Die dunkle Seite des Mondes
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Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Gefährliche Pilze 🍄🟫
Ein sehr skurriler Roman, der viel in der Natur spielt und mit wenigen Personen auskommt. Nachdem ich den Text auf dem Buchrücken gelesen hatte, war ich gespannt ab der ersten Seite, was wohl passieren wird. Es ist ein Buch mit konstanter Spannung und war sehr gut zu lesen. Dennoch keine 5 Sterne, da es manchmal schon auch Längen hatte. Gute Literatur würd ich sagen.
Ein spannender, psychologisch dichter Roman über Kontrollverlust und die dunklen Seiten der eigenen Persönlichkeit – fesselnd erzählt und sehr intensiv. In „Die dunkle Seite des Mondes“ erzählt Martin Suter die Geschichte eines erfolgreichen Wirtschaftsanwalts, dessen geordnetes Leben nach einem scheinbar harmlosen Erlebnis aus den Fugen gerät. Ein Pilztrip, verstörende Erfahrungen, eine tote Katze, Gewalt und schließlich ein radikaler Rückzug in die Natur treiben ihn immer weiter weg von seiner bisherigen Existenz. Was als kontrolliertes Leben beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem psychologischen Absturz. Auch dieser Roman von Suter hat mich wieder richtig gepackt. Er schafft es wieder einmal, die Geschichte so zu erzählen, dass ich sofort mittendrin war. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Action, sondern durch die innere Veränderung der Hauptfigur – und genau das macht den Reiz aus. Ich wollte ständig wissen, wie weit diese Entwicklung noch gehen wird.
Ein folgenschweres Experiment mit psychoaktiven Substanzen
Urs Blank, ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt beginnt, sein geordnetes Leben infrage zu stellen. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen gerät er in einen Strudel, der ihn mit seiner verborgenen, ungezähmten Seite konfrontiert. Nach dem er eine junge Frau kennenlernt, die ihn dazu animiert einen Pilz Trip mitzumachen ändert sich seine Persönlichkeit radikal und Urs und sein Umfeld stehen vor neuen großen Herausforderungen, die seine Wesensveränderung mitbringt. Suters Sprache ist wie gewohnt klar und elegant, dabei zugleich spannend und atmosphärisch dicht. Das Buch vereint psychologische Tiefe mit Thriller-Elementen und wirft große Fragen nach dem Wesen des Menschen auf.
Absolut nicht meins
Was war das!? Wie mussten das als Schullektüre Lesen und ich habe es gehasst!? Es ist oft sehr langweilig und eintönig. Ich habe es ab der Hälfte abgebrochen. Teilweise sind Belästigung und sexuelle Inhalte enthalten und generell sehr verstörende Texte. Wer sich dieses Buch freiwillig antut... Wird aufjedenfall nie wieder angefasst sorry.
Pilze, Pilze, Pilze🍄🟫
Verrückt, wie die Story durch kleine Samthäubchen abdriften kann. Die vernetzten Handlungsstränge haben für eine kontinuierliche Spannung gesorgt und stetig unterhalten. Besonders gut haben mir Suters detaillierte Beschreibungen und Erklärungen von Orten, Pflanzen und Aktionen gefallen.
Ich kam wegen der Pilze, blieb wegen des Stils
Die dunkle Seite des Mondes wäre im Laden eigentlich nicht meine erste Wahl gewesen. Umso positiver war die Überraschung. Es war mein erstes Buch von Martin Suter, aber definitiv nicht mein letztes. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: kurze, klar abgegrenzte Szenen, die sich fast wie ein Film anfühlen. Man merkt jederzeit, wann in die nächste Szene gewechselt wird, was das Lesen sehr angenehm macht und dabei hilft, den Überblick zu behalten und sich die Handlung gut einzuprägen. Der Stil ist ruhig, präzise und gleichzeitig sehr bildhaft. Für mich ein echtes Highlight des Buches. Die Geschichte selbst, vor allem die Entwicklung rund um die Pilz-Thematik und die zunehmende Zuspitzung der Ereignisse, fand ich spannend und gut umgesetzt. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und trägt bis zum Ende. Das Finale ist stark, lässt allerdings bewusst ein paar Fragen offen. Das hat dem Buch für mich keinen Abbruch getan, sondern eher Neugier hinterlassen…vermutlich ganz im Sinne des Autors. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch mit einem besonderen Erzählstil, das mich trotz anfänglicher Skepsis überzeugt hat. Kleine offene Fragen verhindern für mich die vollen fünf Sterne, aber der Leseeindruck bleibt durchweg positiv. PS: Nach diesem Buch steht fest: Meine Abneigung gegen Pilze ist jetzt auch literarisch begründet.😬
Nicht mein Buch
Dieses Buch traf leider so gar nicht mein Geschmack. Am Anfang war das Buch noch interessant, aber auch die vielen Charaktere waren da schon sehr verwirrend. Als dann der Hauptcharakter Urs Blank in den Wald geht hat mich das Buch verloren. Es hat nur ein paar Seiten, aber trotzdem habe ich lange damit gekämpft. Es war mir zu konstruiert und ich weis immer noch nicht was es mir sagen will. Aber ich wollte wissen wie es ausgeht und hab es zu Ende gelesen. Das Ende kam so schnell, da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Leider keine Empfehlung von mir!
Mal ganz was anderes...
Das Buch lässt sich sehr schwer in eine bestimmte Schublade stecken. Es ist teilweise informativ und echt interessant, wenn man sich für Wald und Survival interessiert, teilweise etwas langatmig was gewisse Anwalts-/Firmenfusionsthemen und co betrifft. Aber im großen und ganzen liegt das Hauptaugenmerk auf einer sehr interessanten und gut erzählten Persönlichkeitsveränderung und deren Nebenwirkungen. Es gibt aber auch durchaus Teile, die ich in eine Thriller-Schublade stecken würde. Also auf jeden Fall sehr empfehlenswert 🥰

Was war das für eine schräge aber teilweise auch unterhaltsame Geschichte? Ich weiß nicht wirklich wie ich dieses Buch beschreiben soll. Ich habe es gern gelesen aber ich kann nicht mal wirklich sagen warum. Vielleicht liegt es an der Art wie es erzählt wurde. Der Hauptprotagonist ist sehr unsympathisch. Aber dennoch war das Thema interessant. Das Ende war mir etwas zu abrupt. Ich hätte gerne gewusst wie es mit dem einen oder anderen Charakter noch weiter ging. Alles in allem ein Buch das okay war aber ich würde es jetzt auch nicht enthusiastisch weiterempfehlen.
Mein erster Suter, leider nicht meinen Geschmack getroffen.
Das Buch startet spannend. Die Liebesgeschichte interessierte mich und auch die ersten Trips. Als Urs Blank in den Wald geht und die ersten Tiere umbringt verliert mich das Buch. Musste das sein? Fragte ich mich, bis jetzt habe ich noch keine Ahnung was mir das Buch sagen will. Naja hoffe andere Bücher von diesem Autor sind besser geschrieben.
Vom Anzugträger zum Waldschrat.
Ich habe das Buch in einer Bücher-Telefonzelle um die Ecke entdeckt und nur deswegen mitgenommen, weil mir das Cover gefiel (ich mag den Künstler gerne). Gute Entscheidung! Denn das Buch hat mir echt gut gefallen. Es erfindet das Rad nicht neu, es öffnete mir keine neuen Horizonte, aber das muss ein gutes Buch auch nicht. Für mich war es spannend, unterhaltsam und gut geschrieben. Der Protagonist macht in kurzer Zeit eine, im wahrsten Sinne des Wortes, irre Entwicklung durch. Vom spießigen, geld- und karrieregeilen Anzugträger zum Eigenbrödler und Waldschrat- und das alles wegen eines schiefgelaufenen Pilztripps.d Da ich selber sehr naturverbunden bin, gefällt es immer gut, wenn Bücher in der Natur stattfinden. Ich konnte den verrücktgewordenen Protagonisten sogar ein Stück weit nachvollziehen- dass er dem Trubel der Stadt entfliehen und Ruhe und Frieden im Wald finden wollte. Die Folgen seines dahingehenden Absolutismus machen das Buch super spannend, sodass ich es am Ende kaum aus der Hand legen wollte. Fazit: gutes Buch, runde Story mit gutem Tempo und vereinzelten Thrillerelementen, die der Geschichte Spannung verleihen.
Verstörend. Ein anderes Wort fällt mir für diese Geschichte nicht ein. Der Schreibstil ist klasse und zieht einen regelrecht mit. Was ich von der Geschichte halten soll weiß ich allerdings nicht, sie ist abgedreht und das Ende überraschend. Edit: Auch Tage nach dem Lesen beschäftigt mich das Buch noch intensiv und ich fühle mich, als hätte ich einen Albtraum gehabt oder selbst im Drogenrausch fanatisiert.
In dem Buch geht es um den erfolgreichen Wirtschaftsanwalt Urs Blank, der mitten in einer Midlife-Crisis steckt. Auf einem Trip mit halluzinogenen Pilzen verändert sich sein Verhalten komplett, und wir begleiten ihn dabei, wie er langsam die Kontrolle über sich verliert. Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen. Ich fand die Idee an sich spannend, aber die Umsetzung hat mich echt enttäuscht. Ich konnte mit dem Hauptcharakter überhaupt nichts anfangen. Seine Art, sein Verhalten, alles hat für mich einfach keinen Sinn ergeben und ich konnte mich überhaupt nicht damit identifizieren. Dazu kamen ständig neue Leute und Namen hinzu, was das Lesen nur noch anstrengender gemacht hat. Ich hab bis zum Ende gehofft, dass es irgendwie noch besser wird, aber das war leider nicht der Fall. Insgesamt also kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
Spannend und verstörend
Wirtschaftsanwalt Urs Blank lässt sich auf das Abenteuer pscilocybinhaltiger Pilze ein und sein Leben gerät völlig aus den Fugen. Auch ohne seine Persönlichkeitsveränderung war mir Urs nicht sehr sympathisch, die Rücksichtslosigkeit und Verachtung seinen Mitmenschen gegenüber war schon vor dem Tripp angelegt, aber danach kennt er kein Halten mehr. Er begibt sich auf die Suche, die Wirkung rückgängig zu machen, aber auch dies, meiner Meinung nach, eher aus egoistischen Motiven. Das Ende war etwas überraschend, aber für mich passend. „Die dunkle Seite des Mondes“ ist kein Wohlfühlbuch, dennoch sehr spannend zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.
Urs Blank ist Wirtschaftsanwalt und auf Fusionsverhandlungen spezialisiert. In einer Pause lernt er Lucille kennen. Sie ist jünger als er, lebt ein Leben, das seinem so gar nicht ähnelt und zusammen mit ihr erlebt er seinen ersten Pilztrip. Ab diesem Zeitpunkt ist Urs Blank nicht mehr er selbst und die Geschichte erfährt eine ganz eigene Dynamik. Er geht sogar so weit, dass er sein vorheriges Leben aufgibt und sich ganz dem Wald hingibt. Martin Suter hat mir mit „Die dunkle Seite des Mondes“ die perfekte Abwechslung geboten: Unterhaltung, Humor, ein bisschen Krimi und genügend Absurdes. Trotz kleiner Schwächen hat mir der Roman gut gefallen. Am Ende wurde ich überrascht und an einen sehr bekannten Roman erinnert. „Der Anwalt, den Lucille, warum auch immer, mitgebracht hatte, riß alles an sich. Bei seiner Ankunft war er ihm höflich und zurückhaltend erschienen. Fast schüchtern. Der einzige, der mit einem Frotteetuch vor dem Bauch in die Schwitzhütte kam. Aber keine zehn Minuten, nachdem er die Pilze geschluckt hatte, fing er an, den Zirkel zu tyrannisieren. Er nahm sich eine Schellentrommel, fing sofort an der Gruppe seinen Rhythmus aufzuzwingen und herrschte alle an, die sich nicht fügten.“

WTF.
Das Buch ist krass. Der Protagonist schmeißt sich in einer Session Drogen ein und plötzlich ist er eine andere Person. Das ist die erste Gedankenblase. Drogen sind gefährlich. Dann nimmt das Buch unfassbar Fahrt auf und man sieht mehr und mehr das verborgene, bis nichts mehr ist, wie es mal war! Mein zweites Suter-Buch und es war super.
Kurzes Buch, langer Atem Spannende Prämisse, langweilige Charaktere
Dafür, dass das Buch nur 315 Seiten hat, hat es sich zum Teil echt gezogen. Die langen Erklärungen über die ganzen Pilzarten usw fand ich langweilig. Mit dem Schreibstil wurde ich auch nicht so recht warm. Das Thema selbst fand ich jedoch interessant. Wie sich die Persönlichkeit aufgrund von solchen Drogen dauerhaft verändern kann und auch zum Ende hin, wurde es dann spannend. Die Charaktere waren irgendwie alle unsympathisch und großteils auch langweilig. Sie waren alle leider auch sehr oberflächlich geschrieben. Was Urs so alles getan hat, war schockierend. Das Buch hat wohlwollend gerade noch 3/5 bekommen.
Ein reicher Wirtschaftsanwalt lernt eine junge Frau kennen und lässt sich von ihr mit auf einen Drogentrip nehmen. Diesen macht er dafür verantwortlich, dass er sich danach noch mehr wie ein Arschloch verhält, als vorher. Es folgt eine Reihe gefühlloser Taten, aus denen er einen Ausweg im Einsiedlerleben im Wald findet. Weil der Protagonist so unsympathisch ist und das Buch sich viel Zeit lässt, bis es zur eigentlichen Handlung kommt, zieht sich die doch eher kurze Geschichte ewig lang. Vieles ist vorhersehbar. Erst auf den letzten 90 Seiten wird es spannend, weil die Geschichte dann eher wie ein sonntäglicher Tatort anmutet.
„Die dunkle Seite des Mondes“ ist auf jeden Fall spannend, auch wenn die Story ziemlich schnell vorhersehbar wird. Martin Suter packt viele Infos über Pilzkunde (sehr interessant!) und Jagd rein und erzählt von der dunklen Seite in uns, die durch Zivilisation, Moral und Gemeinschaft unterdrückt wird. Das ist oft ganz unterhaltsam, aber im letzten Drittel steuert die Geschichte dann doch recht vorhersehbar auf das einzige mögliche Ende zu. Das wirkt etwas ermüdend und nimmt der Anfangsdynamik den Schwung.
Sehr gutes, schockierendes und einfach überwältigendes Buch meiner Meinung nach!
Dies ist mein erstes Martin Suter Buch und ich werde auf jeden Fall mehr von ihm lesen! Der Autor schreibt wirklich anspruchsvoll und am Anfang war es schwer sich rein zu finden, sowie die Personen auseinander zu halten. Allerdings ist es dadurch auch sehr gut und wortgewandt geschrieben. Die Veränderung der Hauptperson zieht einen in seinen Bann und zeigt wie ein einziges Ereignis, einen Menschen prägen kann. Das Ende war zwar etwas abrupt, aber genau richtig für meinen Geschmack. Die gesellschaftskritische Ader des Autors gefällt mir und die Spannung kann man nicht verleugnen. Wer es mag auch mal eine andere Welt kennen zu lernen und sich selbst zu hinterfragen, als auch mal eine Seite noch mal zu lesen…dem kann ich das Buch nur empfehlen! Die Protagonisten sind ganz eigene Charaktere und der Unterschied zwischen der Hauptfigur (stetige Veränderung) und der Nebenrollen (kaum Verhaltensänderungen), zeigt das literarische Genie! Ein echter Genuss!

Ob Martin Suter nun zur höheren Literatur gehört oder nicht, sei mal dahin gestellt. Interessiert mich in diesem Fall auch nicht besonders. Ich fand dieses Buch wahnsinnig spannend und interessant. Meine Begeisterung liegt wohl auch darin begründet, dass ich die Thematik (psychedelische Substanzen, auf sich selbst gestellt im Wald (über-)leben) sehr faszinierend fand.
Ein (für mich) typisches Suter-Kurzfazit: ganz nett!
Der abgeklärte Wirtschaftsanwalt Urs Blank durchläuft, ausgelöst von einem Pilztrip, eine folgenschwere Persönlichkeitswandlung. Von dem monotonen Leben in Ehe, High Society und der Wirtschaft hin zu einer Realität nach den harten Gesetzen der Natur… Suter jongliert in seinem Roman mehrere Genres. Das ist immer ein Wagnis, denn allzu oft wird man dabei keinem Genre wirklich gerecht. Leider ist dies aus meiner Sicht eingetreten: Die Krimi-Elemente waren am schwächsten. Die Spannung lief auf Sparflamme, da der Plot sehr vorhersehbar war. Auch die Verflechtungen zwischen Recht und Wirtschaft waren dünn und oberflächlich gewoben. Die psychedelischen Elemente wurden suchmaschinenartig referiert. Wie wirken Pilze auf Menschen? So und so. Die wenigen Trips wurden kurz und wenig intensiv beschrieben. Die Figuren blieben eher eindimensional und holzschnittartig zu begreifen. Die Sprache Suters schärfte den Inhalt klar und deutlich, schnörkellos und ohne viele Emotionen, hervor. Dadurch ist der Roman äußerst angenehm zu lesen, verbleibt aber eben auch auf der bloßen Unterhaltungsebene. Das Stärkste war aus meiner Sicht der Fokus auf die Elemente der Natur, des Waldes. Durch die exakten Beschreibungen hatte man teilweise beim Lesen den Geruch von Waldboden und Pilzen in der Nase. Die Sinne wurden auf die nächste Waldbegegnung geschärft! Insgesamt kann man diesen Roman mal lesen, sollte aber keine hohen Krimi bzw. psychedelischen Erwartungen haben. Für jedes einzelne Genre-Element gibt es halt viele bessere Bücher.
Sehr interessant und spannend geschrieben
Ich fand das Buch sehr kurzweilig und spannend geschrieben. Wieso ich nicht volle 5 Sterne gegeben habe ist einfach: Für mich waren es zu viele Namen (Personen + Firmen), weshalb ich immer mal wieder durcheinander gekommen bin. Ansonsten fand ich das Thema wirklich interessant und bewusstseinserweiternd ;) Ein lieber aber knallharter Wirtschaftsanwalt, der sich einer Geliebten hingibt und Psychedelika ausprobiert. Nach dem Horror Trip verändert sich dieser äußerte korrekte Mann auf verrückte Art und Weise, was tragisch für ihn endet.
Der Anfang ist sehr anstrengend zu lesen, hier geht es viel um wirtschaftliche bzw. juristische Themen und es werden viele Charaktere eingeführt, die mal beim Vor- und mal beim Nachnamen genannt werden, was zusätzlich verwirrt. Nach dem Pilztrip unseres Protagonisten nimmt die Story Fahrt auf und sehr willkürliche, unerwartete Dinge geschehen, sodass Spannung entsteht. Ab diesen Punkt ist die Geschichte so skurril und abgedreht, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Insgesamt ist die Erzählweise sehr nüchtern, was ich absolut stimmig finde und dem Leser Raum bietet die Geschehnisse selbst zu beurteilen ohne eine vorgekaute Meinung in den Mund gelegt zu bekommen. Da mich der Anfang sehr aufgehalten hat (sogar fast zum Abbruch des Buches geführt hat), ich das Ende nicht ideal gewählt fand und das Handeln einiger Charaktere nicht ganz nachvollziehbar war, gebe ich 3 Sterne.
Finger weg von Pilzen!
Der Anfang ließ mich kaum in das Buch kommen. Wir haben hier einen Wirtschaftsanwalt und eine Kanzlei, Mandanten usw. Das gefiel mir erst nicht so. Aber nach etwa 60-80 Seiten fing es an mich zu packen. Und als der Blank bei einem Pilztrip mitmacht wird es richtig wild. Richtig krass wie der Typ danach drauf ist. Die Liebe zum Wald konnte ich sehr nachempfinden, die hier auch eine große Rolle spielt. Alles in allem hat es mir viel Spaß gemacht
Meine Meinung Meinen ersten Martin Suter konnte ich im Rahmen meiner Diogenes Lese Challenge lesen und bin entsetzt, dass ich nicht schon eher zu einem Buch von ihm gegriffen habe! Mit Die dunkle Seite des Mondes wusste ich zu Anfangs nicht gleich worauf ich mich hier eingelassen hatte. Die Geschichte fing sehr schlicht und sachlich an. Man lernte Urs Blank den Hauptprotagonisten kennen, sowie einige wichtige und unwichtige Nebenfiguren. Bereits auf den ersten paar Seiten konnte mich aber der Schreibstil von Suter fesseln. Obwohl einigen Stellen trocken und distanziert wirkten, verlor die Geschichte nicht an Spannung. Ganz im Gegenteil, das Buch reizte einen erst recht durch diesen Stil und man wollte erfahren; Wohin geht diese Reise mit Urs Blank? Ohne viel Spoilern zu wollen: Urs lernt eine Droge kennen und dieser Trip verändert ihn grundlegend. Was sich daraus entwickelt und welchen Einfluss dies auf sein weiteres Leben hat erfährt man, Schritt für Schritt beim Lesen der Geschichte. Um zwei Uhr wachte er auf. Er fror. Er hatte die Bettdecke weggestrampelt. Der Pyjama klebte am Körper. Sein Gesicht war nass. Durch das halboffene Fenster zog ein frischer Wind. Regen trommelte auf die Kastanienblätter im Hotelpark. Die dunkle Seite des Mondes S. 133 Ich konnte durch seine Beschreibungen, sehr viel von der Geschichte und den Protagonisten visualisieren und las das Buch beinahe in einem Rutsch durch. Das Ende war absolut stimmig und obwohl es nicht ein typisches Happy End ist – macht besonders dies das Buch rund. Denn es passt einfach. Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist wie bereits oben erwähnt herausragend. Es war absolut fesselnd, schlicht aber auch sehr überzeugend. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihm Lesen! Das Cover ist wieder sehr Diogenes-like und gefällt mir auch hier besonders gut. Fazit Die dunkle Seite des Mondes konnte mich fesseln und überzeugen. Hin und wieder gab es die ein oder andere Stelle, die mir extrem war, doch dies gehörte einfach zu Geschichte und letzten Endes passte alles zusammen! Bewertung Plot ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Vorab, das hier war mein erster Suter, trotzdem hatte ich schon eine Ahnung, worauf ich mich einlasse, und dass es mir wahrscheinlich nicht wirklich zusagen würde. Tatsächlich haben mich der sehr nüchterne Stil, die kurzen Sätze sowie die durch die Bank weg unsympathischen Charaktere auch überhaupt nicht abgeholt, im Gegenteil, in der ersten Hälfte des Buches war ich mehrmals kurz davor, abzubrechen. Urs Blank, ein gefeierter Schweizer Wirtschaftsanwalt, wird nach einem misslungenen (?) Pilztrip zu einem empathielosen Gewalttäter, der schließlich vor der Welt in den Wald flüchtet, immer auf der Suche nach einem Rückweg zu seinem alten Selbst. Für mich ist der Inhalt typisch für die deutschsprachigen 90er/2000er: Das eklige, dunkle im Menschen wird besonders hervorgestellt, es gibt wenig bis keine Wärme, dass es für den Protagonisten kein wirkliches Happy End gibt, war früh abzusehen. Es werden viele Klischees bedient, kein Charakter überrascht wirklich, wirklich schockierend ist nur die extrem nüchterne Wiedergabe von Urs' Gewalttaten. Das Buch war für mich weder angenehm zu lesen, noch sonderlich spannend oder augenöffnend. Das liegt wohl aber vor allem am Stil, der nun einmal nicht jedem gefällt...
"Ein Trip verändert dich nicht. Er holt nur Dinge raus, die immer in dir drin waren." S. 103
7 vs. Wild auf Magic Mushrooms. Während hier ein mancher ein modernes Dr. Jekyll und Mr. Hyde sehen mag, sehe ich eigentlich nur die Geschichte eines psychopathischen Wirtschaftshais, der einen schlechten Pilztrip hat und anschließend ein psychopathischer Survival-Hardliner wird. Erstaunlich daran ist jedoch, dass das Buch 25 Jahre alt ist und die heutige Situation um den Hype des Jägers vorhergesagt hat. "Ihr Psychiater helft den Menschen nicht, sich zu ändern. Ihr helft ihnen, sich damit abzufinden, dass sie gleich bleiben." S. 20 "Dass das Unsinn war, war ihm klar. Aber der Unsinn hatte sich tief in seinem Unterbewusstsein festgesetzt und funkte von dort aus in sein Bewusstsein." S. 91 "Der Regen trommelte auf die Ziegel. Es roch nach den Sommerferien vor fünfunddreißig Jahren, als noch alles vor ihm lag." S. 206
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.
Posts
Gefährliche Pilze 🍄🟫
Ein sehr skurriler Roman, der viel in der Natur spielt und mit wenigen Personen auskommt. Nachdem ich den Text auf dem Buchrücken gelesen hatte, war ich gespannt ab der ersten Seite, was wohl passieren wird. Es ist ein Buch mit konstanter Spannung und war sehr gut zu lesen. Dennoch keine 5 Sterne, da es manchmal schon auch Längen hatte. Gute Literatur würd ich sagen.
Ein spannender, psychologisch dichter Roman über Kontrollverlust und die dunklen Seiten der eigenen Persönlichkeit – fesselnd erzählt und sehr intensiv. In „Die dunkle Seite des Mondes“ erzählt Martin Suter die Geschichte eines erfolgreichen Wirtschaftsanwalts, dessen geordnetes Leben nach einem scheinbar harmlosen Erlebnis aus den Fugen gerät. Ein Pilztrip, verstörende Erfahrungen, eine tote Katze, Gewalt und schließlich ein radikaler Rückzug in die Natur treiben ihn immer weiter weg von seiner bisherigen Existenz. Was als kontrolliertes Leben beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem psychologischen Absturz. Auch dieser Roman von Suter hat mich wieder richtig gepackt. Er schafft es wieder einmal, die Geschichte so zu erzählen, dass ich sofort mittendrin war. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Action, sondern durch die innere Veränderung der Hauptfigur – und genau das macht den Reiz aus. Ich wollte ständig wissen, wie weit diese Entwicklung noch gehen wird.
Ein folgenschweres Experiment mit psychoaktiven Substanzen
Urs Blank, ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt beginnt, sein geordnetes Leben infrage zu stellen. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen gerät er in einen Strudel, der ihn mit seiner verborgenen, ungezähmten Seite konfrontiert. Nach dem er eine junge Frau kennenlernt, die ihn dazu animiert einen Pilz Trip mitzumachen ändert sich seine Persönlichkeit radikal und Urs und sein Umfeld stehen vor neuen großen Herausforderungen, die seine Wesensveränderung mitbringt. Suters Sprache ist wie gewohnt klar und elegant, dabei zugleich spannend und atmosphärisch dicht. Das Buch vereint psychologische Tiefe mit Thriller-Elementen und wirft große Fragen nach dem Wesen des Menschen auf.
Absolut nicht meins
Was war das!? Wie mussten das als Schullektüre Lesen und ich habe es gehasst!? Es ist oft sehr langweilig und eintönig. Ich habe es ab der Hälfte abgebrochen. Teilweise sind Belästigung und sexuelle Inhalte enthalten und generell sehr verstörende Texte. Wer sich dieses Buch freiwillig antut... Wird aufjedenfall nie wieder angefasst sorry.
Pilze, Pilze, Pilze🍄🟫
Verrückt, wie die Story durch kleine Samthäubchen abdriften kann. Die vernetzten Handlungsstränge haben für eine kontinuierliche Spannung gesorgt und stetig unterhalten. Besonders gut haben mir Suters detaillierte Beschreibungen und Erklärungen von Orten, Pflanzen und Aktionen gefallen.
Ich kam wegen der Pilze, blieb wegen des Stils
Die dunkle Seite des Mondes wäre im Laden eigentlich nicht meine erste Wahl gewesen. Umso positiver war die Überraschung. Es war mein erstes Buch von Martin Suter, aber definitiv nicht mein letztes. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: kurze, klar abgegrenzte Szenen, die sich fast wie ein Film anfühlen. Man merkt jederzeit, wann in die nächste Szene gewechselt wird, was das Lesen sehr angenehm macht und dabei hilft, den Überblick zu behalten und sich die Handlung gut einzuprägen. Der Stil ist ruhig, präzise und gleichzeitig sehr bildhaft. Für mich ein echtes Highlight des Buches. Die Geschichte selbst, vor allem die Entwicklung rund um die Pilz-Thematik und die zunehmende Zuspitzung der Ereignisse, fand ich spannend und gut umgesetzt. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und trägt bis zum Ende. Das Finale ist stark, lässt allerdings bewusst ein paar Fragen offen. Das hat dem Buch für mich keinen Abbruch getan, sondern eher Neugier hinterlassen…vermutlich ganz im Sinne des Autors. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch mit einem besonderen Erzählstil, das mich trotz anfänglicher Skepsis überzeugt hat. Kleine offene Fragen verhindern für mich die vollen fünf Sterne, aber der Leseeindruck bleibt durchweg positiv. PS: Nach diesem Buch steht fest: Meine Abneigung gegen Pilze ist jetzt auch literarisch begründet.😬
Nicht mein Buch
Dieses Buch traf leider so gar nicht mein Geschmack. Am Anfang war das Buch noch interessant, aber auch die vielen Charaktere waren da schon sehr verwirrend. Als dann der Hauptcharakter Urs Blank in den Wald geht hat mich das Buch verloren. Es hat nur ein paar Seiten, aber trotzdem habe ich lange damit gekämpft. Es war mir zu konstruiert und ich weis immer noch nicht was es mir sagen will. Aber ich wollte wissen wie es ausgeht und hab es zu Ende gelesen. Das Ende kam so schnell, da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Leider keine Empfehlung von mir!
Mal ganz was anderes...
Das Buch lässt sich sehr schwer in eine bestimmte Schublade stecken. Es ist teilweise informativ und echt interessant, wenn man sich für Wald und Survival interessiert, teilweise etwas langatmig was gewisse Anwalts-/Firmenfusionsthemen und co betrifft. Aber im großen und ganzen liegt das Hauptaugenmerk auf einer sehr interessanten und gut erzählten Persönlichkeitsveränderung und deren Nebenwirkungen. Es gibt aber auch durchaus Teile, die ich in eine Thriller-Schublade stecken würde. Also auf jeden Fall sehr empfehlenswert 🥰

Was war das für eine schräge aber teilweise auch unterhaltsame Geschichte? Ich weiß nicht wirklich wie ich dieses Buch beschreiben soll. Ich habe es gern gelesen aber ich kann nicht mal wirklich sagen warum. Vielleicht liegt es an der Art wie es erzählt wurde. Der Hauptprotagonist ist sehr unsympathisch. Aber dennoch war das Thema interessant. Das Ende war mir etwas zu abrupt. Ich hätte gerne gewusst wie es mit dem einen oder anderen Charakter noch weiter ging. Alles in allem ein Buch das okay war aber ich würde es jetzt auch nicht enthusiastisch weiterempfehlen.
Mein erster Suter, leider nicht meinen Geschmack getroffen.
Das Buch startet spannend. Die Liebesgeschichte interessierte mich und auch die ersten Trips. Als Urs Blank in den Wald geht und die ersten Tiere umbringt verliert mich das Buch. Musste das sein? Fragte ich mich, bis jetzt habe ich noch keine Ahnung was mir das Buch sagen will. Naja hoffe andere Bücher von diesem Autor sind besser geschrieben.
Vom Anzugträger zum Waldschrat.
Ich habe das Buch in einer Bücher-Telefonzelle um die Ecke entdeckt und nur deswegen mitgenommen, weil mir das Cover gefiel (ich mag den Künstler gerne). Gute Entscheidung! Denn das Buch hat mir echt gut gefallen. Es erfindet das Rad nicht neu, es öffnete mir keine neuen Horizonte, aber das muss ein gutes Buch auch nicht. Für mich war es spannend, unterhaltsam und gut geschrieben. Der Protagonist macht in kurzer Zeit eine, im wahrsten Sinne des Wortes, irre Entwicklung durch. Vom spießigen, geld- und karrieregeilen Anzugträger zum Eigenbrödler und Waldschrat- und das alles wegen eines schiefgelaufenen Pilztripps.d Da ich selber sehr naturverbunden bin, gefällt es immer gut, wenn Bücher in der Natur stattfinden. Ich konnte den verrücktgewordenen Protagonisten sogar ein Stück weit nachvollziehen- dass er dem Trubel der Stadt entfliehen und Ruhe und Frieden im Wald finden wollte. Die Folgen seines dahingehenden Absolutismus machen das Buch super spannend, sodass ich es am Ende kaum aus der Hand legen wollte. Fazit: gutes Buch, runde Story mit gutem Tempo und vereinzelten Thrillerelementen, die der Geschichte Spannung verleihen.
Verstörend. Ein anderes Wort fällt mir für diese Geschichte nicht ein. Der Schreibstil ist klasse und zieht einen regelrecht mit. Was ich von der Geschichte halten soll weiß ich allerdings nicht, sie ist abgedreht und das Ende überraschend. Edit: Auch Tage nach dem Lesen beschäftigt mich das Buch noch intensiv und ich fühle mich, als hätte ich einen Albtraum gehabt oder selbst im Drogenrausch fanatisiert.
In dem Buch geht es um den erfolgreichen Wirtschaftsanwalt Urs Blank, der mitten in einer Midlife-Crisis steckt. Auf einem Trip mit halluzinogenen Pilzen verändert sich sein Verhalten komplett, und wir begleiten ihn dabei, wie er langsam die Kontrolle über sich verliert. Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen. Ich fand die Idee an sich spannend, aber die Umsetzung hat mich echt enttäuscht. Ich konnte mit dem Hauptcharakter überhaupt nichts anfangen. Seine Art, sein Verhalten, alles hat für mich einfach keinen Sinn ergeben und ich konnte mich überhaupt nicht damit identifizieren. Dazu kamen ständig neue Leute und Namen hinzu, was das Lesen nur noch anstrengender gemacht hat. Ich hab bis zum Ende gehofft, dass es irgendwie noch besser wird, aber das war leider nicht der Fall. Insgesamt also kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
Spannend und verstörend
Wirtschaftsanwalt Urs Blank lässt sich auf das Abenteuer pscilocybinhaltiger Pilze ein und sein Leben gerät völlig aus den Fugen. Auch ohne seine Persönlichkeitsveränderung war mir Urs nicht sehr sympathisch, die Rücksichtslosigkeit und Verachtung seinen Mitmenschen gegenüber war schon vor dem Tripp angelegt, aber danach kennt er kein Halten mehr. Er begibt sich auf die Suche, die Wirkung rückgängig zu machen, aber auch dies, meiner Meinung nach, eher aus egoistischen Motiven. Das Ende war etwas überraschend, aber für mich passend. „Die dunkle Seite des Mondes“ ist kein Wohlfühlbuch, dennoch sehr spannend zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.
Urs Blank ist Wirtschaftsanwalt und auf Fusionsverhandlungen spezialisiert. In einer Pause lernt er Lucille kennen. Sie ist jünger als er, lebt ein Leben, das seinem so gar nicht ähnelt und zusammen mit ihr erlebt er seinen ersten Pilztrip. Ab diesem Zeitpunkt ist Urs Blank nicht mehr er selbst und die Geschichte erfährt eine ganz eigene Dynamik. Er geht sogar so weit, dass er sein vorheriges Leben aufgibt und sich ganz dem Wald hingibt. Martin Suter hat mir mit „Die dunkle Seite des Mondes“ die perfekte Abwechslung geboten: Unterhaltung, Humor, ein bisschen Krimi und genügend Absurdes. Trotz kleiner Schwächen hat mir der Roman gut gefallen. Am Ende wurde ich überrascht und an einen sehr bekannten Roman erinnert. „Der Anwalt, den Lucille, warum auch immer, mitgebracht hatte, riß alles an sich. Bei seiner Ankunft war er ihm höflich und zurückhaltend erschienen. Fast schüchtern. Der einzige, der mit einem Frotteetuch vor dem Bauch in die Schwitzhütte kam. Aber keine zehn Minuten, nachdem er die Pilze geschluckt hatte, fing er an, den Zirkel zu tyrannisieren. Er nahm sich eine Schellentrommel, fing sofort an der Gruppe seinen Rhythmus aufzuzwingen und herrschte alle an, die sich nicht fügten.“

WTF.
Das Buch ist krass. Der Protagonist schmeißt sich in einer Session Drogen ein und plötzlich ist er eine andere Person. Das ist die erste Gedankenblase. Drogen sind gefährlich. Dann nimmt das Buch unfassbar Fahrt auf und man sieht mehr und mehr das verborgene, bis nichts mehr ist, wie es mal war! Mein zweites Suter-Buch und es war super.
Kurzes Buch, langer Atem Spannende Prämisse, langweilige Charaktere
Dafür, dass das Buch nur 315 Seiten hat, hat es sich zum Teil echt gezogen. Die langen Erklärungen über die ganzen Pilzarten usw fand ich langweilig. Mit dem Schreibstil wurde ich auch nicht so recht warm. Das Thema selbst fand ich jedoch interessant. Wie sich die Persönlichkeit aufgrund von solchen Drogen dauerhaft verändern kann und auch zum Ende hin, wurde es dann spannend. Die Charaktere waren irgendwie alle unsympathisch und großteils auch langweilig. Sie waren alle leider auch sehr oberflächlich geschrieben. Was Urs so alles getan hat, war schockierend. Das Buch hat wohlwollend gerade noch 3/5 bekommen.
Ein reicher Wirtschaftsanwalt lernt eine junge Frau kennen und lässt sich von ihr mit auf einen Drogentrip nehmen. Diesen macht er dafür verantwortlich, dass er sich danach noch mehr wie ein Arschloch verhält, als vorher. Es folgt eine Reihe gefühlloser Taten, aus denen er einen Ausweg im Einsiedlerleben im Wald findet. Weil der Protagonist so unsympathisch ist und das Buch sich viel Zeit lässt, bis es zur eigentlichen Handlung kommt, zieht sich die doch eher kurze Geschichte ewig lang. Vieles ist vorhersehbar. Erst auf den letzten 90 Seiten wird es spannend, weil die Geschichte dann eher wie ein sonntäglicher Tatort anmutet.
„Die dunkle Seite des Mondes“ ist auf jeden Fall spannend, auch wenn die Story ziemlich schnell vorhersehbar wird. Martin Suter packt viele Infos über Pilzkunde (sehr interessant!) und Jagd rein und erzählt von der dunklen Seite in uns, die durch Zivilisation, Moral und Gemeinschaft unterdrückt wird. Das ist oft ganz unterhaltsam, aber im letzten Drittel steuert die Geschichte dann doch recht vorhersehbar auf das einzige mögliche Ende zu. Das wirkt etwas ermüdend und nimmt der Anfangsdynamik den Schwung.
Sehr gutes, schockierendes und einfach überwältigendes Buch meiner Meinung nach!
Dies ist mein erstes Martin Suter Buch und ich werde auf jeden Fall mehr von ihm lesen! Der Autor schreibt wirklich anspruchsvoll und am Anfang war es schwer sich rein zu finden, sowie die Personen auseinander zu halten. Allerdings ist es dadurch auch sehr gut und wortgewandt geschrieben. Die Veränderung der Hauptperson zieht einen in seinen Bann und zeigt wie ein einziges Ereignis, einen Menschen prägen kann. Das Ende war zwar etwas abrupt, aber genau richtig für meinen Geschmack. Die gesellschaftskritische Ader des Autors gefällt mir und die Spannung kann man nicht verleugnen. Wer es mag auch mal eine andere Welt kennen zu lernen und sich selbst zu hinterfragen, als auch mal eine Seite noch mal zu lesen…dem kann ich das Buch nur empfehlen! Die Protagonisten sind ganz eigene Charaktere und der Unterschied zwischen der Hauptfigur (stetige Veränderung) und der Nebenrollen (kaum Verhaltensänderungen), zeigt das literarische Genie! Ein echter Genuss!

Ob Martin Suter nun zur höheren Literatur gehört oder nicht, sei mal dahin gestellt. Interessiert mich in diesem Fall auch nicht besonders. Ich fand dieses Buch wahnsinnig spannend und interessant. Meine Begeisterung liegt wohl auch darin begründet, dass ich die Thematik (psychedelische Substanzen, auf sich selbst gestellt im Wald (über-)leben) sehr faszinierend fand.
Ein (für mich) typisches Suter-Kurzfazit: ganz nett!
Der abgeklärte Wirtschaftsanwalt Urs Blank durchläuft, ausgelöst von einem Pilztrip, eine folgenschwere Persönlichkeitswandlung. Von dem monotonen Leben in Ehe, High Society und der Wirtschaft hin zu einer Realität nach den harten Gesetzen der Natur… Suter jongliert in seinem Roman mehrere Genres. Das ist immer ein Wagnis, denn allzu oft wird man dabei keinem Genre wirklich gerecht. Leider ist dies aus meiner Sicht eingetreten: Die Krimi-Elemente waren am schwächsten. Die Spannung lief auf Sparflamme, da der Plot sehr vorhersehbar war. Auch die Verflechtungen zwischen Recht und Wirtschaft waren dünn und oberflächlich gewoben. Die psychedelischen Elemente wurden suchmaschinenartig referiert. Wie wirken Pilze auf Menschen? So und so. Die wenigen Trips wurden kurz und wenig intensiv beschrieben. Die Figuren blieben eher eindimensional und holzschnittartig zu begreifen. Die Sprache Suters schärfte den Inhalt klar und deutlich, schnörkellos und ohne viele Emotionen, hervor. Dadurch ist der Roman äußerst angenehm zu lesen, verbleibt aber eben auch auf der bloßen Unterhaltungsebene. Das Stärkste war aus meiner Sicht der Fokus auf die Elemente der Natur, des Waldes. Durch die exakten Beschreibungen hatte man teilweise beim Lesen den Geruch von Waldboden und Pilzen in der Nase. Die Sinne wurden auf die nächste Waldbegegnung geschärft! Insgesamt kann man diesen Roman mal lesen, sollte aber keine hohen Krimi bzw. psychedelischen Erwartungen haben. Für jedes einzelne Genre-Element gibt es halt viele bessere Bücher.
Sehr interessant und spannend geschrieben
Ich fand das Buch sehr kurzweilig und spannend geschrieben. Wieso ich nicht volle 5 Sterne gegeben habe ist einfach: Für mich waren es zu viele Namen (Personen + Firmen), weshalb ich immer mal wieder durcheinander gekommen bin. Ansonsten fand ich das Thema wirklich interessant und bewusstseinserweiternd ;) Ein lieber aber knallharter Wirtschaftsanwalt, der sich einer Geliebten hingibt und Psychedelika ausprobiert. Nach dem Horror Trip verändert sich dieser äußerte korrekte Mann auf verrückte Art und Weise, was tragisch für ihn endet.
Der Anfang ist sehr anstrengend zu lesen, hier geht es viel um wirtschaftliche bzw. juristische Themen und es werden viele Charaktere eingeführt, die mal beim Vor- und mal beim Nachnamen genannt werden, was zusätzlich verwirrt. Nach dem Pilztrip unseres Protagonisten nimmt die Story Fahrt auf und sehr willkürliche, unerwartete Dinge geschehen, sodass Spannung entsteht. Ab diesen Punkt ist die Geschichte so skurril und abgedreht, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Insgesamt ist die Erzählweise sehr nüchtern, was ich absolut stimmig finde und dem Leser Raum bietet die Geschehnisse selbst zu beurteilen ohne eine vorgekaute Meinung in den Mund gelegt zu bekommen. Da mich der Anfang sehr aufgehalten hat (sogar fast zum Abbruch des Buches geführt hat), ich das Ende nicht ideal gewählt fand und das Handeln einiger Charaktere nicht ganz nachvollziehbar war, gebe ich 3 Sterne.
Finger weg von Pilzen!
Der Anfang ließ mich kaum in das Buch kommen. Wir haben hier einen Wirtschaftsanwalt und eine Kanzlei, Mandanten usw. Das gefiel mir erst nicht so. Aber nach etwa 60-80 Seiten fing es an mich zu packen. Und als der Blank bei einem Pilztrip mitmacht wird es richtig wild. Richtig krass wie der Typ danach drauf ist. Die Liebe zum Wald konnte ich sehr nachempfinden, die hier auch eine große Rolle spielt. Alles in allem hat es mir viel Spaß gemacht
Meine Meinung Meinen ersten Martin Suter konnte ich im Rahmen meiner Diogenes Lese Challenge lesen und bin entsetzt, dass ich nicht schon eher zu einem Buch von ihm gegriffen habe! Mit Die dunkle Seite des Mondes wusste ich zu Anfangs nicht gleich worauf ich mich hier eingelassen hatte. Die Geschichte fing sehr schlicht und sachlich an. Man lernte Urs Blank den Hauptprotagonisten kennen, sowie einige wichtige und unwichtige Nebenfiguren. Bereits auf den ersten paar Seiten konnte mich aber der Schreibstil von Suter fesseln. Obwohl einigen Stellen trocken und distanziert wirkten, verlor die Geschichte nicht an Spannung. Ganz im Gegenteil, das Buch reizte einen erst recht durch diesen Stil und man wollte erfahren; Wohin geht diese Reise mit Urs Blank? Ohne viel Spoilern zu wollen: Urs lernt eine Droge kennen und dieser Trip verändert ihn grundlegend. Was sich daraus entwickelt und welchen Einfluss dies auf sein weiteres Leben hat erfährt man, Schritt für Schritt beim Lesen der Geschichte. Um zwei Uhr wachte er auf. Er fror. Er hatte die Bettdecke weggestrampelt. Der Pyjama klebte am Körper. Sein Gesicht war nass. Durch das halboffene Fenster zog ein frischer Wind. Regen trommelte auf die Kastanienblätter im Hotelpark. Die dunkle Seite des Mondes S. 133 Ich konnte durch seine Beschreibungen, sehr viel von der Geschichte und den Protagonisten visualisieren und las das Buch beinahe in einem Rutsch durch. Das Ende war absolut stimmig und obwohl es nicht ein typisches Happy End ist – macht besonders dies das Buch rund. Denn es passt einfach. Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist wie bereits oben erwähnt herausragend. Es war absolut fesselnd, schlicht aber auch sehr überzeugend. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihm Lesen! Das Cover ist wieder sehr Diogenes-like und gefällt mir auch hier besonders gut. Fazit Die dunkle Seite des Mondes konnte mich fesseln und überzeugen. Hin und wieder gab es die ein oder andere Stelle, die mir extrem war, doch dies gehörte einfach zu Geschichte und letzten Endes passte alles zusammen! Bewertung Plot ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Vorab, das hier war mein erster Suter, trotzdem hatte ich schon eine Ahnung, worauf ich mich einlasse, und dass es mir wahrscheinlich nicht wirklich zusagen würde. Tatsächlich haben mich der sehr nüchterne Stil, die kurzen Sätze sowie die durch die Bank weg unsympathischen Charaktere auch überhaupt nicht abgeholt, im Gegenteil, in der ersten Hälfte des Buches war ich mehrmals kurz davor, abzubrechen. Urs Blank, ein gefeierter Schweizer Wirtschaftsanwalt, wird nach einem misslungenen (?) Pilztrip zu einem empathielosen Gewalttäter, der schließlich vor der Welt in den Wald flüchtet, immer auf der Suche nach einem Rückweg zu seinem alten Selbst. Für mich ist der Inhalt typisch für die deutschsprachigen 90er/2000er: Das eklige, dunkle im Menschen wird besonders hervorgestellt, es gibt wenig bis keine Wärme, dass es für den Protagonisten kein wirkliches Happy End gibt, war früh abzusehen. Es werden viele Klischees bedient, kein Charakter überrascht wirklich, wirklich schockierend ist nur die extrem nüchterne Wiedergabe von Urs' Gewalttaten. Das Buch war für mich weder angenehm zu lesen, noch sonderlich spannend oder augenöffnend. Das liegt wohl aber vor allem am Stil, der nun einmal nicht jedem gefällt...
"Ein Trip verändert dich nicht. Er holt nur Dinge raus, die immer in dir drin waren." S. 103
7 vs. Wild auf Magic Mushrooms. Während hier ein mancher ein modernes Dr. Jekyll und Mr. Hyde sehen mag, sehe ich eigentlich nur die Geschichte eines psychopathischen Wirtschaftshais, der einen schlechten Pilztrip hat und anschließend ein psychopathischer Survival-Hardliner wird. Erstaunlich daran ist jedoch, dass das Buch 25 Jahre alt ist und die heutige Situation um den Hype des Jägers vorhergesagt hat. "Ihr Psychiater helft den Menschen nicht, sich zu ändern. Ihr helft ihnen, sich damit abzufinden, dass sie gleich bleiben." S. 20 "Dass das Unsinn war, war ihm klar. Aber der Unsinn hatte sich tief in seinem Unterbewusstsein festgesetzt und funkte von dort aus in sein Bewusstsein." S. 91 "Der Regen trommelte auf die Ziegel. Es roch nach den Sommerferien vor fünfunddreißig Jahren, als noch alles vor ihm lag." S. 206






















































