Look inside

Novels

Sechzehn Wörter

3.9(56)
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2021

Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als wären sie immer schon hier gewesen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden.

Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut schien, wissen wir so gut wie nichts.

Editions (2)

ISBN9783442756797
Publisherbtb
Publication Date03/27/17
Pages320

Reviews & Ratings

56 ratings

12 reviews

3.9

Tap to filter

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Followers

    4.5

    Sechzehn Wörter, die mich immer näher an Mona bringen Der Einstieg ins Buch war echt schwer. Die plötzlichen Zeitsprünge, die ich so erst mal nicht erkannt habe, haben mir das Gefühl gegeben, ich werd hier nie reinkommen. Und dann war es nur noch WOW! Kaum hab ich das „System“ verstanden, war ich gefangen in dem Zwiespalt zwischen der Liebe zum Land Iran und dem beklemmenden Gefühl, die ich durch die Unfreiheiten des Landes und dem Regime hier verspüre. Hab mich zusammen mit der Protagonistin Mona mit ihrer Herkunft auseinandergesetzt, dem Gefühl der Zugehörigkeit, der Identität, bin auf die Suche gegangen nach der Vergangenheit ihrer Eltern, ihrer Großmutter und ihrer eigenen. Begleitet von ihrer Mutter, besucht sie Iran um ihre Oma zu beerdigen, komme ihr selbst dadurch immer näher und zum Schluss war ich einfach nur traurig, dass es schon endet. Ein gelungener Roman, eine besondere Stimmung und absolut lesenswert. S.118 „Ich male mir aus, wie in Deutschland mein Foto die Titelseite der Bild-Zeitung ziert, „Deutsche Journalistin in den Kerkern der Mullahs“, um dann in einer Schrecksekunde darauf zu kommen, dass ich im Iran nicht als Deutsche gelte, sondern als Iranerin. Ausgerechnet im Iran, wo ich mich so deutsch fühle wie sonst nirgends.“ S.278 „ „Von einem neuen Ort angezogen werden allein reicht nicht. Der alte Ort muss einen auch wegschieben.“ […] Ich glaube […] dass man immer eher weggeschoben wird, auch, wenn man glaubt, angezogen zu werden.“

    Oct 12, 2024

  • mrs._lovett
    mrs._lovett

    150 Followers

    3.5

    Die eigenen Wurzeln finden

    Ich kam erstaunlich gut in das Buch rein und fand es sehr angenehm und leicht zu lesen. Es war interessant Mona dabei zu begleiten einen Teil ihrer Geschichte durch 16 Wörter zu erfahren. Tatsächlich konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Ich fand es auch interessant ein bisschen von der iranischen Kultur zu erfahren, da hätte ich gerne mehr davon gehabt. Mit den Zeitsprüngen tat ich mir auch nicht schwer, könnte aber für manch andere verwirrend sein. Im Großen und Ganzen empfand ich es als ein erfrischendes und mal ein etwas anderes Lesevergnügen.

    Jul 19, 2025

  • iaf
    iaf

    43 Followers

    4.5

    Stark geschrieben, sehr „dichter“ Inhalt und nicht immer einfach zu lesen. Großer Interpretationsspielraum, interessanter Schreibstil, bei dem Ereignisse immer wieder aufgegriffen und ausführlicher dargestellt werden.

    Mar 15, 2026

3 of 12 reviews

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track