre Beziehung wird im Laufe der Handlung zunehmend auf die Probe gestellt. Thematisch behandelt das Buch mentale Gesundheit, Beziehungskrisen, Freundschaft sowie mehrere ungewöhnliche männliche Figuren. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass hier ausnahmsweise nicht die Protagonistin selbst unter psychischen Problemen leidet, sondern eine männliche Figur. Das habe ich in dieser Form bisher selten gelesen. Auch die liebevolle und authentisch dargestellte Beziehung zwischen Mara und ihrer Mutter hat mir sehr gut gefallen. Weniger überzeugt hat mich hingegen die Dynamik zwischen Mara und Tom. Zwar kommunizieren die beiden offen miteinander, dennoch entwickelt sich ihre Beziehung zu einem ständigen Hin und Her, das mich mit der Zeit eher genervt als mitgenommen hat. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Geschichte zwar aus Maras Perspektive erzählt wird, sich aber überwiegend um andere Figuren dreht und darum, wie diese sie in ihre eigenen Themen hineinziehen. Über Mara selbst, ihre Persönlichkeit und ihre Interessen erfährt man hingegen bis zum Ende erstaunlich wenig. Trotz dieser Kritikpunkte fand ich das Buch insgesamt solide. Es lässt sich sehr angenehm lesen, und obwohl es über 500 Seiten umfasst, kommt man schnell voran. Für mich kein Highlight, aber definitiv eine unterhaltsame Geschichte.

3

Durch Klappentext und Verlag habe ich etwas anderes erwartet, trzd cosy Erzählung

Rein durch den Schreibstil wäre ich sehr einfach in den Text gekommen, aber die vielen Kurzkapitel von nur einer Buchseite haben es mir etwas erschwert. Ich konnte mich gar nicht so schnell einfinden, da kam schon wieder ein anderes Setting, eine neue Szene, andere Figuren. Ich fand es merkwürdig, dass Mara ihren Chef oder generell immer als "Erwachsene" bezeichnet hat, als wäre sie ein Kind und nicht 26. Genauso als die Mutter ihres Freundes quasi am Telefon für ihn Schluss macht. Fand es beim nächsten Treffen richtig peinlich, als er später um halb 10 seine Mom anruft, um ihr zu sagen, dass er länger mit seiner Freundin abhängt, und die Mutter sagt, okay ich werde nicht aufbleiben. Das hatte für mich gar nichts von einer erwachsenen Beziehung, sondern Richtung Teenies. Keiner der Figuren hat verantwortlich für sich und sein Leben übernommen. Tom und Mara haben sich entweder angeschwiegen oder sie ihn bemuttert. Die "dramatische Fernbez." habe ich auch nicht verstanden bei einer Entfernung von 90-120min. Generell habe ich ein erwachsenere, reflektiertere Figuren erwartet wg des Alters, aber man sollte das Buch als Übergangsphase zum Erwachsenwerden lesen. Der Schreibstil hat mir letztlich sehr gut gefallen, die Kapitel waren später nämlich länger. Zwischenzeitlich hat mich der Plot durch das Hin und Her etwas verloren, aber es gab auch einige spannende Szenen. Bei Tom war ich mir wie Mara nie sicher, ob ich Mitgefühl haben soll oder mir Verantwortung wünsche. Die Darstellung der Depression und seiner Überarbeitung ist hingegen wirklich gut gelungen und hat vieles erklärt. Das Ende erschien mir realistisch gelöst, die Trennung nur wg der 2h Distanz nicht 100% überzeugend, wenn es sich um die wahre Liebe handelt. Insgesamt haben mir die Idee und die Erzählweise gut gefallen und ich schwanke, zu streng mit den Figuren zu sein und nicht streng genug. Es regt zum Nachdenken und Diskussionen an. Definitiv interessant, aber nicht ganz das, was ich erwartet habe.

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