Einstein im Bade

Einstein im Bade

Hardback
4.045

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Description

In Bad Nauheim führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Die Ruhe droht gestört zu werden, als im Jahr 1920 im beschaulichen Kurort die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden ansteht. Die neue Relativitätstheorie hat die wissenschaftliche Gemeinde gespalten, und die beiden ärgsten Kontrahenten Albert Einstein und Philipp Lenard sind ausgerechnet im Rastenden Kranich einquartiert.

Kleeberger wittert eine Chance: Wäre es nicht die beste Werbung für sein veraltetes Hotel, wenn er den Streit dort schlichten würde? Doch hinter fachlichen Differenzen lauern ungeahnte Abgründe, und der Tee, der im Rastenden Kranich einst Bismarck in den Schlaf wiegte, wird kaum ausreichen, um die Gemüter zu besänftigen. Zwischen Schlichtungsversuchen und dem Bemühen, es allen Gästen recht zu machen, entgleitet Kleeberger nach und nach die Kontrolle über sein Hotel.

Mit Humor und erzählerischer Leichtigkeit lässt Daniel Mellem in einem ruheversprechenden Hotel Stammgäste und bedeutende Wissenschaftler aufeinanderprallen. Schnappen Sie sich ein Handtuch, und versuchen Sie, gemeinsam mit Einstein im Badehaus 3 zu entspannen!

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
272
Price
26.70 €

Author Description

Daniel Mellem wurde 1987 geboren. Er promovierte in Physik, bevor er sich am Deutschen Literaturinstitut Leipzig seinem ersten Roman widmete. Für »Die Erfindung des Countdowns« (2020) erhielt er den Retzhof-Preis für junge Literatur und den Hamburger Literaturförderpreis. Der Roman war zudem »NDR Buch des Monats« und nominiert für den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals. Daniel Mellem lebt in Hamburg.

Posts

11
All
3.5

Gedankenfluss mit Einstein als Symbolfigur - sprachlich klug/experimentell, jedoch wenig Handlung und eher ein Geschehen zwischen den Zeilen.

2.5

Anfang und Ende sind ganz unterhaltsam, alles dazwischen ist sehr langatmig. Mellem schafft mit sehr vielen Worten und Schachtelsätzen sehr wenig Handlung, außerdem geht er sehr ins Detail, was die Relativitätstheorie betrifft. Man merkt, dass er Physiker ist.

5

Ein wirklich leichtfüßiger und gleichzeitig mitreißender Roman.

5

Hoteldirektor Kleeberger erzählt von einer Woche in dem sein Hotel Zum Rastenden Kranich, neben gut situierten Hotelgäste auch Physiker und Wissenschaftler zu Besuch hat. Besonders hervorgehoben wird Albert Einstein und Philip Lenard, die sich nicht ausstehen können. Man schreibt das Jahr 1920 in Bad Nauheim. Der 1 WK ist noch nicht lange her. Man sehnt sich nach Ruhe und Beschaulichkeit Genau diese wird durch die Versammlung Deutscher Naturforscher u.a auf die Probe gestellt. In der Sprache der damaligen Zeit erzählt uns Direktor Kleeberger die Vorkommnisse im Hotel und das ist zuweilen Situationskomik pur. Diese Versammlung in Bad Nauheim gab es wirklich. Ich fand es sehr erheiternd teilzunehmen, war ich doch selbst bereits 2 x Kurgast in Bad Nauheim und habe ich mich gefreut die Orte des Bades, den Sprudelhof und den Kurpark literarisch wieder zu entdecken. Nebenher lesen wir von der Relativitätstheorie, Äther, Raum und Zeit und das ist bisweilen für Nicht-Physiker und der ehr gehobenen Sprache, ein bisschen anstrengender zu lesen. Ich mag das gern. Erholend ist die Situationskomik, in die Kleeberger weniger freiwillig, tappt. Ich sage nur Badehaus 3 😂 - was ein Aufwand. Herrlich auch die Neben-Protagonistin Madame Hunderbrock, aus Hamburg. Einfach wunderbar. #Einstein #Lenard #badnauheim #kur #badehausbadnauheim

4.5

Sehr unterhaltsam!

Sehr unterhaltsam!
5

Auch für Nichtphysiker

Physik hat mir in der Schule nie Spaß gemacht, der Roman "Einstein im Bade" von Daniel Mellem dagegen schon! Es war einmal in Bad Nauheim, dem Kurort im Wetteraukreis. Dort führt seit Generationen Familie Kleeberger das Hotel Zum rastenden Kranich. Es ist beschaulich dort, das Hotel ist in die Zeit gekommen. Die Gästezahlen lassen spürbar nach. Doch dann findet in Bad Nauheim die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden statt. Alle Hotels müssen unentgeltlich Gäste aufnehmen. Unter anderen Gästen werden im Rastenden Kranich sowohl Albert Einstein als auch sein Konkurrent Philipp Lenard einquartiert. Kleeberger sieht als seine Aufgabe und Chance, den Streit zwischen den beiden zu schlichten. Seine Stammgäste darf er dabei natürlich nicht vernachlässigen. Kleeberger ist schon ein besonderer Typ! In seinem Eifer um den Ruf seines Hotels als Oase der Ruhe stolpert er von einem Missgeschick in das nächste. Teilweise richtig komisch lässt uns der Autor an seinen Bemühungen teilhaben. Nebenbei erfahren wir auch einiges über das bisherige Leben des jetzt 68-jährigen Kleeberger. Seine Versuche, es allen recht zu machen sind wirklich gut beschrieben. Dazu bedient ich der Autor einer Sprache, die genauso aus der Zeit gefallen ist wie Kleeberger und sein Hotel. Er geht nicht durch das Foyer, nein ergeht durch das Vestibül! Allein diese Sprache macht den Roman zum Lesevergnügen! Dazu lernt nicht nur Kleeberger einiges über die Realivitätstheorie. Den Kongress der Physiker hat es tatsächlich gegeben, die Handlung um die Personen ist Fiktion. Mir hat der Roman Spaß gemacht! Eine Leseempfehlung auch für Nichtphysiker und 5 Sterne gibt es von mir für diesen unterhaltsamen Roman!

5

Sternebewertung fiktiv

Spätestens nach der Messe in Leipzig dürfte dieses Buch vielen ein Begriff sein und ich verstehe absolut, warum. Ein beschaulicher Kurort wird plötzlich zum Schauplatz eines ganz besonderen Treffens:Einstein, Planck und Lennard, große Namen, große Egos, große Diskussionen. Und genau das bekommt man hier auch: Genies unter sich, die sich alles andere als einig sind. Was dieses Buch so besonders macht, ist dieser Kontrast.Auf der einen Seite die brillanten Köpfe, auf der anderen Seite eine fast schon absurd-komische Szenerie fernab jeder Normalität. Ein Hotel „Rastende Kranich“ wird zum Mittelpunkt dieses intellektuellen Schlagabtauschs. Und mittendrin, Direktor Kleeberger.Übereifrig, ehrgeizig, stellenweise herrlich überdreht und genau dadurch unglaublich unterhaltsam. Man merkt, wie sehr er versucht, dieses Ereignis zu etwas Großem zu machen. Und genau darin entstehen viele der humorvollsten Momente. Ich habe beim Lesen wirklich oft gelacht. Der Roman lebt von seinen Figuren, von den Gesprächen, vom ständigen Spannungsfeld zwischen Genie und Menschlichkeit. Und genau das macht ihn so angenehm anders. Mein Fazit:Ein kluger, skurriler und gleichzeitig sehr unterhaltsamer Roman, der zeigt, dass selbst die größten Denker nicht frei von Eitelkeiten und Eigenheiten sind. Ich habe mich durchgehend bestens unterhalten gefühlt und genau das erwarte ich von so einem Buch

5

So mag selbst ich Physik.

So mag selbst ich Physik.
3

Daniel Mellem unternimmt in "Einstein im Bade" einen auf den ersten Blick kühnen Ansatz: Er widmet sich einer der ikonischsten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte und beleuchtet nicht die bekannten Anekdoten über Relativitätstheorie und Nobelpreis, sondern konzentriert sich auf den Menschen hinter der Legende. Das Resultat ist ein Roman, der gleichermaßen fasziniert und irritiert – und genau darin liegt seine Anziehungskraft. Mellem präsentiert Einstein nicht als geniales Überwesen, sondern als eine facettenreiche, mitunter unbeholfene und oft eigenwillige Persönlichkeit. Der Roman profitiert davon, dass er nicht in ehrfürchtiger Starre verharrt, sondern Einstein als eine Figur mit ausgeprägten Charakterzügen darstellt. Mellem zeichnet sich durch einen klaren, zugänglichen Schreibstil mit einem ausgeprägten Sinn für Rhythmus aus. Der Roman bewegt sich bewusst im Grenzbereich zwischen biografischer Darstellung und literarischer Kreation. "Einstein im Bade" ist ein mutiger, intelligenter und außergewöhnlicher Roman, der versucht, eine überlebensgroße Figur auf ein menschliches Maß zu reduzieren. Er überzeugt insbesondere dort, wo er Einstein entmystifiziert, ohne ihn dabei zu trivialisieren.

2

Ein Hoteldirektor erzählt von den aufregendsten Tagen seines in die Jahre gekommenen Hotels: Im Ort findet eine Tagung statt und namhafte Physiker sind zusammengekommen. Einige von ihnen sind auch im "Rastenden Kranich" untergebracht. Darunter auch Albert Einstein. Der Hoteldirektor hat alle Hände voll zu tun, um die Angelegenheiten seiner Gäste zu regeln und verstrickt sich dabei fürchterlich. Eine ganz nette Geschichte. Die letzten 50 Seiten habe ich mehr überflogen, um endlich zum Ende zu kommen.

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