Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
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Description
Book Information
Author Description
Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen die Romane »Léon und Louise« (2011), »Fast ein bisschen Frühling« (2012), »Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer« (2013), »Reisen im Licht der Sterne« (2015), »Das Leben ist gut« (2016), »Königskinder« (2018) sowie die Spiegel-Bestseller »Susanna« (2022) und »Das kleine Haus am Sonnenhang« (2024).
Posts
Sehr interessant, aber....
Ein schönes, gut erzähltes Buch über drei historische Figuren, die sich im echten Leben nie begegnet sind. Oder vielleicht doch? Zugegeben, der Plot ist schon mehr als interessant. Nur leider zerfranst sich die Erzählung dann in Unwichtigkeiten, vieles hätte man straffen und weglassen können. Somit ist es ein ganz-okay-Buch, kann man lesen, muss man nicht. Ich habe es übrigens nur gelesen, weil die Stadtbücherei Herne diesem Buch irrtümlich das Cover von "Das Leben ist gut" zugeordnet hat....
Das Buch fing vielversprechend an, aber ab einem bestimmten Punkt habe ich mich gefragt, wo das ganze hinführen soll. Am Ende war ich enttäuscht, dass es keine größere Verbindung zwischen den 3 ProtagonistInnen gab, auch wenn ich weiß, dass im Groben reale Begebenheiten beschrieben worden sind. Trotzdem stellenweise sehr interessant.
Dieses Buch ist wie ein Nachmittag auf einer Luftmatratze auf einem ruhigen Fluss. Es ist perfekt, wenn man auf einen ruhigen Fluss Lust hat, aber langweilig, wenn man eigentlich eine Wildwasser Tour machen möchte. Vor allem die Geschichte der Spionin und des Bombenbauers haben es mir angetan, während der Fälscher nicht so richtig rein gepasst hat. Dies ist mein erstes Buch von Capus, bestimmt aber nicht mein Letztes. Ich habe mir dieses Buch im Audible Format angehört und fand den Vorleser sehr sehr gut.
Drei Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und doch sind ihre Leben kontinuierlich miteinander verbunden. Gemeinsam haben sie auch, dass nichts so kam, wie sie es sich vorgestellt haben und sie am Ende durch Zufall in einen Krieg involviert werden, mit dem sie nichts zu tun haben wollten. Anfangs fragte ich mich, wo das alles hinführen soll und wo die Parallelen zwischen den Charakteren denn nun sind, irgendwann ließ ich mich aber einfach in die Geschichte reinziehen und war begeistert. Die Geschichte deckt sich nach und nach auf. Der Schreibstil passt sehr gut zum Inhalt, er ist schlicht und obwohl umschreibend doch nie ausschweifend, das kann nicht jeder so gut hinkriegen. Wer auf seltsame realistische Geschichten steht, ist hier richtig.
Interessante Persönlichkeiten werden in diesem 280 Seiten umfassenden Roman beleuchtet. Felix Bloch, Pazifist, der sich nach den Gräueltaten des Ersten Weltkriegs schwört, keinem Menschen je Schaden zu wollen. Später ist er an der Entwicklung der Atombombe maßgeblich beteiligt. Laura d'Oriano, leidenschaftliche Sängerin, möchte eine Gesangskarriere starten und nicht, wie ihre Mutter, als Chasonneuse auf Bühnen Dekolleté zeigen müssen. Emile Gilliéron, Kunststudent, machte sich als gefragter Fälscher einen Namen und verkaufte auf Bestellung mehrerer Museen weltweit Repliken. Vorstellung und Wirklichkeit lagen bei allen Personen teils weit auseinander und gefühlt konnte sich Emile am besten damit abfinden. Die Lebensgeschichten von Felix Bloch und Laura d'Oriano waren für mich die interessanteren. Das Buch liest sich aufgrund des schönen Schreibstils wirklich prima und wären gewisse Längen nicht vorhanden, gäbe es fünf Sterne.
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Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen die Romane »Léon und Louise« (2011), »Fast ein bisschen Frühling« (2012), »Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer« (2013), »Reisen im Licht der Sterne« (2015), »Das Leben ist gut« (2016), »Königskinder« (2018) sowie die Spiegel-Bestseller »Susanna« (2022) und »Das kleine Haus am Sonnenhang« (2024).
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Sehr interessant, aber....
Ein schönes, gut erzähltes Buch über drei historische Figuren, die sich im echten Leben nie begegnet sind. Oder vielleicht doch? Zugegeben, der Plot ist schon mehr als interessant. Nur leider zerfranst sich die Erzählung dann in Unwichtigkeiten, vieles hätte man straffen und weglassen können. Somit ist es ein ganz-okay-Buch, kann man lesen, muss man nicht. Ich habe es übrigens nur gelesen, weil die Stadtbücherei Herne diesem Buch irrtümlich das Cover von "Das Leben ist gut" zugeordnet hat....
Das Buch fing vielversprechend an, aber ab einem bestimmten Punkt habe ich mich gefragt, wo das ganze hinführen soll. Am Ende war ich enttäuscht, dass es keine größere Verbindung zwischen den 3 ProtagonistInnen gab, auch wenn ich weiß, dass im Groben reale Begebenheiten beschrieben worden sind. Trotzdem stellenweise sehr interessant.
Dieses Buch ist wie ein Nachmittag auf einer Luftmatratze auf einem ruhigen Fluss. Es ist perfekt, wenn man auf einen ruhigen Fluss Lust hat, aber langweilig, wenn man eigentlich eine Wildwasser Tour machen möchte. Vor allem die Geschichte der Spionin und des Bombenbauers haben es mir angetan, während der Fälscher nicht so richtig rein gepasst hat. Dies ist mein erstes Buch von Capus, bestimmt aber nicht mein Letztes. Ich habe mir dieses Buch im Audible Format angehört und fand den Vorleser sehr sehr gut.
Drei Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und doch sind ihre Leben kontinuierlich miteinander verbunden. Gemeinsam haben sie auch, dass nichts so kam, wie sie es sich vorgestellt haben und sie am Ende durch Zufall in einen Krieg involviert werden, mit dem sie nichts zu tun haben wollten. Anfangs fragte ich mich, wo das alles hinführen soll und wo die Parallelen zwischen den Charakteren denn nun sind, irgendwann ließ ich mich aber einfach in die Geschichte reinziehen und war begeistert. Die Geschichte deckt sich nach und nach auf. Der Schreibstil passt sehr gut zum Inhalt, er ist schlicht und obwohl umschreibend doch nie ausschweifend, das kann nicht jeder so gut hinkriegen. Wer auf seltsame realistische Geschichten steht, ist hier richtig.
Interessante Persönlichkeiten werden in diesem 280 Seiten umfassenden Roman beleuchtet. Felix Bloch, Pazifist, der sich nach den Gräueltaten des Ersten Weltkriegs schwört, keinem Menschen je Schaden zu wollen. Später ist er an der Entwicklung der Atombombe maßgeblich beteiligt. Laura d'Oriano, leidenschaftliche Sängerin, möchte eine Gesangskarriere starten und nicht, wie ihre Mutter, als Chasonneuse auf Bühnen Dekolleté zeigen müssen. Emile Gilliéron, Kunststudent, machte sich als gefragter Fälscher einen Namen und verkaufte auf Bestellung mehrerer Museen weltweit Repliken. Vorstellung und Wirklichkeit lagen bei allen Personen teils weit auseinander und gefühlt konnte sich Emile am besten damit abfinden. Die Lebensgeschichten von Felix Bloch und Laura d'Oriano waren für mich die interessanteren. Das Buch liest sich aufgrund des schönen Schreibstils wirklich prima und wären gewisse Längen nicht vorhanden, gäbe es fünf Sterne.











