Der Fluch der Falodun Frauen

Der Fluch der Falodun Frauen

Hardback
4.364

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Description

Der neue Roman der Bestsellerautorin über Familie, Schicksal und Verdammnis

Eniiyi wird an dem Tag geboren, an dem ihre Tante Monife begraben wird. Aufgrund der unheimlichen Ähnlichkeit mit Monife ist sich die Familie sicher: Sie ist ihre Reinkarnation. Die Frauen in Eniiyis Familie finden seit Generationen schon keinen Frieden, weil sie ihre geliebten Männer verlieren. Laut der Yorubapriesterin Mama G ist ein Fluch am Werk, der ihnen allen zum Verhängnis wird. Bleibt die Frage: Kann wenigstens Eniiyi dem Familienfluch und dem mysteriösen Schicksal, das Monife ereilt hat, entkommen? Oyinkan Braithwaite erzählt eine höchst originelle Geschichte über einen reinen Frauenhaushalt, über Dinge, die rational sind, und Dinge, die wir nicht erklären können. »Der Fluch der Falodun Frauen« ist lakonisch witzig, eindringlich und zieht uns hypnotisch in seinen Bann.

»Glänzend erzähltes Epos« Buchkultur

»Braithwaite beherrscht es, mit wenigen Worten maximale Wirkung zu erzielen.« DER SPIEGEL über »Meine Schwester, die Serienmörderin«

»Die Autorin zieht einen mit schwarzem Humor, Lakonie und Biss in den Bann.« STERN über »Meine Schwester, die Serienmörderin«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
432
Price
24.70 €

Author Description

Oyinkan Braithwaite ist die Bestsellerautorin von „Meine Schwester, die Serienmörderin“, das inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft wurde. Der Roman wurde vielfach ausgezeichnet und stand 2019 u.a. auf der Shortlist für den Women's Prize for Fiction und der Longlist für den Booker Prize. Braithwaite ist ebenfalls als Drehbuchautorin tätig, u.a. für die Filmadaption ihres ersten Romans. Sie wohnt in Großbritannien und Nigeria.

Posts

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Fluch oder Aberglaube?

Anja Herden ist mit "Der Fluch der Falodun Frauen" von Oyinkan Braithewaite Preisträgerin des Deutschen Hörbuchpreises 2026 in der Kategorie "Beste Interpretin" . Und das zu Recht! Über den Falodun Frauen liegt ein Fluch. Vor vielen Generationen hat Ehefrau Nr. 1 die Ehefrau Nr. 2 ihres Ehemannes und alle folgenen Generationen verflucht. Keine der Frauen soll glücklich werden mit dem Mann, den sie liebt Monife wird begraben und am gleichen Tag kommt ihre Nichte Eniiyi zur Welt, viel zu früh. Da sie ihrer Tante extrem ähnlich sieht, halten sie alle für eine Reinkarnation. Auch als sie älter wird, ist die Ähnlichkeit verblüffend, viele halten Eniiyi für ihre Tante oder vergleichen sie mit ihr. Sie leidet sehr darunter, möchte ihr eigenes Leben leben, ohne von Flüchen und Aberglauben beherrscht zu werden. Wir begleiten in diesem Roman in verschiedenen Zeitsträngen und aus verschiedenen Perspektiven Monife, Eniiyi und ihre Mutter Ebu. In jeder Generation ist das Leben der Frauen, die in einem Haus zusammen und ohne Männer wohnen, geprägt von Aberglaube und Spiritualität, aber auch von Auflehnung. Eine Yorubapriesterin festigt den Aberglauben durch für uns Europäer seltsame Zeremonien, durch die Frauen ihren Auserwählten über den Fluch hinaus an sich binden sollen. Für mich hat sich hier die Frage gestellt, ob es sich tatsächlich um einen Fluch handelt, oder eher der Glaube der Frauen an diesen Fluch dazu beiträgt, ihre Männer und damit ihre Liebe zu verlieren. Als Mann hätte mich da doch manches Verhalten eher abgeschreckt (glaube ich zumindest, mich würde die Meinung eines Mannes tatsächlich interessieren) Braithwaite versteht es gut, die Kultur in Nigeria zu vermitteln. Die Familie, mit der wir es hier zu tun haben, gehört wohl eher zu einer privilegierten Schicht, können die Frauen doch studieren oder den von ihnen gewünschten Berufen nachgehen. Eniiyi ist eine starke Frau, wehrt sich von früher Jugend an gegen die Bevormundung ihrer Familie selbstbewusst. Anja Herden hat diesen Preis wirklich verdient. Sie liest den Roman unglaublich empathisch und verleiht hierbei jedem Charaktere eine passende Stimmlage. Für mich war es ein Genuss, ihr zuzuhören! Ich fand den Roman sehr gelungen, zumal er uns eine uns fremde Kultur näherbringt. Für den Roman und die hervorragende Sprecherin vergebe ich verdiente 5 Sterne und empfehle ihn sehr gerne weiter. Für Hörbuchfreund*innen ist das Hörbuch eigentlich Pflicht!

3

Ebun ist gerade schwanger, als sich ihre Cousine Monife wegen einer unglücklichen Liebe das Leben nimmt. Am Tag ihrer Beerdigung setzen bei Ebun plötzlich die Wehen ein und sie gebährt ein Mädchen, das Monife wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Die ganze Familie hält sie für Monifes Reinkarnation - außer Ebun, die mit allen Mitteln versucht, Monife und den Fluch, der vermeintlich auf den Falodun-Frauen liegt, von ihrer Tochter Eniiyi fern zu halten. Eniiyi wächst zu einer klugen jungen Frau heran. Doch als sie nach dem Studium wieder zu Hause einzieht, scheinen sie Monife und deren Schicksal doch noch einzuholen. "Der Fluch der Falodun Frauen" von Oyinkan Braithwaite ist für mich eine gut erzählte Geschichte, die an der krassen Fixierung der weiblichen Figuren auf Männer krankt. Der titelgebende Fluch, der auf den Frauen der Familie Falodun liegen soll, besagt, dass keine der Frauen einen Mann halten kann. Zurückgeführt wird er auf eine Jahre zurück liegende Auseinandersetzung zwischen zwei Ehefrauen desselben Mannes. Oyinkan Braithwaite schreibt ihren Roman aus den Perspektiven von Monife, Ebun und Eniiyi, zwischen den Erzählperspektiven liegen jeweils mehrere Jahre. Schauplatz ist Lagos, was ich sehr spannend fand, da die Lesenden so Vieles aus der nigerianischen Kultur kennenlernen. Im Buch geht es um Liebe, Familie, Schicksal und Tod, also die großen Themen des Lebens, alles verknüpft in einem Frauenhaushalt, der durch Monifes Selbstmord über mehrere Jahrzehnte hinweg erschüttert wird. Das Ende und der schöne, gut zugängliche Schreibstil haben mich mit der doch eher konventionellen Erzählung versöhnt, allerdings ist "Der Fluch der Falodun Frauen" für mich kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Übersetzt von Yasemin Dinçer.

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4

Als ich "Der Fluch der Falodun Frauen" gehört habe, wusste ich nach den ersten Kapiteln: Diese Autorin traut sich was 🔥 Braithwaite schreibt über Familie, Generationenflüche und Frauen, die ihre Männer verlieren – aber ohne jede Romantisierung. Der Frauenhaushalt der Faloduns ist komplex, manchmal toxisch, immer real. Genau so, wie Familie eben ist. Was mich als Autorin fasziniert? Sie lässt offen, was wirklich Fluch ist und was generationales Trauma. Keine billigen Auflösungen, keine Metaphern-Spielchen. Die Yoruba-Kultur wird nicht exotisiert, sondern als selbstverständliche Realität erzählt. Als Lektorin sehe ich die Schwächen: Die Zeitsprünge und vielen Namen waren beim Hören teilweise verwirrend. Ein Who's-Who hätte geholfen. Aber Braithwaites Stimme ist so stark – lakonisch, dunkel komisch, kompromisslos –, dass sie über strukturelle Stolpersteine hinwegträgt. Das ist Literatur, die nicht bequem sein will. Die unschöne Dinge beim Namen nennt. Die herausfordert statt tröstet. Genau mein Ding 📖

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5

Absolutes Highlight!

„Der Fluch der Falodun-Frauen“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist so spannend geschrieben! Ich habe nicht nur mit den tollen, starken Protagonistinnen mitgefiebert, sondern auch faszinierende Einblicke in die nigerianische Kultur bekommen. Ein rundum gelungenes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte.

5

I am not Monife

Eine Selbsterfüllende Prophezeiung, oder doch ein Fluch? Das Schicksalsdrama der Falodun Frauen. Eniiyi wird an dem Tag geboren, an dem ihre Tante Monife begraben wird. Sie gleichen sich wie Zwillinge. Ist Eniiyi mehr noch und Monifes Reinkarnation? Ist ihre Tante, die sich in die Fluten von Elegushi Beach stürzte, durch sie zurückgekehrt? Eniiyi wünscht sich eine selbstständige Person zu sein, nicht bloß ein Abklatsch, doch der Geist ihrer toten Tante verfolgt sie. Sie weiß nicht wo Eniiyi anfängt und wo Monife aufhört. Kann sie ein selbstbestimmtes Leben führen, oder ist sie dazu verdammt das sich die Tragödie wiederholt? Über den Falodun Frauen herrscht seit der Ahnin Feranmi ein Fluch, der sie niemals in der Liebe glücklich werden lässt. Die Frauen werden betrogen und schließlich verlassen. Ins Falodun Haus kehren die glücklosen Töchter zurück und bewohnen es. In dem Roman geht es hauptsächlich um Eniiyi, ihre Mutter Ebun, Monife, sowie Kemi und Bunmi. Es ist ein Familienroman der sich über mehrere Generationen und Jahrzehnte erstreckt, also sehr weit seine Flügel spannt. Ich weiß nicht wessen Geschichte ich lieber verfolgt habe. Ich fand sie alle durchgehend spannend und gelungen. Mir gingen alle Frauen ans Herz. Es ist ein sehr berührender Roman, der in mir etwas arbeiten lies, was ich gar nicht in Worte fassen kann. Ich hätte weinen können und mich mit Monife in die Fluten stürzen. Als Frau wird man gar nicht anders können als diesen Schmerz mitzufühlen... Es ist nun mein 3. Buch von Oyinkan Braithwaite und ich bin einfach nur beeindruckt von ihrem Talent Geschichten zu erzählen. Jedes Wort sitzt, die Dialoge sind authentisch und die Handlung von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur mitreißend. Die nigerianische Gesellschaft und Kultur an sich scheint durch ihre Erzählung allein sehr interessant zu sein und ich bin sehr dankbar über diesen Einblick "in eine andere Welt". Ich liebe es auch wie die Autorin mystische, nahezu unheimliche Elemente in die Handlung eingewoben hat. Eins meiner Highlights 2025.

I am not Monife
4.5

Transgenerationales Trauma über weibliche Selbstbestimmung

Eniiyi kommt an dem Tag zur Welt, an dem ihre Tante Mobile stirbt – und alle sind davon überzeugt, dass sie ihre Reinkarnation ist. Das ist allerdings nicht das Einzige, womit sie zu kämpfen hat, denn auf den Frauen in ihrer Familie liegt zudem auch noch ein Fluch, weshalb bereits seit 3 Generationen kein Mann bleibt und keine Liebe hält. Etwas, das Eniiyi endgültig ändern will, um nicht ebenfalls mit gebrochenem Herzen auf dem Familienanwesen zu enden. Eine atmosphärische Geschichte über starke und beeindruckende Frauen, die sich oftmals unter Wert verkaufen, nur, um einen Mann zu gefallen. Vor allem aber eine Geschichte über Familie und Schwesternschaft, Aberglaube und Modernität, und Schmerz, der Generationen überdauert. Und all das mit einer gewissen Portion Humor.

Transgenerationales Trauma über weibliche Selbstbestimmung
4

Tolles Buch!

Oyinkan Braithwaite erzählt in "Der Fluch der Falodun Frauen" von weiblichen Lebenswegen, die von Erwartungen, Zuschreibungen und einer schweren Vorherbestimmung, einem vermeintlichen Fluch, geprägt sind. Schon früh ist klar, dass diese Geschichte kein klassisches Wohlfühlbuch ist. Die Schicksale der Frauen sind stellenweise schwer auszuhalten, gerade weil man ahnt, dass ein unbeschwertes Happy End kaum möglich sein wird. Der Roman entfaltet seine Wirkung leise, aber nachhaltig. Braithwaite schreibt atmosphärisch, mit einem Stil, der Beobachtung und Emotion gut ausbalanciert. Gelungen finde ich dabei auch die Übersetzung. Afrikanische Begriffe, Sätze und kulturelle Referenzen bleiben in der Originalsprache erhalten und verleihen dem Text Tiefe und Authentizität, ohne den Lesefluss zu stören. Es ist ein vielschichtiges Buch über weibliche Erfahrungen, generationsübergreifende Prägungen und Traumata sowiedie Frage, wie sehr Herkunft und gesellschaftliche Strukturen das eigene Leben formen. Ein Roman, der nicht laut ist, aber lange in mir nachhallt. Teilweise habe ich das Buch als Hörbuch gehört. Und hat mich auch dort vollkommen überzeugt. Die Sprecherin Anja Herden trifft den ernsten Grundton der Geschichte genau perfekt. Ruhig, eindringlich und sehr atmosphärisch, ohne je pathetisch zu wirken. Die unterschiedlichen Figuren waren klar erkennbar, jede Perspektive unterscheidbar, und doch fühlt es sich nie wie ein überzeichnetes Hörspiel an. Stattdessen entsteht eine dichte, zurückhaltende Intensität, die den Text trägt und vertieft. Ein Hörbuch, das toll vorgelesen ist und der Geschichte spürbar gerecht wird.

5

Wow

Sehr interessantes Drama. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Die kulturellen Aspekte sind spannend, die Geschichten der Frauen ebenso. Tragisch schön.

4.5

Absolut lesenswert

Ein generationsübergreifender Roman über Familie, Liebe, Schicksal, Schmerz und Geheimnisse. Liegt wirklich ein Fluch auf den Faloduns? Erzählt wird aus drei Perspektiven und mit Zeitsprüngen zwischen Monife, Ebun und Eniiyi. Besonders Eniiyis Schicksal hat mich mitgenommen. Ihre innere Zerissenheit in Bezug auf Monife wird richtig gut dargestellt. Doch auch generell werden Umgang mit Trauer, Trauma und Schuld unglaublich einfühlsam und facettenreich beleuchtet. Jede der Falodun-Frauen hat ihr Päckchen zu tragen und geht damit auf unterschiedlichste Weise um, von Aberglaube über Schweigen bis hin zu Rebellion. So fügt sich jeder Strang zu einem komplexen Familiendrama, in dem es kein klares Gut und Böse gibt. Braithwaites unaufgeregter und doch fesselnder Schreibstil rundet die Geschichte perfekt ab. Die kurzen Kapitel haben das Buch unerwarteterweise zu einem regelrechten Pageturner gemacht.

4.5

Wie viel von uns ist unsere Familie?

Überraschend und bewegend. Wusste erst nicht, womit ich rechnen soll, aber dann wurde ich mit interessanten Figuren und viel Gefühl belohnt. Habs sehr gern gelesen.

5

“Der Fluch der Falodun Frauen” von Oyinkan Braithwaite (ins Deutsche übersetzt von Yasemin Dinçer) ist eine Geschichte über das Schicksal der Frauen der Familie Falodun, die vor Generationen mit einem Fluch belegt wurden, der seinen Schatten, real oder nicht, bis in die Gegenwart wirft. Auf verschiedenen Zeitebenen wird das Leben von Monife, Ebun und deren Tochter Eniiyi erzählt, die am Tag von Monifes Beerdigung geboren wurde und ihrer Tante wie aus dem Gesicht geschnitten ist. In grandios fesselnder Sprache werden Themen wie Schicksal, Selbstbestimmung und Epigenetik verhandelt, vor dem Hintergrund von Aberglauben im modernen Lagos und man erhält Einblicke in die Kultur Nigerias der Gegenwart. Ein aufwühlender, packender Roman, der mit seiner bildhaften Kraft auch lange nach dem Lesen nachwirkt. Eines meiner absoluten Jahreshighlights! *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

5

Mitreißend gelesen und man spührt so viel von der Mentalität und den Emotionen

4.5

sehr schöne Geschichte 🙂

4.5

Nur ein Schritt zur Liebe des Lebens

Eine tolle Erzählung über Liebe, Schicksal, Mythen, Ohnmacht und darüber, was man doch alles selbst bestimmen kann. Wie winzig der Schritt ist, um die Liebe seines Lebens zu leben. Ich habe es sehr gemocht – nicht zuletzt aus meiner Liebe zu Afrika und seinen Menschen.

5

So schön erzählt, voller Spannung, Mystik, "über den Tellerrand schauen", und dazu noch toll vertont. Endlich mal wieder ein gutes (Hör-)Buch ❤️.

0.5

Ein sehr langweiliges Buch. Ich habe lange weitergelesen in der Hoffnung, dass es am Ende eine interessante Auflösung geben würde. Bis etwa zur 100. Seite hatte ich noch die Hoffnung, dass die Handlung spannender wird. In dem Buch gibt es sehr viele Figuren, aber sie haben überhaupt keinen Charakter. Deshalb ist es unmöglich, sich eine Meinung über sie zu bilden oder eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen.

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