Hazel sagt Nein

Hazel sagt Nein

Hardback
3.6298

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Description

Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall

In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ...

Mit feinem Humor und Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen.

Ein Roman, über den man sprechen möchte - und muss.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
384
Price
22.70 €

Author Description

Jessica Berger Gross stammt ursprünglich aus New York, lebt aber inzwischen mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Teenageralter in Maine. In den USA ist sie mit zwei Memoirs bekannt geworden. Die Essays der Vassar-Absolventin sind im NEW YORK TIMES MAGAZINE, THE CUT, LONGREADS und vielen andere Publikationen erschienen. HAZEL SAGT NEIN ist ihr erster Roman.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
45%
N/A
N/A
N/A
15%
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41%
50%
35%
40%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
15%
9%
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N/A

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Poetisch (100%)

Posts

106
All
3.5

Ein wichtiges „Nein“ mit weitreichenden Folgen

Dieses Buch widmet sich einem essenziellen Thema: der Kraft, Grenzen zu setzen. Als Hazel sich dazu entscheidet, „Nein“ zu sagen, muss sie sich mit den massiven Konsequenzen für sich selbst und ihre Familie auseinandersetzen. Die Geschichte macht schmerzhaft deutlich, dass unsere Entscheidungen – auch wenn sie vollkommen richtig und notwendig sind – oft unvorhersehbare Auswirkungen auf unser gesamtes Umfeld haben. Ab der Mitte der Geschichte hat mich das Buch allerdings ein wenig verloren. Für meinen Geschmack wurde die Handlung hier zu stark aufgebauscht und wirkte zunehmend unrealistisch, was der Ernsthaftigkeit des Themas ein wenig den Raum genommen hat. Mein Fazit: Es ist und bleibt lebenswichtig, „Nein“ zu sagen, wenn man etwas nicht möchte! Allein wegen dieser Botschaft ist es ein lesenswertes Buch mit einer zentralen Aussage, auch wenn es sich zum Ende hin eher in eine abenteuerliche und weniger greifbare Richtung entwickelt hat.

Ein wichtiges „Nein“ mit weitreichenden Folgen
4

In “Hazel sagt nein” von Jessica Berger Gross (ins Deutsche übersetzt von Angela Koonen) geht es um die 18jährige Hazel, die mit ihrer Familie von New York nach Maine zieht und dort ihr letztes Schuljahr verbringen wird. Direkt am ersten Schultag wird sie von ihrem Direktor bedrängt, der sich jedes Jahr ein Mädchen aussucht, mit dem er schläft und sich erkenntlich zeigt, indem er Collegebewerbungen etc. fördert, und ihr das Leben zur Hölle macht, sollte sie sich weigern. Doch Hazel sagt Nein und bringt damit einen gewaltigen Stein ins Rollen, der nicht nur Auswirkungen auf sie und ihre Familie, sondern aufs gesamte Kleinstadtgefüge hat. Ich fand die Thematik und die Ausgangsprämisse des Buchs sehr interessant, nämlich, dass Machtmissbrauch und Belästigung hier direkt am Anfang der Handlung stehen und das Wehren die restliche Handlung auslöst und nicht nur Teil davon ist. Auch die Auseinandersetzung damit, inwieweit es moralisch vertretbar ist, aus den eigenen negativen Erfahrungen einen Nutzen zu ziehen und gleichzeitig anderen Betroffenen zu helfen, aber das Leben unschuldiger Menschen aus dem Täterumfeld zu verschlimmern, fand ich sehr spannend und gut gelöst. Die Handlung ist in vier Perspektiven aufgeteilt (Hazel, ihr Bruder Wolf sowie ihre Eltern), und die Erzählstimme nähert sich dem Geschehen aus einer übergeordneten Perspektive. Einerseits schafft dies Distanz zu den Figuren, sodass man nie wirklich nah am Geschehen dran ist, anderseits hat mir das aber sehr gut gefallen, um mich allen Charakteren anzunähern. Ich fand die Geschichte sehr temporeich und fesselnd erzählt und bin geradzu durch die Seiten geflogen. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Übertitelung der einzelnen Kapitel, weil sie inhaltlich sehr viel vorwegnehmen und etwaige Spannungselemente in der Handlung auslöschen. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

3

Ein wichtiges Wort, welches mich jedoch nicht ganz so tief berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte💔

Hazel sagt nein ist eine Geschichte mit einer unglaublich wichtigen Thematik, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Hazel wird an ihrem ersten Schultag an ihrem neuen Wohnort vom Schuldirektor ins Büro zitiert. Doch schon nach wenigen Minuten “verschlägt es ihr die Sprache”, denn der Direktor macht ihr ein sexuelles Angebot. Hazel sagt zwar ganz klar Nein, aber als es dann bekannt wird, glaubt ihr kaum jemand so richtig. Trotzdem versucht Hazel, ihren eigenen Weg zu gehen, mit vielen Rückschlägen, Ängsten und Unsicherheiten. Sie hat den Traum, eines Tages Schriftstellerin zu werden. Den Schreibstil fand ich angenehm, modern und flüssig. Man bekommt einen guten Einblick in Hazels Leben, aber auch in das ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders Wolf, da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Trotz der wichtigen Thematik, die sich durch das ganze Buch zieht, hat mir etwas die Tiefe gefehlt. Das „Nein“ wurde für mich eher oberflächlich behandelt und ist stellenweise ein wenig verloren gegangen. Teilweise zog sich die Geschichte in die Länge, ohne wirklich intensive Handlungen über das Geschehene. Man spürt zwar die Verzweiflung der Eltern und auch die von Hazel selbst. Man erlebt, wie sie ihren Mut findet, darüber öffentlich zu sprechen, und wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Auch der Zusammenhalt der Familie und die Auswirkungen, die ein solcher Missbrauch mit sich bringt, werden deutlich. Am Ende bleibt für mich die Frage: Wer ist in den Augen der Gesellschaft eigentlich das Opfer?

Ein wichtiges Wort, welches mich jedoch nicht ganz so tief berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte💔
5

Ich finde das Buch ein so wichtiges Buch. Es ist sehr gut geschrieben.

Hazel sagt Nein und das ist richtig und wichtig!

3

♥️📚buchgeruch.de♥️📚

Hazel ist 18 als sie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder nach Maine zieht, da ihr Dad eine Professur am College der hiesigen Kleinstadt ergattert hat. Wo der Sommer in der ungewohnten Umgebung noch einigermaßen nett war, fällt Hazel aus allen Wolken als sie am ersten Schultag ins Direktorenbüro zitiert wird - und ihr dieser kurzerhand eine sexuelle Beziehung aufdrängen will. Doch Hazel sagt Nein. Und dies löst eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die sowohl das beschauliche Kleinstadtleben als auch das Familienleben auf den Kopf stellt... Meine Meinung: Dies ist ein Rezensionsexemplar, herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung. Meine Meinung beeinflusst dies nicht. Ich tue mir sehr schwer, eine Sternebewertung zu diesem Buch zu schreiben, denn das Buch hat als 5 Sterne Buch begonnen - und mich auf der Reise leider verloren... Hier ist warum: Hazel wird in der Situation im Büro des Direktors so ultra toll beschrieben, ihre Gefühle, ihr Schock, ihre Überlegungen zu diversen Szenarien und am Ende ihre Entscheidung Nein zu sagen. Das war ganz großes Kino - weil es einem die traurige Wirklichkeit sehr deutlich vor Augen geführt hat. Wie das Buch selbst darlegt: solche Szenen sind leider die traurige Realität. Und es wurde eine extrem gut gezeichnete #metoo Story, als dann die Täter Opfer Verkehrung begann und Narrative allá "sie häbe das ja provoziert - sie häbe ihn angemacht - ja, wer sich auch so anzieht, darf ja nichts anderes erwarten". Zu diesem (leider ebenfalls sehr realen Narrativ) mein persönlicher Kommentar:🤮 Bis zu diesem Punkt, dass Hazel von allen gecancelt wird, da "ein renomierter Schuldirektor, der so viel gutes für die Stadt bewirkt hat, unmöglich diese Anschuldigungen verdient häbe", war die Geschichte wirklich extrem toll und spannend. Ich mochte es sehr, dass die Familie im Fokus steht und jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Familienmitglieds beschrieben wird. Aber dann, ab ca. der Hälfte kippt es und um meine 3 Sterne Bewertung zu begründen muss ich an dieser Stelle spoilern - also diesen Abschnitt weglassen, wer das nicht möchte: Hazel spricht bei einer Hochschulveranstaltung über ihre Erfahrung, so weit so super. Doch dann driftet die Geschichte total ab in ein "Hallo, schreibe ein Buch über diese Szene deines Lebens und schlage Profit daraus. Wir produzieren dazu sogar eine Serie, um noch mehr Geld zu scheffeln." Hazel und ihre Familie reisen nach NYC und LA, um sie wird mit der Berichterstattung ihrer Erfahrung im Schulbüro so reich, dass sie schuldenfrei aufs College gehen kann. Das hat mich so übelst gestört, dass aus einer echt schlimmen Erfahrung, Profit geschlagen wurde. Das sendet aus meiner Sicht ein völlig falsches Bild nach außen, worum es hier eigentlich geht. Es geht darum, dass sexuelle Übergriffe, und sei es auch (nur) so wie hier verbal mit Erpressung kombiniert, an der Tagesordnung sind und über den Mut, den Tätern nicht länger eine Plattform zu bieten, indem man nicht länger schweigt, sondern für sich und seine Rechte als Frau, als Mensch einsteht. Als letzten Kritikpunkt muss ich zwangsläufig auf die Namen der Charaktere eingehen, denn es hat mich wahnsinnig gemacht, dass Hazels Dad Gus heißt. Wie kommt man denn auf diese schräge Idee, wo doch eines der meistgeliebten fiktiven Pärchchen aller Zeiten Hazel Grace Lancaster und Gus Walters sind???? Ich schreibe doch auch kein Buch über Ron und seine Mum Hermine. Das fand ich einfach nur seltsam und ich bin oft beim Lesen darüber gestolpert. Fazit: Die Idee ist toll und wurde im ersten Drittel wirklich hervorragend umgesetzt, man fühlt so krass gut mit Hazel und ihrer Familie mit. Aber für mich ist das Buch keines, was weiter im Kopf nachhallt, weil es so einen sinnlosen Twist ab der Hälfte hatte. Kann man lesen, muss man aber nicht.

3

Der Roman behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung war für mich an einigen Stellen nicht gelungen.

4

Ein wichtiges Buch über die Machtausnutzung von Autoriätspersonen. Konnte mich gut unterhalten.

Das Buch über eine achtzehnjährige Schülerin, die Nein sagt und vor allem um die Konsequenzen und dem was danach passiert. Meiner Meinung nach ein wichtiges Thema, was hier thematisiert wurde. Ich war voll drin in der Geschichte und hatte wirklich eine gute Unterhaltung. Das Ende muss ich sagen, weiß nicht ob es auch anders gegangen wäre, aber insgesamt kann ich es nur empfehlen!

4.5

Heftig, aber wichtig

Hazel zieht mit ihrer Familie für ihr letztes Schuljahr in die Kleinstadt Riverburg, weil ihr Vater Gus dort eine Professur bekommen hat. Deshalb verlässt die vierköpfige Familie Brooklyn, New York. Doch schon am ersten Schultag zitiert der Rektor sie zu sich – um ihr zu sagen, dass er sich jedes Jahr eine aus dem Abschlussjahrgang aussucht, um mit ihr zu schlafen. Und dieses Jahr habe er sich Hazel ausgesucht. Aber Hazel ermächtigt sich in diesem Moment und sagt Nein. Dieses eine Wort hat allerdings viele Konsequenzen, für die gesamte Familie und eigentlich sogar für ganz Riverburg. Im Laufe des Buches wechseln wir zwischen den Blickweisen aller vier Familienmitglieder. Ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen sind unglaublich gut beschrieben. Trotzdem muss ich sagen, dass ich erst einmal ein ganzes Weilchen brauchte, um ins Buch reinzukommen. Bzw. gerade den ersten Teil (das Buch ist in vier Teile unterteilt) mit einigen Pausen lesen musste. So ganz spurlos gehen die ganzen Geschehnisse nicht an einem vorbei. Und auch im weiteren Verlauf wurde ich immer wieder emotional. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Hazel ziemlich Glück hatte. Manche Wendungen im Buch halte ich vielleicht eher für unwahrscheinlich. Aber gerade der vierte Teil hat mir sehr gut gefallen – wenn er auch der deutlich kürzeste Teil ist. Wer sich mit der Thematik von #metoo auseinandersetzen möchte und sich dafür interessiert, was denn so eine Ansprache von Missständen für Auswirkungen und Folgen haben kann, dem sei das Buch unbedingt empfohlen! Und es lohnt sich das Buch mit anderen zu diskutieren!

3

Hazel ist neu an der High School in Riverburg, Maine. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Wolf und ihren Eltern Claire und Gus ist sie von New York in die Kleinstadt in ein schönes Haus gezogen. Als gute und zielstrebige Schülerin will Hazel einen guten Abschluss machen und Schriftstellerin werden. Gleich am ersten Schultag wird sie ins Büro des Direktors zitiert, der ihr eröffnet, dass er jedes Jahr mit einer Schülerin aus dem Abschlussjahr Sex hat. Dieses Jahr hat er sie ausgewählt. Als Hazel daraufhin ablehnt, geraten die Steine ins Rollen. Wichtiges Thema, leider nicht so umgesetzt, wie gehofft. Ab dem zweiten Viertel geht es nur noch darum, Hazels Geschichte in der Öffentlichkeit auszuschlachten, es wird überhaupt nicht gefragt, wie es Hazel oder ihrer Familie geht. Sehr schade.

3.5

Ein Nein - Viele Folgen 🫠

Für mich mal eine ganz andere Art von Buch und ich werde definitiv ab jetzt häufiger danach greifen. Eine komplette Geschichte zu verfolgen, was ein NEIN auslösen kann. Welche Folgen es hat und wie das Leben danach verläuft. Krasse Thematik!

2

„Die Geschichte des sexuellen Fehlverhaltens in diesem Land lehrt uns, dass die Täter viel häufiger leugnen, als dass die Opfer falsche Anschuldigungen erheben." [S. 133] Ich muss leider sagen, dass "Hazel sagt Nein" mich enttäuscht hat.  Thematisch hat es mich sehr interessiert und auch die ganzen positiven Rezensionen haben mich neugierig gemacht.  Mir persönlich hat die Umsetzung der Story jedoch überhaupt nicht gefallen.  Der Schreibstil der Autorin war mir viel zu nüchtern und trocken und hat mir weder die Protagonisten noch deren Emotionen näher gebracht. Zudem fand ich die Handlung im Verlauf auch nicht sehr realistisch. Das Hazel durch ihr "Nein" plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist eine Sache, wie groß dass hier aber aufgezogen und ausgeschlachtet wird, halte ich für völlig überzogen. Zudem missfiel mir fortwährend die fehlende Interaktion zwischen den Eltern und ihren Kindern Hazel und Wolf. ... Noch bei 80% Lesefortschritt habe ich überlegt abzubrechen und dann nur weitergelesen, weil ich mich sonst geärgert hätte, bereits so viel Zeit vergeudet zu haben, um mich am Ende dann darüber zu ärgern, dass ich es nicht doch abgebrochen habe.

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5

Sehr gut

Nah, berührend, feministisch, #metoo

3.5

Schnell zu lesen – aber alles andere als leichte Kost.

Ich weiß ehrlich gesagt kaum, wie ich dieses Buch in Worte fassen soll. Was hier passiert, ist erschütternd. Nicht, weil es „nur“ Fiktion ist, sondern weil es für viele Menschen bittere Realität darstellt. Die Autorin schafft es durch wechselnde Perspektiven, in die Hintergründe von Entscheidungen und Verhaltensweisen einzutauchen. Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht unverständlich oder sogar vorschnell bewertet werden, bekommen eine ganz andere, nachvollziehbare Dimension. Wie so oft im Leben ist eben nicht alles schwarz oder weiß. Gegen Ende wurde es für mich etwas langatmig, und einige Entwicklungen, vor allem rund um den zunehmenden „Ruhm“, wirkten auf mich stellenweise etwas überzeichnet. Gleichzeitig muss ich dazu sagen, dass ich nicht beurteilen kann, inwiefern das realistisch ist, da ich mich in diesem Bereich nicht auskenne. Es ist also eher ein persönliches Leseempfinden als eine objektive Bewertung. Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus und bietet jede Menge Gesprächsstoff… Ein Buch, das nachhallt und einen nicht so schnell loslässt.

2.5

Hazels „Nein“ verliert bei all den geöffneten Themen schnell Fokus/Tiefe und mündet im unpassenden Kitsch-Finale - schade um das Potenzial!

3.5

Im Mittelpunkt des Romans steht Familie Blum. Vater Gus ist Amerikanistik-Dozent, Mutter Claire Modedesignerin, Hazel, 18, absolviert ihr letztes Jahr an der Highschool, Wolf, 12, besucht die Junior High. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der vier Familienmitglieder geschrieben. Gus hat eine Dozentenstelle an der Riverburg University in Maine angenommen. Claire war zunächst froh über den Umzug nach Maine, vor allem da sie sich in Riverburg ein Haus leisten können, während sie in New York in einer kleinen Wohnung leben mussten. Hazel ist es relativ egal, wo sie ihr letztes Highschooljahr verbringt, da sie in einem Jahr sowie zum Studium ausziehen wird. Sie ist gut in der Schule, insbesondere in Englisch und hofft auf einen Studienplatz an ihrem Wunschcollege Vassar. Den Sommer verbringen Hazel und Wolf im örtlichen Schwimmbad, wo sie den Schulleiter Richard White kennenlernen, der Hazel oft am Pool in ein Gespräch verwickelt. Am ersten Schultag wird sie in sein Büro zitiert, und White macht ihr ein ungeheuerliches Angebot: Jedes Jahr wählt er eine andere Schülerin aus, mit der er ins Bett geht, in diesem Jahr hat er Hazel auserwählt. Wenn sie seine Geliebte wird, wird er ihre College Bewerbung unterstützen und bei seinem Bekannten in Vassar ein gutes Wort für sie einlegen. Hazel sagt Nein und verlässt sein Büro. Sie erzählt ihren Eltern von Whites unmoralischem Angebot und der damit einhergehenden Erpressung. Gus und Claire informieren sofort die College Vorsitzende und bekannte Feministin President Hill. Es dauert keinen Tag, bis sich die Nachricht in ganz Riverburg verbreitet und die Stadt in zwei Lager spaltet: Die einen sind auf der Seite von White, die anderen auf der von Hazel. White war bislang in Riverburg sehr bekannt und beliebt, er hatte viel Gutes für die Highschool bewirkt. Er weist Hazels Anschuldigung zurück und behauptet, von ihr angemacht worden zu sein. Dann passiert etwas, womit niemand gerechnet hatte: Hazel wird im ganzen Land berühmt, Interviews und Essays mit und von ihr gehen viral, sie soll ein Memoir schreiben, die Literaturagent*innen wetteifern um ihre Gunst. Doch Hazel ist unglücklich darüber, dass sie ihre Berühmtheit dem verhassten Schulleiter verdankt. Leider konnte mich das Buch nicht fesseln, Hazels College Bewerbung nahm einen sehr großen Teil der Handlung ein, der für mich nicht interessant war. Ich konnte keine emotionale Nähe zu Hazel, Claire oder Gus herstellen, am sympathischen war mir der zwölfjährige Wolf, der in einem großen persönlichen Dilemma steckte. Die Kapitel aus Wolfs Sicht über seinen Traum von der Hauptrolle in der Schulaufführung und seine Freundschaft zu Gracie habe ich am liebsten gelesen. In dem Buch wurden vor allem die negativen Seiten von Maine dargestellt. Claire sehnt sich nach New York und ihrer Freundin Ramona zurück und verflucht den strengen und langen Winter in Maine. Trotzdem bleibt Maine, das ich aus Die Hummerfrauen und den Büchern von Elizabeth Strout kenne, eines meiner absoluten Traumreiseziele. Aufgrund der langatmigen Passagen und der fehlenden emotionalen Nähe zu den Charakteren vergebe ich 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich für das Leben einer amerikanischen Durchschnittsfamilie in Maine interessieren. Der #metoo Aspekt kommt meiner Meinung nach zu kurz.

4

Hörbuch. Hazel sagt "Nein" (sehr gut, Hazel!) und das hat Auswirkungen auf die ganze Familie, Freundschaften, das Arbeitsleben.... Mich hat die Geschichte sehr zum Nachdenken gebracht. Ich war wütend, entrüstet, fassungslos. Ein Gedankenspiel, aber leider so gar nicht abwegig.

4

Über die Kraft eines Neins - Gut aufgedröselt, auch wenn es am Ende too much wurde

Hazel sagt Nein zu ihrem übergriffigem Direktor. Das ist richtig, doch dieses Nein setzt eine Spirale an Ereignissen in Gang, die nicht nur Hazel und den Direktor betreffen. Was genau, erfährt man in diesem Buch. Die Autorin schafft es wirklich wunderbar aufzuzeigen, dass (sexuelle) Übergriffigkeit nicht bei der Tat endet. Sondern das Leben des Opfers, seiner Angehörigen und anderer Menschen auch später noch massiv beeinflusst. Das war schon einmal ein Pluspunkt des Buches. Denn man kommt dadurch ins Grübeln und sieht solche Taten noch einmal mit einem völlig anderen Blick, der einen noch empathischer für die Opfer werden lässt. Die Figuren in dem Buch sind dabei sehr vielschichtig angelegt und auch überzeugend. Nur mit der Mutter - Claire - bin ich bis zum Schluß nicht warm geworden. Irgendwie lebt sie so in den Tag hinein, ist nicht wirklich für ihre Tochter oder gar ihren Sohn - der auch unter den Geschehnissen leidet - da. Allerdings war mir das Buch zum Ende hin too much. Der Ruhm den Hazel dann einfährt - mit Buchvertrag und Hollywood - war für mich nicht so richtig authentisch bzw. überzeugend. Sicherlich wollte die Autorin hier aufzeigen, dass man die junge Frau nochmal "missbraucht". Aber wäre das im wirklichen Leben auch so... Da hatte ich halt meine Zweifel. Mein Fazit: Ein Buch, das aufrüttelt und nachdenklich macht. Lesen lohnt sich, auch wenn das Ende nicht ganz meins war.

Über die Kraft eines Neins - Gut aufgedröselt, auch wenn es am Ende too much wurde
3

Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht

Familie Blum zieht von New York ins gemütliche Riverburg um dort ein ruhigeres Leben zu führen. Die 18jährigs Hazel hat in den Ferien schon den Direktor ihrer neuen Schule kennengelernt und wundert sich, das sie am ersten Schultag direkt in sein Büro zitiert wird. Dort verkündet er ihr, das er sich jedes Jahr eine Schülerin der Abschlussklasse Aussicht, um eine Affäre mit ihr zu haben und sie sei seine diesjährige Wahl. Doch Hazel überrascht ihn mit einem fetten Nein. Und das löst eine überraschende Welle aus, bei der wirklich jeder was zu sagen hat ... Dies ist der Debütroman der Autorin und ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut. Vom Klappentext hatte ich mir viel versprochen, jedoch nicht ganz das bekommen, was ich erhofft hatte. Die Geschichte wird relativ unaufgeregt und in leichten Worten erzählt und lässt mich vermuten, das sich der Roman eher an jüngere Lesende richtet. Doch anstatt sich die Autorin auf die Me too Geschichte konzentriert, fallen hier nebenbei noch andere Themen ein und das hat eher verwirrt und nirgendwo richtig hingeführt, Mobbing und Antisemitismus sind nur zwei Beispiele dafür. Hazel und ihre Familie erleben erst einmal ein tiefes Tal, bevor dann alles völlig verrückt wird und sie quasi ein Star der Me too Bewegung. Bis dann alles über ihr zusammenbricht. Der Machtmissbrauch wird hier eher soft dargestellt, vielleicht um jüngere Lesende auch nicht zu triggern und trotzdem auf die Thematik aufmerksam zu machen? Ich weiss es nicht genau. Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema und ich finde jede Literatur zu dem Thema aufklärend und hilfreich, auch wenn es mich hier nicht ganz abgeholt hat.

Ein wichtiges Buch! Lest es!!!

2.5

Wichtiges Thema. Die Handlung hätte gerne etwas tiefgründiger sein können.

Wichtiges Thema.
Die Handlung hätte gerne etwas tiefgründiger sein können.
4.5

✨ Rezension ✨ Hazel sagt Nein | Jessica Berger Gross | Bastei Lübbe | 384 Seiten | Übersetzt von Angela Koonen | ⭐️⭐️⭐️⭐️🌟 Als Hazel an die neue High School kommt, hat sie nur ein Ziel. Ein gutes Schuljahr hinlegen um an ihrer Traum-Uni angenommen zu werden. Doch dann wird sie zum Direktor gebeten. Jedes Jahr sucht er sich eine Schülerin aus, um mit ihr intim zu werden und dieses Jahr hat er sich Hazel ausgesucht. Aber die, sagt Nein! Damit tritt sie dann so einige Ereignisse los und die werden von der Autorin mit erstaunlich viel Leichtigkeit erzählt. Wir begleiten neben Hazel auch ihrem Bruder, der Mutter und dem Vater und anfangs dachte ich, das wären mir zu viele Perspektiven. Aber das ist gut umgesetzt und malt ein sehr umfängliches Bild der ganzen Familie. Teilweise hat man beim lesen das Gefühl, man schaut eine Sitcom… Alle Protagonisten sind dabei sympathisch, haben aber auch ihre Fehler oder treffen unkluge Entscheidungen. In der zweiten Hälfte des Buches passiert mir fast etwas zu viel und irgendwann verlor es dann etwas an Glaubwürdigkeit, aber alles in allem habe ich das Buch sehr genossen und kann es nur weiter empfehlen.

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4

In „Hazel sagt Nein“ geht es um die Familie Blum, die aus finanziellen Gründen in eine neue Stadt zieht. Das Familienleben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als Hazel die unerwünschte Annäherung ihres Schuldirektors abblockt und eine Kette von Ereignissen in Gang setzt … „Hazel sagt Nein“ gehört zu der Art von Büchern, die ich eher selten lese, weshalb ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet. Entsprechend war ich positiv überrascht, dass mich die Handlung von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Dies liegt meiner Meinung nach vorrangig am nüchternen und präzisen Erzählstil von Jessica Berger Gross, der den Leser zum stillen Beobachter macht. Vor allem Hazels Reaktion auf das Angebot und ihre Gedankengänge werden sehr eindrücklich geschildert. Eine weitere Stärke des Romans liegt in seiner Alltäglichkeit. Neben der Perspektive von Hazel, gibt es auch Kapitel, die ihrem Bruder Wolf sowie den Eltern Gus und Claire folgen. Alle vier haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Hier zeigt sich, dass sich Belästigung nicht nur auf das Opfer, sondern auf das gesamte Umfeld auswirkt und das ganze weitere Leben beeinflusst. Während die erste Hälfte des Romans durch seine Authentizität und den Fokus auf die negativen Auswirkungen überzeugt, schwenkt die Handlung im zweiten Teil ins andere Extrem um. Plötzlich geschehen viele positive Dinge, unter denen die Glaubwürdigkeit und Übertragbarkeit auf das reale Leben meinem Empfinden nach leider etwas gelitten haben. Das Ende hat mir dafür wieder gut gefallen, auch wenn es noch etwas weniger rund hätte sein dürfen. Alles in allem ein gelungenes Debüt, das ein wichtiges Thema – trotz kleinerer Schwächen in der zweiten Hälfte – eindrucksvoll umsetzt.

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4

Es ist der erste Schultag für Hazel Blum und schon wird sie ins Büro des Direktors gerufen. Die Achtzehnjährige ist kurz vor Schulbeginn mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Wolf nach Riverburg gezogen. Der neue Job von Vater Gus und die Zusicherung für eine Studienbeihilfe für Hazel hat die Familie von Brooklyn in das beschauliche Riverburg ziehen lassen. Der Schock ist gross bei Hazel als Direktor White ihr verkündet, dass er im neuen Schuljahr genau sie ausgewählt hat, um eine sexuelle Beziehung einzugehen. Lehnt sie ab, verliert sie das Stipendium und damit die Aussicht für ein Studium an einer namhaften Universität. Hazel wehrt sich gegen diese Erpressung und sagt Nein! In diesem Moment ahnt sie noch nicht, wie gross der Stein ist, den sie damit ins Rollen bringt. Ich muss gestehen, dass ich mich ganz schön geärgert habe beim Einstieg in das Buch. Direktor White ist die Arroganz in Person. Welche Herablassung und was für ein selbstherrlicher Typ, der es wagt, einem jungen Mädchen so ein "Angebot" zu machen. Damit hatte mich die Autorin schon im Sack und es hat sich ein Sog entwickelt. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte für Hazel weiter und ausgeht. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, was für einen grossen Stein Hazel mit ihrer logischen Weigerung hier lostritt. Die ganze Familie, Vater Gus, Mutter Claire sowie der elfjährige Bruder Wolf, gerät ins Kreuzfeuer von Beleidigungen, Verleumdungen und Hass. Wie auch im realen Leben oft wird hier der Spiess umgedreht und das Opfer in die Täterrolle geschubst. Mich hat die Thematik und diese Seite der Geschichte ganz schön mitgenommen und erschüttert. In eigenen Kapiteln kommt nicht nur Hazel, sondern auch ihre Eltern und ihr Bruder zu Wort. Erschütternd, wie sie gemobbt werden, nur weil es Hazel wagt den allseits beliebten und angesehenen Lehrer zurückzuweisen. "Es ist doch gar nicht passiert" heisst es, um die Avancen dieses Widerlings zu entschuldigen und verharmlosen. Unglaublich und authentisch, wie ein Stein ins Rollen gerät. Sich dann schneller als man denkt zu einer Lawine entwickelt und dabei Beteiligte, unbeteiligte Besserwisser und Neugierige mitreisst. Plötzlich hat jeder etwas dazu zu sagen und eine Meinung, die er sich vom Hörensagen gebildet hat. So weit, so gut und nur ein kleiner Teil der ganzen Geschichte. Die weitere Handlung wird von Hazels Entwicklung, ihren Zukunftsaussichten, aber auch von Claires Selbstfindung bestimmt. Gerade letzteres fand ich zu sehr Raum einnehmend. Anstatt Claires beruflicher Orientierung hätte ich lieber erfahren wie zum Beispiel Hazels Mitschüler Position nehmen. Die Autorin hat mit feinem Gespür genau die richtige Dosierung an Gefühlen der Figuren erwischt. Gefallen hat mir, dass der Direktor nicht direkt zu Wort kam, sondern seine Seite in Zeitungsartikeln usw. dargelegt wurde. Denn ich glaube nicht, dass ich ihn und seine Perspektive mit all den Lügen ertragen hätte. Grandios und zum Schmunzeln fand ich die Dialoge zwischen den Mitgliedern der Familie Blum. Von Wolf, der die Thematik immer wieder auf den Punkt bringt, war ich schnell ein Fan. Jessica Berger Gross hat einen etwas langatmigen Schreibstil. Sie presst oft viele Wörter in einen Satz, der diesen dann kompliziert machen. Manchmal wäre weniger mehr gewesen. Weniger Wörter, präzisere Ausdrücke und einen gestrafften Wortlaut.

4

Eine wichtige Geschichte, die gelesen werden sollte. Ich finde es sehr gut umgesetzt, dass aus den Perspektiven aller Familienmitglieder geschrieben wird. Sehr gut beschrieben, was es mit den einzelnen Personen macht und wie ihr eigenes Erleben und ihre „Befindlichkeiten“ Einfluss auf sie selbst und andere haben.

2

Der Start war echt vielversprechend, ich war schnell drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Gerade am Anfang hat das Buch eine gute Spannung aufgebaut. Leider hat es für mich etwa ab dem ersten Drittel nachgelassen. Die Handlung wurde zunehmend weniger spannend und wirkte stellenweise an den Haaren herbeigezogen. Was ich schade fand, ist, dass viele schwere und wichtige Themen angerissen werden, aber nichts davon wirklich in die Tiefe geht. Dadurch bleibt am Ende vieles eher oberflächlich. Auch die Charaktere konnten mich nicht richtig packen, sie blieben für mich zu blass und ich habe keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufgebaut. Dabei ist die Grundidee eigentlich richtig gut. Für mich lag das Problem eher im Fokus der Geschichte, der am Ende nicht das gehalten hat, was der Anfang versprochen hat. Insgesamt leider enttäuschend.

4.5

Hat meine Erwartungen übertroffen

Familie Blum zieht aus dem trubeligen New York City irgendwo ins Nirgendwo von Maine, da Vater Gus eine Professur an einem Kleinstadtcollege angeboten bekommen hat. Mutter Claire und die beiden Kinder, Hazel und Wolf, geben ihr Bestes, sich schnellstmöglich in der Kleinstadtidylle einzuleben. Doch direkt am ersten Schultag passiert Hazel etwas, das sie komplett aus der Bahn wirft – ihr Direktor sagt ihr unverblümt ins Gesicht, dass er mit ihr Sex haben möchte. Tja, und Hazel sagt „Nein“. Die Ereignisse, die dadurch in Gang gesetzt werden sind schmervoll, unglaublich, aber auch empowernd und vor allem stellen sie das Leben eines jeden einzelnen Familienmitglieds einmal auf den Kopf. Und genau das fand ich so gut an dem Buch: es geht nicht nur auf die Konsequenzen, die sich daraus für Hazels Dasein ergeben ein, sondern es denkt viel weiter. Eine solche Geschichte hat Einfluss auf so viele Menschen und deren Leben, ob es nun die Freundschaft zwischen Hazels Bruder Wolf und der Tochter des Direktors ist oder die berufliche Situation von Hazels Vater. Alles hängt irgendwie mit drin und nichts kann losgelöst voneinander betrachtet werden, so wie das in Familien und anderen engen Verbünden von Menschen eben so ist. Jede*r trägt schwer an so einem Vorfall, vor allem dann, wenn neben der eigentlichen Tat auch noch Verleumdungsvorwürfe und antisemitische Aussagen laut werden. Dennoch steht ganz klar Hazels (Gefühls-)Lage im Vordergrund, was nach so einem Vorfall natürlich auch nicht anders sein darf. Die Geschichte ist super komplex und das, obwohl die Hauptfigur ein Teenager ist und das Kleinstadtsetting eher gemütlich und eindimensional wirken kann. Viele Themen fließen mit ein, ohne die Geschichte zu überladen. Die Charaktere sind ganz liebevoll gezeichnet und so hatte ich super schnell das Gefühl, jede Person der Familie gut zu kennen.

Hat meine Erwartungen übertroffen
3

Wenn ein einfaches Nein alles ändert. | Verliert nach 50% den Fokus .. zog sich danach.

Faszinierend, was ein schlichtes Nein eigentlich alles bewirken kann. In dem Fall von Hazel ändert sich die gesamte Lage für ihre Familie. Die Geschichte wird abwechselnd aus jeder POV eines Familienmitglieds erzählt. Fand ich sehr gut, da ich so nicht nur die Auswirkungen des Neins auf Hazel erfahren habe. Bis 50% konnte ich das Buch richtig inhalieren und war gespannt, in welche Richtungen sich die Geschichte entwickelt. Die Story wirkte auf mich so echt, dass ich das Gefühl hatte, als würde ich einen realen Bericht lesen. Leider gibt es viel zu viele mächtige Männer, die ihre Positionen ausnutzen. Man erlebt im Buch eigentlich „normale“ Situationen, die wir bereits aus der echten Welt gesehen haben. Der Mann überschreitet eine Grenze und die Welt macht erstmal eine Opferumkehr. Allerdings verliert sich der Fokus nach 50% und ich wusste nicht mehr so ganz, welche Mission das Buch verfolgt. Bisschen enttäuschend, dass es so lief Fazit Das Buch zeigt erschreckend genau auf, wie Männer in Machtpositionen ihren Einfluss missbrauchen (können). Die Gesellschaft ist ja gerne dafür bekannt, dass man Frauen weniger glauben schenkt, sobald der Täter als „sympathisch“ gilt. Verliert nach 50% allerdings den Fokus und es wurden meiner Meinung nach nicht alle Dinge von den ersten 50% vollständig geklärt. Hat stark angefangen und dann leider stark nachgelassen.

Wenn ein einfaches Nein alles ändert. | Verliert nach 50% den Fokus .. zog sich danach.
4.5

„What the fuck?“ war das erste, das ich mir dachte als ich den Klappentext zu Hazel sagt Nein gelesen habe, weil es so absurd wirkte. Mein zweiter Gedanke war dann aber, dass der Plot vermutlich gar nicht so unrealistisch ist, auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen. Hazel sagt Nein ist ein Buch, das mich unglaublich wütend gemacht hat und mich stellenweise ziemlich aufgewühlt hat. Aber auf eine gute Art. Mir hat der schnelle Erzählstil und die wechselnden Perspektiven sehr gut gefallen. Ich finde, ich habe die Familie Greenberg Blum dadurch auf eine andere Art kennengelernt, als ich es sonst von Büchern gewöhnt bin. In der zweiten Hälfte hatte mich das Buch ein kleines bisschen verloren, das Ende hat mir dann aber wieder sehr gut gefallen. Das Buch war definitiv keine leichte Kost, dennoch sehr empfehlenswert.

2

Das Buch hat mich zum verzweifeln gebracht. Man hätte aus dem Thema so viel rausholen können. Schade.

3

⭐️⭐️⭐️

Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen, da es ein sehr wichtiges und aktuelles Thema behandelt. Besonders positiv aufgefallen ist mir, wie Jessica Berger Gross zeigt, welche Auswirkungen Machtmissbrauch und öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Familie und ein soziales Umfeld haben können. Dass das Wort „Nein“ hier eine derartige Kettenreaktion auslöst hätte ich so nicht gedacht. Die emotionalen Konflikte wirken oft realistisch, und einige Szenen bleiben lange im Kopf. Der Schreibstil ist grundsätzlich gut lesbar und klar, allerdings hat sich die Handlung für mich stellenweise etwas gezogen. Manche Nebenfiguren hätten meiner Meinung nach mehr Tiefe vertragen, und an einigen Stellen hätte ich mir mehr Spannung oder stärkere emotionale Zuspitzung gewünscht. Insgesamt ist es ein wichtiges, nachdenklich stimmendes Buch mit starken Themen, das mich aber emotional nicht durchgehend erreichen konnte. Trotzdem lohnt sich die Lektüre, besonders für Alle, die sich für gesellschaftlich relevante Geschichten interessieren. Vielen Dank an NetGalley und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

⭐️⭐️⭐️

Mir hat das Buch leider nicht zugesagt,ich habe mir etwas ganz anderes unter dem Inhalt vorgestellt. Die Thematik rund um das "Nein" sagen fand ich interessant,aber es ging irgendwie in eine ganz andere Richtung. Was interessiert es mich,wie die Eltern mit den Konsequenzen umgehen müssen? Leider musste ich das Buch auf der Hälfte abbrechen,weil es mich einfach nicht erreichen konnte

3

Also zunächst einmal fand ich den Schreibstil super flüssig. Dieses Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema, das meiner Meinung nach zu Beginn auch wirklich gut umgesetzt wurde. Besonders toll fand ich, dass Hazel, nachdem sie zunächst nicht mehr darüber sprechen wollte, irgendwann ihre Stimme gefunden hat. Super fand ich außerdem Hazels Bruder und generell den starken Zusammenhalt innerhalb der Familie. Auch die wechselnden Perspektiven haben mir sehr gefallen, da man so die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Familienmitglieder besser nachvollziehen konnte. Irgendwann ging es für mich leider etwas am Thema vorbei, was ich schade fand. Trotzdem bleibt es ein lesenswertes Buch, das ein wichtiges Thema anspricht und definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.

4

Wichtiges Thema, tolles Buch

Hazel ist eine wirklich mutige Teenagerin, von der man viel lernen kann. Ich mochte, dass die Protas alle ein wenig überzeichnet waren, aber stellenweise war das Buch auch ein bisschen zu langatmig. Trotzdem eine Empfehlung!

3

Wichtiges Thema - starke Massage - schwache Umsetzung

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und habe mir sehr viel davon versprochen. Das Thema ist so wichtig. Es hatte super viel Potenzial. Ich bin der Meinung, man hätte viel mehr draus machen können, was mir gefallen hat, waren die kurzen Kapitel und die verschiedenen Perspektiven. Ich fand das Buch am Anfang und Ende sehr gut geschrieben und stark. Zwischendrin war es leider sehr lang gezogen und meiner Meinung nach auch langweilig. Trotz alledem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, weil es eine sehr wichtige Message beinhaltet und sehr gut zeigt, was für Auswirkungen eine Entscheidung auf das Leben alle hat. Außerdem finde ich auch gut Dass alles sehr detailliert erklärt wurde. Auch wenn es manchmal zu doll ausgeschmückt wurde, fand ich es sehr gut, um wirklich die Empfindungen jeder einzelnen Person zu fühlen.

3

Ich hatte mir davon etwas anderes vorgestellt, dass es mehr um die Geschichte des Lehrers geht, das war aber eher nebensächlich.

4

Trotz viel zu vieler Handlungsstränge eine wahnsinnig mitreißende Geschichte, die weit über einen Skandal hinausgeht und die wirkliche Tortour zeigt.

Trotz viel zu vieler Handlungsstränge eine wahnsinnig mitreißende Geschichte, die weit über einen Skandal hinausgeht und die wirkliche Tortour zeigt.
4

HAZEL SAGT NEIN von JESSICA BERGER GROSS, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, 02.02.2026, 384 Seiten, übersetzt aus dem Amerikanischen von Angela Koonen Wenn ein NEIN das Leben aller verändert Autorenportrait: JESSICA BERGER GROSS stammt ursprünglich aus New York, lebt aber inzwischen mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Teenageralter in Maine. In den USA ist sie mit zwei Memoirs bekannt geworden. Die Essays der Vassar-Absolventin sind im NEW YORK TIMES MAGAZINE, THE CUT, LONGREADS und vielen andere Publikationen erschienen. HAZEL SAGT NEIN ist ihr erster Roman. Zum Inhalt: In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ... Mein Leseeindruck: Mit feinsinnigem Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross in flüssigem Schreibstil von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen, an sich zu glauben. Ein Roman, über den man nachdenken und sprechen sollte - Ein Roman-Debüt mit kleinen Schwächen, doch mit einer guten Botschaft und Intention. Kurze Kapitel und ansprechendes Cover und Titel, der OV nachempfunden. Leseempfehlung!

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4

Definitiv anders als erwartet!

Dieses Buch hat mich komplett überrascht! Wirklich nicht, was ich erwartet habe. Die Schülerin Hazel wird von ihrem Direkter zu einer sexuellen Beziehung gedrängt. Denn er hat Kontakte. Er kann all ihre akademischen Träume wahr werden, oder sie platzen lassen. Doch Hazel fügt sich nicht. Sie sagt nein! Und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die wütend machen, sprachlos und mal wieder genau zeigen, dass Frauen in diesem System untergehen. Wir sind lange aus den Zeiten raus, in denen so eine Geschichte mit der Frage endet, ob dem Täter oder dem Opfer eines sexuellen Übergriffes geglaubt wird. (Denn wir wissen, wie die Realität aussieht…) Heute drehen sich solche Geschichten um weit mehr, denn sie betreffen auch so viele weitere Felder. Was macht so ein Fall mit den betroffenen Familien, die lediglich ein Kollateralschaden sind? Welche Auswirkungen hat es auf das Sozialleben? Hat man als Betroffene*r die Pflicht, die Tat zu melden? Die Antworten sind nicht immer ganz so einfach und das macht dieses Buch so interessant. Denn es setzt sich bewusst nicht mit der Tat auseinander, sondern mit dem Rattenschwanz. Im Zentrum steht Hazels ganze Familie. Jeder bringt sein eigenes Päckchen mit und geht anders mit der Situation um. Die Reaktionen der Familienmitglieder können teilweise verwerflich sein, doch sie sind alle nachvollziehbar und menschlich. Mir hat gefallen, wie die Autorin sich mit den Verstrickungen nach einer Straftat beschäftigt hat. Irgendwie habe ich nie über den Vorfall hinausgedacht. Der Inhalt ist definitiv diskussionswürdig. In einem Buchclub wäre das ideal. Ich liebe Bücher über Female Rage. Die Art und Weise wie Hazel aus ihrer persönlichen Hölle Stärke gewinnt und das Erlebte umwandelt in etwas ganz Neues, hat mich sehr bewegt. Es braucht mehr solcher Bücher, die nicht romantisieren, was im best case passiert. Wir brauchen Realität und Geschichten, die uns motivieren patriarchale Strukturen zu hinterfragen!

Definitiv anders als erwartet!
2.5

Vieles bleibt an der Oberfläche

Ich fand es total spannend, wie sich die Story wohl entwickelt, sobald Hazel auf das unmoralische Angebot mit einem "Nein" antwortete. Was ganz gut dargestellt wird, ist die erste Verwirrung, die stattfindet und die inneren Abläufe, in denen man sich einredet, dass es doch gar nicht so schlimm war. Die Familie ist unwahrscheinlich unterstützend und dennoch scheint es zunächst keinen Konsens zu geben, wie man sich verhalten soll. Da kam bei mir die Frage auf, wenn es so eine Familie nicht schafft, den Mut zu haben, wie sollen es dann Mädchen ohne diesen Rückhalt schaffen. Die Figuren bleiben recht blass und das Geschehene wird doch recht oberflächlich behandelt. Anfangs wird noch angedeutet, dass dieser Vorfall größere Kreise ziehen könnte, aber dieser Handlungsstrang wird nur recht schwach gegen Ende abgehandelt. Da hätte man durchaus dramatischer an die Sache rangehen können und noch mehr auf die psychologische Ebene gehen können. Im Vordergrund steht hier etwas ganz anderes, quasi Ruhm aufgrund dieses Vorfalls und das scheint mir ein seltsamer und auch ein wenig unrealistischer Fokus. Alles in allem war es okay zu lesen, aber ich hatte doch eine intensivere Abhandlung dieses Themas erwartet.

3

Hazel wird an ihrem ersten Schultag an ihrer neuen Highschool vom Direktor zum Sex gedrängt, doch sie sagt Nein. Wie sie und ihre Familie mit dieser Situation umgehen, hat deutliche Auswirkungen auf ihr Leben, ihren Alltag sowie auf ihr Umfeld. Das Thema ist unglaublich wichtig: Als junge Frau für sich selbst einzustehen. Als Eltern hinter der eigenen Tochter zu stehen. Und als kleiner Bruder mit Dingen klarkommen zu müssen, die für einen selbst noch überhaupt nicht greifbar sind. Zusätzlich ist man komplett neu in der Stadt und wird sofort in eine Ecke gedrängt, wenn man gegen eine angesehene Person die Stimme erhebt. Das Buch liest sich einerseits sehr bedrückend, andererseits aber auch recht locker. Der Schreibstil ist definitiv anders, auf jeden Fall sehr frisch. Die Thematik sowie die Konflikte innerhalb und außerhalb der Familie sind gut dargestellt. Leider bin ich mit den Protagonisten jedoch so gar nicht warm geworden. Die Eltern wirkten auf mich zu distanziert und viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, wobei diese Themen teilweise überhaupt nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hatten. Auch mit dem jüngeren Sohn konnte ich mich nicht identifizieren. Ich habe selbst einen Sohn in diesem Alter und empfand die Darstellung von Wolf als nicht altersgerecht. Ebenso fand ich die Darstellung des amerikanischen (High-)Schulsystems sehr anstrengend zu lesen und habe vieles davon nur überflogen. Außerdem sind mir einige Fehler aufgefallen, die vermutlich ihren Ursprung in der Übersetzung haben, was mich zusätzlich gestört hat. Mein persönliches Fazit: Nicht mein Buch. Das Thema ist richtig und wichtig und grundsätzlich auch gut umgesetzt, aber der Schreibstil und die Ausarbeitung haben mir insgesamt nicht gefallen.

3

Starkes Thema, aber mir fehlte die Tiefe

Ich habe Hazel sagt nein ehrlich gesagt nur wegen des Klappentextes gelesen, weil die Story einfach SO interessant klang, obwohl das eigentlich gar nicht mein typisches Genre ist. Und fairerweise muss ich sagen: Das Buch liest sich extrem schnell weg. Ich war direkt drin und wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht. Vor allem Hazel und Wolf mochte ich total. Die beiden waren für mich ganz klar das Herz der Geschichte. Gerade die ersten Kapitel hatten für mich auch richtig Potenzial und dieses unangenehme, beklemmende Gefühl wurde teilweise echt gut eingefangen. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass mir emotional einfach etwas fehlt. Das Buch spricht so viele wichtige Themen an, greift sie für mich aber nie wirklich tief genug auf. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr in die Emotionen eintaucht, mehr bei den Figuren bleibt und die Auswirkungen wirklich spürbar macht. Stattdessen blieb vieles eher oberflächlich angerissen. Dadurch konnte ich leider nie komplett in die Geschichte eintauchen. Es gab viele Momente, die eigentlich sehr emotional oder intensiv hätten sein können, mich aber nicht richtig erreicht haben, weil alles irgendwie zu schnell weitergezogen ist. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Es ist super zugänglich geschrieben, behandelt wichtige Themen und hat definitiv diesen „noch ein Kapitel“-Sog. Aber am Ende blieb bei mir leider eher das Gefühl zurück, dass die Idee und die Themen stärker waren als die eigentliche Umsetzung.

Starkes Thema, aber mir fehlte die Tiefe
2

Zeitverschwendung - Scheinbar nur gutes Marketing vom Verlag

Der Schreibstil war für mich alles andere als angenehm. Man schleppt sich von Seite zu Seite. Die Protagonisten waren für mich zu oberflächlich gehalten und die Story an sich war einfach zu flach. Man hofft es kommt zum Schluss noch was - aber man dümpelt so aus dem Buch raus ohne das groß was passiert ist. Das Thema ist wichtig und man hätte so viel daraus machen können. Wurde leider nicht genutzt. Auch muss ich nicht Fachausdrücke für Blusen wissen wie auf der Fashion Week. Sorry, aber das war ein Satz mit X - das war nix. Einen Stern für die Wahl des Themas, einen für den Charakter „Wolf“. Sorry, mehr war für mich nicht drin.

Zeitverschwendung - Scheinbar nur gutes Marketing vom Verlag
3

Der Anfang war richtig gut. Dann wurde es seltsam und meine Aufmerksamkeit war dahin 😅 Der Schreibstil war leider auch nicht meins.

2

Die Grundidee ist meines Erachtens nach wirklich gut, allerdings hat dieses Buch für mich starke stilistische Schwächen. Ich weiß leider nicht, ob es an der Übersetzung liegt oder der Stil der Autorin einfach nicht meinem Geschmack entspricht, aber was ich weiß ist, dass ich eindeutig nicht der Zielgruppe angehöre. Ich stolpere über Abkürzungen wie bspw. "tbh" und frage mich viel zu lange, was sie mit Andeutungen über den Ruf bestimmter New Yorker U-Bahn Linien genau ausdrücken möchte? Auch verläuft der Plot meiner Meinung nach viel zu oberflächlich - es nimmt eine Wendung an, die viel zu "drüber" ist und verpasst dabei gute Gelegenheiten für etwas mehr Tiefgang.

3

Solider Einstieg - schwache zweite Hälfte

Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross beginnt vielversprechend und überzeugt besonders im ersten Teil durch eine klare Ausgangssituation und ein interessantes Thema. Leider verliert der Roman ab etwa der Hälfte deutlich an Glaubwürdigkeit. Die Handlung wirkt zunehmend konstruiert und kann die anfängliche Spannung nicht aufrechterhalten. Der Schreibstil bleibt insgesamt sehr nüchtern und distanziert, wodurch emotionale Tiefe weitgehend fehlt. Gerade bei den wichtigen Themen, die das Buch anspricht, wäre eine intensivere Ausarbeitung wünschenswert gewesen. Insgesamt ein durchwachsenes Leseerlebnis mit starkem Anfang, aber deutlichen Schwächen im weiteren Verlauf.

4

Welche Auswirkungen hat eine Weigerung

"Hazel sagt Nein" beschreibt auf eindringliche Weise, welche Tragweite unsere Entscheidungen haben können. Sowohl die eigenen Entscheidungen, als auch die anderer Personen. Dies geschieht, indem die Geschichte von Hazel erzählt wird. Einer jungen Frau im Abschlussjahrgang, die von ihrem Schuldirektor zu sexuellen Handlungen aufgefordert wird. Dabei wird ein eher ruhiger Stil verwendet, der aber nichtsdestotrotz fesselt. Die Hauptcharaktere sind vielschichtig und wirken alles andere als perfekt. In dem Buch wird sowohl ihre eigene Entscheidung mit der Situation, als auch die Reaktion ihrer Familie thematisiert. Sowie alle Folgen, die ihre Handlungen mit sich ziehen. Das Buch gibt gleichzeitig einen Einblick in den Mikrokosmos einer Kleinstadt, und wie diese mit der Situation umgeht. Es ist eine Geschichte von Ausgrenzung aber gleichzeitig auch Mut und Stärke. Sie zeigt, wieviel an Schulen im argen liegen kann. Und wie die Gesellschaft mit solchen Fällen umgeht. Sie zeigt aber auch, wieviel Mut es erfordert, sich mit der Situation auseinander zu setzen und für sich einzustehen.

4

Hazel stellt sich gegen eine verstörende Schultradition in ihrer neuen Kleinstadt. Ihr klares „Nein“ bringt ein lange akzeptiertes System ins Wanken.

5

Wow, bewegend und wichtig.

Es ist Hazels erster Schultag an der neuen Schule - und sie sagt NEIN. Es ist ein wichtiges NEIN, dessen Tragweite man im Laufe des Buches erfährt. Unglaublich bewegend & so wichtig.

Wow, bewegend und wichtig.
4

„Hazel sagt nein“ durfte ich als Rezensionsexemplar lesen, erstmal vielen lieben Dank dafür. Ich ging ganz unvoreingenommen an das Buch heran, mir sagte die Autorin bis dato überhaupt nichts. Mir hat das Buch im Grossen und Ganzen sehr gut gefallen. Es gab einige Längen darin die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Die Protagonisten fand ich bis auf einige wenige sehr sympathisch und gut ausgearbeitet. Hazel tat mir richtig leid. Der Direktor Mr. White ist schlicht ein arroganter Brocken, der seine Macht missbraucht in dem er junge Frauen quasi zum bestehen der High School zum Sex zwingen will. Hazel sagt Nein, 4 Buchstaben die ihr Leben, das ihrer Familie und der ganzen Ortschaft gehörig auf den Kopf stellt. Hazel ahnt nicht welchen Stein sie damit ins Rollen bringt. Ich denke, das Hazel sagt nein ein Buch ist welches nachhallt und zeigt auch wenn es hart wird Mann/Frau seine Grenzen setzen und sagen soll. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

5

Eine mutige junge Frau!

Mit "Hazel sagt Nein" hat Jessica Berger Gross einen Roman geschrieben, der zum Denken anregt und nachhallt. Erster Schultag in der Abschlussklasse der neuen Schule nach dem Umzug nach Riverburg, das so anders ist als die alte Heimat Brooklyn. Alles scheint gut, ihr Vater hat eine Professur bekommen, ihre Mutter ist glücklich im neuen Haus, Da wird Hazel zum Schuldirektor beordert, der ihr etwas mitteilt, das ihr den Atem verschlägt. Er, der Direktor, suche sich jedes Jahr eine junge Frau aus der Abschlussklasse aus, mit der er Sex haben kann. Und in diesem Jahr ist Hazel die Auserkorene. Als Belohnung winkt ein Empfehlungsschreiben für ihre Wunschuniversität. Aber: Hazel sagt NEIN! Dieses Nein hat Konsequenzen nicht nur für sie selbst. Jessica Berger Gross hat in in ihrem ersten Roman mit Sprache gearbeitet, die Emotionen weckt. Wut auf den Schuldirektor und seine Schuldumkehr, Unverständnis für die Eltern, die in ihrer eigenen Blase sitzen und eigentlich wenig Interesse am Schicksal ihrer beiden Kinder haben. Nein, sie gehen noch weiter und nehmen für sich die Hilfe eines Verhaltenstherapeuten in Anspruch. An ihrem Verhalten Hazel gegenüber konnte ich allerdings keine Auswirkungen der Therapie feststellen. Ich konnte Hazel verstehen, die an sich selbst gezweifelt hat. Hat sie etwas falsch interpretiert? Hazel will eigentlich alles vergessen, bis sie sich eines Tages entschließt, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen. Und damit eine Lawine lostritt, mit der sie selbst nicht gerechnet hat. Eine Lawine, die sie aber auch selbst weiterbringt. , In diesem Roman werden nicht nur Missbrauch an Abhängigen, sondern auch Rassismus, Antisemitismus und Mobbing thematisiert. Die Botschaft, dass Frau etwas bewirken kann, wenn sie will und mutig ist, war für mich DIE Message überhaupt. Und Hazel ist mutig mit ihren 18 Jahren, wehrt sich, hinterfragt (auch sich selbst)und findet Gleichgesinnte. Ein Roman, der mir im Gedächtnis bleiben wird und den ich sehr gerne weiterempfehle. 5 Sterne !

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